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Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 35 von 36]erste <12>letzte 
Verbot Nachtspeicher Fußbodenheizung
Verfasser:
juergenbb
Zeit:
28.10.2007 19:54:43
725877
Im Jahre 1989 habe ich eine Eigentumswohnung in einem 3 Familienhaus in Brühl bei Mannheim gekauft.
Die drei Eigentums - Wohnungen werden mit einer DEVI Fußbodenheizung ( Matten)mit Speicher Estrich beheizt. Mit dieser Heizart sind wir sehr zufrieden. In Brühl und Umgebung stehen viel Häuser mit der seinerzeit "gelobten " Heizart. EnBw machte viel Reklame für diese Heizart.
Die Kosten sind durch den Sonderstrom von EnBw widererwartend akzeptabel.
Mit Schrecken habe wir erfahren, dass für Nachtspeicherheizungen mittelfristig ein Betriebverbot erfolgen soll. Abgesehen davon , dass das Haus aufgrund des Verbotes massiv an Wert verliert stelle ich mir die Frage wie soll, dann geheizt werden. Bei Umstelllung auf Öl oder Fernheizung wären ja dann riesige Umbaumaßnahmen notwendig.
An die Kosten mag ich ja gar nicht denken.
Hat jemand im Forum genauere Informationen zu diesem Thema?

Gruß

J.B.
Verfasser:
Sockenralf
Zeit:
28.10.2007 20:06:13
725891
Hallo,

woher wisst ihr denn von dem (angbl.) Verbot?


Vielleicht weiß die "Quelle" ja mehr



MfG
Verfasser:
juergenbb
Zeit:
28.10.2007 21:45:45
725983
Hallo,

mir liegt ein Schreiben der EnBw vom 22.10.07 vor. Ging an alle EnBw Nachtspeicherkunden.
Zitat: Bis zum Jahr 2020 möchte die Regierung den Co2 Ausstoß um 40 % senken das soll unter anderem dúrch ein Verbot von Nachtspeicherheizungen erreicht werden-stattdessen sollen umweltfreundlichere und energie-effizientere Techologien gefördert werden..........
Es wird Bezug genommen auf die Klausurtagung der Regierung im August 2007.
Das Schreiben ist noch viel länger ich weiß aber nicht wie ich es ins Forum stellen kann.

Gruß
J.B.
Verfasser:
Falk N.
Zeit:
28.10.2007 21:48:58
725988
Davon hab ich auch schon gehört.

*Ich kauf mir ne Pellet-Presse und leg Edelstahl-Schornstein auf Lager bis die EU endlich diesen Markt frei gibt*

Oh nein, dann kann JK wieder nicht schlafen..............................
Verfasser:
freund77
Zeit:
29.10.2007 00:11:50
726091
Bis 2020 dauert es ja noch ein Weilchen.
Würde mir keine Gedanken drüber machen

Die Erfahrung lehrt, dass es Übergangsfristen usw gibt.
Verfasser:
Bernd Schlueter
Zeit:
29.10.2007 00:29:52
726095
Elektrische Nachtspeicherheizung sind eine Sünde. Da ungestraft dafür geworben wurde, sollte die Allgemeinheit auch für deren Abschaffung aufkommen. Sind wir doch selbst schuld, wenn wir uns solche Regierungen erlauben, die nicht richtig aufklären?
Man kann sagen, dass die Nachtspeicherheizungen praktisch schon abgeschafft wurden, via Strompreiserhöhung und drei Strafsteuern für Strom.
Ich zweifle übrigens an der Funktion unserer Demokratie. Die ist nicht nur indirekt, sondern auch unwirksam.
Verfasser:
juergenbb
Zeit:
30.10.2007 09:30:36
727151
Gibt es eine Heizart die keine"Sünde" ist.

Gruß
J
Verfasser:
Bernd Schlueter
Zeit:
01.11.2007 14:06:56
728914
Ja, die mit einem Pullover oder mit einer guten Wärmepumpe.
Verfasser:
abrosda
Zeit:
01.11.2007 14:14:56
728918
Warts erst mal ab. Ich denke mir daß es Bestandsschutz geben wird.

