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Zeit:
09.05.2012 10:36:31
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Hallo, durch Zufall bin ich wieder auf das Thema Legionellen aufmerksam geworden. Bislang habe ich mir keine großen Gedanken gemacht, weil ich mal gelesen habe im EFH sei das normalerweise kein Thema.
Ich kann derzeit aber nicht einschätzen, wie hoch das Risiko ist, dass Legionellen bei uns zum Problem werden.
Wir haben ein EFH und sind derzeit zu Zweit. Wir heizen mit einer Wärmepumpe und haben einen ca. 200 Liter WW-Speicher. Die Bäder liegen direkt über dem Technikraum, so dass die Wege relativ kurz sind (geschätzte 3m ins EG und 5m in DG). Lediglich die Küche liegt am anderen Ende, so dass wir hier eine etwa 10m lange Stichleitung haben. Wir haben eine Zirkulationspumpe und entsprechend auch Zirkulationsleitungen. Allerdings läuft die Pumpe nur bei Bedarf (Taster an den Entnahmestellen). Warmwasser bereiten wir einmal täglich. Max. wird auf 45 Grad geheizt. Warmes Wasser brauchen wir lediglich morgens zum Waschen und Duschen und gelegentlich nachmittags/abends zum spülen.
Zumindest von der Wassertemperatur sind das ja optimale Bedingungen für Legionellen. Ich kann aber nicht einschätzen, ob in Verbindung mit den sonst genannten Kriterien eine Gefährdung besteht.
Soweit ich mich erinnere bietet die WP einen Legionellenschutz (Alpha Innotec LWC-80 MI). Wie weit heizt er denn das Brauchwasser auf? Bringt das was? Denn es wird ja lediglich der WW-Speicher aufgeheizt und nicht das Wasser in den Leitungen.
Kann jemand einschätzen, welche Leistung diese Schaltung benötigt?
Wenn diese Schaltung nichts bringt, was kann man sonst tun (was auch noch ökonomisch sinnvoll ist), um eine Gefährdung zu vermeiden?
-- Ciao Stephan...
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Zeit:
09.05.2012 10:55:13
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Wenn du Bedenken hast, kannst du ja in regelmässigen und sinnvollen Abständen auf Legionellen prüfen lassen, wie es inzwischen ja für größere Gebäude Pflicht ist. Denn mit rationellen Argumenten ist wenig geholfen, wenn du deswegen nachts nicht mehr schlafen könntest.
Oliver
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Zeit:
09.05.2012 11:39:14
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Zitat von OliverSo  Wenn du Bedenken hast, kannst du ja in regelmässigen und sinnvollen Abständen auf Legionellen prüfen lassen, wie es inzwischen ja für größere Gebäude Pflicht ist. Denn mit rationellen Argumenten ist wenig geholfen, wenn du deswegen nachts nicht mehr schlafen könntest. Oliver Nein, soweit geht das nicht. Dennoch bin ich am überlegen, ob ich mal eine Prüfung durchführen lassen soll. Die Frage ist aber jetzt schon: Was könnte ich tun, wenn wir ein Problem haben? Die Prüfung kostet ca. 60 EUR. Wenn eine wöchentliche "Dekontamination" ausreicht und die nur einen Euro kostet, kann ich mir die Prüfung auch sparen und gleich dekontaminieren. Was kostet es denn, die 200l auf 70 Grad aufzuheizen? (gehen 70 Grad überhaupt?). -- Ciao Stephan...
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Zeit:
09.05.2012 12:08:55
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Die Aussage Legionellen sind hier kein Thema ist total danaben!
Es werden alle Vorraussetzungen, welche Legionellen zum wachsen benötigen erfüllt.
45°C Warmwasser Einmalige Aufheizung am Tag Zirkulaitonsleitung die Bedarfsabhängig läuft
Auch wenn es unwahrscheinlich ist, das die Zahl der Legionellen über die Grenzwerte ansteigt, kann nur eine Wasserprobe aufschluss geben.
Gruß
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Zeit:
09.05.2012 12:30:32
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Die Temperaturen sind natürlich schon günstig für Legionellen. Man kann das Risiko aber reduzieren. Denn Legionellen werden abgetötet, wenn es zu heiss ist, wachsen aber auch schlecht bei Temperaturen unter 25°. In der Zirkulationsleitung sehe ich kein Problem. Wenn die nur einmal pro Tag läuft kühlt sich das Wasser dazwischen schnell wieder auf Raumtemperatur ab, also z.B. 21° - ungünstig für Legionellen. Außerdem wird das Wasser häufig ausgetauscht. Beim Speicher sieht es insofern ungünstiger aus, weil das Volumen für 2 Personen recht hoch ist. Es wäre eigentlich günstig, das gesamte WW jeden Tag aufzubrauchen. Dazu wäre es gut, wenn man den Speicher nicht mehr auf 45° aufheizt, sondern nur noch auf Duschtemperatur von 38-40°. Denn bei 45° wird gemischt, es wird weniger WW entnommen. Wenn man auf 38° aufheizt wird gar nicht mehr zugemischt, der Durchsatz durch den Speicher steigt. Dieser sollte immer nur morgens vor dem Duschen aufgeheizt werden, dann ist er nachher zumindest im größten Teil wieder kalt.
