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Thema: Erdtank als Bakterienschleuder?
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Erdtank als Bakterienschleuder?
Verfasser:
luchs3
Zeit: 08.08.2012 10:34:03
1747636
Hi,

ich habe ein kleines Haus auf einem Berg ohne Anschlussmöglichkeit an das Trinkwassernetz des Ortes. Deshalb habe ich, mit zwei Nachbarn einen Brunnen Bohren lassen und verteile das Wasser auf die drei Häuser (mit Druckschalter und Membrankessel). Ein etwas größeres Hauswasserwerk also.

Nun ist das Problem, dass mein Nachbar und ich eine Holzheizung mit Zentralheizungsanschluss haben. Diese wird im Falle einen Stromausfalles nicht ausreichend mit Frischwasser versorgt.
Nachdem es auf dem Berg noch etwas in die Höhe geht, wollen wir nun einen Erdtank mit Nieveauschalter installieren (10m³). Der soll dann genügend Wasser, für den Fall des Falles bereitstellen.

So weit so gut.
Nur da das alles Wochenendhäuser sind, haben wir einen Jahresverbrauch von ca 30m³.
Meine Frage ist, ob das ein Problem für die Wasserqualität werden kann wenn das Wasser so lange steht.

Was meint ihr dazu?

Niko
Verfasser:
OldBo
Zeit: 08.08.2012 11:25:37
1747660
Moin Niko,


eine TAS benötigt einen Mindestzulaufdruck von 2 bar (20 m). Das wird sicherlich schwierig. Sollte man nicht bei einer derartigen Wasserversorgung ein Notstromaggregat haben? Dies ist besonders in abgelegenen Gebieten zu raten.

Wenn das Wasser kühl (< 12 °C) gelagert wird, sollte es keine großen Probleme mit mit der Trinkwasserqualität geben, denn auch der Versorger lagert das Wasser in Hochbehälter vor. Aber das sollte der Fachbetrieb vor Ort entscheiden.

Gruß

Bruno
Verfasser:
luchs3
Zeit: 08.08.2012 11:47:29
1747673
Ich muss sagen ich traue einem Wassertank mehr als einem Notstromaggregat.
Wenn ich mir anschaue wie oft mein Rasenmäher nicht gleich anspringt...
und ich habe echt keine Lust einmal im Monat zu testen ob das werkl anspringt.
Die Höhendifferenz zw. Behälter und 1. Haus wären 36-40 Meter. Das sollte also kein Problem sein.

12°C sollten sich ausgehen. Vielleicht den Behälter und die Leitungen vor Inbetriebnahme desinfizieren.

Danke für die schnelle Antwort

Gruß
Niko
Verfasser:
loeti-new
Zeit: 08.08.2012 12:44:40
1747707
"...denn auch der Versorger lagert das Wasser in Hochbehälter vor..."

Aber nicht Monate. Außerdem prüfen große Wasserversorger täglich die Qualität ihres Trinkwassers.

Das mit dem Speicher ist keine dumme Idee, ich würde dann aber Kühlwasser und Trinkwasser trennen und nur das Kühlwasser so lange in einem Speicher "Zwischenlagern".
Wenn ihr nicht auf der Hütte seid braucht ihr ja auch kein Trinkwasser aber eben Kühlwasser.

Grüße Löti
Verfasser:
OldBo
Zeit: 08.08.2012 12:53:08
1747713
Moin Löti,

ich habe im Winter in unserem Wochenendhaus das Wasser aus dem See genommen, weil wir nur eine Handpumpe hatten. Ich lebe noch und habe keine Allergien, wie man es heute bei den jungen Leuten immer mehr sieht :>))

Gruß

Bruno
Verfasser:
Rosenow
Zeit: 08.08.2012 12:55:25
1747716
angesichts der neuen Trinkwasserverordnung, bei jeder kleine Stagnationsabzweig ein Verkeimungsrisiko darstellt, ist die wochenlange stagnierende "Lagerung" von Trinkwasser eher kritisch zu bewerten. Aber als Wasser für die thermische Ablaufsicherung sollte es gehen, eben unter der Vorraussetzung, daß ein Fließdruck von 2 bar ansteht, also Wasserspiegelgefälle minus Rohrdruckverlust bei der erforderlichen Abkühlmenge
Verfasser:
Django 01
Zeit: 08.08.2012 13:15:39
1747723
Hallo Nico

schade daß du keine Qoelle anzapfen kannst. Sonst gäbe es die möglichkeit mit einem "Widder" das Wasser ohne zusatzenergie in den Speicher zu pumpen und den immer überlaufen zu lassen.

