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19.03.2012 19:27:23
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Hallo Forum,
bei Stammholz (Laub), das schon einige Zeit im Wald liegt, zeichnen sich, wenn man es durchsägt, oft graue, unregelmäßige "Wasserflecken" ab. Ich vermute, das ist ein Pilz oder ein anderer Zerfalls-Prozess, der aufgrund der nicht abgebauten Holzfeuchte eingesetzt hat.
Weiss hier jemand, worum genau es sich dabei handelt, hat das einen Namen ? Und wie muß man die Minderung der Brennholzqualität bewerten, d.h. um wieviel % etwa ist der Brennwert geringer als bei optimalem Holz ? Gibts hier Faustregeln ?
Danke schonmal fürs aufschlauen.
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19.03.2012 19:45:52
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19.03.2012 19:58:10
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Ja das ist ein Holzabbauender Pilz.
Aber keine Panik, der haust an vielen Stämmen im Wald die zulange ungespalten liegen.
Vorwiegend geht der aber an Buche auch bis in den Kern, bei Eiche bildet sich nur ein sogenannter Splint.
Einbußen im Heizwert können je nach Grad der Zersetztung an die 100% Betragen, dann wäre das Holz komplett faul/zersetzt/weg.
Ich hab auch immer wieder Stock mit dabei und denke der Heizwwert sinkt so um die 10-20% wenn der STock in einem normalen Rahmen liegt.
Therotisch lässt sich der Heizwert auch berechnen in dem man eine Scheibe vom Stamm schön klein aufspaltet und z.b. auf dem Heizkessel auf 10% Restfeuchte runtertrocknet und dann das Gewicht in zusammenhang mit dem Volumen stellt.
Durch den Zersetzungsprozess müsste sich das Gewicht minimiert haben.
Gruß Thomas
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20.03.2012 00:33:51
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Also Stock. Das heist es sind Pilze. Und Pilze verstoffwechseln Kohlenstoff zu letztlich CO2 (ähnlich wie wir Menschen) so daß dann nichts mehr zum verbrennen übrig bleibt.
Nachdem das klar ist, hab ich ne Verhandlungsbasis mit dem Förster. Danke.
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20.03.2012 18:00:13
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Es wird hinsichtlich der Brennholztrocknung auch immer wieder darauf hingewiesen, das Brennholz idealerweise nicht im Wald, sondern allenfalls am Waldrand getrocknet werden soll, da es im Wald nicht genug Sonne erhält, um richtig zu trocknen. Folge ist dann oft der hier berichtete Pilzbefall.
Dein Förster sollte das eigentlich wissen ;-)
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21.03.2012 10:32:47
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Zitat von Texlahoma  Es wird hinsichtlich der Brennholztrocknung auch immer wieder darauf hingewiesen, das Brennholz idealerweise nicht im Wald, sondern allenfalls am Waldrand getrocknet werden soll, da es im Wald nicht genug Sonne erhält, um richtig zu trocknen. Folge ist dann oft der hier berichtete Pilzbefall.[...] Der Förster weiß das vielleicht auch - möglicherweise war's aber auch mal wieder ein Selbswerber, der sich übernommen hat ...
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21.03.2012 11:10:32
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Nun, die Buchenstämmchen die ich im Auge haben stammen noch von der Holz-Schwemme Sommer 2010, als es den Sturm gab. Es sind krumme, verastete Stämme, die wären also allenfalls als Palettenholz brauchbar gewesen, und so hat sich wohl der Abtransport damals nicht gelohnt gehabt. Aber sie liegen wunderbar direkt am Wegrand hergerichtet, einfach nur durchsägen und einladen, so leicht hatte ichs noch nie. Wenns die Stangen für lau gibt (und das ist Voraussetzung), dann nimmt man auch mal Stockflecken und Wurmstiche in Kauf. Der Heizungspuffer merkt den Unterschied dann nicht mehr.
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21.03.2012 11:19:38
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Du bekommst das Holz "für lau" in suchst hier Argumente für weitere Verhandlungen mit dem Förster? Soll er Dir noch Zucker obendrauf machen, oder wie?
