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Haustechnikforum
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Thema: KWL Anlage in bestehendes 2 Familienhaus einbauen
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KWL Anlage in bestehendes 2 Familienhaus einbauen
Verfasser:
Julitschka
Zeit: 25.04.2012 20:41:53
1708790
Guten Abend,

wir planen gerade die energetische Sanierung unseres 2 Familienhauses.

Wir haben 2 Etagen plus einen ausgebauten Spitzboden und einen Keller.
Insgesamt beträgt die Wohnfläche ca 200 qm.

Wir wollen in jedem Fall eine KWL Anlage mit Wärmerückgewinnung einbauen und tendieren zu einer (bzw. ggf. 2) zentralen Anlagen.

Nun meine erste Frage: Da alle Räume vom Flur aus zugänglich sind, wäre es möglich nur die Flurdecke abzuhängen und die Auslässe der Lüftungsanlage durch die obere Wand in die Räume zu legen?

Ist es sinnvoll eine Anlage für beide Wohnungen einzubauen oder baut man besser 2 getrennte Anlagen ein? Zu beachten wäre noch, dass in der unteren Wohnung ein Kachelofen existiert. Hier brauchen wir dann sicher eine Abschaltautomatik für die Lüftungsanlage oder?

Und zu guter letzt: Welche Anlagen sind empfehlenswert zum nachträglichen Einbau? Falls das interessant ist: Wir haben eine Heizungs und Solaranlage der Firma Viessmann (Vitoladens 300).

Vielen Dank für euer Input

Julitschka
Verfasser:
loeti-new
Zeit: 26.04.2012 13:16:21
1709072
"Da alle Räume vom Flur aus zugänglich sind, wäre es möglich nur die Flurdecke abzuhängen und die Auslässe der Lüftungsanlage durch die obere Wand in die Räume zu legen?"

Ja, es gibt von einigen Herstellern sogar extra Anlagen zur "unter Decken Montage".

"Ist es sinnvoll eine Anlage für beide Wohnungen einzubauen oder baut man besser 2 getrennte Anlagen ein?"

Zwei getrennte Anlagen sind besser da die Parteien sich dann nicht gegenseitig beeinflussen und sich auch nicht hören können.

Grüße Löti
Verfasser:
isesari
Zeit: 26.04.2012 14:21:24
1709101
ich stelle mir bei einer gemeinsam genutzten anlage die abrechnung auch etwas schwierig vor, das klappt innerhalb der familie nicht immer und bei vermieteten wohnungen erst recht nicht.
Verfasser:
Julitschka
Zeit: 26.04.2012 14:54:00
1709118
Danke schonmal für den Input.

Das waren auch meine Gedanken und bestätigt uns. Die Abrechnung wäre kein Problem. Es ist mein Elternhaus und in der unteren Wohnung leben meine Eltern. Die Kosten würden bei einer gemeinsamen Anlage (genau wie momentan die Ölkosten) geteilt (das klappt seit 15 Jahren hervorragend und ohne Stress).

Ich denke aber wegen des Ofens meiner Eltern wären 2 getrennte Anlagen auch besser oder? Denn sonst müsste unsere Anlage ja immer mitabgeschaltet werden wenn unten der Ofen an ist.

Loeti-new: Für die Anlagen selber wäre von der unteren Wohnung aus in der Garage Platz (die grenzt an den Flur) und von der oberen Wohnung im ausgebauten Spitzboden (2 Räume, einmal Abstellraum und einmal Spielzimmer). Die Rohre könnten dann im Prinzip durch die abgehängte Flurdecke verlaufen und von da aus in die Räume gehen.

Also ist die Vorstellung nur die Flurdecke abzuhängen (und ggf. im Bad noch für die Abluft) garnicht so unrealistisch?
Verfasser:
loeti-new
Zeit: 26.04.2012 21:55:54
1709264
"Also ist die Vorstellung nur die Flurdecke abzuhängen (und ggf. im Bad noch für die Abluft) garnicht so unrealistisch?"

Das ist die Standartmethode bei Bestandsbauten. Spitzboden ist aber nicht so gut wegen der Frostgefahr. Zusätzlich: Abluft in Bad und Küche.

Grüße Löti
Verfasser:
Julitschka
Zeit: 26.04.2012 22:29:04
1709273
Oh, da sehe ich grade deine Antwort.

Der Spitzboden wird durch die Dachsanierung komplett gedämmt und wird wohnraumtauglich ausgebaut (ein Wohnraum, ein Abstellraum aber beides komplett gedämmt). Also keinerlei Frostgefahr.

Ich las auf mehreren Seiten, dass man beim nachträglichen Einbau einer zentralen Anlage bereit sein müsse die Decken abzuhängen. Da dachte ich als Laie zunächst, dass das Abhängen aller Decken erforderlich sei und das fände ich bei einer Raumhöhe von 2,50 m nicht wirklich praktikabel. Die Flur und Baddecke (und in der Küche wegen mir ein Kanal oder wie auch immer das dann realisierbar ist) sind aber durchaus zu verschmerzen.

Danke dir.
Verfasser:
Jens42
Zeit: 27.04.2012 09:10:23
1709359
Wir haben das bei uns im RMH anders gemacht: Aggregat ist im Spitzboden (Dach ist ausgebaut, also ganz oben die Spitze meine ich ;-)) und die Lüftungsrohre gehen zunächst zwischen oder im Flur unter den Sparren in den Drempel und von dort gehts direkt ins erste 1.OG bzw. parallel zum Kamin oder in den Zimmerecken nach unten ins EG. Die Energieberaterin wollte auch alles mit abgehängten Decken etc. machen, wäre ein ziemlicher Krampf geworden ... Die Idee mit der senkrechten Führung kam dann zum Glück vom Heizungs- und Lüftungsbauer, der uns auch im Bad bei der WW Zentralisierung überflüssige Arbeit erspart hat ...
Verfasser:
Julitschka
Zeit: 14.05.2012 11:11:32
1716002
Da bin ich wieder.

Wir haben uns nun doch für eine einzige Anlage für das gesamte Haus entschieden (wir werden in den nächsten 20-30 Jahren eh in keinem Fall vermieten). Es wird wohl die Zehnder Comfoair 550 werden. Die Firma Zehnder erstellt da bereits ein Konzept für unser Haus.

Was wir jetzt noch klären müssen ist, ob wir eine Feuchterückgewinnung wollen oder nicht. Wo liegen die Vor- und Nachteile?

Kann mir dazu jemand helfen?
Verfasser:
totto
Zeit: 15.05.2012 11:39:38
1716414
Vorteil ist, dass Du im Winter keine trockene Luft hast - wer hätte das gedacht ;-)
Nachteil sind die höheren Kosten.

Wir haben keine WRG und selbst bei niedrigen LW von ca. 0.3 geht die Luftfeuchtigkeit im Winter regelmäßig unter 30%. Insofern würde ich die FRG empfehlen.