Sa, 18. Mai 2013 | 10:49:01 Uhr
Cu-DEL: 580,60 €/100kg

Haustechnikforum
  - Lüftung

Haustechnikforum<br/><span class="subtitle">&nbsp;&nbsp;- Lüftung</span>
Foren
Einträge
Foren
Einträge
Heizung 583826
Sanitär 138154
Fußbodenheizung 67891
Brennwert 110449
Lüftung 59482
Regen- und Grauwassernutzung 20082
Bioenergie 139904
Solarenergie 189286
Wärmepumpen 268793
Betriebswirtschaft 14094
Schwimmbadtechnik 4716
Gebäudeleittechnik 18834
Sonstiges 256916
News 3895
Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 35 von 37]erste <12>letzte 
Lüftungssanlage Enervent LTR-3 mit Feuchterückgewinnung
Verfasser:
Kassiopeia
Zeit: 21.02.2012 22:08:04
1675497
Hallo liebe Experten,

in unserem Neubau ist auch eine Lüftungsanlage geplant. Es soll eine Enervent LTR-3 werden. Allerdings bin ich noch nicht sicher, welche Ausstattung das Gerät haben soll.

Folgendes ist geplant:
Enervent LTR-3 eco EDE mit Enthalphierotor

Nun meine Fragen:
1. Ist die EDA-Steuerung das Geld wert? Ich finde es sinnvoll die Rotoren auch einzeln Steuern zu können. Leichter Überdruck wegen Kachelofen!

2. und wichtigere Frage: Ich habe gelesen, dass Lüftungsanlagen das Raumklima "austrocknen". Es ist ja u. A. auch gewollt, das die Luftfeuchtigkeit reduziert wird (dichtes Haus -> Schimmelgefahr). Aber 40% sollte diese nicht unterschreiten. Besteht die Gefahr, dass mit einem Enthalphierotor soviel Feuchtigkeit ins Haus eingetragen wird, dass wieder Schimmel entstehen kann? Gibt es ein hygienisches Problem? Kann Geruch aus der Abluft über die Feuchterückgewinnung wieder im Haus verteilt werden? Stimmt meine Überlegung, dass im Sommer (keine Wärmerückgewinnung -> Rotor steht) auch keine Feuchterückgewinnung möglich ist? Das ist doch auch gut, da die Luftfeuchtigkeit im Sommer i.d.R eh nicht zu trocken ist. Oder?

Für eure Bemühungen bedanke ich mich schon im Voraus.

Kassiopeia
Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 28.02.2012 22:31:43
1680680
Hallo Kassiopeia,

wie kommst Du auf das LTR-3? (Welche Luftmengen benötigst Du?)

Würde mich interessieren, genau wie auch Deine Fragen, da ich mich vor längerer Zeit auch schon ziemlich darauf "eingeschossen" hatte. Ich benötige um die 240 m3/h "pro Seite" im Normalbetrieb.

Alternativ hab ich mir damals u.a. auch die Hoval 250 angeschaut, aber die ist eher etwas knapp in der Lüftungsleistung und die EDA-Steuerung bietet wohl etwas mehr Spielmöglichkeiten. Ob man die braucht? Auch da würden mich Praxisberichte interessieren.

Kennt jemand die LTR-2 schon? Welche Programmlücke sollte die denn schliessen?

Danke,
Gruß
Baubeginner
Verfasser:
kabo63
Zeit: 03.03.2012 23:40:17
1683021
Hallo Kassiopeia,
ich bin zwar kein Experte - nutze aber die LTR-3 im modernisiertem Bestandsbau inzwischen seit fast 4 Jahren.
zu 1.) Ich würde die EDA nehmen.
zu 2.) Gut das Du den Enthalpierotor nimmst, damit kannst Du die Feuchte in gewissem Rahmen regeln, hängt nicht unwesentlich von der spezifischen "Feuchtesituation" in Eurem Haus ab...gibt genügend Beiträge dazu im Forum. Du gewinnst Feuchte im Winter zurück und transportierst zu viel davon im Sommer ab, hygienische Probleme gibt es bei richtiger Auslegung/Montage nicht.
Gruß, kabo63.
Verfasser:
Kassiopeia
Zeit: 04.03.2012 21:57:00
1683506
Hallo Baubeginner,
wir haben im Rohbau ein Luftverteilungssystem verlegt. Ob wir die Lüftungsanlage in Betreib nehmen, wussten wir zum Zeitpunkt des Rohbaus noch nicht. Der Planer der Lüftungsanlage hat uns dieses Gerät empfohlen. Das Luftverteilungssystem ist dafür auch ausgelegt. Das Hovalgerät habe ich mir auch schon angeschaut. Allerdings hat dies eine geringere Leistung. Bei 600m³ Rauminhalt und einem Luftwechsel von 25% benötige ich 150m²/Stunde. Damit geht das Hovalgerät auch. Allerdings läuft es dann schon über 50%. Geräusche nehmen zu und der Stromverbrauch steigt auch deutlich!. Ich denke das LTR-3 ist nicht zu groß und auch noch billiger als das Hoval.

Hallo Kabo63,
schön, dass ich jemanden gefunden habe der auch dieses Gerät nutzt. Kannst du das Gerät grundsätzlich weiterempfehlen? Hast du die EDA-Steuerung und benötigt man diese Einstellungen alle? Aufpreis 550 EUR für das bisschen Elektronik ist schon ganz ordentlich.
Bei eienm Enthalphierotor habe ich Angst, dass ich mir über den Rotor zuviel Feuchtigkeit zurück ins Haus hole. Kann das passieren? Ohne Entahlphierotor habe ich Angst, dass die Luft zu trocken wird. Wie hoch ist bei Dir die Luftfeuchtigkeit im Sommer / Winter?

