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Tchibo bietet Energie-Checks an
Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 22.07.2010 09:39:39
1388304
Es war vom Gesetzgeber beabsichtigt, für Käufer von Immobilien
ebenso wie für Mieter durch den Energiepass einen Vergleich UND
Maßstab für die zu erwartenden Energiekosten zu erhalten !!!!


Nein, er ist dafür gedacht um eine Vergeleichbarkeit von Wohnungen oder Wohnhäusern herzustellen, und diese Aufgabe erfüllt er im wesentlichen.

Unter Fachleuten wird geschätzt, dass mehr als 75% der öffentlich subventionierten Maßnahmen auf der Basis von EnEV und KfW Zertifikaten
geschehen sind, die durch "Schönrechnen" und systematisches Tricksen
unrichtig sind.


Diese Fachleute sind aber genau die die tricksen und schönrechnen. Wer im Glashaus sitzt.....
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 22.07.2010 10:24:33
1388321
Zitat von crax Beitrag anzeigen
...Es ist ein primärenergetischer Vergleich verschiedener Gebäude auf Grundlage definierter Rahmenbedingungen. Einigen scheint das immer noch nicht klar zu sein.


Ergänzung: es ist Vergleich verschiedener Gebäude inkl. enthaltene Gebäudetechnik... Es reicht oft nur das Energieträger zu wechseln um ganz andere "Bild" hier abzugeben... di Gebäude ist aber genau die selbe.

Ein Käufer (als Laie) kann auf Basis "Würzburger-Model" aber überhaupt nix über "wahre" Enegiekosten (darum gehts dem Käufer in erste Linie) vor Ort erkennen, ohne weitere Vergleiche mit anderen Gebäuden vor Ort bzw. eine Referenz mit gleiche Haustechnik vor Ort und bekanntem Energibedarf. Im Prinzip - brauch er das "Würzbuger-Model" gar nicht!

...

Auch meine (dipl.Ing. -) Energieberaterin hat unsere Haus absolut falsch (deutlich zu schlecht) gerechnet und als "Entschuldigung" nur geracht: "...was wollen Sie... wichtig ist nur das die Bank die Gelder besorgen kann... so steht das vorgeschlagene Massnahmenpacket viel besser da..."

Ich glaube auch - das ist die Praxis!
Verfasser:
crax
Zeit: 22.07.2010 11:19:28
1388338
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
...für die zu erwartenden Energiekosten zu erhalten !!!!

So richtig kennst Du Dich mit der Thematik wohl nicht aus. Es ist eine qualitative Beurteilung möglich, keine quantitative!!!!
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
...
Unter Fachleuten wird geschätzt, dass mehr als 75% der öffentlich subventionierten Maßnahmen auf der Basis von EnEV und KfW Zertifikaten
geschehen sind, die durch "Schönrechnen" und systematisches Tricksen
unrichtig sind.


Selbst wenn "Schöngerechnet" und getrickst wird, die primärenergetische Zielstellung wird insgesamt erreicht und das ist gut so.
Weder EnEV noch KfW Subventionen haben die Wirtschaftlichkeit des Bauherren vordergründig im Fokus.

mfg
Verfasser:
crax
Zeit: 22.07.2010 11:37:41
1388343
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
...Ergänzung: es ist Vergleich verschiedener Gebäude inkl. enthaltene Gebäudetechnik...

So war das auch gemeint! Im Übrigen kauft oder mietet man ein Objekt inkl. der vorhandenen Haustechnik. Insofern ist für einen qualitativen Vergleich Alles vorhanden und gegeben. Wer dann das selbe Gebäude mit anderer Technik vergleichen möchte, kann sich das dann ausrechnen lassen. Völlig unproblematisch.
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
......
Ein Käufer (als Laie) kann auf Basis "Würzburger-Model" aber überhaupt nix über "wahre" Enegiekosten (darum gehts dem Käufer in erste Linie) vor Ort erkennen, ..

Dafür gibt es Fachleute, offenbar allerdings wenige :-) Die können den tatsächlichen Energiebedarf ausrechen. Der Verbrauch ist etwas ganz Anderes! Aber auch den kann man hinreichend genau ermitteln. Dafür ist die EnEV allerdings nicht geeignet.
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
...
Auch meine (dipl.Ing. -) Energieberaterin hat unsere Haus absolut falsch (deutlich zu schlecht) gerechnet und als "Entschuldigung" nur geracht: "...was wollen Sie... wichtig ist nur das die Bank die Gelder besorgen kann... so steht das vorgeschlagene Massnahmenpacket viel besser da..."

Ohne das zu tolerieren, aber, welcher Schaden ist Dir hieraus entstanden? Hast doch vermutlich Dein Darlehen bekommen. Darin bestand doch wohl das Ziel der Beratung - oder?

mfg
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 22.07.2010 12:27:58
1388365
Um das Ganze mal ein wenig zu ordnen:

1. Der verbrauchsorientierte Energieausweis

Hier wird nach der sog. Witterungsbereinigung der realen Verbräuche, der letzten 3 Jahre, ein Verbrauchsmittelwert gebildet. Dieser Wert beinhaltet den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung. Der Wert hängt stark vom Nutzer und dessen Heiz-/Warmwasser- und Lüftungsgewohnheiten ab.
Ein Primärenergiekennwert wird bei dieser Variante nicht angegeben!


2. Der bedarfsorientierte Energieausweis

Es werden alle wärmeabgebenden Flächen mit ihrer spezifischen "Dämmqualität" und der Einbausituation (z.B. gegen Erdreich, gegen unbeizt etc.) berücksichtigt und der Wärmeerzeuger plus das Wärmeabgabesystem (Leitungsstänge, FBH oder HK).
Zu dem wird der Verbauch der Nebenaggregate (Pumpen) berücksichtigt.
Die Wand- und Dachflächen werden nach Ihrer Himmelsorientierung eingegeben (nicht wie es Manche machen: 250 m² Außenwandfläche mit U-Wert x,x).

