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Thema: BWT Aqa Perla - Stromausfall
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BWT Aqa Perla - Stromausfall
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 05.04.2012 12:31:39
1699843
Hallo zusammen,

habe seit ca. 1 Jahr eine Entkalkungsanlage BWT Aqa Perla im Keller stehen. Die Spülschläuche münden in eine Hebeanlage.

Nun hatten wir in dieser Woche einen sehr lange andauernden Stromausfall, eigentlich kein großes Problem, solange die Anlage nicht gerade regeneriert. Nur kam der Strom nach einigen Stunden für ca. 5 Sekunden zurück, um dann anschließend wieder für ein paar Stunden zu verschwinden. Folge war, dass unsere Aqa perla bei Stromankunft zu spülen anfing, bei Stromabbruch aber nicht mehr aufhörte. Da aber die Hebeanlage natürlich nicht funktionstüchtig war, begann unser Keller vollzulaufen. Glücklicherweise war ich zuhause und konnte durch Zudrehen des Monoblocks noch Schlimmeres verhindern.

Habe anschließend bei BWT angerufen und gefragt, wie sich diese Situation künftig verhindern lässt, bin ja schließlich nicht immer daheim. Antwort: Gibt eigentlich nur die Möglichkeit, einen Aqa Stop einzubauen, der die Wasserversorgung bei Störungen stoppt. Kosten: Schlappe 450 € + Einbau und Wartung.

Ist das wirklich die einzige Möglichkeit? Das Spülwasser selbst auf Kanalhöhe pumpken kann die Aqa Perla ja offensichtlich nicht.

Bin für alle Vorschläge/Antworten sehr dankbar, bitte aber auf Bemerkungen wie "Hättest Dir mal ne andere Anlage eingebaut" verzichten, bringt ja nix.

Danke Euch.
Verfasser:
Angaga
Zeit: 05.04.2012 12:58:18
1699866
Selbst ein Aqua Stop muss bei Stromausfall erstmal die Wasserzufuhr absperren. Dafür müssten ja eigentlich Batterien integriert sein.

Überlaufwasser würde das Gerät ja ansonsten dann mit dem Bodensensor erkennen. Aber ohne Spannungsversorgung??????

Gruss
Timo

...a JUDO Member
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 05.04.2012 13:01:42
1699868
@Timo: Erstmal Danke für deine schnelle Antwort.
Dasselbe habe ich mir auch schon gedacht. Würde ja nur Sinn machen, wenn er automatisch bei Stromausfall die Leitung dicht macht. Hab aber in den technischen Beschreibungen nichts dazu gefunden.
Verfasser:
BWT-Kundendienst
Zeit: 05.04.2012 15:38:36
1699947
Hallo,
unser AQUASTOP ist ein stromlos geschlossenes Magnetventil. Dies sperrt sofort bei Stromausfall den Wasserdurchfluss ab. Zusätzlich überprüft ein Sensor den Wasserstand auf dem Fußboden - sobald der Sensor "nass" wird, sperrt der AQUASTOP ebenfalls den Wasserdurchfluss ab.

Mit diesem Gerät sind Sie daher auf der sicheren Seite.


Gruss
BWT-Kundendienst
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 05.04.2012 19:23:50
1700061
@BWT:

Vielen Dank für Ihre Antwort. Gut zu wissen, dass das Problem gelöst werden kann.

Trotzdem möchte ich bei dieser Gelegenheit meine Verärgerung zum Ausdruck bringen.

1. kann es eigentlich nicht sein, dass bei einer Anlage in diesem Preissegment eine solch kostenintensive Zusatzmaßnahme notwendig ist, wenn man nicht möchte, dass einem irgendwann der Keller wegschwimmt.

2. kann es eigentlich nicht sein, dass bei der Verkaufsberatung durch einen Ihrer Partner (vgl. BWT-Homepage) eine solche Schwäche des Geräts - verbunden mit der bei mir angewandten Spülwasserentsorgung - mit keiner Silbe erwähnt wird.

Nichts für ungut.