Vieleicht hat noch jemand anders Erfahrung mit Feuchterückgewinnung.

Kassiopeia
Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 04.03.2012 22:36:34
1683536
Hallo Kassiopeia,

das ist schon o.k.. Allerdings zur viel diskutierten Luftwechselrate noch eine Anmerkung eines Profis, der mich beraten hat:

Die Soll-LW-Rate in 1/h bezieht sich auf das Volumen pro Zimmer, nicht auf das Hausvolumen. Die LW-Rate des Hauses ergibt sich also durch eine Reihen- und Parallelschaltung der verschiedenen Überströmwege, auf denen das Volumen "weitergeschoben" wird. Damit ist die Soll-LW-Rate des Hauses immer kleiner als 0,25 / h. Dies wird leider oft nicht berücksichtigt bzw. falsch verstanden, andrerseits relativiert es sich auch wieder etwas, wenn man eh genug Reserve basierend auf Normalbetrieb des Gerätes einplant.

Wenn Du die Kanäle schon eingebaut hast, dann liegt dem ja (hoffentlich) eine bestimmte Auslegung pro Raum zugrunde, bei welcher gewisse Volumenströme angesetzt wurden, z.B. 20m3/h und Person in Schlafraum. Wenn Du diese summierst, dann kommst du auf die benötigte Leistung bei Normalbetrieb. Damit paßt dann auch die Betrachtungsweise der LW-Rate, die Du darin pro Raum und Überströmweg bekommst.

@all:
Ich bin aufgrund meiner speziellen Platzverhältnisse am Aufstellort noch am Überlegen und neu planen, ob ich besser ein Gerät in der Bauweise der LTR mit Anschlüssen seitlich nehme oder eben die konventionelle mit den Anschlüssen oben. Enervent hat ja auch beide.

Gibt es zu dieser Frage noch andere Aspekte als die Platzverhältnisse? Sind die beiden Bauarten sonst technisch gleichwertig oder wo liegen Vor-/Nachteile der jeweiligen?

Danke & Gruß
Baubeginner
Verfasser:
haus42
Zeit: 08.03.2012 22:19:39
1686180
Habe eine Enervent LTR-3 mit Enthalpierotor und EDA Steuerung seit ca. 1 Jahr in einem KfW 55 Haus (Massivholz) laufen.
(Hatte auch etwas Bedenken wg. der Luftleistung des Hoval Geräts. Ausserdem ist es teurer.)

Luftfeuchte jetzt im Winter konstant bei ca. 50%. Recht angenehm. :-)
Im Sommer lag sie so um die 70%. Da ist aber auch noch einiges ausgetrocknet. Bin mal auf diesen Sommer gespannt.
Einstellen an der LTR-3 kann man dazu allerdings nichts. Ich glaube die Hoval kann die gewünschte Feuchte berücksichtigen?

Den Enthalpierotor kann man bei der LTR-3 übrigens ganz einfach herausziehen, falls das mal sein muss.

Geräte in der Bauform der LTR-3 oder Hoval haben geringere Druckverluste da die Luft im Gerät nicht "um die Ecke" muss. Allerdings muss man auch den Platz für haben. Sollte man nicht unterschätzen.

Mit der EDA Steuerung kann man selbst einfacher die Lüfterdrehzahlen in kleinen Schritten einstellen, Überdruck und Boosting funktionen konfigurieren und man kann Zeitprogramme fahren. Auch kann man sich schön einige Temperaturmesswerte ansehen.
Unbedingt brauchen tut man sie nicht.

Die Gerätefilter der LTR-3 sind einfache Mattenfilter. Günstig, dafür viel kleinere Oberfläche als Taschenfilter anderer Geräte. Muss man halt öfter tauschen.

Prinzipiell bin ich ganz zufrieden mit der LTR-3, es gibt aber ein paar Punkte die nicht ganz so optimal sind:

Kurz nach Einbau lief bei mir der Abluft-Lüfter nicht mehr an. Keine Meldung an der Steuerung darüber. Mir kam lediglich das Strömungsgeräusch im Technikraum verdächtig (leise) vor und an der Ablüftöffnung draussen war kaum noch Luft zu spüren.
Lüfter wurde getauscht ohne Änderung.
Hat sich dann herausgestellt das der Differenzdruckwächter im Zuluftkanal nicht richtig funktioniert hat. Der soll überwachen ob der Zuluftlüfter Druck aufbaut und ggf. den Abluftlüfter abschalten um zu starken Unterdruck im Haus zu vermeiden.
Warum dann dazu keine Störungsmeldung von der Steuerung angezeigt wird konnte mir Enervent bisher nicht erklären.
Der Druckwächter wurde getauscht und es lief dann erstmal wieder. Allerdings habe ich mich gestern wieder über das fehlende Strömungsgeräusch im Technikraum gewundert. Und siehe da: Abluftlüfter läuft nicht. Seit dem Tausch des Druckwächters kenne ich zum Glück die Schraube mit der man die Empfindlichkeit einstellen kann. Eine halbe Umdrehung und es läuft wieder. Trotzdem kein gutes Gefühl, da man es nur zufällig mitbekommt.

Auch hat die LTR-3 keine Konstantdruckregelung wie die Hoval. Die EDA-Steuerung hat zwar Menupunkte dafür, dem Gerät fehlen aber die notwendigen Sensoren (haben wohl nur die Industriegeräte). Muss man ausreichend kurze Filterwechselintervalle machen.

