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23.04.2012 20:21:00 |
Hallo zusammen,
vor ein paar Monaten wurde in meinem Neubau eine Heizungsanlage(Buderus) installiert. Diese beinhaltet einen Brennwertkessel, einen bivalenten Wasserspeicher für das Brauchwasser, eine Solaranlage und einen Mischer, der zum einen die Fußbodenheizungskreisläufe (HZK2) und zum anderen den Heizkörperkreislauf (HZK1) versorgt.
Zu meinem Problem. Der Kessel liefert das heiße Wasser, daß über den Mischer auf die beiden Heizkreisläufe aufgeteilt wird. Die Verteilung erfolgt dabei über einen fest eingestellten manuellen Regler, der einmal justiert wurde. Im HZK 2 ist ein Begrenzer verbaut, der bei 40 °C Vorlauftemp. abschaltet. Dies soll verhindern, daß mein Parkett beschädigt wird. Soweit kein Problem. Zudem enthält der Mischer ein automatisches Regelventil, daß bei zu hoher Temp. auf Beipass schaltet, so daß der Heizkreis der Fußbodenheizung nicht mehr versorgt wird. Zur Zeit wird aber nicht nur der Bypass bei zu hoher Temp. aktiviert, sondern auch die Umwälzpumpe des HZK2 abgeschaltet. Dies führt dazu, daß die Abwärme nicht mehr effizient genutzt wird und das System so lange "ruht", bis die Temp. von selber wieder gefallen ist (das heiße Wasser steht also in den gut isolierten Rohren und muß abkühlen). Die Zeit bis zum Wiedereinschalten ist dabei davon abhängig, wie die Wäre abgeführt wird, bis die Temp. wieder unter 40 °C liegt. Ich hoffe ich habe es einigermaßen verständlich erklärt. Zu meiner Frage. Wäre es nicht sinnvoller, zwar den Bypass bei zu hoher Temp. zu aktivieren, aber gleichzeitig die Umwälzpumpe des jetzt vom Kessel abgetrennten Kreislauf laufen zu lassen, damit schnell wieder eine Temp. unterhalb des Grenzwertes erreicht wird? Bei der jetzigen Version schaltet das System mehrmals pro Stunde ab und es dauert jeweils viele Minuten, bis wieder eingeschaltet wird. Resultat ist quasi ein gepulstes Heizen.
Hat jemand einen Rat für mich, denn noch habe ich Gewährleistung und kann Änderungen verlangen.
Viele Grüße
André
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23.04.2012 21:30:50 |
hi warum stellst du die heizkurve nicht so ein, das diese abschalttemp garnicht erst erreicht wird????
bei mir hab ich auch so einen "angstthermostaten" verbaut.
der sperrt aber meine fbh nur wenn der mischer mal hängen sollte und der holzkessel mit 80 grad in die rohre prasseln will....
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23.04.2012 21:40:30 |
Sorry,
hab mir jetzt deinen Text 3-mal durgelesen. Aber so richtig kapiert hab ich es nicht.
Hast du nun einen HK1 und HK2? So wie ich es verstanden habe hängt aber HK1 und HK2 am Mischer!
Oder wie????
Dumm frag!!!!
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23.04.2012 21:59:53 |
Hallo,
ich habe 2 Heizkreise. Wenn ich die Verrohrung am Mischer richtig deute, dann wird der HK der FBH (HK2) durch den Mischer abgeklemmt und der HK (HK1) der Kellerheizkörper läuft weiter.
Das mit der Heizkurve ist im Prinzip eine Gute Idee. D.h. der Begrenzer schaltet wirklich als letztes Mittel die Pumpe aus, wenn der Mischer nicht mehr funktioniert. Dann würde es auch Sinn machen. Jedenfalls wird meine Pumpe die jetzige "Pulsfahrweise" sicher nicht lange mitmachen. Werde morgen mal schauen, wie ich die Heizkurve anpassen kann oder noch besser, den Fachmann bestellen. Das fällt ja wohl unter Gewährleistung.
Ich frage mich nur, warum der s.g. Fachmann nicht in der Lage ist, eine neue Anlage richtig einzustellen....
