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Seite 3 von 4 [Beitrag 51 bis 75 von 81]erste <1234>letzte 
Peak Oil is now
Verfasser:
Frank Jackenkroll
Zeit: 01.06.2007 10:39:41
0
633205
@ JoRy,

so ist es auch für mich.

@ ratzeful,

dem Herrgott geht das nicht am Arsch vorbei, aber er lässt es zu.
Du könntest wissen warum, wenn du wolltest. Wer aber erst garnicht suchen geht der kann
auch nix finden.

@ guter Architekt,

wir wollen hier nun nicht in einen albernen Streit verfallen welches Bild der tatsächlichen Wirtschaftsordnung das richtige ist.
Aber geh mal davon aus das alle die nicht das glauben was du meinst verstanden zu haben Vollidioten sind.
Andere Meinungen, ok.
Ich denke sehr wohl verstanden zu haben, aber ich halte es für falsch was uns da erklärt wird :-)))

Deine Einlassung zur medizinischen Nutzung, die mir persönlich zwar egal ist, ist einfach weltfremd.
Mach deine Augen auf und schau dir die harten Fakten auf dieser Erde an, da sind heute schon große Teile der Menscheit von jeglicher Nutzung der Recourcen komplett ausgeschlossen.

Die Bildzeitung ist wirklich nicht meine erste Wahl, aber selbt da steht heute mal auf der Titelseite das
allein in Afrika täglich 30.000 Menschen an Armut sterben. Das hat sehr wohl mit unserem Wohlstand zu tun.


Mit freundlichen Grüßen

Frank

Verfasser:
kathrin
Zeit: 01.06.2007 10:57:10
0
633224
@Axel_1

Die Preise für medizinische und chemische Nutzung können immer über den Preisen fürs Heizen liegen. Von daher wird das Öl schon lange nicht mehr verbrannt, wenn es für medizinische Nutzung noch lange vorhanden ist.
Schon möglich. Hast du aber auch schon mal über den Preis für medizinische und chemische Nutzung von Erdöl nachgedacht, wenn der grösste Teil davon verbrannt wurde? Wenn sich schon heute ein grosser Teil der Weltbevölkerung z.B. eine ausreichende medizinische Versorgung rein finanziell nicht leisten kann, wie sieht es wohl bei einer Verteuerung aus?

Oder spekulierst du darauf, dass dann, wenn das meiste Erdöl verbrannt ist, die Industrie es auf andere Weise herstellen kann, Forschungen dazu sind ja am Laufen? Falls innert nützlicher Frist überhaupt in grösserem Massstab machbar, dürfte dies eine eher teure Angelegenheit werden...

Gleichgültig, wie gross die Preissteigerungen sind, mich stört der Gedanke an eine Verschärfung der Versorgungslage für Medizin und Kunststoffindustrie, an eine noch weitergehende Trennung zwischen Arm und Reich. Besonders, weil sie vermeidbar wäre.

wenn die Welt den CO2 Ausstoss Heute auf Null fahren könnte und würde, dann wäre
trotzdem eine Erderwärmung und damit verbunden eine biologische und weltwirtschaftliche
Kathastrophe nicht zu verhindern. - Blödsinn. Es würde allenfallls etwas mehr Kosten, mit den Konsequenzen zu leben.


"Etwas mehr" ist gut. Laut Stern-Bericht vom letzten Oktober kostet uns die Klimaveränderung, wenn wir jetzt nichts unternehmen, einen Rückgang der Weltwirtschaft um 20 % des Bruttosozialproduks, schlimmer als die Depression in den 30er-Jahren.

Wer bezahlt den Ländern der Dritten Welt, die von den Klimafolgen als erste resp. am stärksten betroffen wären, die nötigen Massnahmen, wenn wir uns schon hier mit den bereits heute nötigen Massnahmen für Schutz und Anpassung (Hochwasser, instabiler Boden wegen Auftauen des Permafrosts, Trockenheit, Landwirtschaft, Tourismus...) schwer tun? - Auch hier eine weitere Trennung zwischen Arm und Reich, wobei es v.a. die am stärksten trifft, die daran am wenigsten Schuld tragen.

"Strafe" wie von JoRy angedacht muss nicht sein, aber endlich unsere Verantwortung wahrnehmen sollten wir schon, und zwar so rasch als möglich, so lange es noch etwas zu verhindern und zu retten gibt.

