@gstrasser
Echt vorrechnen geht hier nicht. Einfacher geht es, wenn Sie in ein Mollier hx Diagramm reinsehen.
Ähnlich wie ich bereits bei der Luftfeuchtebestimmung mit 2 Thermometern beschrieben habe, kühlt sich das mit einem Wattebausch feucht gehaltene Thermometer auf eine ganz bestimmte Temperatur ab. Das Wasser des Wattebausches hat dann natürlich auch diese Temperatur, welche das Thermometer mißt.
Diese Temperatur nennt man Kühlgrenze oder Kühlgrenztemperatur.
Wenn Sie nun ins hx-Diagramm reingehen und bei der -15° Linie bis Zustand -15°100% gehen, können Sie den Wassergehalt der Luft ablesen: Ist dann 1.02g/kg
Wird die Luft dieses absoluten Feuchtegehalts auf +3° erwärmt, bleibt der Wassergehalt 1.02g/kg unverändert.
Von dem Punkt +3°1.02g/kg gehen Sie parallel zu den schrägen Linien gleicher Enthalpie rechts runter bis zur 100% r.F. Grenzlinie.
Für diesen Schnittpunkt lesen sie die dazugehörige Temperatur ab: -2.29°
Das ist die Kühlgrenztemperatur, welche das Wasser nach einiger Zeit angenommen haben wird.
Bei dieser Temperatur wird dem Wasser durch die Luft genauso viel Wärme zugeführt wie dem Wasser (oder Eis) für die Verdunstung entzoge wird.