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Thema: Solarthermie gegen solarstromgestützte Wärmepumpe
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Solarthermie gegen solarstromgestützte Wärmepumpe
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 28.03.2012 13:41:32
1696290
Schieben... Akku leer?

Hier, erste Kroatische e-Car XD soll in einfachste Variante 5000€ kosten (bis 20T€). Im Video wird von Stromkosten 1€/100km gesprochen ab Steckdose... ob die Produktion auch in KRO statfindet ist nicht sicher - Chinäsen möchten kaufen und sofort mit Produktion starten... Entwickelt wurde das Ding in nur 7 Monaten von Gruppe junge Ingeneure die gemeinsam eine Firma gegründet haben - und vorher angeblich arbeitslos waren. Im Genf und Frankfurt Bestnoten!
Verfasser:
solarfreundchen
Zeit: 28.03.2012 14:38:54
1696318
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
Schieben... Akku leer?

Hier, erste Kroatische e-Car XD soll in einfachste Variante 5000€ kosten (bis 20T€). Im Video wird von Stromkosten 1€/100km gesprochen ab Steckdose... ob die Produktion auch in KRO statfindet[...]


Uffn Pudding hauen kannst damit aber nicht.

Wie hat der Lupo, der A2 und der Smart gefloppt.

Da muss die Industrie schon den zukünftigen user miteinbeziehen.

Mit Entwickeln, Hinstellen und nun kooft ma scheeen wird da nischt!

E.S.
Verfasser:
claus2
Zeit: 28.03.2012 15:07:14
1696327
Wie sagt die Automobilindustrie (und nicht nur die) so schön - auf die EMOTIONALE BINDUNGSKRAFT kommt es an. Die Generation "Apple iPhone" kauft daher schon eher BMW i3. Bei dieser Käufergruppe werden die Kilometerkosten auch nicht so im Fokus stehen, sondern vielmehr die Aussicht auf Öko- und Hightech-Image. "i3" ist sicher auch völlig zufällig gewählt worden....

Abgesehen davon, bei den E-Mobilen werden die Betriebskosten ja auch nicht wirklich von den Stromkosten bestimmt, billiger als Sprit ist es allemal; entscheidend ist sicherlich die Akkuhaltbarkeit und ggf. die Kosten für den Akku-Austausch.

Ich bin trotzdem gespannt, ob sich Firmen, die keine Automobilwurzen haben, wie z.B. Tesla, sich im Markt etablieren können. Die Chance besteht.

Claus
Verfasser:
delta97
Zeit: 28.03.2012 18:12:35
1696394
.
Die Anforderung an stationäre EE Strom Speicher und mobile Stromspeicher weichen erheblich voneinander ab. z. Bsp ist das Batterie Gewicht im Auto zentral, stationär irrelevant.

Es ist auch stationär NaS und im Auto Lithium möglich. Das Speicher Technologie Rennen ist offen. Synergieeffekte sind möglich, aber keineswegs sicher.

Stationär ist heute eine Batterie einfach zu teuer und mE auch unnötig. Und im Auto dürfte heute Hybrid Technik Sinn machen, irgendwie muss man im Winter das Auto heizen.

Gruss
delta97
Verfasser:
Ranzoni
Zeit: 28.03.2012 18:19:56
1696397
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen

Wie hat der Lupo, der A2 und der Smart gefloppt.

Da muss die Industrie schon den zukünftigen user miteinbeziehen.

[b]Mit Entwickeln, Hinstellen und nun kooft ma scheeen wird da[...]


Ich denke dass genau da der Hase im Pfeffer liegt: fragt man die User, dann verlangen alle nach sparsamen Autos.
Gekauft werden dann aber die PS-starken SUV's, und die an sich tollen Entwicklungen werden zum Minderheitenprogramm.

MfG

Ranzoni
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 28.03.2012 19:12:36
1696413
delta97,

Synergieeffekte sind wichtig.Unwichtig ist dagegen,ob sich in DL das E-Car durchsetzt.Denn die Meilensteine werden in China gesetzt.Dort dürfte auch die Akzeptanz für kleine,einfache und leichte Cars eine andre sein.Autos wie in DL üblich können nicht mit Akkus betrieben werden.