Als Resultat ergeben sich zwei Werte:

a) der sog. spezifische Endenergiekennwert in kWh/(m²a). Hierin ist der Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Strom für z.B. die Heizungspumpe(n) enthalten (kein Haushaltsstrom - dieser wird nur bei Passivhäusern berücksichtigt)

b) der spezifische Primärenergiekennwert in kWh/(m²a). Dieser beinhaltet zusätzlich zu a) die bei der Gewinnung, Erzeugung und dem Transport des Energieträgers (Öl, Gas etc.) verbrauchte Energie.

Bei der Angabe kWh/(m²a) ist zu beachten, dass es sich nicht um die Wohnfläche, sondern um die sog. Nutzfläche nach EnEV handelt. Diese mit A_N gekennzeichnete Fläche ist teils deutlich größer, als die reale Wohnfläche. Das halte nicht nur ich für "unglücklich".

Keiner der beiden Energieausweise war und ist für einen Energiepreisvergleich gedacht, sondern soll dem Eigentümer/Mieter eine energetische Einschätzung des Gebäudes ermöglichen. Daher ja auch die schönen bunten Balken - Grün ist gut und Rot ist "böse" ;-)

In Anlehnung an die Vermutung eines Teilnehmers hier, könnte man auch behaupten 75 % der Verbraucher/Ausweisersteller kennen die Zusammenhänge nicht ausreichend. Da ich aber kein Freund von Vermutungen bin, sondern von Valuationen, würde ich Beides erst mitteilen, wenn es auf einer fundierten Basis stünde.

Die Qualität eines bedarfsorientierten Ausweises hängt nicht von "Tricksereien", sondern von einer peniblen und fachgerechten Berücksichtigung aller Parameter ab.
Dazu bedarf es eines umfangreichen Fachwissens und Berufserfahrung. Dies speziell zum Thema KfW-Finanzierung gesagt. Die "schwarzen Schafe" fallen bei der Prüfung durch die KfW durchaus auf.

@Veco

Das Du eine besonders "qualifizierte" Beraterin erwischt hast, darüber hatten wir uns ja schon einmal unterhalten. Bei der guten Frau hätten die Alarmglocken läuten müssen, wenn realer und berechneter Verbrauch deutlich auseinander gelegen haben.
Bei den Enegieberatungsberechnungen kann (muß) man (teilweise) von den Standardvorgaben der EnEV abweichen. Das wußte sie wohl nicht.

Gruss
Frank F.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 22.07.2010 12:38:59
1388368
Zitat von crax Beitrag anzeigen
Weder EnEV noch KfW Subventionen haben die Wirtschaftlichkeit des Bauherren vordergründig im Fokus.


So ist es. Weder der Gesetzgeber (EnEV) noch der Kreditgeber (KfW) hat(te) diese Intention. Hier geht es "primär" umd die Einsparung von Energieträgern und die Vermeidung von unnötigen CO2-Ausstößen.

Das man mit einem anständig gedämmten Haus und/oder einer effizienten Heiztechnik auch Geld sparen kann, ist ein netter "Nebeneffekt" (der aber i.A. die "Hauptantriebsquelle" zum Nach-/Umdenken darstellt).

Gruss
Frank F.
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 22.07.2010 15:10:12
1388422
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Ich erstelle auch Energieausweis in Österreich für Ein und Mehrfamilienhäuser und benutze dafür das Programm GEQ von Zehentmaier Software.
Man bedenke dass Österreich 9 Bundesländer hat und der E-Ausweis für jedes derselben ein klein wenig anders auszusehen hat!!

Da meine Programmversion nun schon wieder einmal Updatenotwendig ist, habe ich mich im Net schlaugemacht, da bietet z.B die Softwarefirma ETU ein derartiges Programm für 490,-€ an.
Man kann sich eine Testversion herunterladen welche angeblich alles kann nur ein Ausdruck ist nicht möglich.
Nach einem Test dieser Software frage ich mich welche Anforderungen an den berühmten "Energieausweis" eigentlich gestellt werden, denn mit diesem Programm hat man ein "standard Einfamilienhaus" in 20 min abgehandelt!
Man hat dann 5 Seiten welche angeblich alle Erfordernisse erfüllen, beim GEQ Programm kommt eine detaillierte Baubeschreibung samt Wandschichtenaufbau und einiges andere heraus (sind aber dann auch 30 bis 32 Seiten) allerdings sitzt man dafür etwa 2 Stunden vor dem PC!

Der Vergleich macht Sie dann noch unsicherer, denn das neue GEQ Programm kostet "nur" ca 1650,-€ darin eingeschlossen ist EIN Update innerhalb eines Jahres!

Meine grundsätzliche Schlussfolgerung ist nun "Was ist ein Programm oder der damit erstellte Energieausweis denn überhaupt Wert" wenn schon die Erstellungskriterien derart unterschiedlich sind!
Denn beide Varianten sind in Österreich anerkannt!

Und genau auf diesem Mist wachsen dann diese "Kaffesudangebote"!

Grüße zum Nachdenken

Hannes / ESBG


ETU ist teurer, oder ? 999 EUR kostet der ETU Gebäudeprofi (inkl. ein Bundesland) + 3 D Gebäudeplaner.

GEQ kenne ich ... hab aber viel auch mit Archiphysik 8 gearbeitet ... da kannst die Seiten auswählen die du ausdrucken willst ;-) ...
Verfasser:
Habicht Hugo
Zeit: 22.07.2010 16:20:44
1388451
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Zitat von crax Beitrag anzeigen

So ist es. Weder der Gesetzgeber (EnEV) noch der Kreditgeber (KfW) hat(te) diese Intention. Hier geht es "primär" umd die Einsparung von Energieträgern und die Vermeidung von unnötigen CO2-Ausstößen.

Das man mit einem anständig gedämmten Haus und/oder einer effizienten Heiztechnik auch Geld sparen kann, ist ein netter "Nebeneffekt" (der aber i.A. die "Hauptantriebsquelle" zum Nach-/Umdenken darstellt).

