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Wärmepumpe 2010?!
Verfasser:
Hendrik42
Zeit:
06.04.2008 14:54:17
849866
Ich gehe davon aus, dass ich in ca. 15-20 Jahren meine Luft-WP tauschen muss, weil das System dann verschlissen ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass ich in 7-10 Jahren meine WP tauschen will, weil sich dann ein Wechsel auf ein effizienteres System schon rechnen würde.

Ich will aber trotzdem schon mal anfangen, meine Wunsch-WP 2010 zu spezifizieren um nicht zu vergessen, auf welche Features ich achten möchte.

Vielleicht habt Ihr ja auch Ideen. Interessant ist vielleicht auch, welcher Hersteller jetzt schon bestimmte Features umsetzt.

1. Umwälzpumpe Effizienzklasse A+ (oder ++). Es nervt mich total das eigentlich alle Hersteller hier noch etwas anderes als das Beste einbauen. Wenn ich heute eine neue WP einbauen würde, würde ich die UWP sofort tauschen lassen.

2. Ventilator Effizienzklasse A+ (oder ++). Es nervt mich total das eigentlich alle Hersteller hier noch etwas anderes als das Beste einbauen. Leider gibt es heute noch keine Effizienzklassen für Ventilatoren.

3. Super-Hydrophober, auf Nanotechnologie basierender Verdampfer. Mal sehen, ob mal sowas in zwei Jahren schon kaufen kann. Ein extrem-wasserabweisender Verdampfer sollte dafür sorgen, dass sich die Enteisungs-Zyklen verlängern und das System effektiver läuft.

4. Modulierender Scroll-Verdichter, möglichst mit Nanotechnologie basierenden Oberflächen. Meine WP ist ja sehr klein, also ist "modulierend" nicht so wichtig, aber Scroll-Verdichter sind im Moment am effizientesten und auch da kann man mit Nanotechnologie sicherlich effektiver und effizienter werden.

5. Steuerung mit "Internetzugang". Ich will auf meine Steuerung über meinen PC bzw. Browser zugreifen. Ich will alle (!) Daten als Excel Tabelle exportieren können.

6. Außentemperaturfühler mit Wind-Chill Sensor. Die meiste Wärme verliert ein Haus über die Außenwände und zwar in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit. Zwischen Innenraumtemperatur bei Windstille und bei Sturm liegt bei mir 1K. Das ist nicht schlimm, aber das kann noch besser sein!

7. wird fortgeführt. Ideen gerne gesehen.


Umsetzung:

4. modulierende Scroll Verdichter gibt es schon von Nibe, Daikin (?) und ...

5. Steuerung mit "Internetzugang" gibt es schon von Helitherm, Nibe (nur mit Zusatzmodul) und ...

6. müsste man vielleicht selber bauen können mit einem Sensor, der ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit eine um 1K kleinere Temperatur liefert, aber kann ich den kaufen?

Gruß, Hendrik
Verfasser:
Klimahansel
Zeit:
06.04.2008 16:34:14
849910
Tja Hendrik da hast aber schon einige ausgeklügelte Wünsche.
Aber einige sind durchaus schon realisiert. Bei Klimageräten/Wärmepumpen von Samsung.
Das DVM System von Samsung ist ein Multi-Split System basierend auf Direktverdampfung - Direktkondensationssystem mit diversen Innenteilen.
1. Da dieses System rein auf Kältemittelbasis arbeitet ist eine Umwälzpumpe nicht notwendig.
2. Als sogenanntes 3-Leitersystem kann man mit dem System gleichzeitig heizen und Kühlen (falls z.B. auf der Nordseite noch Wärme angefordert wird während es auf der Südseite oder im EDV Raum schon der Kühlung bedarf). Dabei wird die Abwärme der gekühlten Räume den zu beheizenden Räumen zugeführt. Infos zum Außenteil findest du zum Beispiel hier
3.Verwendet wird in diesem System ein digitaler Copeland Kompressor. Dieser wurde übrigens von Samsung und Copeland gemeinsam entwickelt. Hiermit ist eine Leistungsregelung zwischen 10-100% möglich bei konstantem Massenstrom.
4. Auch den Verdampfer/Verflüssiger mit Nanotechnologie gibt es hier schon. Schau mal Hier Der Verdampfer/Verflüssiger ist sogar selbstreinigend. Dazu wird erst der Ventilator ausgeschaltet und der Verdampfer kurzzeitig vereist. Danach wird die Kühlung abgeschaltet und der Ventilator wieder eingeschaltet. Das entstandene Kondenswasser spült den Dreck mit weg.