Aus der Steuerung des Rotationswärmetauschers im Sommer bin ich noch nicht schlau geworden. Der könnte ja auch die (zu) warme Luft draussen halten. Scheint er aber nicht zu tun. Ich glaube Hoval kann so was. Und manuell ein/ausschalten kann man ihn nicht. Das regelt die Steuerung selbst. (Wobei man nur sieht ob er an oder aus ist, nicht mir welcher Drehzahl er läuft).
Die Temperatursensoren im Gerät scheinen auch nur eher auf 2-3 Grad "genau" zu sein. Zumindest zeigt die Steuerung immer sowiel mehr an Frischlufttemperatur an als ein am Ansaugrohr im Luftstrom platzierter 1-Wire Sensor. (Und ich habe keinen EWT).

Das Gehäuse das LTR-3 ist zwar gedämmt, leider berühren die Frischluft und Fortluft Rohrstutzen die Aussenseite des Metallgeäuses. Die kühlt im Winter in der Umgebung der Rohrstutzen kräftig ab und es bildet sich Kondensat.

Fazit: OK. Aber nicht optimal.
Verfasser:
kabo63
Zeit: 08.03.2012 23:10:11
1686206
Hallo Haus42,
ein paar kleine Hinweise: die Regelung Luftfeuchtigkeit kann man wohl einstellen und zwar auf einen fix einstellbaren Wert - auch wenn es die EDA-Steuerung zu meiner Zeit noch nicht gab, schau doch mal bitte genau in der Anleitung nach.. :)
Auch wird die "zu warme Luft" automatisch außen vor gelassen(inkl. anhalten des Rotors bei kühlerer Nachtluft, wo andere Systeme Bypässe brauchen), wie das vom System geregelt wird ist in meiner/deiner Anleitung beschrieben, es funktioniert sogar eine "Kälterückgewinnung", wenn die Temperaturregelung aktiviert ist, auch hier die Anleitung mal studieren...ich hab auch ein bissel gebraucht, um hinter die Feinheiten zu steigen... ;-)
Taschenfilter gibt es auch für die LTR-3...die Konstantdruckregelung ist wie der Enthalpietauscher extra vorher zu bestellendes Sonderzubehör - ich hab diese Regelung aber noch nicht vermißt...
Alle anderen von Dir beschriebenen "Problemchen" traten bei mir nicht auf, ich mußte nur vorzeitig den Antriebsriemen wechseln und kann somit den von Dir genannten einfachen Ausbau des Tauschers bestätigen.

Gruß, kabo63.
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 09.03.2012 07:34:32
1686271
Hallo,

mal ehrlich, wie oft würde man denn an der Steuerung rumspielen? Das macht man im ersten Jahr, bei großem Spieltrieb vielleicht auch noch im 2. und 3. Jahr. Danach interessiert man sich doch gar nicht mehr für die KWL... Wenn die einmal läuft, dann läuft sie. Dann braucht man auch keine Einstellmöglichkeit der Lüfterdrehzahl im %-Bereich. Dann interessiert es eigentlich auch nicht, ob die Luftwechselrate nun 0,28 oder 0,23 ist. Das Bediendisplay der Heizung verlegt man auch nicht ins Wohnzimmer...

Wir selbst favourisieren derzeit auch die LTR3 und wenn ich drüber nachdenke komme ich zu dem Ergebnis, dass die kleine Steuerung völlig ausreicht. Wenn man stets und ständig etwas an der KWL rumfummeln müsste, dann wäre an dem Dingen etwas faul.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 09.03.2012 23:03:55
1686782
Kann man die EDA noch nachrüsten, wenn man sie später je vermissen würde?
Wie arbeitet das Gerät ohne Konstantdruckregelung, was passiert dann wann?

Gruß
Baubeginner
Verfasser:
haus42
Zeit: 11.03.2012 17:11:12
1687536
Hallo kabo63,

eine Feuchteeinstellung finde ich in der Anleitung nicht. Nur die Stoßlüftungsfunktion bei zu hoher Feuchte.
Und dort steht under anderem:

Im Sommer kann hohe Außenluftfeuchtigkeit die Innenluftfeuchtigkeit
erhöhen. Die Stoßlüftung startet, wenn die Raumfeuchte den programmierten Wert überschreitet.

Wie es helfen soll noch mehr feuchte Luft ins Haus zu pusten wenn die Luftfeuchte zu hoch ist ist mir allerdings nicht ganz klar.

Die Sommernachtskühlung kenne ich. Einer der Gründe die für die EDA Steuerung sprechen.

Ich meine mich aber zu erinnern das im Sommer wenn es tagsüber draußen sehr warm und innen noch nicht so warm war der Enthalpierotor nicht lief und die KWL fleissig warme Luft ins Haus geblasen hat.
Muss das diesen Sommer nochmal beobachten.

Wie die Temperaturregelung funktioniert geht aus der Anleitung irgendwie nicht so ganz klar hervor.

Die Taschenfilter habe ich jetzt auch gesehen. Bei dem was die kosten bleibe ich aber lieber den den Filtermatten.

Bei der Konstantdruckregelung hatte ich die Datenblätter/Anleitungen falsch interpretiert. In der Anleitung der EDA Steuerung ist die Konstantdruckregelung beschrieben. War dann davon ausgegangen das ein Gerät mit EDA Steuerung die auch hat. Im Datenblatt der LTR-3 steht nichts von Konstantdruckregelung, wenn man genau schaut. Und wer nicht nachfragt ist selbst schuld. :-)
Mir wurde dann gesagt die gibt es nur für die Industiegeräte. Wenn sie nachrüstbar ist umso besser.
Unbedingt brauchen tut man sie sicher nicht.

