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Seite 2 von 3 [Beitrag 36 bis 70 von 99]erste <123>letzte 
20% des PV-Stroms selbst nutzen ... darf´s auch "etwas mehr" sein?
Verfasser:
Monti111
Zeit: 08.05.2012 08:58:41
1713673
Zitat von nofuel Beitrag anzeigen
- weil durchaus die Möglichkeit bestehen könnte, dass ein E-Auto wie der Renault Twizy o.ä. in nicht allzu ferner Zukunft an der Steckdose hängen könnte, um für die Hausfrau bereit zu stehen. Das könnte man natürlich auch tagsüber laden.[...]

Wurde ja schon alles gesagt.
Allein aus der oben zitierten Festellung heraus ->

- Dach mit PV zupflastern, keine weiteren Gedanken über die neue 2012er/20% Regelung machen.
Je größer die Anlage ist, desto länger kannst du über die Tageszeit gesehen eine "normale" Grundlast(100-300W?..Kühlschrank usw) decken.
Auch nach 20 Jahren, wenn z.B. Insel-Akkubetrieb sinnvoll wird.

- Mögl. viel Eigenleistung dem Solateur zur Kalkulation aufzeigen.
Auch wenns "nur" um Kabelschächte,Leitungsverlegung geht.
Oder gar Module selbst installieren.

- Wenn Privatvermögen wegen der anstehenden Euro-Inflation gut investiert werden soll, eine sehr gute Entscheidung ;-)

- Ansonsten haben viele WR-Hersteller Multifunktionsrelais onboard, womit du anhand vieler Einschaltkonstellationen Verbraucher zuschalten kannst... WM,Geschirrspüler,WP,Ladegeräte usw
Zusätzlich kannst du zwischengeschaltete Zeitschaltuhren benutzen.

Gruß
Verfasser:
nofuel
Zeit: 08.05.2012 09:27:03
1713686
Kurze Verständnisfrage (passt eigentlich nicht in den Thread):

Wenn ein Modul kurzzeitig Schatten (Schornstein) abbekommt, ist das dann so als hätten alle Module Schatten (wegen der Reihenschaltung)?
Dann "leidet" der komplette Kreis, oder?
Verfasser:
Andi_HB
Zeit: 08.05.2012 20:19:58
1713909
Verschattung ist natürlich grundsätzlich nicht gut - aber ein Schornstein "normaler" Größe sollte nicht das Problem sein.
Die Module haben heutzutage in den meisten Fällen Bypassdioden drinnen.
Der Ertrag wird zwar geringer ausfallen als ohne Verschattung aber ein wirklich ernsthaftes Problem ist geringe Verschattung nicht.
Es kann/sollte ausserdem so ausgelegt werden das Module die von den Bedingungen her gleich sind (gleichzeitig Verschattet/gleich ausgerichtet...) in einem String zusammengefasst werden und mit einem MPP-Tracker angesteuert werden.
Ausserdem sind immer möglichst viele Module in einem String zusammenzufassen so das der WR eine möglichst gute hohe Umpp Spannung bekommt. Das bedeutet z.B. das es normalerweise bei angenommenen 30 Modulen besser ist 2 Strings a 15 Module zu machen als 3 mit 10 Modulen.
Dabei wiederum muss darauf geachtet werden das die Spannung z.B. bei niedrigen Temperaturen nicht zu hoch ist und den WR überlastet.
Man kann sowas alles per "Hand" berechnen - oder sucht bei dem Hersteller des WR nach einem Auslegungsprogramm welches sowas deutlich vereinfacht da meistens bereits die unterschiedlichsten Module mit Daten hinterlegt sind.
Du kannst Dir ja mal bei Kostal-solar so ein Auslegungsprogramm herunterladen (kostenlos) und ein wenig damit experimentieren.
Du wirst sehen das die Module unterschiedliche Daten haben und sich diverse Konstellationen mit mehr oder weniger gutem Wirkungsgrad ergeben.

Gruß Andi_HB
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 08.05.2012 22:41:14
1713971
Hallo,

zumindest sind wir uns einig, dass die Devise "alles was geht" immernoch gilt.