Na, das hörte sich aber zur Einführung des Energieausweises in meiner Erinnerung seitens Presse und Medien ganz anders an. Dazu wird es nach meinem Empfinden von den Menschen in meinem Umkreis auch anders interpretiert.
Wenn es um die Vermeidung unnötiger CO2-Ausstöße ginge, würde ich erst mal den Großteil der Bestandsanlagen in's Auge fassen, die ohne technische Änderung alleine durch Anpassung der Regelungsparameter deutlich effizienter laufen könnten.
Z.B. hat der Voreigentümer unseres Hauses die letzten drei Jahre gut 1/3 mehr Heizöl verblasen, als wir, und der letzte Winter war deutlich kälter und 'länger'. Dazu war er alleinstehend und die Hütte - zumindest bei unseren Besuchen - kalt und muffig. Wir sind zu dritt und meine Frau hat ein sehr hohes Wärmebedürfnis (Wohnzimmer + Bad bei 23 bzw. 24 Grad). Die Einstellungen der Kesselregelung waren auch wirklich haarsträubend, wobei das im Wesentlichen einfach ungeeignete Grundeinstellungen ab Werk waren...
Verfasser:
Habicht Hugo
Zeit: 22.07.2010 16:26:06
1388454
grrrr...
Zitat von crax Beitrag anzeigen

So ist es. Weder der Gesetzgeber (EnEV) noch der Kreditgeber (KfW) hat(te) diese Intention. Hier geht es "primär" umd die Einsparung von Energieträgern und die Vermeidung von unnötigen CO2-Ausstößen.

Das man mit einem anständig gedämmten Haus und/oder einer effizienten Heiztechnik auch Geld sparen kann, ist ein netter "Nebeneffekt" (der aber i.A. die "Hauptantriebsquelle" zum Nach-/Umdenken darstellt).

Na, das hörte sich aber zur Einführung des Energieausweises in meiner Erinnerung seitens Presse und Medien ganz anders an. Dazu wird es nach meinem Empfinden von den Menschen in meinem Umkreis auch anders interpretiert.
Wenn es um die Vermeidung unnötiger CO2-Ausstöße ginge, würde ich erst mal den Großteil der Bestandsanlagen in's Auge fassen, die ohne technische Änderung alleine durch Anpassung der Regelungsparameter deutlich effizienter laufen könnten.
Z.B. hat der Voreigentümer unseres Hauses die letzten drei Jahre gut 1/3 mehr Heizöl verblasen, als wir, und der letzte Winter war deutlich kälter und 'länger'. Dazu war er alleinstehend und die Hütte - zumindest bei unseren Besuchen - kalt und muffig. Wir sind zu dritt und meine Frau hat ein sehr hohes Wärmebedürfnis (Wohnzimmer + Bad bei 23 bzw. 24 Grad). Die Einstellungen der Kesselregelung waren auch wirklich haarsträubend, wobei das im Wesentlichen einfach ungeeignete Grundeinstellungen ab Werk waren...
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 22.07.2010 16:35:57
1388458
Zitat von crax Beitrag anzeigen
Ohne das zu tolerieren, aber, welcher Schaden ist Dir hieraus entstanden? Hast doch vermutlich Dein Darlehen bekommen. Darin bestand doch wohl das Ziel der Beratung - oder?

Welche Scahden... - was ist das für Frage?

1) Wenn ich das Haus ohne weitere Investitionen verkaufen möchte ist es (unter anderem) durch "schlechtrechenrei" weniger Wert - mir wurde echtes Geld aus der Tasche gezogen... :-(((

2) Wenn irgendjemanden bei der Bank diese "Trix" auffallen würden - wer ist dan der Affe? Ganz zu schweigen davon, wenn es ein schon erteilte Darlehen wegen Betrügereien zurückgezogen würde... Sag bitte nicht - tut es keiner prüfen... :-((
Es wehre jedenfalls Zeit es genauer zu schauen wofür man das billigere Geld locker macht...

3) Rechnerisch müsste ich auch mehr Geld investieren um auf "akzeptable Dämmung" nach EnEV-Richtlineie zu kommen - wieder MEIN Geld... :-((

...reicht das nicht?

Nöööö... es ist mein Ding wofür ich ein Fachmann beauftrage und bezahle - belügen kann ich mich aus selber! Ein Darlehen war gar nicht mein Ziel - besonders nicht mit "getürkten" Unterlagen... so viel Selbstachtung (im Bezug auf Betrugsversuch) soll einem schon wichtig sein.

Ich wollte lediglich mir ansehen was man so tun müsste/könnte um es eventuell in Eigenleistung zu machen (damals schon wisend das ich bald Ruheständler bin) - ... und ich plane sowieso das Haus innerhalb 10 Jahren zu verkaufen, de es uns inzwischen viel zu groß geworden ist und vor allem auch überhaupt nicht altersgerecht mit täglichem Treppenlauf von WZ ins SZ ...oder Bad. Unter Dach gibt es Räume die ich seit Monaten nicht gesehen habe...
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 22.07.2010 16:58:39
1388467
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
...@Veco... Das Du eine besonders "qualifizierte" Beraterin erwischt hast, darüber hatten wir uns ja schon einmal unterhalten....
Ja Frank, wir haben uns darüber unterhalten - ... und ich möchte gar nicht wissen, wieviele solche "Fachleute" dene Leute viel Geld aud der tasche zihen - ganz ohne Grund. Es gibt leider immer noch Leute die glauben (...und schlimmer noch - auch anderen weiß machen wollen), das man ein Fachmann beauftragen müsste um den einfache "Energiepass" zu bekommen... um dem Gesetz genüge zu tun, wenn ein Mieter danach frägt.

So exklusive Häuser wie Du es "im Regel" bearbeitest Frank, sind im D in deutliche minderzahl. Für meisten reicht völlig das Ausweis des "Online-Chinamann"...
Verfasser:
crax
Zeit: 22.07.2010 17:26:40
1388475
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
...1) Wenn ich das Haus ohne weitere Investitionen verkaufen möchte ist es (unter anderem) durch "schlechtrechenrei" weniger Wert - mir wurde echtes Geld aus der Tasche gezogen... :-(((

Warum hast Du nicht reklamiert, wenn es so schlecht oder gar falsch war?
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
...
2) Wenn irgendjemanden bei der Bank diese "Trix" auffallen würden - wer ist dan der Affe?

