|
|
|
|
Zeit:
09.05.2012 21:21:12
|
Ich gebe zu, ich bin kein Finanzwirt. Ich setze Kapital ein, das mir gehört. Ich muss da nichts refinanzieren. Das Kapital wird in einen Sachwert gewandelt. Somit habe ich die Rendite von Anfang an.
Gruß Steffen
|
|
|
Zeit:
09.05.2012 21:50:05
|
Zitat von nofuel  Zitat von Jojo_  [...] Hallo Jojo, in unserem Falle wäre elektrisch erhitztes Wasser nicht teurer als per Öl. Klingt unglaublich, is aber so. Aufgrund baulicher Gegebenheiten (Hütte 40 Jahre alt, 20m lang, lange WW-Leitungen und Zirkulationsleitungen, Energie war damals billig)[...] Hallo, soll es denn tatsächlich sinnvoll sein, Dachfläche mit PV (Wirkungsgrad unter 20%) zuzupflastern, nur um damit Strom für die Warmwasserbereitung zu gewinnen, was man auch mit ST (Wirkungsgrad 80%) viel besser kann? Oder sollte man dann nicht lieber einen Teil der Dachfläche für ST verwenden? Ich frage mich immernoch, wie man das mit dem Verheizen des PV-Stromes zur WW-Bereitung umsetzen kann. Prinzipiell soll ja nur dann WW über den PV-Strom bereitet werden, wenn die 20% Eigenverbrauch nicht anderweitig abgenommen werden. Hätte man andere Verbraucher laufen, sollen die natürlich vorrangig versorgt werden. Das, was dann noch übrig ist bis 20% soll dann eben in einen Heizstab gehen. Wie könnte man das regeln? Grüße, Jojo_
|
|
|
Zeit:
09.05.2012 22:05:10
|
Moin, Zitat von Jojo_  ... was man auch mit ST (Wirkungsgrad 80%) viel besser kann?... ich habe durchaus überhaupt nichts gegen ST-Nutzung. Aber wie kommst Du auf einen ST-WG von 80% (Speicherverluste außen vor gelassen) bei einer durchschnittlichen ST-Anlage? Ich würde eher von 50-60% WG ausgehen. Dann kommen noch die Speicher-Verluste dazu... :-( Grüße Michael
|
|
|
Zeit:
09.05.2012 22:06:29
|
Zitat von bando  Zitat von Jojo_  [...] Ich rechne da etwas einfacher: Ich hatte die Möglichkeit ein paar PV-Module zu installieren. Die Frage war nicht, wie groß kann die werden, sondern was ist für mich am sinnvollsten. Es ist eine 2,22 kWp-Anlage geworden, alles in allem für ca. 4700 € (Montage 06/2011). Das ergibt[...] Hallo Steffen, wenn man einen Kredit aufnimmt und das Geld dann in PV steckt, ist das ebenso eine Investition in einen Sachwert. Der Kredit ist in 10 Jahren aufgrund der Inflation ggf. nichts mehr Wert, also auch entsprechend leicht abzuzahlen. Ich bestreite ja nicht, dass Investitionen in Sachwerte nicht sinnvoll sind. Bei der PV hingegen halte ich es für wenig sinnvoll. Der Grund ist unsere Steuergesetzgebung. Du hättest Deine 5 KEUR besser in einen anderen Sachwert investieren können und die PV vollständig aus einem Kredit. Die Kreditzinsen kannst Du bei PV nämlich steuerlich absetzen, was Du mit der Finanzierung einer anderen Geldanlage ggf. nicht kannst. Grüße, Jojo_
|
|
|
Zeit:
09.05.2012 22:13:55
|
Zitat von kd-schrauber  Moin, Zitat von Jojo_  [...] ich habe durchaus überhaupt nichts gegen ST-Nutzung. Aber wie kommst Du auf einen ST-WG von 80% (Speicherverluste außen vor gelassen) bei einer durchschnittlichen ST-Anlage? Ich würde eher von 50-60% WG ausgehen. Dann kommen noch die Speicher-Verluste dazu...[...] Hallo Michael, mir schwebt die Zahl von 80% rein für die Kollektoren im Kopf herum. Natürlich schaffe ich es nocht, 80% der eingestrahlten Energie in einen Wasserspeicher zu bringen. Es gibt ja noch die Pumpen, Leitungsverluste etc. Aber sowas gibt es auch bei PV im Bereich der Wechselrichter. Wie auch immer, es sollte doch ziemlich klar sein, dass man mit dem Hauptziel der Warmwasserbereitung besser ST aufs Dach setzt als PV, mit der ein Heizstab betrieben wird. Und um diesen Fall ging es im beschriebenen Haus, nämlich um den großen Warmwasserbedarf und die Verluste. Grüße, Jojo_
|
|
|
Zeit:
09.05.2012 22:18:49
|
Zitat von Jojo_  Zitat von bando  [...] Du hättest Deine 5 KEUR besser in einen anderen Sachwert investieren können und die PV vollständig aus einem Kredit.[...] Ja, hätte ich. Wird aber schwer, etwas vergleichbar rentables zu finden. Gott sei dank sind Menschen unterschiedlich... Gruß Steffen
|
|
|
Zeit:
09.05.2012 22:21:16
|
Zitat von bando  Somit habe ich die Rendite von Anfang an.