Natürlich darf man dann bei der Kostenrechnung kein Eigenkapital einrechnen. Klar, wenn ich einen Betrag X als Eigenkapital anlegen will, dann rechnet sich eine kleine Anlage schneller. Korrekterweise sollte man aber die Anlage mit entsprechenden Finanzierungskosten berechnen, und dann ist eine große Anlage sinnvoller.

Zeichnet sich denn schon ein System zur Steuerung der Verbraucher ab? Eine einfache Zeitvorwahl der Waschmaschine kann eigentlich keine Lösung sein. Man müsste der Waschmaschine vorgeben, wann die Wäsche spätestens fertig sein soll. Wenn dann zwischendurch die Sonne scheint, wird gewaschen, ansonsten entsprechend des waschprogramms eben mit Netzstrom gewaschen, um gerade noch das Zeitfenster einzuhalten. Ähnliches wäre für Kühlgeräte. Die sollen laufen, wenn Pv-Strom da ist, oder eben mit Netzstrom, sobald eine Innentemperatur überschritten wird.

Da bei uns mit dem Einzug auch die Neuanschaffung vieler Elektrogeräte nötig ist, wäre es schon interessant, diese intelligent zu haben. Leider habe ich noch keinen Überblick, ob sich schon ein System zur Steuerung im Markt durchsetzt oder ob noch jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Monti111
Zeit: 08.05.2012 22:56:50
1713983
WR mit programmierbarem Multifunktionsrelais. z.B SMA

und/oder sowas hier...mit zusätzl. globaler Erfassung(Wetterprognose via Internet) für programmierbare Funksteckdosen usw.
Verfasser:
bando
Zeit: 08.05.2012 23:04:10
1713986
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Hallo,

zumindest sind wir uns einig, dass die Devise "alles was geht" immernoch gilt.

Natürlich darf man dann bei der Kostenrechnung kein Eigenkapital einrechnen. Klar, wenn ich einen Betrag X als Eigenkapital anlegen will, dann rechnet sich eine kleine Anlage schneller.[...]


Na, wenn du dich da mal nicht verschätzt! Nehmen wir mal als Ausgangsbasis eine 10 kWp Anlage: Die erzeugt je nach Standort 9500-11000 kWh/a bei optimaler Ausrichtung. Macht also ca. 1100-2000 €/a. Die Anlage kostet mal angenommen 15k€ + 2 Wechselrichterschäden in 20 Jahren also so rund 18k€. Das ist jetzt schon eher knapp gerechnet. Dazu kommt noch Versicherung, evtl. mal Reinigung der Module.

Und jetzt willst du auch noch finanzieren?

Bei den Elektrogeräten gebe ich dir natürlich Recht, da besteht seitens der Hersteller erheblicher Nachholbedarf.

Gruß
Steffen
Verfasser:
bando
Zeit: 08.05.2012 23:06:59
1713987
Zitat von Monti111 Beitrag anzeigen
und/oder sowas hier...mit zusätzl. globaler Erfassung(Wetterprognose via Internet) für programmierbare Funksteckdosen usw.


Hey Monti,

sieht interessant aus, kannte ich bis jetzt noch nicht. Aber eine geräteintegrierte Logik wäre besser, da für Technik-Laien ohne Experimentierfreude einfacher anzuwenden.

Gruß
Steffen
Verfasser:
Monti111
Zeit: 08.05.2012 23:29:01
1713996
Die intergrierte WR-Logik ist ganz einfach zu handeln.
- Minmum W (Eingang) einstellbar, ab wann das MFR schalten soll
- Zeit der anstehenden gewählten Leistung, ab wann das MFR schalten soll
- Verweilzeit wie lange das MFR schalten soll.


Beispiel : 3500W,1min,40min.
Ab 3500W,die minimal ab 1min anstehen, schaltet das Relais für 40min den potenzialfreien Kontakt.

Alles weitere via UV per Relais @ Einzellastschaltung und evtl. Verriegelung.


Das ganze funktioniert über einen xbeliebigen Windows-Rechner per Bluetooth(BT-Stick 2,50Euro).
Verfasser:
derKieler
Zeit: 08.05.2012 23:42:05
1713998
Moin moin aus Kiel,

also es gibt noch andere, leichter handhabbare Einflussnahmemöglichkeiten der PV Besitzer:

-Auswahl der Elektrogeräte: Einen Geschirrspüler aussuchen, der nicht 2,2KW Anschlussleitung hat, sondern eine geringere, die halt dafür sorgt, das er länger braucht beim trocknen. Und nun kommt bitte kein Argument vons wegen nicht schnell genug, ob nun 2:20h oder 2:40h ist sowas von egal... WaMa genauso. Wenns ins Konzept passt, Warmwasseranschlusse vorsehen.