Ganz klar der Verursacher.
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
...
Ganz zu schweigen davon, wenn es ein schon erteilte Darlehen wegen Betrügereien zurückgezogen würde... Sag bitte nicht - tut es keiner prüfen... :-((

Betrug setzt, glaube ich, Vorsatz und Absicht voraus. Das kann man wohl nicht pauschalieren bzw. unterstellen. Fehler und Irrtum ist etwas Anderes.
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
...
3) Rechnerisch müsste ich auch mehr Geld investieren um auf "akzeptable Dämmung" nach EnEV-Richtlineie zu kommen - wieder MEIN Geld... :-((

Mit mehr Dämmung sparst Du doch auch mehr Heizenergie. Wo ist jetzt Dein Problem?

mfg
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 22.07.2010 18:43:49
1388495
Zitat von Habicht Hugo Beitrag anzeigen
grrrr...
Zitat von crax Beitrag anzeigen

So ist es. Weder der Gesetzgeber (EnEV) noch der Kreditgeber (KfW) hat(te) diese Intention. Hier geht es "primär" umd die Einsparung von Energieträgern und die Vermeidung von unnötigen CO2-Ausstößen.

Das man mit einem anständig gedämmten Haus und/oder einer effizienten Heiztechnik auch Geld sparen kann, ist ein netter "Nebeneffekt" (der aber i.A. die "Hauptantriebsquelle" zum Nach-/Umdenken darstellt).

Na, das hörte sich aber zur Einführung des Energieausweises in meiner Erinnerung seitens Presse und Medien ganz anders an. Dazu wird es nach meinem Empfinden von den Menschen in meinem Umkreis auch anders interpretiert.
Wenn es um die Vermeidung unnötiger CO2-Ausstöße ginge, würde ich erst mal den Großteil der Bestandsanlagen in's Auge fassen, die ohne technische Änderung alleine durch Anpassung der Regelungsparameter deutlich effizienter laufen könnten.
Z.B. hat der Voreigentümer unseres Hauses die letzten drei Jahre gut 1/3 mehr Heizöl verblasen, als wir, und der letzte Winter war deutlich kälter und 'länger'. Dazu war er alleinstehend und die Hütte - zumindest bei unseren Besuchen - kalt und muffig. Wir sind zu dritt und meine Frau hat ein sehr hohes Wärmebedürfnis (Wohnzimmer + Bad bei 23 bzw. 24 Grad). Die Einstellungen der Kesselregelung waren auch wirklich haarsträubend, wobei das im Wesentlichen einfach ungeeignete Grundeinstellungen ab Werk waren...


Leider ist die Kommunizierung des Sinns/der Ziele der Energieausweise recht mangelhaft (gewesen). Um Geld ging es nie. Der Anreiz Energie/Ressourcen einzusparen funktioniert aber scheinbar nur über die Iwan Petrowitsch-Methode. Als Hundebesitzer kenne ich mich mit den Methoden des Herrn Pawlow recht gut aus :-) Wo der Nucleus accumbens beim Menschen sitzt und wie man ihn stimuliert, ist ja auch bekannt.

Bestandsanlagen ist eines meiner Themen. Da stoße ich mit Dir ins gleiche Horn.
Aber da eine verschwindend geringe Zahl der Heizungsbesitzer im Thema ist, braucht es einen Initiator, der auf das Thema aufmerksam macht und Hilfestellung gibt. Dies geschieht u.a. bei einer sog. Vor-Ort-Beratung durch einen Gebäudeenergieberater. Eigentlich sollte/könnte das auch der HB machen, eigentlich ...

Die Verbrauchsausweise sind in meinen Augen (und in Fachkreisen) wenig wert (milde formuliert) - was man ja auch am Preis sehen kann.

Wer 1000sende davon "erstellt" (bzw. die Arbeit die Kunden machen läßt) kann die dann problemlos "billig" anbieten und trotzdem noch den großen Reibach machen. (erinnert mich an die "Motivationsmethoden" eines großen Elch-Möbelhauses).

@Veco
Mein Tip für Dich zur Wertsteigerung Deines Hauses. Laß Dir im Inet einen Verbrauchsausweis ausstellen. Aber nicht den teuren von Tchibo, sondern wenn schon billig, dann aber richtig: den hier verlinkten 20 Euro-Ausweis.

Gruss
Frank F.

P.S.: Den Wert des Produktes aus kWh x Preis je Einheit kann jeder Hausbesitzer/Mieter berechnen und das auf tagesaktueller Preisbasis.
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 22.07.2010 20:39:13
1388528
Zitat von crax Beitrag anzeigen
Mit mehr Dämmung sparst Du doch auch mehr Heizenergie. Wo ist jetzt Dein Problem?
Wo ist mein Problem? Ich sehe, mit dir kann man nicht sachlich diskutieren - ...bist wohl einer der Leuten möglichst dicke WDVS anderhen will... (1-2cm mehr kosten doch nicht viel... und wenn wir schon dabei sind, dann nehmen wir noch mal 2-3cm dazu...) :-((
Aber natürlich - ist nicht Dein Geld mit dem Du dabei spielst und es ist nicht dein haus das wie ein Bunker aussieht danach... das ist mein Problem bei der Geschichte!

Leider ist es hier falsche Thread um Dir zu erklären, das ich bis heute keine WDVS habe und trotzdem (für Bruchteil der "geplante investition") mein Enegiebedarf mehr als halbiert habe... - eigentlich fast auf Passivhaus-Niveau... Frank kennt die ganze Geschichte und Du kannst gerne im Forum danach suchen...

Lassen wir es!

Natürlich habe ich reklamiert und leider keine Einsicht erfahren (mit entsprechenden Folgen die ich eingeleitet habe)... es geht aber darum, das nicht jeder Laie eine Facharbeit übeprüfen kann (oder sollte) um sicher zu sein, das man für eigenes Geld auch gute Arbeit erhalten hat... es geht darum das viel Mist verkauft wird als Facharbeit... es geht darum das man einem keine Doktorarbeit verkaufen will, wenn auch Chinamann-Arbeit Völlig reicht - um zurüch "on Topic" zu kommen.
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 22.07.2010 20:46:02
1388529
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
@Veco
Mein Tip für Dich zur Wertsteigerung Deines Hauses. Laß Dir im Inet einen Verbrauchsausweis ausstellen. Aber nicht den teuren von Tchibo, sondern wenn schon billig, dann aber richtig: den hier verlinkten 20 Euro-Ausweis.
... es geht nicht um Wertsteigerung die ich auf betrügerische weise dem Käufer andrehen will - es geht um dem Gesetzgeber entsprechend genau das zu liefern, was der Verlangt ... und keine "Doktorarbeit".
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 22.07.2010 21:21:40
1388540
Der Energieausweis läßt natürlich bis zu einem bestimmten Grad einen Vergleich von Gebäuden und eine grobe Heizkostenermittlung für den Käufer/Mieter zu.