nö das stimmt so nicht. Rendite ist der Gewinn welche die Anlage abwirft. Macht sie aber die ersten Jahre nicht. Das eingesetzte Kapital ist erstmal weg. Brauchst erstmal neun Jahre um den Verlust ( das eingesetzte Kapital) wieder zu erwirtschaften oder zurückzubekommen. Nach dem 9. Jahr macht die anlage erst Gewinn, die 12% prozent etwa.
|
|
|
Zeit:
09.05.2012 22:35:29
|
Ob ich nun eine PV baue oder was weiß ich für eine Investition in ein Sachprodukt tätige, mein Kapital ist erstmal weg. Bei PV erwirtschaftet es aber etwas.
Wir schweifen hier zu sehr ab, das Thema ist Eigenbverbrauch. Und da sind wir uns wohl alle einig, dass da noch erheblicher Nachholbedarf besteht um die erzeugte Energie sinnvoll zu nutzen.
Gruß Steffen
|
|
|
Zeit:
09.05.2012 22:41:54
|
Zitat von Expert35  Zitat von bando  [...] nö das stimmt so nicht. Rendite ist der Gewinn welche die Anlage abwirft. Macht sie aber die ersten Jahre nicht. Das eingesetzte Kapital ist erstmal weg. Brauchst erstmal neun Jahre um den Verlust ( das eingesetzte Kapital) wieder zu erwirtschaften oder zurückzubekommen. Nach[...] Das eingesetzte Kapital ist auch nur Papier. Es ist nicht weg, sondern in einem Sachwert umgewandelt auf deinem Dach liegend. Dieser Sachwert arbeitet Dir die Rendite heraus. Gruß, Thomas
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 07:55:45
|
Gleich,ob ich Eigen- oder Fremdkapital einsetze,der Berechnungsmodus der Rendite ist gänzlich anders,als hier von euch zusammengereimt wird.
MfG
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 09:18:25
|
|
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 09:42:36
|
@Jojo: Wir haben keinen hohen WW-Bedarf! Das ist es ja gerade. Trotzdem verbrennen wir täglich 1 Liter Öl dafür. Das geht mir gegen den Strich und ist sogar teurer als wenn ich das mit Strom mache! Der große Vorteil ist hier nämlich die dezentrale WW-Erwärmung (keine Verluste durch Zirkualtion und lange Leitungen) und annähernd 100% Wirkungsgrad bei der Erwärmung.
Zum Rendite-Thema:
Es stimmt einfach nicht, dass die Rendite erst eingefahren wird, wenn sich die Anlage amortisiert hat. Die PV-Anlage (Sachwert) auf dem Dach hat nach der Amortisation ihren Wert behalten (Laufzeit ca. 30 Jahre) ... und bei drohender Inflation sogar erhöht.
Und bei der Finanzierung (20 Jahre) ist doch die monatliche Rate niedriger als der monatliche Ertrag, der vom Dach kommt! 10Tausend Euro Kredit kosten z.Zt. bei 20 Jahren Laufzeit monatlich ca. 60.-Euro! Eine 5kwp-Anlage sollte doch locker 720.-Euro jährlich erwirtschaften!?
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 10:00:50
|
Eine elektrisch elektronische Steuertechnik bezahlen zu müssen, um als Rückschritt nur noch zu festgelegten Zeiten waschen oder duschen zu können kann kein Fortschritt und höherer Wohnkomfort sein.
Das ist eher ein Schritt zurück in die Nachkriegszeit (Sa Badetag)
Bei einem Eigenanteil von 20% von 10 MWh liegt man in dem Bereich des Jahresverbrauches eines 2-3 Personen Haushaltes mit ca. 2500 kWh/a, wenn dieser schon halbwegs stromsparend optimiert wurde.
Es würde also nur Sinn machen, soviel wie möglich über Heizanteil durch Split-WP und/oder BW-WP sicher zu verbraten.
