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Haustechnikforum
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Braunkohle feiert schmutziges Comeback
Verfasser:
solarfreundchen
Zeit: 19.03.2012 13:08:29
1691805
Gerade gefunden

Comeback der Kohle

E.S.
Verfasser:
heinbloed
Zeit: 19.03.2012 16:30:30
1691898
Danke, solarfreundchen. Ich verstehe nun worauf es hinaus geht: das Pfeifen im Wald. Der Dreck soll noch mal profitabel werden, man erzaehlt den Leuten das da was ist mit dem sich Geld verdienen laesst.

Nun ja, Zeitungsleser wissen Bescheid:

http://www.huffingtonpost.com/2012/03/19/australia-mining-tax-approved_n_1361867.html

http://www.businessweek.com/news/2012-03-19/australia-passes-30-percent-tax-on-iron-ore-coal-mining-profits

Zusammengefasst: Australien hat gerade heute bzw. gestern die Einfuehrung der sog. "mining tax" beschlossen, eine Steuer speziell und ausschliesslich auf Kohle und Eisenerz.
Diese soll $10.6 Billionen einbringen binnen 3 Jahren.
Und dazu wurde noch die CO2 Steuer beschlossen, $ 23/Tonne fuer die schmutzigsten 500 Emitenten. Also hauptsaechlich die australischen Kraftwerke und Stahl- und Zementhersteller .
Alles ab Juni diesen Jahres.

Das macht australische Kohle teurer, die Preise fuer Juni/Juli Lieferungen haben sich bereits um satte 10% erhoeht.

http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Kohle/Coal%20Futures%20|%20Terminmarkt

Ein come-back im Spekulationswesen also. Aber ein roll-back in der Kohleverfeuerung, wird ja schliesslich immer teurer.
Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.03.2012 19:14:44
1691990
Zitat von mrtux Beitrag anzeigen
Das war irgendwann um 1980 - 1982 ;-)
Das war die offizielle Aussage eines Mitarbeiters.
Obs Stimmt - Ich weiß es nicht genau.


Da ich gelegentlich als Gesamtinbetriebnahmeleiter von ganzen Kraftwerken arbeite, sollte ich eigentlich wissen, was los ist wenn man was aus nem kamin kommen sieht LOL

LG jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.03.2012 19:26:19
1691996
Zitat von heinbloed Beitrag anzeigen

Diese soll $10.6 Billionen einbringen binnen 3 Jahren.
[...]


Das wäre doch etwas viel - gemeint sind bestimmt $10,6 Milliarden (korrekte Übersetzung von billion)

lg jogi
Verfasser:
mrtux
Zeit: 19.03.2012 19:26:30
1691997
Ich war nur im Kraftwerk um Büroausstattung zu liefern.
Aber es war schon Interressant mitzuerleben, wie alle erstmal Hochguckten zum Schornstein und der Spuk nach kurzer Zeit wieder vorbei war.
Verfasser:
mrtux
Zeit: 19.03.2012 19:28:20
1692000
10,6 Mrd $ sind schon ein bisschen Geld.
Eventuell wird die Nutzung von Sonnenenergie in Australien bald der Standart zur Energieversorgung sein ?
Verfasser:
heinbloed
Zeit: 19.03.2012 22:36:03
1692117
Betr. australische Besteuerung von Kohle:

Jogi54 liegt sehr wahrscheinlich richtig mit der Angabe

" Das wäre doch etwas viel - gemeint sind bestimmt $10,6 Milliarden (korrekte Übersetzung von billion)"

Meine Umrechen- und Uebersetzungskuenste hoeren schon lange vorher auf, ich habe die Angabe $10,6 Billionen direkt aus der englischsprachigen australischen Zeitung uebernommen, siehe link. Mein Fehler.

In Schottland wird noch ein weiteres Kohlekraftwerk stillgelegt, bis April wird die Leistung des Cockenzie-Kraftwerkes auf die Haelfte reduziert, Anfang 2013 soll ganz Schluss sein:

http://www.pennenergy.com/index/power/display/8936110543/articles/pennenergy/power/coal/2012/march/coal-fired-cockenzie.html

Die USA als Grossverbraucher von Kohlestrom konsumieren bereits sehr viel weniger davon, Kohlestrom ist dort z.Z.der grosse Verlierer in der Stromproduktion. Binnen Jahresfrist ging der Anteil von Kohlestrom von 46% auf 39% runter. Der Stromverbrauch ging insgesammt um 'nur' 7% zurueck. Yes,they can.

http://www.pennenergy.com/index/power/display/9536824913/articles/pennenergy/power/coal/2012/march/coal_s-share_of_total.html
Verfasser:
jogi54
Zeit: 20.03.2012 00:31:00
1692156
Zitat von heinbloed Beitrag anzeigen

In Schottland wird noch ein weiteres Kohlekraftwerk stillgelegt, bis April wird die Leistung des Cockenzie-Kraftwerkes auf die Haelfte reduziert, Anfang 2013 soll ganz Schluss sein:
[...]


@heinbloed

das wirklich zu beurteilen ist in Anbetracht nicht bekannter Hintergründe ziemlich schwierig.

So ist die Meldung, dass das RWE 2 Kohleblöcke ab 1.4 abgemeldet hat, erst mal eine Meldung wie deine angeführte aus Schottland.

Wenn man den Hintergrund weiß, dass zu der Betriebsgenehmigung der neuen BOA Blöcke (Neurath) die Bedingung gehörte, dass nach Aufnahme des kommerziellen Betriebs der neuen Blöcke, die alten Blöcke abgeschaltet werden müssen, sieht das schon ganz anders aus. Wenn man zudem weiß, dass die alten Blöcke schon überaltert waren und auch wirtschaftlich nicht mehr vertretbare Wirkungsgrade hatten...

Dann gibt es die Situation, dass die Betriebsgenehmigung für einen Block ausläuft, weil der Block am Ende ist. Diese Situation tritt ab und an auf, wenn durch verschärfte Umweltschutzanlagen und nur noch kurzer Lebensdauer, auf die Aufrüstung der Rauchgasreinigung unter der Bedingung verzichtet wird, dass die Laufzeit und damit Betriebsgenehmigung definitiv begrenzt wird.

Eine moderne GUD Anlage, insbesondere mit Fernwärmeauskopplung sind im Winter wesentlich wirtschaftlicher zu betreiben, als alte Kohlekraftwerke. So denn GUD Anlagen verfügbar sind, werden die natürlich eher eingesetzt, als alte Kohleblöcke. Auch dazu gibt es Hintergrundinformationen, vor einigen Jahren haben sich EVUs in US ohne Ende mit Gasturbinen eingedeckt, ohne diese aufzubauen und in Betrieb zu nehmen - ich vermute mal, die wurden in den letzten Jahren alle als GUD Anlagen aufgebaut, mit der Aussicht, diese jetzt wirtschaftlich zu betreiben.

In Deutschland ist es eben so, dass wir eine Menge Kohlekraftwerke haben, die quasi als back up in Reserve standen (teilweise noch stehen) und mit dem background der Abschaltung der KKW jetzt aktiviert und restauriert werden. Deshalb auch, dass sich relativ große Leistungen derzeit zu Revisionen von Lieferungen an das Netz abmelden.

Im Grunde ein Erbe aus der Zeit vor der Liberalisierung des Strommarktes.
Vorher war jeder KKW Betreiber gezwungen, für jedes KKW die gleiche Kraftwerksleistung als Kaltreserve zu haben. Diese Forderung wurde mit der Liberalisierung aufgehoben. Diese Kapazitäten sind noch nicht aufgebraucht - so gesehen kommt diese Energiewende gerade noch rechtzeitig.