Das Nutzerverhalten kann nicht erfasst werden und es ist immer so, dass auch die genauem klimatischen Verhältnisse die standortabhängig sind nicht/niemals genau erfasst werden können.

Bei der detailierten Verschattungsberechnung werden ja z.B. auch nur umliegende Häuser berücksichtigt, nicht umliegende Bäume .... z.B. .... liege ich richtig Hannes/esbg ? :-)

@ Veco

Natürlich kann auch ein online ausgestellter Energieausweis sehr genau sein. es kommt auf die Qualität des Berechnungsprogrammes und auf das Vorhandensein möglichst genauer Daten zum gebäude und Heizsystem drauf an. Nicht immer ist man nach einer Begehnung schlauer ;-)).
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 22.07.2010 21:24:07
1388541
@ crax

Veco hat ne Luftkollektoranlage :-)
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 23.07.2010 00:04:43
1388571
Zum Vergleichswert der Energiepäse (eine Lachnummer):

Die Geschichte:
2 scheinbar identische Reihenhäuser (man könte denken das selbe Haus lt. Fotos) sind zum Verkauf angeboten - im Expose ist (nach geltendem Recht) auch das bedarfsorientierte Energieausweis beigefügt - natürlich durch Experten beglaubigt. Der Verkaufspreis ist auch gleich - im Prinzip ein "Schnäppchen"!

Haus A:
spezifische Endenergiekennwert 133,3 kWh/(m²a).
spezifische Primärenergiekennwert 400 kWh/(m²a).
Effizienzklasse "I" ... ganz schön rot!

Haus B:
spezifische Endenergiekennwert 133,3 kWh/(m²a).
spezifische Primärenergiekennwert 26,6 kWh/(m²a).
Effizienzklasse "A" ... grüner geht nicht mehr!




Erläuterung der Effizienzklassen (Quelle):

"A" - entspricht Definition des "KfW-Energiesparhaus 40"; ist etwa
energetisch gleichwertig mit dem Passivhaus (Definition gemäß
Passivhaus-Institut: Heizwärmebedarf < 15 kWh/(m²WFa) +
effiziente Anlagentechnik)

"I" - typisch für Altbauten im Urzustand mit Einfachverglasung und
ineffizienter Zentralheizung

Welche der 2 Häuser ist wertvoller... welche soll man am besten gleich vergessen und nicht mal ansehen?

Nun liebe Experten, wer traut sich mir hier ein Rat zu geben?

mfg Veco

PS. Ich habe mich für Haus "A" entschieden - im Garten gab ein Schaukelstuhl...
Die Auflösung des "Rätsel" kommt danach... ;-))
Verfasser:
JoRy
Zeit: 23.07.2010 10:12:35
1388653
""Ohne das zu tolerieren, aber, welcher Schaden ist Dir hieraus entstanden? Hast doch vermutlich Dein Darlehen bekommen. Darin bestand doch wohl das Ziel der Beratung - oder?""
--------
""So richtig kennst Du Dich mit der Thematik wohl nicht aus. Es ist eine qualitative Beurteilung möglich, keine quantitative!!!!""

Wer sowas schreibt und nicht merkt wie er sich selbst widerspricht, offenbart ein höchst gespaltenes Verhältnis zur Zielsetzung des EEG
sowie aller Förderprogramme der MAP über KfW.
Einfach ein seltsames Rechtsbewußtsein !

Einem Passaussteller, der frech meint--
--Hast doch vermutlich Dein Darlehen bekommen. Darin bestand doch wohl das Ziel der Beratung - oder?--
sollte direkt die BAFA und dena Registrierung entzogen werden.

Aber der Bauherr der in gutem Glauben diese Passaustellung benutzt
macht sich des Subventionsbetruges mit falschen Angaben strafbar.

-Der Herr/Frau Energieberater, der in Wirklichkeit nie den Nachweis der Fachkunde, wie er vom BImSchG in der 5.BImSchV geregelt ist, hat
nachweisen können, ist nicht greifbar, weil er sich immer mit den "falschen "Angaben" des Bauherren rausredet.

Wir haben nie ein Haus per EnEV schöngerechnet !

Das bedingt aber eine seriöse Bau-Bestandsaufnahme, und dann ist
der bedarfsabhängige Ausweis nicht zum Tschibo-Preis und auch nicht
nach den dena-Richtpreisen machbar. Das ist und bleibt Fakt !

Wieviele Häuser KfW Darlehen beantragt und bekommen haben,
obwohl die gerechneten und versprochenen Einsparungen nie realistisch waren kann sich jeder googeln.
Es gibt dazu zwar nur Schätzungen, aber da sind wir wieder bei
der Politik die mit Steuergeldern rumwirft ohne eine qualifizierte
Exekutvie und Kontrolle.

Gruß JoRy
Verfasser:
crax
Zeit: 23.07.2010 11:37:58
1388694
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
...Wer sowas schreibt und nicht merkt wie er sich selbst widerspricht, offenbart ein höchst gespaltenes Verhältnis zur Zielsetzung des EEG sowie aller Förderprogramme der MAP über KfW.
Einfach ein seltsames Rechtsbewußtsein !

Man sollte nicht nur lesen können, sondern auch verstehen! So schwer ist das nun wirklich nicht.
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
...Einem Passaussteller, der frech meint--..

Ein Pass wird nicht mehr ausgestellt! Es gibt einen Nachweis und einen Ausweis. Das solltest Du eigentlich wissen.
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
...Aber der Bauherr der in gutem Glauben diese Passaustellung benutzt macht sich des Subventionsbetruges mit falschen Angaben strafbar.

Auch nicht richtig. Der Aussteller ist für seine Tätigkeit verantwortlich, der Auftraggeber nur im Rahmen seiner Mitwirkung.
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
..., ist nicht greifbar, weil er sich immer mit den "falschen "Angaben" des Bauherren rausredet.