Mit freundlichen Grüßen
Verfasser:
at-biker
Zeit: 05.04.2012 21:57:43
1700132
@BWT

Es wäre schon möglich, eine Entkalkungsanlage so zu konstruieren, dass der Spülvorgang beim Stromausfall stoppt. Schafft das die Produktentwicklung nicht, wäre ein Hinweis in der Betriebs- und Montageanleitung angebracht, der auf den Sonderfall Hebeanlage und Stromausfall hinweist.

@LeRainier
Ein Aquastop, von welchem Hersteller auch immer, ist allemal eine gute Sache, unabhängig von Entkalkungsanlage oder Hebeanlage. Ein Wunder, dass die Versicherungen das noch nicht vorschreiben.

Meine Hebeanlage (die ich glücklicherweise nicht benötige)hätte auf jeden Fall eine Notstromversorgung (anderer Begriff: USV-Anlage). Solche Geräte gibt es z. B. fix und fertig und preiswert als Notstromversorgung für PC's. Die Hebeanlage wird dann direkt über die Notstromversorgung betrieben. Diese wiederum ist (ständig) mit dem Stromnetz verbunden. Einfacher gehts nicht. Und was den Stromverbrauch betrifft, so ist dieser vernachlässigbar. Der Mehrverbrauch gegenüber dem Betrieb der Hebeanlage ohne Notstromversorgung dient ja nur der Erhaltungsladung der Akkus und dem geringen Eigenverbrauch der Elektronik.

Als Leistungsgröße der Notstromanlage auf einen Wert ab 1000 VA achten. Diese Leistungsgröße ist ab ca. 100.- erhältlich. Beispiel: Trust Oxxtron 1500VA Management UPS, aktueller Preis 134,09.- incl. Versand bei www.mercateo.com. Ich betreibe solche Notstromanlagen seit vielen Jahren für meine PC's ohne jedes Problem und ohne Akkuausfälle. Der Zustand der Akkus wird elektronisch überwacht, und die Akkus halten aufgrund ihrer gegenüber Autos viel besseren Einsatzbedingungen im Vergleich "ewig".

Frohe Ostern !
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 05.04.2012 22:30:52
1700149
@at-biker:

Erst einmal vielen Dank für deine sehr innovative und interessante Idee. Hab mir das Gerät gerade mal angeschaut und mir als Elektro-Noob stellt sich bei Betrachten der Backup-Anschlüsse die Frage: Kann man denn eine Hebeanlage einfach so daran anschließen? Das Teil hat ja ein festes Kabel mit ganz normalem Stromstecker.

Auch dir frohe Ostern ;-)
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 06.04.2012 10:00:43
1700245
Habe die Adapterstecker dazu gefunden.

Weitere Aspekte/Fragen, die mir dazu einfallen:

Sollte der oben geschilderte Fall nochmals eintreten, dann wird ja durch den Notstrom die Hebeanlage versorgt. So weit, so gut. Allerdings hört ja die Entkalkungsanlage nicht mehr auf zu spülen, weil die Ventile nicht schließen. Folglich ist die Hebeanlage im Dauereinsatz.
Wäre es dann nicht geschickt, die Aqa Perla auch noch an den Notstrom anzuschließen, um den Spülvorgang so zu stoppen? Stellt sich aber die Frage, wieviel Strom die Anlage inkl. möglicher Regenerationen während des Stromausfalls braucht und wie lange dann die Akkus halten.

Kurz zusammengefasst: Was braucht mehr Akku? Aqa Perla + Hebeanlage im normalen Betrieb oder Hebeanlage im Dauerbetrieb? Ich glaube, ich muss mir mal so ein Strommessgerät ausleihen...
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 06.04.2012 13:58:09
1700394
Gesagt, getan:

Angenommen wird ein 12 Stunden langer Stromausfall:

Hebeanlage braucht im Ruhezustand 0 Watt, während des Pumpvorgangs 270 Watt, dieser dauert 8 Sekunden --> Während Regeneration der Aqa Perla wird 3 Mal gepumpt, also 24 Sekunden --> aufgerundet 30 Sekunden -->
270 Watt x 30 Sekunden = 8100 Wattsekunden = 2,25 Wattstunden

Aqa Perla braucht im Standby 5,6 Watt x 11,75 Stunden = 65,8 Wattstunden.
Dazu wird eine Regeneration pro Tag angenommen, hier verbraucht die Anlage im Schnitt 7,75 Watt in ca. 15 Minuten, also
7,75 x 0,25 Stunden = 1,93 Wattstunden.