So gesehen, wie gesagt, sind solche Meldungen einfach nix wert, schön oder nicht schön für die Mitarbeiter oder die Anwohner.. aber bezüglich der Netze und des Einsatz von Kohle etc. nichtssagend.

LG jogi
Verfasser:
Olli2
Zeit: 20.03.2012 04:12:45
1692168
Nein, ich lasse mich nicht eines besseren belehren - AKWs sind Mist!

Oben hat irgendjemand etwas von mathematischer Wahrscheinlichkeit erzählt. Demnach gibt es ja auch nur alle paar 100T Jahre einen GAU - und das ist ja soweit hin, daß wir uns jetzt überhaupt keine Sorgen machen brauchen.

Haken an der Sache ist - wieso gibt es dann nicht eine Versicherung, die gegen die Schäden versichert? Das sind auch alle nur Mathematiker und wenn die Wahrscheinlichkeit eines großen Störfalls wirklich sooo gering wäre, wie immer von den AKW-Befürwortern behauptet, wäre jede Versicherung an der Einnahme von immens hohen Prämien interessiert.

Den einzigen wirklichen Nachteil an der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, den ich sehe: Das "sichere" CCS ist genauso ein großer Irrtum wie die "sicheren" Endlager der Atomindustrie. Die Burschen kriegen nicht einmal geregelt, feste Stoffe sicher zu lagern und wollen das dann mit einem Gas schaffen?
Verfasser:
heinbloed
Zeit: 20.03.2012 09:58:33
1692268
Kohlemagnat spuckt Gift und Galle

Nachdem in Australien der Beschluss gefasst wurde schnell die "mining tax" (Kohlesteuer) sowie die CO2 Steuer einzufuehren - siehe links von gestern - dreht die Kohleindustrie absolut durch.

Der australische Kohlemilliardaer Clive Palmer macht die CIA fuer die Umweltschutzpolitik verantwortlich.
Man wolle Australien ruinieren, eine CIA gefuehrte Konspiration bestehend aus Rockefellerinstitut ('der Tankerkoenig'), den Gruenen und viel Geld des US-Steuerzahlers will dem Kapitalismus an den Kragen.
Abschaffung der Marktwirtschaft, Vernichtung chinesicher Bergbaukonzerne etc....
Also ziemlich wirres Zeug, aber das wirft ein Licht auf die dunkle Seite der Energiewirtschaft.

Hier die news, mit Video :

http://www.brisbanetimes.com.au/queensland/cia-threatens-australian-coal-industry-palmer-20120320-1vhi7.html

Dazu passend Condolica Rice's Sorgen um das US Militaer, der Kampf um die Resourcen hat Nachwuchsprobleme. Zu doof, zu kriminell ... krank:

http://www.azcentral.com/arizonarepublic/news/articles/2012/03/20/20120320american-education-warning.html

75% der jungen Erwachsenen koennen nicht mehr richtig schiessen.

Glueck auf ! :)
Verfasser:
heinbloed
Zeit: 20.03.2012 10:19:39
1692283
Betr. come back der Kohleindustrie in Grossbritanien:

Die britische Regierung plant eine Obergrenze fuer CO2 Freisetzung bei der Stromproduktion, geplant sind max. 450 Gramm pro kWh.

Damit ist des Ende der Herrschaft von King Coal eingelaeutet.

Diese 450 Gramm Beschraenkung soll der Gasverstromung den Markt oeffnen, 10 Bauplaene fuer neue Gaskraftwerke liegen seit Jahren vor. Diese wurden nicht in Angriff genommen da durch die bestehenden Kohlekraftwerke (u.a.) der Strommarkt uebersaettigt ist, die Preise durch zusaetzliche Gaskraftwerke so weit kellern wuerden das die Finanzierung dieser Gaskraftwerke unmoeglich erschien.

http://www.pennenergy.com/index/power/display/7219745006/articles/pennenergy/power/gas/2012/march/u_k_-to_set_carbon.html

Energie- und Klimawandelsekretaer Davy hofft auch auf neue Atomkraftwerke denen mit dieser '450 Grammbeschraenkung' neue Moeglichkeiten erschaffen werden sollen.

Bloss kosten die AKWs halt noch viel mehr als die Gaskraftwerke.
Einige Gaskraftwerke z.B. in Schottland werden ja bereits zur Reserve gelegt da Strom aus Windkraft noch billiger ist.
Verfasser:
Luegendetektor
Zeit: 20.03.2012 18:18:09
1692500
Zitat von Olli2 Beitrag anzeigen
Entweder könnt oder wollt Ihr das nicht verstehen:

Es gibt kein sicheres Atomkraftwerk! Und selbst wenn, dann bliebe noch immer die Frage, wohin mit dem Müll? Die Endlager sind nämlich genauso sicher (Asse ...) wie die Kraftwerke ...

Hm, ich glaube, die ganzen[...]


Unsere KKW sind zumindest so siche, dass es schon > 10 Jahre keinen Störfall mehr gegeben hat, ein schwereres Ereignis ohnehin nicht.

Asse war ein Forschungsbergwerk. Wir betreiben einige Endlager (Untertagedeponien)für nicht minder gefährliche Abfälle mit deutlich weniger Aufwand. Und selbst die sind sicher. Mit Schacht Konrad haben wir eine Endlager für 95% unseres redioaktiven Abfalls. Für die fehlenden 5% wurde die Suche poltisch blockiert, auch aus Angst ein Endlager zu finden.
Verfasser:
Luegendetektor
Zeit: 20.03.2012 18:24:08
1692502
Zitat von Olli2 Beitrag anzeigen
Nein, ich lasse mich nicht eines besseren belehren - AKWs sind Mist!

Oben hat irgendjemand etwas von mathematischer Wahrscheinlichkeit erzählt. Demnach gibt es ja auch nur alle paar 100T Jahre einen GAU - und das ist ja soweit hin, daß wir uns jetzt überhaupt keine Sorgen machen[...]


Natürlich sind unsere KKW versichert. Näheres hierzu regelt die Deckungsvorsorgeverordnung.
Verfasser:
Paula1970
Zeit: 20.03.2012 19:25:19
1692531
Was bist du denn für ein Witzbold?

Du weißt anscheinend gar nicht was diese VERORDNUNG regelt?

In Deutschland müssten bei einem GAU die Kraftwerksbetreiber nur einen kleinen Teil der Schäden tragen - den Rest würde der Staat übernehmen.

Und wie das dann im Ernstfall aussieht,darüber kannst Du dich erst einmal ein bisschen in Japan belesen.
Verfasser:
jogi54
Zeit: 20.03.2012 21:10:38
1692607
Zitat von Luegendetektor Beitrag anzeigen
Zitat von Olli2 Beitrag anzeigen
[...]


Natürlich sind unsere KKW versichert. Näheres hierzu regelt die Deckungsvorsorgeverordnung.


Klar heulen die KKW Betreiber (eher nebenbei), eingeplante Gewinne nicht mehr machen zu können. Aber...