...der die Welt in Arm und Reich trennt wie es nie vorher denkbar war. - Bisher ist allerdings eher das Gegenteil der Fall.
??? !!!???
Kannst du deine Behauptung bitte mal erläutern resp. mit Beispielen oder Zahlen untermauern?

Schönen Tag + Gruss

Kathrin

Verfasser:
sukram
Zeit: 01.06.2007 11:36:06
0
633247
Wozu selber Knoten inm die Finger schreuiben- der hier drückt's viel bsser aus:

**************

Peak Oil – finale Ölkrise?

Weiter zunehmender Verbrauch, wenig entwickelte Alternativen: Bis zum Jahr 2010 überschreitet die globale Ölproduktion ihren Förderhöhepunkt

Von Steffen Bogs

Wenn die Energiepolitik nicht gravierend geändert wird, werde die weltweite Nachfrage nach Energie, produziert aus Öl, Gas, Kohle und Atomkraft sowie erneuerbaren Energiequellen, in den nächsten 23 Jahren um 57 Prozent steigen. Die aktuelle Ölbedarfsprognose der US-Energiebehörde geht davon aus, daß diese im Jahr 2030 bei 118 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag (bpd) liegen werde. Derzeit sind es rund 85 Millionen bpd. ...

Angesichts der aktuellen Förderraten der drei größten Ölfelder der Welt könnte es sich um eine sehr gewagte Prognose handeln, denn die nächste Ölkrise wird eine finale sein. Erdöl überschreitet voraussichtlich bis zum Jahr 2010 seinen globalen Förderhöhepunkt (»Peak Oil«) und geht dann rapide zur Neige.

Die drei größten Ölfelder der Welt, Ghawar in Saudi-Arabien, Burgan in Kuwait und Cantarell in Mexiko, befinden sich bereits im Förderabfall. Diese Felder decken etwa zwölf Prozent des Ölbedarfes der Welt. Nur mit Mühe kann dieser Förderabfall derzeit noch ausgeglichen werden.

So lag die offizielle Fördermenge des weltweit größten Ölproduzenten Saudi-Arabien 2006 um acht Prozent niedriger als 2005. Damit dürfte der Peak bestätigt sein, und es ist sehr wahrscheinlich, daß nicht die von der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) erst im November 2006 beschlossene Kürzung der Ölförderung von 1,2 Millionen bpd die Ursache für den Produktionsabfall ist.

Für diese These spricht auch die Situation in Ghawar, dem größten Ölfeld der Welt. Allein dessen Produk­tion von 5,5 Millionen bpd macht etwa 60 Prozent der saudischen Förderung aus und deckt knapp sieben Prozent des Weltverbrauches. Doch Ghawar enthält schon 55 Prozent Wasser und steht vor einem rapiden Förderabfall. In Saudi-Arabien wird Meerwasser in die Ölfelder gepumpt, um Druck und Produktionsmenge aufrechtzuerhalten. Erhöht sich jedoch mit der Zeit das Volumen des Wassers im Ölfeld, fällt die Förderung später umso dramatischer ab. In Ghawar werden täglich acht Millionen Barrel Meerwasser in die Erde gepumpt, um die Produktion aufrechtzuerhalten und Engpässe bei der Ölversorgung auf den Weltmärkten zu verhindern. Experten sagen, dies sei viel zuviel und wäre zu schnell geschehen. Dies werde sich bald rächen.

Burgan, das zweitgrößte Ölfeld der Welt in Kuwait, hat ebenfalls das Fördermaximum überschritten: Anfang November 2005 hat die Kuwait Oil Company erstmals eingestanden, daß die erhoffte maximale Förderrate von zwei Millionen bpd im Feld nicht erreicht werden könne. Statt dessen werde man nur 1,7 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Burgan befindet sich mit 14 Prozent im Förderabfall – gleichzeitig trägt das Feld heute etwa zu 70 Prozent der Ölproduktion Kuwaits bei.

In Mexiko ist die Förderung im drittgrößten Ölfeld der Welt, Cantarell, um 25 Prozent auf ein Vierjahrestief gesunken. Aus dem Feld, das rund die Hälfte zur Ölproduktion des Landes beisteuert, wurden noch im Januar 2006 1,99 Millionen bpd gepumpt. Im Dezember 2006 waren es noch 1,44 Millionen Barrel am Tag. Für 2007 wurden ein weiterer Förderrückgang von 262000 bpd angekündigt. Rund 80 Prozent der Ölausfuhren des Landes sind für die USA bestimmt. In knapp zehn Jahren wird Mexiko, derzeit auch dank des Öls die Nummer zehn unter den Wirtschaftsmächten der Welt, kein Öl mehr exportieren können.