Macht also in 12 Stunden insgesamt einen Gesamtverbrauch von:
2,25 W/h + 65,8 W/h + 1,93 W/h = ca. 70 W/h

Hab ich mich verrechnet?

Falls nein, wie sollte denn die USV-Anlage dimensioniert sein, dass unter den oben genannten Bedingungen mind. 12 Stunden die Stromversorgung sichergestellt wird?
Verfasser:
at-biker
Zeit: 07.04.2012 00:15:08
1700711
@LeRainier

Alles richtig, dann rechnet man noch Reserve dazu. Wenn man dann den günstigen Preis dieser einfacen PC - Notstromversorgungen berücksichtigt, muss man mit Reserve nicht geizen, also würde die vorgestellte Anlage mit 1500 VA etwa passen, etwas mehr wäre auch nicht verkehrt.
Die Akkus (in meinen Trust 1200 VA - Geräten sind jeweils 2 Akkus eingebaut) werden über die Jahre auch etwas Kapazität verlieren und dadurch die Pufferzeit verringern. Also ist auch deswegen eine gewisse Reserve angemessen. Zudem kommt es nicht nur auf die VA-Zahl an; die sog. "Überbrückungszeit" bei Volllast und bei typischer Last ist wichtig, und die wird u.a. von der Batteriekapazität bestimmt.

Beispiel für ein 2000 VA Gerät:
http://www.hardwarehouse.de/product_info.php?products_id=2198473

Zum Vergleich: Ein eher für den kommerziellen Einsatz bestimmtes Gerät mit 2000 VA findest Du hier:
http://www.conrad.de/ce/de/product/971476/AEG-USV-PROTECT-TOWER-C-2000

Da wird es vom Preis her schnell uninteressant; dieses Gerät hat Features, die für den Einsatz bei Dir völlig überflüssig sind.

Noch ein Hinweis: Wenn im Wasserkeller auch eine Telefonanlage und/oder ein Internet-Modem/Router vorhanden sind, können diese Geräte auch angeschlossen werden. Die Trust-Geräte besitzen einen Überspannungsschutz, der für diese Geräte interessant sein kann.

Weiterhin frohe Ostern !
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 07.04.2012 08:55:16
1700748
@at-biker: alles klar. Ich werde mir jetzt mal so ein 1500 VA. Teil bestellen und es einfach testen. Mit dem Rückgaberecht kann ich ja nix verkehrt machen.

Vielen Dank Dir nochmal für Deine Mühe und die vielen Infos. Werde dann berichten, wie der Test verlaufen ist ;-)
Verfasser:
at-biker
Zeit: 09.04.2012 00:08:17
1701362
@LeRainier

Vielleicht noch folgender Hinweis: Wahrscheinlich wird bei der Leistungsstufe 1500VA ein kleiner Lüfter laufen. Das dürfte vom Geräusch und Stromverbrauch her bei Ihnen wahrscheinlich kein Problem sein.
Der Lüfter wird aber eigentlich nur gebraucht, wenn viel Strom gezogen wird. Bei den PC's im Büro hat mich das Geräusch genervt und ich habe je eine Temperatursteuerung eingebaut (Pfennigartikel). Die Garantie ist dann aber weg (da ging aber auch noch nie etwas kaputt) und der Eingriff ist nichts für Nicht-Elektriker, dafür ist die Ruhe himmlisch.

VG. - at-biker
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 09.04.2012 08:41:29
1701385
Danke für den Tipp. Dadurch, dass das Ding eh im Waschkeller steht, denke ich aber nicht, dass mich das stört. Da drin laufen auch Trockner und Waschmaschine etc., deshalb ist die Tür sowieso meistens zu. Ich teste es jetzt einfach mal auf Stromverbrauch, Lautstärke und Leistung, dann sehen wir weiter ;-)
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 25.04.2012 09:25:53
1708481
Zwischenstand: Habe nun mal die USV-Anlage (Trust 1500 MA) getestet und für nicht geeignet empfunden. Zieht durchgehend 20 Watt Strom, das ist mir einfach zu viel.

