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Haustechnikforum
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Seite 4 von 4 [Beitrag 106 bis 118 von 118]erste <1234>letzte 
Viessmann WB3 Vitodens 300 Heizkreispumpe defekt
Verfasser:
Kugelschreiber
Zeit:
22.04.2010 20:24:23
1352773
Hallo allesamt!

ich bins mal wieder, denn nach gut einem Jahr ist die HK-Pumpe leider wieder ausgefallen! Diesmal einfach A4-Fehler, Pumpe ohne Funktion, frieren. Kein hin- und her, keine Geräusche.
(@Holgi: nein, die Kondensatoren haben sich bisher nicht losgeruckelt. Aber danke für Deinen Hinweis.)

Nachmessen ergab: Diesmal haben die beiden 22uF-Kondensatoren nur noch 18 bzw. 16uF gehabt. Den 100er konnte ich nicht vermessen, auf jeden Fall über 20uF, mehr misst mein Multimeter nicht.
Der 2,6uF/400V Kondensator hat noch 2.6uF.
Das graue Teil welches gerne mit einem Relais verwechselt wird, hatte auch noch seine volle Kapazität. ist m.E. übrigens keine RC-Glied, sondern ein MKP-Kondensator (d.h. Folienkondensator)
Den 0,1uF-Kondensator habe ich in eingebauten Zustand vermessen, das waren 0,08uF. auch etwas wenig, aber da der Kondensator schwer auszuwechseln ist, habe ich es mal so probiert: Pumpe läuft wieder (mittlerweile seit ca. 24h, ob es anhält muss sich noch zeigen...)

Hiermeine Fragen:
- hat noch jemand bereits einen "Rückfall" erlebt?
- hat jemand eine Idee, wie es dazu kommen kann? Normalerweise dürfen Elkos doch nicht innerhalb von 15 Monaten ausfallen!

Ich habe mich gefragt, ob es daran liegt, dass die Betriebsspannung der Elkos zu gering dimensioniert war, oder an der Temperatur, der die Elektronik ausgesetzt ist. Was man im Laden so kaufen kann, hat immer eine Betriebstemperatur von max. 105Grad. Upgrade unmöglich. Also habe ich NOCH spannungsfestere Elkos gekauft, die sich so gerade noch eben reinquetschen lassen.

Ob es auch sein kann, dass es sich nur um einen Folgefehler handelt, und noch wo anders ein Wurm drin steckt?

Oder habe ich im Eifer die Polarität beim ersten Mal vertauscht...
Die beiden Elkos, die dich beieinander liegen (100+22 zeigen bei mir mit dem -Pol aufeinander. Bei dem anderen 22er zeigt der -Pol zum Platinenrand. kann das mal jemand vergleichen, der die Platine gerade draußen hat?

@Ralf:
Ich messe zwischen 2 und 4 105Ohm, zwischen 2 und 7 212Ohm, zwischen 2 und 8 "unendlich". Vielleicht habe ich ein Modell mit nur 2 Windungen. Sei nur mal so werwähnt.

lg. vom Kugelschreiber
Verfasser:
da-holgi
Zeit:
23.04.2010 10:39:28
1353020
Zitat von Kugelschreiber Beitrag anzeigen

(...) oder an der Temperatur, der die Elektronik ausgesetzt ist.


Ich tippe auf die Temperatur. Elkos haben nunmal einen flüssigen Elektrolyt, der gerne austrocknet.

Je nach benötigter Spannung könnte man für die 22uF Tantal-Kondensatoren nehmen, die gibt es bis 35 Volt. Für den 100uF kannst Du zwei 47uF parallel schalten, gibt es allerdings auch nur bis 35 Volt.
Aber eventuell reicht das, miss doch mal die Spannung, die im Betrieb tatsächlich an den Elkos anliegt.
Verfasser:
trk69_2
Zeit:
25.04.2010 21:47:06
1353985
Hallo Kugelschreiber,

105°C-Elkos sollten auf jeden Fall länger halten als 15 Monate - so schlechte kann man fast nicht erwischen.
Der 100µF und der 22µF zeigen mit dem Minuspol aufeinander, also sind sie wohl auch richtig gepolt.
Ein üblicher Defekt sind noch kalte Lötstellen an dem Stecker, der auf der Platine eingelötet ist und zur Pumpe selbst geht.
Wenn das auch nichts hilft, würde ich den 1uF-Folko austauschen, den am Platinenrand sitzt (der Originattyp ist m.E. nicht klassifiziert, aber ein X2-Typ für 275VAC wäre hier wohl die beste Wahl).
Der 0,1uF ist unkritischer, an dem sollts nicht liegen.

trk69
Verfasser:
Kugelschreiber
Zeit:
26.04.2010 20:30:24
1354443
Hallo da-holgi, halljo trk69,

danke für Eurer Mitgefühl ;- !

