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News 2540
welche Heizungsanlage, WP oder Gas? alte Frage...
Verfasser:
bo77
Zeit:
30.08.2005 07:59:53
232554
hallo alle zusammen von der insel rügen!
habe in den vergangenen tagen viel hier herumgestöbert, bin aber fast genauso dumm wie vorher...

auch ich möchte bauen und stehe vor der entscheidung der heizungsanlage.

ich habe mich für ein fertigteilhaus entschieden, da ist standart eine gastherme..

um auf kfw60 zu kommen müßten doch die außenwände eine bestimmte dämmstärke aufweisen? -mein geplantes haus hat 140mm dämmstoff- glaube nicht das das reicht, zudem haben wir uns für große fenster entschieden ( U-wert der außenwand bei putzfassade ist mit 0,17W/m2k angegeben)
der hausverkäufer meinte eine WP(Sole/mit lüftung und spiralkollektoren) reiche um auf kfw60 zu kommen

allerdings belaufen sich die zusatzkosten auf immerhin ca.20TEuro (bei knappen budget, sehr viel geld)
die heizungsanlage würde ja ca 50.-euro strom im monat verschlucken.. das gleich breuchten wir etwa auch mit gas, um die ca130qm zu beheizen und wasser warm zu machen...
ich denke für 20TEuro kann man lange mit gas heizen, oder liege ich da falsch???

gruß bo77
Verfasser:
HarryT
Zeit:
30.08.2005 09:59:43
232611
... investiere die "ca.20TEuro" in ein besseres Haus!

kfw60 oder bessere Bausstandarts werden nicht allein durch dickere Wänden erreicht, eine zT aufwendige und vor allem kluge optimierte Gesamtplanung ist erforderlich.

Allerdings sind Fertighäuser häufig nur in einer Richtung optimiert, nämlich gewinnoptimiert für den Hersteller.
Informiere dich ausgiebig und vereinbare ALLES schriftlich bevor du unterschreibst.

Sinnige Konzepte beschäftigen sich mehr mit der Vermeidung von Energieverbrauch, als mit der Brennstoffwahl, informiere dich! ZB:
www.architos.de - Netzwerk von Passivhausplanern
www.bauweise.net - Private Homepage mit vielen Anregungen
www.eb-magazin.de - Energie Effizientes Bauen
www.igpassivhaus.de - Informationsgemeinschaft Passivhaus Deutschland
www.igpassivhaus.at - Interessengemeinschaft Passivhaus Österreich
www.passivhaustagung.de - Passivhaustagungen und Informationen
www.passiv.de - Passivhaus-Institut Darmstadt
www.passivhausforum.net
www.cepheus.de - CEPHEUS - Cost Efficient Passive Houses as European Standards - (EU Projekt)

Harry
Verfasser:
Herr Lange
Zeit:
30.08.2005 13:06:41
232688
Sehr geehrter Interessent,
ich baue selber WP- Anlagen und die komplette Haustechnik ein. Sollten Sie Intersse an eine kostenlose Beratung und Angebot für Elektro und Heizung haben, melden Sie sich bitte unter der 038754 22899 oder der 0174 99 29461.
Ich werde Ihnen auch den Vergleich zwischen den unterschiedlichen Heizsystemen bei aktuellen Preisen aushändigen wobei auch die Armotisationszeit angegeben ist.

Freundliche Grüsse
Marco Lange
Verfasser:
OldBo
Zeit:
30.08.2005 13:27:13
232700
Moin Marcus Lange,

verwechsle bitte dieses Forum bitte nicht mit einer Auftragsvermittlungsagentur :>((

Ratschläge sind gefragt und zwar für alle Interessierten.

Gruß

me. Bruno Bosy, NF
Verfasser:
Häuslebauer
Zeit:
30.08.2005 21:56:23
232981
jetzt muss ich doch einmal einwerfen: Standard wird immer mit D am Ende geschrieben. Es hat nichts mit Standarte o.ä. zu tun.

Verfasser:
Häuslebauer
Zeit:
30.08.2005 21:57:27
232985
Verfasser:
bo77
Zeit:
31.08.2005 07:03:46
233042
danke häuslebauer,

da hast du mir jetzt nicht wirklich weitergeholfen..

bo77
Verfasser:
Hendrik42
Zeit:
31.08.2005 09:44:50
233092
bo77,

musst Du auf KfW60 kommen oder willst Du nur? KfW60 kann man auf zwei Wegen erreichen, die in der Praxis meistens balanciert werden:
a) mehr & bessere Dämmung
b) weil das irgendwann unwirtschaftlich wird: bessere Haustechnik

Wenn Du musst:
Eine kleine Solarthermieanlage spart 7,5kWh/qm/a (nach EnEV), rechnet sich im besten Fall gerade eben in ihrer Lebenszeit. Aber aus KfW60 Sicht sind die 7,5 gesparten kWh/qm/a sehr günstig, weil man das für den Preis mit Dämmung nicht machen kann.

