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Seite 2 von 4 [Beitrag 36 bis 70 von 123]erste <1234>letzte 
Tchibo bietet Energie-Checks an
Verfasser:
Michael Springl
Zeit: 19.07.2010 16:58:34
1387357
Zitat von Husmann Beitrag anzeigen
Ich glaube der Link ist gemeint

www.tchibo.de/energieberatung

ausser Roncalli Somerzauber ist da nichts zu finden, im Bezug auf Energie Checks

best regards


;;-))
Das ist doch das gleiche.
Wenn der Roncalli keine Saison hat, macht der die Vermittlung der Energieberatung. So mit "Erfassung per Kristallkugel" und "Daten jonglieren".

;;;-))

Grinsende Grüsse
Michael
Verfasser:
Husmann
Zeit: 19.07.2010 17:05:39
1387365
Tchibo Link

Doch noch was gefunden

best regards
Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.07.2010 17:11:41
1387370
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von Reggae Beitrag anzeigen
Hallo,

vielleicht bin ich ja zu blöd,
aber bei dem Link lande ich sonstwo bei Tchibo,
deren Suchfunktion findet auch nichts.
Stimmts den ?

Gruß Arne

Ich finde bei Tschibo auch nichts. Eigentlich müsste dort ein Verweis auf diese Seite sein.

... aber nicht einmal auf der Seite sind aussagekräftige Informationen zu finden :>((
Verfasser:
en_ergiesparer
Zeit: 19.07.2010 17:12:42
1387371
Verfasser:
Habicht Hugo
Zeit: 19.07.2010 17:27:10
1387377
Hat von euch schon mal einer einen 'qualifizierten Eneregieausweis' gesehen? Die Dinger werden doch fast ausschliesslich auf Basis der Vorjahresverbräuche und ein paar statistischer Angaben erstellt. Und wenn gerechnet, dann auf Basis grob geschätzter Materialien...
Ich halte den Eneregieausweis i.A. für eine Farce, da politisch (gewollt) ein fauler Kompromiss, der nix kosten darf...
Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.07.2010 17:39:08
1387381
Zitat von Habicht Hugo Beitrag anzeigen
Hat von euch schon mal einer einen 'qualifizierten Eneregieausweis' gesehen? Die Dinger werden doch fast ausschliesslich auf Basis der Vorjahresverbräuche und ein paar statistischer Angaben erstellt. Und wenn gerechnet, dann auf Basis grob geschätzter Materialien...
Ich halte den Eneregieausweis i.A. für eine Farce, da politisch (gewollt) ein fauler Kompromiss, der nix kosten darf...

Deswegen ja meine Frage, um welchen Ausweis es eigentlich geht > Verbrauch oder Bedarf?
Verfasser:
Husmann
Zeit: 19.07.2010 17:47:44
1387392
Ist doch ganz einfach man beauftragt Tchibo einen Energieausweis zu erstellen. Die geben das dann weiter an ecounion.

Dann kommen die Stadtwerke siehe Ausstellerliste auf der Seite von ecounion und erstellen einen Energieausweis.

best regards
Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 19.07.2010 18:07:28
1387402
Deswegen ja meine Frage, um welchen Ausweis es eigentlich geht > Verbrauch oder Bedarf?

Beide für sich sind ungenau. Ein Mix aus beidem bringt die genauesten Ergebnisse.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 19.07.2010 23:24:38
1387520
Zitat von Hitzschlag Beitrag anzeigen
Wer in der Materie zu Hause ist, weiß, dass ein Bedarfsausweis für 59,- Euro nur von Chinesen zu erstellen ist oder eben von einem Tchibo-Partnerunternehmen.

Was darf er deiner Meinung nach kosten?

Lt. Dena soll ein Bedarfsenergieausweis im Bereich von 150....500€ kosten.


Nicht was darf er kosten, sondern was muß er kosten, damit er anständig/ordnungsgemäß erstellt werden kann, ist die Frage!
Der Preisbereich der dena ist ein Anhaltspunkt.