Ein Bekannter im Schwarzwald hatg das jahrelang so gvemacht und damit eine Hofstelle mit Viehh und ein Freizeithaus mit versorgt.
als er dann einen neuen Wasserspeicher baute weil das Freizeitheim erweitert wurde und der alte gemauerte Wasserspeichere zu klein war kam das "Amt" und hat ihm erkl.ärt daß Koliähnliche Bakterien im Wasser wären und er desshalb mit UV licht alle bakterien abtöten muss.

Es war in den zig Jahren vorher nie zu Problemen gekommen.


Mein Vorschlaqg wäre, daß wenn ihr Aangst vor den Keimen habt eueer Elektropumpe
jeden Tag laufen lasst und das Wasser unten in den Tank einführt so daß immer ein Austausch durch durch den Überlauf stayttfindet. Wenn es nur für die Heizung ist ist das alles egal weil die Keime wenn sie in die Heizung kommen eh das schwitzen anfangen.

Django
Verfasser:
OldBo
Zeit: 08.08.2012 14:59:55
1747787
Zitat von Django 01 Beitrag anzeigen
Hallo Nico

schade daß du keine Qoelle anzapfen kannst. Sonst gäbe es die möglichkeit mit einem "Widder" das Wasser ohne zusatzenergie in den Speicher zu pumpen und den immer überlaufen zu lassen.

Ein Bekannter im Schwarzwald hatg das jahrelang so gvemacht und damit eine[...]


Moin Django,

diese Information, damit die anderen Leser auch etwas mit dem hydraulischem Widder anfangen können :>))

Gruß

Bruno
Verfasser:
luchs3
Zeit: 08.08.2012 16:23:21
1747834
Ja, das mit dem Widder geht leider nicht. Aber zeitgesteuert immer wieder nachpumpen ist vielleicht eine gute Idee. Welches Tauschvolumen würdet ihr dabei vorschlagen? Hab eine Brunneleistung von 20 l/min.

Das mit der reinen Versorgung für die TAS geht leider nicht, da die Häuser einige 100m auseinander liegen. Das tu ich mir nicht an!!!

Kolibakterien hatten wir auch, nach der Errichtung. Daraufhin wurden sämtliche Leitungen mit Chlor gespült und seitdem ist Ruhe.

Hätte noch das alte, gemauerte Resrvoir. Bringt aber nur 1bar auf die Uhr.



Gruß

Niko
Verfasser:
GasWasser
Zeit: 10.08.2012 00:43:12
1748405
ich denke am besten ist es du hältst den tank mit UV licht keimfrei
UV lampen
solltest nur mit einer pumpe für umwöltzung sorgen das auch die leitungen keimfrei bleiben

das einzige problem ist das das wasser trotz uv desinfektion bei sehr geringer Abnahme trotzdem nach einiger zeit nichtmehr wirklich trinkwasserqualität hat sodas man am besten trotzdem noch eine bestimmte menge pro tag tauschen sollte
Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 10.08.2012 08:14:17
1748439
Hallo luchs3,

in einem kühlem, lichtlosem, belüftetem Behälter ohne bakterienverwertbare Materialien wird sich Trinkwasser sehr sehr lange seine Trinkwasserqualität erhalten.

Ich habe vor längerem einige Beschreibungen uralter und noch in Betrieb befindlicher Wasserreservoirs (Zisternen) gelesen, deren Wasserqualität auch nach vielen Monaten Stillstand gut genug zum Trinken war.

Was alles dabei zu beachten ist, krieg ich nicht mehr zusammen. Nur die obigen Grundsätze sind hängengeblieben. Und den Beitrag finde ich leider nicht mehr.


Gruß Ratzeful
Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 10.08.2012 08:21:56
1748440
Im Nachgang,

dies: Uni Tübingen: Zisternenprojekt

war einer der Querverweise, aus dem Beitrag...


Gruß Ratzeful