Gruß cip
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21.03.2012 12:35:41
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Also bei Buche aus dem Sommer 2010 würde ich mir persönlich die Arbeit sparen, denn die wird komplett duch gestockt sein, also Heizwert bewegt sich gegen 0. Wenn man natürlich gerne Asche produziert, sonst nichts zu tun hat, dann ist es sicherlich eine nette Freizeitbeschäftigung :-)
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21.03.2012 14:59:47
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@ Holzbock: Nimm das Zeug. Und bezahlen kannst Du auch etwas dafür. Der Heizwert von Holz ändert sich durch den Schädlingsbefall nur unwesentlich bezogen auf die Masse. Die Masse nimmt freilich ab. So kann es je nach Stärke des Befalls sein, daß bei gleicher Restfeuchte Hartholz den Brennwert von Weichholz bezogen auf den Raummeter aufweist oder es noch schlechter wird. Der Aschegehalt erhöht sich in gleichem Verhältnis und bleibt unkritisch. Die Aussagen von DUD_ sind also nicht richtig.
Problematisch wäre es, wenn das Holz gespalten werden müßte. Das funktioniert dann oft nur noch schlecht bzw. nur mit hohem Energieeinsatz oder gleich durch sägen. Das muß man je nach vorhandenem Kessel und vorherrschendem Stammdurchmesser abwägen. Auch wird der Kessel wahrs. häufiger befeuert werden müssen. Aber das ist sicher auszuhalten.
Den Befall mit Holzschädlingen - auch Schimmelpilzen - kann man durch Hitze stoppen und durch ausreichende Trocknung einen Wiederbefall verhindern. Dazu muß im Innern des Holzes für einige Stunden eine Temperatur von mehr als 55°C erreicht werden. Im Sommer ist das keine große Sache: Holz auf einer befestigten trockenen Fläche (Betonpflaster etc.) flach auslegen und eine schwarze Folie oder Plane darüber legen. Seitlich muß alles dicht sein - kein Durchzug. Du kannst ja mal ein größeres Scheit anbohren und einen Temperatursensor reinstecken, um ein Gefühl für die Sache zu bekommen. Spätestens nach dem 2. Hochsommertag sollte es geschafft sein. Die Lufttemperatur sollte im freien Bereich in der Spitze (Mittags) schon auf 100°C zugehen. Holz ist eben ein schlechter Wärmeleiter. Je trockener und ggf. aufgespaltener das Holz bereits ist, um so leichter geht es.
Ein ziemlich ideales Material für die schwarze Plane ist Teichfolie. Die bekommst Du von einem Landschaftsbauer u.U. gebraucht gratis oder für ganz kleines Geld. Das Material ist vergleichsweise robust und kann auch sehr gut geklebt werden (PVC), so daß eine Beschädigung nicht so schlimm ist. Die UV-Beständigkeit ist allerdings nur so la la. Bei Nichtgebrauch solltest Du das bedenken.
Das ist aber nur wichtig, wenn Du das Holz noch für längere Zeit lagern willst. Hältst Du es getrennt von Deinen sonstigen Vorräten, bekommst es in diesem Sommer noch ausreichend trocken und verbrennst es im nächstem Winter komplett, erübrigt sich das thermische "Desinfektionsverfahren".
Viele Betreiber großer ST-Anlagen und Holzheizer bauen sich einen Lagerraum, welchen sie im Hochsommer entsprechend stark überheizen können. In Verbindung mit geeigneten Lüftungsanlagen, kann man so auch Brennholz extrem schnell trocknen und eine ziemlich geringe Restfeuchte erzielen (welche bei Lagerung im Freien natürlich auch wieder zunimmt). Gleichzeitig geht bei dieser Lagerung in kurzer Zeit mit Sicherheit jedes Viech ein - wichtig, wenn man das Holz für den Winter im Keller lagern will.