Verfasser:
Manfredo
Zeit:
02.11.2007 12:06:36
729608
Hallo zusammen,

mein Vater hat das Schreiben der ENBW auch bekommen, worin auch schon steht, dass Übergangsfristen eingeräumt werden.
Wir warten auch erst mal ab und hoffen auf die großzügigen Ausnahmeregelungen.
Hier noch ein Link zu einem Artikel in "DIe Zeit" vom 29.10.2007: http://www.zeit.de/online/2007/44/aus-fuer-nachtspeicherofen?page=all

Gruß
Manfredo
Verfasser:
turbowilly
Zeit:
04.11.2007 00:23:44
730933
Hallo, bin heute das erstemal hier und wollte sehn was für Erfahrungen mit El. Fußbodenheizungen vorliegen. Habe seit 2000 auch eine DEVI Speicherheizung im Haus, empfohlen vom Verkäufer und Elektrofachbetrieb der das Ding auch eingebaut hat. Habe nur 90m² und komme auf ca.1000kwh im jahr für die Heizung. Zum glück Nachttarief und Nachladung sonst wär es nicht mehr Bezahlbar.
Aber was, wenn das Verbot kommt. Dann kann ich das Haus auch abreißen und alles nach Öko 2010 machen.und wieder 10 Jahre später kommen die werten Dammen und Herren auf neue Ideen und Öko war nicht richtig.
Last uns warten es wird bald wieder gewählt !
Verfasser:
HP..
Zeit:
04.11.2007 10:25:33
731047
Habe nur 90m² und komme auf ca.1000kwh im jahr für die Heizung.
Zum glück Nachttarief und Nachladung sonst wär es nicht mehr Bezahlbar.


Nur 1000 kwh und Du jammerst ?, oder fehlt da eine Null ?

Gruß HP
Verfasser:
turbowilly
Zeit:
06.11.2007 21:19:01
733395
Ja hallo zusammen, logisch fehlt mir ne 0 sollte 10000 KWh heißen. Weiß den jemand von euch wieviel Heizenergie pro qm Wohnfläche normverbrauch sein soll.
Verfasser:
Walter Siebler
Zeit:
08.11.2007 22:42:07
735376
Hallo zusammen,

ich bin auch einer der Betroffenen. Elektrofussbodenheizung - Haus Baujahr 1984 - über 200 qm Wfl. Bin bis heute sehr zufrieden mit meiner Heizung - toller Wohnkomfort, wartungsfrei, keine nennenswerten Wärmeschwankungen bei wechselnden Witterungsverhältnissen (was mich eigentlich gewundert hat) usw. Die höheren Verbrauchskosten gleichen sich auf lange Sicht wieder mit den "Null-Wartungskosten" aus (mein Öl-Nachbar hat inzwischen schon den 2. Heizkessel und den 3. Brenner). Ich hoffe nun einfach, dass der günstigere Stromtarif zumindest bis zum Jahr 2020 bleibt, verbessere meine Wärmedämmung (neue Isolierglasscheiben!) und baue auf die Zukunft der Heiz-/Energietechnik, nämlich auf die Brennstoffzelle. Die dürfte in 10-12 Jahren für den Massenmarkt reif sein. Dann grab ich mir einen Wasserstofftank in den Garten ein und heize meine Elektrofussbodenheizung wieder mit Strom wie gehabt (diesmal mit meinem eigenen!). Wer es noch nicht weiss, eine Brennstoffzelle erzeugt über den Wasserstoff als Energieträger, in Verbindung mit Luftsauerstoff, direkt elektrische Energie. Die bei der heutigen Technik (noch) zusätzlich anfallende Restwärme (ca. 20-25 %) leite ich dann in den Warmwasserboiler und den verbleibenden Rest in einen großen Radiator im Treppenhaus.... und irgendwann in der Zukunft werden vielleicht alle wieder mit Strom heizen, wer weiss, aber dann halt "regenerierbar, sauber".

