So, 19. Mai 2013 | 10:22:43 Uhr
Cu-DEL: 580,60 €/100kg

Haustechnikforum
  - Bioenergie

Haustechnikforum<br/><span class="subtitle">&nbsp;&nbsp;- Bioenergie</span>
Thema: Erfahrungsbereicht mit Piazetta P955 Pelletofen
Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse:
An diese Adresse wird ein Link gesendet. Ihr Beitrag wird erst nach Klick auf diesen Link veröffentlicht werden.
   
Ihr Beitrag:
 
 
 

Durch Absenden dieses Beitrags erklären Sie sich mit den Regeln des HaustechnikDialog-Forums einverstanden.

Bitte beachten Sie: Die Veröffentlichung fremder Texte, z.B. Pressemeldungen, kann auch mit Quellenangabe eine Verletzung des Urheberrechts darstellen.

Erfahrungsbereicht mit Piazetta P955 Pelletofen
Verfasser:
Henrik_k
Zeit: 02.11.2009 22:27:42
1227520
Erfahrungen mit dem Piazzetta P955 Pelletofen

Nachdem wir seit mittlerweile einem Jahr unseren neuen P955 in Betrieb haben, ist es Zeit für ein erstes Resümee. Ich habe mich entschlossen diese Zeilen zu verfassen, da ich damals selbst wochenlang im Internet nach Informationen zu diesem Hersteller gesucht habe, aber letztendlich nichts nützliches gefunden habe. Der Kauf erfolgte dann alleine auf die Empfehlung unseres Ofenhändlers, der uns in der Vergangenheit gut beraten hatte. Trotzdem ein Sprung ins kalte Wasser, vor allem bei dem Preis.

Die Entscheidung

Nachdem wir bereits einen klassischen Ofen im Wohnzimmer des Erdgeschosses in Betrieb haben, wollten wir für unser Dachgeschoss ebenfalls einen Ofen haben. Vor allem die schnellen Aufheizzeiten des 50qm großen Raumes sprechen für einen Ofen gegenüber den regulären Heizkörpern, die eine deutlich längere Vorlaufzeit benötigen. Gerade für weniger häufig genutzte Räumlichkeiten bietet sich ein Ofen an. Die Entscheidung für einen Pelletofen viel aufgrund der geringeren Schmutzbelastung für den Holztransport durch´s ganze Haus. Ein weiteres Kriterium war die zeitgesteuerte Schaltung, um den Raum in kalten Winternächten automatisch auf eine ausreichende Temperatur zu heben, damit Kondenswasser an den Fensterscheiben vermieden wird.

Verarbeitung

Piazzetta ist ein italienischer Hersteller. Erstaunlicherweise macht aber alles einen sehr soliden und passgenauen Eindruck. Auch wenn die Spaltmaße sich nicht in absoluter Perfektion üben, ist man doch sehr positiv überrascht. Die Türe schließt sauber und passend, die Füße des Ofens sind höhenverstellbar und lassen einen Ausgleich bei nicht ganz ebenem Untergrund zu. Die Fliesenverkleidung ist lediglich eingehängt und verschraubt, man kommt also im Falle eines Falles relativ schnell an die wichtigsten Komponenten. Die Elektronik befindet sich links unten hinter der Fliesenverkleidung. Unterm Strich ein sehr gefälliges Gerät.

Der Betrieb

Für den Betrieb des Ofens wird die mitgelieferte Fernbedienung verwendet. Auf dieser Fernbedienung werden ebenfalls Statusdaten des Ofens angezeigt, es ist also ein „Zweiwege“ System. Mit einem Druck auf die große Starttaste wird der Brennprozess aktiviert. Dieses dauert ein paar Minuten, bis eine erste Flamme entsteht. Bis der Ofen seine drei Zündphasen durchlaufen hat, vergehen schon mal gut 10 Minuten. Bevor die Flamme jedoch sichtbar wird, läuft das Gebläse an. Dieses wird während des Zündvorgangs automatisch gesteuert und kann nicht in dieser Phase kontrolliert werden. Als Resultat schlägt einem ein ziemlich satter kühler Luftzug ins Gesicht (ca. 1 Minute lang), selbst wenn man drei Meter vom Ofen entfernt sitzt (die Luftauslässe sind unten). Allerdings lässt sich das Auströmgitter seitlich verstellen (wie die Lüftung beim Auto), jedoch benötigt man dafür einen mitgelieferten Verlängerungshebel (sieht aus wie ein Schraubenschlüssel).
Läuft der Ofen erst einmal, lässt sich das Gebläse in drei Stufen variieren. Abschalten lässt es sich nicht, damit kein Hitzestau entstehen kann (ist bei allen mir bekannten Pelletheizgeräten so). Ebenfalls lässt sich die Leistung ( in diesem Fall also die Flammengröße) in vier Stufen einstellen.