Wird bei Dir die Aussenseite des Gehäuses um die Rohrstutzen gar nicht kalt, oder nur nicht so kalt das sich Kondensat bildet?
Vieleicht habe ich einfach ein "Montagsgerät" erwischt...
Ist auch nicht tragisch. Habe die "Problemchen" inzwischen im Griff.


Hallo Jojo,
Natürlich stellt man nicht dauernd an der Regelung rum. Das stellt man mal ein und gut ist.
DIe EDA Regelung hat halt noch ein paar weitere Funktionen wie Zeitschaltuhr, Sommernachtskühlung, Boosting, Überdruck, Fehlerprotokoll usw. welche die EC Steuerung nicht hat und sie lassen sich einfach selbst einstellen ohne das man einen Techniker kommen lassen muss.
Auch ist die die Vorrausetzung für die Bus Interfaces von Enervent, falls man sowas braucht.
(Prinzipiell kann man natürlich auch eine einfache Bus Anbindung mit der EC Steuerung basteln. Ähnliches haben ja einige hier im Forum gemacht.)
Muss letztlich jeder selbst wissen ob er den Aufpreis dafür zahlen will. Das Haus lüften tut sie auch mit der EC Steuerung.

Grüße,
haus42
Verfasser:
haus42
Zeit: 11.03.2012 17:18:57
1687539
Hallo Baubeginner,

ohne Konstantdruckregelung werden soweit ich weiss einfach die an der Regelung eingestellten Lüfterdrehzahlen gefahren, abhängig vom Programm, wie Boosting, abwesend etc. .
Wenn sich die Filter langsam zusetzen kommt halt weniger Luft.

In der Anleitung der EDA Steuerung ist noch etwas von einem Filteralarm erwähnt. Habe aber nicht gefunden auf welcher Basis der ausgelösst wird. Weiss das jemand?

Gruss,
haus42
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 11.03.2012 21:19:10
1687726
Hallo,

kann die große Steuerung denn etwas, dass die kleine Steuerung und das Bediendisplay direkt am Gerät nicht können? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass ich mit der EDA Steuerung quasi das Bediendisplay ins Wohnzimmer verlege. Mit der kleinen Steuerung müsste man dann eben in den Keller zur KWL gehen, um die Werte abzulesen oder einzustellen. Oder irre ich?

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
haus42
Zeit: 14.03.2012 22:00:47
1689562
Die EDA Steuerung ist nicht nur einfach eine abgesetztes Bediendisplay sondern eine ganz andere Steuerung die viel mehr kann als die EC Steuerung. Goggle mal. Die Anleitung der EDA Steuerung findet man im Netz.

Grüße,
haus42
Verfasser:
kabo63
Zeit: 18.03.2012 13:56:14
1691234
@Jojo_
Haus42 hat schon einiges zur EDA ausgeführt...Es ist gut zu überlegen nicht doch die EDA-Steuerung zu nehmen, mal unabhängig davon, dass es bei der LTR-3 kein Bedienteil direkt am Gerät gibt, auch die EC-Steuerung wird abgesetzt. Neben dem nicht unwichtigen Komfortgewinn, ein Bedienteil direkt im Wohn-/Nebenzimmer zu haben - kann man mit der EDA auch die Feuchtigkeitsregelung nutzen, dieses ist, so wie meine Infos sind, bei der einfachen Steuerung nicht dabei. Auch die Sensorik ist dementsprechend bei der EDA umfangreicher, für mich ist es schon wichtig die aktuelle Raumtemp./Luftfeuchtigkeit/Effizienz etc. problemlos einsehen zu können und ggfs. die Regelung anzupassen. Weiterhin kann man nur über die EDA unterschiedliche Lüftermodi wie z.B. Büromodus/Partymodus/Zeitsteuerung etc. einstellen und nutzen zu können, auch die Anzeige des Filterwechsels sehe ich im Wohnraum schneller als im Keller.... ;-)

@Baubeginner
Die EDA kann man nicht nachrüsten, leider, ich hätte sie sonst auch schon, da ich nur den Vorgänger(AC-Steuerung) habe...es liegt hauptsächlich an der Platine und Verkabelung...

@haus42
Nochmal kurz zur Feuchteregelung, im Winter wird i.dR. auf festem Wert geregelt - das ist der Modus zur Feuchterückgewinnung. Bei der Stoßlüftung im Sommer wird i.d.R. die Leistung des Abluftgebläses erhöht, um mehr feuchte Luft von innen nach außen zu transportieren...schau mal auf Seite 20 der EDA-Anleitung nach :)
...um den Effekt zu erhöhen, könnte man händisch auch noch die Leistung des Zuluftgebläses reduzieren - ganz easy eigentlich ;)


Gruß, kabo63.
Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 18.03.2012 16:39:33
1691324
Hallo zusammen,

danke für alle Infos. Werde mir dann wohl die EDA gönnen.
Kann man auch 2 Bedienpanels anschliessen, je eines im EG und OG?

Gruß
Baubeginner
Verfasser:
kabo63
Zeit: 18.03.2012 17:25:24
1691349
Zitat von Baubeginner Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

danke für alle Infos. Werde mir dann wohl die EDA gönnen.
Kann man auch 2 Bedienpanels anschliessen, je eines im EG und OG?