Oder haltet ihr es für ökologisch und volkswirtschaftlich, mit dem schlechtem Wirkungsgrad von PV Strom zu produzieren, um diesen dann mittel E-Heizstab irgendwo zu vernichten ?
Wenn das das Ziel des EEG sein soll ????
Gruß JoRy
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 10:28:59
|
Jeder so wie er`s nach seinem Verständnis interpretiert.
Großverbraucher wie E-Herd,Geschirrspüler,WM,Trockner um die Mittags-Nachmittagszeit zu nutzen ist keine Nachkriegszeit.Sowas pendelt sich als PV-Betreiber automatisch ein, auch ohne Steuerungsaufwand und Stress.Es gibt auch Zeit-Vorwahlprogramme in GSpüler usw. Der Rest wird eben so oder so(das ganze Jahr/ 20Jahre lang) vergütet.Egal wie man seine Anlage auf Eigenstrombetrieb optimiert hat oder das Nutzerverhalten(ganzen Tag aus dem Haus) sich ergibt.
Die nun mehr ausgedehnte Gesprächsrunde zeigt nur Optimierungsvorschläge für "Optimierungsfreaks" @ Eigenstromnutzung auf, was Steuerung der WR und sep. Steuerungselektronik anbelangt.
Das Geld ist jedenfalls sinnvoller angelegt, als in einen "Notkauf Heizungsanlage xyz" für 10000...15000 Ocken,obwohl die alte Heizungsanlage noch vollkommen intakt ist und sich noch gar nicht armortisiert hat. Ist hier immer wieder zu lesen, wo User 5..10...15jähr. Heizungsanlagen zum Plaisir "rauswerfen".
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 10:29:19
|
Hallo JoRy
Du kannst doch den Wirkungsgrad einer PV Anlage nicht mit einem Herkömmlichen Kraftwerk vergleichen.
Bei PV bzw Windrad kostet die eingesetzte Energie nichts. Bei einem Kraftwerk kostet dere eingesetzte energieträger und wird mit einem Wirkungsgrad umgewandelt. dabei ist die eingesetzte Menge Energieträger zu bezahlen.
Bei PV und Wind kostet nur der Energieumwandler Geld und ev. noch die Wartung.
Außerdem wird es solange es die Ede gibt "Sommer und Winter Frost und Hitze Tag und Nacht" geben.
Bei FossilenEnergieträgern ist das wahrscheinlich nicht deer Fall. Desshalb finde ich es müsig sich um Wirkungsgrade bei Sonne und Wind zu streiten.
Ich habe mich gestern mit jemanden der sich in der Materie auskent über die Stromspeicherung unterhalten. Der hat mir gesagt daß es schon Wechselrichter gibt die direkt mit Gleichstrom die Accus laden und auch beim entladen der Strom über den Wechselrichter ins netz eingespeist wird.
Somit werden Verluste durch das umwandeln veringert. Bisher ist es nämlich so daß der Strom aus dem Wechselrichter vor dem Accu wieder auf Gleichstrom Umgewandelt wird.
Gruß Django
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 11:09:48
|
Zur EEG-Eigenverbrauchs-Kritik:Man sollte sich nicht nur selbst betrachten, dann hat man nämlich das EEG nicht verstanden. Außerdem verbraucht Lieschen Müller,Willi Meyer usw euern nicht selbst genutzen Strom im lokalen Netz.
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 11:36:48
|
Zitat von Monti111  Zur EEG-Eigenverbrauchs-Kritik:Man sollte sich nicht nur selbst betrachten, dann hat man nämlich das EEG nicht verstanden. Außerdem verbraucht Lieschen Müller,Willi Meyer usw euern nicht selbst genutzen Strom im lokalen Netz. Man sollte eben nicht nur BY und BW betrachten, sondern ganz D! Kraftwerkskarte von DeutschlandSobald die Roten Punkte auf der Karte ausgeknipst werden, wird es da im Süden etwas Dunkel. Unser NB muss schon EEG-Strom teilweise ins übergeordnete Netz rückspeisen. E.S.
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 12:01:06
|
Das die Politik den Netzausbau nicht vorantreibt, dafür können die PV-Betreiber u. Forenuser nichts.
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 13:43:57
|
Zitat von Monti111  Das die Politik den Netzausbau nicht vorantreibt, dafür können die PV-Betreiber u. Forenuser nichts. Aha? der PV-Kraftwerksbetreiber baut ein großes Kraftwerk und für den Transport des Stromes ist er nicht zuständig. Kann ja auch einfach mal ein Dorf in die Wüste bauen und das Wasser" I dont now". Nix gegen regenerative Energie, aber wie das in D abläuft-nur politisch motiviert- wird das nichts! Das Dunkel sehen kommt noch, spätestens in paar Jahren. E.S.