Temperaturregelung

Sowohl der Ofen als auch die Fernbedienung haben einen eigenen Temperatursensor. Während der Ofen diesen Sensor über eine ca. 1m lange Zuleitung an der Rückseite bereitstellt, ist der zweite Sensor auf der Rückseite der Fernbedienung angebracht. Und hier ist meines Erachtens auch das erste Problem. Liegt die Fernbedienung ganz normal auf einem Sofa, so ist der Sensor weitestgehend abgeschottet. Liegt sie dagegen auf einem Blech (z.B. Tisch mit Metalloberfläche), so zeigt die Fernbedienung aufgrund der größeren Kältestrahlung viel zu niedrige Werte. Aus diesem Grund haben wir als ausschlaggebenden Sensor den Fühler an der Ofenrückseite gewählt.
Im praktischen Betrieb hat sich eine weitere Besonderheit eingestellt, an die wir vorher nicht gedacht haben. Hat der Ofen die eingestellte Solltemperatur erreicht, so regelt er die Brennleistung auf die kleinste noch mögliche Flammgröße zurück, damit das Feuer nicht ausgeht. Diese „Restwärmestrahlung“ reicht jedoch in unserem gut isolierten 50qm großen Dachgeschoss locker aus, die Raumtemperatur noch weiter in die Höhe zu treiben. Hat man also 21 Grad als Solltemperatur eingestellt, so kann man hier stündlich noch ein bis zwei Grad drauflegen. Wir hätten jetzt eher erwartet, dass der Ofen sich irgendwann komplett abschaltet. Und dann bei Unterschreiten der Solltemperatur wieder zündet. Tut er aber nicht, und das gehört wohl auch so.
Der Ofen wird also primär über die Zeitschaltuhr betrieben. Es lassen sich pro Tag zwei unterschiedliche Zeitblöcke definieren, in denen der Ofen in Betrieb genommen werden kann. In diesen Zeitfenstern wird als Regelgrundlage einer der beiden Temperatursensoren verwendet.

Flammbild

Der Ofen hat einen schönen großen Brennraum. Das Flammbild ist jedoch recht unterschiedlich. Arbeitet der Ofen auf maximaler Leistung, so ist der Brennraum ein „Flammenmeer“. Allerdings ist die Flamme nicht mit der eines klassischen Ofens vergleichbar. Die Pelletflamme ist unruhiger, züngelt zielstrebig nach oben. Ob einem das gefällt, ist Geschmackssache. Bei niedriger Brennleistung ist außer einen leichten Feuerschein und regelmäßigem Funkenflug nicht viel zu sehen. Außerdem moduliert der Ofen die Flamme selbständig. Dadurch wechselt die Intensität der Flamme durchaus alle paar Minuten deutlich, ohne das man eine Änderung der Leistung vorgenommen hat.

Wärmeabgabe

Im Gegensatz zum klassischen Ofen strahlt der Pelletofen nur relativ wenig Wärme über die Sichtglasscheibe ab. Aus zwei Metern Entfernung ist hier eigentlich kaum noch etwas zu spüren. Die Erwärmung des Raumes findet über das Gebläse statt, das auf Bodenhöhe die warme Luft in den Raum befördert. Erstaunlicherweise schafft die bodennahe Wärmeabgabe tatsächlich eine recht gleichmäßige Verteilung im Wohnraum; wir haben das nachgemessen. Die Wärmeabgabe über alle anderen Teile (z.B. die Fliesen) ist sehr gemäßigt, hier braucht man auch bei kleinen Kindern überhaupt keine Sorge zu haben.
Die Befürchtung das der ganze Staub (Aschereste,…) vor dem Ofen mit aufgewirbelt wird, hat sich nicht bestätigt. Der Ofen hat auf der Rückseite noch ein weiteres Warmluftaustrittsrohr, mit dem man den Wärmeluftstrom auch in Nebenräume befördern kann. Das nutzen wir aber nicht. Die Kachelverkleidung hat nur optischen Charakter, und erwärmt sich während des Betriebs nur langsam. Sie dient also nicht zur Wärmeabgabe, geschweige denn Speicherung.

Luftbefeuchter

Im Ofen befindet sich ein Vorratsbehälter für Wasser aus Metall, der als Luftbefeuchter dient. Und hier haben die Designer unseres Erachtens zum ersten Mal für keine optimale Lösung gesorgt. Der Wasserbehälter wird mittels einer mitgelieferten Plastikflasche mit Spritzkanüle gefüllt. Anders kommt man nämlich kaum hin. Noch dazu muss die obere Gusseiserne Abdeckung des Ofens entfernt werden, die nur schwer entfernbar ist. Der Luftbefeuchter fällt also eher in die Rubrik "überflüssig".

Zusammenfassung

Wer denkt, mit dem Piazetta P956 eine bequeme Alternative zum gemütlichen romantischen Ofenfeuer zu erhalten, liegt falsch. Der P956 ist in erster Linie als Heizung zu betrachten, allerdings in sehr eleganter Form. Das Flammbild kann sich mehrmals minütlich ändern, manchmal glimmt es auch nur leise vor sich hin.
Im Gegensatz zu einem klassischen Ofen erzeugt das Gerät durch den permanent laufenden Lüfter ein stetiges Rauschen.

Trotzdem ist der Ofen im Vergleich zu vielen anderen Modellen recht leise. Das Transportgeräusch der Pelletförderschnecke ist hörbar, stört aber in keinster Weise. Die Starten des Ofens über die mitgelieferte Fernbedienung ist problemlos, auch wenn das Programmieren der Zeitfenster etwas mühselig ist. Die Zweiwegefunktionalität der Fernbedienung fordert ihren Tribut hinsichtlich des Stromverbrauchs. Über´s Jahr haben wir hier drei Sätze Batterien gebraucht. Dafür ist das Wechseln der Batterien aber problemlos, ein erneutes "anlernen" der Fernbedienung entfällt.

Das Flammbild ist für einen Pelletofen gut, da habe ich schon ganz andere kümmerliche Flämchen gesehen. Durch die hochwertige Verarbeitung wird das Gerät zu einem echten Hingucker. Schade das die Wärmeabgabe über die Kacheln kaum spürbar ist. Das einzige echte Manko meines Erachtens ist die nicht bis zu Ende gedachte Temperatursteuerung. Hier wäre eine Option schön, die den Ofen nur bei Unterschreiten einer eingestellten Mindestraumtemperatur startet, auch wenn das programmierte Zeitfenster den Ofen eigentlich in Betrieb nehmen würde. Verbesserungsfähig wäre noch die Ascheschublade, die etwas geschlossener ausfallen dürfte. Hier kann beim Öffnen und herausziehen durchaus etwas Asche auf den Boden fallen. Praktischerweise passt die ganze Schublade komplett in einen orangen OBI Eimer, somit ist der Transport durchs Haus kein Problem.