...

Die Entwicklung der kapitalistischen Industriegesellschaft wurde angetrieben durch billige fossile Energie. Viel davon ist in Eröl und Erdgas konzentriert. Ein Barrel Öl enthält das Energieäquivalent von fast 25000 Stunden menschlicher Arbeit. Vornehmlich seit der zweiten Ölkrise 1979 ist eine Umverlagerung des Energieverbrauchs von der Dritten in die Erste Welt, und dort von arm zu reich, zu verzeichnen. Mit dem Ölfördermaximum und einem weiteren Wachstum der Weltbevölkerung auf 9,2 Milliarden Menschen bis 2050 wird sich dieser Trend verschärfen. Der prognostizierte tägliche Ölverbrauch von 118 Millionen Barrel im Jahr 2030, entspräche einem Güterzug von 2600 Kilometern Länge. Die Unfähigkeit des kapitalistischen Marktes, die tatsächlichen Kosten des fossilen Energieverbrauches in den Preisen auszudrücken, hat die Globalisierung der Weltwirtschaft in diesem Maße erst ermöglicht. Das wird Peak Oil wohl korrigieren. Statt der Globalisierung werden regionale Wirtschaftkreisläufe mit einem Minimum an Energieverbrauch und Konsum entstehen müssen.

Komplett:

Junge Welt


Es GIBT noch Journalisten, die auch noch wissen, was Recherche ist.

Auch wenn das mit den "nur" 9,2 Milliarden nicht hinhaut. Was soll's- 10,5 Mrd machen's auch nicht viel schlimmer...
Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 01.06.2007 11:48:24
0
633255
vollkommen OT

Hallo Frank Jackenkroll,

"...dem Herrgott geht das nicht am Arsch vorbei, aber er lässt es zu.
Du könntest wissen warum, wenn du wolltest. Wer aber erst garnicht suchen geht der kann
auch nix finden..."


Wenn Herr Gott es nicht für nötig befindet uns über seinen Großen Plan zu unterrichten welcher es Ihm zulässig erscheinenen läßt diese ungeheuerlichen Kollateralschäden hinzunehmen, dann will ich auch nichts von Ihm / Ihr / Ihnen (?) wissen.

Ich brauche einen Gott nicht und erst recht keinen Herrgott und ich habe auch kein Bedüfniss nach einem göttlichen Sündenbock zu suchen dem ich die Schuld am Zustand der Welt geben kann. Oder gar von dem ich mir Erlösung von meiner persönlichen Schuld erhoffe.

Ich bin zu der Überzeugung gelangt, daß der Mensch sich seine Göttinen und Götter selber schafft. Das diese dann natürlich nichts zur Verbesserung der Welt beitragen können ist zwangsläufig.

Gruß Ratzeful
Verfasser:
JoRy
Zeit: 01.06.2007 11:50:17
0
633257

2003 beauftragte die Eminenz des Pentagon , der Initiator des "starwars Programmes"
Andrew Marshall den Chefplaner von Royal Dutsch Shell Peter Schwarz und
Doug Randall von Emeryville (Spezialisten der Szenarioplanung)
die Auswirkungen von Golfstom-Veränderungen für die USA zu untersuchen.
--"Das unvorstellbare mal durchdenken..." war der Auftrag.

Der Film "day after tomorow" kam erst mehr als ein Jahr danach.

Deren "Wetterbericht" für 2010 liest sich zum Grausen.
Die Daten hat das Meteorologische Zentrum des vereinigten Königreiches geliefert.
- Gilt als die beste Klimaforschung weltweit seit mehreren Hundert Jahren.

Anhaltende Dürre in den Agrargebieten der Erde und temp. Differenzen von 2-3°C
werden zu Bedingungen führen die durch die "Belastungsfähigkeit des Menschen
zwischen Hunger und Krieg" entschieden wird.
Die Wirtschaftssysteme werden vorher zusammenbrechen.

Das Ganze wird noch schlimmer weil die Nationen angesichts der Kathastrophe nicht
zusammenarbeiten werden sondern gegeneinander.
"Bei dem sich daraus ergebenden Gerangel um Resourcen werden neue politische
Alianzen geschmiedet werden und das Kriegspotential drastisch erhöhen"

Dem stimmt übrigends Prof. Darendorf (Friedensforschung London) absolut zu.