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 14:09:54
|
Das Thema hatten wir doch schon hier x mal. Politisch motiviert ist falsch. Sondern G4-Interessen manipuliert. Die dicken Golfer von den Energiekonzernen interessiert nur, dass sie noch dicker werden.In Brasilien hat unser Geld nix verloren.
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 14:28:57
|
Hallo,
noch haben wir größtenteils Marktwirtschaft! Ich würde auch nicht in neue konventionelle Kraftwerke investieren, wenn ich sie nur als „Lückenbüßer“ für erneuerbare betreiben kann. Kann es sein das solche „Investoren“ genau wie die meisten Solarfreunde auch auf die Rendite schauen? Die „Politik“ wird keine Kraftwerke und auch keine Netze ausbauen! So wie es jetzt läuft ist der Crash vorprogrammiert. Die „Industrie“ investiert unter diesen Bedingungen nicht und die „Erneuerbaren“ erwarten auch im Winter jederzeit Versorgungssicherheit. Strom im Sommer stark subventioniert einspeisen und im Winter billiger beziehen. Das Geschäftsmodell ist zum scheitern verurteilt!
Gruß Bernhard
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 14:36:22
|
Hallo Bernhard,
"Strom im Sommer stark subventioniert einspeisen und im Winter billiger beziehen. Das Geschäftsmodell ist zum scheitern verurteilt!"
Nicht unbedingt. In unserer Region gibt es eine Zuckerfabrik, die arbeitet nur einige Wochen im Jahr, wenn die Zuckerrüben angeliefert werden. Den Rest des Jahres wird gewartet.
Alles eine Frage der Rahmenbedingungen. Aber die muss hier die Politik setzen.
Gruss
winni
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 15:21:49
|
Hallo winni,
deine Zuckerfabrik muss aber in der Rübensaison ihre Rendite erwirtschaften sonst baut sie auch keiner. Die Rübensaison ist planbar.
Wenn ein Kraftwerk auf „Abruf“ bereitstehen muss, aber größtenteils nichts produziert außer Kosten, muss in der kurzen Zeit in der es mal läuft alles wieder erwirtschaftet werden, das geht nur über den Strompreis. Wer soll das bezahlen?
Gruß Bernhard
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 15:45:08
|
Na wir! Wir zahlen doch alles. :-))
An Saisonkraftwerken wird wohl kein Weg vorbei- führen, es sei denn wir kämen zu einem globalen Stromnetz...
Gruss
winni
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 15:55:50
|
Hallo cops
Du musst Dich schon entscheiden wer was macht.
Investoren wollen Gewinn es haben aber jede menger Investore n in Solar und Windparks Investiert. Deine Investoren sind wohl die bisherigen großen 4 und die haben die Zeichen der Zeit verschlafen weil sie dachten, daß es Ohne Atomstrom in den nächsten XJ<yahren nicht gehen würde. Bisher habe ich noch nicht gehört, daß Japan in die Steinzeit verfallen wäre obwphl zur Zeit kein AKW am Netz ist sondern noch Strom aus nicht atomarer Produktion zur Kühlung benötigt.
Die Industrie investiert in Erneuerbare. und wenn es sich rechnet verbrauchen die ihren PV-Strom tagsüber selbst. Oder wie bei uns in der Nähe hat eine Kunststoffverarbeitende firma eine eigene große Biogasanlage für die eigene wärme und Stgromgebaut. Die Industrie hat die Zeichen schon erkannt.
Du meinst mit Indusgtrie wieder die bisherigen großen Energieerzeuger die geschlafen haben und ihren überdurchschnittlichen Gewinnen nachweinen.Die sie auf unsere Kosten erwirtschaftet haben indem Sie das Geld das sie eigentlich schon einige Jahre in den Netzausbau investieren gemust hätten indunkle Kanäle verbuchtg haben.
Und wenn du den gesamt EEG Strom betrachtest so ist Wind mit 9 ct. doch wirklich nicht hochsubventioniert. Alle reden nur von den PV Vedrgütungen die es am Anfang gab. Es stand jedem frei damals zu Investieren. Wer aber zu seinem Gürtel noch Hosenträger anzieht muss mit dem zufrieden sein was schon immer so gemacht wurde und desshalb auch die nächsten hndert Jahre so gemacht wird weil es kann ja nicht falsch sein.
Gruß Django
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 16:36:01
|
Hallo,
da es ja wieder zurück gehen soll zur Ausgangsfrage hätte ich dazu noch einen Vorschlag bzw. eine Frsge zur Realisierung.