Die Reinigung des Geräts absolut problemlos, man kommt an alles gut hin. Was mich (und vor allem meine Frau) positiv überrascht hat: Der Schmutz bleibt tatsächlich im Ofen! Wir haben im Wohnbereich Teppichboden ausgelegt, dem das ganze bisher überhaupt nicht schadet. Auch das Nachfüllen der Pellets über Sackware klappt problemlos.

Würden wir das Gerät wieder kaufen? Ja, uneingeschränkt. Wobei aber ganz klar der Heizungsgedanke hier im Vordergrund rangiert. Die Fernbedienung überzeugt nicht, die Programmierung ist zu kompliziert. Wenn man es aber einmal eingestellt hat, passt es. Leider kann man nicht einfach bestimmte Programme deaktivieren, man muss vielmehr die Start- und Stoppzeiten manipulieren. Auch sollte man bei der Heizleistung bedenken, dass der Ofen nach spätestens einer Stunden unseren Raum in eine Sauna verwandelt hat. Danach müssen wir das Gerät einfach abschalten, sonst verdunsten wir.

Noch ein Tip am Rande: Ein Testbetrieb beim Ofengeschäft ist sicher nicht verkehrt. Eine akustische Bewertung ist aber definitv nicht möglich; so leise wie im Wohnzimmer kann es in einem Geschäft nie werden. Ebenso ist das Flammbild nach dem Start des Gerätes nicht aussagekräftig. Oftmals wird hier auf volle Leistung geregelt, um das volle Flammbild zu demonstrieren. Nach Erreichen der Solltemperatur wird es eher interessant, ob die verbleibende Restflamme noch für einen "angemessenen" optischen Eindruck sorgen kann.

Schwedenofen oder Pelletofen?

Für uns eine einfache Antwort: Mit zwei Weingläsern setzen wir uns vor den klassischen Ofen. Die angenehme Strahlungswärme sowie das langsam und lautlos flackernde Kaminfeuer ist durch kein Pellet der Welt zu ersetzen. Dem geht aber das Anheizen des Ofens und die Überwachung des Vorgangs voraus. Hier heizen wir also "bewusst".

Geht es aber um die schnelle Erwärmung unseres zweiten großen Wohnbereichs, ist der Pelletofen in seinem Element. In rekordverdächtigen 20 Minuten hat er das 50qm große Dachgeschoss auf kuschelige Temperaturen hochgeheizt. Und sieht dabei blendend gut aus.

Wie lange kann man mit dem Pelletbehälter heizen?

Diese Frage hätte uns im Vorfeld auch brennend interessiert. Bei unseren Heizgewohnheiten reicht der "Tank" für ca. 5-6 Tage. Das bedeutet eine Pelletmenge von ca. 30 KG, also zwei Säcke. Damit heizen wir unser Dachgeschoss zwischen 5 und 6 Uhr auf 23-24 Grad. Die Temperatur fällt dann über den Tag auf 20 Grad bis zum Abend ab, da läuft der Ofen dann nochmals zwei Stunden. Wobei unser Haus aber eben auch recht gut (ENEV Stand 2005) isoliert ist.

Kann man mit dem Pelletofen Geld beim Heizen sparen?

Rein gefühlsmässig: Erst mal nein. Die Ersparnis gegenüber unserer Erdgasheizung ist bei ca. 30% im Brennstoffverbrauch. Dem gegenüber stehen die hohen Investitionskosten des Gerätes (die Gasheizung haben wir ja schon) und die höhere Fehleranfälligkeit (Annahme) durch die integrierte komplexere Mechanik. Trotzdem ist es ein schönes Gefühl, mit Holz zu heizen. Und wir heizen mit dem Gerät jetzt viel bewusster , da eben wirklich nur bei Bedarf "gezündet" wird. Und man vergisst auch nicht die Heizung wieder abzuschalten. Schon aus akustischen Gründen.

Henrik Knoblauch
Verfasser:
Grinbold
Zeit: 26.03.2010 05:13:36
1339443
Ein guter Beitrag haette ich den vorher gelesen... Habe einen Wodtke Frank Luftgeraet (Sauteuer) und man stelle sich vor: Die Fehlkonstruktion hat keine Ascheschublade. Haette ich das vorher gewusst haette ich den nie gekauft! Die Asche raussaugen - und es faellt relativ viel an ist ein widerliches Problem, weil sich Aschevorsatz und Staubsauger verdrecken und schwer zu sauber machen sind - und der Filterserschleiss, bzw Waschung!
Verfasser:
Mathias Ecke
Zeit: 11.04.2010 22:08:48
1347609
Hallo Herr Knoblauch,

vielen Dank für ihren Beitrag zum P955.
Ich habe auch wie sie vergebens im Internet nach Eigenschaften und ehrlichen Meinung über das Model vergebens gesucht bis ich auf ihren Beitrag gestoßen bin.
Wir haben die letzten Woche alles Stratklar gemacht, so das wir nun auf unseren P 955 sehnsüchtig warten. (Schornstein ect pp.)
Am Wochenende waren wir bei einen Schornsteinmeister der mir genau die gleichen Dinge erzählt und auch vorgeführt hat so wie sie es beschrieben.
Ein sehr hilfreichher Beitrag, Danke!!