Gruß
Baubeginner


yupp geht, macht auch Sinn, da die Sensorenwerte(RT und %RH) von beiden Panels ausgewertet werden...ich hab's genauso ;-)
Gruß, kabo63.
Verfasser:
haus42
Zeit: 18.03.2012 22:09:08
1691500
Zitat von kabo63 Beitrag anzeigen

Nochmal kurz zur Feuchteregelung, im Winter wird i.dR. auf festem Wert geregelt - das ist der Modus zur Feuchterückgewinnung. Bei der Stoßlüftung im Sommer wird i.d.R. die Leistung des Abluftgebläses erhöht, um mehr feuchte Luft von innen nach außen zu transportieren...schau mal auf Seite 20 der EDA-Anleitung nach :)
...um den Effekt zu erhöhen, könnte man händisch auch noch die Leistung des Zuluftgebläses reduzieren - ganz easy eigentlich ;)]


Hm. Kann in der Anleitung nicht sehen das die Leistung des Abluftgebläses erhöht wird.
Bei mir steht drin:
Mit der Feuchtestoßlüftung soll durch Erhöhung der Luftzufuhr zu hohe Raumfeuchtigkeit reduziert werden.

Nur die Leistung des Abluftgebläses zu erhöhen würde doch auch im Wesentlichen nur zu mehr Unterdruck führen (und damit zu mehr Nachströmen von feuchter Aussenluft über undichte Stellen), oder seh ich das falsch?

Könnte es aber sein, das die Annahme ist das die feuchte Luft draussen im Sommer wärmer ist als die Luft im Haus? Dann würde sie beim Einströmen über den Enthalpierotor Feuchte abgeben und dadurch trockener ins Haus kommen. Dann würde man durch eine Erhöhung der Leistung nicht noch mehr feuchte Luft ins Haus transportieren.
Verfasser:
kabo63
Zeit: 19.03.2012 14:53:18
1691862
Hallo Haus42,
richtiger ist, dass grundsätzlich für beide Ventis die Leistung erhöht wird(steht allerdings so nur in meiner AC-Beschreibung drin...), kann mich erinnern den Hinweis bekommen zu haben die Abluftleistung mehr zu überhöhen. Falls Du's ganz genau wissen möchtest, würde ich empfehlen direkt bei Enervent Aircom/Berlin anzurufen und mit den Herren Goltz die Feinheiten abzuklären.
MfG, kabo63.
Verfasser:
sonnenhaus17
Zeit: 15.05.2012 21:13:58
1716631
Hallo zusammen,

ich besitze ebenfalls seit diesem Winter die LTR-3 und hätte eine Frage an Haus42.
Nach zwei Monaten ist bei uns das gleiche Problem mit der Abschaltung des Abluftventilators aufgetreten. Nach Absaugen der Filter konnte dieser zunächst wieder zur Arbeit überredet werden. Trotzdem würde ich gerne wissen, wo denn der Poti für die Empfindlichkeit des Druchschalters sitzt. Könntest Du mit das beschreiben?
Zum Thema Kondenswasser am Metallgehäuse. Steht bei Dir die Anlage auch außerhalb der thermischen Hülle? In unserem Haus steht die LTR-3 auf dem Spitzboden (die Version mit der Extraisolierung), auf dem es im Winter natürlich auch recht kalt werden kann. Kondenswasserbildung habe ich bis jetzt noch nicht beobachten können.
Für alle anderen: Ich würde in jedem Fall die EDA Steuerung wieder nehmen. Nur mit dieser kann man diverse Laufzeitparameter, wie Temperaturen, Feuchte, etc. ablesen und damit die Einstellungen optimieren. Auch Fehlerzustände lassen sich m.E. besser erkennen (ausgenommen von dem oben beschriebenen Fall :-( )

Viele Grüße,
Michael
Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 15.05.2012 23:18:53
1716676
Hallo zusammen,

hab mir eben nochmal den Thread überflogen, da ich immer noch nicht bestellt habe ...

Die fehlende Konstantdruckregelung hatte ich schon wieder vergessen (?). Wie wirkt sich das praktisch aus? Ständig Filter kontrollieren? Wäre das ein Argument diese als Option dazu zu bestellen, weiß jemand, was dies kostet?

Ferner nochmal zur Einbausituation: versteh ich das richtig, dass das LTR-Gerät normalerweise von oben zugänglich wäre, ggf. aber sowohl 90° nach hinten oder nach vorne gekippt montiert werden kann? (es also kein rechts- oder links-Aufbau braucht)
Ich kann nur von der "Vorderfrontseite" ran und brauche dabei Zu-/Abluft links. Geht das ohne Probleme und Kompromisse?

Danke und
Gruß
Baubeginner
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 16.05.2012 07:32:21
1716698
Hallo,

da wir auch die LTR3 favourisieren, habe ich auch ein paar Fragen.

Wie wird denn eigentlich die Feuchte, CO etc. bei zwei Bedienteilen geregelt? Das gerät muss sich doch für einen Wert entscheiden. Im Eg stellt man 50% rF ein, im OG 60% rF. Welcher Wert wird dann erreicht?

Und ich habe noch eine Frage zu den ganzen Zusatzoptionen. Hat denn da keiner Bedenken, sich ein Technikmonster ins Haus zu holen? Bin ich mit dieser Überlegung alleine? Das ist doch wie mit den Autos. Mein altes Auto läuft einfach nur, keine Sensoren dran, kein Schnickschnack und ist einfachst zu reparieren. Bei meinem modernen Auto gestalten sich Fehlersuchen aufgrund der ganzen Sensoren und Steuergeräte äußerst schwierig und sind teils in Eigenleistung gar nicht mehr zu bewältigen.