Vor 2 Wochen kontaktierte ich nochmals schriftlich den BWT-Kundendienst, um die Sache zu klären. Irgendetwas sagt mir, dass es nicht in Ordnung ist, dass ein Konstruktionsfehler, der - ohne Mitschuld des Käufers - bei Stromausfall den Keller unter Wasser setzen kann, vom Käufer mit Ausgaben jenseits der 500 € ausgeglichen werden soll. Der Fehler ist auch in keiner der Anleitungen vermerkt. Eine Antwort auf meine Anfrage erhielt ich bisher (erwartungsgemäß)keine.

Ich werde die Sache nun rechtlich prüfen lassen und ggf. dagegen vorgehen. Den Ausgang werde ich dann selbstverständlich hier posten.
Verfasser:
BWT-Kundendienst
Zeit: 27.04.2012 07:18:45
1709322
Hallo LeRainier,
der AQUASTOP ist nur in Verbindung mit einer Hebeanlage notwendig. Die meisten Einbausituationen erfordern jedoch keine Hebeanlage, daher ist es wenig sinnvoll das Gerät von vornherein damit auszustatten.

Weiterhin ist auf Seite 3 der Bedienungsanleitung unter dem Punkt "Sicherheitshinweise" diese Thematik sehr wohl aufgegriffen.

Für Ihre unbeantwortete Anfrage können wir uns nur entschuldigen, dies wird bei uns intern hinterfragt.

Wir würden es sehr begrüßen wenn Sie sich erneut an uns wenden um die Missverständnisse auszuräumen, bitte direkt an backlineas@bwt.de

Gruss
BWT-Kundendienst
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 30.04.2012 10:04:49
1710484
@BWT: Erst einmal Danke für Ihre Antwort hier.

Zu dem Eintrag in der Bedienungsanleitung:

Hieraus wird für mich lediglich ersichtlich, dass die Hebeanlage nicht mehr pumpt, wenn kein Strom mehr zur Verfügung steht. Dieser Sachverhalt war mir klar. Auf den von mir geschilderten Konstruktionsfehler wird damit nicht hingewiesen. Auch nicht darauf, dass bei dieser Spülwasserentsorgung zwingend der Einbau eines Aqa Stops notwendig ist. Ob diese Einbauvariante selten gewählt wird, kann ich nicht beurteilen. Abgesehen davon bekam ich die Anleitung in die Hand gedrückt, als die Anlage bereits eingebaut war.

Ich werde den Dialog nun hier erst einmal beenden und mich in Kürze schriftlich an die von Ihnen genannte Adresse wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Verfasser:
Michael Springl
Zeit: 30.04.2012 12:39:21
1710539
Zitat von LeRainier Beitrag anzeigen
@BWT: Erst einmal Danke für Ihre Antwort hier.[...]


Servus,
in welchem "3. Welt Land" steht die Anlage eigentlich, so dass mehrfach über mehrere Stunden der Strom weg war?
Was steht noch gleich in den EinbauVORbedingungen:
"Die Spannungsversorgung (230 V/50 Hz) und der erforderliche Betriebsdruck müssen permanent
gewährleistet sein."

Ausserdem empfehle ich Dir, dich mit deinem Ersteller der Anlage in Verbindung zu setzen, und nicht mit dem Hersteller auseinanderzusetzen. Der kennt deine Situation vor Ort nämlich nicht.

mfG Michael
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 30.04.2012 13:39:34
1710559
@Michael: Vielen Dank für Ihren sachlichen Beitrag.

Zu meinem Standort: Oberbayern, Umkreis München. Brand im Trafohäuschen, Schaden wurde innerhalb eines Tages behoben. Schön, wenn so etwas bei Ihnen nicht passieren kann.

Zur Gewährleistung der Stromversorgung: Wer soll das gewährleisten? Ich? Das Elektrizitätswerk? Auch Ihnen sollte klar sein, dass man so etwas nicht permanent gewährleisten kann.

Wenn Sie genau aufgepasst haben, wissen Sie auch, warum ich mich an den Hersteller und nicht an den Installateur wende.
Verfasser:
Michael Springl
Zeit: 30.04.2012 20:48:51
1710725
Zitat von LeRainier Beitrag anzeigen
@Michael: Vielen Dank für Ihren sachlichen Beitrag.