Mit freundlichen Grüßen
M.Ecke
Verfasser:
sadom21
Zeit: 03.06.2010 10:35:55
1370027
Die Beschreibung über den Pelletofen P 955 finde ich Klasse.Ich kann in vielen Punkten zustimmen.
Was ich aber vermisst habe war die Aussage über gewisse Nebengeräusche.
Habe mir vor ca. 1 Jahr den P 956 zugelegt der in Größe und Stärke ( KW )mit dem P955 gleich ist.
Bei meinem Ofen tritt ein zeitweises Knacken auf, wenn die Flamme höher brennt und wenn sie wieder langsam zurückgeht.Ein Knacken das in Sekundenabständen auftritt und sich anhört als würde sich das Blech oberhalb des Brennraumes aufladen und wenn die Flamme wieder zurückgeht,entladen.Dadurch dieses Knacken. Versuchte die genaue Ursache zu finden, jedoch ohne Erfolg.
Habe mich dann an die Firma gewandt bei der ich den Ofen gekauft
habe und wollte wissen ob dieses Probleme bekannt ist.
Von seitens der Firma kam die Antwort das schon viele Öfen dieses Typs verkauft wurden aber sich bisher noch keiner über derartige Geräusche bzw. Knacken beschwert hat. Ein Mitarbeiter will jetzt in den nächsten Tagen vorbeikommen und sich das mal anhören.
Bin mir aber nicht sicher ob der mir wieterhelfen kann.
Deshalb meine Frage an Euch ob Ihr auch ähnliche Geräusche am Ofen festgestellt habt ( sind kaunm zu überhören )?

Mit freundlichen Grüßen
Reimi
Verfasser:
Nitze
Zeit: 07.02.2011 20:59:42
1488645
Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Ein sehr guter Beschreibungs- Erfahrungsbericht.
Seit ca. 3 Wochen läuft bei mir ein P956. Ich bin eigentlich begeistert, wenn da nicht einige Kleinigkeiten wären.

Das Klackern im Sekundentakt habe ich auch und es würde mich sehr interessieren ob hier eine Lösung des Problems gefunden wurde.

Klackern-1

Klackern-2

Mich stört das schnelle verschmutzen der Scheibe. In der ersten Woche war noch alles in Ordnung. Nachdem aber der Service da war und den Abgasventilator eingestellt hat, verdreckt die Scheibe bei jedem Brennvorgang dermaßen, dass eine Reinigung erfolgen muss. Man will ja schließlich auch was von der schönen Flamme sehen.
Nun war er heute noch einmal hier und hat den Ventilator in jeder Stufe etwas höher gestellt. In der Servicebeschreibung steht, das ein Unterdruck von mehr als 110 Pascal den Wirkungsgrad herabsetzt. Logisch - zu viel Luft im Verhältnis zum Brenngut bzw. hoher Luftüberschuß kühlt eher.
Wie ist eure Erfahrung bzw. auf welche Werte wurde euer Ofen eingestellt? Bin am überlegen mir ein Vakuum Manometer zu besorgen und die Verbrennungsluft selber einzustellen.

Hier die Werte in den einzelnen Leistungsstufen.

Sollwert

P1 65-70 Pa bzw. mbar
P2 65-70
P3 70-75
P4 70-75

Bei mir wurde heute in jeder Leistungsstufe, wie schon gesagt, ca. 10 mbar mehr eingestellt, aber die Verbrennung ist immer noch nicht sauber.

Hinzu kommt, das durch die schlechte Verbrennung ja sicher der Luftwärmetauscher verrußt ist und ich ihn nach dem der Ofen optimal eingestellt ist, säubern möchte. Wurde das schon von jemanden gemacht?

Wurden andere Einstellungen z.B. Fördermenge der Schnecke geändert und wie sind da die Erfahrungen?

Hier Bilder nach dem ersten einstellen auf die von Piazetta vorgegebenen Werte.


Verfasser:
Probst
Zeit: 20.11.2011 13:39:46
1612713
Eine Beschreibung wie von Herrn Knoblauch findet man leider nirgends im Vorfeld, danke nachträglich noch dafür!
Ich besitze ebenfalls einen P956 seit 14.Dezember 2010, bin damit sehr zufrieden. Das sogenannte Klackern hat auch mein Ofen für ca. 5 Min. am Anfang des Brennvorgang.
Die Scheibe verschmutzt bei mir relativ langsam, natürlich muss man sie spätestens alle 2 Tage reinigen (2 Minuten). Die Verbrennung ist bei mir ausgezeichnet. Der Brennraum ist grau und nicht schwarz wie bei den Fotos von Herrn Nitze. Die Einstellungen des Ofen hat der Service-Mann nach den Räumlichkeiten vorgenommen.
Ich habe vorher elektr. geheizt, da hört man natürlich kein Klackern, es verschmutzt auch keine Scheibe die man reinigen muss.
Möchte man aber eine Flamme sehen, bewegt sich `Material` unterschiedlich, da das Flammbild unterschiedlich ist, wie schon Herr Knoblauch schreibt.
Fazit: Heizen mit Naturprodukten in Wohnbereichen erzeugt Geräusche!

Was das Geld sparen beim Heizen mit Pellets betrifft:
ich spare schon Geld gegenüber dem elektr. Heizen. Sobald sich die Anschaffungskosten des Pelletofen nach 5 Jahren gerechnet haben, spare ich jährlich ca. 8.000 kW/h (14.12.2010 bis 30.04.2011 6.000 kW/h weniger), dies sind bei einem momentan durchschnittl. kW-Preis von 0,23 € eine Ersparnis pro Heizsaison von 1.840,- €, abzügl. Pelletkauf 1,3 to. und alle 2 Jahre Kundendienst - falls nötig.
Vielleicht hilft auch dieser Beitrag dem einen oder anderen.