Zu Zeiten, als ich studiert habe (vor mehr als 30Jahren), sagte der damalige Vorstandvorsitzende der EVS (heute EnBW), der als Prof. auch eine Vorlesung an der Uni Stuttgart las,
"Wenn es nach mir ginge - aus betriebswirtschaftlicher Sicht - hätte die EVS kein AKW. Was macht es für einen Sinn, ein AKW zu betreiben, für das ich die selbe Leistung nochmal als Kohlekraftwerke in Kaltreserve einschließlich Personal bereithalten muss, und die Unsicherheit, diese AKW Kraftwerkskapazität auch verfügbar zu haben.
Wenn, wie vor kurzem geschehen, ein Staatssekretär grade auf ne neue Idee kommt, mir das AKW uber mehrere Monate still legt ist das ein reines Verlustgeschäft. Wir haben Neckarwestheim (1) abschalten müssen, weil ein Staatssekretär auf die Idee gekommen ist, dass handgeschmiedete Armaturen im Sekundärkreislauf vielleicht sicherer sein könnten, als maschinengeschmiedete Armaturen. Nebenbei, bei handgeschmiedeten Armaturen gibt es jedoch viel mehr Ausschuss, als bei maschinengeschmiedeten - das bei gleichen umfangreichen Prüfmethoden.
Die Anlage wird jetzt 1,5 Jahre stehen und nur Kosten verursachen. Wir wurden von der Politik durch Aufsichtsratsbeschlüsse regelrecht gezwungen, die AKWs zu bauen."

Hintergrund dazu ist, dass die EVUs damals juristisch immer mehrheitlich über den Aufsichtsrat vom Staat beherrscht waren (Mindestkapital des Staates >5% und 20faches Stimmrecht, da diese Unternehmen damals Monopolgesellschaften waren)

Wenn AKWs wirklich wirtschaftlich so attraktiv wären, dann wären sicher noch weitere beantragt worden und mit Hilfe der Politik durchgesetzt worden. Dies ist seit Harrisburg jedoch nicht mehr geschehen - allein die wirtschaftlichen Risiken und Unwägbarkeiten haben dies verhindert.

Klar muss ein Unternehmen, insbesondere, wenn aufgedrängt, Anlagen soweit möglich in eine Gewinnzone bringen, andererseits denke ich, die sind alle froh, wenn sie diesen unwägbaren und riskanten Klotz endlich los haben.

Einzig gemein war der Zickzackkurs der Politik.

Stell dir vor, die wird mit einem Jahr Vorlauf gekündigt, nach nem halben Jahr wird dir gesagt, du kannst unbefristet weiterarbeiten und 3 Monate später wird dir fristlos gekündigt. (oki arbeitsrechtlich schwierig, aber so etwa ging/geht es jetzt den EVUs)

Jetzt ist es nicht so, dass das die EVUs so ganz unvorbereitet trifft. Schon vor ca 10 Jahren begann das Projekt, hocheffiziente, überkritische (Dampftemperatur >> 535°C) und möglichst saubere Braunkohlekraftwerke zu entwickeln, hieß am Anfang "NRW-Kraftwerk" später BOA, mit dem Ziel, durch diesen Kraftwerkstyp sukzessive die alten Braunkohlekraftwerke zu ersetzen und zudem auch den zu erwartenden Wegfall der AKWs zu kompensieren.

Abgesehen davon, dass die Emissionen durch die gesetzliche Regelung deutlich reduziert wurden, und alle (!) Kraftwerke da auch deutlich nachgerüstet haben und alle, die ich kenne, zudem unter den geforderten Werten betrieben werden - habt ihr mal drüber nachgedacht, dass da überall auch Menschen arbeiten, so wie du und ich ??? Dass diesen Menschen genauso wie dir und mir der Job wichtig ist, und die sich genauso bemühen, diesen Job gut zu machen???

( fällt mir gerade so ein, seht mal bei der RMVA Köln nach den Emissionsdaten, die werden jedes Jahr im Netz veröffentlicht, diese Anlage fährt bei fast allen Emissionsgrenzwerten bei 10% oder weniger der zugelassenen Werte... freiwillig, weil der Betreiber es so will !!!)

Wer noch an das Märchen mit dem CO2 glaubt, darf gerne weiter träumen. siehe Der Wasserplanet Die BOA - Blöcke haben auch da kein größeres Problem mehr und sind dabei weitaus effizienter als jedes Biokraftwerk (heißt, Biokraftwerke gehen ziemlich ineffektiv mit der eingesetzten Primär - Energie um, und viele zudem zu Lasten der Umwelt (Monokulturen) und der Nahrungsmittelproduktion).

Die bisher unkontrollierte Subventionierung von PV Anlagen hat unseren Strompreis schon um mehr als 3ct/kWh verteuert. Das insbesonders, weil die Abgabe von PV-Strom bisher nicht geregelt wurde. Wenn man das gesamte System betrachtet, wäre eine Umstellung der Subventionierung auf eine Einmalbezuschussung analog ST, Zwang zu einer Batterieanlage und Abnahmegarantie nur, wenn bei Bedarf im Netz von der Batterie abholbar, sinnvoll. Ich finde es asozial, wenn Einzelne zu Lasten insbesondere der sozial Schwachen per Gesetz ermächtigt werden, satte Gewinne zu machen.

Vielleicht habe ich den Einen oder Anderen zum Nachdenken angeregt, fände ich schön.

Verständnis - Nachfragen werde ich beantworten.

lg jogi
Verfasser:
Andi_HB
Zeit: 20.03.2012 21:43:16
1692626
Hallo Jogi
Habe da mal eine Verständnis-Frage.
So wie ich es sehe hast du zwar mit diversen Dingen sicherlich recht.
Doch das die PV-Anlagen den Preis in die Höhe treiben kann ich nicht ganz nachvollziehen. Klar du meinst die Subventionen - doch die sind schliesslich befristet und mit einer Degression versehen.
Das bedeutet es ist zwar wohl jetzt nicht wirtschaftlich - aber in 20 Jahren sieht das ganze doch total anders aus oder?
Dann stehen diese Anlagen und werden weiterhin Strom erzeugen - auch ohne Batterien als Speicher.
Wie die Vergütung dann aussehen wird kann man doch heute noch gar nicht voraussagen - oder?
Und ausserdem werden die teuersten Kraftwerke gerade wegen der Erneuerbaren ja zuerst vom Netz gehen das kann man hier sehr schön nachlesen.
Das der Preis um 3ct/KWh allein durch die PV-Anlagen hochgegangen ist kann ich das irgendwo nachvollziehbar anhand Kurven oder so sehen?
Und wenn dem wirklich so ist - tja das es die Energiewende nicht umsonst gibt ist ja eigentlich klar. Man darf aber auch nicht vergessen das dort ebenfalls Menschen arbeiten - genau wie in anderen Industriezweigen.
Was die Politik in Sachen Zuverlässigkeit verzapft ist da bin ich ganz auf deiner Seite. Ich denke man könnte da eine Umfrage machen bei Kraftwerkspersonal genauso wie bei Solarproduzenten - die wären sich in dieser Hinsicht wahrscheinlich sogar ziemlich einig.
Erst das hin und her bei der Atomlaufzeitverlängerung mit anschließendem Ausstieg und jetzt die Kürzung der Einspeisevergütung in einem ebenfalls nicht angemessenen Zeitraum.

Gruß Andi_HB
Verfasser:
jogi54
Zeit: 21.03.2012 00:27:09
1692675
Zitat von Andi_HB Beitrag anzeigen
Hallo Jogi
Habe da mal eine Verständnis-Frage.
So wie ich es sehe hast du zwar mit diversen Dingen sicherlich recht.
Doch das die PV-Anlagen den Preis in die Höhe treiben kann ich nicht ganz nachvollziehen. Klar du meinst die Subventionen - doch die sind schliesslich befristet und[...]