Für ein geometrisch einfaches Gebäude mit einer duchgehend gleichen energetischen Qualität der Fassade und einer Standardheizung kommt mancher mit 150 plus Märchensteuer wohl aus (ich hatte schon Gebäude da hatte jede Außenwand einen anderen Aufbau und dementsprechenden U-Wert und "zehn" Vor- und Rücksprünge zig verschiedene Gauben/Dachformen, drei "Heizquellen etc.). Wer so etwas dann für 150 Euro bearbeiten möchte - bitte schön ;-)

Es wäre ein fataler Fehler zu denken, wenn schon die jeweilig benutzte Software zu einer Abweichung führt, könne man fröhlich bauphysikalische Werte und Gebäudemaße eingeben, denn das machte ja dann auch nichts mehr aus. Bedarfswerte würfeln wäre dann auch eine Möglichkeit der "Berechnungsmethode".

Wir erstellen Energieausweise eigentlich ausschließlich im Zusammenhang mit energetischen Gebäudesanierungen.
Die "schnelle Mark" paßt weder zu uns und unserem Anspruch eine ordentliche Arbeit ab zu liefern, noch zu einem anständigen Ing. Vielleicht sind wir da etwas altmodisch. Aber wir sind das mit einem gewissen Stolz und aus Überzeugung. "Abzocker" gibt es schon genug in dieser Welt.
Mein Vater sagte einmal zu mir: "Junge richte dich nicht nach den Schlechten, als ich mit einer nicht so guten Note nach Hause kam und ihm sagte, es gebe doch noch Einige mit einer schlechteren". Dies war zwar auf die Schulnote gemünzt, aber dieser Leitsatz läßt sich hier im übertragenen Sinne anwenden.

Gruss
Frank F.

P.S.: Ich bin i.Ü. ein Befürworter der Benutzung einer Exel-basierten Berechnungssoftware. Dies bietet den außerordentlichen Vorteil, dass die Rechenwege und Formeln sichtbar und nachvollziehbar sind und auch, wenn notwendig, "eingegriffen" werden kann.
Dies setzt i.A. aber voraus, dass man im Bereich der bauphysikalischen Berechnungen "zu Hause" ist. Auch wenn es seit einigen Jahren die EnEV gibt, mit deren Verknüpfung mit der DIN 4701 - wer früher die Wärmeschutzberechnungen per Hand erledigen konnte, hat es heute einfacher, mit dem Verständnis der Zusammenhänge.
Verfasser:
Husmann
Zeit: 20.07.2010 00:05:22
1387528
Also Tchibo schreibt auf der Internetseite "Bedarfsorientierter und rechtsgültiger Energieausweis"

Tchibo macht das Marketing,der Partner verkauft die Software und wiederum die Partner meist Stadtwerke erstellen den Energieausweis.
Wenn das Geld für den Ausweis nicht reicht wird es irgendwo anders drauf geschlagen.

best regards
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 20.07.2010 00:17:07
1387530
Zitat von Husmann Beitrag anzeigen
... die Partner meist Stadtwerke erstellen den Energieausweis. Wenn das Geld für den Ausweis nicht reicht wird es irgendwo anders drauf geschlagen.


Sollten unsere Stadtwerke bei dem "Preisspielchen" beteiligt sein, suchen wir uns dann auch einen Versorger der das "billiger" kann. Hierbei gäbe es noch nicht einmal "Qualitätsunterschiede".

Das mit dem Draufschlagen sparen sich die Stadtwerke wohl für den Winter auf. Im Sommer ist es bei Denen ja immer billiger. Bisher galt das allerdings nur für die Gaspreise ...

Gruss
Frank F.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 20.07.2010 00:30:52
1387531
Bisher zählt unser Versorger nicht zu den Billigheimern, in Punkto Preis für eine Dienstleistung.

Gruss
Frank F.
Verfasser:
Husmann
Zeit: 20.07.2010 01:21:34
1387532
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Bisher zählt unser Versorger nicht zu den Billigheimern, in Punkto Preis für eine Dienstleistung.

Gruss
Frank F.


Du kannst dir doch auf der Internetseite des Tchibo Partners die Partner unter Energieausweise ansehen.