Mit freundlichen Grüßen
O. Probst
Verfasser:
Probst
Zeit: 20.11.2011 14:14:38
1612740
Noch etwas zum Thema Luftbefeuchter von Herrn Knoblauch.
Der Behälter dafür, zumindest beim P956, kann leicht befüllt werden in dem man oben die vordere Abdeckung(mit Gitter)entfernt, diese ist ca. 150 Gramm schwer, den Behälter beim Schriftzug M A X anfasst und schräg nach oben herauszieht. Den Behälter nur zu 3/4 mit Wasser befüllen und wieder schräg einführen, Abeckung wieder anbringen, fertig!
Gesamtdauer der Befüllung 2 Minuten, solange würde man auch in etwa mit der unpraktisch mitgelieferten Flasche benötigen.

Probst
Verfasser:
PePo59
Zeit: 23.11.2011 11:12:00
1614504
Hallo zusammen. Ich besitze den P955 bereits seit 3 Jahren und kann den Beiträgen voll zustimmen. Für des "Klacken im Sekundentakt" habe ich eine Lösung gefunden. Sadom21 hat recht, es kommt eindeutig von dem Umlenkblech im oberen Bereich. Meine Lösung war die beiden Kreuzschlitzschrauben (sind oberhalb des Blechs) etwas zu lockern da dieses knacken durch Wärmespannung entsteht. Seit ich die 2 Schrauben etwas gelöst habe ist das klacken völlig verschwunden! Zu den Bildern mit der schwarz verrußten Scheibe (Beitrag Nitze) kann ich sagen daß es a) an den verwendeten Pellets liegen kann (ich hatte diverse Marken probiert und bleibe jetzt bei firestixx - wenig Asche und Rußablagerungen. Wer im Raum Straubung wohnt dem kann ich auch enviva pellets empfehlen - weiter weg sind die Trnasportkosten zu hoch) bzw. b) kann es an den Menüeinstellungen liegen. Dezu braucht man aber einen Fachmann mit Paßwort für die Fernbedienung. Ich habe im ersten Winter zusammen mit meinem Verkäufer die Einstellungen telefonisch abgeändert. Hier kann man die Gebläsedrehzahlen, Pelletförderung und weitere Sachen einstellen. Ich bin auf diese Beiträge gestoßen da ich auf der Suche nach dem Paßwort und der einzelenen Parameterwerte bin um speziell die Förderschnecke nochmal zu optimieren. Bei mir läuft der Ofen übrigens rund um die Uhr (alleinige Etagenheizung) und mein Verbrauch liegt über den Winter durchnittlich bei 130 Säcken.
Verfasser:
PePo59
Zeit: 23.11.2011 11:18:54
1614510
Zitat von sadom21 Beitrag anzeigen
Die Beschreibung über den Pelletofen P 955 finde ich Klasse.Ich kann in vielen Punkten zustimmen.
Was ich aber vermisst habe war die Aussage über gewisse Nebengeräusche.
Habe mir vor ca. 1 Jahr den P 956 zugelegt der in Größe und Stärke ( KW )mit dem P955 gleich ist.
Bei meinem[...]


Bitte meinen Beitrag vom 23.11.2011 lesen "Klacken"
Verfasser:
resi
Zeit: 04.12.2011 12:32:17
1621056
hier ein kurzer, weil erster, Erfahrungsbericht zu unserem neuen Pelletofen. Wir haben uns für den P971 > Stubotto 04 entschieden. Dieser ist seit November 2011 im Einsatz.
Dieses Modell erscheint ähnlich im Aufbau und Funktion denen, wie von euch beschrieben. Ein ziemlich grosser Brummer im Vergleich zu den meisten Öfen - und auch preislich recht weit oben angesiedelt mit ca. 6.000€ (inkl. Montage, Inbetriebnahme....) Wir, beide Berufstätig, bewohnen ein Einf.-Haus mit ca. 70m² Wohn-Essbereich, in dem wir uns, wenn zu Hause, hauptsächlich aufhalten. Ziel ist: "etwas weniger abhängig vom Heizöl zu werden" und die Atmosphäre von "Ofen" !?
Der erste Eindruch (wie gesagt seit kurzem erst im Einsatz) ist grundsätzlich gut. Imponierend der grosse Tank mit ca. 60l - 4 Säcke passen rein. Laufgeräusche der Ventilatoren ist deutlich und steigert sich ziemlich heftig wenn mehr Leistung abgerufen wird. Das Handling der FB ist recht gut und unkompliziert. Den Mini-Wassertank als "Wellness-Zubehör....." zu bezeichnen ist ein Werbegag, sollte man nicht weiter erwähnen. Unbedingt empfehlen wir die Anschaffung des speziellen "Aschesaugers" (ca. 120€), leistungsstark, einfach zu handhaben. Bis dato müssen wir nach ca. 20 Stunden den Brennraum saugen, reinigen. Das ist keine aufwändige Aktione nach dem Abkühlen.
5 Minuten für eine einfache Reinigung mit dem Aschesauger. Wie die Intervalle als "Dauerbrenner" aussehen - ???.
Soweit meine ersten Eindrücke - später mehr!?
Verfasser:
teufelsfinger
Zeit: 25.12.2011 07:18:02
1633206
Hallo,
bin durch Zufall gerade auf diese Seite gestoßen und finde eure Beiträge echt super.
Bin auch überzeugter Nutzer eines P 955.
Seit einiger Zeit dauert das Anfahren des Ofens bis zum Anblasen
allerdings 1,5 Stunden.
Der Abgassensor ist sauber.
Hat jemand schon Erfahrungen damit ?
Würde mich freuen über Hinweise jaglicher Art.
Verfasser:
pr20se
Zeit: 29.12.2011 23:56:15
1636003
Hallo Teufelsfinger,


bei solch einer langen Startphase müsste ja die Brennkammer total mit Pellets überfüllt sein!

