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Haustechnikforum
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Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 35 von 38]erste <12>letzte 
Mit PV direkt auf den Heizstab im Puffer - wie geht das ?
Verfasser:
AlexMayer
Zeit: 22.03.2012 20:00:50
1693605
Hallo Zusammen,

jetzt habe ich hier stundenlang gelesen und viel gelernt. Das Forum ist wirklich der Hammer. Aber entweder ich habs noch nicht gefunden, oder die Frage ist noch nie zu Ende diskutiert worden.

Ich möchte mit meiner PV direkt auf den Heizstab im Pufferspeicher. Dazu brauche ich einen MPPT und eine Regelung, die mir die Spannung entsprechend der zur Verfügung stehendenden Leistung regelt. Die PV ist ja eine strahlungsabhängige Stromquelle mit MPP bei einer konstanten Spannung. D.h. man muss irgendwie eine Lösung finden, die daraus eine strahlungsabhängige Stromquelle macht, die den konstanten ohmschen Widerstand des Heizstabes speist - also die Spannung entsprechend der verfügbaren Leistung anpasst.

Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion anzetteln, ob das jetzt sinnvoll oder wirtschafltich ist. Dazu gibt es ja einige Foren, die sich der Frage ausgiebig wiedmen.

Würde mich freuen, wenn das Problem schon jemand gelöst hat und hoffentlich eine einfache Antwort auf meine Frage geben kann. Vorab vielen Dank an alle, die sich beteiligen. Gruss

Alex
Verfasser:
F. Vollmer
Zeit: 22.03.2012 20:17:06
1693614
Zitat von AlexMayer Beitrag anzeigen

...
Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion anzetteln, ob das jetzt sinnvoll oder wirtschafltich ist. Dazu gibt es ja einige Foren, die sich der Frage ausgiebig wiedmen.

Würde mich freuen, wenn das Problem schon jemand gelöst hat und hoffentlich eine einfache Antwort auf meine Frage geben kann. Vorab vielen Dank an alle, die sich beteiligen...

[...]


Also keine Grundsatzdiskussion. ok.

Von Strom und Spannung hast ja wohl Ahnung, aber verstanden hast wohl noch nix.
Habe ich seit ca. 15 Jahren realisiert, damals waren wir alles Verrückte, die so was machten. Ebenso den PV Strom zu speichern.
Erstaunlich, wie viele Leute heutzutage auf diese Gedanken kommen.
Müssen wohl alles "Verrückte" sein.

mfg.
Verfasser:
elelom2
Zeit: 22.03.2012 20:18:14
1693615
Die Frage nach Sinn oder Unsinn der Variante mal aussenvorgelassen.

Warum überhaupt Regeln?
Die Solarzellen so miteinander verschalten, das die V-max des String der Speisespannung des Heizstab entspricht zb Modulspannung 40V = 6Module in Reihe für einen 230V Heizstab und dann direkt auf den Heizstab.

Was würde dagegen sprechen?
Verfasser:
aflicht
Zeit: 22.03.2012 20:29:06
1693619
Zitat von elelom2 Beitrag anzeigen
...Was würde dagegen sprechen? [...]


wechselstrom macht klein, schwarz und häßlich. gleichstrom ist ein noch viel schlimmeres luder.

ich kenne keinen heizstab, der für den betrieb mit 240v gleichspannung zugelassen ist.

finger weg!

mfg bernhard
Verfasser:
Expert35
Zeit: 22.03.2012 20:44:28
1693624
was dagegen spricht ist die fast lineare Strom / Spannungskennline des Heizstabes.
zBsp. wenn die PV Anlage bei bewölkten Himmel nur den halben Strom liefert, kann sie den dann nur mit 1/4 der Leistung am Heizstab umsetzen.
Verfasser:
Vitolas
Zeit: 22.03.2012 20:50:09
1693626
Zitat von aflicht Beitrag anzeigen


ich kenne keinen heizstab, der für den betrieb mit 240v gleichspannung zugelassen ist.