Schauen wir noch, was eine Desinfektion kostet. Für die braucht man 60°. Man würde dann mit der WP maximal vorheizen, hat dann z.B. 50° oben, 45° unten. Bei manchen Geräten auch mehr, sollte man bis zum Anschlag ausschöpfen. Wenn man 200 Liter auf 60° mit dem Heizstab nachheizen will kostet das 3 kWh Strom. Bei 70° wären es über 5, die sind aber nicht notwendig.
Würde vielleicht einen Kompromiss machen, wenn Bedenken bestehen. Speichertemperatur senken und Durchsatz erhöhen durch Absenkung der Solltemperatur. Desinfektion vielleicht mal alle 3 Monate oder auch jeden Monat. Würde dann auf 65° gehen und mit dieser Temperatur auch die Zirkulation laufen lassen und alle Hähne mal durchspülen. Dazu muß aber der Verbrühschutz deaktiviert werden, wenn das überhaupt geht. Mit abgesenkter Solltemperatur spart man übrigens so viel Strom ein, daß damit eine gelegentliche Desinfektion wieder kompensiert wird.
Wichtig: mach das manuell und schalte nachher den Heizstab wieder ab, sonst läuft die WW-Bereitung unbeabsichtigt zum großen Teil über den Heizstab. Also vorher Solltemperatur auf max. setzen und wenn der Speicher max. geladen ist kurz den Heizstab aktivieren. Nachher alles wieder auf Normalzustand.
Grüße Frank
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Zeit:
09.05.2012 13:08:34
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Hallo Stephan, es gibt da eine interessante Untersuchung von Mathys: bosyonline, mathysFazit, wie ich es verstanden habe: -Thermische Desinfektion erhöht eher die Legionellenzahl -Unterbrechung der Zirkulation hat keinen nachteiligen Effekt Gruss winni
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Zeit:
09.05.2012 14:34:27
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Zitat von winni 2  -Thermische Desinfektion erhöht eher die Legionellenzahl Immer genau lesen. Außerdem streiten die verschiedenen Sachverständigen über das Thema. Das trifft zu, wenn die thermische Desinfektionierung nicht fachgerecht durchgeführt wird. Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Brutstätten für Keime, Viren und Bakterien in Duschschläuchen und -Köpfe und in Perlatoren vorhanden sind, weil diese Stellen meistens nicht mit bzw. ausreichend lange erwärmt werden. Gruß Bruno Bosy
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Zeit:
09.05.2012 14:49:52
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Zitat von OldBo  Zitat von winni 2  [...] Immer genau lesen. Außerdem streiten die verschiedenen Sachverständigen über das Thema. Das trifft zu, wenn die thermische Desinfektionierung nicht fachgerecht durchgeführt wird. Untersuchungen haben ergeben, dass[...] Na, ja, es gibt da nicht so viel zu lesen.. :-) Bei der Graphik "Faktor temporäre Tememperaturanhebung" zeigt sich eine deutlich erhöhte Legionellenzahl in der Praxis. Ich würde das so interpretieren, das die thermische Desinfektion wohl oft misslingt und ins Gegenteil umschlägt. Gruss winni
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Zeit:
09.05.2012 16:31:45
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Zitat von OldBo  Außerdem streiten die verschiedenen Sachverständigen über das Thema. Ich denke, das ist eine vollständige Beschreibung der Situation. Oliver
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Zeit:
09.05.2012 18:50:37
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Zitat von OliverSo  Zitat von OldBo  [...] Ich denke, das ist eine vollständige Beschreibung der Situation. Oliver Tja Oliver, das ist dann immer davon abhängig, wer den Auftrag zu den Gutachten gibt und wie die Risikobereitschaft der jeweiligen Personen ist. Vielleicht spielt auch die praktische Erfahrung und das Alter der Personen eine Rolle. Bekanntlich soll es auch besonders bei älteren und/oder kranken Personen ein Thema sein. Aber es gibt eben Themen, bei denen man sich so verhält > Naja, das muss jeder für sich entscheiden. Ich/wir können nur informieren. Gruß Bruno
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