Haben Sie schon mal alle Bohrungen der Brennkammer (einschließlich der Bohrung für den Glühkörper) gereinigt ?
Diese können durch Schlacke verschlossen sein.


Gruß

pr20se
Verfasser:
pr20se
Zeit: 30.12.2011 00:12:16
1636016
Hallo miteinander,

habe selber ein P 961 seit 3 Jahren am laufen.

Was mich am meisten stört ist, daß der Ofen je nach Brenndauer bis zu 50 Min nachläuft(Restpellets in der Brennkammer verbrennt und anscheinend muß er runtergekühlt werden).

Dadurch geht natürlich sehr viel Energie durch den Schornstein verloren, da die Verbrennungsluft aus dem Wohnraum kommt.

Werde wahrscheinlich Außenluft direkt an den Ansaugstutzen führen.
Zusätzlicher Effekt ist meines erachtens auch eine kürzere Nachlaufzeit wegen stärkerer Abkühlung.

Hat jemand vielleicht codes für den P 961 mit Anleitung.

Gruß

pr20se
Verfasser:
HappyUser20
Zeit: 06.01.2012 17:05:22
1641205
Hallo zusammen

@pr20se: Habe einen P957, ich weis nur diesen Code: Menü -> Menü Parameter -> Werkseinstellungen -> Code E9

Dann kann ich folgende Parameter einstellen, evtl. hilft dir das weiter.

P Bezeichnung Werkseinstellung
01 Minuten Zeit Aus 18 min
02 Minuten Starten 05 min
03 Takt Reinigung 120 min
04 Schnecke Anzünde 2.5 s
05 Schnecke Starten 2.8
06 Schnecke Leistung 1 3.2s
07 Schnecke Leistung 2 4.3s
08 Schnecke Leistung 3 5.6s
09 Schnecke Leistung 4 6.8s
10 Schnecke Leistung 6.8s
11 Verzögerung Alarmen 30s
12 Dauer Reinigung 20s
13 Schwelle Mindesttemperatur 50 C
14 Schwelle Maximum 185 C
15 Schwelle Gebläse 75 C
16 Geschwindigkeit Abgas Anz 15
17 Geschwindigkeit Abgas Start 13
18 Geschwindigkeit Abgas P1 07
19 Geschwindigkeit Abgas P2 07
20 Geschwindigkeit Abgas P3 08
21 Geschwindigkeit Abgas P4 08
22 Geschwindigkeit Abgas P5 08
23 Geschwindigkeit Gebläse 1 55
24 Geschwindigkeit Gebläse 2 55
25 Geschwindigkeit Gebläse 3 55
26 Geschwindigkeit Gebläse 4 55
27 Geschwindigkeit Gebläse 5 55
28 Schwelle Hoch Temp 220 C



P.S. Bin mit dem Ofen sehr zufrieden, seit ca 2Jahren
Verfasser:
pr20se
Zeit: 13.01.2012 19:49:53
1645922
Hallo HappyUser20,

vielen Dank für Deine Angaben, werde sie bei Gelegenheit austesten.
Momentan habe ich wenig Zeit, da Spätschichten.


Gruß

pr20se
Verfasser:
pr20se
Zeit: 14.01.2012 19:23:33
1646497
Hallo HappyUser20,

Dein Beitrag hat mir sehr geholfen, kann mit Deinem Code E9 meine Grundeinstellungen beim P61 verändern.

Ein Tipp für andere, schreibt Euch zuerst die Grundeinstellung auf, bevor Ihr was ändert.

Nochmals Vielen Dank an HappyUser20.



Gruß


pr20se
Verfasser:
Dagmar P
Zeit: 18.01.2012 10:50:11
1648631
Hallo,

Wir überlegen uns einen Canazei/Stubotto anzuschaffen, haben allerdings Angst, dass der relativ naheliegender Teppich durch den Warmluftaustritt kaputt gehen könnte. Hat hier jemand a) das Gerät, b) Erfahrung damit ??
Gruss,
Dagmar
Verfasser:
rolf d
Zeit: 12.02.2012 21:38:56
1668196
Hallo HappyUser20 ,
ich habe auch seit ca. 2,5 Jahren einen P957 und bin eigenlich zufrieden mit dem Ofen,leider musste ich jetzt feststellen das der Ofen in Leistungsstufe 3 + 4 nach ca.1Std . in Störung STB-Tank geht.
Daraufhin habe ich den Ofen komplett gereinigt (Abgaszüge,Ventilator,Ofenrohr),leider brachte das keinen Erfolg.Ich habe deine Parameter mal mit denen von meinen verglichen ,es gibt hier einige Unterschiede.Ich habe an dem Ofen über Aluflex 2 weitere Räume angeschlossen,am Ofen selbst tritt keine Warmluft mehr aus(Strahlungswärme im Treppenhaus).Leider ist mein Händler nicht der Beste in Sachen Kundendienst(Teilweise überfordert mit der Technik),bevor ich mir einen anderen Kundendienst suche gibts ja vielleicht hier im Netz jemand der mir weiterhelfen kann.

Rolf D.
Verfasser:
teufelsfinger
Zeit: 26.02.2012 22:30:43
1679263
Hallo zusammen,

das Problem mit dem verspäteten anblasen ist gelöst:
abgasrohr war verschmutzt.
obwohl ich den ofen regelmäßig reingte ergab sich bei einer benutzung von anderen Pellets mehr Ruß und Ascheanfall.
Obwohl beide Hersteller DIN Plus Pellets waren.
Lt Auskunft von meinem schlotkleaner ist das Problem auch bei Piazzetta bekannt.
Was heißt dass mannche Pellets einfach mehr Heizwert haben als andere.
Daraus folgt dass die Fördermenge bei Pellets mit bessenem Heizwert verringert werden muß : die verbrennen dann nicht Hundertprozentig
und es entsteht mehr Asche.(gröbere Asche).
Daher ist es wichtig auch für mich die codes zu kennen mit denen ich
die Fördermenge nachjustieren kann wenn ich andere Pellets verwende.
Über jegliche Tipps wäre ich und bestimmt noch mehrere Leser dankbar.
Verfasser:
Clemens68
Zeit: 26.02.2012 23:00:27
1679284
Der Piazetta P955 besitzt noch alte Steuerungstechnik.
Man kann ihn daher auch mit einem ROWI gut vergleichen, oder mit meinem alten Calimax aus at.