Zu meinem Standort: Oberbayern, Umkreis München. Brand im Trafohäuschen, Schaden wurde innerhalb eines Tages behoben. Schön, wenn so etwas bei Ihnen nicht passieren kann.

Zur Gewährleistung der Stromversorgung: Wer soll[...]

;-)
Tja, seitdem die CSU das gelobte land nicht mehr alleine regiert, ist das mit dem Strom auch nichts richtiges mehr.
;-)

Bei einem Schaden durch Stromausfall wende ich mich an den Stromversorger, nicht an der Hersteller einer haustechnischen Anlage.
Dann noch viel Glück dabei.

mfG Michael
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 30.04.2012 22:24:46
1710756
Herr Springl, nichts für ungut, aber lesen Sie doch erst einmal, bevor Sie sich äußern. Es gab keinen Schaden, sonst läge der Fall schon lange bei der Versicherung. Ich habe nur eine sündhaft teure Entkalkungsanlage im Keller stehen, die mir bei künftigen Stromausfällen den Keller flutet. Dieses Problem hätte ich gerne gelöst, was soll ich da beim Stromversorger?

Ist aber interessant, wie sie versuchen, einen Schuldigen nach dem anderen zu finden. Wenn Sie selbst Handwerker sind, kann ich mir denken, wer ganz bestimmt niemals Schuld hat, wenn Schwierigkeiten auftauchen.

Lassen wir's gut sein. Ich würde die Angelegenheit jetzt gerne mit BWT selbst klären.
Verfasser:
Michael Springl
Zeit: 01.05.2012 12:49:21
1710906
Zitat von LeRainier Beitrag anzeigen
Herr Springl, nichts für ungut, aber lesen Sie doch erst einmal, bevor Sie sich äußern. Es gab keinen Schaden, sonst läge der Fall schon lange bei der Versicherung. Ich habe nur eine sündhaft teure Entkalkungsanlage im Keller stehen, die mir bei künftigen Stromausfällen den Keller flutet. Dieses[...]

Servus,
zuerst mal selber lesen, bevor man losschiesst.
Wer hat einen Vertrag mit Ihnen, aus dem eventuell dann ein "Mangel" entstehen könnte? Der Handwerker (Werkvertrag und Materiallieferung/Einbau vorausgesetzt) oder der Hersteller?
Oder ist es kompliziert?

viel spass noch.
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 01.05.2012 13:22:29
1710915
Ach, Herr Springl, erst wars der Installateur, dann der Stromversorger, jetzt wieder der Installateur. Entscheiden Sie sich doch einfach mal.

Der Installateur hat das Gerät selbst korrekt eingebaut, das zählt für mich. Ich erwarte aber von einem Hersteller, dass, wenn sein Gerät eine - ich nenne es jetzt einfach mal - Schwäche hat, dass er auch ganz klar darauf hinweist, und zwar mit den Worten: "Bei Spülwasserentsorgung über eine Hebeanlage ist zwingend der Einbau eines Aqa-Stops notwendig. Das ist mit weiteren Kosten verbunden".

Zeigen Sie mir diesen Hinweis in offiziellen Dokumenten zu dieser Anlage und ich bin sofort leise. Wenn diese Einbauvariante so selten vorkommt, sollte das ja kein Problem sein.
Am besten schreiben Sie persönlich ihn gleich auf Ihre Homepage, mal schauen, wieviele von den Dingern Sie dann noch verkaufen.
Und es wäre auch interessant zu wissen, wieviele Anlagen Sie genau auf diese Art OHNE Aqa Stop eingebaut haben. Natürlich keine, ist klar.

Ich verstehe aber, dass Sie als ausgewiesener Ingolstädter BWT-Partner (willkommen in der 3. Welt übrigens) nicht neutral sein können. Ist in Ordnung.
Verfasser:
Michael Springl
Zeit: 02.05.2012 08:06:49
1711160
Zitat von LeRainier Beitrag anzeigen
Ach, Herr Springl, erst wars der Installateur, dann der Stromversorger, jetzt wieder der Installateur. Entscheiden Sie sich doch einfach mal.

Der Installateur hat das Gerät selbst korrekt eingebaut, das zählt für mich. Ich erwarte aber von einem Hersteller, dass, wenn sein Gerät eine[...]