Wie ich oben schon beschrieben habe soll das Gerät doch eigentlich konstant durchlaufen, was es mit beiden Steuerungen sowohl in der Basis- als auch in der Luxus-Schnickschnack-Ausführung tut. Ob der Filter dann etwas verschmutzter ist und etwas weniger Luft eingeblasen wird merkt doch kein Mensch und nachgucken, ob der Filter schmutzig ist, muss man in beiden Fällen.

Welche Eingriffsmöglichkeiten braucht man in der Praxis? Wir haben leider keine Erfahrungen mit KWL, deshalb stelle ich diese Frage. Ich denke man wird in der Praxis nur die Leistung für Sonderfälle anpassen, z.B. Partylüftung und längere Abwesenheit, was auch mit der Basissteuerung und der Basis-KWL geht. Nutzt man tatsächlich eine Sommernachtslüftung? Da kann man doch besser die Fenster öffnen wenn das haus tatsächlich nachts abgekühlt werden soll. Ist effektiver, ökologischer und ökonomischer.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
bst64
Zeit: 17.05.2012 14:34:07
1717354
Hallo Jojo,
die gleichen Überlegungen trieben mich auch ...

Als dann das unverschämte LTR-3-Angebot eintrudelte, rd. 3150€ (EC) bzw. rd. 3550€ (ED), war der Ofen aus!! Vor wenigen Jahren habe ich noch für die eigentlich teurere Pingvin 2100€ bezahlt ...
es reicht einfach, ich habe das Gefühl hier überdrehen einige ...

Es kann ja sein, dass in Finnland die Lohnsteigerungen so derart zu Buche schlagen - hier nun mal nicht!!

Jedenfalls habe ich mich daraufhin um eine günstigere Lösung bemüht und bin auf ein Gerät von Mitsubishi (Lossnay, Kingspan, England) gestoßen, vgl. LGH-50RSDC-E Lossnay

Vergleiche auch den Forumsthread zu Mitsubish Lossnay LGH-15RX5. (Komischerweise werden die Fotos nicht mehr dargestellt - hatte erst vor kurzem reingeschaut, da waren sie noch da ...?)

Sicherlich "spielt es nicht in der gleichen Liga" ... aber der Vorwurf hier "Äpfel mit Birnen zu vergleichen" ist sicherlich Fehl am Platze - denn wie Du so treffend geschrieben hast ... Schnickschnack ...

Bei der Preisdifferenz, das Gerät hat mich inkl. Transport aus England gerade mal 800 € gekostet, konnte ich nicht mehr anders ... mit dem eingesparten Differenzbetrag lässt sich so einiges anstellen ... z.B. im Bereich der Haustechnikkomponenten oder auch nur der nächste Familienurlaub ...

Ein Vergleich, den ich bei den aufgerufenen Preisen immer vor Augen hatte, da er bei mir zahlenmäßig genau passte: Die Porenbetonsteine (PP2, 09er) für die 24er-Außenwände meines Gebäude (210 m² Wfl., Ve = 930m³) haben genausoviel gekostet wie allein die LTR-3(ED) gekostet hätte ...

Mittlerweile bin ich ziemlich angefressen, was die Preise im Bereich der Lüftungstechnik und der Wärmepumpen angeht ... hier werden für technisch einfachste Komponenten Fantasiepreise aufgerufen - wenn man sich nurmal im Bereich des Fahrzeugbaus anschaut, was für z.B. den doppelten Anschaffungspreis einer LTR-3 so alles angeschafft werden kann - z.B. ein neues komplettes Fahrzeug (vgl. EU-Neuwagen ) mit kompletter Karosserie, Rädern, Reifen, Innenausstattung, Motor ... der übrigens Regelungstechnik ohne Ende beinhaltet (!) ... halt alles was in einem sochen Fahrzeug vorhanden ist ... und dafür bekomme ich bei Enervent (oder auch Hoval und die ganzen anderen Anbieter) 'ne Blechkiste, bei der eine CO2-abhängige Steuerung schon als etwas Besonderes gepriesen wird - ja wo leben wir denn???

Musste einfach mal raus ...

Gruß
Bernhard
Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 18.05.2012 10:30:28
1717620
Hallo Bernhard!

Mit der aktuell üblichen "Preisgestaltung" einiger Branchen hab ich auch so meine Probleme!
Da werden (wie bei den Autos) für ein "paar verchromte Zierstreifen" einfach sehr fantasievolle Aufpreise verlangt welche in keinem Verhältnis zum Wert stehen. Das sieht sogar ein Blinder mit dem Taststock.

Noch viel schlimmer sieht es mit den Ersatzteilpreisen aus, da werden nur mehr absolute Traumpreise verlangt, für einen EC-Motor, der ja angeblich soooo Energiesparend sein sollte, aber nach 3 1/2 Jahren schlapp machte 450,-€ ohne Versand und Märchensteuer!
Der "normale" EBM Lüfter mit rund 50 W (anstelle der 17 W des EBM) kostete frei Haus schlappe 95,-€ und läuft mindestens 15 Jahre OHNE Probleme.

Da kann der EC noch so wenig Energiebedarf haben ER rechnet sich niemals denn nach drei bis vier Jahren wird wieder ein Austausch fällig (samt teurem Serviceeinsatz)!

Energiesparen heisst für mich im Endeffekt Ressorcen (und damit auch Geld) sparen, was durch die aktuelle Situation allerdings eher ins Gegenteil verdreht wird.