Die alte Technik ist heute nicht mehr Zeitgemäß.
An Parametern rumspielen gibt es heute nicht mehr.
Mit der Zeit wurde man davon Wahnsinnig!

Die alten manuell eingestellten benötigen fast alle einen Zugbegrenzer am Kamin.

Gruß
Verfasser:
Nitze
Zeit: 21.05.2012 23:36:10
1718951
Hallo zusammen,

toll das hier geantwortet wurde und das Problem mit dem Klackern gelöst wurde, werde ich morgen sofort ausprobieren.

Habe ja wie oben geschrieben den P956, mit Aluflex noch zusätzlich in die Küche gelegt. Der Ofen ist nach richtiger Einstellung einfach klasse! Bin nach 1 1/2 Jahren immernoch total begeistert. Habe auch verschiedene Pellets getestet, da gibt es schon große Unterschiede. Gute (hellere, mit wenig Borkenanteil) Pellets verbrennen nun komplett und ich muss den Brenntopf nur 1X pro Woche säubern. Selbst dann ist nur minimal Koks zu finden, Aschebehälter dann aber gut gefüllt. Scheibe verrusst nach richtiger Einstellung und neuer Nanobeschichteter Scheibe fast garnicht mehr. Auch 1X pro Woche mit trockenem Lappen rüberwischen und alles ist sauber.

Habe damals, als der Service hier war, geschaut wie er in das Menü gekommen ist. A9 ist es beim P956, dort läßt sich alles prima einstellen. Geholfen hat die Veränderung des Abgasventilators. Sollte man den verschiedenen Leistungsstufen anpassen. Auch wegen der Geräuschentwicklung and dem Flammenbild, bzw. der sauberen Verbrennung und Verrußung der Scheibe. Habe ca. eine Woche mit verschiedenen Einstellungen experimentiert und nun läuft die Kiste sowas von sauber.

Wer meine Einstellungen haben möchte, kann mich gerne anschreiben oder hier fragen. Heiztechnisch habe ich im ganzen Haus die Gasheizung aus und die Türen im Winter auf, so das die Wärme überall hinzieht. 150m² Einfamilienhaus ca. 70 Säcke pro Winter. 180 Euro anstallt 1000 mit nomalem Gas.

Gruß

Nitze (lo9an.online at googlemail.com)
Verfasser:
widdlle
Zeit: 31.07.2012 15:30:23
1744921
Hallo,

weis jemand welche Abgastemperaturen der P955 hat? Ich find online leider nichts...

Danke und Gruß
Verfasser:
Schera
Zeit: 21.10.2012 12:10:38
1780469
Startproblem mit Piazetta P956
Seit 8.2011 besitze ich einen P956. Die erste Heizperiode verlief völlig proplemlos. Mit Beginn der neuen Heizperiode erhalte ich ab und zu die Fehlermeldung "Fehlzündung". Ich schalte den Startzyklus aus und kurze Zeit später wieder an. Läuft problemlos. Wer kann mir da mit einem Rat helfen?
Verfasser:
pr20se
Zeit: 25.10.2012 17:53:39
1783304
Zitat von Schera Beitrag anzeigen
Startproblem mit Piazetta P956
Seit 8.2011 besitze ich einen P956. Die erste Heizperiode verlief völlig proplemlos. Mit Beginn der neuen Heizperiode erhalte ich ab und zu die Fehlermeldung "Fehlzündung". Ich schalte den Startzyklus aus und kurze Zeit später wieder an. Läuft problemlos. Wer[...]




Hallo Schera,

wie voll ist die Brennkammer nach der Fehlermeldung?

Hast du schon eine Komplettreinigung einschließlich Rauchrohr gemacht?


Gruß

pr20se
Verfasser:
Schera
Zeit: 29.10.2012 18:24:30
1786003
Hallo pr20se,
zuerst mal Danke für Deine Antwort. Die Brennkammer ist natürlich gut gefüllt und auch eine totale Reinigung des Ofens und des Rohres habe ich gewissenhaft durchgeführt.
Der Brennprozess läuft auch sauber an. Der Ofen zündet die Pellets und ein gutes Fammenbild entsteht. Aber nach etwa 10 - 12 Minuten kommt, bei etwa jedem 3 Start, diese ominöse Fehlermeldung "Fehlzündung". Ich habe auch in dem Handbuch keine vernünftige Fehlerbeschreibung gefunden. Der Wartungsdienst war auch schon da, aber ich habe das Gefühl, daß der Bursche gar keine Ahnung hat und es gab auch kein positives Ergebnis.
Verfasser:
pr20se
Zeit: 30.10.2012 21:56:48
1787019
Hallo Schera,

hast Du bevor der Fehler auftrat irgendwelche Einstellungen im Menue vorgenommen?
Vielleicht schon letzte Heizperiode?

Gruß


pr20se
Verfasser:
Clemens68
Zeit: 01.11.2012 11:51:56
1787891
Zitat von Schera Beitrag anzeigen
Der Brennprozess läuft auch sauber an. Der Ofen zündet die Pellets und ein gutes Fammenbild entsteht. Aber nach etwa 10 - 12 Minuten kommt, bei etwa jedem 3 Start, diese ominöse Fehlermeldung "Fehlzündung". Ich habe auch in dem Handbuch keine vernünftige Fehlerbeschreibung gefunden. Der Wartungsdienst war auch schon da, aber ich habe das Gefühl, daß der Bursche gar keine Ahnung hat und es gab auch kein positives Ergebnis.