Danke und viele Grüße
André
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23.04.2012 22:31:38 |
Zitat von movinghead  Ich frage mich nur, warum der s.g. Fachmann nicht in der Lage ist, eine neue Anlage richtig einzustellen....
Evtl. weil er deine persönlichen Bedürfnisse nicht kennt! Evtl. weil jeder Mensch anders tickt! Manche wollen im Wohnzimmer 24°, Anderen reichen 20° Das Einstellen einer Regelung ist nicht die Aufgabe eines Heizungsbauers. Er kann dir lediglich Tipps geben. Und dir eine grobe Voreinstellung vorgeben. Aber für deine Bedürfnisse richtige Einstellung bist du selbst verantwortlich. Das kann dir kein Fachmann abnehmen. Denn Gottseidank sind wir Menschen nicht alle gleich. Jeder hat andere Bedürfnisse. Ich streite mich z. B. jeden Tag mit meiner Freundin. Sie friert, ich schwitze. Dabei bin ich Fachmann!!! Alles KLAR oder?????
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24.04.2012 07:44:15 |
Zitat von andy-nm  Zitat von movinghead  [...] Evtl. weil er deine persönlichen Bedürfnisse nicht kennt! Evtl. weil jeder Mensch anders tickt! Manche wollen im Wohnzimmer 24°, Anderen reichen 20° Das Einstellen einer Regelung ist nicht die Aufgabe eines Heizungsbauers. Er kann dir[...] Hallo, es ist schon klar, daß man die Solltemperatur selber einstellen muß, aber die Einstellung bzw. Erstellung einer Heizkennlinie ist eindeutig nicht Aufgabe des Kunden. Es ist für mich zwar kein Problem, aber hier geht es auch etwas ums Prinzip. Das das Sache des Fachmanns ist erkennt man ja auch leicht daran, daß man diese Einstellungen nur im "Monteur-Modus" vornehmen kann. In der Bedienungsanleitung für den Kunden steht davon nichts drin. Aber jetzt nochmal zu meinem Problem. Die Abschaltung der Pumpe macht Sinn. Sollte der Mischer mal nicht funktionieren, so ist so sichergestellt, daß kein zu heißes Wasser in die Fußbodenheizung gelangt. Quasi eine Art Notabschaltung/ Sicherheitsschaltung. Das Problem muß daher an anderer Stelle gesucht werden, sprich es muß auf andere Art und Weise verhindert werden, daß der Temperaturbegrenzer anspricht. Wenn ich die Konstruktion richtig verstanden habe, verfügt die Anlage über zwei Heizkreise und den Warmwasserkreis, der hier aber nicht von Bedeutung ist. Heizkreis 1 versorgt die beiden Kellerheizkörper und Heizkreis 2 die Fußbodenheizung. Dabei erfolgt die Trennung der beiden Heizkreise über den Mischer, der Vor- und Rücklauf der Fußbodenheizung „zusammenmischt“, um die entsprechende Temperatur zu regeln. Sobald es für die Fußbodenheizung zu warm wird, fährt der Mischer zu und leitet die Wärme nur noch über das manuelle Beipassventil in Richtung der Kellerheizkörper. Diese werden ansonsten immer „mit versorgt“. Dies erfolgt so lange, bis die Temperatur am Kessel wieder gefallen ist. Problem ist nun aber, daß diese Regelung anscheinend aus irgendeinem Grund dazu führt, daß trotzdem der Temperaturbegrenzer anspricht. Denkbar sind nun folgende Möglichkeiten: 1. Die Solltemperaturen der Heizkreise (Heizkennlinien) müssen angepaßt werden (zur Zeit HZK1 bei 52 °C und HZK2 bei 39 °C). Im Prinzip schon passend, aber die Kellerheizkörper werden nur auf niedriger Stufe gefahren und schaffen es so nicht, die große Wärmemenge abzuführen. Denkbar wäre es, die Kennlinie von HZK1 auch auf 39 °C zu begrenzen. Zielführend, aber eigentlich nicht Sinn der Sache, denn dann hätte ja ein Heizkreis gereicht. 