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Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 25 von 31]erste <12>letzte 
Probleme mit Rotex HPSU im Neubau
Verfasser:
darfreak
Zeit: 09.12.2012 18:57:02
0
1811202
Hallo liebes Forum,

ich habe ein Problem mit meiner Heizungsanlage und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
Ich bin absoluter Laie auf dem Gebiet, aber ich möchte nicht einfach blind meinem HB oder dem Techniker vom Hersteller vertrauen, sondern auch nachprüfen können was die mir erzählen.

Zur Ausgangssituation:
Wir haben einen Neubau (KfW70), DHH, seit Mitte Oktober 2012 bezogen und auch seit dem die Heizung in Betrieb.
240qm Fläche insgesamt (KG, EG, OG, DG), davon 165qm mit FBH verlegt. Die restliche Fläche sind Kellerräume (35qm) und das nicht ausgebaute DG (40qm).

Als Heizung haben wir eine Rotex Luftwärmepumpe mit 16kW Heizleistung. Ich habe jetzt nicht die genauen Seriennummern zur Hand, aber die Anlage hat ein Außengerät (2 Lüfter), ein Innengerät und einen Hybridcube mit 500L Speichervolumen.
Die Anlage wurde so ausgelegt, dass sie auch das DG per FBH mit Wärme versorgen kann. Außerdem wollten wir uns die Option offen halten, auch Solarthermie und/oder einen Ofen mit einzubinden.

Mich plagen im Moment 2 Probleme. Evtl. hängen sie zusammen, vielleicht haben sie auch nichts miteinander zu tun.


1. Einige Räume erreichen nicht die Solltemperatur
Das gesamte OG (Schlafzimmer, 2 Kinderzimmer, Bad) ist betroffen und das Gäste-WC im EG. Laut HB soll in jedem Raum 20° erreicht werden, im Wohnzimmer 22° und im Bad 24°. In Küche, Wohnzimmer und den beiden Büros im Keller ist das auch kein Problem. Aber im Gäste-WC erreichen wir nur 17-18°. Im Schlafzimmer sind es 19°, die beiden Kinderzimmer und das Bad haben 18°.

Der HB meinte ich soll die Vorlauftemperatur höher setzen. Ich habe daher beim Innengerät der Rotex auf +5° Heiztemperatur gestellt.

Das hat aber kaum was gebracht (vorher im Kinderzimmer1 (nehme ich als Referenz) 17°, jetzt 18°).

Die Heizung fährt jetzt eine Vorlauftemperatur von ca. 34° bei um die 0° Außentemperatur. Wir hatten in den letzten Tagen auch -6° draußen, da fuhr sie mit 37° Vorlauftemperatur.

Wohnzimmer, Küche und die beiden Büros im Keller erreichten auch ohne diese Einstellung (+5°) die Solltemperatur, daher habe ich nicht den Eindruck das es an einer zu geringen VLT liegt.

Aber an was liegt es dann?

Ich habe bei den Heizkreisverteilern gesehen, dass dort überall der max. Durchfluss eingestellt ist (da ist so eine Durchflussanzeige die man pro Kreis auf und zu drehen kann).
Das Überströmventil habe ich mir auch angesehen. Aber da geht nichts durch wenn die Heizkreise offen sind. Nur wenn alle zu sind (habe ich getestet) dann läuft Wasser durch das Überströmventil. So wie ich das verstanden habe soll das auch genau so funktionieren.


2. Hoher Stromverbrauch
Ich habe mir den Stromverbrauch angesehen und war ziemlich erschrocken. Im November waren es 10-15° draußen (Raum Köln) und ich hatte einen Verbrauch von 30-35kWh pro Tag. Habe im November knapp 1.000kWh verbraucht.
In den letzten Tagen ging die Temperatur eher Richtung 0° oder sogar -6°. Gestern hatte ich einen Verbrauch von 63kWh.