Merke: Alles Gelumpe was Du heute einbaust, ist morgen kaputt und muß repariert / ersetzt werden!

Siehe auch den Faden mit der kalkulierbaren Lebensdauer von Bauteilen!

Nachdenkliche Grüße,
Hannes / ESBG
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 18.05.2012 13:32:46
1717727
Hallo,

sollen denn nicht gerade bei den Enervent-Geräten viele Standard-Bauteile verwendet werden, die man eben problemlos auch auf dem freien Markt beschaffen kann? Das rechtfertigt natürlich nicht den hohen Anschaffungspreis, könnte aber dennoch mit in die kaufentscheidung einfliessen.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 20.05.2012 19:06:53
1718454
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
...
Noch viel schlimmer sieht es mit den Ersatzteilpreisen aus, da werden nur mehr absolute Traumpreise verlangt, für einen EC-Motor, der ja angeblich soooo Energiesparend sein sollte, aber nach 3 1/2 Jahren schlapp machte 450,-€ ohne Versand und Märchensteuer!
Der "normale" EBM Lüfter mit rund 50 W (anstelle der 17 W des EBM) kostete frei Haus schlappe 95,-€ und läuft mindestens 15 Jahre OHNE Probleme.[...]


Das würde mich nun doch mal näher interessieren.
Wie ist die übliche Lebenserwartung eines EC-Motors allg. und speziell bei Enervent?
Stimmt der angegebene Preis von 450€ netto?
Welcher Enervent-Anwender kann das bestätigen oder richtigstellen?

Danke und Gruß
Baubeginner
Verfasser:
tomx555
Zeit: 26.09.2012 11:54:28
1767476
Hallo,

ich habe auch das LTR-3 und werde es in den nächsten Wochen in Betrieb nehmen. Dazu habe ich eine blöde Frage. Das EDA Dispaly Modul ist bei uns im Wohnzimmer an der Wand geplant. jetzt habe ich festgestellt, dass dieses Teil von Design her ein absolutes NoGo ist. So kann ich es nicht auf Putz an der geplanten Stelle platzieren. Es wird wohl entweder in den Technikraum oder auf den Spitzboden wandern. Wo habt Ihr das Teil platziert? Stört es Euch im Wohnzimmer nicht? Gibt es eine Möglichkeit, dieses Teil irgendwie Unterputz zu instalieren.

Vielen Dank!

Gruß
tom555
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 04.12.2012 19:27:19
1808245
Hallo,

da wir kurz vor der Kaufentscheidung stehen, möchte ich nochmals etwas zu den Steuerungen und zur Funktionsweise der LTR-3 fragen.

Wie genau funktioniert die Feuchteregelung? Kann man da irgendwo eingeben, dass ich z.B. 50% rF haben möchte? Wenn die Raumluft dann eine höhere Feuchte hat, schaltet sich der Rotor dann ab? Dann würde auch die WRG abgeschaltet werden. Und was würde das im Sommer bedeuten? Dann würde man ja direkt die schwül-warme Außenluft ins Haus blasen und genau den Gegeneffekt zur Abführung von Feuchtigkeit bewirken.

Gibt es auch eine Möglichkeit, die Sommernachtskühlung automatisch zu starten, je nach Temperaturen?

Was kann die EDA-Steuerung tatsächlich mehr als die ECC-Steuerung? Wenn man z.B. bei der EDA-Steuerung die Sommernachtskühlung händisch starten müsste, dann könnte man das mit der kleinen ECC-Steuerung auch machen, indem man einfach den Rotor anhält und die Lüfter hochdreht.

Welche Einstellmöglichkeiten der EDA-Steuerung braucht man in der Praxis wirklich?

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Freddy der Seemann
Zeit: 04.12.2012 21:58:16
1808353
Nachtkühlung mit etwa 250 m3/h! Wie soll das denn gehen?

Gruß Freddy
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 05.12.2012 08:39:00
1808475
Hallo,

das mit der Nachtkühlung sehe ich ja ein.

Nach meinem Verständnis hänget doch die WRG mit der FRG zusammen. Wenn der Rotor läuft, dann wird beides zurückgewonnen. Steht der Rotor, dann wird nichts zurückgewonnen.

Im Winter ist die Sache klar, da brauche ich beides. Im Sommer aber möchte man doch eigentlich die kühle Innenluft über den WT zur Kühlung der Zuluft nutzen, aber keinerlei Feuchterückgewinnung erzielen, damit das Klima im Haus nicht zu schwül wird.

Wie funktioniert sowas bei den Geräten?

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
kabo63
Zeit: 07.12.2012 20:01:40
1810079
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen

...Nach meinem Verständnis hänget doch die WRG mit der FRG zusammen...
[...]


...dieses ist mitnichten so, wenn dann eher umgekehrt..Bei der Kühlung im Sommer wird auf "Kälterückgewinnung" geschaltet, wenn der Sensor eine gewisse Temperaturdifferenz zwischen Abluft und Frischluft registriert. Der Rotor wird zugeschaltet und die kühlere Abluft auf die wärmere Zuluft übertragen, das wars auch schon...ggfs. muß die Temperaturregulierung eingeschaltet werden.

MfG, kabo63.
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 07.12.2012 20:27:28
1810096
Hallo,

wenn zur Sommerkühlung der Rotor läuft, dann wird doch aber auch Feuchte zurückgewonnen. Das eine geht doch nicht ohne das andere?