mfg bernhard


Da Heizkörper eine rein ohmsche Last haben können sie natürlich auch mit Gleichstrom betrieben werden. Natürlich muss die Leistungsaufname überprüft werden. Notfalls wird die Spannung verringert. Die Absicherung gegen Kurzschluss nicht vergessen.
Verfasser:
Steffen
Zeit: 22.03.2012 21:24:42
1693639
Hallo,

als ich die Überschrift gelesen habe kam mir natürlich die Gleichspannungs- oder Wechselspannungsproblematik sofort in den Sinn.
Also ich würde einen zweiten Heizstab einsetzen abhängig von der PV-Leistung einbauen. Dem Strom und der Spannung ist es egal ob in einem elektrischen Leiter der den Widerstand bilden soll hin und her wechselt oder einfach in einer Richtung durchfließt. (Bei Motoren ist es natürlich anders)
Wenn ich eine 6kWp PV-Anlage habe wird ein 6kW Heizstab immer alles in Wärme umsetzen was als I oder V vom Dach kommt.
P=I*V. Es ist also meiner Meinung nach "fast" egal ob 1000V*6A oder 200V*30A die Einspeisedaten sind. (Den Drahtwiderstand ist das egal)
Wenn der Heizstab eine "Elektronik" hat wird es natürlich kritisch.
Also bitte mal etwas mehr Infos zu den Eckdaten.
Ich bin nur Elektronik-Ingenieur.

Steffen
Verfasser:
elelom2
Zeit: 22.03.2012 21:41:04
1693647
@ Expert35

...was dagegen spricht ist die fast lineare Strom / Spannungskennline des Heizstabes...

Passt doch hervorragend zur linearen Kurzschlusskennlinie einer Solarzelle.


...zBsp. wenn die PV Anlage bei bewölkten Himmel nur den halben Strom liefert, ....

Sie liefert eine Spannung, die dann über einen Widerstand einen Stromfluss erzeugt.

...kann sie den dann nur mit 1/4 der Leistung am Heizstab umsetzen...

Und wohin verschwindet dann der Rest der Leistung?

Führt zu einem Ansteigen der Spannung woraus ein Anstieg des fliessenden Strom resultiert was wiederum eine Steigerung der Leistung des Heizstab bedeutet.

Oder?
Verfasser:
aflicht
Zeit: 22.03.2012 21:58:51
1693654
Zitat von Vitolas Beitrag anzeigen
Zitat von aflicht Beitrag anzeigen
[...]


Da Heizkörper eine rein ohmsche Last haben ...
so schlau bin ich auch...

es geht drum, dass er nicht zugelassen ist... und die schalt- und sicherheitgeräte müssen für gleichstrom auch anders ausgelegt werden. gleichstrom hat im gegensatz zu wechselstrom keinen nulldurchgang -> kontakte werden bei gleichem strom beim schaltvorang viel höher belastet. mit 0815-geräten ist da nichts zu machen.

...Und wohin verschwindet dann der Rest der Leistung?

strom = spannung / widerstand = 0,5 / 1 = 0,5
leistung = strom x spannung = 0,5 x 0,5 = 0,25

Ich bin nur Elektronik-Ingenieur

das ohmsche gesetz + die unterschiede zw gleich- und wechselstrom gibts auch in der elektronik. nur sind dort die leistungen meist so klein, dass sie völlig ungefährlich sind.

mfg bernhard
Verfasser:
AlexMayer
Zeit: 22.03.2012 23:30:38
1693687
Denke, dass das Problem wie folgt zu beschreiben ist:

Die PV liefert konstante Spannung (zumindest, wenn man das Maximum rausholen will) und strahlungsabhängig mehr oder weniger Strom. Ich muss den Heizstab auf kWhp meiner Anlage auslegen.

P = U x I
U = R x I
==> P = R x I quadrat (wie kriege ich auf meiner Tastatur nur das "hoch 2" hin......)

Wenn sich also die Leistung meiner PV halbiert (nur noch halb so viel Strom), dann viertelt sich der Ertrag am Heizstab. Der Rest ist verloren.

Also zurück zur Anfangsfrage: Gibt es einen Wandler, der mit wenig Leistungsverlust aus der variablen Stromquelle eine variable Spannungsquelle macht.

Wenn F. Vollmer das Problem gelöst hat, kann er uns ja vielleicht erhellen, so dass ich nicht dumm sterben muss.