Mir erscheint das viel zu hoch. Ich hatte eher mit der Hälfte gerechnet.
Mein HB meint es läge daran, dass das Haus noch feucht wäre und ich es erst trocken heizen müsste. Aber das das so viel ausmacht kann ich nicht glauben.

Laut Berechnungen sollen wir einen Heizwärmebedarf von 16.000kWh pro Jahr haben. Warmwasserwärmebedarf liegt bei 4.000kWh pro Jahr.

D.h. also 20.000kWh insgesamt. Wenn ich jetzt von einer Jahresarbeitszahl von 3 ausgehe müsste ich bei 6.666kWh Strom pro Jahr liegen. Wenn ich den aktuellen Verbrauch aber Pi mal Daumen hoch rechne lande ich weit darüber. Ich weiß das man die Zahlen nicht direkt mit der Realität vegleichen kann, aber ich habe das Gefühl das mein Stromverbrauch doppelt so hoch ist und das kann doch nicht sein, oder?

Es war auch schon mal ein Techniker von ISH bei uns, der hat die Einstellungen aktualisiert. Er meinte das wären jetzt aktuell die besten Werte für die Anlage. Wenn ich hier so im Forum lese haben aber viele andere Einstellungen.

Hier die von mir (wie oben beschrieben habe ich die Heiztemperatur auf +5° gestellt):

1-00 -12
1-01 18
1-02 35
1-03 25

2-01 0

3-00 0

4-00 1
4-01 0
4-02 22
4-03 3

5-00 1
5-01 -7
5-02 0
5-03 -7
5-04 0

6-00 2
6-01 2

7-00 0
7-01 7
7-02 0
7-03 10

8-00 5
8-01 60
8-02 1,0
8-03 55
8-04 95

9-00 55
9-01 25
9-02 22
9-03 5
9-04 1


Habe hier öfters gelesen, dass 8-02 eher auf 5 oder sogar 8 gestellt werden soll, da sonst die Warmwassererzeugung zu oft läuft. Ich habe aber beobachtet, dass die Heizung erst warmes Wasser erzeugt, wenn die Solltemperatur (bei uns 45°) um 2° unterschritten ist.

Bei uns startet sie also erst bei 42,9°. Da wir nur 2 Personen sind (Kinder sind in Planung) hält der Hybridcube die Wärme auch recht lange. So alle 8 Stunden wird warmes Wasser erzeugt, wobei ich das nicht 100% genau sagen kann. Ich bin zwar gefühlt fast nur noch im Heizungsraum, aber Nachts schlafe ich dann doch noch.

Beim Heizstab habe ich übrigens die Sicherung ausgeschaltet (war eine Empfehlung des ISH-Technikers), d.h. er springt nie an.

Was haltet ihr von dem Stromverbrauch und den Einstellungen?
Habt ihr eine Idee woran es liegen könnte?

Falls ihr noch Dinge wissen müsst sagt es mir. Ich bin auch bereit alles was mir möglich ist zu testen.
Ich bin wirklich verzweifelt, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich bin mir aber auch sicher, dass sich beides lösen lässt. Nur wie weiß ich nicht.




Meinen HB werde ich natürlich auch weiter an der Lösung arbeiten lassen. Aber ich habe das Gefühl, dass der selbst nicht auf die Idee kommt, dass er etwas falsch gemacht haben könnte. Er überprüft mir seine eigene Arbeit etwas zu wenig. Daher will ich ihn gezielt auf bestimmte Dinge ansprechen.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
Verfasser:
Husmann
Zeit: 09.12.2012 19:12:52
0
1811218
Da werden wohl die Verlegeabstände der FBH in den betroffenen Räumen zu "Groß" sein. In deiner Heizflächenauslegung müssten der Volumenstrom je Kreis angegeben sein, dieser müsste eingestellt werden.


best regards
Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.12.2012 19:38:14
0
1811242
Ich würde mal versuchen, die Heizkreise der Räume,
die ausreichend warm werden, am Verteiler etwas zu
drosseln, damit die unterversorgten Räume mehr
Volumenstrom in die Fußbodenheizung bekommen.