Ein Zusammenbrechen des Golfstromes kommt (wennüberhaupt) für Europa ruinös,
aber weltweit wird vorher ein Desaster durch das Zusammenbrechen der
Regenwaldfunktion erwartet.

Bush und seine Mannen bereiten sich also schon seit Jahren auf Machtkriege wegen
des Endes der Resourcen und der Klimafolgen militärisch vor.
Nur die Merkel hält Bush für den "besten Demokraten",
wohingegen Schröder den Putin als den wichtigsten Dmokraten Europas tituliert hat.
Der Irrsinn ist also analog und wenn man dann den Schäuble beauftragt für Sicherheit zu
sorgen (zusammen mit Schreiber den er ja gut kennt)
dann hat Dieter Hildebrand sicher recht wenn er sagt,
--wenn ich Schäuble höre frage ich mich, wie man Arschloch steigert--

Gruß JoRy
- der jetzt segeln geht und die Natur geniest.
Hat Einstein auch immer gemacht wenn er nachdenken wollte.
Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 01.06.2007 12:20:46
0
633281
@Sukram

guter Artikel.

Selbst wenn wir die Exploration hochdrehen (was schon aus personaltechnischer Sicht kurzfristig
kaum machbar ist) und mittelfristig tiefere Etagen explorieren: die großen Felder sind entdeckt und
abgebohrt, und befinden sich in der Phase rückläufiger Förderung. Neue Funde werden im Mittel
immer kleiner und aufwändiger zu fördern. Ölschiefer und Teersande können sicher zur Streckung
eines konstanten Förderlevels beitragen, aber nur auf einem hohen Preisniveau.

Fazit: Alles, was wir sinnvoll zu einer Reduktion des Ölverbrauchs beitragen können, sollten wir
anpacken. So früh wie möglich. Warum nicht mal proaktiv nach dieser langen Zeit reaktiven Handelns?

Und: alle Revolution geht vom Volke aus. Sprich: wenn wir (der Einzelne) keine Nachfrage nach
Alternativen liefern, werden auch keine geschaffen.

Interessant ist übrigens auch ein Artikel der Basler Zeitung vom Januar 2001.
http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Wann_kommt_die_letzte.pdf
vor allem in der Rückschau nach fast 7 Jahren.

Gruß,
Bernd


Verfasser:
Frank Jackenkroll
Zeit: 01.06.2007 12:51:49
0
633316
Auch OT :-)

Na Ratzeful,

wenn es nur daran leigt das du der Meinung bist das Gott sich nicht mitgeteilt hat, da kann Abhilfe geschaffen werden. aber das mußt du schon wollen.

Was du dann glaubst ist deine Sache.

Wenn du also "Input" willst, sag es, ich nennen dir eine Quelle die dir mehr Fragen beantwortet als du je stellen kannst als Erdenmensch.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

P.S: Wenn du das nicht im Forum machen willst schreib mir privat, ich gebe dir dann eine Quelle
frank@jackenkroll.de
Verfasser:
Axel_1
Zeit: 01.06.2007 13:10:50
0
633332
Kathrin:

"Hast du aber auch schon mal über den Preis für medizinische und chemische Nutzung von Erdöl nachgedacht, wenn der grösste Teil davon verbrannt wurde? Wenn sich schon heute ein grosser Teil der Weltbevölkerung z.B. eine ausreichende medizinische Versorgung rein finanziell nicht leisten kann, wie sieht es wohl bei einer Verteuerung aus? "

Ich würde hier zwischen medizinischer und chemischer Nutzung unterscheiden. In der Medizin ist das Erdöl sicher nicht der preisbestimmende Faktor. Da sehe ich kein Problem. Was anderes ist das bei der Chemie. Aber auch da gibt es ja jetzt schon Alternativen, Dämmmaterial aus Biologischen Stoffen etc. Insgesammt erinnert mich das an die Diskussion, als die chemische Industrie drastische Umweltauflagen bekamen und den Müll nicht einfach mehr in die Flüsse kippen konnten. Heute haben die eine fast komplette Kreislaufwirtschaft, bei der kaum noch Müll anfällt. Ich denke, wenn das Öl wegfällt, wird das Gleiche passieren. Man wird technische Lösungen finden, und ob die teurer sind, ist noch gar nicht raus.

