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Thema: Verständnisfragen Flächenheizungen
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Verständnisfragen Flächenheizungen
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 02.08.2012 00:00:47
1745443
Hallo Jogi,

danke für deine Geduld, trotzdem:

Bei der WH ist die "pinke" Heizleistung nach innen 500W, da die WH jedoch wärmer als die Raumtemperatur sein muss, damit was rein geht, sind die blauen Verluste nach außen 525 W. In Summe muss also 1025W mit 21,5°C VL aufgebracht werden. (50W/m² bei 10K)

Bei der FBH ist die Heizleistung nach innen 1000W, die Temperatur muss also höher sein um die 1000W gegen die Raumlufttemperatur in den Raum (innen) zu bekommen. Hier muss 1000W bei einer VL 23°C aufgebracht werden. (50W/m² bei 10K)


Bei WH 500W nach innen und 525W nach aussen. Ob die Verhältnisse stimmen ist jetzt mal egal. Macht 1025W gesamt.

Bei FBH kommst du auf 1000W gesamt.

Aber wenn die WH 1025W und die FBH 1000W aufbringen muß, dann brauch man bei gleicher Heizflächentemperatur bei der WH mehr Fläche oder bei gleicher Fläche höhere Heizflächentemperatur.

Was du hier beschreibst ist ein Nachteil der WH, nämlich, daß sie insgesamt mehr Leistung erbringen muß.

Die niedrigere VL bei der WH kommt durch die geringere Überdeckung (1cm Putz) und damit generell höhere Leistungsabgabe im Vergleich zur FBH (etwa 6cm Überdeckung) zustande.
Also gleiche Leistungsabgabe beider Systeme bei niedrigerer VL der WH, oder höhere Heizleistung der WH bei gleicher VL beider Systeme.

Gruß
Stephan
Verfasser:
jogi54
Zeit: 02.08.2012 00:19:33
1745448
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Mit einer KWL mit 0,2fachem Luftwechsel reduziert sich das auf 179 kWh/a deutlich auf 13,5% der Transmissionsverluste (1332 kWh/a).

Ich denke, da macht es Sinn, eine KWL einzubauen..


Prozentual gesehen wohl, aber absolut und unter Einbeziehung der Kosten wohl eher nicht.

Gruss
Frank F.

P.S.: Kleines Zitat: "Höhere Luftwechselraten als 1 werden manchmal unter dem Gesichtspunkt der intensiven Abfuhr von Luftschadstoffen empfohlen." könnte als Empfehlung für Raucher gesehen werden ;-) [...]


Die Lüftungsverluste dürften bei gleichem Hausvolumen, gleicher RT und gleicher Luftwechselrate am selben Ort immer gleich sein - und somit auch die Reduzierung des Energiebedarfs bei Einbau einer KWL - ganz unabhängig von den Transmissionsverlusten eines Hauses.

Wenn das bei mir absolut keinen Sinn macht, dann auch bei ähnlichen Häusern nicht. Allerdings geht es da ja nicht nur um Reduzierung der Verluste, sondern auch um CO2 und Feuchteregulierung.

Bei 0,5 Luftwechsel Fensterlüftung 5383kWH/a => KWL 452kWh/a, was ja auch mal sein kann, wenn wieder mehr Personen im Haus wohnen, ist die Einsparung deutlicher. Zumal die mehr Personen soviel innere Gewinne mitbringen dürften, dass der höhere Verlust bei KWL 0,5 LW gegenüber 0,2 LW mehr als ausgeglichen wird - bei Fensterlüftung wohl kaum.


Zum Zitat: Ich halte mich vornehmlich in meinem WoZi mit knapp 40m² Fläche auf, da sind die 86m²/h ja nah an der Rate 1 dran. (Habe eigentlich vor, mir diese Möglichkeit der ausschließlichen Belüftung des EG zu schaffen...)

LG Jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 02.08.2012 01:15:02
1745455
Zitat von swellerchen Beitrag anzeigen
Hallo Jogi,

danke für deine Geduld, trotzdem:

[i]Bei der WH ist die "pinke" Heizleistung nach innen 500W, da die WH jedoch wärmer als die Raumtemperatur sein muss, damit was rein geht, sind die blauen Verluste nach außen 525 W. In Summe muss also 1025W mit 21,5°C VL[...]


Ooooch Stefan, immer noch nicht verstanden ;-(

bleibe weiterhin geduldig LOL

die Wandheizung gibt doch nach 2 Seiten ab und im Text oben steht, dass sowohl WH als auch FBH die gleiche Fläche haben.

Die Energiemenge besteht aus Durchfluß * Wärmekapazität * Delta T

Daraus ergibt sich, dass du bei kleinerem nötigen Delta T halt mehr Menge durchschicken musst.

V = 1025W / (1,163W/l K * 1K) = 881,34 l für die WH

V = 1000W / (1,163W/l K * 2K) = 429,92 l für die FBH

Praktisch schaltet man sowohl bei FBH als auch bei WH mehrere Kreise parallel - damit wird der Druckverlust relativ klein und kein Problem für Energiesparpumpen.

Zusammenfassung:

Schritt 1: die VL Temperatur ergibt sich durch die Übertragungsleistung der Wärmequelle - nach deinen Vorgaben z.B. WH 6W/m²K (0,83K), FBH 3W/m²K (1,66K).

Schritt 2: Daraus ergibt sich eine Spreizung von 1,66 bzw. 3,32 K. Aus der Spreizung ergibt sich die zu transportierende Wärmemenge (mittels Heizwasser l/h)

Nebenbei, der Unterschied zwischen 1025W und 1000W beträgt gerade mal 2,5%

Der Haupteffekt der WH bezüglich niedrigerer Temperatur liegt zunächst darin, dass diese (im Beispiel, aber auch real bei meinem Haus) nur die Hälfte der Energie nach innen abstrahlen muss.

Jetzt klar ???

Wenn du jetzt innen angebrachte Kapillarrohr WH annimmst, ist da ein zusätzlicher Vorteil bezüglich der Leistung.

Ich habe eine Außenwandtemperierung (ohne Bohrprobleme, und dicker Trägheit) mit einer Übertragungsleistung von irgendwas zwischen 3,5 und 4W/m²K, allerdings auch einer Gesamtspeicherkapazität von 28kWh/K.

Bei 0°C AT brauche ich (dann mit KWL) ca 14kWh/Tag, d.h. ganz ohne Heizen würde mein Haus gerade mal um 0,5K/Tag abkühlen.

LG jogi
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