Allerdings befürchte ich auch, das Dein
Haus über die Wärmepumpe schöngerechnet wurde und
nicht besonders gedämmt ist.

Weil die 17 Grad in der Gästetoilette solltest Du
eigentlich auch ohne jede Beheizung locker erreichen,
alleine über angrenzende Räume, wenn
da nicht dauernd ein Fenster auf Kipp steht.

Gruss

winni
Verfasser:
Husmann
Zeit: 09.12.2012 20:00:02
0
1811258
Nicht umbedingt, das Gäste WC ist klein, und liegt unmittelbar an der Außentür, die Schlafräume haben einen hohen Anteil an Außenwänden.

best regards
Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 09.12.2012 20:27:30
0
1811284
Zitat von darfreak Beitrag anzeigen
Die Heizung fährt jetzt eine Vorlauftemperatur von ca. 34° bei um die 0° Außentemperatur. Wir hatten in den letzten Tagen auch -6° draußen, da fuhr sie mit 37° Vorlauftemperatur.


Bei einem Neubau von 2012 solch hohe Vorlauftemperaturen bei noch gemäßigten Außentemperaturen? Das kann eigentlich nur eine andere Ursache haben, das die Räume nicht warm werden.

Gruß Thomas
Verfasser:
Husmann
Zeit: 09.12.2012 20:48:11
0
1811296
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Zitat von darfreak Beitrag anzeigen
[...]

Bei einem Neubau von 2012 solch hohe Vorlauftemperaturen bei noch gemäßigten Außentemperaturen? Das kann eigentlich nur eine andere Ursache haben, das die Räume nicht warm werden.

Gruß Thomas



Der zu "Große" Verlegeabstand der Fußbodenheizung, an der zu groß ausgelegten Wärmepumpe liegt das nicht.

best regards
Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 09.12.2012 20:59:27
0
1811302
Zitat von Husmann Beitrag anzeigen



Der zu "Große" Verlegeabstand der Fußbodenheizung


Das ist aber nur eine Vermutung deinerseits, oder?

Gruß Thomas
Verfasser:
Rotex508_User
Zeit: 09.12.2012 22:23:32
0
1811354
@darfreak,

wenn dein Haus von 2012 ist, dann hast du auch in jedem Raum einen Einzelraumregler, darüber kannst du von Auslegungstemperatur abweichende Zieltemperaturen einstellen. Wie sind denn die in den einzelnen Räumen eingestellt?

Wir haben unser neues Haus auch im Oktober bezogen, es hat 120 m2 FBH-beheizte Fläche auf einer Ebene. Die Heizung ist eine Rotx 508, 7 kW. In den Bädern haben wir zusätzlich Handtuchheizkörper an die FBH (Verlegeabstand 10 cm, HWR 15 cm) angeschlossen, das ist eine gute Sache, sie wirken wie Heizkörper und dadurch reagiert die Lufttemperatur nicht so träge, wie eine reine FBH und vergrößern natürlich die Heizfläche, die in Bädern immer kritisch ist. Im November haben wir 230 kWh WP-Strom verbraucht, an den extrem kalten Tagen der letzten Tage waren es ca. 10 kWh/d.

Denkbar wäre, dass die Balance zwischen EG und OG durch fehlerhaften hydraulichen Abgleich nicht stimmt. Wenn alle Heizkreisventile voll offen sind, dann stimmt mich das nachdenklich, denn der Weg ins OG ist natürlich länger, also der hydraulische Widerstand höher, was durch einen höheren Volumenstrom als im EG ausgeglichen werden müßte. Hier würde ich mal ansetzen und natürlich die Projektierungsunterlagen einfordern, aus denen die Längen der Heizkreise und deren jeweiliger Volumenstrom hervorgehen, das dann nachmessen (lassen).

Gruß
Dieter
Verfasser:
Husmann
Zeit: 09.12.2012 23:22:56
2
1811390
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Zitat von Husmann Beitrag anzeigen
[...]