Wenn die Angaben des Bauherren (AG) richtig sind, besteht doch überhaupt kein Problem - oder?
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
...
Wir haben nie ein Haus per EnEV schöngerechnet !

Ich auch nicht, da hierdurch für den Bauherren wirtschaftliche Nachteile entstehen. Du solltest versuchen das Geschriebene besser zu verstehen, ehe Du ungerechtfertigte Vorwürfe erhebst!

mfg
Verfasser:
Habicht Hugo
Zeit: 23.07.2010 12:45:44
1388709
Die Frage, was so ein Energieausweiss wert ist, wird doch eigentlich alleine dadurch eindeutig beantwortet, dass Tschibo den zu dem Preis (auf Basis laienhafter Angaben) anbieten kann.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 23.07.2010 13:10:16
1388715
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
@Veco
Mein Tip für Dich zur Wertsteigerung Deines Hauses. Laß Dir im Inet einen Verbrauchsausweis ausstellen. Aber nicht den teuren von Tchibo, sondern wenn schon billig, dann aber richtig: den hier verlinkten 20 Euro-Ausweis.
... es geht nicht um Wertsteigerung die ich auf betrügerische weise dem Käufer andrehen will - es geht um dem Gesetzgeber entsprechend genau das zu liefern, was der Verlangt ... und keine "Doktorarbeit".


Mein Tip war durchaus ernst gemeint. Du sollst nicht betrügen, sondern Dir auf der Grundlage Deines realen Energieverbrauchs einen Verbrauchsausweis ausstellen lassen.
Wie ich Dich verstanden habe, weicht der erstellte Bedarfsausweis unverhältnismäßig hoch von Deinem realen Verbauch ab.
Du verhälst Dich also vollkommen gesetzeskonform, wenn Du Dir einen Verbr.ausweis ausstellen läßt.

Ob der nächste Eigentümer allerdings auch Deine Verbrauchswerte erzielen kann - das steht in den Sternen. Hier schließt sich der Kreis der Kritik am Verbrauchsausweis. Das Deine Energieberaterin kein für Dich befriedigendes Berechnungsergebnis präsentieren konnte, könnte vielleicht auch an Dir liegen - Du gehst einfach zu problembewußt mit dem Thema Energieverbrauch um ;-)

Gruss
Frank F.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 23.07.2010 13:20:24
1388718
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
Das bedingt aber eine seriöse Bau-Bestandsaufnahme, und dann ist der bedarfsabhängige Ausweis nicht zum Tschibo-Preis und auch nicht nach den dena-Richtpreisen machbar. Das ist und bleibt Fakt !


Genau so ist es! Die Bestandsaufnahme ist ein wesentlicher Zeitfaktor. Das man teilweise unzureichende Zeichnungen erhält ein anderer "Zeitfresser".
Wenn das allerdings alles der Kunde selber erledigt, ("ist das fachgerecht", muß einen ja nicht kümmern, wenn man keinen Anspruch an seine Arbeit stellt) könnten wir das auch für 90 Euro machen. Werden wir aber nicht tun, obwohl so ein Abfragemodul schnell ins Inet gestellt ist.

Gruss
Frank F.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 23.07.2010 13:33:13
1388723
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
Zum Vergleichswert der Energiepäse (eine Lachnummer):

Die Geschichte:
2 scheinbar identische Reihenhäuser (man könte denken das selbe Haus lt. Fotos) sind zum Verkauf angeboten - im Expose ist (nach geltendem Recht) auch das bedarfsorientierte Energieausweis beigefügt - natürlich durch Experten beglaubigt. Der Verkaufspreis ist auch gleich - im Prinzip ein "Schnäppchen"!

Haus A:
spezifische Endenergiekennwert 133,3 kWh/(m²a).
spezifische Primärenergiekennwert 400 kWh/(m²a).
Effizienzklasse "I" ... ganz schön rot!

Haus B:
spezifische Endenergiekennwert 133,3 kWh/(m²a).
spezifische Primärenergiekennwert 26,6 kWh/(m²a).
Effizienzklasse "A" ... grüner geht nicht mehr!

Welche der 2 Häuser ist wertvoller... welche soll man am besten gleich vergessen und nicht mal ansehen?

Nun liebe Experten, wer traut sich mir hier ein Rat zu geben?


Da fällt die Wahl bei gleichem Preis nicht so schwer. Haus A scheint eine veraltete Ölheizung zu besitzen und in Haus B werkelt ein Heizsystem, das mit Holz betrieben wird.
Nicht nur die günstigeren Betriebskosten sprechen also für Haus B. Bei gleichem Endenergiekennwert sollte man nicht die 2-fache Primärenergie vergeuden. Anders ausgedrückt man könnte 3 Häuser vom Typ B beheizen, um auf den Qp-Wert von Haus A zu kommen. Das müßte doch auch gegen Dein Effizienzdenken gehen oder? Auch wenn man die "Vorprozesskette" des jeweiligen Energieträgers nicht sieht, bedenken sollte man sie immer.

Du mit Deinem Luftkollektor hast da gut lachen :-))

Gruss
Frank F.

P.S.: Ansehen würde ich mir Beide. Die Ölheizung könnte man ja ersetzen, aber vielleicht hat das Haus ja andere nicht veränderliche Vorteile (es handelt sich z.B. um das Süd-West-Haus).
Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 23.07.2010 14:08:13
1388734
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen

Du mit Deinem Luftkollektor hast da gut lachen :-))

Hallo Frank,

wie würde denn Vecos Luftkollektor - Marke Eigenbau und ohne Solar Keymark - bei einem bedarfsorientierten Ausweis berücksichtigt werden?
Er erfüllt ja nicht mal die Anforderungen an die regenerative Baupflicht und funktioniert somit ohne staatlichen Seegen...

Die Frage ist ernst gemeint!

Grüße
Stefan
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 23.07.2010 15:19:17
1388770
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Du verhälst Dich also vollkommen gesetzeskonform, wenn Du Dir einen Verbr.ausweis ausstellen läßt.
Ist es nicht so, das man jetzt nur noch ein Bedarfsausweis ausstellen lassen kann?
War nicht die rede davon, das man Verbrauchspässe nur bis Ende 2008 oder 2009 ausstellen lassen kann?
Leider das habe ich schon länger nicht mehr geprüft...