Der Mensch braucht immer was zum träumen ...

Gruß
Walter
Verfasser:
Falk N.
Zeit:
08.11.2007 22:50:22
735382
von was träumstn du nachts?
Verfasser:
Alois2
Zeit:
09.11.2007 09:17:03
735602
klar Walter Wasserstofftank im Garten ist ja kein Problem, kostet dann zwar etwas mehr als das gesamte Haus mit Grundstück wert ist, aber was solls. Der Wasserstoff wird bis dahin weiterhin aus Erdgas gemacht und ist dadurch natürlich extrem günstig :-) und statt ihn dann gleich zu verbrennen lieber den Umweg über Stromerzeugung durch Brennstoffzelle. Ein geniales Konzept.
Verfasser:
JoRy
Zeit:
09.11.2007 09:23:53
735608
Strom-Speicher Heizungen sind eigentlich schon (indirekt) durch die ersten
Vorlagen zur EnEV 2000 verboten gewesen.
Man hat nur Übergangsfristen eingeräumt als sie Nov. 2001 verabschiedet wurde.

Die wurden von Konzernen wie EnBw schamlos ausgenutzt.

Für Mehrfamilienhäuser mit solchen Anlagen bleibt langfristig nur eine Insellösung
KWK und eigene Stromproduktion.

Gruß JoRy
Verfasser:
JoRy
Zeit:
09.11.2007 09:25:52
735611

Weil aber der Chef von EnBw Bücher über unsere gesellschaft schreibt wird er mit
Medalien für aufrichtiges Management ausgezeichnet.

So ist das wenn ein Staat die Böcke zum Gärtner macht.

Gruß JoRy
Verfasser:
roro
Zeit:
09.11.2007 09:31:56
735615
10000 KWh/a für 90 qm sind über 110 kWh/(qm a). Das entspricht ca. dem Durchschnitt der 80er Jahre. Aktuell strebt man Werte kleiner als 40 kWh/(qm a) an.
Verfasser:
Walter Siebler
Zeit:
13.11.2007 22:21:13
739427
Hallo Alois2,

du solltest dich mal über die Technik der Zukunft (Brennstoffzelle) genauer informieren. Da wird nämlich kein Wasserstoff verbrannt (ist nämlich ineffizient), sondern direkt in Strom umgewandelt, das ist was ganz anderes. Ziel ist letztendlich die "cold fusion", d.h., Stromerzeugung ohne Abwärme. Als Übergangslösung gibt es bereits heute schon einen "Gasbrenner" der zusätzlich 40 % Strom, eben aus der Brennstoffzellenfusion vom Wasserstoff (wird zu einem gewissen Teil aus dem Gas gewonnen) produziert, wohlgemerkt "Strom", keine zusätzliche Verbrennung. Der Wasserstoff der Zukunft wird voraussichtlich aus Solarzellenstrom in großem Umfang gewonnen und ist der ideale Energieträger der auch problemlos transportiert werden kann.
Verfasser:
Alois2
Zeit:
14.11.2007 08:36:21
739644
Lieber Walter, dann lies mal meinen Beitrag auch genau. Ich habe nie behauptet, daß in einer Brennstoffzelle Wasserstoff verbrannt wird, sondern das es hirnrissig ist, erst aus Erdgas Wasserstoff zu machen, daraus Stom zu erzeugen (mit entsprechendem Wirkungsgrad der Brennstoffzelle) und dann mit dem erzeugten Strom zu heizen, statt den Wasserstoff gleich zu verbrennen/zu heizen.
Ansonsten träum weiter von Wasserstoff, der auf Bäumen wächst und der nur gepflückt werden muss.
Und spar schon mal für den Wasserstofftank (flüssiger Wasserstoff ist ganz einfach zu speichern und kalt zu halten). Oder vielleicht Wasserstoff erzeugt aus Photovoltaik ? Dann das ganze in die Brennstoffzelle, Stom erzeugt ... hmm irgendwas stimmt an dem Konzept auch nicht, Photovoltaik erzeugt ja schon Strom...
Verfasser:
Bernd Schlueter
Zeit:
19.11.2007 06:56:02
744232
Wir sollten uns mit dem Gedanken anfreunden, dass eine Elektrospeicherheizung für unsere Umwelt ausgesprochen unfreundlich ist. Da der Estrich nicht fest mit dem Gebäude vermauert ist, ist der Aufwand, diesen zu entfernen, zwar mit einiger Arbeit verbunden, aber nicht so, dass man sich nicht nicht mehr wagt, zu schlafen.
Die Estrichplatte ist auf einer weichen Isolierung gelagert und muss nur zerschlagen und stückweise herausgehoben werden. Wenn man einzelne Räume elektrisch abtrennt, ist es möglich, diese Zug um Zug vom Elektroestrich zu befreien und relativ staubfrei (mit Wasser einsprhen) durch eine FBH auf Wasserbasis zu ersetzen.
Umgebaute, kleine Splitklimageräte können während des Umbaus, der sich dann über Jahre hinwegziehen darf, die umgebauten Räume mit Wärme versorgen. Aber selbst auf diesen Umbau kann man verzichten, wenn man solche original verwendet, die auch eine Heizfunktion bei tiefen Temperaturen bieten.
Invertergeräte erfreuen dann schon während der Umbauzeit durch deutlich verbilligte Heizkosten.