Gruss

Alex
Verfasser:
moi12
Zeit: 22.03.2012 23:57:37
1693692
wieviel watt brauchst du denn?

am einfachsten stell ich mit einen solarregler an einer Autobatterie und daran parallel einen 12V Heizstab vor.
Verfasser:
Expert35
Zeit: 23.03.2012 00:42:57
1693700
die Leistungsentnahme der PV Anlage muß so erfolgen das sie immer im MPP (Max Power point) erfolgt. Praktisch heißt das das die Belastung nur so hoch erfolgen darf das die Spannung nicht zu sehr abfällt.
Verfasser:
Cuncan
Zeit: 23.03.2012 00:57:59
1693702
Zitat von AlexMayer Beitrag anzeigen
Denke, dass das Problem wie folgt zu beschreiben ist:

Die PV liefert konstante Spannung (zumindest, wenn man das Maximum rausholen will) und strahlungsabhängig mehr oder weniger Strom. Ich muss den Heizstab auf kWhp meiner Anlage auslegen.

P = U x I
U = R x[...]



Hoch 2 ---------->>Taste "AltGr" und gleichzeitig "2" drücken


Dann haste Hoch 2 so : ²

Gruß,
Thomas
Verfasser:
aflicht
Zeit: 23.03.2012 01:40:55
1693704
sobald die pv überlastet wird, bricht die spannung ein + der wirkungsgrad stürzt ab.

das einzige was sinn macht, ist eine geregelte leistungsabnahme. für den hausgebrauch kanns auch mit eine stufenschaltung sein... zb die 7-taktschaltung, wie bei den alten herdplatten.

dh: 3 heizstäbe mit ca. 1/7, 2/7 und 4/7 der max. leistung. lieber zu klein als zu groß wg. absturz des kollektorwirkungsgrades. über einen strahlungssensor die momentane leistung (annähernd) ermitteln + die heizstäbe immer auf die nächstekleinere leistungsstufe schalten.
die schaltschwellen müssten experimentell ermittelt werden.

wär mit 3 schützen (kontaktbelastbarkeit bei gleichstrom beachten!) und der uvr1611 relativ einfach realisierbar.

spannungseitig sollte das system eher mit unterspannung arbeiten, also eher 200 als 240v. überspannung geht fürchterlich auf die lebensdauer der heizstäbe.

nach diesem prinzip kann auch mit 1 dreiphasigen heizstab ein 3stufiges und mit 2 stk dreiphasigen im leistungsverhältnis 1:3,33 ein 13-stufiges system aufgebaut werden.

so könnts halbwegs vernünftig funktionieren... aber zulässig ists noch immer nicht.

mfg bernhard
Verfasser:
aflicht
Zeit: 23.03.2012 01:57:23
1693705
Zitat von aflicht Beitrag anzeigen
...nach diesem prinzip kann auch mit 1 dreiphasigen heizstab ein 3stufiges und mit 2 stk dreiphasigen im leistungsverhältnis 1:3,33 ein 13-stufiges system aufgebaut werden. [...]
korrektur:

bei 2 dreiphasigen sollte das leistungsverhältnis 1:4 sein, das system wird dann 15-stufig.

sher geschickte bastler bauen das ganze in eine flanschplatte ein... aber vorher suchen sie ein weilchen nach den passenden komponenten.

und damit wirds auch nicht zulässiger!

mfg bernhard
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 23.03.2012 07:38:14
1693723
Wenn man bedenkt,daß DC/AC-Wandler einen Verlust aufweisen,kann man bei der Anpassung des Außenwiderstandes(kaskadierte Heizstäbe) an die Solarstrahlung durchaus eine gewisse Imperfektion in Kauf nehmen.

Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit,aufgrund der gemessenen Solarstrahlung die Zahl der zugeschalteten Heizstäbe zu variieren.

Man beachte ferner,daß 5 kleine Heizstäbe zwar mehr kosten,als ein einziger mit 5-facher Leistung,jedoch die Reparaturanfälligkeit und der Invest eines WR wegfallen.

MfG
Verfasser:
Warmduscher-38
Zeit: 23.03.2012 10:49:38
1693800
Hallo,

eine PV-Zelle ist eine Sromquelle derne innerenr Widerstand Ri von der Beleuchtungasintensität abhängt. Laut Leistungs-anpassungstheorem liefert eine solche Stromquelle die Maximale Leisting dann, wenn der Widerstand der Last gleich dem inneren Widerstand der Quelle entspricht. Anders formuliert, die Spannung am Lastwiderstand sollte der Hälfte der Leerlaufspannung der Zelle entsprechen. PV-Zellen für 12V Systeme llefern eine Leerlaufspannune zwischen 18-22V also sollte die Spannung an der Last bei 9-11V gehalten werden unabhängig von der Leuchtkraft. Kein standard Solarregler ist darauf ausgelegt.
Denkbar währe ein elekrtonisches Reglersystem , das die Bedingung erfüllt indem es die Pulsweitenmodulation benutzt.