Das ist aber nur eine Vermutung deinerseits, oder?

Gruß Thomas


Mehr als ein Gefühl die zu große Wärmepumpe, und das einsparen von FBH Rohr, weil das kostet Geld führt automatisch dazu. Das kommt 2013 noch zu den anderen Dingen wie man rät hier zum Fachkollektor in z.B. Sachsen Anhalt kennt keine Frostgrenze, und am Ende fragt der Fragesteller wer haftet dafür?(Verkauf seiner Immobilie).

Es ist schon mit Mühe verbunden hier einige Beiträge zu lesen, wo bei jeder Installation unter öffentlichen Verkehrswegen einem Parkplatz Regeln bestehen so ist das bei einer heutigen Frage egal. Alles kein Problem im Sommer Gewinn im Winter Verlust.

best regards
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 10.12.2012 00:23:11
0
1811422
Mir sind die Vorlauftemperaturen generell zu hoch, 34° bei 0° AT.
Ich habe bei meinem noch nicht fertigen Haus noch mit Bautüre und blanker Bodenplatte 25° VLT bei 0° AT.

Welches FBH Rohr und wieviel wurde bei dir verwendet? Verlegeabstände...

Gruß
Stephan
Verfasser:
darfreak
Zeit: 10.12.2012 22:16:33
0
1812040
Hallo,

vielen Dank für die vielen und schnellen Antworten.
Ich habe leider noch nicht alle Infos über die FBH zusammen. Volumenstrom fehlt z.B. noch. Aber die Heizkreislängen und Verlegeabstände habe ich bereits:

KG - Büro 1
- 15,5 qm
- 2 Kreise
- 107m
- Verlegeabstand 16,5cm

KG - Büro 2
- 15,5 qm
- 2 Kreise
- 107m
- Verlegeabstand 16,5cm

KG - Flur
- 7,3 qm
- 1 Kreis
- 32m
- Verlegeabstand 22cm

EG - Wohnzimmer
- 30,5 qm
- 5 Kreise
- 316m
- Verlegeabstand 11cm

EG - Küche
- 16 qm
- 2 Kreise
- 103m
- Verlegeabstand 16,5cm

EG - Gäste-WC
- 2,2 qm
- Kreis
- 27m
- Verlegeabstand 16,5cm

OG - Schlafzimmer
- 13,3 qm
- 2 Kreise
- 78m
- Verlegeabstand 16,5cm

OG - Ankleide
- 5 qm
- 1 Kreis
- 36m
- Verlegeabstand 16,5cm

OG - Kind 1
- 15 qm
- 2 Kreise
- 103m
- Verlegeabstand 16,5cm

OG - Kind 2
- 15 qm
- 2 Kreise
- 103m
- Verlegeabstand 16,5cm

OG - Bad
- 5,7 qm
- 2 Kreise
- 101m
- Verlegeabstand 5,5cm

Der Rohrdurchmesser beträgt 17x2mm. Hersteller ist Kermi. Die haben laut meinem HB auch die Berechnung der Heizkreise etc. gemacht.
Er hat nur das verlegt was Kermi berechnet hat. Die Verlegeabstände konnte ich auch nachprüfen während der Bauzeit, die stimmen.



Zu der Dämmung kann ich nur sagen, dass wir 24cm dicke Bimssteine haben plus 16cm Dämmung (glaube Mineraldämmplatten oder so) und
dann Außenputz.
Da wir mit einem Architekten + Statiker gebaut haben und nicht mit einem GU oder Bauträger bin ich zuversichtlich, dass das Haus gut gedämmt ist und nicht nur schöngerechnet wurde.
Allerdings muss ich euch noch eine Info geben: Wir haben eine DHH, aber die andere Hälfte steht noch nicht. D.h. eine komplette Seite ist nicht isoliert.
Unsere neuen Nachbarn sind leider nicht aus der Hüfte gekommen und haben viel später angefangen als wir. Die fangen gerade erst an das EG zu mauern.