Die dann verwendeten ventilatorbetriebenen Innentauscher machen ein geringfügiges Geräusch und man sollte deshalb nicht gerade mit dem Umbau im Schlafzimmer anfangen.
Die Isolierung lässt sich weiterverwenden, sofern sie nicht festzementiert ist.
Auf einen Heizkeller kann weiterhin verzichtet werden, es gibt Wärmepumpen, die ausgesprochen raumsparend und leise sind (Aufstellung z.B in der Küche, Wärmetauscher draußen).
Auch Gasthermen sind geeignet.
Verfasser:
HP..
Zeit:
19.11.2007 09:59:57
744339
Umgebaute, kleine Splitklimageräte können während des Umbaus,
der sich dann über Jahre hinwegziehen darf, die umgebauten Räume mit Wärme versorgen.


Ich möchte jetzt nicht darüber mutmaßen , was die Dame des Hauses dazu sagt ,
wenn über den Zeitraum von Jahren (!) der Fußboden herausgestemmt wird :-)

Die eigentliche Frage ist : Was kosten mehrere Klimasplitgeräte ,
die auch wirklich bei tiefen Außentemperaturen wirtschaftlich Heizen können ?
Und der Aufwand nur für die Bauphase oder um später dann 2 Heizungen zu haben ?

Gruß HP
Verfasser:
Walter Siebler
Zeit:
19.11.2007 22:33:13
745090
Lieber Alois, ich hab' natürlich auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die produziert aber leider genau dann nicht genügend Strom (nämlich im Winter) wenn ich denselben am nötigsten brauche. Da man davon ausgehen kann, dass die Solarstrom-Erzeugung noch wesentlich günstiger werden wird und früher oder später die großindustrielle Erzeugung Einzug hält, stellt sich vor allem bei den südländischen Erzeugerländern die Frage nach einem wirtschaftlichen Transport der gewonnenen Energie. Da Stromleitungen über zu lange Strecken zu hohe Verluste aufweisen, wird man den Strom direkt in Wasserstoff umwandeln bzw. speichern. Den kann man dann über lange Strecken verlustfrei transportierren. Das kannst du heute schon in entspr. Fachliteratur nachlesen. Experten sprechen daher bereits vom kommenden "Wasserstoffzeitalter". Ob mir das dann in 12 Jahren was nützt, lassen wir mal dahin gestellt. Jedenfalls bringt die Fa. Vaillant bereits 2008 das erste mit Erdgas gespeiste Brennstoffzellenheizgerät auf den Markt, das bei 12 KW Leistung etwas je zur Hälfte Wärme und über den zusätzlich aus dem Erdgas gewonnenen Wasserstoff, Strom erzeugt. Vielleicht kann ich dann, ergänzend, Konvektoren einbauen über die ich die Wärmeenergie nutze und zusätzlich den Strom in die Elektrofussbodenheizung einzelner Räume leiten. Das wäre doch zumindest denkbar.
Verfasser:
Bernd Schlueter
Zeit:
20.11.2007 06:04:04
745211