-Anschluss des Küchenherdes nur 2- oder gar 1-phasig.

-Benutzung von Schnellkochtöpfen, die verhindern, das die Wärmenergie durch Verdampfung dem Topf entflieht, bzw konsequentes "mit-Deckel-kochen"

-Staubsauger in der Leistung drosseln. Die haben heute alle einen Drehregler dran. Wenn man auf Fliesen saugt benötigt man im Regelfall nicht die gesamt "aufgedruckte" Leistung von 1.500 W oder mehr. Was vorne am Rohr noch an Saugleistung ankommt ist aber sowieso nochmal ein ganz anderes Thema ;-)

--> In Kürze: Energiebezugszeit verlängern, aber dabei in der Bezugsleistung drosseln.

Aufgabe an die Hersteller weisser Ware: Gleichstromanschluss vorsehen, der direkt auf die DC- Seite der PV- Anlage zugreift.

Gruß aus Kiel, Andreas
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 09.05.2012 07:30:50
1714019
Hallo Steffen,

wenn die von Dir beschriebene Anlage sich ggf. nicht rechnet, dann rechnet sich eine kleinere Anlage auch nicht. Wenn ich im ersten Fall z.B. 100 EUR/Jahr drauflege, dann lege ich bei einer kleineren Anlage z.B. 50 EUR/Jahr drauf. Deshalb schrieb ich ja, dass meine Meinung stets unter der Voraussetzung der ökonomischen Sinnhaftigkeit von PV steht.

Natürlich mag es sein, dass ich mit einer kleinen Anlage im Jahr z.B. 100 EUR verdiene. Wenn ich mit einer doppelt so großen Anlage dann nochmal 50 EUR zusätzlich verdiene, dann macht die große Anlage Sinn. Ich verdiene lieber 150 EUR als 100. Du könntest ja mal ein Szenario entwerfen, bei dem die kleine Anlage Gewinn abwirft, die große jedoch nicht oder weniger als die kleine. Ich glaube nicht, dass es Dir gelingen wird. Das ganze natürlich unter ähnlichen Voraussetzungen, also Dach voll zubauen oder nur teilweise.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 09.05.2012 07:37:45
1714021
Hallo,

was nützt einem denn ein externer Regler für die Verbraucher noch bei den neumodischen Geräten? Selbst unser Luftentfeuchter läuft nach einem Stromausfall nicht mehr an von alleine an, die Waschmaschine vergisst das eingestellte Program etc. Prinzipiell müssten die Geräte alle dauerhaft am Netz sein im Standby, um dann bei einem Signal von außerhalb "PV-Strom verfügbar" zu laufen. Da ist dieses Gerät von SMA vermutlich wenig hilfreich.

Schade schade, dass sich noch kein Markttrend abzeichnet.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
bando
Zeit: 09.05.2012 08:20:21
1714029
Zitat von Monti111 Beitrag anzeigen
Die intergrierte WR-Logik ist ganz einfach zu handeln.
- Minmum W (Eingang) einstellbar, ab wann das MFR schalten soll
- Zeit der anstehenden gewählten Leistung, ab wann das MFR schalten soll
- Verweilzeit wie lange das MFR schalten soll.


Beispiel :[...]

Moin Monti,

die WR-Logik kenne ich, nutze ich bei mir aber nicht, da ich im Moment noch nicht weiß, wie ich damit z. B. die WM ansteuern soll. JoJo sagte ja schon etwas dazu. Es müsste tatsächlich einen pot.-freien Eingang an den Geräten geben, der z. B. der WM sagt, PV-Strom ist ausreichend da.

Gruß
Steffen
Verfasser:
bando
Zeit: 09.05.2012 08:26:55
1714032
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Hallo Steffen,

wenn die von Dir beschriebene Anlage sich ggf. nicht rechnet, dann rechnet sich eine kleinere Anlage auch nicht. Wenn ich im ersten Fall z.B. 100 EUR/Jahr drauflege, dann lege ich bei einer kleineren Anlage z.B. 50 EUR/Jahr drauf. Deshalb schrieb ich ja, dass meine[...]