Wolfgang
Verfasser:
aflicht
Zeit: 23.03.2012 21:03:28
1694117
Zitat von Warmduscher-38 Beitrag anzeigen
... Laut Leistungs-anpassungstheorem liefert eine solche Stromquelle die Maximale Leisting dann, wenn der Widerstand der Last gleich dem inneren Widerstand der Quelle entsprich...


das kann ich mit meinem elektrotechnischen hausverstand net nachvollziehen. 50% der leistung am innenwiderstand verbraten? aber vielleicht kannst mir das vorrechnen, i bin kein übertrieben begnadeter theoretiker.

danke, mfg bernhard
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 24.03.2012 03:26:49
1694200
Moin,
Zitat von Warmduscher-38 Beitrag anzeigen
...Anders formuliert, die Spannung am Lastwiderstand sollte der Hälfte der Leerlaufspannung der Zelle entsprechen. PV-Zellen für 12V Systeme llefern eine Leerlaufspannune zwischen 18-22V also sollte die Spannung an der Last bei 9-11V gehalten werden unabhängig von der Leuchtkraft....
dann erkklär' uns "Nichttechnikern" bitte noch, warum die Mpp-Spannung einer Solarzelle ziemlich genau 20% unter der Leerlaufspannung liegt. ;-))

Grüße Michael
Verfasser:
AlexMayer
Zeit: 24.03.2012 08:49:39
1694222
Wir kommen immer wieder auf den Punkt zurück, wie die PV ihre Leistung bringt. Wikipedia beschreibt das sehr gut mit der Erklärung des MPPT:

http://en.wikipedia.org/wiki/Maximum_power_point_tracking
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Solar-Cell-IV-curve-with-MPP.png

Leistung ist das Produkt aus Strom und Spannung. Um also den Ertrag der PV zu jeder Zeit zu optimieren muss die Last auf den Maximum Power Point (MPP) geregelt werden. Das geht mit einem konstanten Widerstand wie einem Heizstab halt nur mit einem aktiven Wandler. Und so etwas suche ich.

Im Zweifelsfall auch über einen WR und dann über eine Regelung auf den Heizstab.

Gruss

Alex
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 26.03.2012 23:34:56
1695430
Hallo Alex,

im Prinzip hast die eingangs gestellte Frage ebefals selbst beantwortet. Viele Antworten wurden "theoretisiert" - leider wenig hilfreich in Sinne Deine Frage gebracht... Auf Frage
Zitat von kd-schrauber Beitrag anzeigen
...dann erkklär' uns "Nichttechnikern" bitte noch, warum die Mpp-Spannung einer Solarzelle ziemlich genau 20% unter der Leerlaufspannung liegt. ;-))
habe ich selbst kein Antwort parat - ich hoffe kd-schrauber hilft mir dabei... ;-))
Zitat von F. Vollmer Beitrag anzeigen
Habe ich seit ca. 15 Jahren realisiert, damals waren wir alles Verrückte, die so was machten...
Der gute Mann häte helfen können - leider hat er wohl vergessen wie es geht... ;-))

Nun versuche ich mich bei dem Thema...
Natürlich geht das "beste Weg" über ein MPPT, völlig gleich ob Du dich entscheidest für ein

- Solarladeregler ==> 12/24/48V Akku ==> Heizstab
- Solarladeregler ==> 12/24/48V Akku ==> WR 230V ==> Heizstab
- PV-Insel-WR 230V ==> Heizstab
- Akku + Kombi Laderegler/Insel-WR 230V ==> Heizstab
- netzgekopelte WR 230V (z.B. über Steckdose) ==> Heizstab

... doch "beste Weg" ist seltens auch billigste Weg, ganz zu schweigen davon, das für viele Anwenduneg (vielleicht auch hier) das "beste Weg" nicht mal notwendig ist... ;-))