Anbieter

Ich sehe das eigentlich ganz locker , Stadtwerke z.B sind oft Kommunale Betriebe die zudem noch dem Allgemeinwohl verpflichtet sind.Da gibt es in den EU Ausführungen ganze Schriftreihen zu dem Thema.
Die Verpflichtungen sind da recht hoch, ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen wie das funktionieren soll. Das ist in dem Bereich immer etwas schwierig die Waage zu halten zwischen Wettbewerbsmöglichkeit und Allgemeinwohl.

Das wird man bald sicher sehen wie das funktionieren soll.

best regards
Verfasser:
crax
Zeit: 20.07.2010 07:17:50
1387540
Hallo,
Zitat von Husmann Beitrag anzeigen
...Wenn das Geld für den Ausweis nicht reicht wird es irgendwo anders drauf geschlagen.

Kommt man doch auf diese Art günstig zu Adressen und weiteren wertvollen Informationen.
Wer glaubt man könne auf diese Art und zu diesem Preis einen seriösen Bedarfsausweis erstellen, lebt nicht in D sondern in Schilda.
Aber auch hier wird der Geiz das Gehirn fressen, da bin ich mir sicher.

mfg
Verfasser:
Schmitt
Zeit: 20.07.2010 07:27:23
1387544
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
wer früher die Wärmeschutzberechnungen per Hand erledigen konnte, hat es heute einfacher, mit dem Verständnis der Zusammenhänge.
und dann noch das Ganze mit dem guten alten Rechenschieber bei dessen Anwendung noch das Kopfrechnen Voraussetzung war.

mfG. Schmitt
Verfasser:
Expert35
Zeit: 20.07.2010 07:41:59
1387546
Wie siehts denn mit dem Datenschutz beim Erstellen des Ausweises aus?
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 20.07.2010 09:19:23
1387580
Zitat von Schmitt Beitrag anzeigen
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
wer früher die Wärmeschutzberechnungen per Hand erledigen konnte, hat es heute einfacher, mit dem Verständnis der Zusammenhänge.
und dann noch das Ganze mit dem guten alten Rechenschieber bei dessen Anwendung noch das Kopfrechnen Voraussetzung war.


Ja so ein Rechenschieber war ein tolles "Tool".
Funktionierte auch ohne Batterien und bei Kunstlicht (Thema Solarzellen).
Seinen Kopf zum Rechnen zu gebrauchen entspringt einer guten alten Tradition. Ich pflege diese.

Gruss
Frank F.
Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 20.07.2010 09:31:34
1387588
Die Selbstzufriedenheit die hier zur Schau gestellt wird ist beeindruckend. Sie ist der Anfang des Stillstands. Aber keine Sorge, die Karawane zieht ohne euch weiter, sie braucht euch nicht.

Zitate:

Sollten unsere Stadtwerke bei dem "Preisspielchen" beteiligt sein, suchen wir uns dann auch einen Versorger der das "billiger" kann. Hierbei gäbe es noch nicht einmal "Qualitätsunterschiede".

Man sollte wohl besser auf den aus China ausgestellten Ausweis warten. Der wird bestimmt noch viel billiger und dürfte dann die gleiche Qualität der Tchibo-Ausweise haben. :-) Hauptsache billig (nicht zu verwechseln mit günstig).

Das sagt doch alles: "Sollten Ihnen Daten vorliegen, können Sie diese ... angeben".
Na Prost Mahlzeit ... Zur Qualität und Aussagekraft, eines auf dieser Basis erstellten Bedarfsauweises, siehe mein vorheriges Posting. Alle "Vorurteile" finden sich bestätigt.


Ob die überhaupt den Unterschied zwischen Verbrauschs- und Bedarfsausweis kennen?


Dachte eigentlich bisher, dass holzfreies Papier so ca. 100 Jahre hält (je nach Lagerung und Qualität auch länger; bis zu 200 Jahre ). 80g hat jedes Kopier-Papier von Aldi und Co. Außer man versucht auch hier noch eine "Kostenoptimierung".

Kommt man doch auf diese Art günstig zu Adressen und weiteren wertvollen Informationen.
Wer glaubt man könne auf diese Art und zu diesem Preis einen seriösen Bedarfsausweis erstellen, lebt nicht in D sondern in Schilda.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 20.07.2010 09:36:28
1387593
Zitat von Expert35 Beitrag anzeigen
Wie siehts denn mit dem Datenschutz beim Erstellen des Ausweises aus?