Vor Gesetzt sind beide Pässe "gleichwertig"... sogar ein Bedarfspass mit Stromaufwandzahl 3 ist ´"gleichwertig" zum heutigen mit Strom-mix-faktor 2,7... Also, wer hier noch eine Vergelichsmöglichkeit für Käufer "unterstellt" ist wirklich ein Papier-Tiger dem die Praxis eigentlich egal ist... :-((

Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Das Deine Energieberaterin kein für Dich befriedigendes Berechnungsergebnis präsentieren konnte, könnte vielleicht auch an Dir liegen - Du gehst einfach zu problembewußt mit dem Thema Energieverbrauch um ;-)
So kan man nicht stehen lassen.
Als ich das EBvO beauftrag habe, war ich gerade in "Planungsphase" der möglichen Energiesanierungsmassnahmen. Es gab noch weder die WP noch meine LK-Anlage... es gab nur eine Öl- und EVU-Rechnung das mir für die Zukunft sorgen gemacht hat - und darum "musste" ich handeln.

Die "Fachfrau" hat mein Haus schlecht gerechnet NUR um mir zu zeigen wie "schnell" sich die Investitionen bei mir lohnen würden ... und wie notwendig das alles ist - ich glaube nur, weil ich bei Erstbegehung gefragt habe ob sich alle die Massnahmen die Sie für notwendig hält (WDVS, neue Fenster, noch bessere Dachdämmung, Solaranlage ggf. ZH statt unsere Kachelofen-Luftheizung...) und andere "Vorschläge" in meinem Leben auch rentieren könnten - oder ich meinen Erben die Schulden ins Testament schreiben soll...

Ich glaube gegen über Dir schon erwähnt zu haben, das Ihr Mann eine Firma unterhält die "schwups-die-wups" alle meine Probleme lösen kann - nur das Darlehen muss ich noch bei der Bank sicherstellen und dafür ist die "Fach-Expositur" sehr überzeugend... Mir kommt heute noch die Galle hoch wenn ich an all die Mist-Rechnereien denke... Obwohl ich Ihr gezeigt habe Öl-Rechnungen von mind. 3 Jahre zurück mit um die 2000-2100 Liter/Jahr, nach Ihre Rechnung brauche ich über 3.500L/Jahr und mein Offen (das uns seit 15 Jahre wärmt) mit 9kW ist viel zu klein - soll mindestens 14-15kW rein kommen, wenn ich die Dämmmasnahmen nicht gleich erledigen lasse... So ein Quatsch... und noch einiges mehr. Ensprechend hoch war natürlich das "Masnahmenkatalog" teuer... Ah, reden wir lieber nicht mehr davon!

...

Oben habe ich eine Aufgabe für euch Fachleute gestellt - traut sich keiner mir hier "Rat" zu geben? Wie soll dann ein Laie-Käufer auf Grund vom Energiepass hier seine kaufentscheidung treffen, wenn Ihr schon kneift... ;-))
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 23.07.2010 15:31:19
1388773
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Nicht nur die günstigeren Betriebskosten sprechen also für Haus B.

Sorry Frank, ich sehe gerade das Du dir die Sache doch angesehen hast... und ich habe natürlich gerechnet damit, das (nicht nur Du) JEDER damit verschaukelt wird (darum der Schaukel in Garten)... ;-))

Mein Ziel ist es zu zeigen wie wenig aussagend sind die Pässe heute - bzw. wollte ich rechtferigen warum ich dafür nicht mal den Chibo-Preis bezahlen möchte...

Auflösung:
Es ist ein und der selbe Haus!!!
Haus A hat im jedem raum ein Nachtspeicher Ofen...
Haus B hat im jedem Raum ein einfache Werkstattofen mit Holz...

Damit ist Haus A super schlecht und Haus B super gut... angeblich! Jedoch kein der beide Heizquellen kann man eigentlich behalten. Der Pass aber gaukelt einem ganz was falsches.

Schaukel.... schaukel.... schaukel....
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 23.07.2010 15:39:03
1388776
Für mtlesende Laien (wie Ich)
Energieaufwandszahl bei Strom-Mix war früher 3, heute 2,7 fache Energiebedarf...
Holz wird aber mit Faktor 0,2 gerechnet um Primärenergieaufwand zu berechnen.

Wie soll ein Käufer auf Grund vom Pass-Ampel die "bessere" Imobilie erkennen?

Sorry wenn ch "Facbegriffe" nicht ganz korrekt benennen kann... ;-))
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 23.07.2010 15:49:50
1388780
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
...wie würde denn Vecos Luftkollektor - Marke Eigenbau und ohne Solar Keymark - bei einem bedarfsorientierten Ausweis berücksichtigt werden? Er erfüllt ja nicht mal die Anforderungen an die regenerative Baupflicht und funktioniert somit ohne staatlichen Seegen...

Die Frage ist ernst gemeint!
Besten Dank Stefan, hätte mich auch interessiert - gilt natürlih auch bei eine "klassische" SA Marke Eigenbau... ;-))
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 23.07.2010 16:05:41
1388789
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen

Die "Fachfrau" hat mein Haus schlecht gerechnet NUR um mir zu zeigen wie "schnell" sich die Investitionen bei mir lohnen würden ... und wie notwendig das alles ist - ich glaube nur, weil ich bei Erstbegehung gefragt habe ob sich alle die Massnahmen die Sie für notwendig hält (WDVS, neue Fenster, noch bessere Dachdämmung, Solaranlage ggf. ZH statt unsere Kachelofen-Luftheizung...) und andere "Vorschläge" in meinem Leben auch rentieren könnten - oder ich meinen Erben die Schulden ins Testament schreiben soll...

Ich glaube gegen über Dir schon erwähnt zu haben, das Ihr Mann eine Firma unterhält die "schwups-die-wups" alle meine Probleme lösen kann - nur das Darlehen muss ich noch bei der Bank sicherstellen und dafür ist die "Fach-Expositur" sehr überzeugend... Mir kommt heute noch die Galle hoch wenn ich an all die Mist-Rechnereien denke...