Erste Hinweis kann ich Dir gleich liefern: vielleicht reicht Dir schon ein deutlich billigere Shuntsolarregler anstatt der teuere MPP-Version o.g. Komponenten. Viele überbewerten MPPT Vorteile ggü. einfache Shutregler (Fraunhofer haben sogar darüber eine Studie erarbeitet, finde ich leider nicht mehr...) - die "letzte 5%" sind wie bekannt überall die teuersten... Ausserdem, für ein Heizstab benötigst Du nicht hochwertige Sinus WR... ein einfachere "Trapez" reicht völlig... hier kann man auch jede Menge Geld sparen... ;-))

Ein Bastler unter uns würde diese Aufgabe vielleich mit handvoll billige Bauteile lösen - doch dazu muss er einige Infos mehr bekommen:

- würdest Du statt Basteln lieber fertige Hardware kaufen?
- hast Du Ahnung von Elektronik? Hast Du damit Bastelerfahrungen?
- Welche Solarpanele wills Du benutzen (Leistung, U_leer, U_mpp, Anzahl der Module)
- wie hast die PV-Module bisher benutzt (hast PV-Erfahrungen... welche)?
- Welche Heizstab (Leistung, Nennspannung...) wofür genau (WW-Puffergrösse... Temperaturen...)
- recht Dir ca. 85-95% PV-Ertrag effizienz auf Heizstab?
- wie soll das PV-Überschuß verwendet werden wenn dein WW-Puffer T_max erreicht hat?

mfg
Veco aus VS
Verfasser:
Expert35
Zeit: 26.03.2012 23:53:01
1695434
eine MPP Überwachung lässt sich doch ganz einfach mit einer SPS Steuerung realiesieren, welche je nach Spannung und Belastung des Solargenerators, die passende Heizleistung für den Puffer schaltet.
Verfasser:
AlexMayer
Zeit: 27.03.2012 09:44:31
1695530
Hallo Veco, Expert35,

danke für Eure Antworten. Ein paar Hintergründe zu unserer Planung:

Haus mit ca. 4.500kWh Jahresbedarf an Heizung und Warmwasser
14.300qbm Pufferspeicher
ca. 20kWp Solar / teils flach teils 90Grad

Unserer Rechnung nach kommen wir damit sehr gut hin, wenn wir ab September den kompletten Ertrag in den Puffer laden und im Winter minimal über eine Ofen zuheizen. Wärmepumpe haben wir überlegt, rechnet sich aber nicht wirklich. Vor allem, wenn wir den Puffer maximal nutzen wollen, d.h. auf 100 Grad aufladen, evtl. höher. Wir wollen alles möglichst einfach halten
Überschuss im Sommer soll dann eingespeist werden und, sobald die Batterien ausgereift und bezahlbar sind, für die eigene Stromnutzung gepuffert werden.

D.h. Wechselrichter brauchen wir sowieso. Am liebsten wäre uns eine Lösung mit Standardkomponenten. Ich bin zwar technisch versiert, möchte aber bei bei diesen Leistungen keine Experimente machen. Ausserdem scheint es ja auch ein Zulassungsthema zu sein.

Expert35: Wie stellst Du Dir die SPS Steuerung vor? Vor oder nach dem Wechselrichter?

Mein Verständnis ist immer noch, dass ich das ganze System nicht direkt mit dem konstanten Widerstand eines Heizstabes belasten kann, da ansonsten bei schwacher Einstrahlung die Spannung sinkt und damit die Effizienz. Oder regeln die Wechselrichter die Ausgangsspannung entsprechend der zur Verfügung stehenden Leistung nach unten?

Falls nein, dann kann man den Heizstab sicherlich mit einer Phasenanschnittsteuerung regeln. Bin mir hier aber auch nicht sicher, ob das ein Wechselrichter abkann.

Gruss

Alex
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 27.03.2012 11:25:33
1695600
Zitat von AlexMayer Beitrag anzeigen
Haus mit ca. 4.500kWh Jahresbedarf an Heizung und Warmwasser
14.300qbm Pufferspeicher
ca. 20kWp Solar / teils flach teils 90Grad[...]
Hallo Alex.. ja damit lässt sich arbeiten... ;-))

Also, lassen wir Bastlerlösung weg.

Sobald Du einspeisen willst - hast sowieso ein passende WR und auch ein Einspeisezähler...