Leider hat das ganze System noch einen gewichtigen Nachteil. Es ist nichts für Sparbrötchen. Deshalb werden diese Systeme zur Zeit leider meist in Banken in Büros eingesetzt.

Gruß Klimahansel
Verfasser:
Hendrik42
Zeit:
07.04.2008 17:57:11
850597
Interessant. Wahrscheinlich kann man die Frage auch teilen in: was kann ein Kältetechniker heute schon bauen und was kann man heute als Produkt kaufen.

Eine WP mit 1., 2., teilweise 3., teilweise 4. kann mir sicher ein Kälti bauen. Bei dem aktuellen Stand der Steuerungen bin ich nicht auf dem Laufenden, aber das sollte wohl auch schon gehen, wenn auch nicht ganz billig.

Meine FBH ist mit Wasser, eine UWP wirds also immer brauchen.

Welchen Lsitungsbereich haben diese digitalen Scrollverdichter eigentlich? Was nehmen die so minimal an Leistung auf?

Gruß, Hendrik
Verfasser:
Martin206
Zeit:
07.04.2008 18:14:11
850609
Hallo Hendrik,

zu 1. ...das stört mich auch: moderne, kompakte WP - aber die Pumpen sind aus dem Museum. Leider rentiert sich ein Umbau nicht.

zu 2. der Ventilator heizß bei mir Kollektor :o)

zu 3. siehe 2.

zu 4. Scroll-Verdichter denke ich haben die meisten. Ob die Nano-Technologie da soviel bringt weiß ich nicht - aber im Verdichter allgemein steckt denk ich einiges an Potential.

zu 5. wer's haben muß :o)
Obwohl ich Techniker bin ist's mir daheim lieber es läuft alles ohne nötiger Eingriffe und ich kann mich ausruhen :o)

zu 6. dafür gibt es gedämmte Wände (bei uns insges. 32cm Dämmung) und eine Winddichtigkeitsebene. Zudem gute 3SG-Wärmedämmglas mit guten Holzrahmen. Und ne gute Lüftung stört das auch nicht.

7. wär für mich eine Art TÜV/Test für die WP's, so wie es in der Schweiz das WPZ macht. Da könnte man dann Energieklassen vergeben. Wär sicher sehr nützlich - grad wenn einer kein Technik-Freak ist.

8. wären für mich genormte Komponenten-Anschlüsse, so daß man später "neue, bessere" Technik nachrüsten kann ohne die 20 Jahre abzuwarten.

Gruß
-Martin-
Verfasser:
Tobi
Zeit:
07.02.2009 16:07:21
1055632
Ausreichende Sensoren zur Überprüfung aller Parameter und Betriebsteile. Ich will wissen, wenn der blöde Sicherheitstemperaturbegrenzer rausgeflogen ist, und ich will wissen, wenn das Kondensat nicht mehr abläuft. Und das Ganze dann alarmiert per E-Mail.
Den Webserver hast Du ja schon auf der Liste, es kann auch gerne OpenOffice statt Excel sein für den Export (wer weiß ob es das noch gibt bis dahin ...).

Tobi
Verfasser:
Thomas_G
Zeit:
07.02.2009 19:26:26
1055849
Hallo,

meine alte Grundwasser-WP Bj.1977 wurde jetzt, nach mehr als 30J., erneuert weil das Drumherum marode war.

Die alte WP selber, mit der Regelung/Steuerung, war eigentlich besser als die neue WP: Bei der Alten wurde ein Estrichsensor verwendet, so das die Heizungspumpe(HP) nur zusammen mit dem Verdichter lief. Bei der Neuen läuft die HP ständig weil darüber die FB-Temp. erfasst wird was die AZ der Anlage in den Übergangszeiten erheblich verschlechtert. Dem Hersteller (ist bei anderen ähnlich) ist dies wurscht weil die HP nicht in die Berechnung der AZ f.d. techn. Daten eingeht.

