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Thema: Meinung der Fachmänner zur Heizung im haus
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Meinung der Fachmänner zur Heizung im haus
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 21.06.2012 11:12:20
1729537
@keine_ahnung

1994 galt imho die Wärmeschutzverordnung von 1982. Das ist im Vergleich zur Wärmeschutzverordnung von 1995 und erst recht im Vergleich zur aktuellen EnEV 2009 finsterste Steinzeit.

Und ja, bei reinen Mietobjekten wird sehr häufig lediglich der Mindeststandard verbaut, so nach dem Motto: "Zahlt ja eh der Mieter".

Die etwas niedrigeren Heizkosten für die vergangegen Saison (2011 / 2012) werden im Wesentlichen der milderen Witterung im Vergleich zur Heizsaison 2010 / 2011 geschuldet sein.

Wenn Dir die Nebenkosten und da insbesondere die Heizkosten in der aktuellen Wohnung zu hoch sind, hilft nur eins: Such Dir eine neue Wohnung!
Verfasser:
keine_ahnung
Zeit: 21.06.2012 15:52:52
1729626
"Such Dir eine neue Wohnung!"


Ja, ums bezahlen gehts mir net in 1. linie, das würde ich schon wuppen können. Ich habe mich blos zum ersten mal damit richtig auseinander gesetzt und war etwas schockiert, da der wert (kwh) auf dieser, scala grün bis rot, noch im grünen bereich war und das doch deutlich ältere häuser ohne sanierung einen niedrigeren wert haben.
Verfasser:
tsroh
Zeit: 21.06.2012 18:07:29
1729677
Kann man so nicht sagen.
Ein wesentlicher Faktor sind meiner Meinung nach die Bewohner selbst.
Mein Vater, mittlerweile in den späten 70'ern z.B. findet, daß die Heizung nur dann richtig funktioniert, wenn der HK bei Berührung richtig warm, besser noch schön heiss ist. Da muß man dann schon viel Überzeugungsarbeit leisten, um klar zu machen, daß auch mit niedrigeren Vorlauftemperaturen die nötige Raumtemperatur erreicht wird, trotz nur lauwarmem Heizkörper.
Und dass nächtens nicht abgesenkt geheizt werden muß, wenn die Temperaturen draußen über 0 sind.
Und dass gekippte Fenster für den Frischluftwechsel eigentlich kontraproduktiv sind, war eigentlich auch Neuland.
Und und und.....
Gerade diese beispielhaften Verhaltensfehler (waren nur einige) sind es aber, die dann in Summe die Brennstoffkosten nach oben treiben.
Hier ansetzen und die Anlage dazu im möglichst optimalen Punkt fahren.
Grüße
Horst
Verfasser:
keine_ahnung
Zeit: 21.06.2012 19:35:31
1729695
Q ts roh:


Du hast sehr gute vorschläge gebracht, die mir auch bekannt sind, um sparsam mit heizung umzugehen.

Aber ganz ehrlich, wenn ich ein mfh bauen würde, würde ich auch ne fette heizung reinknallen, damit auch die, die das net so drauf haben, mit dem wirtschaftlichen heizen und die raucher mit dauerkipp fenstern und die senioren ihre 30° haben wenn se meinen, anstatt mir nur genörgel anzuhören und mietminderungen zu dulden, weil es einfach net alle kapieren. Da kann ich meine vermieter schon verstehen.
Und wenn die eigentümer super gut dämmen ham se auch nichts davon, oder?
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 21.06.2012 19:53:59
1729701
"Und wenn die eigentümer super gut dämmen ham se auch nichts davon, oder?"

Das wäre angesichts des fortschreitenden demografischen Wandels und des damit einhergehenden Schrumpfens der Bevölkerungszahlen sowie der weiter steigenden Energiekosten mal zu beweisen.

Langfristig werden deshalb Wohnungen in schlecht gedämmten Häusern nur schlecht (d.h. mit Abschlägen bei der Kaltmiete) oder gar nicht mehr vermietbar sein.
Verfasser:
tsroh
Zeit: 21.06.2012 21:06:01
1729727
@0-Ahnung:
Das mit der "fetten Heizung Reinknallen" war ja wohl ironisch gemeint, oder?
Zauberwort heißt "miteinander reden, erklären".
Den individuellen Verbrauch des einzelnen kann ich natürlich nicht beeinflussen. Ich habe meine Anlage so eingestellt, daß 22° in den Wohnräumen und 24 grad im bad erreicht werden, dann ist Ende.
Damit erfülle ich die gesetzl. Vorgaben und es besteht kein Grund zur Minderung. Ich sehe nicht ein, wegen 1 oder 2 Unbelehrbaren, die ich Gott sei Dank nicht als Mieter hab, die Vorlauftemperatur unnötig hochzujagen. In meiner Wohnung befindet sich der Referenzraum, wo eine RC20 als Raumtemperaturfühler die AT-geführte Heizkurve entsprechend korrigiert.
Wenn jemand immer mit offenen Fenstern leben will, muß er es dann am Jahresende halt bezahlen.
Wie Texlahoma schon schrieb, den Mieter interessiert ja schlieslich die Warmmiete. Pushen die Nebenkosten diese zu weit nach oben, ist die Bude irgendwann unvermietbar oder du musst die Kaltmiete senken, was für dich Ertragsverluste bringt. Ist nicht so der Brüller.....
Verfasser:
keine_ahnung
Zeit: 22.06.2012 10:24:35
1729880
Zitat: Zauberwort heißt "miteinander reden, erklären".

Ich habe mit der Hausordnung einen Mehrseitige "Anleitung erhalten, die bis ins Detail beschreibt, wie zu lüften ist und wie lange, wie oft, nicht mit gekippten Fenstern heizen, die Heizung nachts abzusenken, die Wäsche wegen Schimmelgefahr bitte im Trockenraum zu trocknen...
Das sind fast 2 Seiten.
Das sollte von Vermieter Seite ausreichend sein.
Die Baugesellschaft hat bestimmt an die 60 80 Häuser und das jedem zuerklären, und das immer aufs neue, das würde ich auch nicht machen, als VM.

Ich habe meine Vorrauszahlung auf meinen Wunsch höher angesetzt, zur Sicherheit. Ich werde hier in der neuen Wohnung darauf achten, das die Thermostatköpfe richtig regeln und wenn nicht neue einbauen lassen, damit keine Übertemperatur entsteht. In der alten Wohnung die waren iwie nicht mehr so zuverlässig in ihrer Funktion. Da musste ich dauernd drehen, weils mal zu warm/ zu kalt.

Das mit der fetten Heizung, war nicht ironisch, aber etwas übertrieben gemeint.
Ich werde auf jeden Fall jetzt mehr auf meinen Energieverbrauch achten,
Man muss das Geld nicht zum Fenster rausschmeißen.
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