Gruß Thomas
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21.03.2012 15:18:43
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Zitat von Thomas.B  @ Holzbock: Nimm das Zeug. Und bezahlen kannst Du auch etwas dafür. Der Heizwert von Holz ändert sich durch den Schädlingsbefall nur unwesentlich bezogen auf die Masse. Die Masse nimmt freilich ab. So kann es je nach Stärke des Befalls sein, daß bei gleicher Restfeuchte Hartholz den Brennwert von Weichholz bezogen auf den Raummeter aufweist oder es noch schlechter wird. Der Aschegehalt erhöht sich in gleichem Verhältnis und bleibt unkritisch. Die Aussagen von DUD_ sind also nicht richtig.[...] Hallo Thomas, ich gebe ja zu das ich keinerlei Ahnung von Holz habe, Holz auch nicht identifizieren kann, geschweige denn verarbeiten oder sonst wie überhaupt mal ein Stück Holz in der Hand gehalten habe. Woher Du allerdings die Erkenntnis nimmst das der Heizwert sich nur unwesentlich verändert würde mich ja schon mal interessieren. Durch den Pilzbefall setzt die Faserzersetzung ein - hast du ja auch erkannt da sich stockige Buche fast nicht mehr spalten lässt - sie zerfällt dabei in Einzelstücke. Und warum dieses ? Vielleicht weil sie sich bereits im Fäuknisprozess befindet ? Echt tolle Ausführung von Dir - insbesondere Deine vielen Hinweise zu einer möglichen Trocknung, welche aber nicht in Zusammenhang mit der Fragestellung stehen. Holzbock - ran an die Arbeit, am besten nimmst du den Thomas mal mit :-)
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21.03.2012 18:46:59
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Holzbock, wo wohnt denn dein Holz?
Vorschlag: Ich entsorg dir den untauglichen Dreck und alle Sorgen sind vorbei. Ich weiß, ist keine Antwort auf deine Frage,sorry.
MfG Albert
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21.03.2012 20:26:52
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Hallo,
stockiges Holz brennt schlecht an und hat wirklich geringeren Heizwert und stinkt bei der Verbrennung.
Wenn bei mir mal so was bei ist,kommt es immer ziemlich weit oben in den Holzvergaser,schon der Nachbarn wegen,bei hohen Temp.brennt/vergast es besser.
Wenn es beim Spalten schon zerfällt würde ich drauf verzichten.
Gruß von Backi ,der jetzt gleich Fußball guckt.
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22.03.2012 00:07:46
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@ DUD_: Entspann Dich - natürlich findet ein Heizwertverlust statt - aber weitgehend im Rahmen des Substanzverlustes. Was übrig bleibt, hat bezogen auf die verbliebene Masse allerdings einen kaum veränderten Heizwert - feuchtekorrigiert versteht sich. Das gilt zumindest bei mäßig befallenem bzw. geschädigtem Holz. Wie das aussieht, wenn fast nur von schwammige Krümel übrig geblieben sind, weiß ich auch nicht. Lt. Beschreibung des TS ist das aber nicht der Fall. Bei der Hitzegeschichte ging es nicht um Trocknung, sondern um eine thermische Desinfektion. Die Pilzsporen würden eine Trocknung ziemlich gut überstehen und sobald wieder ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, geht es sofort wieder los. Bei >55°C über eine längere Zeit sollten alle gängigen Holzschädlinge zuverlässig absterben. So werden auch Dachstühle etc. schädlingsfrei gemacht - für den Moment jedenfalls.
@ Schaffner: Habe ich bei mir auch so gedacht... Wenn es Holz for free gibt, ist ein echter Holzheizer doch normalerweise nicht mehr zu halten. Letztens wußte meinereiner überhaupt nicht mehr wohin und bergeweise diese wunderbaren Paletten - JA, selbstverfreilich will ich die - wohin, überlege ich mir später... Dann im Herbst unter den argwöhnischen Blicken der Gattin im Garten einen Notschuppen zusammengeklopft und mit dem Zeug befüllt. Nun isser schon wieder weg - wie ich es versprochen habe. In den paar kalten Wochen hat sich das ganz schön weggenommen und die Lagerbestände mit dem "gutem Holz" wurden gar nicht angeknabbert.