Ich habe in 2 threads (müsste ich jetzt suchen) schon vorgerechnet, dass sich eine PV Anlage mit 5kWpeak und 25,9 kWh LiFeYPo4 Batterien heute schon bei einer Abschreibung über 20 Jahre (und nur 800kWh/a /kWpeak wg Alterung) Strom zum gleichen Preis liefert, wie den, den ich heute bezahlen muss, und zwar ohne Subvention außer, dass ich meinen Überschuss zum gleichen Preis wie der Bezugspreis dann liefere, wenn das Netz den Strom brauchen kann, also als Spitzenlastlieferung.

Dabei habe ich keine günstigen Traumpreise aus Sonderverkäufen und Selbstmontage angesetzt, sondern normale durchschnittliche Angebote incl. Montage.

Die Befristung wird die Verbraucher nach neuer Gesetzgebung aber noch mehr als 20 Jahre belasten (nach heutiger Lage wird noch bis 2017 beginnend über den Strompreis subventioniert).

Der verlinkte Artikel ist nett, sagt aber nur die halbe Wahrheit, bzw. teilweise verwirrend falsch. Die dort beschriebene Merit- Order bezieht sich auf Grund- und Mittellast, wobei der meiste Strom da schon über langfristige Verträge verkauft ist.

Grundlastkraftwerke können Laständerungsgeschwindigkeiten von ca 0,4%/min bzw. ein 750MW Block kann die Last grade mal um 3MW/min ändern.

Eine GUD Anlage ist da deutlich schneller, da sind 5% und mehr drin, z.B 24MW/min bei einem 440MW Block, wenn es sein muss geht teilweise auch noch mehr.

Eine reine Spitzenlast - Gasturbine kann ggf. sogar innerhalb von 1 -2 min nach dem Start auf Volllast sein, allerdings mit entsprechend schlechtem Wirkungsgrad und deshalb sehr teurem kWh-Preis.

Mit einem Kohleblock lassen sich Schwankungen von PV und Wind kaum ausregeln, in sofern ist der Satz: "Somit haben sie noch Vorrang vor der Merit Order, sie vergrößern das Angebot und machen teure Kraftwerke oft überflüssig." halt irreführend.

Da gibt es verschiedene Arten von Merit Orders, die gehandelt werden, geht mir im Moment aber zu weit... (will auch mal schlafen LOL)

Die EEN - Umlage kannst du beim BMU nachlesen:

EEG-Umlage bleibt bei kräftigem Ausbau stabil, ist zwar nicht ganz aktuell (14.10.2011), aber doch deutlich:

Nach Angaben der vier Übertragungsnetzbetreiber wird sich die EEG-Umlage für 2012 mit 3,59 Cent/Kilowattstunde (ct/kWh) gegenüber dem heutigen Wert von 3,53 ct/kWh kaum verändern.

Ob das heute noch so gilt, habe ich jetzt auf die schnelle nicht gefunden... musst halt selber mal suchen, da gibt es sehr detaillierte Statistiken mit Aufschlüsselung nach den verschiedenen EEN, PV, Wind etc. (
sieh mal da nach:
Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Hauptproblem ist mal wieder, dass die Politiker kaum ne Chance haben, neutral, aber trotzdem umfassend über eine Problematik informiert zu werden, da sind nur Lobbyisten unterwegs.

Das Modell der Einspeisevergütung in der derzeitigen Form ist längst überfällig, weil es gesamtgesellschaftlich schädlich ist. Der Staat wird wahrscheinlich in absehbarer Zeit einen Teil der Subventionen über den Umweg der Hilfe für Harz4 Empfänger für die extraorbitant steigenden Strompreise doch wieder finanzieren müssen.

Bedenke dabei, dass die Primär - Energiekosten deutlich weiter steigen werden und die EEN-Subventionen, die auf den Strompreis umgelegt werden zusätzlich, wenn auch nicht mehr in dem Umfang, wie in der Vergangenheit.

Wenn die Politik die Zubaurate nicht beschränken würde, aber statt dessen meine oben genannten Einschränkungen, der Zubau würde trotzdem uneingeschränkt weiter gehen, ohne die Stromversorgung zu gefährden.

Ich habe mit meinem EVU genau so ein Projekt, mein Modell auszuprobieren, heißt die technischen Bedingungen mal an einem Beispiel zu testen. Über diesen Weg wird es ggf. eine Politik "von unten" geben. Wir haben ein konstruktives und praktizierbares Modell entwickelt mit win win Situation für alle Seiten und fordern die kommerzielle Regelung von der Aufsichtsbehörde ein....

Gute nacht

LG jogi
Verfasser:
Luegendetektor
Zeit: 29.03.2012 14:31:37
1696799
Zitat von Paula1970 Beitrag anzeigen
Was bist du denn für ein Witzbold?

Du weißt anscheinend gar nicht was diese VERORDNUNG regelt?

In Deutschland müssten bei einem GAU die Kraftwerksbetreiber nur einen kleinen Teil der Schäden tragen - den Rest würde der Staat übernehmen.

Und wie das dann im[...]


Unsere KKW sind völlig überversichert. Noch nie wurde auch nur ein Bruchteil der Deckungssumme in Anspruch genommen. Bevor der Staat zahlt, haftet vorher der Betreiber mit seinem gesammten Vermögen.
Verfasser:
Luegendetektor
Zeit: 29.03.2012 17:54:51
1696903
Zitat von Andi_HB Beitrag anzeigen
Hallo Jogi
Habe da mal eine Verständnis-Frage.
So wie ich es sehe hast du zwar mit diversen Dingen sicherlich recht.
Doch das die PV-Anlagen den Preis in die Höhe treiben kann ich nicht ganz nachvollziehen. Klar du meinst die Subventionen - doch die sind schliesslich befristet und[...]


Leider ist die EEG-Vergütung nicht die einzigen Kosten, die die "Erneuerbaren" verursachen, wahrscheinlich nur der kleinere Teil. Wenn die exorbitante Förderung nach 20 Jahren ausläuft, sind die Anlagen auch so ziemlich am Ende. Ohne Förderung würden dann keine neuen mehr gebaut, d.h. es wird eine Nachfolgeregelung geben müssen.

Um die Preisspanne werden die dauerhaft günstigen konventionellen Kraftwerke auf Braunkohlebasis über die Emi-Zertifikate weiter künstlich verteuert werden müssen. Zur Rechtfertigung wird weiter am anthr. Klimawandelmärchen gesponnen. Dummerweise wird es seit > 10 Jahren global kälter, trotz Rekord-CO2-Emissionen.
http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/from:2002/plot/hadcrut3vgl/from:2002/trend
Die "Klimawissenschaftler" haben damit natürlich ein Problem. Daher spinnen die sich immer neue Horrorszenarien zurecht, um den Druck im Kessel zu halten.

Fest steht, die unsinnige Energiewende kostet uns viele Milliarden und wird unsere Wirtschaft gegen die Wand fahren.
Verfasser:
jogi54
Zeit: 29.03.2012 23:01:32
1697049
Zitat von Luegendetektor Beitrag anzeigen
Zitat von Andi_HB Beitrag anzeigen
[...]


Leider ist die EEG-Vergütung nicht die einzigen Kosten, die die "Erneuerbaren" verursachen, wahrscheinlich nur der kleinere Teil. Wenn die exorbitante Förderung nach 20 Jahren ausläuft, sind die Anlagen auch so ziemlich am Ende. Ohne Förderung würden dann keine neuen mehr gebaut, d.h.[...]