Es wird noch wilder:
Gestern ist die Heizung wieder mit A4 ausgefallen.

Und: Die nagelneuen 22er Elkos haben beide nur noch gut 17uF! Eingebaut gemessen, bei einem habe ich im ausgelöteten Zustand nachgemessen.
Der 1uF Kondensator hat noch 0,97uF (eingebaut gemessen), ich glaube da muss ich nicht bei.
Der 0,1uF hat noch 0,081uF (auch eingebaut gemessen), da könnte man 0,022uf = 22nF parallel schalten. Auslöten geht nicht...

Ich habe jetzt erstmal die Kontakte des Steckers nachgelötet, und morgen werde ich ein paar neue Kondensatoren besorgen.

Aber langsam tendiere ich doch dazu, mir eine andere Pumpe zuzulegen.
Ich schwanke noch zwischen der Wilo mit "schnitzen" für 77,- oder der angepassten Wilo für 180,-.

Wer hat schonmal "geschnitzt", kann man da etwas falsch machen? Z.B. zu viel abnehmen, sodass die Pumpe nicht genügend Druck erzeugt?

Danke für Zuhören,

Kugelschreiber
Verfasser:
ajohannes
Zeit:
02.05.2010 11:39:30
1356735
Hallo und Gruß an alle hier im Forum,
ich bin neu hier und verfolge aktuell dieses Thema, welches ich über die Suchfunktion gefunden habe.

Ich betreibe seit 1999 einen Vitodens 300 WB3 mit einer eingebauten Pumpe vom Typ VIDHU/70 Bus. In letzter Zeit passiert es häufiger, dass die Pumpe auf hoher (vielleicht sogar höchster) Drehzahl läuft und sich nicht mehr zurückregelt. Sie ist dabei sehr laut. Zurück auf normale Drehzahlen kommt sie nur, wenn man den Kessel komplett aus- und wieder einschaltet also quasi die Elektonik resettet. Dann läuft Drehzahlmäßig wieder alles normal. Manchmal passiert es zweimal die Woche, manchmal hält es auch zwei Monate bis der Fehler passiert.

Könnte dieser Fehler auch an der Pumpenplatine liegen oder eher an der Ansteuerung vom Kessel?

Ich muß dazu sagen, dass ich die Pumpe über die Codierung auf niedrigen Drehzahlen betreibe weil ich sie von Anfang an sehr laut empfand.

Gruß Andreas
Verfasser:
da-holgi
Zeit:
03.05.2010 15:18:18
1357307
Zitat von Kugelschreiber Beitrag anzeigen
Hallo da-holgi, halljo trk69,

Und: Die nagelneuen 22er Elkos haben beide nur noch gut 17uF! Eingebaut gemessen, bei einem habe ich im ausgelöteten Zustand nachgemessen.
Der 1uF Kondensator hat noch 0,97uF (eingebaut gemessen), ich glaube da muss ich nicht bei.
Der 0,1uF hat noch 0,081uF (auch eingebaut gemessen), da könnte man 0,022uf = 22nF parallel schalten. Auslöten geht nicht...


Also wegen den gemessenen Werten brauchst Du Dir keinen Kopf zu machen. Gerade Elkos haben eine sehr große Toleranz (meist ±20%), da liegst Du auch mit den 22uF noch drin. Da ist was anderes nicht in Ordnung. Kannst Du kalte Lötstellen, Kontaktprobleme etc. definitiv ausschließen?
Verfasser:
Kugelschreiber
Zeit:
04.05.2010 21:14:04
1357919
Hallo da-holgi,

ich denke nach menschlichem Ermessen kann ich Kontaktprobleme ausschließen. Die Steckerkontakte hatte ich ja nachgelötet.

Nachdem ich die Kondensatoren mal wieder ausgewechselt habe, ging es erst, heute ist die Heizung wieder ausgestiegen. Interessant diesmal: Die Wohnung bleibt kalt, keine Fehlermeldung. Dann kommt mal eine A4 Meldung. Quittiert, HEizung aus und an. Fehlermeldung weg, Heizungrohr wird auch warm, aber Heizkörper bleiben fast kalt. Einige HK kalt, andere lauwarm.

Jetzt habe ich genug gelötet und mir eine Wilo "zum schnitzen" bestellt. Bin mal gespannt...

lg von Kugelschreiber
Verfasser:
Gohle
Zeit:
10.05.2010 10:14:09
1360546
Gut, dass es das Forum gibt.

Bei meiner Vitodens 300 BJ 2005 ist ebenfalls die HK Pumpe ausgefallen.