Und eigentlich will man die Feuchterückgewinnung im Sommer doch bewusst vermeiden, um die relative Luftfeuchte innen möglichst gering zu halten.

Wir knobeln ja gerade über die Ausstattung der LTR-3 und aktuell muss ich sagen, dass ich die einfache ECC-Steuerung bevorzuge.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
kabo63
Zeit: 07.12.2012 22:18:26
1810153
Hallo,
die Feuchteregulierung erfolgt, soweit eingestellt, hauptsächlich über die Regulierung der Lüfterdrehzahlen und damit des Luftdurchsatzes. Die FRG alleine über die Rotorgeschwindigkeit ist fast vernachlässigbar, außerdem kann die Feuchte in beide Richtungen geregelt werden, natürlich immer nur in bestimmten Grenzen.
MfG, kabo63.
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 08.12.2012 09:23:02
1810260
Hallo,

wenn die Feuchteregulierung über den Luftdurchsatz gesteuert wird, dann ist das aber auch nicht wirklich berauschend. Eigentlich würde ein geringer Luftwechsel ausreichen, die Anlage dreht den Luftaustausch und damit die Wärmeverluste (die es trotz WRG gibt) auch.

Kannst Du mir erklären, was in folgenden Fällen passiert?

- kalter Wintertag mit geringer absoluter Feuchte in der Außenluft - FRG soll möglichst hoch sein. Dreht der dann die Lüfterdrehzahl runter, damit trotz FRG im Gerät erst gar nich so viel Feuchte aus dem Haus abgezogen wird? Oder wird der Luftaustausch bewusst hochgefahren, um möglichst viel Feuchte zurückzugewinnen?

- schwül-warmer Sommertag mit hoher absoluter Feuchte, Ziel im Haus sind geringe Temperaturen mit geringer Luftfeuchte - wird der Luftaustausch dann heruntergefahren mit dem Effekt, dass keine unnötige warme Luft ins Haus kommt, aber auch keine Feuchte abtransportiert werden kann? Oder genau andersrum?

So wie ich es mir derzeit denke, stehen FRG und Luftaustausch in einem Verhältnis. Das eine geht nicht ohne das andere. Aber eigentlich möchte ich, dass sie genau gegenläufig sind (wenig Luftwechsel und hohe FRG). Vielleicht ist das auch einen extra thread im Forum wert....

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
kabo63
Zeit: 08.12.2012 13:37:53
1810387
Hallo Jojo,
da ich auch nur "belesener Laie" bin hier 2 Auszüge aus meiner DC-Beschreibung. Dazu kommen Informationen, die ich von Enervent erhalten habe + Erfahrungen/Beobachtungen aus dem laufenden Betrieb, die sich in etwa mit den nachfolgenden Ausführungen decken:

S.14: "Kohlendioxid- und Feuchtigkeitsregelung
Die Gebläseleistung kann mit sich im Raum befindenden CO2 – Fühler (2 Kohlendioxidfühler als Zubehör zuschaltbar)
sowie Feuchtigkeitsfühler (2 Fühler als Zubehör zuschaltbar) gesteuert werden. Der Kohlendioxidgehalt und /oder die
Luftfeuchtigkeit werden unter dem gewünschten Grenzwert gehalten. Wenn keine externen Fühler zugeschaltet sind,
werden die Gebläse durch den im Gerät eingebauten Feuchtigkeitssensor gesteuert. Diese Funktion wird im Menü
„%RF“ am Display eingestellt. Dort werden die maximalen Gebläsegeschwindigkeiten oder Druckparameter eingegeben."

S.17: "WÄHREND DES BETRIEBS ZU BEACHTEN !
Die Lüftung sollte immer mit genügend hoher Effizienz laufen um die Luftfeuchtigkeit in den Räumen nicht zu hoch ansteigen
zu lassen. Was zur Folge haben kann, dass diese an kalten Fensterscheiben kondensiert. Die empfohlene relative
Feuchtigkeit in Wohnräumen beträgt 40 – 45 % (Raumtemperatur 20 - 22°C). Beobachten Sie die Luftfeuchtigkeit
z.B. mit einem Feuchtigkeitsanzeiger (Hydrometer) und erhöhen Sie die Lüftungsleistung, wenn die Raumfeuchtigkeit
über 45 % steigt. Entsprechend kann die Lüftungsleistung verringert werden, wenn die Raumfeuchtigkeit 40 % unterschreitet.
Denken Sie an den Filterwechsel! Wenn die orange-farbige Signallampe kontinuierlich aufleuchtet, sollte ein
Filterwechsel vorgenommen werden, die Seite 28 anschauen. Während der kalten Jahreszeit verschmutzt der Abluftfilter
schneller, als die Außenluftfilter. In diesem Fall nimmt die Abluftmenge ab und die Feuchtigkeit steigt. Gleichzeitig
geht die Zulufttemperatur zurück. Kontrollieren Sie bei jedem Filterwechsel, dass die WRG funktioniert, bzw. der WRGRotor
sich dreht."

Darüber hinausgehende Informationen wirst Du nur von hochkompetenten Fachleuten bekommen...
MfG, kabo63.
Verfasser:
Baubeginner
Zeit: 15.12.2012 15:57:59
1815277
Hallo zusammen,

wie wirkt die FRG in der Praxis, wenn die Feuchte nicht geregelt wird durch Anpassen des Volumenstromes? Ist das dann im sinnvollen Bereich fahrbar?

Gibt es den von Jojo_ erwähnten Thread evt. schon?

Danke und Gruß
Baubeginner
Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 35 von 37]erste <12>letzte