"Laut Stern-Bericht vom letzten Oktober kostet uns die Klimaveränderung, wenn wir jetzt nichts unternehmen, einen Rückgang der Weltwirtschaft um 20 % des Bruttosozialproduks, schlimmer als die Depression in den 30er-Jahren. "

Ich halte von solchen Horroszenarien nichts. Die haben sich in der Vergangenheit durchgehend als falsch erwiesen, angefangen vom Club of Rome und nicht zuletzt beim Waldsterben. Wenn es nach diesen Prognosen, die damals durchaus in sich stimmig waren, gegangen wären, wären wir alle mehr oder weniger tot.

"Kannst du deine Behauptung bitte mal erläutern resp. mit Beispielen oder Zahlen untermauern?"

Die Lebenserwarung hat sich in den unterentwickelten Ländern insgesamt in den vergangenen 40 Jahren um 10 Jahre gesteigert. Link hier: http://www.zdwa.de/zdwa/artikel/20051114_55587581W3DnavidW2624.php

Da gibt es zwar Aidsbedingt einige Ausreisser in Afrika, aber der Trend ist insgesamt deutlich positiv.


Gruss
Axel


Verfasser:
sukram
Zeit: 18.06.2007 16:14:50
0
643731
Verfasser:
Axel_1
Zeit: 18.06.2007 17:40:52
0
643785
Also aus der Kurve einen "Peak Oil" zu konstruieren erfordert ja schon besondere Hellseherische Fähigkeiten.

Ich sehe daraus, dass die Ölförderung ziemlich kontinuierlich steigt und auch der derzeitige leichte Rückgang im Rahmen dessen liegt, was es schon immer mal gab.

Also wenn es eine Möglichkeit gab, Deinem Anliegen maximal zu schaden, hast Du das perfekt erreicht.

Gruss
Axel
Verfasser:
stt 007
Zeit: 21.03.2012 17:35:29
0
1692998
"Es gibt mittlerweile starke Indizien, dass Saudi Arabien sein Fördermaximum überschritten hat und im Gefolge davon auch die ganze Welt jetzt am Fördermaximum ist." Zitat von 2007.

Heute - immerhin 2012, also 5 Jahre später - hat Saudi-Arabien angekündigt, dass es seine Ölförderung "kurzfristig um 25%" steigern kann, wenn Iran als Lieferant ausfällt.

Ist das nun nur Propaganda, oder können die das wirklich?

stt
Verfasser:
Stormy
Zeit: 21.03.2012 18:36:37
0
1693046
Bei Tecson steht auch drin, dass die die Produktionsausfälle angeblich einfangen können, selbst wenn.....sobald der Iran kein (bzw. kaum) Öl mehr exportiert geht der Ölpreis so oder so durch alle Decken durch.

MfG

Stormy
Verfasser:
sukram
Zeit: 21.03.2012 18:42:13
0
1693053
Tja- darüber rätseln alle.

Man weiß, dass die Saudis auf einem 31Jahres-Förderhoch sind- aber inzwischen ist auch folgendes vorgefallen:



= Förderung <> Export.

Uns nutzt übrigens das saure Saudi-Zeugs wenig- unsere Raffinierien können es nicht verarbeiten.

Und dann ist inzwischen auch das



oder das



passiert...

Die IEA sagt, es gäbe INSGESAMT noch 3 Mio Fass/Tag an Förderreserve- davon aber alleine 2,5 Mio bei den Saudis.

Was die haben- Staatsgeheimnis; auch die IEA kann sich nur auf "offizielle" Angaben verlassen- es gibt keine unabhängigen Expertiesen wie anderswo.

Es wäre ihnen allerdings ein leichtes, ihre "Freunde" auf der anderen Seite des Golfes zu ruinieren, indem sie mal kurz "Aufdrehen" wie zu Zeiten des ersten Golfkrieges...
Verfasser:
pipo5 Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 21.03.2012 19:04:06
0
1693066
ich gehe davon aus , wenn China wieder "Volldampf" in der Wirtschaft macht, dauert es keine 5 Jahre mehr, bis das Peak-OIL-Barometer bereits auf rot steht !Nicht umsonst kauft China überall Beteiligungen
an Ölfeldern zu! Oder mit was werden die Autos in den Schwellenländern
angetrieben.Nicht in Europa wird mehr Öl gebraucht, sondern dort! Nur
wer wird den Milliarden von Menschen dort das Autofahren verbieten ??
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 21.03.2012 19:06:36
0
1693067
2007, zum Zeitpunkt der Threaderöffnung hab ich mein Heizöl für ca 60 ct (incl) bekommen.

heute müsste ich 92 ct bezahlen.