Datenschutz? Das Sammeln von "Inputs" für alle Beteiligten "Partnerunternehmen" dürfte wohl nicht nur ein Sekundärinteresse darstellen.

Interessant ist auch noch Folgendes:

Hauptaktionär mit rund 50,3 % bei der EcoUnion AG, Stuttgart, ist die Kofler Energies AG.
Der ehemalige Yello-Strom-Chef Dr. Peter Vest ist Vorstandsvorsitzender dieser Firma.

Jetzt tarnen sich die Wölfe als Gutmenschen. Es geht denen doch nur um CO2-Einsparungen etc. ... Nebenbei wird dann noch die Gebäudeversicherung etc. "optimiert" und eine Empfehlung ausgesprochen doch im "eigenen" Interesse zu einem günstigeren Versorger zu wechseln. Nennt sich glaube ich All-Inclusive-Paket - altmodisch auch als Einseifen bezeichnet.

Gruss
Frank F.
Verfasser:
Schmitt
Zeit: 20.07.2010 09:49:08
1387599
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Seinen Kopf zum Rechnen zu gebrauchen entspringt einer guten alten Tradition. Ich pflege diese.
Hallo Frank,

auch ich pflege ab und zu noch diese gute alte Tradtion des Kopfrechnens um die bestimmten Zellen in Bewegung zu halten.

Als ich meinen Schülern dieses Rechnen vorführte wurde es als beklopptes Vorgehen betrachtet.

mfG. Schmitt
Verfasser:
OldBo
Zeit: 20.07.2010 10:04:01
1387603
Zitat von Hitzschlag Beitrag anzeigen
Die Selbstzufriedenheit die hier zur Schau gestellt wird ist beeindruckend. Sie ist der Anfang des Stillstands. Aber keine Sorge, die Karawane zieht ohne euch weiter, sie braucht euch nicht.

Moin Jürgen,

tja, man muss ja auch nicht immer dem Herdentrieb unterliegen und sich der Industrie unterordnen. Ein Blick in die Vergangenheit kann auch nicht schaden, denn so schlecht war sie auch nicht :>))

Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie sein wollen.

Gruß

Bruno
Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 20.07.2010 10:15:42
1387609
Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie sein wollen.

Wohl wahr, und deshalb gilt:

"Don't worry, be happy!"
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 20.07.2010 10:56:06
1387628
Ein "verantwortungsvolle Experte" geht genau so vor wie ein zig-tausend-km entfernte "OnLine- oder China-" Ausweisaussteller: er frägt nach verwertbaren Daten beim Auftragssteller... ggf. sucht "Antworten" in Literatur. Keiner hat Röntgenaugen... keiner wird eine intakte Wand-/Dach-Aufbau "aufreissen" um sich selbst von Uwert der Bauteile zu überzeugen. "Gemessen" wird schon gar nicht -

...so eine "Expertengespräch" habe ich auch hinter mir.

Sind solche (belastbare) Daten vorhanden (Baupläne) so kreuzen die beiden seelenruhig schon auf erste Seite des Ausweises an

"Datenerhebung Bedarf/Verbrauch durch..."Aussteller"...

...sind diese Daten nicht so "sicher" - kreuzen die beide "Experten" einfach "durch... Eigentümer"...

...der "Experte" ist jedenfalls "aus dem Schneider" wenn um "Gewährleistung der Qualität" geht - genau das habe ich vorher durch... ... auch ausdrücken wollen. Ist der Ausweis "falsch" (nun betrachte ich als Mieter/Käufer...) so haftet nur und immer der AUFTRAGSGEBER (Experte hat sich abgesichert).... ganz abgesehen davon, das ein "Otto-Normalverbraucher" diese "Dokumente" gar nicht so richtig lesen kann (Stichwort Würzburg... oder Primärenergiebedarf) ... und wenn es "hart auf hart" ankommt (weil z.B. der Mieter deutlich höhere Energieverbrauch feststellt, als das per Energiepass "bescheinigt wurde" gibt es immer noch das "Vebraucherverhalten" als "Erklärung"...