Moin JoJo,

ich gehe immer davon aus, dass ich die Anlage auch selbst bezahlt habe, so wie in meinem Fall. Wenn ich nun den Ertrag ins Verhältnis zum Invest sehe, ist das eben bei einer kleineren Anlage deutlich besser, als bei einer überdimensionierten.

Da hast natürlich Recht, dass sich eine max. Anlage (immer noch) rechnet. Die Frage ist halt, wie lange noch. Ich glaube nicht, dass die kWp-Preise noch deutlich nach unten gehen werden, dafür ist schon zu viel in den letzten 2 Jahren passiert. Wie ich schon sagte, bleiben die WR-Preise ja stabil oder erhöhen sich sogar.

Ich für meinen Fall habe so entschieden, um halt den Rest der Kohle, den ich sonst für mehr PV ausgegeben hätte, anderweitig zu investieren. Die Frage, ob das sinnvoll ist kann natürlich nur jeder für sich selbst beantworten. Natürlich hätte ich finanzieren können, jedoch stehe ich auf dem STandpunkt, dass ich das, was ich selbst bezahlen kann auch mache, und das, was eben nicht, lasse ich sein.

Gruß
Steffen
Verfasser:
Monti111
Zeit: 09.05.2012 10:55:29
1714083
Zitat von bando Beitrag anzeigen
Es müsste tatsächlich einen pot.-freien Eingang an den Geräten geben, der z. B. der WM sagt, PV-Strom ist ausreichend da.
Davon war ja die Rede.
Der WR hat doch den potenzialfreien Kontakt.
Den programmierst du. Habe ich bei mir auf 1min/4min Basis eingestellt. Bei laufenden kurzzeitigen Wölkchenverschattungen ständig Verbraucher ein-ausschalten geht auf die Lebensdauer der Geräte , ist nicht ratsam. Zudem wäre es auf Dauer nervig, wenn jedes Gerät laufend ein-ausschaltet.
Bei einer möglichst großen PV-Anlage wird viel an Eingangsleistung auch bei Schlechtwetter kompensiert.
Das klappt sehr gut.
Ansonsten eben so was wie den Sunny Home Manager nehmen.
Ich habe WR-MFR und im Haus diesen als Eingangs-Überwachung in der Küche.Meine Mietdachflächen laufen via Solarlog.

Man kennt im Laufe der Zeit seine Anlage, was globale Einstrahlung(Schräglicht@ Leistungseingang)anbelangt.

Ansonsten musst du eben auf Insel-Akku-Betrieb gehen(lohnt sich noch nicht).Dort hast du ein besseres Management, aber auch Verluste, die gerade im Winter zu Buche schlagen.

MFR-WR-Steuerung und Zeitschaltuhr(mit Gangreserve) in Reihe an 5L-Boilern klappt übrigens auch sehr gut.Oder eben ne Mini-WP für WW....oder Aufladung für Fahrzeug..und und und..
Man kennt die Einschaltzeiten und nutzt in dieser Zeit eben keine anderen dicken Verbraucher.Damit hat man viel erreicht.

Wenn man zu viel Komplexibilität in die Anlage bringt wirds unübersichtlich und nervig.Auch im Hinblick auf andere Hausbewohner, die sich nicht immer an die Zeiten für Großverbrauchereinschaltungen halten können. Der Frau laufend zu sagen"Schatz es sind im Moment Wolken am Himmel, wir essen 2Std später", ist auch nicht der Renner :-) .
Verfasser:
bando
Zeit: 09.05.2012 12:17:28
1714119
Zitat von Monti111 Beitrag anzeigen
Zitat von bando Beitrag anzeigen
[...]
Davon war ja die Rede.
Der WR hat doch den potenzialfreien Kontakt.
Den programmierst du. [...]

Schon klar, aber ich meine einen Eingang an den Verbrauchern.

Es nützt doch nix, wenn ich über ein Lastrelais die Spannungsversorgung z. B. der WM einschalte. Die läuft doch dann auch nicht an. Evtl. mit nem mechanischen Programmwerk welches ich vorher eingestellt habe, das wird aber auch immer seltener.