Es ist eine Grundfos Type VI RLE-50 KM

Nun mein Problem:

Auf der Steuerplatine ist nur ein eindeutiger Elko 470/25 105°.
Er hat noch ca. 370 my.

Den habe ich erst mal getauscht.
Als nächste kommt der Anlaufkondensator dran.

Weiterhin sind noch zwei Elko ähnliche Bauteile drauf.
Schwarz mit der Aufschrift 471.Ein Pol ist mit einem Punkt gekennzeichnet. Sind das Elkos oder Spulen.
Verfasser:
Gohle
Zeit:
10.05.2010 14:39:29
1360649
So ein Zwischenbericht.

Weder der Austausch des Elko,des Anlaufkondensators sowie
des Folienkondensators hat etwas gebracht.

Bin jetzt soweit, dass ich mir die Wilo holen will.

Brauche aber noch eine Hilfe von Euch:

Die alte Pumpe ist ja elektronisch gesteuert.
Sehe ich es richtig, dass diese nur läuft, wenn die Heizkörper auf sind,
bzw. aus ist, wenn Warmwasser gemacht wird?

Die Wilo läuft doch dann aber durchweg, oder nicht?
Verfasser:
Kugelschreiber
Zeit:
17.05.2010 15:31:32
1363538
Hallo nochmal,

so ich hab´s getan! Die Wilu-Pumpe ist eingebaut.
Dabei habe ich vermutlich etwas falsch gemacht, bzw. manches ist merkwürdig.

Beim Vergleich des Schaufelrades mit dem Schaufelrad der alten Pumpe fiel mir auf, dass die neue Pumpe einen größeren Durchmesser hat.
Alt: knapp 70mm, neu: ca. 73mm. Der Ring der da noch drauf sitzt, hat den gleichen Durchmesser.
Aha, dachte ich mir, das ist gemeint und habe das Cuttermesser angesetzt. Das flog mir beinahe um die Ohren, bei genauen Hinsehen kam der Knall aber nicht vom Cuttermesser, sondern daher dass ein Stück aus dem Schaufelrad herausgebrochen ist. Na fängt ja toll an. Gleich noch mal versucht, gleiches Ergebnis, noch ein Stückchen weggebrochen.

Zweiter Anlauf: den Durchmesser mit der Feile verringert. Ging diesmal gut.

Dann: Mal einsetzen das Ding. Festgestellt: Oh, das hätte auch so gepasst, ohne dass ich etwas abgenommen hätte vom Durchmesser!!!
Hätte ich das bloß mal gleich angehalten!

Der Innendurchmesser des Unterteils ist ca. 76,5mm. Offensichtlich, so habe ich gelernt, ist ein Spiel von einigen Millimetern durchaus vorgesehen. Aus Interesse habe ich die Warmwasserpumpe abgeschraubt, da ist sogar noch mehr Spiel: 76,5mm Durchmesser im Unterteil, 68mm das Schaufelrad.

Immerhin: Pumpe eingebaut, und – läuft!

Meine Frage nur: Habt Ihr das Schaufelrad im Durchmesser verringert oder den kleineren Ring, der vorne draufsitzt (und bei mir auf Anhieb passt)?

Ob die herausgebrochenen Stellen, ca. 1 bis 1,5mm tief, etwas ausmachen? Wenn ja was?

Gruß von Kugelschreiber
Verfasser:
Kugelschreiber
Zeit:
26.05.2010 20:58:57
1367288
So, 9 Tage sind rum, die Heizung tut jetzt klaglos ihren Dienst.
Traja!

Falls jemandem zu den obigen Fragen etwas einfläfft. wäre ich trotzdem sehr dankbar. Nur zu! ;-)

herzlichen Gruß von Kugelschreiber
Verfasser:
Holger_Solingen
Zeit:
29.07.2010 13:31:44
1391208
Hallo,

danke Super Tipp mit dem Elko.

Steuerung raus, Plastiknippel mit Lötkolben angeweicht, Elektronik raus. 100uF Elko getauscht. Platine rein, mit Lötkolben die Plastiknippel wieder zum Halten gebracht, Tropfen Heisskleber drauf. Eingebaut, fertig. LÄUFT !

Danke FORUM
Verfasser:
Holger_Solingen
Zeit:
29.07.2010 13:32:52
1391210
Hallo,

danke Super Tipp mit dem Elko.

Steuerung raus, Plastiknippel mit Lötkolben angeweicht, Elektronik raus. 100uF Elko getauscht. Platine rein, mit Lötkolben die Plastiknippel wieder zum Halten gebracht, Tropfen Heisskleber drauf. Eingebaut, fertig. LÄUFT !

Danke FORUM
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