Wozu muss ein Energipass überhaupt so "verantwortlich genau" sein, das es Arbeit (über-)teuerte Experten rechtfertigen soll? Ich bin froh, das es "Chinesen" gibt die "vor dem Gesetz gleichwertige" Energieausweise zum bezahlbaren Preis liefern können - ... mehr ist so ein Ausweis auch nicht wert!

Wer braucht so ein Ausweis?

a) einer der es haben muss: Vermiter/Verpachter/Verkäufer...
b) einer der "billiges Geld" für Sanierung des Eigenheim haben möchte...

--- also, warum mehr bezahlen dafür als es unbedingt sein muss? Das "Papier" ist gleichwertig auch bei "OnLine- oder China-" Ausweisaussteller !


Ich habe mehrere Immobillien-Makler in letzten Monaten zum Thema Energieausweis befragt (bin selber auf Kaufinteresse) - ... kein Käufer legt darauf wirklich Wert! Ist ein Haus aber gedämmt (WDVS...) so weis man es auch ohne Energieausweis zu schätzen.




... und wenn es in Ausnahmefall, jemand wirklich mal "verantwortungsvolle" Papier braucht, das man mit einfachen Dateneingaben in entsprechende EnEV-2009 PC-Programm nicht erstellen kann (z.B. bei "exklusiv-Architektur") - dann soll es sich gerne ein solche Experte auch suchen und entsprechend bezahlen...

...wer aber ein Ferrary fährt - frägt auch nicht wiklich nach Bezinverbrauch...
Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 20.07.2010 11:11:57
1387632
@Veco aus VS

Sehr pragmatisch. Gefällt mir!!
Verfasser:
OldBo
Zeit: 20.07.2010 11:46:56
1387654
...wer aber ein Ferrary fährt - frägt auch nicht wiklich nach Bezinverbrauch...

Naja, wenn das nur 2.000 km/a sind, warum auch? Ein Golf braucht bei 20.000 km/a sicherlich mehr :>)))
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 20.07.2010 15:26:25
1387786
@ RoBIM

drei "Heizquellen etc.).

Wenn ich mich recht erinnere muß man nach OIB Richtlinie 6 eine Heizquelle nicht direkt berücksichtigen wenn sie nicht mehr als 20 % des Hauses beheizt.

Ich weiß nicht, ob es in Deutschland ähnlich aussieht.

Das mit den Exel Programmen kenne ich. Habe selber schon derartige Programme gemacht.

Beschäftige mich derzeit mit thermischen Gebäudesimulationen und habe gemerkt, dass man mit einigen Programmen falsche Resultate bekommt (auch Crax wird das bestätigen).

Viele Programme berücksichtigen z.B die Vernetzung von Räumen nicht usw.

Die Geschichte ist nicht so einfach, da z.B die Kühllast nur istationär bzw. dynamisch gerechnet werden kann. Bei Pokorny (Anbieter von kuehllast.at) behauptet man, dass einzig wirkliche dynamische Simulationsprogramm im deutschsprachigen Raum zu haben. VDI Richtlinien sind keine richtigen Normen wird behauptet usw. usw.

Ich glaube der Firma Pokorny auch, dass das Programm vielleicht verglichen mit deutschen Programmen rech tgut ist. Dennoch gab es sehr viele Sachen die verbessert werden müßten (Vernetzung von Räumen, Berechnung auch von kWh usw.)


Eine wirklich gute Berechnung zu machen ist sehr, sehr zeitaufwendig und sehr schwer ...

Ich habe einen sehr außergewöhnlichen Fall bearbeitet und festgestellt, dass man mit dem Kühllastprogramm das ich getestet habe das falsche Resultat erreicht hätte bzw. eventuell eine Alternative empfohlen hätte, die vielleicht gar nicht die beste wäre.

Bei Energieausweisberechnungen werden nun mal bestimmte Vereinfachungen vorgenommen. Habe selber einige größere Wohnbauten gerechnet ... für ein Büro aus Graz.

In Asien jetzt stellt man hohe Anforderungen bezüglich der Richtigkeit der Kühllastsimulationen und Kühlbedarfssimulationen. Man will viele Programme testen ... viele Erfüllen die Anforderungen die die stellen nicht.