@Luegendetektor

wenn die Strompreiserhöhungen so weiter gehen, wie in den letzten 24 Monaten habe ich da keinerlei Bedenken.

Bis in 10 Jahren wird es auf jeden Fall preisgünstiger sein, wenn man kann, sich ne PV-Anlage (mit Batterien) aufs Dach zu bauen, statt den Strom einzukaufen.

Wenn überhaupt, wird es aller höchstens sehr langlaufende subventionierte Kredite geben.

Zitat von Luegendetektor Beitrag anzeigen
Zitat von Andi_HB Beitrag anzeigen
[...]


Dummerweise wird es seit > 10 Jahren global kälter, trotz Rekord-CO2-Emissionen.[...]


Nur dummerweise nicht in D - siehe die threads hier über deutlich zurückgegangene Heizkosten.

Dass das mit dem CO2 totaler Quatsch ist, wie die Schweinegrippe, da bin ich mit dir einig - um da aus zu steigen braucht es aber eher Politiker wie Schröder, die auch mal gegen den Strom schwimmen können...

Trotzdem bin ich über die Trigger CO2 und Fukoshima sehr glücklich, denn sie provozieren und befördern den Ausstieg aus den fossilen Energien für die Energieerzeugung.

Zitat von Luegendetektor Beitrag anzeigen
Zitat von Andi_HB Beitrag anzeigen
[...]

Fest steht, die unsinnige Energiewende kostet uns viele Milliarden und wird unsere Wirtschaft gegen die Wand fahren.
[...]


Das ist erst mal nur eine Behauptung von dir und von interessierten Kreisen, willst du dich vor den Karren einer bestimmten Lobby spannen lassen ???

Die Industrie ist weitestgehend von den EEN Aufschlägen befreit - also kein wirkliches Argument, was du da anführst - die stöhnt wg. der weltweit steigenden fossilen Primärenergiekosten, aber die betreffen alle...

Der Umstieg mag jetzt sicherlich Geld kosten, verschafft aber in der Zukunft den Vorsprung, nicht von rapide steigenden Kosten für Energie abhängig zu sein oder gar überrollt zu werden.

Ich denke eher, das da der Spruch gelten wird "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben..."

Für mich ist PV und Wind nur eine Übergangstechnologie, zwischen ST und PV Nutzung der Sonnenenergie gibt es auch noch ne ganze Menge andere elektromagnetische Wellen und Felder, die zu nutzen unsere bescheuert kastrierte Theorie der (elektrischen und magnetischen) Felder und Wellen verhindert. Z.B. Prof Dr Turtur aus Braunschweig ist das jetzt wohl angegangen, mit wirklich interessanten und wohl auch belastbaren Ergebnissen.

Wenn es klappt, kann es sein, dass in 20 Jahren jeder nen Satz Batterien im Haushalt hat, die die Bedarfs- Schwankungen über den Tag ausgleichen und einen Skalarfeldgenerator, der konstant z.B. 500W liefert (sind im Jahr 4380kWh).

Energie umsonst für alle wäre ein wirklich umwälzender Paradigmenwechsel mit deutlichen Konsequenzen. Wer Energie hat, hat auch Wasser und damit auch gesicherte Ernährung. Den Rest kannst du dir ausmalen LOL

LG jogi
Verfasser:
heinbloed
Zeit: 30.03.2012 00:41:55
1697071
4 weitere Kohlebloecke werden still gelegt:

Datteln 1-3(303MW)
sowie
Herne/Shamrock(132MW)

Jeweils zum Jahresende.

Der Eigentuemer versucht auf juristischem Weg die selbst angekuendigte Schliessung zu verhindern....
Verfasser:
jogi54
Zeit: 31.03.2012 01:30:09
1697560
Zitat von heinbloed Beitrag anzeigen
4 weitere Kohlebloecke werden still gelegt:

Datteln 1-3(303MW)
sowie
Herne/Shamrock(132MW)

Jeweils zum Jahresende.

Der Eigentuemer versucht auf juristischem Weg die selbst angekuendigte Schliessung zu verhindern....


hallo heinbloed,

wenn du, was du hättest können, mal nach den Hintergründen recherchiert hättest, wüsstest du mehr.

im Zusammenhang mit der Genehmigung der BOAs wurde RWE aufgefordert, anzugeben, welche alten Blöcke im Gegenzug außer Betrieb gehen. Aus damaliger Sicht - ohne den Atomausstieg - waren das die Blöcke in Datteln, deren Betriebsgenehmigung sowieso so langsam aus lief.

Exkurs:
Vor der Liberalisierung des Energiemarkts waren die Monopol - EVU's per Gesetz verpflichtet, soviel Kraftwerke in Reserve zu halten, dass sie auch bei Ausfall mehrerer Kraftwerke den Strombedarf decken können. Diese Regel hat 50 Jahre gegolten und die EVUs haben diese Verpflichtung durchaus sehr ernst genommen und auch, soweit es irgendwie technisch möglich war, erfüllt. Um dies zu leisten, war es notwendig, Kraftwerke in Kaltreserve zu haben.

Seit der Liberalisierung des Energiemarkts besteht diese Verpflichtung nicht mehr - was jedoch nicht bedeutet, dass die Verantwortlichen jetzt von heute auf morgen auf - "ist mir egal" - "wir müssen nicht mehr liefern können" umsteigen konnten - was eigentlich die Konsequenz aus der Liberalisierung gewesen sein müsste.

Soweit ich weiß, geht es bei Datteln nicht darum, diese Kraftwerke dauerhaft zu betreiben, sondern als "Notreserve" noch als Kaltreserve weiterhin zu behalten, um bei Ausfall von anderen Kraftwerken noch eine Anlage zu haben, die man zur Not noch betreiben kann. Das kostet die EVUs durchaus auch Geld, denn sie müssen das Personal, das diese Anlage kennt und betreiben kann, ja auch weiterhin vorhalten und kann die nicht bedingungslos in den neuen Anlagen einsetzen.

Ich vermute mal, dass es auch dir recht ist, dass du dich in Deutschland darauf verlassen kannst, dass der Strom aus der Steckdose kommt. In Frankreich ist das Netz ganz anders, nämlich zentralistisch - sternförmig aufgebaut. Wenn da ein Stromausfall ist, kann es eine Woche dauern, bis der, der am letzten Ende hängt, wieder Strom hat. Deshalb gibt es in Frankreich auch deutlich weniger Haushalte mit Gefriergeräten...

Ich finde es super, dass die EVUs, egal ob klein oder groß, immer noch die Verantwortung empfinden, die Stromversorgung für Deutschland sicher stellen zu müssen.

zurück zum eigentlichen Thema

Die swb in Bremen hat auf dem Acelor Mittal Gelände 2 Gichtgas Kraftwerke und baut da mit einem Eigentümerkonsortium eine neue GuD Anlage (da arbeite ich grad mit). Es ist auch geplant, einen neuen Gichtgasblock zu bauen. (Gichtgas ist im Grunde CO und entsteht in den Hochöfen bei der Stahlerzeugung. Früher hat man das Gichtgas einfach abgefackelt - CO2 Belastung ohne Nutzung)
Ursprünglich sollte der eine Block, der zudem ausschließlich Bahnstrom (16 2/3 Hz) produziert, Ende 2012 endgültig abgeschaltet werden. Das hätte auch wunderbar funktionieren können. Da aber mit den jetzt abgeschalteten Kernkraftwerken auch nennenswerte Einspeiseleistungen für den Bahnstrom endgültig abgeschaltet wurden, wird jetzt beantragt, das dieser Block erst mal noch als Kaltreserve beibehalten wird, um zur Not den Eisenbahnbetrieb am Laufen halten zu können.