Das Gäste-WC grenzt an den Flur und die Abstellkammer, die beide nicht beheizt werden.

Die ERR sind bei uns im Bad auf 24°, Wohnzimmer 22° und der Rest 20° gestellt. Darauf wurde die Heizung laut meinem HB auch ausgerichtet.



Hatte heute mit meinem HB gesprochen bzw. mit seinem Chef. Beim Chef habe ich immer das Gefühl das er mich schnell abwimmeln will. Er meinte eine VLT von 34° sei viel zu wenig. Ich soll die VLT noch höher stellen, so auf 40-45°. Ich glaub ich spinne!
Und dann wollte er mir erklären das das OG so kalt ist, weil das DG noch nicht ausgebaut und beheizt ist. Das sei ja mit in die Berechnungen eingeflossen und jetzt würde zu viel Wärme durch die OG-Decke entweichen.
Ach ja und mein Haus ist noch feucht und deshalb brauche ich viel mehr Heizleistung um die Räume warm zu bekommen.

Immer die gleiche Leier. Aber er schickt trotzdem jedes Mal unseren HB raus, daher kann ich mich nicht beschweren.
Außerdem ist er merkwürdig ruhig geworden als ich sagte, dass alle Heizkreise voll aufgedreht sind.


Ich warte jetzt das er mir die restlichen Planungsunterlagen zukommen lässt. Dann schreibe ich die Volumenströme und werde sie auch mal so einstellen.
Parallel habe ich jetzt tatsächlich die VLT auf fixe 40° gestellt. Ich will mal testen wie viel davon im OG ankommt.
Ich werde zwar weinen wenn ich den Stromzähler sehe, aber ich rechne damit, dass es kaum was ausmachen wird und dann gibt der Chef-HB hoffentlich endlich ruhe.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.12.2012 23:45:37
0
1812090
Was bedeutet "Dachgeschoss noch nicht ausgebaut"?
Gibt es da schon eine Dämmung des Daches?

Selbst wenn, ich denke Dein Bauunternehmer könnte
recht haben:

-Wärmeverluste von der vermutlich nicht/wenig ge-
dämmten Decke zum Dachgeschoss, die bei Beheizung
dieses Raumes komplett für die unteren Räume ent-
fallen würden.

-grosse zusätzliche Wärmeverluste durch fehlendes
Nachbargebäude.

-Baufeuchte spielt 1-2 Jahre tatsächlich eine Rolle


Gruss

winni
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 11.12.2012 00:19:22
0
1812108
Auf den ersten Blick sehe ich keine groben Fehler.
Habe bei gleicher beheizter Wohnfläche auch etwa 1000m Rohr verlegt, allerdings als Wandheizung, nicht FBH.
Nun hat die Wandheizung wegen der geringen Überdeckung von 5 - 10mm Putz eine deutlich höhere Leistungsabgabe als die FBH mit min. 40mm Estrich plus Bodenbelag.

Bei Laminat oder Diele ist der Effekt noch stärker.

Daher brauchst du schon mal höhere VL Temperaturen als ich, ich habe aber auch etwas höhere Verluste, aber nur im OG.

Insgesamt hätte bei dir mehr Rohr verlegt werden müssen.
Dann hättest du niedrigere VL Temp.
Bei dir ist ja offensichtlich das OG das Problem, da liegt der Verdacht nahe, daß das unbeheizte Dachgeschoss nicht gut isoliert ist.
Der Verbrauch von 63kWh pro Tag ist schon zu hoch, 30% gehen zu Lasten der Luftpumpe gegenüber Sole WP.

Daß der Heizi die VL auf 40° hochdrehen will, ist ja lustig, klar wirds dann wärmer, ist nur die Frage, ob man sich dann nicht besser für Gas entschieden hätte.

Ich sehe noch kein total verkorkstes System, aber verbesserungswürdig.

Die Trocknung des Hauses benötigt wirklich Unmengen an Energie.

Vielleicht mußt du diesen Winter mal die Zähne zusammenbeißen, in der 2ten Heizperiode werden die Werte objektiver zu beurteilen sein.