Mal sehen ob DEROB besser arbeitet. Auf dem ersten Blick sah es recht gut aus .... morgen kriege ich wahrscheinlich die Testversion.

P.S. zu den Exel Programmen: viele wollen ja nicht, dass man sieht, wie gerechnet wurde. Viele wollen das geheim halten weil sie es als Wettbewerbsvorteil sehen wenn andere die Formeln nicht sehen können. Ansonsten lernt womöglich noch die Konkurrenz von den Programmen ;-)).
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 20.07.2010 16:51:21
1387824
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
... und wenn es in Ausnahmefall, jemand wirklich mal "verantwortungsvolle" Papier braucht, das man mit einfachen Dateneingaben in entsprechende EnEV-2009 PC-Programm nicht erstellen kann (z.B. bei "exklusiv-Architektur") - dann soll es sich gerne ein solche Experte auch suchen und entsprechend bezahlen...

...wer aber ein Ferrary fährt - frägt auch nicht wiklich nach Bezinverbrauch...


Hallo Veco,

der von Dir zitierte Ausnahmefall ist bei uns die Regel.
Da es bei KfW-Effizienzhausberechnungen oft um 0,01 geht, die entscheiden ob es ein KfW-Effh. XX oder doch nur ein XX wird oder evtl. gar keines, kommt es entscheidend darauf an, dass man entweder aus den Bauakten die für Baulaien unbekannten Bezeichnungen (Stichwort Lambda-Wert) z.B. der Mauersteine entschlüsselt und das man auch sonst alle wesentlichen Parameter kennt, die es ermöglichen den angestrebten Förderhorizont zu erreichen. Das ein Laie wohl kaum die Definition der Maßbezüge der EnEV kennt, nur am Rande bemerkt.

Es ist wie immer im (Berufs)leben, es bedarf ein wenig mehr als nur ein paar Zahlen einzugeben. Man muß auch wissen was man warum und an welcher Stelle macht (oder eben besser nicht). Nennt man auch Berufserfahrung, der allgemein eine Berufsausbildung voraus geht.

Wenn ich hier so Manches lese, könnte ich bei dem Wetter glatt einen "Hitzschlag" bekommen. Da machen wir uns um die exakten Nachweise von Wärmebrücken Gedanken (berechnen diese) und dann kommen hier von einem Roten solche undifferenzierten "Bemerkungen".

Gruss
Frank F.

P.S.: Gut, dass es im Büro nur knapp 22 °C sind ...
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 20.07.2010 18:39:50
1387872
Auszug aus OIB:


Zu Punkt 4. Vereinfachtes Verfahren
Das vereinfachte Verfahren wurde entwickelt, um für bestehende Gebäude beim Verkauf oder der
Vermietung rasch einen Energieausweis ausstellen zu können (Punkt 4.1). Dabei wurde von dem Prinzip
ausgegangen, lediglich bei der Erhebung der Daten Vereinfachungen vorzunehmen, nicht aber bei der
Berechnungsmethode. Außerdem wurde Wert darauf gelegt, dass die Ergebnisse jedenfalls auf der
ungünstigen, d.h. sicheren Seite liegen, als bei einer genauen Datenerhebung.
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 20.07.2010 20:25:03
1387892
Was ich so höre rechnen oft auch Studenten für Firmen Energieausweise ... neben dem Studium ... hin und wieder ... zuviel dürfen die nicht dazuverdienen.
Also wieso rechnen jetzt plötzlich die Chinesen ? In Schweden muß man ja immer auch "raus fahren", das heißt, das Objekt vor Ort besichtigen.

RoBIM hat nicht unrecht wenn er sagt, dass eine detailiertere Berechnung aufwendiger ist.
Oft wird aber z.B eine detailierte Berechnung der Verschattung nur in bestimmten Fällen gemacht (z.B. bei A+ und A++ ... in Österreich ... wenn ich es richtig im Kopf habe).

Man muß dann ja verschiedenen Daten erfassen, z.B den Höhenwinkel.

... z.B sollte man bei Kühllastberechnungen den mittleren Reflexionsgrad der Umgebung wissen .. was setzt man da an ... 0,3 .. oder .... kommt drauf an wie die Umgebung aussieht.