@ Backi: Bist Du sicher - auch wenn es richtig trocken ist. Mir ist etwas Birkenholz vergammelt - sehenden Auges, aber ich war einfach zu faul, deshalb einen riesigen Holzstapel umzudrehen und dachte, dann ist das eben so... Diesen Winter habe ich es verbrannt. Viel Heizwert hatte es nicht mehr, weil die Scheite auch ganz leicht waren. Aber gebrannt hat das Zeug wie verrückt - prima zum anheizen.
Gruß Thomas
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22.03.2012 07:29:03
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Morgen Thomas,
das Einzige,was wohl noch vernünftig gebrannt haben dürfte ist die ölhaltige Rinde der Birke,ist aber zum Anmachen im Holzvergaser nicht so ideal.
Gruß von Backi
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22.03.2012 09:17:55
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Zitat von Thomas.B  @ Schaffner: Habe ich bei mir auch so gedacht... Wenn es Holz for free gibt, ist ein echter Holzheizer doch normalerweise nicht mehr zu halten. Letztens wußte meinereiner überhaupt nicht mehr wohin und bergeweise diese wunderbaren Paletten - JA, selbstverfreilich will ich die - wohin, überlege ich mir später... Dann im Herbst unter den argwöhnischen Blicken der Gattin im Garten einen Notschuppen zusammengeklopft und mit dem Zeug befüllt. Nun isser schon wieder weg - wie ich es versprochen habe. In den paar kalten Wochen hat sich das ganz schön weggenommen und die Lagerbestände mit dem "gutem Holz" wurden gar nicht angeknabbert. Ja, ja, die Paletten auch so eine Sache. Wurden mir letzten Herbst angeboten, natürlich für lau, zum entsorgen. Alles massiv und unbehandelt. Einwegpaletten, aber nicht das billige Spanplattenzeugs(kommt mir nicht in den Ofen) sondern Einzelanfertigungen für Maschinentransporte,Werkzeugschränke und dergleichen. Die guten Bretter aussortiert und entnagelt werden demnächst zu einem weiteren Holzlager recycelt >;)) Die massiven Abstandsklötze und gerissene oder astige Bretter gleich zersägt, ergaben Futter für meinen Kachelofen bis kurz vor Weihnachten. Bei den letztjährigen Vorweihnachtstemperaturen konnte ich so mein ganzes Haus kostenlos beheizen. :>)) MfG Albert
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Zeit:
22.03.2012 12:22:49
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@ Backi: Das ist alles schnell, sauber und mit wenig Asche verbrannt - auch mit der für Birke typischen Blaufärbung der Flammen. Es war eben hinsichtlich Masse und Heizwert nur noch ca. 2/3 bis vielleicht die Hälfte dessen, was bei einwandfreiem Birkenholz normal wäre. Ja, HV's sind oft etwas mäkelig. So eine Diva will ich nicht. Wenn es Holz ist, reinpaßt und ausreichend trocken ist, muß er es ordentlich verbrennen können, so hätte er nicht Ofen werden sollen...
@ Schaffner: Genau so. Man muß zwar jeden Morgen ein Pfund Nägel aus dem Rost klauben, aber so schlimm ist das ja nun auch wieder nicht. Ich habe auch Routine damit, Paletten schnell und effizient zu zersägen. Unzersägt lassen sie sich prima stapeln und leicht abdecken. So trocknen sie schnell wieder, falls sie eine Zeit draußen gelegen haben sollten. Alles in allem macht sich das ganz gut. In meinem Falle waren auch viele defekte Euro-Paletten dabei. Wenn man genug "Ersatzteile" hat, lassen die sich oft mit wenig Arbeit wieder herrichten. Damit habe ich den edlen Spender erfreut und mir auch ein paar behalten.
Gruß Thomas
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Zeit:
22.03.2012 20:55:00
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@T.B,
Die Nägel am Morgen sind kein Problem, bin ich gewöhnt. Kleiner Tip: Sammeln und bei entsprechend hohen Schrottpreisen an den Schrotthändler verscherbeln, bekommst Höchstpreise dafür.
Europaletten mag ich nicht. Wenn sie mal billig sind sind sie meistens dermassen ölgetränkt oder schlimmeres, jedenfalls kann von naturbelassen keine Rede mehr sein. Sowas tu ich meinem Ofen und meiner Umwelt nicht an. Billig ja, aber nicht um jeden Preis.