Gruß
Stephan
Verfasser:
darfreak
Zeit: 11.12.2012 07:23:24
0
1812138
Hmm... das hört sich ja so an als ob mein Chef-HB mir doch keinen vom Pferd erzählt hat.

Wegen dem DG: Das Dach selbst ist vollständig isoliert. Wir haben aber weder Rehgipsplatten oder Innenputz und auch keinen Fußbodenaufbau. Im DG ist die blanke Betondecke.

Heute morgen ist es im OG schon viel wärmer. In meinem Referenz-Kinderzimmer habe ich nun 19,5°, vorher 18°. Aber so ein hoher Vorlauf ist doch nur bei Gas oder Öl üblich. Bei ner WP sollten es doch max. 35° sein.

Was mir beim Durchfluss aufgefallen ist:
Wenn alle Heizkreise offen sind habe ich im OG Kinderzimmer einen Durchfluss von 1,5L/min. Wenn KG und EG zu sind (erreichen ja problemlos 20 bzw. 22°) habe ich im Kinderzimmer 2-2,5L/min.

Hört sich dieses Verhalten für euch normal an?
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 11.12.2012 09:52:44
0
1812229
Also, das ist ja kein Wunder, du heizt ja das DG mit.
Die Wärme geht zwar nicht durchs Dach weg, bleibt aber auch nicht in den OG Räumen, sondern geht auch ins DG.
Bei der Berechnung der Heizung für die OG Räume ist dann sicher das unbeheizte DG nicht mitberücksichtigt worden, und wenn doch, dann sicher nicht mit blanker Betonplatte.
Die mußt du natürlich unbedingt dämmen, ist doch ruckzuck passiert.
Geh auch mal ins DG und schau nach, obs da irgendwo zieht, oder ob es irgendwo von unten warm hochkommt. Der Verlust durch Ritzen und Löcher ist schlimmer als der Verlust durch Decken oder Mauern.

Gruß
Stephan
Verfasser:
darfreak
Zeit: 12.12.2012 08:15:47
0
1812813
Also laut HB ist die FBH so ausgelegt worden, als ob das DG schon ausgebaut und beheizt würde. Es war halt immer unser Plan das DG auch auszubauen, nur der Zeitpunkt steht noch nicht fest.
Im DG zieht nichts und es kommt auch keine Wärme hoch. Allerdings zieht es im Kinderzimmer durch den Schalter für die elektrische Rolllade.

Was kann man denn da für ne Isolierung machen? Was würdest du empfehlen?
Sehen die anderen das genauso, dass das was bringen wird?

Merkwürdig finde ich halt, dass ich im Schlafzimmer mit der gleichen VLT höhere Temperaturen erreiche als im Kinderzimmer. Und die Zimmer sind ja annähernd gleich groß, beide auf der selben (isolierten) Seite des Hauses. Beide haben das gleiche Laminat.


Wenn ich jetzt die bisherigen Antworten für mich zusammenfasse heißt das also:
1. Ich muss warten bis die andere DHH steht.
2. Das Haus muss generell trockener werden.
3. DG-Boden isolieren.
4. Durchflussmengen bei der FBH richtig einstellen.

Kann ich sonst noch irgendwas machen?


Mit dem was ihr jetzt wisst, kann man sagen das der hohe Stromverbrauch der Heizung mit Temperaturproblem im OG zusammenhängt?
Oder sind die beiden Dinge unabhängig voneinander und die eingestellten Heizungs-Parameter sind einfach schlecht?