... da gibt es noch andere Begriffe .... Raumbelastungsgrad .. was setzt man da an ? ... 1 ? .. ja, bei unbelüfteten Leuchten :-) ... kommt immer drauf an was man wie genau rechnen will. ...

Vielleciht kann uns ja RoBIM einen Energieausweis besorgen der von Tchibo ausgestellt wurde ;-).... und dann kommentieren :-)).

hier übrigens ein Nachtrag ... zu den Heizquellen ... aus OIB

1. RLT – Anlage
1.1 Sofern mehr als 80 % des Gebäudes (Brutto-Grundfläche) über die gleiche
RLT-Anlage versorgt wird, ist keine weitere Zonierung der konditionierten
Räume erforderlich.
1.2 Die Zonen werden nach den Anforderungen hinsichtlich der Funktionen Heizen,
Kühlen, Befeuchten und Entfeuchten zusammengefasst.
2. Heizungs- und Warmwassersystem: Zonen die von unterschiedlichen Systemen
versorgt werden, müssen getrennt berechnet werden (Mulitple Systeme). Wenn
mehr als 80 % des Gebäudes (Brutto-Grundfläche) über die gleiche Heizungsanlage
versorgt wird, ist keine weitere Zonierung der konditionierten Räume erforderlich.
Falls das Heizungs- bzw. Warmwasser nicht gemeinsam bereitgestellt wird
(Unterschiede in Wärmeverteilung, -speicherung und -bereitstellung), sind das Heizungs-
sowie das Warmwassersystem getrennt zu betrachten. Für jedes System
einzeln gilt das Zonierungskriterium.
3. Kühlungssystem: Zonen die von unterschiedlichen Systemen versorgt werden,
müssen getrennt berechnet werden. Wenn mehr als 80 % des Gebäudes (Brutto-
Grundfläche) über die gleiche Kühlanlage versorgt wird, ist keine weitere Zonierung
der konditionierten Räume erforderlich.
4. Beleuchtungssystem: Zonen die durch unterschiedliche Beleuchtungssysteme ausgestattet
sind müssen getrennt berechnet werden. Wenn mehr als 80 % des Gebäudes
(Brutto-Grundfläche) über die gleichen Beleuchtungseinrichtung versorgt
wird, ist keine weitere Aufteilung der konditionierten Räume erforderlich.
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 20.07.2010 20:34:12
1387895
Vielleicht hat ja RoBIM mal Lust vorzurechnen und zu zeigen wie genau er rechnet. Das wäre interessant. Und genau alle Rechenwege und Formeln angeben ..... das wäre sehr interessant. Dann könnten wir alles diskutieren.
Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 21.07.2010 22:49:23
1388226
Ich erstelle auch Energieausweis in Österreich für Ein und Mehrfamilienhäuser und benutze dafür das Programm GEQ von Zehentmaier Software.
Man bedenke dass Österreich 9 Bundesländer hat und der E-Ausweis für jedes derselben ein klein wenig anders auszusehen hat!!

Da meine Programmversion nun schon wieder einmal Updatenotwendig ist, habe ich mich im Net schlaugemacht, da bietet z.B die Softwarefirma ETU ein derartiges Programm für 490,-€ an.
Man kann sich eine Testversion herunterladen welche angeblich alles kann nur ein Ausdruck ist nicht möglich.
Nach einem Test dieser Software frage ich mich welche Anforderungen an den berühmten "Energieausweis" eigentlich gestellt werden, denn mit diesem Programm hat man ein "standard Einfamilienhaus" in 20 min abgehandelt!
Man hat dann 5 Seiten welche angeblich alle Erfordernisse erfüllen, beim GEQ Programm kommt eine detaillierte Baubeschreibung samt Wandschichtenaufbau und einiges andere heraus (sind aber dann auch 30 bis 32 Seiten) allerdings sitzt man dafür etwa 2 Stunden vor dem PC!

Der Vergleich macht Sie dann noch unsicherer, denn das neue GEQ Programm kostet "nur" ca 1650,-€ darin eingeschlossen ist EIN Update innerhalb eines Jahres!