MfG Albert
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Zeit:
23.03.2012 08:21:02
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@ Schaffner: Den Nagelschrott hole ich mit einem Magneten aus der Asche. Das geht schnell und dadurch wird die Restmülltonne nicht so unanständig schwer. Schrott bringe ich sowieso alle paar Monate weg. Ein paar Euro kommen durch die Nagelschrott sicher hinzu. Kleinvieh macht auch Mist. Ich kann mir vorstellen, daß die Spritkosten für's ranschleppen ca. zur Hälfte allein dadurch kompensiert werden. So genau verfolge ich das aber nicht und es ist auch mehr der ökologische Gedanke, da nichts "umkommen" zu lassen.
Den Vorteil beim Palettenholz sehe ich vor allem im insgesamt recht geringem Arbeitsaufwand: - meistens mehr oder weniger sofort trocken - kein hacken/spalten - schnell zersägt - allerdings recht hoher Sägeblattverschleiß durch Anhaftungen und hin und wieder erwischt man wohl auch mal einen Nagel
Die Paletten, die ich meistens bekomme, haben vorwiegend zum Transport von Baustoffen gedient. Anhaftungen aus Ziegel- und Betonstaub sind häufig. Manche haben auch im Dreck gestanden - also Sandanhaftungen. Das wirkt sich natürlich auf die Standzeit der Sägeblätter aus. Bei einer Kreissäge ist das erträglich. Mit der Kettensäge gehe ich da ungern rann, zumal das potentiell gefährlicher ist.
Gegen ein paar Tropfen Öl ist rein feuerungstechnisch und ökologisch nichts einzuwenden, wenn es sich um Konservierungsöl oder -wachs von z.B. Maschinenteilen etc. handelt. Da wird m.E. viel zu viel Theater drum gemacht. Auch naturbelassenes Holz enthält je nach Sorte mehr oder weniger Öl und Harz. Regelrecht ölgetränkt - so daß der Ofen damit nicht mehr klar kommt und eine rußende Verbrennung stattfindet, geht natürlich nicht. Das läßt sich auch nur sehr bedingt durch geringe Auflegemengen bzw. mischen mit sauberem Holz kompensieren. Dafür kann aber das Öl als Brennstoff nichts, sondern sein ggf. zu schnelles Ausgasungsverhalten und der dafür ungeeignete Ofen/Kessel, wie ich letztens in einem anderem Thread erklärt habe (Pellets im normalen Holzkessel verbrennen?). Aber verboten ist das sowieso alles - schon weil der "Gesetzgeber" von der Blödheit seiner Bürger überzeugt ist oder vielleicht auch, weil sich damit so wunderbar Kasse machen läßt.
Gruß Thomas
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Zeit:
23.03.2012 20:48:46
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Zitat von Thomas.B  Regelrecht ölgetränkt - so daß der Ofen damit nicht mehr klar kommt und eine rußende Verbrennung stattfindet, geht natürlich nicht. Genau davon hab' ich geredet. Heute hab' ich übrigens meinen Holzkeller aufgefüllt mit Holz das erst zwei Jahre, auf Meter gesägt, auf meinem Holzplatz lag, anschließend zwei Jahre im Holzunterstand. Gemessene Restfeuchte 10-12%. Graue Wasserflecken waren auch dabei, gerade gehen welche durch den Ofen. Von Heizwertverlust merk ich nichts, möglich dass ein,zwei Scheite heute noch mehr durchgehen als sonst. Das Holz war damals als Flächenlos zu vergeben, keiner wollte es. Preis war 12€, Ertrag 15 oder 18Ster. Weiss nicht mehr so genau. So und heute macht das Holz mir eine warme Hütte. so what? MfG Albert
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Zeit:
23.03.2012 21:28:05
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Zitat von Schaffner  ...Die Nägel am Morgen sind kein Problem, bin ich gewöhnt. Kleiner Tip: Sammeln und bei entsprechend hohen Schrottpreisen an den Schrotthändler verscherbeln, bekommst Höchstpreise dafür...[...] bei 150€/t kannst schon ein weilchen nägel sammeln. mfg bernhard
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24.03.2012 00:24:21
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Paletten verheizen ?? Nöö, da sind die mir viel zu schade dafür.
mein Nachbar ist ein Elektrogeschäft, da fallen immer wieder Einwegpaletten an. Folgendes hab ich aus den großen Paletten schon gemacht:
1. Einen Ofenholz-Stand für den überdachten Teil der Terrasse. passen etwa 1 Ster 35cm-Scheite rein. Da muß ich nicht bei jedem Wetter runter zum Holz nachholen laufen.