Willst Du dazu Eigenbedarf fahren (z.B. vorab das Heizstab) ist die einfachste Lösung, das Dir Elektriker nach dem vorhandenem WR ein weitere PV-Gesamteragzähler installiert und gleich danach (zwischem Gesamt- und Einspeisezähler) eine (abgesicherte!) Steckdose, wo Du dein Eigenbedarf (hier Heizstab) einstecken kannst... Abrechnung mit EVU ist damit kein Problem und auch so vorgesehen.

Später lässt sich das ausbauen auch mit Netzumschalter, womit man einzelne Stromkreise im Haus zwischen EVU und PV-WR umschalten (auch automatisch bei PV-Verfügbarkeit) lässt.... oder man einrichtet ein echte Inselbetrieb (mit Akkus) dazu...

Stutzig macht mich Deine Vorstellung, das Du den Puffer auf 100 Grad oder sogar daüber aufheizen möchtest... ob dazu Dein 14.300cbm-Puffer druckmässig und dämmtechnisch ausgerüstet ist - möchte fast bezweifeln.

Ich bezweifele auch das Du ein so grosse Puffer überhaupt hast - gemeint ist wohl 14.200 LITER.

Wieviel Wärme Du wirklich ab Puffer nutzen kannst ist u.A. auch von euren VL/RL-Temperaturen abhängig (FBH, Heizkörper...). Soll sich diese Puffer auf 90 Grad aufheizen lassen und falls z.B. dT=50 Grad nutzbar ist, so stecken drinn Q=14.200 * 1,36 * 50 = 965,6 kWh ntzbare Wärme...

Ab 20kWp (tws. auf Fassade erhöht Winterertrag aber minimiert Jahresertrag) finde ist es schade zu mindest auf eine kleine billige L/W-WP zu verzichten, die womöglich in unterem Bereich bis 50-60 Grad das Puffer deutlich effizienter laden kann, oder sogar die Heizung bei Sonnenschien voll tragen kann (Puffer für die Nacht)... und erst darüber (wenn sein muss) das Heizstab direkt nutzen... Besonders im Winter würde das Dein Spielraum deutlich erhöhen. Überlege Dir.

Wie hoch ist eure Heizlast?

So weit dazu im Moment... ;-))


Wie Expert35 das MPP-Tracking mit einer SPS Steuerung realiesieren kann und darüber hinaus das Heizstab versorgen möchte, würde mich aber auch sehr sehr interessieren... ;-))

mfg
Veco aus VS
Verfasser:
Warmduscher-38
Zeit: 30.03.2012 09:16:24
1697123
Zitat von kd-schrauber Beitrag anzeigen
Moin,
Zitat von Warmduscher-38 Beitrag anzeigen
[...]
dann erkklär' uns "Nichttechnikern" bitte noch, warum die Mpp-Spannung einer Solarzelle ziemlich genau 20% unter der Leerlaufspannung liegt. ;-))

Grüße Michael


Ein Mpp-Wandler liefert Ausgangsseitig Strom auf einen Akku 12 oder 24V und passt den Innenwiderstand der PV-Zelle an die Akkuspannung an. Er sollte also aus der Hälfte der Leerlaufspannung (z.B. 18V/2 = 9V) 9V
Eine Spannung von bis 14,4 (oder noch etwas mehr)erzeugen um den Akku zu laden. Ein Linearer Solarregler der ladet immer den maximalen Strom bis der Akku voll ist denn pulst er nur noch um den Akku nicht zu überladen.
Verfasser:
Warmduscher-38
Zeit: 30.03.2012 09:33:46
1697131
Zitat von F. Vollmer Beitrag anzeigen
Zitat von AlexMayer Beitrag anzeigen
[...]


Also keine Grundsatzdiskussion. ok.

Von Strom und Spannung hast ja wohl Ahnung, aber verstanden hast wohl noch nix.
Habe ich seit ca. 15 Jahren realisiert, damals waren wir alles Verrückte, die so was machten. Ebenso den PV Strom zu speichern.
Erstaunlich, wie[...]


Es hängt auch von der Art der PV-anlage ab, wie das Problem gelösst werden könnte.

1.) Wer eine kleine PV-Anlage hat, wie ich, 24V, maximaler Strom der PV-Zellen ca. 6A. Über einen Wandler treiben die Akkus im Sommer meiner Gefrierschrank. Bei starker Insolation werden die Akkus voll, dann koche ich meiner Frau ein Liter Tee mit einem 500W Tauchsieder, dann ist das Problem der vollen Akkus für einen Tag gelösst.

