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Haustechnikforum
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News 3896
Neue Heizung für kleinen Heizraum
Verfasser:
KatzeMinkaMorle
Zeit: 18.11.2011 10:46:37
1611339
Ich plane meine Heizung zu erneuern, habe jedoch nur eine begrenzte
Fläche zur Verfügung, ca. 180 cm breit, 200 tief. Hinten mittig sitzt
der Doppelkamin mit ca 80 Breite und 40 Tiefe. Lichte Höhe ca. 240cm.

Bestand: EFH mit ELW, DG vermietet, Südhanglage. Wohnfläche UG 65 qm,
EG 100 qm, DG 65 qm. Im EG wird das Wohn-Esszimmer 30 qm generell mit Kachelofen beheizt, der Mieter heizt das WZ im DG ab und zu mit einem Kaminofen. Haus BJ 1987, UG Ytong 36,5cm + Putz + Rigips, EG/DG
Fetighaus 20cm. Personelle Auslastung derzeit UG/EG 2 E, DG 1 E. Höchste Auslastung: UG/EG 3 E, DG 2 E+ 1K.
Heizung: Hydrotherm 15 KW mit sep. WW-Boiler 160 l, 8,6 KW. Alle Werte ( seitens Kaminkehrer) sind im Soll. Verbrauchsdurchschnitt:
2.100 - 2200 cbm Gas + 3-3,5 Ster Holz

Vorstellung von der neuen Heizanlage: günstig im Verbrauch, robust und
wartungsarm, Erweiterung auf Solar soll möglich sein. Aufgrund der
begrenzten Stellfläche soll es eine Kombitherme mit untemstehenden
WW-Boiler sein, damit daneben noch ein Solarstpeicher hinpasst. Der
Zugang zum Kamin muss aber möglich sein.

Generelle Frage: Wieder Niedertemperatur bzw. Heizwertgaskessel oder
Brennwertkessel? Anmerkuung hierzu: Eine Berechnung durch eine nahmhafte Heizfirma errechnet eine theoretische Einsparung bei Brennwert von 21 %. Was bleibt da in der Praxis übrig?

Ich habe mir von den Hersteller einige Unterlagen besorgt.

Demnach käme in Betracht bei Heizwert:
Buderus Logano G 144 Eco 13 oder 16 KW mit untenstehenden Kessel
oder Vaillant atmoCompackt 20 KW (wäre vermutlich zu groß).

Brennwert: Brötje Eco Solar BSK 15 KW, Buderus GB 15-16T 150, Viesmann
Vitodens 333F 13 KW oder Vaillant AuroCompact 14 KW.

Welche dieser Geräte ist nach den Erfahrungswerten am Besten für mein Haus geeignet?

Danke im voraus.

Gruß
Michael
Verfasser:
loeti-new
Zeit: 18.11.2011 12:42:08
1611428
"Alle Werte ( seitens Kaminkehrer) sind im Soll."

Wieso dann eine neue Heizung?

"Eine Berechnung durch eine nahmhafte Heizfirma errechnet eine theoretische Einsparung bei Brennwert von 21 %. Was bleibt da in der Praxis übrig?"

40 bis 60%

Ich würde zuerst das Dach isoliern und dann erst über eine neue Heizung nachdenken.

Nach Schweizer Formel hast Du eine Heizlast für die Gasheizung von 7kW bei einem modulierenden Gas-Brennwertgerät.
Die von Dir ausgesuchten Geräte sind alle zu groß!

Grüße Löti
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 18.11.2011 13:08:22
1611450
Moin Michael,

...Die von Dir ausgesuchten Geräte sind alle zu groß!... RICHTIG.

Um die benötigte Leistung einigermaßen genau zu bestimmen: Auslastungsmessung machen.


Welche Art Heizflächen, FBH oder Heizkörper?

Mit welchen max. Vorlauftemp. im Kernwinter?

Welcher E-Träger soll denn in Zukunft verheizt werden? Gas? Etwas anderes?

...mit sep. WW-Boiler 160 l, 8,6 KW.... Alleine dieser WE = WärmeErzeuger ist allerdings tauschwürdig, ohne Frage. Ansonsten sollte man schon einen guten Grund haben, warum die Anlage erneuert werden soll, wenn sie momentan noch anstandslos arbeitet.

Grüße Michael
Verfasser:
KatzeMinkaMorle
Zeit: 18.11.2011 13:59:03
1611490
Danke schon einmal für die Antworten, hier noch Ergänzungen,

es soll wieder eine Gasheizung werden.
Die Dachschrägung sind logischer Weise schon gedämmt (140 mm Isover
035 oder 040).
Ich habe sog. Fußleistenheizung im ganzen Haus, einige Radiatoren
(Flur, Küche, WC). Die Heizung steht am Kessel auf 21 Grad, im Bad
kommen 20 Grad an. Hier wird mit einem kleinen Lüfter zugeheizt.

Die Heiztemperatur geht im Winter mit (max.) 55 Grad vom Kessel weg
und kommt mit ca. 45 Grad wieder zurück.

Ein Heizungstausch wird deswegen in Betracht gezogen, weil meine Ehefrau noch 4 - max. 7 Jahre arbeitet und dann in Rente geht (ich bin schon zuhause). Es geht hier um die steuerliche Absetzung der
Kosten auf 4 - 5 Jahre.

An Modernisierungsmaßnahmen wurden bisher durchgeführt: Neue Umwälzpumpe (2007, zusätzliche Dämmung der Abseiten im DG und Tausch
der Fensterscheiben in U-wert 1,1 (2010), Tausch Fenterscheiben im
UG + EG 2011).

Die ausgesuchten Geräte modulieren doch nach unten bis ca. 3,0 KW:
welche wären dann sinnvoll, wenn die Obergrenze zu hoch ist?

Danke.

Gruß
Michael

NS: Wie kann ich den ww-Kessel nachträglich -zusätzlich- dämmen?
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 18.11.2011 14:18:40
1611498
Kathrins Liste plus Ergänzung
Viessmann Vitodens 300-W WB3E (1,9 - 11 kW bei 50/30, 14 kW WW-Booster) ohne Gewähr f.d. Richtigkeit :-))

SCHADE aber auch: Heizleisten mit recht (zu) hohem RL-Niveau. Sonst hätte ich einen Vorschlag für Dich gehabt mit Stellfläche 1,1m x 1,2m in Brennwert-Technik incl. WW-Bereitung und ST-Option

Den WW-Kocher kannst Du nicht/kaum nachdämmen, ist einfach ein "Gas-Vernichtungsgerät" :-((

Grüße Michael
Verfasser:
schorni1
Zeit: 18.11.2011 15:49:37
1611560
Auch wenns jetzt so gradrausgeschossen ist: die neue kleine Viessmann wäre ideal mit nem schlanken 200 Liter Speicher dann in der anderen Ecke oder nen Weishaupt WAT 140 der hat super Leistung und ist so ziemlich der schlankste - auch wenns mit dem Rot etwas komisch aussieht aber dan kannst ja weiß streichen. Oder das Kompaktgerät 333F, mußte halt die Stellfläche und das Volumen mal nachrechnen.

Falls Du in Ba-Wü bist bedenke die Solaranlagen-Pflich nach dem eWärmeGesetz.