Da die Mittel-und Fernostasiaten erst am Anfang stehen(Autodichte pro Einwohner ist sehr gering),wird versucht werden,mit günstigen Speichern und kleinen Außenmaßen einen Massenmarkt aus dem Boden zu stampfen.

Dies werden ganz andre Autos als unsre Audi und Protz-BMW i3 sein.
Aber Akkus werden sie haben.Davon profitiert auch der PVler.

Wie hört man neuerdings die Politik tönen:

"Dezentrale PV ist die beste"

Ich gebe eins drauf und sage "noch besser ist die dezentrale PV mit dezentralem Speicher"--wobei ich jetzt bitteschön nicht auf Inselbetrieb hinauswill).

Gruß
Josef
Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 28.03.2012 19:43:19
1696430
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
.
Die Anforderung an stationäre EE Strom Speicher und mobile Stromspeicher weichen erheblich voneinander ab. z. Bsp ist das Batterie Gewicht im Auto zentral, stationär irrelevant.

Es ist auch stationär NaS und im Auto Lithium möglich. Das Speicher Technologie Rennen ist offen. Synergieeffekte sind möglich, aber keineswegs sicher. [...]

Hallo delta,

Synergieen bei Lithium würden aber auch dafür sorgen, dass es einen Konkurrenzkampf um einen knappen Rohstoff gibt. Ich sehe es wie Du - die Anforderungen sind einfach unterschiedlich und sprechen durchaus für unterschiedliche Lösungen.

Bei Deinem Link auf der vorherigen Seite sind m.M.n. die Akkukosten für NaS zu hoch angegeben. Laut Photon vom letzten Jahr lagen die wohl schon bei 900,-€ pro kW. 6 kWh ist die Kapazität pro kW (ideal für PV...), also 150,-€ pro kWh. Es waren wohl die Akkukosten und nicht die Systemkosten - besonders transparent sind die Preise nicht. Generell wird aber in der Literatur zu hoch gegriffen, weil einer vom anderen abschreibt und das Verhältnis kWh zu kW statt 6 zu 1 pauschal für "alte" Systeme mit 3 zu 1 angegeben wurde. Habe leider keinen Link dazu, aber es war eine seriöse Quelle.

Allerdings sind das keine Endverbraucherpreise und auch keine Endverbrauchertechnik. Leider wird keine Forschung in D dazu betrieben, ist wahrscheinlich zu wenig neu und wegen des drohenden Massenmarkts zu wenig elitär (im Autobereich wäre das was anderes, da ist Massenmarkt auch in D attraktiv)...

Blöderweise hat neulich ein NaS-Akku gebrannt, hat aber glücklicherweise keiner drin gesessen und auch keiner in der Hosentasche oder am Ohr gehabt...

Grüße
Stefan
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 28.03.2012 21:36:13
1696506
Für mich völlig unverständlich,wie ein Produkt,das als nicht ganz sicher betrachtet werden kann,Akzeptanz im Keller finden soll.

Wenn schon die Feuerwehren zur Untätigkeit abgestellt werden,weil "enorm" gefährliche,zum Spontanbrand neigende PV-Module wegen tödlicher Stromschläge als unlöschbar erklärt werden,fehlt ausgerechnet noch die NaS-Batterie im Keller.

MfG
Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 28.03.2012 21:53:09
1696519
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Allerdings sind das keine Endverbraucherpreise und auch keine Endverbrauchertechnik.
Verfasser:
delta97
Zeit: 28.03.2012 22:18:02
1696537
.
die Strategie sehe ich wie folgt:
Im Niederspannungsnetz wird der produzierte Strom sofort wieder verbraucht. Überschuss soll hier vermieden werden. Und erst wenn es Überschuss gibt wird dieser zentral gespeichert.

Mein Favorit: zentrale NaS Batterie. Die wird in der Hoheit des Grundversorgers verwaltet und dient auch zur Stabilisierung. Dann kann die Batterie ihr Potential ausschöpfen, so um 5oo Zyklen pa.

In der CH wird es in den nächsten 10j aber noch sinnvoller sein auf Pumpspeicher Seen zu setzen. Die wurden für die bald nicht mehr vorhandenen AKWs gebaut und können umgenutzt werden.