Was ist daran jetzt so angreifbar, schlimm ... mir fehlen die Worte!!!

Dass es bei einer Änderung einer endgültig abgelaufenen Betriebserlaubnis in eine Betriebserlaubnis als Kaltreserve einer juristischen Einigung bedarf, sollte wohl klar sein - so was geht (Gott sei Dank) nicht auf Handschlag.

So meine ganz persönliche Meinung, mir ist es lieber, es stehen 30 GW total ineffektive Kraftwerkskapazität genehmigt in Kaltreserve, die - wenn es eng wird, mir die Stromversorgung sicher können, denn das aus jur und öko Gründen diese Kraftwerke auch im Notfall nicht mehr betrieben werden können und ich deshalb tagelang keinen Strom mehr bekomme.

LG jogi
Verfasser:
Dominik_82
Zeit: 31.03.2012 16:31:42
1697738
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
(...)im Zusammenhang mit der Genehmigung der BOAs wurde RWE aufgefordert, anzugeben, welche alten Blöcke im Gegenzug außer Betrieb gehen. Aus damaliger Sicht - ohne den Atomausstieg - waren das die Blöcke in Datteln, deren Betriebsgenehmigung sowieso so langsam aus lief.


Nicht ganz. RWE muss stilllegen, aber das betrifft nicht das E.ON-Kraftwerk Datteln.

Die Bundesnetzagentur hat sich in ihrem Bericht zur Kraftwerkssituation ausführlich dazu geäußert (Seite 70, Abschnitt 8.4).

Problem ist wohl, dass viel Bahnstromleistung wegfällt.

Viele Grüße

Dominik
Verfasser:
jogi54
Zeit: 01.04.2012 11:00:49
1698001
Zitat von Dominik_82 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]


Die Bundesnetzagentur hat sich in ihrem Bericht zur Kraftwerkssituation ausführlich dazu geäußert (Seite 70, Abschnitt 8.4).

Problem ist wohl, dass viel Bahnstromleistung wegfällt.
[...]


Datteln4/EON hatte ich wohl verwechselt mit RWE BOA2+3... shit happens ;-)

So ganz vollständig sind die Auflistungen der Bundesnetzagentur wohl auch nicht. So fehlt das Kraftwerk GUD Braunschweig Mitte, 76MW, das ich in Betrieb genommen habe und das pünktlich, wie geplant, zum 1.1.2012 in den kommerziellen Betrieb gegangen ist.

Hauptproblem ist wohl derzeit, dass die aller meisten Blöcke nicht im Termin in den kommerziellen Betrieb gehen. Daran ist z.T. das T24 Problem ursächlich, bei den Blöcken BOA2&3 der Unfall mit dem Kesselgerüst, in Hamm wohl auch Qualitätsmängel beim Kesselgerüst. Ein weiterer Grund ist, dass mit der langen Flaute bei den Kraftwerksneubauten ziemlich viel Erfahrung / know how im Detail verloren gegangen ist, was dazu führt, dass während der Inbetriebnahme nachgebessert werden muss - was entsprechend zu Verzögerungen führt.

Gruß jogi
Verfasser:
bbackes
Zeit: 01.04.2012 22:22:32
1698277
Du lieber Himmel, was wird da wieder am Thema vorbei schwadroniert und gesülzt. Tatsache ist, daß durch den Verzicht auf Atomstrom in DE an die 200 Mrd. kWh pro Jahr fehlen, die woanders herkommen müssen.

Erneuerbare Energien scheiden mangels Verfügbarkeit aus, bleibt nur noch Kohle: Für die genannte elektrische Energie müssen so zwischen 60 und 100 Mio. t Braun- oder/und Steinkohle verheizt werden. Ein Konzept gibt es nicht, also werden an die 200 Mio. t des Klimakillers Kohlendioxid über die 250 m hohen Abgasschlote in die Atmosphäre entsorgt, abgesehen von anderen Umwelt(un)freundlichkeiten. Wo bleibt der Aufschrei der Öko-Mafia?
Verfasser:
jogi54
Zeit: 02.04.2012 20:35:31
1698587
Zitat von bbackes Beitrag anzeigen
Du lieber Himmel, was wird da wieder am Thema vorbei schwadroniert und gesülzt. Tatsache ist, daß durch den Verzicht auf Atomstrom in DE an die 200 Mrd. kWh pro Jahr fehlen, die woanders herkommen müssen.

Erneuerbare Energien scheiden mangels Verfügbarkeit aus, bleibt nur noch Kohle:
...
Wo bleibt der Aufschrei der Öko-Mafia?
[...]



bleibt aus, weil das mit dem CO2 sowieso so wahr ist, wie die Schweinegrippe...
Verfasser:
Luegendetektor
Zeit: 03.04.2012 22:43:09
1699041
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
wenn die Strompreiserhöhungen so weiter gehen, wie in den letzten 24 Monaten habe ich da keinerlei Bedenken.


Die Preise steigen wegen der "Erneuerbaren" und da ist die EEG-Abgabe der kleiner Teil. Trotzdem muss man die "Erneuerbaren" mit dem Erzeugungspreis der konventionellen Energie vergleichen. Der liegt trotz künstlicher Verteuerung bei 4 - 6 ct/kWh. Die konventionellen Energien erzeugen bedarfsorientiert zuverlässigen Strom, die "Erneuerbaren" vielfach nur Zufallsstrom. Darum werden die
"Erneuerbaren" auch in 20 Jahren nur mit externer (teurer) Überlebenshilfe am Markt eine Rolle spielen.

Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Nur dummerweise nicht in D - siehe die threads hier über deutlich zurückgegangene Heizkosten.


Die Zeiten, als man Deutschland für den Nabel der Welt hielt, sind zum Glück vorbei. Das warme Zeiten für die Menschheit durchweg positiv waren, ist historisch belegt und das nicht nur wegen der geringeren Heizkosten.

Ob der Strom fossil, nuklear oder erneuerbar erzeugt wird, ist letztlich egal. Entscheidend ist, dass er zuverlässig, preiswert und umweltverträglich erzeugt wird. Und da sind die fossilen oder nuklearen Kraftwerke deutlich besser als die "Erneuerbaren".


Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Das ist erst mal nur eine Behauptung von dir und von interessierten Kreisen, willst du dich vor den Karren einer bestimmten Lobby spannen lassen ???


Ich lasse mich nicht vor einen Karren spannen. Auch wenn die energieintesive Industrie weitestgehend von der EEG Abgabe befreit ist (zu Lasten der sonstigen Stromkunden), wird auch für die der Energiepreis steigen. Aber nicht nur das, auch die Zuverlässigkeit unserer Stromversorgung wird durch die Zufallsstromeinspeisung zunehmend gefährdet. Dadurch wird unsere Industrie vertrieben und uns Bürgen Kaufkraft entzogen. Das Ausland nimmt die Industrie gerne auf und lacht sich über die blöden Deutschen kaputt.

Der Rest ist wohl wie die Fusionstechnologie science fiction.
Verfasser:
Luegendetektor
Zeit: 03.04.2012 22:48:17
1699046
Zitat von bbackes Beitrag anzeigen
Ein Konzept gibt es nicht, also werden an die 200 Mio. t des Klimakillers Kohlendioxid über die 250 m hohen Abgasschlote in die Atmosphäre entsorgt, abgesehen von anderen Umwelt(un)freundlichkeiten.