HP, bist Du der Herby? Ich habe es noch nicht gemacht, aber ist das Heraustrennen des Estrichs wirklich eine so schwierige und staubige Geschichte, sofern er schwimmend gegossen ist?
Sofern der Boden in kleine handliche Stücke zerbrochen werden muss, wirds schwieriger...Ich stelle mir das so vor, dass man kurz mal ein Zimmer ausräumt, den Boden mit einem dicken Hammer zerschlägt und nach wenigen Minuten kann man mit dem Staubsauger hinterherputzen...?Oder muss das eine so schlimme Arbeit sein, dass man aus dem Haus für einige Zeit ausziehen sollte? Leider sind diese Elektroestriche oft besonders dick gegossen und, wenn es kein Anhydritestrich sein sollte, könnten mir schon einige Bedenken kommen...
Verfasser:
Alois2
Zeit:
20.11.2007 10:46:18
745371
@Walter
jetzt noch konkret: für welchen Wasserstofftank hast du dich entschieden? Druckwasserstoffspeicher, Hybridwasserstoffspeicher oder Flüssigwasserstoffspeicher? Welche Größe?
Wie schaut es mit den Sicherheitsmaßnahmen aus (genügt eine Brandmauer am Behälter?) Wie sieht es im Haus aus? Absolutes Rauchverbot, Verbot von offenem Feuer/Licht? Explosionsgeschützte Schalter/Steckdosen/Verbraucher? Automatische Schnellentlüftung?
Verfasser:
HP..
Zeit:
20.11.2007 11:52:57
745436
ist das Heraustrennen des Estrichs wirklich eine so schwierige und staubige Geschichte

Schwierig ist es nicht , staubig hingegen schon.....

Wenn es wirklich eine neue FBH sein soll ,
würde würde in einer " Jetzt oder nie " Aktion den Hausstand auf eine Hälfte stellen
und dann die andere Seite komplett erledigen .
Nach dem Aushärten des Estrichs den Hausstand auf die andere Seite und dto.

Das Ganze sollte in zwei wochen erledigt sein .
Wer "Baustellenromantik" nicht mag , kann solange ausziehen .

Gruß HP , der nicht der Herby ist
Verfasser:
Minimix
Zeit:
24.11.2007 22:41:35
749372
Ich bin ziemlich sicher, dass es sich bei der ganzen Diskussion um einen Dissens handelt.

Zunächst soll NICHTS verboten werden.
Es sollen jedoch keine neuen Nachtspeicher- Ö F E N erlaubt werden
und die Entsorgung vorhandener Öfen - mit Schamotte und Asbest ausgekleidet -
durch Zuschüsse beschleunigt werden.

Die Fußbodenheizung mit Nachtstrom wird es weiterhin geben.
Die Stromerzeuger sind froh über diese Abnehmer, weil sie über eine
besondere Steuerung nur dann mit Strom versorgt werden, wenn es
den Erzeugern passt. Es werden Spitzen gekappt und Täler gefüllt.
Diese Form der Heizung erfüllt einen ähnlichen Zweck wie ein
Pumpspeicherwerk (mit überschüssigem Strom wird Wasser
hochgepumpt und bei Spitzenbedarf wird mit dann wieder wie bei
Wasserkraft Strom erzeugt).