Gruss
delta97
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 29.03.2012 08:15:19
1696617
Wenn wir unsere konkrete Situation betrachten,wie wir PV-Erlöse im eigenen Haus ohne große Netzbelastung verwerten können,interessiert mich ehrlich gesagt nicht eine Technik,die als "keine Endverbrauchertechnik" klassifiziert wird.

Was für die zentrale Großspeicherung für Materialien eingesetzt werden,ist ebenfalls für uns im kleinen unwichtig.Wichtig für uns ist Sicherheit und Preisgestaltung.Daher dürften sich Materialien durchsetzen,die ebenfalls im Massenprodukt Auto sich bewähren.Dort werden genau die gleichen Forderungen fällig,sicher,billig und leicht.

Wenn dann noch eine Gewichts- und Volumenoptimierung dazu führt,daß man diese Dinger für 150.-/kWh im Keller liegen hat,kann man,wie es "jogi" jetzt schon vorbereitet,postive und negative Spitzenlast dem Versorger abliefern,und das 24h rund um die Uhr.

Wenn es jogi tatsächlich gelingt,diese Verträge mit dem Versorger unter Dach und Fach zu bringen,wäre dies ein erneuter Beweis für die WP.Denn negative Mittel/Spitzenlast mithilfe WP zu verwerten,hieße,sehr günstig an Energie zu kommen,die noch dazu mit dem COP-Vervielfacher versehen wäre,und zugleich Netze entlasten zu helfen.Denn wozu brauchen wir solch einen Umfang an negativen Strompreisen,wenn eine Vielzahl dezentraler Puffer (genannt Wärmepumpen) dazu auch in der Lage wären,zumindest teilweise die Spitzen abzufangen.Warum sollen sich nur Pumpspeicher dessen bedienen können,und nicht auch WP?

MfG
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 29.03.2012 08:50:18
1696638
Und bitte jetzt nicht wieder damit kommen,daß im Kernwinter bei -20° doch eh keine negativen Strompreise zu erwarten sind.

Schließlich gibt es auch noch Zeiten und Häuser,bei denen geheizt werden muß,die nicht in den Kernwinter fallen.99% aller Bestandsbauten in DL z.B.
Verfasser:
claus2
Zeit: 29.03.2012 10:07:48
1696667
Zitat von ölbaldaus Beitrag anzeigen
Da die Mittel-und Fernostasiaten erst am Anfang stehen(Autodichte pro Einwohner ist sehr gering),wird versucht werden,mit günstigen Speichern und kleinen Außenmaßen einen Massenmarkt aus dem Boden zu stampfen. Dies werden ganz andre Autos als unsre Audi und Protz-BMW i3 sein.

Aber Akkus werden sie haben.
[...]


Na, dann warten wir mal ab, bis ein Tata Nano oder Bajaj Re elektrisch erfolgreich(!!!) verkauft werden...

Auch die Inder und Chinesen mögen "Protz-Autos". Schaut doch bitte mal selbst bei den chinesischen Marken wie Haima oder Byd! Bieten die Kleinstwagen an?

Viele Grüße Claus
Verfasser:
solarfreundchen
Zeit: 29.03.2012 10:57:52
1696688
Zitat von claus2 Beitrag anzeigen
Zitat von ölbaldaus Beitrag anzeigen
Da die Mittel-und Fernostasiaten erst am Anfang stehen(Autodichte pro Einwohner ist sehr gering),wird versucht werden,mit günstigen Speichern und kleinen Außenmaßen einen Massenmarkt aus dem Boden zu stampfen.
[...]


Na, dann warten wir mal ab, bis ein Tata Nano oder Bajaj Re elektrisch erfolgreich(!!!) verkauft werden...

Auch die Inder und Chinesen mögen "Protz-Autos". Schaut doch bitte mal selbst bei den chinesischen Marken wie Haima oder Byd! Bieten die Kleinstwagen an?[...]


Das denkt sich der geläuterte Porsche-fan so vor sich hin.

Fast jeder kauft sich das Statussymbol nach seiner Geldbörse!

Es gibt dabei auch welche die ihre Geldbörse überschätzen.

Warum klauen die Polen und Russen nicht unsere sparsamen Kleinwagen?