Ob sich bei der AZ eine Verbesserung ergeben hat ist schwer zu sagen da die alte keinen Wärmemengenzähler hatte und auch in der Heizleistung größer war.

Aus meiner Sicht liegt ein wesentliches Verbesserungspotential weniger bei den WP-Verdichtern selbst als vielmehr bei einer Optimierung der Nebenaggregate mit Steuerung/Regelung sowie bei der Montage und Einrichtung.
Mit Einrichtung meine ich auch die objektbezogenen Einstellungen und richtige Platzierung der Temp.-Sensoren.

Alles Sachen, die auch jetzt schon problemlos realisierbar sind wobei aus meiner Erfahrung die E-Betriebe (meine alte WP) bei der WP-Montage/Einrichtung sehr viel sorgfältiger arbeiten als die Heizungsleute (neue WP).
Nach 5 Heizungsanlagen (2xÖl, 2xGas u. 1xWP) habe ich das Vertrauen i.d. HB-Gewerbe verloren.

Gruß Thomas_G

P.S. die erste WP war von einem kleinen Hersteller der ausschl. WP baute, die neue ist von einem großen Hersteller der eigentlich Brennertechnik baut
Verfasser:
GMil
Zeit:
07.02.2009 23:52:27
1056110
@Hendrik_42: So umfassend habe ich auch mal gedacht. Allerdings darf man dabei nicht übersehen, daß man in 20 Jahren auch selbst 20 Jahre älter ist und vllt. ganz anders denkt (ich jedenfalls).

Heute bin ich auf dem Trip, daß alles, was irgendwo nicht eingebaut ist, auch nicht kaputtgehen kann. Den "Melder zur Überprüfung des Melders" brauche ich nicht, wenn das Ding einfach funktioniert!

Was habe ich mich z. B. zunächst darüber geärgert, daß ich vor 22 Jahren zu meinem Öler den Datenlogger samt einer Menge Sensoren nicht mitbestellt hatte (er war nicht nachrüstbar). Heute weiß ich, daß er mir rein gar nichts gebracht hätte! Meine Anlage hat nie einen Servicemann gesehen. Ich habe sie jährlich gereinigt und die Flamme per Auge eingestellt. Damit bin ich jedesmal prima durch die Abgasmessung gekommen! Die Anlage hat heute noch die erste Düse (!) und sogar den ersten (Sinter-) Filter (!!), natürlich alle paar Jahre frisch ausgespült.

Bei den 3 Defekten, die die Anlage bisher hatte (Ölpumpe, Ladekondensator zum Stützakku der Uhr und Thermostat) und die ich selbst beheben konnte, hätte mir ein Logging oder eine beliebige andere Überwachung genau nix genützt! Gut, vllt. hätte man noch ein halbes % Wirkungsgrad herauskitzeln können, aber auch das wäre der Mühe nicht wert gewesen.

Deshalb kann ich mich z. B. auch nicht dazu aufraffen, einen WMZ einzubauen. Optimieren kann man seine Anlage auch anders.

Die anderen Features, speziell die Energiesparoptionen, sind da auch für mich schon wesentlich attraktiver, nur sollte es nicht so sein wie z. B. bei der heutigen LED-Technik zu Beleuchtungszwecken, wo ich erst mal 100 € mehr ausgeben muß, um dann im Lauf der Jahre 30 € per Stromrechnung wieder hereinzusparen.
Verfasser:
Thomas_G
Zeit:
09.02.2009 19:03:02
1057601
Hallo GMil,

ähnlich habe ich auch mal gedacht als wir 1977 unsere erste WP einbauen ließen.
Über 30 Jahre mit einer Brunnenpumpe(WQP) die, wie ich jetzt mit extra Stromzähler weiß, einen Verbrauch von über 800W hat. Bei 1.100 Betriebsstunden im Jahr (bei der alten WP lief die WQP nur zusammen mir dem Verdichter) kommt da schon eine hübsche Summe zusammen denn letztendlich hätte ich max. mit der Hälfte an WQP-Verbrauch auskommen können.