Sollte eigentlich Antwort genug sein!

Martin
Verfasser:
B.L.
Zeit: 21.03.2012 19:13:31
0
1693073
Kurzfristig ist ein dehnbarer Begriff.

Und sollte der Iran stoppen, werden wohl die Ölpreise steigen... Was den Saudis gefallen dürfte.
Verfasser:
mrtux
Zeit: 21.03.2012 19:18:59
0
1693078
Wenn das passiert, wird auf der Anzeigetafel der Tankstelle für den Liter Super bestimmt 200⁹ Cent eingemeißelt sein :-(.
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit: 21.03.2012 19:57:13
0
1693104
Uns nutzt übrigens das saure Saudi-Zeugs wenig- unsere Raffinierien können es nicht verarbeiten.

Und es ist nicht nur sauer, es ist zudem auch noch recht schwer (Arab Heavy mit API < 22° und über 3 % Schwefel) -> höherer Verabeitungsaufwand und weniger leichte Produkte



Die IEA sagt, es gäbe INSGESAMT noch 3 Mio Fass/Tag an Förderreserve- davon aber alleine 2,5 Mio bei den Saudis.

Davon ca. 1,5 Mio. Fass allein in dem saudischen Feld Safaniya , mit dem oben erwähnten Arab Heavy.
Außerdem steigt der Wasseranteil im geförderten Öl ständig, was durch immer höheren Aufwand getrennt werden muß.

-> die Zeit des billigen Öl's ist endgültig vorbei !!!

Ich habe Anfang der Woche mal den Gasversorger gefragt, Anschluß ans Gasnetzt würde mich incl. Zähler setzen ca. 2400 € kosten. Jetzt bin ich schon am überlegen, vielleicht doch umzustellen. Mal sehen, wie sich der Preis das nächste Jahr entwickelt.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
mrtux
Zeit: 21.03.2012 20:28:23
0
1693128
Ich müsste auch mit meinem Gasversorger sprechen und mit einigen Nachbarn, eventuell schließen sie uns an die 300 Meter entfernte Hochdruckgasleitung an.
Zur Zeit hab ich noch genug Öl im Tank.
Für die nächsten 4 Jahre wirds reichen danach entweder nochmal in den sauren Apfel beißen und tanken oder bis zu dem Zeitpunkt auf Gas wechseln.

@ Brennerspezialist Lass dir den Anschluss legen.
Danach kannst du immer noch entscheiden, ob du deinen Ölbrennwerter+Öltanks noch so lange behältst bis sie leer sind und danach den Ölbrennwerter gegen einen Gasbrennwerter tauscht.
Oder man zeigt allen Energielieferenten eine Gelbe Karte indem man seinen Energieverbrauch drastisch senkt ?
Verfasser:
sukram
Zeit: 21.03.2012 20:43:24
0
1693142
Zitat von Brennerspezialist Beitrag anzeigen
...Davon ca. 1,5 Mio. Fass allein in dem saudischen Feld Safaniya , mit dem oben erwähnten Arab Heavy.
Außerdem steigt der Wasseranteil im geförderten Öl ständig, was durch immer höheren Aufwand getrennt werden muß[...]



Das komt so erst Ende 2013 dazu; Auf der Öltrommel wurde die saudische Kapazität grad' analysiert- dazu:

Zitat:
Safaniya (2nd Queen) started producing at 50 kbd from 8 wells in 1957, peak production was at 1 mbd, and is now down to about 770,000bd. The field lies offshore, and is a producer of some of the heavier crudes, with an API gravity of 26, and a sulfur content of up to 2.96%. It has a current production capacity of 1.2 mbd, but because of the heavier nature of the oil has more trouble in finding a world market, and thus often much of this production is withheld. (In 2008, for example some 700 kbd was being withheld from the market.) The field is currently being further developed with a larger pipeline being installed to allow a higher flow rate from the field onshore. It is also intended that the gas that is now flared will be captured. The upgrade will also involve the installation of submersible pumps and an upgrade to the distribution network, and is scheduled for completion in late 2013, when the capacity will rise to 1.5 mbd. ...