Die max. Tranismissionswärmeverluste (HT) von KfW60 sollte man auf jeden Fall versuchen einzuhalten, das ist nicht so teuer.

Große Fenster sollten kein Problem sein (wenn sie nicht nach Norden gehen :-), das haben wir hier auch. Sie sollten halt mit Rahmen und Rolläden bei U max. 1,3 liegen.

Hmmm, Fertigteilhaus, da hast Du vielleicht noch die Möglichkeit unter der Bodenplatte und zwischen Bodenplatte und Estrich extra (und gut) zu dämmen. Und das Dach solltest Du auch besser dämmen können.

Bessere Haustechnik kann auch eine Menge rausholen. Mit Gas ist eine Anlagenaufwandszahl von so 1,3 bestenfalls möglich, mit einer WP kommst Du unter 1.

Für 20T kannst Du lange mit Gas heizen, richtig. Ich finde auch 20T etwas teuer. Die WP rechnet sich über die Zeit, weil die Betriebskosten geringer sind und Du keinen Schornsteinfeger usw. bezahlen musst. WP am besten mit Fußbodenheizung.

Aber die Frage ist: willst Du oder musst Du KfW60 erreichen? Wenn Du nur "willst", dann würde ich einfach soviel Geld wie möglich in die Dämmung stecken, und versuchen, den Heizwärmebedarf auf deutlich unter 60kWh/qm/q zu drücken.

Gruß, Hendrik
Verfasser:
bo77
Zeit:
31.08.2005 12:21:51
233181
Hallo Hendrik,

was heißt kfw60 "müßen"? klar die zusätzliche günstigere finanzierung ist nochmals ein anreiz...

bin auf kfw60 eigentlich erst über belesungen im www aufmerksam geworden, habe mir nie gedanken über heizung und dämmung gemacht, da ich ja noch, wie uncool, bei mutti im haus wohne ;-)

meiner meinung nach sind doch die betriebskosten eines hauses genauso wichtig wie die finanzierung an sich...

allerdings sind wir auch nicht wirklich die großen heizer, bad und wohnzimmer reichen zu beheizen, schlafraum wird so gut wie nie beheizt! tagsüber ist keiner zuhause da wir beide arbeiten...

ich glaube das ich mit ner guten wärmedämmung und gasheizung recht gut auskommen werde...

danke, gruß bo77
Verfasser:
bo77
Zeit:
31.08.2005 12:23:29
233183
..ach so

die großen fenster sind nach süden..
Verfasser:
JoRy
Zeit:
31.08.2005 13:12:10
233204
-Hallo Bo,
du kannst rechnerisch mit Anlagentechnik und regenerativem Anteil den Anlagenbeiwert drücken und
KfW 60 hinbiegen, oder über den U-Wert.(die U-Werte)
-
Über eine der politische gesponserten Anlagen ist es einfacher und billiger.

Ich bin oft in Häusern, die bei Uzulässig von 0,48
ein U von 0,25 ausweisen können und wegen der Fensterflächen und der Bodenplatte trotzdem mit
Gas KfW 60 nicht erreichen sondern nur mit Solaranlagen oder WP-Technik.

Erfahrungsgemäß ist es so, dass du mit 30 tsd Eur zu 2%
jede innovative Anlage finanzieren kannst OHNE dass der Haus-Kapitaldienst schlechter wird.

Gruß JoRy
Verfasser:
Bernhard Dreßler
Zeit:
31.08.2005 16:40:28
233330
Hallo,
die Antwort ist eigentlich sehr einfach. Gas ist teurer im Verbrauch. Du darfst nicht nur den heutigen Gaspreis sehen. Bei 150 m² benötigst Du eine Wärmepumpe mit 7,5-8 kW und 150 m Erdwärmesonde oder weniger, je nach Grundwasserstand und Bodenarten. Das Geld hat sich aber nach spätestens 10 Jahren gerechnet, Du bekommst eine Förderung für CO2- Vermeidung. Für mich steht die Frage nicht, was ich machen würde. Ich werde noch von Gas auf WP umstellen, obwohl mein Haus schon 50 Jahre alt ist.
Verfasser:
Hendrik42
Zeit:
31.08.2005 17:24:21
233341
bo77,

wenn man KfW60 "muß", wegen dem Kredit, dann will man das so billig wie möglich erreichen.

wenn man KfW60 "will", dann wohl wegen dem späteren Verbrauch und aus Umweltgesichtspunkten und da würde ich bei einem Neubau vielleicht eher den Schwerpunkt auf gute Dämmung legen und ja nach Geldbeutel auch erstmal "nur" Gas mit KWL und WRG machen. Aber immer so, daß ich später eine WP nachrüsten kann. Oder einfach eine Abluft WP nehmen, die sind sehr günstig und das Haus hat dann im besten Fall schon, was man für moderne Heizsysteme braucht: Flächenheizung mit niedrigen VL-Temperaturen und (Zu- und ) Abluftschächte.

Gruß, Hendrik
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