2.) Wer ein ganzes Dach voll Zellen hat und auch ins öffentliche Netz Strom liefert, kann auch einen Tauchsider oder Durchlauferhitzer, oder einen Elektroboiler berteiben, er muss nur aufpassen dass der Strom von meisstens ca. 2000W "nur von seiner Anlage geliefert wird" und nicht aus dem öffentlichen Netz
gesogen wird, sonst wird´s Teuer.

Wolfgang
Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 30.03.2012 10:04:02
1697147
Eine Möglichkeit für begnadete Elektronikbastler!

Man nehme einen alten Ferraris Vierleiterzähler (den guten bewährten elektromechanischen Zähler mit der Aluscheibe mit Farbmarke) und spendiere diesen eine zusätzliche richtungsabhängige Abtastung anstelle der Rücklaufsperre und erfasse sowohl Richtung als auch Drehzahl!

Man schalte diesen Zähler in die Hauptleitung NACH dem EVU Zähler und vor der allgemeinen Verteilung.
Somit wird einerseits eine Einspeise / Verbrauchsrechnung direkt von diesem Zähler durchgeführt und mit der dazu erforderlichen Logik kann man die Verbrauchs / Einspeiserelevanz über eine entsprechend gestufte Verbraucherschaltung mit "standard Heizkörpern" leicht abgleichen.

Wieviele Stufen man nun schafft bleibt dem einzelnen überlassen, je kleiner die Stufigkeit (wenn möglich in Binärschritten aufgeteilt) desto besser die Ausbeute.

Grüße, Hannes / ESBG
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 31.03.2012 09:36:43
1697599
Moin,

@ "Warmduscher":

War DAS die Antwort auf meine Bitte/Frage?

DU behauptest, dass das Modul bei 50% der U-oc die maximale Leistung liefert.

Fakt ist jedoch:
Die U-mpp -also der Punkt, an dem die maximale Leistung abgegeben wird- liegt etwa 20% unter U-oc und nicht 50% darunter. Und nu???

Grüße Michael
Verfasser:
AlexMayer
Zeit: 03.04.2012 20:14:54
1698962
Erst mal vielen Dank für die zahlreichen Beiträge.

In der Tat - wir haben natürlich einen 14.500 Liter Pufferspeicher.

Ich bin inzwischen in einen Recherchen weiter gekommen. Von SMA gibt es ein Produkt "Smart Load". Dies Box speist entweder in Insellösung automatisch den Übertrags auf z.B. einen Heizstab oder lässt sich über eine externe Steuerspannung 1-10V steuern. Damit kann ich eine ohmsche Last variabel an 220V betreiben. Mit entsprechender SPS Steuerung kann ich damit das Problem lösen. Ist aber relativ teuer, da die Smart Load kein Schnäppchen ist. Da man die Steuerung sowieso braucht, müsste das Ganze auch mit Spannungsstellern wie z.B. von KIMO

http://www.kimo.de/index.php?file=/produkte/ss/L-K3-DLS/pb-K3DLS_06-02-14.html&lang=DE&nav=1

möglich sein. Kläre das noch mit den WR Herstellern ab, ob die Probleme mit hohen Lasten über Phasenanschnitt Probleme haben.

Bin weiterhin über alle sachdienliche Hinweise dankbar. Gruss

Alex
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 03.04.2012 21:55:36
1699018
Moin,

@ Alex
Vorschlag: Lass Dich nicht auf Basteleien ein.

Ich würde den PS mit Hilfe der PV + einer (S-)WP beheizen, im unteren Bereich als Quelle raus und oben die Wärme wieder rein. Das Einzige, was nicht passieren sollte, dass Du den PS unten in die Vereisung fährst... Die Heizkreise bieten ja glücklicherweise RL-Temp. >20°C :-)
Konkrete Dimensionierung lass ich jetzt mal außen vor, nur ungefähr: WP-Leistung 10-15kW. Deine HL sollte sich schätzungsweise in der gleichen Größenordnung bewegen.
Die WP-Hilfsenergie kann zum großen Teil über Eigenverbrauch per PV bereitgestellt werden.