Wär doch ein Riesenabsatz bis zum Ural und der Zoll würde bei den kleinen Quitschkomoden auch keinen Verdacht hegen. Nein die Großen verschwinden.

Irgendwie schon komisch oder doch natürlich-egoistische Handlungsweise des Menschen?

E.S.

..ist wie mit dem Auto: Vor meiner Tür maximal 15 km/h und der Schule meines Kindes ebenfalls, aber danach bin ich "Freier Bürger" mit 280 PS;-))
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 29.03.2012 13:03:07
1696748
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
[...]
Bei Deinem Link auf der vorherigen Seite sind m.M.n. die Akkukosten für NaS zu hoch angegeben. Laut Photon vom letzten Jahr lagen die wohl schon bei 900,-€ pro kW. 6 kWh ist die Kapazität pro kW (ideal für PV...), also 150,-€ pro kWh.
Auch die Pb_today mit 500€/kWh ist übertrieben hoch.

Lt. meine Anfrage bekomme ich z.Z. die 7 OPzS 1070 für brutto (inkl. 324€) das sind 2,14kWh. Die Akku kommt bei 50% entnohmene Kapazität auf 3000 Zyklen. Damit kostet mich HEUTE nutzbare 1kWh 314€/3000 = 10,5ct. Rechne ich auf diese 3000Zyklen (=8,22 Jahren) anfallende Kapitalzinsen 3%/a, so komme ich auf 400€/3000 = 13,3ct/kWh BRUTTO... (ähnlich ist es bei OPzV)


Ggü. z.B. von Jogi bevorzugte LiFePO4 mit 9000 Zyklen bei 70% sehe ich die Blei heute sogar im Vorteil. Wie vorher gezeigt, diese LiFePO4 aus China kosten heute um 400€/kWh netto, unter berücksichtigung der 70% Nutzung und MwSt. komme ich auf 623€/kWh bzw. 623/9000 = 6.92ct/kWh - aber nach 24,65 Jahren-Zinsrechneung muss ich rechnen mit 1.291€/9000 = 14,3ct/kWh brutto.

Hinzu kommt, das Jogi sich mit diesen Kosten für >24 Jahren festlegt, während man bei Blei schon nach ca. 8,22 Jahren auf bis dann sicher deutlich billigere Akku-Lösung zugreifen kann.

Ob man Synergien mit Automitive erwarten kann wird sich zeigen. Als ich mich über den Kroatische XD (läuft auch mit LiFePO4) informiert habe, bekamm ich zum lesen das XD-Entwickler mit Synergien zur Akkuentwicklungen (Gewicht/Energiediuchte/Preis) aus Handy/PC-Tablets/Notebooks (und Co.) Bereich rechnen und von dort erwarten schnelle Akku-Entwicklungen die man für e-Car verwenden kann... (ich gehe davon aus, das die sich auch bei Autoindustrie rumgehört haben...) ;-)))

Na, hauptsache einer sorgt für Vortschritt - mögliche Anwendungen gibt es viele... ;-))

Mfg
Veco aus VS
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 29.03.2012 13:23:18
1696763
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
.die Strategie sehe ich wie folgt:
Im Niederspannungsnetz wird der produzierte Strom sofort wieder verbraucht. Überschuss soll hier vermieden werden. Und erst wenn es Überschuss gibt wird dieser zentral gespeichert.

Mein Favorit: zentrale NaS Batterie. Die wird in der Hoheit des Grundversorgers verwaltet und dient auch zur Stabilisierung.
Netz-Stabilisierung - mit Akkus? Zentralle Speicher die Grundversorger tragen soll?
Ich sehe es differenzierter...

Problem "gefährlich hohe PV-Anteil im Netz" sehe ich nicht als Grundversorger Problem und auch nicht als "Netz-Problem", sondern als PV-Einspeiser Problem, der gerade mehr PV-Strom liefern möchte als Netz verkraften kann (Frequenzstabilitätproblem). Folglich, ein Speicher ist in erste Linie im Interesse des PV-Betreiber, er will sein Strom zeitversetzt verkaufen - also soll er auch notwendige Infrastruktur bezahlen und sein DEZENTRALE Speicher bauen. Ähnlich ist es mit Wind-Strom in der Nacht... Wenn keine Verbraucher am Netz sind benötigt der Windgenerator-Betreiber ein Speicher - und soll diese auch auf eigene Kosten betreiben.