Wir würde eigentlich der Eigenverbrauch bei einem Mehrfamilienhaus mit mehreren Stromzählern aussehen? Würde dann ein großer Stromzähler installiert, um den gesamten Strombezug aller Wohneinheiten zu erfassen und damit dann den PV-Strom zu vergleichen? Soweit ich weiss ist eine Unterverteilung des Stromes an Mieter nicht zulässig, die müssen schon alle einen eigenen Stromzähler beim EVU angemeldet haben, wenn der Strom nach Verbrauch erfasst und abgerechnet wird.
Oder wird eine Wohnung als Referenzwohnung herausgeguckt und dafür gilt dann die Eigenverbrauchsregelung?
Denn prinzipiell sollte es bei Anschluss mehrerer Wohneinheiten auch an entsprechend größere PV-Anlagen einfacher sein, den Eigenverbrauch zu erreichen. Bei Reihenhäusern könnte man z.B. eine große Anlage über alle Dächer bauen, die allen anteilig gehört. Oder eben in Mehrfamilienhäusern. Bisher haben wir immer nur über das klassische EFH gesprochen.
Grüße,
Jojo_
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 16:44:30
|
Tja, das ist mal eine echt gute Frage, die ich mir auch gestellt habe.
Diesen "Eigenanteil" bzw. nicht vergüteteten Anteil sollst Du selbst "vermarkten". Keine Ahnung, wie das praktisch aussehen soll?
Eigenverbrauch durch Mieter gibt es nicht.
Bei Verbrauch in der Haustechnik wirst Du wohl auf die selben Abrechnungsprobleme stossen, wie bei thermischer Solarenergie?
Wird wohl darauf hinauslaufen, das der örtliche Versorger die kWh geschenkt bekommt?
Gruss
winni
|
|
|
Zeit:
10.05.2012 17:53:37
|
Zitat von winni 2  Tja, das ist mal eine echt gute Frage, die ich mir auch gestellt habe. Das Problem ist ohne Gruppenzähler (für das gesamte Haus) nicht lösbar. Ganz einfacher Grund: Wenn du eine Einspeisevergütung begehrst, musst du nachweisen, das dieser Strom aus Fotovoltaik stammen muss. Das ist im Einfamilienhaus kein Problem. Hast du aber mehrere Einspeisepunkte (also die Übergabestellen des EVU an die einzelnen Mieter) neben dem Einspeisepunkt Fotovoltaik miteinander verbunden, so ist dieser Nachweis für den Rückfluss nicht mehr möglich. Viele Grüße Dominik
|
|
|
Zeit:
11.05.2012 11:47:03
|
Zitat von winni 2  Diesen "Eigenanteil" bzw. nicht vergüteteten Anteil sollst Du selbst "vermarkten". Keine Ahnung, wie das praktisch aussehen soll?
Eigenverbrauch durch Mieter gibt es nicht. In eine MF-Hausinstallation ist einwandfreie Erfassung von parallelen PV-Eigenverbrauch der einzelne Partaien ab eine PVA nur mit sehr hohem Aufwand möglich: überall muss neben EVU-zweiwege-Hauptzähler ein PV-Bezugszähler installiert sein... das Abrechnungmodus ist entsprechend aufwendig, direkte Einspeise-/Verbrauchablesung an einzelnenen Zähler nicht möglich (darum wahrscheinlich werden auch nie freigegeben)... ...seit den, man liefert PV-Strom auf eine "Insel-Steckdose" in jede Wohnung die über jeweils eigene PV-Zähler versorgt werden und auch ggü. Fiskus (USt.) direkt abrechenbar sind... Hier vermute ich bald ein blühende "PV-Strom Schwarz-Markt": wer soll in einem MFH/RH kontrollieren ob ich an "Freunde oder Verwandte" etwas von meinem PV-Eigenverbrauch abgebe - besonders wenn ich meine Anlage als NUR Eigenversorgung (ohne Einspeisung, ggf. mit Stromakkus...) konzipiere. Wie lange so was "gut" gehen kann ist andere Frage - wenn man an Neid der Mitmenschen und mögliche Nachbarstreitigkeiten denkt... Allerdings, soll dabei zu einem Strom-Unfall kommen wird es für "schwarz Netzbetreiber" (ggf. sogar Bastler ohne Fachkenntnisse) sicher nicht sehr angenehm... Aber, wie sonst könnte die "Eigenvermarktung" funktionieren? Vielleicht, man sucht sich ein weitere EVU das meine "Überproduktion" abkauft und so ich nach wie vor 100% einspeisen kann? mfg Veco aus VS
|