Wenn ich von anderen älteren noch manuell gesteuerten Pelletkaminöfen ausgehe.
Fehlzündung heißt dort meist, er erreicht nach ~15-20min nicht mehr die erforderliche Abgasstemperatur von meist ~50°C.
Ist glaube 13 Schwelle Mindesttemperatur 50 °C.
Muß aber auch eine Zeit in den Parametern geben, wonach sie erst abgefragt wird.
Gebläsedrehzahlen wirken sich darauf aber auch aus.

Ist halt noch Technik wie vor 20Jahren.
Diese Öfen merken er sehr spät das sie nicht brennen.
Heute wird eine gezündete Flamme sofort per Luftmengenmesser und Drehzahlencoder erkannt, Parameter wie oben gibt es auch keine mehr.
Verfasser:
pr20se
Zeit: 04.11.2012 19:53:18
1790077
Hallo zusammen,

habe auch ab und zu das Problem, daß der Anzündvorgang bei meinem P961 nicht richtig funktioniert.
Es kommt vor daß eine Flamme sichtbar ist, aber durch einen Pelletsnachschub diese wieder ausgeht und der Zündvorgang wegen zuvieler Pellets im Brennraum nicht mehr funktioniert.
Werde in meinen Einstellungen unter P 16 "Geschwindikeit Abgas Anz" etwas erhöhen.

Siehe Codetabelle von

HappyUser20
Zeit:
06.01.2012 17:05:22
1641205
Hallo zusammen

@pr20se: Habe einen P957, ich weis nur diesen Code: Menü -> Menü Parameter -> Werkseinstellungen -> Code E9

Dann kann ich folgende Parameter einstellen, evtl. hilft dir das weiter.

P Bezeichnung Werkseinstellung
01 Minuten Zeit Aus 18 min
02 Minuten Starten 05 min
03 Takt Reinigung 120 min
04 Schnecke Anzünde 2.5 s
05 Schnecke Starten 2.8
06 Schnecke Leistung 1 3.2s
07 Schnecke Leistung 2 4.3s
08 Schnecke Leistung 3 5.6s
09 Schnecke Leistung 4 6.8s
10 Schnecke Leistung 6.8s
11 Verzögerung Alarmen 30s
12 Dauer Reinigung 20s
13 Schwelle Mindesttemperatur 50 C
14 Schwelle Maximum 185 C
15 Schwelle Gebläse 75 C
16 Geschwindigkeit Abgas Anz 15
17 Geschwindigkeit Abgas Start 13
18 Geschwindigkeit Abgas P1 07
19 Geschwindigkeit Abgas P2 07
20 Geschwindigkeit Abgas P3 08
21 Geschwindigkeit Abgas P4 08
22 Geschwindigkeit Abgas P5 08
23 Geschwindigkeit Gebläse 1 55
24 Geschwindigkeit Gebläse 2 55
25 Geschwindigkeit Gebläse 3 55
26 Geschwindigkeit Gebläse 4 55
27 Geschwindigkeit Gebläse 5 55
28 Schwelle Hoch Temp 220 C

diese funktioniert bei meinem P 961.

Bitte vorher die alten Einstellungen aufschreiben um sie wieder einstellen zu können.

Gruß

pr20se
Verfasser:
Clemens68
Zeit: 05.11.2012 12:07:37
1790401
Zitat von Schera Beitrag anzeigen
Startproblem mit Piazetta P956
Seit 8.2011 besitze ich einen P956. Die erste Heizperiode verlief völlig proplemlos. Mit Beginn der neuen Heizperiode erhalte ich ab und zu die Fehlermeldung "Fehlzündung". Ich schalte den Startzyklus aus und kurze Zeit später wieder an. Läuft problemlos. Wer kann mir da mit einem Rat helfen?


Ist die Abgasssolltemperaturüberwachung nach dem Zünden.
Diese muß nach einer eingestellten Abfrage Zeit meist 15-20min einen bestimmten eingestellten Wert meist 50-60°C überschreiten.
Es gibt bei den alten manuelle eingestellten Geräten dafür noch mehrere Parameter im Service Menu.
Auch verbrennen diese älteren Geräte noch nicht jede Pelletsorte konstant gleich gut!

Es kommt meistens Morgens vor wenn alles kalt ist, beim zweiten Zünden danach ist man schneller über dieser eingestellten Solltemperatur, und der zweite Start gelingt ohne diese Fehlermeldung "Fehlzündung".
Verfasser:
Clemens68
Zeit: 05.11.2012 12:26:03
1790412
Probier mal 13 Schwelle Mindesttemperatur 50°C auf 45°C zu setzen, dann klappt es wahrscheinlich besser.
Das Heißluftgebläse sollten auch erst auf die richtige Betriebs Drehzahl kommen, wenn diese Schwelle überschritten wurde.
16 Geschwindigkeit Abgas Anzünden 15 und 17 Geschwindigkeit Abgas Starten 13, kann man auch etwas erhöhen, wenn das Feuer nicht schnell genug in die Gänge kommt um diese Mindesttemperatur Schwelle in der vorgegebenen Zeit zu überschreiten.

Alle Angaben aber ohne Gewähr, sind von älteren oder DACH Pelletkaminöfen.
Verfasser:
pr20se
Zeit: 18.11.2012 14:08:48
1798778
Habe vor zwei Wochen P16 von 15 auf 17 erhöht und seitdem keine Startprobleme mehr gehabt.


Gruß

pr20se