Ich glaube Dir damals geschrieben zu haben, dass Die Dame sowohl für die Schlechtrechnerei (so diese bewußt gemacht wurde), als auch für die Erwähnung des Betriebes Ihres Mannes, zur Rechenschaft hätte gezogen werden müssen/können.
Sie hätte ganz klar gegen die BAFA-Vorschriften und die Erklärung die sie gegenüber dieser Behörde abgeben mußte verstoßen.

Zitat aus den Richtlinien:

3.2. Als Berater ist nicht antragsberechtigt, wer mit der Beratung ein wirtschaftliches Eigeninteresse an bestimmten Investitionsentscheidungen des Beratenen haben kann und deshalb nicht unabhängig ist. ...

3.2.5. nicht unabhängig von Produkten, Anbietern oder Vertriebsstrukturen handelt oder den entsprechenden Eindruck erweckt.

Dann gehörte Sie aus dem Verkehr gezogen. Deine Erbostheit ist mehr als verständlich.

Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen

Oben habe ich eine Aufgabe für euch Fachleute gestellt - traut sich keiner mir hier "Rat" zu geben? Wie soll dann ein Laie-Käufer auf Grund vom Energiepass hier seine kaufentscheidung treffen, wenn Ihr schon kneift... ;-))


Ich für meinen Teil habe Dir schon eine differenzierte Antwort gegeben. Hast Du wohl überlesen.

Gruss
Frank F.
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 23.07.2010 16:19:23
1388795
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Ich für meinen Teil habe Dir schon eine differenzierte Antwort gegeben. Hast Du wohl überlesen.
Stimmt, als Fachmann hast Du den "Holz gerochen"... - ein Laie (Käufer) häte hier weis Gott wie wenig Energiebedarf verstanden oder eine tolle energiesparende Bauweise... und das total uneffizeinte Haus gar nicht angeschaut (bei gleichem Preis).

Genau das ist das Problem: Energiepass ist total an Praxis vorbei... nichts aussagend... bzw. sogar führt zum Irrtum.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 23.07.2010 16:25:12
1388797
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Nicht nur die günstigeren Betriebskosten sprechen also für Haus B.


Mein Ziel ist es zu zeigen wie wenig aussagend sind die Pässe heute - bzw. wollte ich rechtferigen warum ich dafür nicht mal den Chibo-Preis bezahlen möchte...

Auflösung:
Es ist ein und der selbe Haus!!!
Haus A hat im jedem raum ein Nachtspeicher Ofen...
Haus B hat im jedem Raum ein einfache Werkstattofen mit Holz...

Damit ist Haus A super schlecht und Haus B super gut... angeblich! Jedoch kein der beide Heizquellen kann man eigentlich behalten. Der Pass aber gaukelt einem ganz was falsches.


Hallo Veco,

Im Unterschied zum Verbrauchsausweis hat man ja im Bedarfsausweis zwei Werte zur Verfügung: a) Endenergiebedarf und b) Primärenergiebedarf.
Zu dem wird der Energieträger (ob Holz, Gas oder Strom etc.) in beiden Varianten erwähnt. Insofern war Dein Rätsel etwas unfair, da diese Angabe fehlte ;-)

Quintessenz bleibt, dass Haus A primärenergetisch (und auch kostenmäßig bei einer Beheizung durch Strom) eine Katastrophe ist und Haus A da ganz gut dasteht.

Ich würde also immer noch zu Haus B tendieren (besonders da ich jetzt weiß, dass da wahrscheinlich asbesthaltige Öfen teuer entsorgt werden müssen und dass ganze Haus, durch den jahrzehntelangen Betrieb dieser Dinger, kontaminiert ist). Eine neue "Wärmeverteilstruktur" benötigen beide Gebäude.

Ich gebe Dir aber Recht, dass die ganze Sache für einen Laien eher ein Verwirrspiel darstellt. Aber dafür gibt es ja Menschen wie mich, die da ein wenig Licht ins Dunkel bringen können (hier sogar völlig kostenlos) ;-)

Gruss
Frank F.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 23.07.2010 16:28:18
1388801
Kleine Korrektur. Ja die leider immer noch fehlende (meinetwegen zeitich begrenzte) Edit-Funktion ...

Quintessenz bleibt, dass Haus A primärenergetisch (und auch kostenmäßig bei einer Beheizung durch Strom) eine Katastrophe ist und Haus B da ganz gut dasteht.
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 23.07.2010 17:00:30
1388814
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Kleine Korrektur. Ja die leider immer noch fehlende (meinetwegen zeitich begrenzte) Edit-Funktion ...

Quintessenz bleibt, dass Haus A primärenergetisch (und auch kostenmäßig bei einer Beheizung durch Strom) eine Katastrophe ist und Haus B da ganz gut dasteht.
Ich sehe schon, das Dir klaar ist wo mein Kritikpunkt ist...

...untertreben wir nicht - das Haus "B" ist in bestmögliche Primärenergieklasse eingestuft - und diese "Semaphor" wird ganz schön gross und bunt auf der erste Seite, gleich unter Foto im Energiepass gezeichent - ...alles andere wird nur "Kleingeschrieben"...

Auf 2. Seite Berwertung Gebäudehülle und Anlagetechnik fällt sofort ins Auge. In meinem Beispiel bekommt die Anlagetechnik die Bestnote - für poplige Werkstättoffen... das ist doch Mist. Energieeffizienz wird noch mal mit ganz grossem "A" dargestellt... Seite 3 das gleiche: einzige bunte "Bild" ist ganz gross die "Energieklasse" - Rest ist Kleinschrifft...

Was soll dann ein Laie hier interpretieren? Hat der Gesetzgeber geplant das man mit dem Ausweis immer ein Fachmann befragen muss - im Zieleerklärung liest man aber anderst: Käufer und Mieter sollen erkennen was die haben...
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 23.07.2010 18:58:30
1388855
Hallo Veco,

sieh Dir mal unsere Ausweise an (bischen runterscrollen).
Da steht nichts von Klasse A oder B etc., sondern im Falle des Bedarfsausweises wird sauber zwischen Primär- und Endenergiebedarf unterschieden.

Wie alt sind denn Deine Ausweise?

Gruss
Frank F.
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