2. Der Mischer funktioniert entweder nicht richtig oder fährt zu langsam, so daß der Temperaturbegrenzer anspricht. Ggf. ist hier die Laufzeit nicht richtig eingestellt, oder er funktioniert nicht einwandfrei. Richtig wäre es sicher so, daß er so schnell die Fußbodenheizung abtrennt, also im Umpump ohne Kessel fährt, daß der Temperaturbegrenzer nicht anspricht und die Pumpe den Umpump weiter betreibt. Was mir allerdings bisher nicht klar ist. Wie steuert der Kessel die beiden Heizkreise an. Geschieht dies temperatur oder zeitgesteuert? Aber woher kennt der Kessel die Temp. Der Fußbodenheizung? Nach welchem Muster wird mal die ein und mal die andere Heizkennlinie der beiden Heizkreise gefahren? Noch immer viel offene Fragen. Viele Grüße André
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24.04.2012 16:24:39 |
falls Außentemperaturgesteuert
zu 2. entweder arbeitet der Mischer für die FBH vorlauf- oder rücklaufgeführt. Sitzt der Temperaturfühler im Vorlauf ist sie eben vorlaufgeführt. Sitzt der Temperaturfühler im Rücklauf, ist sie eben rücklaufgeführt. Dieser Temperaturfühler liefert den Istwert. Die Heizkennlinie gibt den Sollwert vor. Ist der Istwert niedriger als der Sollwert, fährt der Mischer auf und umgekehrt.
Buderus ist nur ein Hersteller, der viele verschiedene Regelungen liefert, so daß keine genauere Aussage möglich ist.
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24.04.2012 17:37:17 |
Zitat von movinghead  ...vor ein paar Monaten wurde in meinem Neubau eine Heizungsanlage(Buderus) installiert. Diese beinhaltet einen Brennwertkessel, einen bivalenten Wasserspeicher für das Brauchwasser, eine Solaranlage und einen Mischer, der zum einen die Fußbodenheizungskreisläufe (HZK2) und zum anderen den Heizkörperkreislauf (HZK1) versorgt. Geld für eine verkaufsunabhängige Planung/Beratung gespart, einem Verkäufer auf den Leim gegangen und nun sollen kostenlose Forumsbeiträge das Problem lösen? Viel Spaß hinsichtlich belastbarer Antworten! ;-) mfg
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24.04.2012 20:20:01 |
Zitat von crax  Zitat von movinghead  [...] Geld für eine verkaufsunabhängige Planung/Beratung gespart, einem Verkäufer auf den Leim gegangen und nun sollen kostenlose Forumsbeiträge das Problem lösen? Viel Spaß hinsichtlich belastbarer Antworten! ;-) mfg Danke für diese qualifizierte Antwort ;-)... Mir ist nur nicht ganz klar, was eine zusätzliche Beratung, daran geändert hätte, daß jetzt ggf. etwas falsch eingestellt ist bzw. nicht richtig funktioniert. Und warum diesen Kommentar in Zusammenhang mit meinen Komponenten? Soll ich das so verstehen, daß Du anderer Meinung bist, was gut für mich gewesen wäre? Nur zur Info, genau das ist meine Meinung nach das einzig sinnvolle und genau das wollte ich haben! Gruß André
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24.04.2012 20:25:36 |
Zitat von egal1  falls Außentemperaturgesteuert
zu 2. entweder arbeitet der Mischer für die FBH vorlauf- oder rücklaufgeführt. Sitzt der Temperaturfühler im Vorlauf ist sie eben vorlaufgeführt. Sitzt der Temperaturfühler im Rücklauf, ist sie eben rücklaufgeführt. Dieser Temperaturfühler liefert den[...] Danke. Dann vermute ich mal, daß die hinterlegte Zeit für den Mischer zu klein ist bzw. er zu träge reagiert. Mir ist nur nicht ganz klar, warum dann, wenn beide Heizkreisläufe vom Kessel bis zum Mischer über eine Leitung laufen, überhaupt zwei Kennlinien hinterlegt werden. Denn wann wird welche genutzt? Gruß André