2. Einen supergroßen Kompost-Käfig, passen 4m³ rein. Ist schon voll, nachdem ich dieses Frühjahr 8 Baumkronen geschreddert hab.
3. Abdeckungen für meine großen Holzstapel (Meterlinge) draussen. Das geht so: Eine Platte, und da drauf Plexiglas-Wellplatten (150cm breit) geschraubt, an einer Seite ca 10 cm überstehend. Die Dinger oben auf den Holzstapel mit der überstehenden Teil überlappend drauf, und das Holz darunter bleibt trocken (Überstand 2x25cm). Kein Ärger mehr mit zerissenen Folien und Schlagregen.
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Zeit:
29.03.2012 13:02:04
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Ganz vergessen... @ Schaffner: Nun ja, solche "Ölsardinen" sind sicher die seltene Ausnahme. Ansonsten Zustimmung. Wirklich gutes Holz einfach nur zum verbrennen zu nutzen, ist eigentlich Verschwendung. Wenn ich manchmal so die HV-Betreiber jammern höre - dies nicht und das nicht, nun so und so gespalten und liebevoll eingeschichtet - sonst Hohlbrand oder anderes Ungemach. Am liebsten nur Rotbuche, utopisch geringe Restfeuchte, auf Maß geschnitten -sollte man es nicht vielleicht noch hobeln... Und dann jammern, daß sich mit Holz heizen nicht lohnen würde und Gas fast schon billiger wäre.
@ aflicht: Och, so wenig ist das gar nicht mal. In diesem Winter sind es bei mir ca. 5 Eimer Nagelschrott und sonstiger ausgebranter Kram aus dem Brennholz geworden. Ich habe die nie gewogen, aber die 15l-Kunststoffeimer sind immer besorgniserweckend schwer, so daß man Angst hat, den Griff abzureißen. 100kg sind das allemal. Dafür bekomme ich bei der nächsten Zweigstelle des FA (aka Tankstelle) ca. die Menge Treibstoff, welche ich zusätzlich vergurkt habe, um das Holz ranzuschleppen. Wie ich schon sagte: Kleinvieh... Ansonsten wäre ja auch die Frage, wohin damit. Restmüll wäre auch nicht so ideal, obwohl ich mir sicher bin, daß der Restmüll mindestens äber einen Magnetabscheider läuft.
@ Holzbock: Mein erwähnter Notschuppen im Garten war auch so etwas in der Art - wenn auch nicht so elegant. Meistens ist das Palettenholz keine besonders gute Qualität. Etwas "ernsthaftes" mache ich daraus eher nicht. Überhaupt: Du hättest den Berg sehen sollen. Und es ist ja noch lange nicht zu Ende. Das "Gartenlager" war ja nur das, was ums Verrecken nirgendwo mehr reinging. Einen größeren Stapel überwiegend intakter Paletten habe ich auch noch. Unten Steine, oben und die Wetterseite abgedeckt - so kann das zur Not ein paar Jahre stehen. Zwei flache Stapel nebeneinander dienen als eine Art Draußen-Werkbank für sehr schmutzige Arbeiten. Sobald in den Holzlagerräumen Platz entsteht oder "schönerer" Nachschub zu verwalten ist, schiebe ich mal wieder die jeweils häßlichsten über die Säge. Ein paar Europaletten zum tauschen, um Baumaterial etc. nicht gleich abräumen zu müssen, sind immer praktisch. Das ist also ein ständiges kommen und gehen.
Gruß Thomas
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Zeit:
29.03.2012 22:47:01
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Bei Problemen mit stockigem Holz: Ich entsorge jede Menge davon kostengünstig!
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