Jojo hatte es schon gut erklärt: Ich gebe dem Gerät vor, wann es spätestens fertig zu sein hat. Wenn dann das Signal "PV reicht" kommt, fängt die WM an. Kommt das nicht, geht die Maschine zum spätmöglichsten Zeitpunkt mit Netzstrom in Betrieb. Die Wäsche soll ja schließlich fertig werden.

Ein Kühlschrank könnte auch mit einem PV-Signal mehr kühlen, als erforderlich. Wenn dann die Sonne weg ist, brauche ich nicht mehr so viel Netzenergie, um meine Solltemperatur zu halten.

Wenn ich für die eingespeiste kWh weniger bekomme, als was mich der Bezug kostet, macht das doch Sinn...
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 09.05.2012 12:46:58
1714137
Zitat von bando Beitrag anzeigen
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
[...]

Moin JoJo,

ich gehe immer davon aus, dass ich die Anlage auch selbst bezahlt habe, so wie in meinem Fall. Wenn ich nun den Ertrag ins Verhältnis zum Invest sehe, ist das eben bei einer kleineren Anlage deutlich besser, als bei einer überdimensionierten.

Da hast[...]


Hallo Steffen,

welche Rendite erhoffst Du Dir denn von der PV-Anlage? Mein Hinweis, dass man das ganze eigentlich mit Finanzierungskosten berechnen müsste kommt aus der Annahme, dass man mit anderen Anlageformen des Eigenkapitals höhere Renditen erwirtschaften kann. Wenn es also nur um die Anlage von Eigenkapital geht, ist PV nicht der gewinnbringendste Bereich.

In meinen Augen müsste man daher die Rechnung so machen, dass das Invest für die PV geliehen wird. In diesem Fall dürften große Anlagen besser abschneiden als kleine.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Monti111
Zeit: 09.05.2012 12:50:46
1714138
Zitat von bando Beitrag anzeigen
Ich gebe dem Gerät vor, wann es spätestens fertig zu sein hat. Wenn dann das Signal "PV reicht" kommt, fängt die WM an. Kommt das nicht, geht die Maschine zum spätmöglichsten Zeitpunkt mit Netzstrom in Betrieb. Die Wäsche soll ja schließlich fertig werden.
Ihr habt ein Verständnisproblem.Halte davon gar nix.Warum so einen aufwendigen anfälligen Bastelspaß ? Für eine WM lohnt das schon mal gar nicht. Dafür bräuchtest du für jeden Verbraucher eine sep. Multifunktionsrelaissteuerung, die man problemlos aufbauen kann.
Zum spätmöglichsten Zeitpunkt eine WM manuell ohne den E-Aufwand einzuschalten ist auch kein Hexenwerk.
Der spätmöglichste Einschaltzeitpunkt ist dann am Nachmittag mit weniger Sonnenaktivität? Die einfache WR-MFR-Steuerung mit einer besseren mittleren Einstrahlung(bei Schlechtwetter)kommt oft besser davon ! Bei durchgehendem Sonnenwetter braucht man gar keinen Bastelaufwand.

Einfach um die Mittagszeit(Sonnenhöchststand) planen ohne den ganzen gutgemeinten aber unnötigen Firlefanz. Glaub mir.


Ein SMA HomeManager mit Funksteckdosen kannst du programmieren wie du lustig bist.
400 Ocken

Wer den nicht bedienen kann, der hat auch später Schwierigkeiten mit komplexeren Basteleien in seinem Haus.Zusätzlich vermehrte Störanfälligkeit.
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 09.05.2012 13:10:29
1714144
Hallo,

welche Verbraucher könnte man denn heutzutage schon sinnvoll mit eigenem PV-Strom betreiben? Mir fallen beim besten Willen keine ein

PV-Strom zur Direktheizung eines Wasserspeichers zu nutzen ist doch Perlen vor die Säue geworfen. Der Umwelt und meinem Geldbeutel tut es besser, den PV-Strom an den EVU zu verramschen und das Wasser mit der normalen Heizung zu bereiten, welche im Fall des Betriebes über Öl, Gas, Pellets, Wärmepumpe dies sicherlich unter dem Verkaufspreis des PV-Stromes schafft.