Darum bin ich für dezentralle Speicher ...speichern dort wo Überschuß entsteht! Aus gleichem Grund kann ich nicht erwarten, das EVU (zentralle) Speicherkapazitäte halten muss um mein PV-Strom (Überschüsse) dem "EEG" entsprechend (Prioritätsgebot) abkaufen zu können...


Ich glaube Josef, das "Model Jogi" überbewertest Du total.

Die goldene Zeiten der kleine PV-Einspe-"Unternehmer" sind (hofentlich sehr bald) vorbei - darum beschäftige ich mich gar nicht mit diese Thematik. Mein Interesse ist es, so viel wie möglich von eigenem PV-Strom selbst zu verbrauchen weil ich es billiger produzieren kann als ich den Strom aus Netz bezahlen müsste - selbst wenn ich dafür ein eigene Akku-Pack betreibe.

"Model Jogi" betrachte ich nicht als mögliche "Geschäftsmodel" - sondern eher als "Notlösung" um meine Überschüsse im Sommer nicht "wegwerfen" zu müssen (gleich was ich vom EVU dafür bekommen kann)... bzw. im Kernwinter, wenn eigene PV nicht ausreicht, möchte ich billigere EVU-Strom dazukaufen können bzw. auf teuere EVU-Strom verzichten. Jogi glaubt eigene "freie" Akku-Kapazität für EVU-Überschüsse "vermieten" zu können... ich halte die Idee es für unrealistisch und wenig durchdacht:

a) weniger Akku-Belastung = längere Nutzungsdauer, EIGENE Strom wird nur durch längere Akkunutzung entsprechend billiger.

b) EVU kann sowieso mit übliche WR-Anschlussleistung eine PV-Kleinanlage (z.B. 4kWp) kaum was anfangen, weil diese ausgelegt ist die Tageserträge über viele (im Sommer bis 12) Stunden ins Netz bringen. Um Jogis Akku effektiv zu nutzen braucht EVU die Möglichkeit das Kapazität in max. 1-2 Stunden ins Netz ziehen zu können - dazu muss Jogi völlig überdimmensionierte (teuere) 3-Phasen WR installieren, die für Eigenbedarfdeckung (ab PVA und aus Akku) kaum effizient zu gebrauchen sind... - Jogi benötigt ggf. ein weitere Leistungsangepasste (Insel-)WR dazu...

c) Auch beladen will EVU Jogis Akku nicht über 10-12 Stunden, also Jogi muss installieren hochleistungs Ladergerät womit EVU seine Spitzen über 1-2 Stunden unter Akkukapazität ausnutzung zwischenlagen kann... Auch diese Lader ist für Jogi Netzseitig kaum zu gebrauchen - Jogi braucht zusätzlich PVA-seitige Lader für sein Akku...

Akku soll im EFH auf eigene PVA und eigene Bedarf ausgelegt sein, genauso installierte WR und Akku-Lader... ist so gespeicherte kWh immer noch unter EVU-Preis dann lohnt sich die Investition, vor allem weil EVU-Preis weiter steigen wird.

Ein Haus-Akku ist bei gezeigten Akku-Preisen heute schon realisierbar und kostendeckend zu betreiben - nur am Eigenverbrauchstrategien muss man noch etwas mehr feilen...

mfg
Veco aus VS
Verfasser:
solarfreundchen
Zeit: 29.03.2012 14:17:35
1696789
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen

Ein Haus-Akku ist bei gezeigten Akku-Preisen heute schon realisierbar und kostendeckend zu betreiben - nur am Eigenverbrauchstrategien muss man noch etwas mehr feilen...[...]


Veco,

viel einfacher ist es der Sonne zu befehlen gleichmäßiger übers Jahr zu Scheinen.

Am besten im Winter etwas mehr, als im Sommer.

E.S.