Morgen nochmal. Ich will ihnen eigentlich doch nur helfen, ich kann doch nichts für Ihre Probleme.
Also mochmal der Tipp: Einen Vertrag haben Sie nur mit Ihrem Installateur. Nur der ist Ihr primärer Ansprechpartner, der kann weiters veranlassen.

Die Worte "bei einem Schaden" einem Satz vorausgesetzt bedeuten, dass Sie erst einen Schaden z. B. finanzieller Art haben müssten. Ich habe nicht gesagt, daß Sie einen Finanzschaden oder anderen Schaden haben.

In den Unterlagen, welche mir vorliegen, stehen die EinbauVORausbedingungen drin. Kann man das Wort permanent irgendwie anders auslegen? Wer eins und eins lesen/verstehen kann, kommt auf zwei.

Dritte Welt Land: Ja, da fehlt ein Smiley.
Für uns ist es eigentlich unvorstellbar, daß der Strom ausfällt und längere Zeit weg ist. Aber anscheinend müssen wir uns auch daran gewöhnen. Anscheinend auch in der Landeshauptstadt und den ihm umgebenden Landkreis.

Noch was zum Aquastop: Das heisst dann aber auch, wenn Sie den nachrüsten, daß Sie bei Stromausfall gar kein Wasser im Hause haben. Nur dass Sie nicht sagen, daß hat ihnen keiner gesagt.
Und das passt halt auch nicht zur ADV, zur "allgemeinen deutschen Vollkaskomentalität".

mfG Michael
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 02.05.2012 09:46:18
1711184
Ich freue mich, wenn Sie mir helfen möchten. Hatte nur bislang nicht den Eindruck. Sorry, falls ich Sie missverstanden haben sollte.

Mein Installateur wurde nur für den Einbau beauftragt. Material und Beratung liefen nicht über ihn, Preise haben bei den anderen einfach nicht gestimmt. Vermutlich würden Sie das jetzt als kompliziert betrachten, ist es für mich aber nicht wirklich.
Abgesehen davon ist das Gerät ja in einem Zustand, den der Hersteller dafür vorgesehen hat, und fehlerfrei eingebaut.
Sprich: Ich habe eine Rechnung für den Einbau und eine gesonderte Rechnung für die Anlage.

Mir geht es um den - in meinen Augen - Konstruktionsfehler der Anlage, der in keinem offiziellen Dokument verzeichnet ist und den, da bin ich mir sicher, auch viele der SHK-Partner nicht kennen, vielleicht weil er eher selten vorkommt. Bei mir hat einmal gereicht, um (zum Glück nur beinahe) den Keller zu fluten.

Die Bedingungen VOR dem Einbau der Anlage waren genau so, wie Sie das wiedergeben. Es war eine permanente Versorgung sicher gestellt, die Elektroinstallation war intakt.
Abgesehen davon können Sie doch einen Kunden nicht auf diese Art und Weise ins Verderben laufen lassen. Kuck, war kein Strom da, Keller voll, Pech gehabt, geh zum Stromversorger. Geht gar nicht, sorry.

Nochmal, es geht für mich schlicht und einfach darum: Offensichtlich ist diese Anlage aus genannten Gründen nicht für den Einbau über eine Hebeanlage geeignet. Zumindest ist zwingend der Einbau eines Aqa-Stops notwendig. Wir können ja mal eine Umfrage starten, wievielen Besitzern dieser Anlage in diesem Forum dieser Sachverhalt bekannt war VOR dem Kauf der Anlage. Wahrscheinlich kennen dieses Problem sogar nur die wenigsten Installateure. Wäre ja auch ein schlechtes Verkaufsargument für die Aqa Perla.

Versuchen Sie mich doch auch zu verstehen. Ich fühle mich schlicht und einfach getäuscht. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich für ein Modell eines anderen Herstellers entschieden, das in der Lage ist, das Wasser selbst auf Kanalhöhe zu pumpen. Und ich empfinde es als nicht rechtens, für dieses Informationsdefizit nochmals über 500 € + jährl. Wartung zu bezahlen. Und was BWT für eine Wartung verlangt, muss ich hier gar nicht erwähnen.
Verfasser:
Gandalf der Weise
Zeit: 02.05.2012 10:02:45
1711190
Guten Tag!