Ähnlich sieht es mit dem WMZ aus, er bietet ein Menge an Infos ohne die man eine Heizungsanlage kaum optimal + nachvollziehbar betreiben kann.
Sicher nicht immer zum Wohl der HB – endlich wird deren Arbeit (Wartung/Einstellungen) zumindest teilweise nachprüfbar und dass nicht erst mit der nächsten Öl-, Gas- und/oder Stromrechnung.

Gruß Thomas_G
Verfasser:
GMil
Zeit:
10.02.2009 23:29:35
1058686
Hallo Thomas,

da gehen die Geschmäcker halt etwas auseinander. Wenn ich schon Meßmittel haben will, dann nur, um alle notwendigen Einstellungen selbst zu machen. Das sollten dann schon gute Geräte sein; "Schätzeisen" mag ist nicht.

Ich weiß, das klingt jetzt überheblich, wenn ich schreibe, daß mein Schorni beim Nachmessen meines Ölers früher öfter nach meinem Spezialisten fragte, weil meine die "besteingestellte Heizung des ganzen Viertels" sei. Dennoch ist es so; meine Heizung wurde in 21 Jahren nicht ein einziges Mal beanstandet, und ich habe dem Schorni erst mit der Abmeldung meines Kamins "gestanden", daß ich all die Jahre die Heizung selbst und buchstäblich nach Augenmaß eingestellt hatte. Immerhin gab er zu, daß die Heizis ja früher auch nur nach Augenmaß eingestellt hatten und die Werte mit Einführung der Computer kaum besser wurden, wenn der Heizi vorher sein Handwerk verstanden hatte (mit den neuen Brennwertkesseln mag das vllt. anders sein).

Gleiches gilt m.E. auch für die WP. Ich will nicht sagen, daß z.B. ein WMZ generell unnötig ist, aber ich behaupte, zum Einstellen braucht man ihn nicht; da ist es wesentlich hilfreicher, sich mit der Wirkungsweise der Anlage und ihren "Stellrädchen" auseinandergesetzt zu haben!

Nützlich ist das Ding z.B., wenn man sich für die aktuelle Realleistung der Anlage interessiert, aber die wird doch auch auch spätestens nach der 2. Saison langweilig (oder man ärgert sich über die Hochglanzprospekte; je nach Temperament ;-) ), und dafür wäre mir das Geld zu schade, denn gerade ein guter Ultraschall-WMZ kann schnell mal einen Tausender kosten!

Wenn die Anlage später wirklich mal leistungsmäßig aus dem Ruder läuft, merkt man das ohne WMZ vllt. ein bissel später als mit, aber es fällt doch früher oder später an Leistungsmangel auf. Wiederum erscheint es mir da viel wichtiger, schon im Vorfeld bestimmte Erscheinungen und Fehlerbilder zu kennen, die bei der Diagnose hilfreich sind (etwa ein Rautenmuster auf dem Verdampfer und zu hohe Heißgastemperaturen als Zeichen für zu wenig KM). Insofern ist ein auskunftsbereiter und kompetenter Servicemann schon beim Einbau und der Inbetriebsetzung für mich sozusagen unbezahlbar, denn vieles kann ich dann später auch mal selbst erledigen, auch wenn ich natürlich speziell zur Diagnose meist deutlich länger brauche als ein geübter Fachmann.

Meine Zeit als Rentner ist kein KO-Kriterium, genug "sportlichen Ehrgeiz" zum Finden und Beheben des Fehlers habe ich (meist) auch, und der Werkzeug- und Maschinenpark eines Modellbauers samt Materiallager gestattet so manchen "Unsinn" wie z. B. die Eigenanfertigung von einfacheren Verschleißteilen, die man vllt. nur deshalb gerade nicht im Laden kaufen kann, weil eben wieder mal Wochenende ist, wenn was kaputtgeht.

Wenn ich etwas dann doch nicht selbst reparieren kann oder will, ist es mir wenigstens tausendmal lieber, dem Servicemann sagen zu können "komm her und mach dieses und jenes an meinem XYZ!" als "mein XYZ ist irgendwie kaputt. Was ihm fehlt, weiß ich nicht, aber gestern lief es noch......". Jeder hat bekanntlich seinen Spleen........
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