Audrücklich verlangt der Bundes-Umweltminister eine Verpflichtung
für die Stromverteiler, den Abnehmern mindestens 2 Tarife anzubieten,
neben dem Normaltarif einen weiteren Tarif, bei dem der Verbraucher
angereizt werden soll, Strom in abnahmeschwachen Zeiten abzurufen.
Die ist eigentlich indirekt eine Forderung, die Speicherheizung
weiterzuentwickeln.

Verfasser:
Walter Siebler
Zeit:
06.12.2007 00:34:46
758651
@Alois2
Ok, ich gebe dir vollkommen Recht. Das Wasserstoffzeitalter werde ich wahrscheinlich nicht mehr erleben. Sicherlich wird es für eine geraume Zeit eine Zwischenlösung geben. Ich tippe mal auf Wasserstoffgewinnung aus Erdgas oder Methanol (ist einfacher, geht ohne Reformer). Gerade Methanol könnte dann auch über das vorhandene Tankstellennetz für das künftige Brennstoffzellenauto leicht an den Mann gebracht werden. Ob Methanol aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt wird oder nicht, ist eine andere Frage. Ich denke, dass in 10-12 Jahren wirtschaftlich arbeitende Brennstoffzellengeräte auf dem Markt sind, die mit diesen Energieträgern arbeiten können. Bei dieser Art von Brennstoffzellen fällt allerdings ein erheblicher Anteil (ca. 60 %) an direkter Wärmeerzeugung an, also "nur" 40 % für Strom. Das bedeutet in meinem Fall, dass ich mich wohl mit dem Einbau einer zusätzlichen Konvektorheizung (also wasserbetriebene Heizkörper in den einzelnen Räumen) anfreunden muss. Diese könnte ich einigermaßen problemlos unter der Holzdecke meines Fertighauses (mit Isolierung natürlich) installieren und dann mit der anfallenden Wärme betreiben. Den erzeugten Strom verbrauche ich dann erst mal für Haushaltsgeräte, anschließend für die Speicherfussbodenheizung und der danach evtl. noch anfallende Überschuss wandert ins Netz. Das könnte funktionieren. Macht natürlich nur Sinn, wenn diese Geräte bis dahin wirklich günstig Strom + Wärme erzeugen, aber bis dahin tut sich in der Richtung sicher noch einiges. Also erst mal nicht in Panik verfallen, sondern abwarten und den Markt beobachten.
Verfasser:
Dirk12345
Zeit:
12.12.2007 09:40:51
763361
@ Walter Siebler:

" Da man davon ausgehen kann, dass die Solarstrom-Erzeugung noch wesentlich günstiger werden wird und früher oder später die großindustrielle Erzeugung Einzug hält, stellt sich vor allem bei den üdländischen Erzeugerländern die Frage nach einem wirtschaftlichen Transport der gewonnenen Energie. Da Stromleitungen über zu lange Strecken zu hohe Verluste aufweisen, wird man den Strom direkt in Wasserstoff umwandeln bzw. speichern. Den kann man dann über lange Strecken verlustfrei transportierren. Das kannst du heute schon in entspr. Fachliteratur nachlesen. Experten sprechen daher bereits vom kommenden "Wasserstoffzeitalter". "


Das ist natürlich Quatsch. Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung ist hier das Stichwort. Wesentlich effizienter und einfacher als die umständliche Umwandlung von Strom in Wasserstoff und der Transport.
Kann man übrigens in entspr. Fachliteratur nachlesen...
Verfasser:
Dissener4711
Zeit:
28.12.2007 15:52:02
775551
Hallo,