Zu 4. Wie stelle ich die Durchflussmengen optimal ein? Alle ERR's auf und schauen in welchem Raum es am wärmsten wird. Dann diese Heizkreise etwas zu drehen bis die Temperatur knapp über der Soll-Temp liegt?
Hilft es wenn ich den Wasserdruck erhöhe? Im moment habe ich 1,9 bar wenn die Heizung steht und 1,7 bar wenn die Heizung läuft.
Verfasser:
crax
Zeit: 12.12.2012 08:38:30
0
1812824
Zitat von darfreak Beitrag anzeigen
....Wir haben eine DHH, aber die andere Hälfte steht noch nicht. D.h. eine komplette Seite ist nicht isoliert...
Da mußt Du Dich doch nicht wundern, neben dem unausgebauten DG!
Die 20000 kWh Bedarf kannst Du übrigens getrost vergessen, denn das sind vermutlich EnEV/KfW Werte. Vollkommen ungeeignet, reale Verbräuche zu bewerten.

mfg
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 12.12.2012 13:50:02
0
1813051
Der Druck ist mit 2bar dicke genug.

Ich würde zumindest im DG den Bodenunterbau vorbereiten, vielleicht ein paar Kanthölzer und dazwischen Dämmung, wenn noch ausgebaut werden soll mit Diele, oder einfach Dämmung vollflächig auf die Decke legen.
Die blanke Betondecke ist mal nicht gut, wenn das DG nicht beheizt und genutzt wird, welche Temperatur hast du denn im ungeheizten DG?
An der Heizung rumfummeln, wenn die Decke noch nicht gedämmt ist macht keinen Sinn. Wenn du das vor den baulichen Maßnahmen machst, fängst du hinterher wieder von vorne an.

Nutze mal hier die Suchfunktion nach hydraulischem Ableich...
Die Vorgehensweise ist oft genug erklärt worden.

Stephan
Verfasser:
darfreak
Zeit: 13.12.2012 21:26:06
0
1814208
Wir haben 15° im DG.

Hab jetzt auch was zum hydraulischen Abgleich gefunden. Zumindest für Keller und EG will ich ihn diesen Winter schon machen. Die Räume werden definitiv zu warm bei voll aufgedrehten ERR's.

In einem Hobbyraum im Keller sind es 23,5°!


Ja die 20.000 kWh sind EnEV/KfW Werte. Ich höre bei dir raus das die Realität wohl deutlich höher liegt?
Wie kann man denn reale Verbräuche besser bewerten?
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 13.12.2012 23:55:41
0
1814315
Da geht schon einiges ins DG bei 15°, das muß erstmal gedämmt werden.

Vorher macht alles andere keinen Sinn.

Stephan
Verfasser:
crax
Zeit: 14.12.2012 08:22:08
0
1814396
Zitat von darfreak Beitrag anzeigen
...Ich höre bei dir raus das die Realität wohl deutlich höher liegt?
In aller Regel ja. Ich habe in meiner langjährigen Praxis bisher nur einen einzigen Fall erlebt, wo das nicht zutraf.
Zitat von darfreak Beitrag anzeigen
...Wie kann man denn reale Verbräuche besser bewerten?
Normalerweise gehört es zur Grundlagenermittlung, vorher den tatsächlichen Bedarf (Leistung, Energie) für Hzg u. WW zu ermitteln. Das sind strategische Größen, die erheblichen Einfluß auf die Wahl und Dimensionierung der Anlage haben und mitunter auch zu geringfügigen Korrekturen des Baukörpers führen können. Im Endergebnis erhält man dann damit den später zu erwartenden tatsächlichen Verbrauch. Der einzigste reale Vergleichsmaßstab für später festgestellte Verbräuche. Bei einem Nicht-GU/GÜ Vorhaben, mehr als verwunderlich, warum das hier nicht vorliegt.
Momentan ist eher eine undefinierte Energieschleuder vorhanden, da der Nachbar noch nicht hilft und die Decke ungedämmt ist.

mfg
Verfasser:
darfreak
Zeit: 15.12.2012 10:35:22
0
1815095
Vielen Dank an euch beide für die Antworten.

Nicht das wir uns jetzt falsch verstanden haben bei "EnEV/KfW Werten".
Unser Statiker hat uns weit vor dem Baubeginn einen Stapel Papier überreicht mit dem Titel "Bauphysikalische Nachweise". Dort ist für Bauteile wie Fenster, Haustür, Decken, Dach, Garage, Außenwände, Innenwände, etc... berechnet worden, wie viel Wärmeverlust diese Bauteile haben. Hier steht sogar was von "spezifischer Lüftungswärmeverlust".