"Klimakiller"??? Wie "killt" man denn einen statistischen Mittelwert? Wenn das Klima einmal "gekillt" ist, gibt es dann kein Klima mehr?

Übrigens ist CO2 die Grundlage allen Lebens.

Noch was. Trotz Rekord-CO2 Ausstoß wird es global seit über 10 Jahren kälter.

http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/from:2002/plot/hadcrut3vgl/from:2002/trend

Leider, denn warme Zeiten waren für die Menschheit gute Zeiten.
Verfasser:
siriuszwo
Zeit: 04.04.2012 00:46:00
1699082
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen


.....


Für mich ist PV und Wind nur eine Übergangstechnologie, zwischen ST und PV Nutzung der Sonnenenergie gibt es auch noch ne ganze Menge andere elektromagnetische Wellen und Felder, die zu nutzen unsere bescheuert kastrierte Theorie der (elektrischen und magnetischen) Felder und Wellen verhindert. Z.B. Prof Dr Turtur aus Braunschweig ist das jetzt wohl angegangen, mit wirklich interessanten und wohl auch belastbaren Ergebnissen.

Wenn es klappt, kann es sein, dass in 20 Jahren jeder nen Satz Batterien im Haushalt hat, die die Bedarfs- Schwankungen über den Tag ausgleichen und einen Skalarfeldgenerator, der konstant z.B. 500W liefert (sind im Jahr 4380kWh).

Energie umsonst für alle wäre ein wirklich umwälzender Paradigmenwechsel mit deutlichen Konsequenzen. Wer Energie hat, hat auch Wasser und damit auch gesicherte Ernährung. Den Rest kannst du dir ausmalen LOL

LG jogi


Mich wundert, dass Dich hier noch keiner als Utopist oder Spinner verunglimpft hat.... ;-)))

... ich hatte auch mal hier irgendwo im Forum die Skalare Physik erwähnt .... da "erntet" man sonst nur Hohn und Spott ...

Deine Beiträge hier finde ich nicht schlecht...

Ich bin durch Literatur zu der Überzeugung gekommen, dass es die Skalare Physik schon seit Jahrzehnten "anwendungsreif" gibt, aber "ganz bestimmte Kreise" haben überhaupt kein Interesse, dass z.B. das, was Du für Haushalte prognostizierst, Realität wird...., ganz im Gegenteil werden die das mit ALLEN Mitteln zu verhindern suchen....
Verfasser:
Dominik_82
Zeit: 04.04.2012 20:23:31
1699505
Neue Zahlen zum Comeback der Braunkohle gibt's auf www.braunkohle.de:

Im Februar 2012 stiegen die Lieferungen an Kraftwerke der allgemeinen Versorgung im Rheinland um 27,8% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Rechnet man den Schalttag raus, waren es immer noch 23,3%. In der Summe mit Januar beträgt der Zuwachs 16,0% (bereinigt 14,1%).

RWE Power macht also ernst. In den anderen Abbaugebieten ist man zurückhaltend. Dort liegt die Summe aus Januar und Februar insgesamt leicht unter dem Vorjahreswert.

Viele Grüße

Dominik
Verfasser:
jogi54
Zeit: 04.04.2012 23:08:51
1699608
Zitat von Dominik_82 Beitrag anzeigen
Neue Zahlen zum Comeback der Braunkohle gibt's auf www.braunkohle.de:

Im Februar 2012 stiegen die Lieferungen an Kraftwerke der allgemeinen Versorgung im Rheinland um 27,8% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Rechnet man den Schalttag raus, waren es immer noch 23,3%.[...]


Hallo Dominik,

wenn die 82 genauso auf dein Geburtsjahr hindeuten soll, wie bei mir die 54, vergebe ich dir deine oberflächliche Argumentation gerne ;-)

Zunächst mal, lies dir mal diese Seiten Der Wasserplanet aufmerksam durch, du solltest dir da schon ein paar Stunden Zeit nehmen. Diese Seiten gibt es schon sehr lange (letztes Jahrtausend) und sind für die gymnasiale Oberstufe gemacht...

An dem CO2 hoax sind nur Leute interessiert, die daran mächtig verdienen, Al Gore als einer der Ersten, der ein Haupteigner der CO2 Börse in London ist...

Dass ein Unternehmen wie RWE power auch dann nicht aufgibt, wenn ein wesentlicher Teil Ihrer Produktionsmittel vom Staat abgeschaltet wird, sondern sich bemüht, trotz aller Widernisse mit den vorhandenen Mitteln trotzdem die sichere Versorgung mit Strom zu gewährleisten, scheint dir nicht wirklich bewusst zu sein. Gott sei Dank gibt es in den Führungsetagen noch Menschen mit Verantwortungsgefühl, die ganz klar sehen, welche Konsequenzen es für die gesamte deutsche Wirtschaft hätte, wenn die Stromversorgung von täglichen black outs begleitet wäre.

Dass RWE mit der Entwicklung der BOA Kraftwerke schon vor 2000 angefangen hat und mit diesem Kraftwerkskonzept die Braunkohleverstromung auf eine Wirkungsgradebene gebracht hat, die sich mit der Steinkohle bestehender Kraftwerke allemal vergleichen lässt, eigentlich kommen nicht ganz neue Steinkohleblöcke systembedingt bei weitem nicht an den Wirkungsgrad der BOAs dran.

Die langfristige Strategie von RWE war und ist vermutlich immer noch, sukzessive alle alten Braunkohlekraftwerke durch den Typ BOA zu ersetzen, soweit ein Bedarf an Grundlast vorhanden ist. Dass sich da ökologische und wirtschaftliche Gründe mal treffen, kannst auch du nun wirklich nicht kritisieren.

So lange die KKW liefen, waren die Braunkohleblöcke eher nur als backup und für den kalten Winter in Betrieb. Jetzt ist der Fall eingetreten, dass dieser backup gefordert ist und eben auch vorhanden und verfügbar.

Die anderen großen EVUs haben ihre backup Anlagen nicht unbedingt in der Menge als Braunkohleblöcke oder schon früher eingesetzt, wenn du eine wirklich saubere Argumentation führen wölltest, wäre es angebracht, den Einsatz aller Braunkohleblöcke nach Verkündung der Abschaltung der KKWs im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum unter Berücksichtigung von KKW Revisionszeiten des jeweiligen EVU in dem Vorjahreszeitraum im Detail zu betrachten. Das, vermute ich mal, ist dir viel zu mühsam und würde deine Argumentation ad Absurdum führen - also lässt du es und polemisierst lieber rum.

Solltest du es vorziehen, ohne Stromversorgung aus zukommen, dann ziehe die Konsequenzen, rufe dein EVU an und lass die Panzersicherungen deiner Einspeisung entfernen - denn das wäre für dich die Konsequenz daraus, dass diese Braunkohleblöcke jetzt nicht in Betrieb wären.

Ich vermute mal, dass du überhaupt keine Vorstellung davon hast, was es bedeutet, zu jeder Zeit genau soviel Strom zu erzeugen, wie benötigt wird, damit du immer Strom zur Verfügung hast.

Ich hatte mal die Aufgabe, eine Umverdrahtung in einem Wasserkraftwerk in Sri Lanka durchzuführen. Diese Aktion sehr riskant, dieses Kraftwerk raus zuschmeißen und damit damals 17,5 Einwohner stromlos zu machen. Das wurde damals genau geplant, Sonntags ab 14:30 ist die geringste Last, alle Touristen abgefüttert..., die großen Hotels haben Notstromanlagen, die Industrie wurde vorgewarnt, die Regierung informiert, die Vorlaufzeit war 2 Wochen - oki, ich habe ganz Sri Lanka ausgeschaltet - shit happens. Da das in Sri Lanka ab und an passiert, sind die super trainiert, das Netz wieder aufzubauen, nach 15 min lief wieder alles.