....solltest du etwas bemerkt haben, dann war es Absicht
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 29.03.2012 15:01:20
1696822
Wolle... Denkfehler ist an Deine Seite: ich behaupte nicht im Winter 100% meines Wärmebedarf und HH-Strom ab PV+Akku decken zu wollen... auch heizen nur ab PV+WP (auch mit Akku) würde ich niemals anstreben... doch nehmen "was ich bekommen kann" würde ich schon... Meine WP ist schon da, etwas Strom ab PV kann meine Kosten nur mindern... ;-))

Doch PV kann ich auch ganzjährig im HH nutzen - etwas Management gehört dazu, das ist alles!

Mit heute ereicbare Preisparität zur EVU-Strompreis (falls Du nicht glaubst das ich sogar billiger eigene Strom generieren kann) ab PVA+Akku sichere ich mir für viele Jahren Preisstabilität für wesentliche Teil des HH-Strombedarf. Die Devize ist "so viel wie MÖGLICH ab eigenen Quellen decken"... 100% anstreben will ich gar nicht - das rechent sich nie, genau wie ich niemals in eine WW-STA investieren würde, aber bei ST-Heizungunterstützung schon anfangfen würde zu rechnen und vergleichen - ...falls zum vorhandenem Heizsystem im Haus schon passt!

mfg
Verfasser:
solarfreundchen
Zeit: 29.03.2012 15:17:43
1696827
na dann viel Spass beim Anpassen des Bedarfes an den Ertrag.

Dann musst du aber viele Kleiderschränke voll Wäsche haben, um nur im Sommer zu waschen.

E.S.

....auch ein Gänsebraten soll in der Badehose hervorragend schmecken
Verfasser:
claus2
Zeit: 29.03.2012 15:25:04
1696831
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
Mit heute ereicbare Preisparität zur EVU-Strompreis (falls Du nicht glaubst das ich sogar billiger eigene Strom generieren kann) ab PVA+Akku sichere ich mir für viele Jahren Preisstabilität für wesentliche Teil des HH-Strombedarf.

soweit sich die Preissysteme nicht noch grundlegend ändern...Josef sagt das ganz richtig, alles Spekulation. Spekulation auf Beibehaltung der Preisstrukturen und Spekulation auf Stabilität der Akkus. Der Versuch ist es sicher wert nur würde ich mir nicht allzu viel erwarten. Die Preisstrukturen im Smartphone-Telefonmarkt haben z.B. auch nichts mehr mit dem zu tun, was vor 20 Jahren(???) für das Festnetz galt. Viel Erfolg, Claus
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 29.03.2012 17:48:37
1696901
Zitat von claus2 Beitrag anzeigen
Spekulation auf Beibehaltung der Preisstrukturen und Spekulation auf Stabilität der Akkus.
Natürlich alles Spekulation Claus... wir spekulieren auch morgige Tag zu überleben...
Sollen wir darum heute verzichten auf ganze Kiste Bier zu kaufen?

Was kommen wird (und was nicht) kann kaum einer von uns vorraussagen... wir können nur auf unsere Erfahrung zurückblicken und vertrauuen das wir dadurch "schlauuer" geworden sind.

Natürlich kann sich Preisstruktur morgen ändern - doch ein PVA-Besitzer wird wohl auch dan auf ein Teil der Zukaufenergie verzichten können - der ohne PVA aber nicht... Natürlich ist auch Wahrscheinlichkeit gross das eine PVA durch Unwetter (...oder Krieg) innerhalb 25 Jahren vorzeitig zerstört wird... wer so was erwartet spekuliert auch und setzt heute nicht auf eine PVA... Wer "schlauer" war - zeigt sich erst danach...

Vor einigen Tagen ist mir eine unsere EVU-Abrechnung aus 03/2002 ins Finger gekommen - ...damals habe ich 21 Pfening/kWh bezahlt, heute 23ct/kWh - und das sind zimmlich genau 10 Jahren vergangen. Hätte mir damals jemand eine Möglichkeit gezeigt um den 2002-Preis bis heute und darüber hinaus weitere 10-15 Jahren zu halten, were eigentlich wenig "schlau" es als "Spekulation" abzulehnen... Soll das alles ab heute anders zu erwarten sein?

mfg
Veco aus VS
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 29.03.2012 18:00:42
1696904
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen
na dann viel Spass beim Anpassen des Bedarfes an den Ertrag.