Ich kann das nicht nachprüfen, aber wir haben Vertrauen zu unserem Architekten und Statiker. Daher gehe ich davon aus, dass das realistische Werte sind.

Mit "EnEV/KfW Werten" meinte ich, dass die Zahlen auch an die KfW geschickt wurden, damit wir den vergünstigten Kredit erhalten.


Aber nochmal zurück zu den beiden Problemen.
Ich denke zum "kalten OG" ist jetzt alles gesagt worden. Hier hilft nur abwarten bis die andere DHH steht. Wegen der OG-Decke habe ich unseren Statiker angesprochen, ob er das genauso sieht wie ihr und wenn ja, welche Dämmung er empfehlen würde.
Ich werde euch das Ergebnis mitteilen.


Eine Sache über die wir bisher wenig gesprochen haben ist der Stromverbrauch. Gestern (14.12.2012) hatte ich einen Tagesverbrauch von 42 kWh. Die Temperaturen hier im Raum Köln waren im Schnitt so um die 0° (Nachts noch Minus-Grade -3 und tagsüber +6) würde ich sagen.
Ich bin der Meinung das das eher die Hälfte sein müsste.

Kann man jetzt schon was dazu sagen oder hängt das direkt mit den beiden Punkten "andere DHH" und "OG-Decke" zusammen?
Was mir auffällt ist, dass der Kompressor immer läuft. Er steht nur beim Abtaubetrieb, ansonsten läuft er permanent. Ist das ein normales Verhalten?
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass zu wenig Kältemittel in der Anlage ist. Aber wie kann ich das prüfen?
Verfasser:
crax
Zeit: 15.12.2012 10:53:24
1
1815105
Zitat von darfreak Beitrag anzeigen
....Nicht das wir uns jetzt falsch verstanden haben bei "EnEV/KfW Werten". Unser Statiker hat uns ...
Eben, diese weisen lediglich die primärenergetische Zulässigkeit des BV (EnEV) bzw einen theoretischen Effizienzstatus entsprechend KfW nach! Mehr nicht! Hierzu bitte mal das Kleingedruckte im Nachweis lesen!
Zitat von darfreak Beitrag anzeigen
....Mit "EnEV/KfW Werten" meinte ich, dass die Zahlen auch an die KfW geschickt wurden, damit wir den vergünstigten Kredit erhalten.
Die bekommt Ihr nach der Papierform auch. Lediglich, wenn eine Überprüfung stattfindet und sich dabei herausstellt, dass zwischen Planung und tatsächlicher Ausführung erhebliche Defizite bestehen, nicht ungewöhnlich, bekommt Ihr ein Problem. Verantwortlich ist stets der Bauherr, nicht dessen Erfüllungsgehilfe!
Zitat von darfreak Beitrag anzeigen
....Ich habe irgendwie das Gefühl, dass zu wenig Kältemittel in der Anlage ist. ..
Na, dann weiterhin viel Spaß mit "Gefühlen" ;-)

mfg
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 16.12.2012 00:12:09
0
1815541
Wie, der Kompressor läuft immer, ist das eine modulierende WP?
Verfasser:
Idealist
Zeit: 16.12.2012 09:44:22
0
1815591
Zitat von swellerchen Beitrag anzeigen
Wie, der Kompressor läuft immer, ist das eine modulierende WP?


Halo swellerchen,

auch bei einer modulierenden WP läuft der Verdichter nicht immer.

Hallo darfreak,

Kältemittelstand kannst du nicht selber prüfen, wenn du ein Schauglas an der WP hast und es sprudelt stark, könnte das ein Indiz sein. Da muß schon ein Spezialist und zugelassener Kältefachmann ran.

Gruß Dietmar
Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 25 von 31]erste <12>letzte