Alles Gebastel mit Heizstäben, mpp-Tracking dafür usw. sofort vergessen. Die wertvolle PV-Ernte 1:1 in Wärme umzusetzen ist sowieso der Sündenfall Nr.1.... Auf diese Weise erhältst Du wenigstens die 4-fache E-Ausbeute im PS, auch wenn es erst einmal etwas mehr Invest als Heizstäbe bedeutet. ;-).

Grüße Michael
Verfasser:
Warmduscher-38
Zeit: 04.04.2012 11:49:03
1699254
Zitat von kd-schrauber Beitrag anzeigen
Moin,

@ "Warmduscher":

War DAS die Antwort auf meine Bitte/Frage?

DU behauptest, dass das Modul bei 50% der U-oc die maximale Leistung liefert.

Fakt ist jedoch:
Die U-mpp -also der Punkt, an dem die maximale Leistung abgegeben wird- liegt[...]


hallo michael,

Ich habe mein Abitur vor 46 Jahren bestanden und könnte nun in alten Büchern wühlen um meine These zu bestätigern.. Es geht glücklicherweise, dank Internet viel einfacher. Suche einfach über Google- das Wort --Leistungsanpassung-- dann gelangst du über Wikipedia zu einer guten Erklärung meiner Aussage...ich gehe davon aus, dass du die Erklärung dort kappierst..

Wolfgang
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 04.04.2012 12:09:58
1699273
Na, dann schau mal hier rein (auf die Schnelle vielleicht nicht die beste, aber die erste Quelle) und bilde Dir Dein Urteil, ob Deine Berechnung nach "Leistungsanpassung" noch zutrifft. ;-))
Ich sage jedenfalls Nein dazu... (mein Abi ist ja auch nur 40 Jahre her und aus der Sende-Technik ist mir Leistunganpassung durchaus geläufig)....

:-)

Grüße Michael
Verfasser:
Warmduscher-38
Zeit: 04.04.2012 13:16:25
1699330
Zitat von kd-schrauber Beitrag anzeigen
Moin,

@ Alex
Vorschlag: Lass Dich nicht auf Basteleien ein.

Ich würde den PS mit Hilfe der PV + einer (S-)WP beheizen, im unteren Bereich als Quelle raus und oben die Wärme wieder rein. Das Einzige, was nicht passieren sollte, dass Du den PS unten in die Vereisung[...]


Stelle dir einfach mal die Frage: Wie so müssen PV-Zellen für 12V Anlagen eigentlich 18-22V im Leerlauf liefern?? ist doch Verschwendung! eben nicht !!!!!
Genau aus dem von mir genannten Grund. Man meint ein 12V Akku müsste doch mit einer PV-Zelle die im Lerrlauf 15V liefert, gut geladen werden können, oder?? leider nicht, der Ladestrom währe auch bei maximaler Besonnung nicht optimal.!!!!
Ein leerer 12V Akku benötigt eine Solarzelle mit ca. 22V damit sie so schnell wie möglich (mit grösstem möglichem Strom) geladen wird...
Verfasser:
Expert35
Zeit: 04.04.2012 13:40:37
1699341
ich glaube der Warmduscher38 verwechselt da was.
Verfasser:
AlexMayer
Zeit: 04.04.2012 18:10:02
1699450
@ kd-schrauber

Zitat von kd-schrauber Beitrag anzeigen

Ich würde den PS mit Hilfe der PV + einer (S-)WP beheizen, im unteren Bereich als Quelle raus und oben die Wärme wieder rein. Das Einzige, was nicht passieren sollte, dass Du den PS unten in die Vereisung[...]


Klar- Bastellösungen kommen nicht in Frage. Aber Dein Vorschlag funktioniert nicht. Dafür müsste der Puffer gigantisch sein. Weil Du nämlich unten genau so viel Wärme rausziehst, wie Du oben wieder reinfährst. Wärmepumpe würde dann Sinn machen, wenn wir eine andere Wärmequelle anzapfen würden. Dann blieben meinem Verstand nach aber immer noch zwei Probleme:

1. Die Wärmepumpe braucht eine relativ konstante Nennleistung. Es gibt zwar inzwischen schon regelbare WPs, das geht aber nicht ohne einen deutlichen Wirkungsgradverlust. Wir müssten dann wieder übers Netz oder eine Batterie was wir nicht wollen.
2. Mit der WP kriege ich den Puffer nicht wirklich voll - d.h. auf knapp 100Grad ==> bräuchte wieder einen grösseren Puffer.

Gruss

Alex
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