Hallo liebe Pelletfreunde!
Ich habe mich gerade hier neu angemeldet, um mal meine Erfahrungen mit der Wartung an einem Rowi 9,6 KW mitzuteilen:
Da ich in Ostfriesland wohne, hatte sich die von Rowi beauftragte Wartungsfirma (Mühlenberger) letztes Jahr nicht mehr gemeldet, nun gut, dann musste ich die "Sache" eben selber erledigen.
Im letzten Jahr hatte ich "mal schnell" das Winkelstück ausgesaugt und wie hier oft beschrieben, das Umlenkblech im Brennraum entfernt und gereinigt. Gemerkt habe ich anschließend von dieser Maßnahme leider nicht viel, zumindest konnte ich den Ofen bis zum Ende des Winters 2010/2011 laufen lassen.
Als ich nun Anfang September 2011 einen Testlauf als Vorbereitung auf die kommenden Wintermonate durchführen wollte, versagte der Ofen während der Startphbase seinen Dienst, da er die Starttemperatur von mindestens 60°C nach 15 Min nicht erreichte.
Beim zweiten Anlauf dann ein kleiner Erfolg, die 60°C wurde zum Glück gerade so überschritten, so dass ich auf Stufe 3 schalten konnte. Da erreichte der Ofen auch nach einer Stunde keine 80°C im Abgas, also musste was "verstopft" bzw. "dicht" sein.
Zunächst der Anruf bei Rowi und dort die Meldung: "Wartung"
Den Kundendienst wollte ich lieber nicht belästigen und erhielt von Rowi eine Wartungsanleitung per Post.
Diese ging im Prinzip auf mein Problem ein. Leider stellte sich während der Arbeiten heraus, dass der beschriebene Reinigungsumfang nicht ausreicht, siehe Bilder. In der Anleitung wird lediglich der Lüfter abgebaut und groß ausgesaugt, dass reicht nicht.
Ich habe das gesamte Gerät zerlegt und große Mengen an Flugasche entfernt, welche mit dem Sauger unerreichbar gewesen wären, siehe nochmals Bilder!
[/url]
[url=http://www.sternwarte-leerhafe.de/pellet/ofen2.jpg][/url]
[url=http://www.sternwarte-leerhafe.de/pellet/ofen4.jpg][/url]
[url=http://www.sternwarte-leerhafe.de/pellet/ofen9.jpg][/url]
[url=http://www.sternwarte-leerhafe.de/pellet/ofen7.jpg][url=http://www.sternwarte-leerhafe.de/pellet/ofen8.jpg][/url]
Zwischen den einzelnen Blechkammern sitzt eine Blechdichtung, welche ich bedenkenlos wieder eigebaut habe. Lediglich die Lüfterauflage sollte man neu verkleben (ich habe diese Auflage so wieder zusammengesetzt).
Auch die Schieberkammern wurden vollständig mit 8 Bar Pressluft ausgeblasen, eine große Sauerei, also nicht im Wohnzimmer machbar!
Jetzt läuft der Ofen wieder wie aus dem Laden:
Stufe 1. = 82°C
Stufe 2. = 89°C
Stufe 3. = 94°C
Stufe 4. = 102°C
Stufe 5. = 114°C
Abgase sind keine in den Raum gelangt, was mit CO ist, kann ich nicht sagen, habe sowieso immer alle Türen im Haus auf...
Wer von Euch ebenfalls basteln möchte, macht es natürlich auf eigene Gefahr hin.
Viel Erfolg!