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24.04.2012 20:46:26 |
Warum beantwortest du keine Frage? Um welche Regelung geht es? In der Regel hängt ein Heizkreis direkt am Kessel und die Kesseltemperatur wird über EINE Kennlinie geregelt. Der zweite Heizkreis hängt nach dem Mischer und wird über eine andere Kennlinie gergelt. Oder es ist einfach einstellbar, daß der zweite Heizkreis eine um x geringere Temperatur hat. Ob du jetzt einen Vorlauf- oder Rücklauffühler hast willst du auch nicht beantworten, also lassen wir's eben
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24.04.2012 21:52:13 |
Zitat von egal1  Warum beantwortest du keine Frage? Um welche Regelung geht es? In der Regel hängt ein Heizkreis direkt am Kessel und die Kesseltemperatur wird über EINE Kennlinie geregelt. Der zweite Heizkreis hängt nach dem Mischer und wird über eine andere Kennlinie gergelt. Oder es ist einfach[...] Hallo egal1, tut mir leid, wenn Du auf eine Antwort gewartet hast, aber ich hatte Deinen Beitrag nicht als Frage verstanden (ohne "?"), sondern als Erklärung. Wo der Fühler sitzt, kann ich leider nicht sagen. Im zugänglichen Bereich ist keiner Installiert. Nur der Sicherheitsschalter ist sichtbar angebaut. Ich kann aber morgen gerne nochmal auf die Suche gehen, vermute aber, daß er intern verbaut ist. Die Anlage ist ansonsten außentemperaturgesteuert. Gruß André
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25.04.2012 12:05:06 |
So, war eben mal im Keller und habe so einiges an Daten zusammengestellt:
Logamax plus Brennwertkessel GB 172-14
Logamatik EMS Bedieneinheit RC35
Mischergruppe DN20 mit Bypass und Pumpe Alpha2L 15-60 und Drosselventil zur Einstellung der konstanten Beimischung (HZK 1) und mit M Dreiwegemischer (motorgetrieben)
Modul MM10 am Mischer
Beide Heizkreise sind außentemp.-gesteuert. Bei HZK2 führt am Vorlauf ein Kabel in die Rohrisolierung . Gehe mal davon aus, daß dort ein Fühler angeschlossen ist. Demnach also vorlaufgesteuert.
Im "Fachmannmenü" habe ich noch gefunden, daß die Solltemp. des HZK2 (FBH) zwar auf 39°C eingestellt ist, die max. Vorlauftemp. dieses Heizkreises aber mit 50°C angegeben wurde (bei HZK1 sind es 75°C). Könnte da mein Problem liegen? Will es bei HZK2 nicht einfach so auf 40°C runterstellen. Zudem kann die Laufzeit für den Mischer bei mir anscheinend nicht verändert werden. Menüpunkt fehlt.
Viele Grüße
André
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26.04.2012 09:52:00 |
So, Problem gelöst. Habe, nachdem anscheinend sogar bei der Heizungsfirma niemand weiß, wie man eine Heizung richtig einstellt und man behauptet, daß alles so richtig sei, selber die entsprechenden Einstellungen vorgenommen. Die max. Vorlauftemp. für HZK2 (Fußbodenheizung) liegt nun bei 40 °C und die für HZK1 (Kellerheizkörper) bei 55 °C (brauche sie nur damit der Keller nicht komplett auskühlt; 75 °C sind daher nicht nötig). Seitdem läuft die Anlage problemlos. Die Pumpe läuft und die Temp. für Vor- und Rücklauf liegen da, wo sie laut Heizkurve auch liegen sollten. Zudem spricht der Temp.-Begrenzer nicht mehr an und das Regelventil regelt rechtzeitig und sinnvoll. Die Pumpe wird jetzt lediglich abgeschaltet, wenn die Heizung auf Warmwasserbertieb umschaltet. So hätte ich es mir von Anfang an gewünscht....
Also nochmal Danke dür die Hilfe und die entscheidenen Tipps.
Viele Grüße
André
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