Dann musst du aber viele Kleiderschränke voll Wäsche haben, um nur im Sommer zu waschen.

E.S.

....auch ein Gänsebraten soll in der Badehose hervorragend schmecken
Ah wo... Wolle. Als ich vor einigen Jahren beschlossen habe unsere WW nur mit Nachtstrom zu erwärmen gab es auch Bedenken ob das ausreicht... und als ich vorgeschlagen habe das wir unsere Wäsche und SpüMa nur bei NT einschalten - "auch so umbequem" meinete meine Tochter... Heute ist das selbstverständlich und Ausnahmen sind äusserst selten notwendig - und natürlich auch akzeptiert. Genau so wird laufen wenn ich die Geräte bei PV-Verfügbarkeit laufen lasse - mit etwas Technik unterstützt braucht man daran nicht mal denken... ;-))

mfg
Verfasser:
delta97
Zeit: 29.03.2012 19:48:45
1696941
.
Zum Thema Strom Speicher:
Es sind wohl alle einverstanden, dass diese vorderhand teuer sind.

Also müssen diese Speicher multifunktional eingesetzt werden, um einen maximalen Nutzen - spricht $$$ in kurzer Zeit zu realisieren. Speicher werden tendenziell billiger, also soll die maximale Anzahl Zyklen in minimaler Zeit durchlaufen werden. Z. Bsp.:

> Im Sommmer PV Überschuss puffern
> Im Winter WP Spitzenstrom liefern
> im Winter Strom Liquidität für eine h vorhalten

Das wären z. Bsp 10ooo NaS Speicher, oder was auch immer.

So was funktioniert nur, wenn der Speicher dem Grundversorger gehört und er das steuern kann. Allen individuellen Speicherbesitzern ist die Versorgung sowasvonegal, solange die Kasse stimmt. Analog zu PV.

Jeder kann natürlich individuell seinen $$$Speicher kaufen - wird er aber nicht machen solange die kWh Speicherung > 10ct kostet.

Gruss
delta97
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 30.03.2012 08:23:31
1697101
Zurück zum eigentlichen Thema:

In der SW&W 4/2012 spricht ein Herr Helmut Jäger,Geschäftsführer von Solvis,weise Worte:

"Durch ST ist es viel einfacher,Volldeckung des Strombedarfs zu erreichen.Mit Leitungen zu Waschmaschine und Wäschetrockner(falls nicht vorhanden,ein paar Meter Leitung legen lassen),erreicht man die Volldeckung für Strom viel früher"

Ja,toll.Dann habe ich also genau diese ST Kleinanlage kombiniert mit PV.Daß die kleine ST nicht in einen einstelligen Wärmepreis kommt,ist so gut wie sicher.Daß ich Volldeckung für Strom auch nur mit teurer Akkuspeichertechnik erreiche,dürfte Herrn Jäger auch nicht ganz unbekannt sein.

Dagegen ist eins erreicht:Jede Menge Invest.Ob dies wohl vorrangiges Ziel ist,beschrieben unter dem Thema "Konkurrenz ST und PV:Wichtig ist,daß man richtig rechnet".

Wer soll da richtig rechnen?
So wird hier als großer Fehler breitmundig dargelegt,daß der ST bei der Kalkulation der WW-Speicher zugeschlagen wird,der immerhin "ein Drittel" der Kosten einer ST ausmache.Deswegen käme man bei einer ST auf einen solaren Deckungsgrad von 60-70%,bei PV höchstens auf 20-30%.


Dagegen sieht Dr. Wrobel,Centrosolar-Vorstand,im selben Heft lediglich dann weiterhin Sinn in ST,wenn "sie einen Pufferspeicher wie etwa ein Schwimmbecken haben".

Toll!

So verlasse ich mich lieber,anstatt mich kräftig zu schämen,auf Aussagen wie die von Prof. Strauss/Uni Bremen,der bereits im letzten Jahr die PV/WP bevorzugt sah.

Weitere als sicher geltende Preisreduktionen im PV-Bereich für die zweite Jahreshälfte dürften die Sache immer klarer machen.

MfG
Seite 87 von 87 [Beitrag 3011 bis 3034 von 3034]erste <8384858687>letzte