Meine grundsätzliche Schlussfolgerung ist nun "Was ist ein Programm oder der damit erstellte Energieausweis denn überhaupt Wert" wenn schon die Erstellungskriterien derart unterschiedlich sind!
Denn beide Varianten sind in Österreich anerkannt!

Und genau auf diesem Mist wachsen dann diese "Kaffesudangebote"!

Grüße zum Nachdenken

Hannes / ESBG
Verfasser:
Expert35
Zeit: 21.07.2010 23:11:27
1388234
Ein Energieausweis giebt einem Mieter oder Käufer keine Auskunft über die zu erwartenden Heiz- und Heiznebenkosten.
Verfasser:
crax
Zeit: 22.07.2010 07:10:04
1388254
Zitat von Expert35 Beitrag anzeigen
Ein Energieausweis giebt einem Mieter oder Käufer keine Auskunft über die zu erwartenden Heiz- und Heiznebenkosten.

Das ist vom Gesetzgeber weder beabsichtigt, noch Ziel bzw. die Aufgabe. Es ist ein primärenergetischer Vergleich verschiedener Gebäude auf Grundlage definierter Rahmenbedingungen. Einigen scheint das immer noch nicht klar zu sein.
Wenn ein Käufer ein Objekt ohne Ausweis kauft oder ein Mieter ohne einen Mietvertrag unterschreibt, ist es deren Dummheit.
So wie sich Bauherren von GU/GÜ bzw. von Anlagenbauern übertölpeln lassen, passiert dies Mietern und Käufern ebenso.

mfg
Verfasser:
crax
Zeit: 22.07.2010 07:30:59
1388258
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
...Meine grundsätzliche Schlussfolgerung ist nun "Was ist ein Programm oder der damit erstellte Energieausweis denn überhaupt Wert" wenn schon die Erstellungskriterien derart unterschiedlich sind!

Ein Programm ist nur soviel Wert, wie der Benutzer in der Lage ist, die Richtigkeit des Rechenganges zu überprüfen. Das gilt für Software allgemein, nicht nur für die EnEV-Software. Auf dem Markt tummeln sich div. Anbieter mit mehr oder weniger schön verpackten Ergebnissen. Beim genauen Hinsehen und Nachrechnen muß man feststellen, dass ein großer Teil absoluten Murks abliefert. Das gilt auch besonders für die Haustechnik. Es ist jedem Berater dringend anzuraten, vorher genau zu prüfen, worauf er sich einlässt. Andernfalls kann es mal ein böses Erwachen geben. Die Gedankenlosigkeit mit der einige Berater Software verwenden bzw. einsetzen ist schon Besorgnis erregend. 407: Software-Fehler - EnEV-Software gibt falsche Transmissionswärmeverluste aus


mfg
Verfasser:
JoRy
Zeit: 22.07.2010 08:06:23
1388266
""Das ist vom Gesetzgeber weder beabsichtigt, noch Ziel bzw. die Aufgabe. Es ist ein primärenergetischer Vergleich verschiedener Gebäude auf Grundlage definierter Rahmenbedingungen. Einigen scheint das immer noch nicht klar zu sein.""

Das ist so nicht richtig und in sich ein Widerspruch.

Es war vom Gesetzgeber beabsichtigt, für Käufer von Immobilien
ebenso wie für Mieter durch den Energiepass einen Vergleich UND
Maßstab für die zu erwartenden Energiekosten zu erhalten !!!!

Dass die Masse von umgeschulten "Energieberatern" per Billigsoftware
irgendwas rechnen kann und nie jemand für den Inhalt wirklich haftbar herangezogen werden kann offenbart das Problem, das alle neuen
Gesetze der heutigen Politiker Generation haben.
Es gibt keine praxisnahen Durchführungsverordnungen und keine
Exekutive die ihre Hausaufgaben wirkliche macht.

Unter Fachleuten wird geschätzt, dass mehr als 75% der öffentlich subventionierten Maßnahmen auf der Basis von EnEV und KfW Zertifikaten
geschehen sind, die durch "Schönrechnen" und systematisches Tricksen
unrichtig sind.

Gruß JoRy
Seite 2 von 4 [Beitrag 36 bis 70 von 123]erste <1234>letzte