ich kann einfach nicht glauben, das künftig (Nacht)Speicherheizungen verboten werden sollen.
Die elektrische Speicherheizung ist doch eigentlich ideal geeignet, um Überschussmengen von elektrischen Strom aus Wind, Biogas, Photovoltaik, virtuellen Blockheizkraftwerken oder sonstigen grün-elektrischen Strömlingen zu speichern!
Ich habe sogar mal gelesen, das künftig Elektroautos die Überschussmengen aufnehmen sollen.
Meine nun höhere Stromrechnung von der Nachtspeicherheizung geht an die NATURSTROM AG. Effizienter kann doch doch gar nicht die elektrische Energie erzeugt und verwertet werden ! (unabhängig davon, das die elektrische Energie aus dem Nachbarkohlekraftwerk kommt, aber wenn immer mehr grünen Strom kaufen, gibt es immer weniger Kohlekraftwerke).
Mir ist es doch egal, zu welcher zeit meine Speicherheizung geladen wird. Intelligente Zähler sollten es doch ermöglichen, das dann geladen wird, wenn zuviel Strom im Angebot ist. Heute war es Kohle/Atomstrom, morgen ist es Wind/Solarstrom. Falls sich die Heizöl/Gaspreise weiterhin wie 2007 entwickeln sollten (30%ige Steigerung!), wird es sowieso bald nur wenig preislichen Unterschied von 1 kW Strommix oder 1 kW Gas/Öl geben.
Allerdings verbrauche ich mit meiner Grundofen/thermische Solaranlage (noch erweiterbar)/Nachtspeicherheizungs Kombination auch n_u_r ca 1.300kWh Speicherstrom je Heizperiode. Erst damit bleibt die Heizung bezahlbar.
Sicherlich wird in wenigen Jahren irgend eine Regierung auf die Idee kommen, künftig das verheizen von chemischen Rohstoffen wie Öl , Gas oder sogar Pellets zu bestrafen, da es ja Rohstoffe sind und keine Brennstoffe. Früher war ja auch Mais ein Nahrungsmittelgrundstoff und heute wird es immer mehr zum Brennstoff.

mfG
K. S.
Verfasser:
drago
Zeit:
19.01.2008 23:54:49
795886
ich lach mich kaputt und im Moment loben uns die Energie sprich Strom Verkäufer die Wärmepumpen
in den Himmel.
Ganz Deutschland wird verar...t die Wärmepumpen laufen genauso mit STROM !
Nur dass die Speicheröfen schon bezahlt sind, und nun wird der Markt neu angekubelt nach dem Motto schmeisst das Alte weg kauft was Neues und nehmt statt Gas oder Öl unsern Strom- hahaha
wenn ich viel investiere um zu sparen kann es sein ich spare mehr wenn ich es lasse wie es ist oder?!

Verfasser:
egal1
Zeit:
22.01.2008 09:06:57
797832
Es ist doch schon ein kleiner Unterschied, ob ich mit Direktstrom aus 100 kWh elektrischer Energie 100 kWh Heizenergie mache (Nachtspeicherheizung) oder aus ca. 25-30 kWh elekrischer Energie 100 kWh Wärmeenergie mache (Wasser-Wasser-WP).
Verfasser:
spanokel
Zeit:
31.01.2008 00:23:43
805293

Ich habs irgendwo schon mal gesschrieben:

Stromheizung ist der größte Schwachsinn, der jemals erfunden wurde, weil

Wirkungsgrad Kraftwerk: 40%

Wirkungsgrad Netz : um die 65%


Resultat: Der "bequeme Strom is noch zu billig, solange man es noch zum heizen benutzen kann"

Die installierte Wind-Photovoltaikleistung der letzten Jahre entspricht gerade mal dem Anstieg des Stromverbrauches..........also nen Witz.......

Quelle: http://www.peak-oil-forum.de/phpBB2/viewtopic.php?t=3128


Dat heizen mit Strom....egal in welcher Form muß...und ich denke.... wird.... mit Sicherheit verboten werden.......alles eine Frage der Zeit.......

Strom is dafür viel zu kostbar......und in Zukunft nicht mehr dafür vorhanden.........

Es sei denn man baut Häuser die mit der Wärme von elektronischen Geräten (wie z.B. Computern) ausreichend warm werden.....


sonnige Grüße


spanokel
Verfasser:
spanokel
Zeit:
31.01.2008 00:38:57
805298

Das hier genau anguggen:


http://www.ews-schoenau.de/Download/files/EWS_Waermepumpen_Info.pdf


spanokel
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