Allzu üppig können sie's jedenfalls nicht mehr haben- sonst hätten sie es nicht nötig, kleine, vor 30 Jahren aufgegebene Felder (jetzt schon) neu zu erschließen:

Zitat:
No Peak Oil - Why Then is Saudi Aramco Opening Old Wells for Heavy Crude?

Following the Iranian Revolution in 1979 demand of oil from Saudi Arabia fell from ten million barrels per day (bpd) to three million bpd. As a result of the reduced production many small oil wells were closed down, including the Dammam oil field...
...
...Saudi Aramco, the world’s largest oil exporter, has recently announced its intentions to re-open the Dammam field after 30 years, according to an EIU report...

http://oilprice.com/Latest-Energy-News/World-News/No-Peak-Oil-Why-Then-is-Saudi-Aramco-Opening-Old-Wells-for-Heavy-Crude.html
Verfasser:
tsroh
Zeit: 21.03.2012 20:44:53
0
1693144
Zitat von mrtux Beitrag anzeigen
Ich müsste auch mit meinem Gasversorger sprechen und mit einigen Nachbarn, eventuell schließen sie uns an die 300 Meter entfernte Hochdruckgasleitung an.


Das kannste ja wohl vergessen.....an die Hochdruckgasleitung.....
Wenn, dann müsste für euch eine Gasreduzierstation gebaut werden... fraglich für eine handvoll Abnehmer (leider)
Verfasser:
stt 007
Zeit: 21.03.2012 23:05:52
0
1693257
Prima, gute Antworten.

Na ja, das mit den "alten Ölfeldern" wieder anschliessen hat den einfachen Grund, dass man heute Techniken hat, mit denen man weit mehr aus den Feldern rausholen kann. Nennt sich, glaub ich, "tertiary recovery" oder so. Ich weiss nicht, wie weit man das auf die vorhandenen Vorräte bereits draufrechnet, aber da scheint noch ganz schön was zu gehn. Ich hab gestern durch Zufall mit nem Petroleumingenieur (sowas gibt's als Ausbildung) gequatscht.

Ist der Verbrauch bzw. dann auch die Förderung heute eigentlich deutlich niedriger als/wie 2007? Ich meine, war peak oil wirklich schon?

Geht man nach Wikipedia, gibt's da ja völlig wirre Angaben, etwa da:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:PU200611_Fig1.png&filetimestamp=20090907211612

stt
Verfasser:
stt 007
Zeit: 21.03.2012 23:24:53
0
1693268
Hab n bisschen gegoogelt.

BP zufolge gings von 2007 bis 2010 aufwärts:

http://www.deutschebp.de/liveassets/bp_internet/germany/STAGING/home_assets/assets/deutsche_bp/broschueren/statistical_review_of_world_energy_full_report_2011.pdf

und das soll auch bis 2030 so weitergehn

http://www.deutschebp.de/genericarticle.do?categoryId=9037882&contentId=7067061

stt
Verfasser:
sukram
Zeit: 21.03.2012 23:36:54
0
1693273
Nun- es gibt 3 offizielle Datenquellen:

http://www.opec.org/opec_web/en/www.iea.org -OPEC-

http://www.iea.org -OECD-

http://www.eia.gov/ -US-

achja, und in Deutschland
http://www.bgr.bund.de


von der IEA z.B.
dasda
wobei das "* Includes LPG, NGL, ethane and naphtha" ist.
reicht das?
Von der IEA gibt's dajährlich auch als Zusammenfassung regelmäßig den OMR -Oil Market Report- und den WEO -World Energy Outlook- zumindest die älteren kostenlos. Dadrin hatten sie den Peak 2005 offiziell bestätigt.


Natürlich gibt's auch offiziell inoffizielle- z.B. von der CIA
das CIA World Fact Book

und kostenlose Datenbanken z.B. von BP & Exxon auf deren Seiten- mit gewissen Interessenlagen (so bewerten sie die Reserven immer statisch, was erdölgeologisch unsinnig ist).

und kommerzielle Analysten- aber die kosten.
In D zum Beispiel der Steffen Bukold auf www.energycomment.de .
Verfasser:
stt 007
Zeit: 21.03.2012 23:42:49
0
1693275
Cool.

Da werd ich jetzt mal ein bisschen schmökern.

Danke auch, Sukram!

stt
Seite 3 von 4 [Beitrag 51 bis 75 von 81]erste <1234>letzte