In Frankreich mit ihrem zentralisierten Netz dauert es bis zu 14 Tage, bis alle wieder Strom haben, und Netzzusammenbrüche passieren durchaus nicht nur ein mal im Jahr - warum, glaubst du, wieso Gefriergeräte in Frankreich in vielen Regionen ziemlich schlecht verkäuflich sind ???

wie gesagt, wenn die 82 genauso auf dein Geburtsjahr hindeuten soll, wie bei mir die 54, dann musst du noch einiges Lernen...

LG jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 05.04.2012 00:00:31
1699638
Zitat von siriuszwo Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]


Mich wundert, dass Dich hier noch keiner als Utopist oder Spinner verunglimpft hat.... ;-)))

... ich hatte auch mal hier irgendwo im Forum die Skalare Physik erwähnt .... da "erntet" man sonst nur Hohn und Spott ...

Deine Beiträge hier finde ich nicht schlecht...[...]



was soll ich dazu sagen ;.)

Na ja, ich fahre meine Fahrzeuge seit Jahren mit Aceton-Zusatz zum Sprit (>>100tkm Diesel-PKWs , >>30tkm Benzin Motorrad) 16ml/10l Diesel (~10% Ersparnis) 23ml/10l Benzin (bis zu 33% Ersparnis). Oki, der ADAC warnt massiv davor LOL, darf aber jeder selbst ausprobieren, Quelle mit infos peswiki.org -> acetone (Rick Friedrich ist ein bezahlter Kollaborateur... ignorieren, taucht überall im Netz auf und fingiert Aussagen, die falsch und destruktiv sind - egal wo...)

Klar, Skalare Physik - das ist ein Reizwort. Das Hauptproblem ist, dass die gesamte Elektrotechnische Wissenschaft - und damit die Profs eingestehen müssten, dass sie Nonsens gelehrt haben.

Nach dem Heavyside schon 185X mit seinen 27 Aktiomen damals die Theorie der Felder und Wellen mit einer vollständigen Theorie begründet hat, die aus wirtschaftlichen Interessen auf zunächst 11, dann 7 Aktiome reduziert wurden, quälen sich bis heute Generationen von Professoren, diesen kastrierten Schwachsinn mittels höherer Mathematik, wie der Green'schen Funktion irgendwie gerade zu rechnen.

Die Photovoltaik durfte so, wie wir sie heute kennen, nach der ursprünglichen Theorie, auch nicht funktionieren. Fast klammheimlich wurde in diesem Bereich die Theorie an die Praxis angepasst.

Dieser Schritt fehlt einfach noch in der Elektrotechnik... lässt sich allerdings nur "erzwingen", indem auf open source Ebene Fakten geschaffen werden, an denen die etablierte Wissenschaft nicht dran vorbei kann.

schreib mir mal - außerhalb von hier, vielleicht können wir das ja so angehen...

lg jogi
Verfasser:
bbackes
Zeit: 05.04.2012 20:46:40
1700091
Sehr geehrte(r) Frau/Herr Jogi54, wenn Sie mit 16 ml Aceton auf 10 l Diesel 10% einsparen wollen, dann muß in den 16 ml Aceton dieselbe thermische Energie drinstecken wie in 1 l Diesel, also das sechzigfache. Noch doller ist es mit Benzin: In 23 ml Aceton dieselbe Energie wie in 3 l Benzin. Sie erlauben, daß ich Ihre Äußerungen nicht ernstnehme, höflich ausgedrückt. Übrigens: Vor reichlich 200 Jahren hat man das Perpetuum mobile als Hirngespinst eingestuft. Sie haben das anscheinend noch nicht mitbekommen.
Verfasser:
heinbloed
Zeit: 05.04.2012 21:04:46
1700100
Kohle lohnt nicht mehr:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/energiewende-oekostrom-laut-studie-bis-billiger-als-kohlestrom-1.1327054


Wenn man bedenkt dass die relevanten Zahlen/Statistiken fuer diese Untersuchung aus den Jahren 2009-2011 stammen (Oekostrom wurde seitdem immer billiger!)ist der Neubau von Kohlekraftwerken volkswirtschaftlicher Unsinn.

Aber das ist den Investoren ja bekannt.
Deswegen noch mal das coal-come-back-marketing, man will die faulen Aepfel auslagern.
Verfasser:
jogi54
Zeit: 05.04.2012 22:18:42
1700140
Zitat von bbackes Beitrag anzeigen
Sehr geehrte(r) Frau/Herr Jogi54, wenn Sie mit 16 ml Aceton auf 10 l Diesel 10% einsparen wollen, dann muß in den 16 ml Aceton dieselbe thermische Energie drinstecken wie in 1 l Diesel, also das sechzigfache. Noch doller ist es mit Benzin: In 23 ml Aceton dieselbe Energie wie in 3 l Benzin. Sie[...]


na na, das könnte die eine Erklärung für die Wirkung von Aceton sein, aber, wie messerscharf erkannt, kann diese Erklärung von der Wirkung von Aceton nicht richtig sein.

Deshalb aber gleich so anmaßend zu werden, ist wirklich nicht nett ;-) vielleicht wäre eine nette Frage, worauf die Einsparung beruht, ziel führender gewesen....

Es gibt eine ganz andere Wirkung, die wir alle kennen - es ist die Wirkung von Spüli im Geschirrspülwasser - die Oberflächenspannung wird deutlich verringert.

Leider sind unsere Motoren immer noch so lausig konstruiert, dass eine Menge nicht bzw. nicht vollständig verbrannter Sprit den Auspuff verlässt. Aceton verringert die Oberflächenspannung des Sprits so, dass dieser deutlich besser verbrannt wird. Beim Diesel mit den höheren Drücken ist die Wirkung geringer, bei Benzin jedoch sehr deutlich.

Ich habe meinen alten Citroen C5 2,2l Turbodiesel 130 000km (von 160Tkm) mit Aceton gefahren und ca 1l/100km weniger gebraucht und er fährt immer noch bestens... mein derzeitiger C5 3,0l Turbodiesel hat jetzt gut 60Tkm drauf und ist nicht lange ohne Aceton gefahren - gleicher Effekt ca. 1l/100km weniger, das Motorgeräusch ist runder - nicht so rauh - das ist eigentlich das einzige, was auffällt.

Meine beiden Motorräder, eine 1400er Trude (Chopper) und eine SV650S (Sportler) laufen seit Jahren auch mit Aceton, mit deutlich geringerem Spritverbrauch. Zudem mit messbar mehr Leistung, so man diese abruft. (Der Chopper mit Windschild und Koffern fährt auf meiner Teststrecke ohne Aceton nach Tacho 165 km/h, mit Aceton mehr als 185 km/h - klar, dass das nicht grade ein Tempo ist, mit dem man normalerweise Chopper fährt)

wer mehr dazu, in Englisch, lesen will: Acetone_as_a_Fuel_Additive, wobei ich anmerken möchte, dass dieser "Rick Friedrich" auf diversen, ganz unterschiedlichen Seiten im Netz auftaucht und regelmäßig Destruktives verbreitet, was den Erfahrungen Anderer total widerspricht - ich vermute mal, dieser Herr wird von interessierter Seite dafür bezahlt....

lg jogi
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