Zitat von LeRainier Beitrag anzeigen
Versuchen Sie mich doch auch zu verstehen. Ich fühle mich schlicht und einfach getäuscht. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich für ein Modell eines anderen Herstellers entschieden, das in der Lage ist, das Wasser selbst auf Kanalhöhe zu pumpen. Und ich empfinde es als nicht rechtens, für dieses Informationsdefizit nochmals über 500 € + jährl. Wartung zu bezahlen. Und was BWT für eine Wartung verlangt, muss ich hier gar nicht erwähnen.


Ist das denn tatsächlich so? Wurde die Enthärtungsanlage explizit für diese Einbausituation bestellt und fehlte dennoch der Hinweis? Oder wurde eine Enthärtungsanlage gekauft und von jemand anderem, der die Details dieser Anlage und der vorhandenen Installation nicht kannte, eingebaut?

Nur im ersten Fall wäre die oben genannte Einschätzung nachvollziehbar. Ansonsten ist es offensichtlich doch problematisch, so ein Projekt selbst zusammenzustückeln, denn in diesem Fall haftet man selbst für einen derartigen Fehler. Und nach den Angaben im Thread sieht das doch eher so aus.

Gandalf der Weise
Verfasser:
LeRainier
Zeit: 02.05.2012 10:17:27
1711192
Ich hatte abgesehen von meinem Installateur, laut Homepage auch ein BWT-Partner im Übrigen, zwei Leute hier. Einen weiteren von BWT, einen von Judo. Beide hatten gegen eine Spülwasserentsorgung über die Hebeanlage nichts einzuwenden, keiner erwähnte die Notwendigkeit eines Aqa-Stops. Zusätzlich hatte ich noch ein Beratungsgespräch mit dem BWT-Kundendienst am Telefon, auch hier kein Hinweis dazu. Und ich habe mich - glauben Sie mir das - ewig lange eingelesen, ebenfalls kein Hinweis: Hebeanlage >> Wasserstop.
Verfasser:
Gustaffson
Zeit: 02.05.2012 10:47:31
1711201
Hallo,

es ist doch ganz einfach.
Eine Anlage, die ans Trinkwassernetz angeschlossen werden darf, muss betriebssicher sein. Ist sie das nicht, hat sie einen Konstruktionsfehler. Und eine Anlage, die bei Stromausfall den Keller fluten kann, ist nicht betriebssicher. Auch im Betrieb ohne Hebeanlage ist es ein Unding, dass bei einem mehrstündigen Stromausfall eventuell Unmengen Wasser einfach in die Kanalisation fließen können.
Ein Hinweis in der Bedienungsanleitung, dass immer Strom vorhanden sein muss, ändert daran gar nichts, weil es weltfremd ist, so etwas vorzuschreiben und vom Betreiber gar nicht gewährleistet werden kann.

Man stelle sich eine Spülmaschine oder Waschmaschine vor, die bei Stromausfall das Wasser nicht abstellt. Kein Mensch würde so etwas akzeptieren. Noch interessanter wäre eine Gasheizung die bei Stromausfall die Gaszufuhr nicht abstellt.

Wenn es lustig wäre, könnte man sich ja über die Versuche einiger "Fachleute" solche Mängel schönzureden noch amüsieren.

Zu einer Wasserstopvorrichtung, die bei Stromausfall das komplette Haus von der Wasserzufuhr trennt möchte ich mich hier nur so weit äußern, dass jemand der so etwas verbricht, gelinde ausgedrückt, nicht so richtig verstanden hat, worums geht. In der Betriebsanleitung steht dann wohl, dass der Betrieb nur zulässig ist, wenn gleichzeitig noch eine Campingtoilette vorhanden ist.

Im Übrigen gratuliere ich manchen Forenteilnehmern hier, dass es in ihrem Umfeld keine abgebrannten Trafohäuschen gibt, keine Bagger, die Stromleitungen abreißen und keine Lastwagenfahrer, die Stromverteilerkästen in Wohngebieten umfahren (Die CSU in Alleinherrschaft würde so etwas sicher verbieten).

Viele Grüße