Auch bei Geräten, die nicht viel Elektronik haben, hat man noch das Problem des Netzanschlusses. Selbst der einfacher Heizstab im Heizungspuffer muss in Zeiten ohne Sonne über das Netz laufen. Schon braucht man ein Umschaltrelais als Minimalstlösung, mit entsprechender Steuerung. Eigentlich bräuchte man doch einen Heizstabmanager, denn über PV soll das Wasser als Energiespeicher stärker erwärmt werden als wenn es über Netzstrom geht. Für den letzten Fall soll das Wasser nur auf das nötigste Maß erwärmt werden, während eine starke Aufwärmung nur bei Verfügbarkeit von PV-Strom erfolgen soll.

Verbraucher mit geringerer Stromstärke zu verwenden ist ja eine nette Idee, in unserer modernen und komfortablen Welt jedoch fehlplatziert. Soll ich etwa mit einem 300W Staubsaugerchen eine halbe Ewigkeit nur bei Sonnenschein durch die Wohnung saugen, nur um den Anteil des eigenverbrauchten PV-Stromes zu maximieren? Das macht keiner.

OK, ich gebe zu, dass die Lösung des ganzen Problems eine Minimalst-PV ist. Mit den modernen Stromzählern kann man sehr gut den Standby-Bedarf des Hauses ablesen, z.B. 200 W. Wenn meine PV dann max 200 W liefert, wird der erzeugte Strom stets vollständig eigenverbraucht. Aber dann wäre man wieder bei der Frage der Wirtschaftlichkeit einer PV angekommen mit dem bereits beschriebenen Ergebnis, dass man es dann besser ganz macht als halbe Sache.

Ein weiterer Ansatz außerhalb der PV könnte das lastmanagement sein, welches wohl mit den modernen Stromzählern angedacht ist. Ich habe vor längerer zeit gelesen, dass es ggf. zukünftig Stromtarife gibt, bei denen der Strompreis nicht nur von der Verfügbarkeit des Stromes abhängt, sondern auch von der maximal abgenommenen Stromstärke. Eine kWh mit einem 27 KW Durchlauferhitzer abgenommen würde dann mehr kosten als 1 kWh, die über eine 10 W Energiesparlampe angenommen würde. Das soll dann ein Anreiz zur besseren und gleichmäßigeren Aulastung des Netzes geben. Auch hier bräuchte man ein Lastmanagement, welches Verbraucher nacheinander schaltet und nicht Wama, Trockner, Spülmaschine, Wärmepumpe und DLE gleichzeitig laufen lässt. Hat jemand einen Überblick, ob es sowas gibt und ob man das zweckentfremden könnte für die PV-Eigenverbrauchsmaximierung?

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 09.05.2012 13:16:33
1714150
Hallo Monti,

Du hast natürlich recht wenn Du anführst, dass der Mensch die cleverste Steuerung für PV ist, zumindestb sollte das für die meisten Menschen gelten ;-) Einfach die Spülmaschine einschalten sobald die Sonne scheint.

Nur wie viel kann man dabei tatsächlich herausholen vgl. zum Potential bei insgesamt intelligenten Verbrauchern? Wie soll ich dem Kompressor meines Kühlschranks beibringen, dass er bevorzugt bei Sonnenlicht laufen soll? Wer stellt meine Waschmaschine an, wenn ich tagsüber arbeite?

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Monti111
Zeit: 09.05.2012 13:59:20
1714159
Hatte ich in mehreren Beiträgen doch erwähnt.
Eine WM kannst du beispielsweise per Zwischensteckdose(Zeitschaltuhr mit Gangreserve) über die Mittags bzw die frühe Nachmittagzeit einstellen, wenn du nicht anwesend bist.<-Gehen wir mal von einer Südanlage aus.

Beispiel:
Einschaltzeit Schaltuhr 10-16Uhr(änderbar jahreszeitabhängig)
Das MFR vom WR regelt den Laststromkreis in Reihe zur Schaltuhr,sagen wir mal ab 3kw Eingangsleistung WR. 3kw ist ein überdurchschnittl. hoher Wert, der auch bei kurzzeitigen Verschattungen sehr gute Mittelwerte erahnen lässt.
Damit kannst du auch hohe Ertrags-Verbrauchs-Kompenstionsraten fahren und sogar Intervalle von Schatten ausgrenzen. Die WM kann ja dann beispielsweise bei langer Abwesenheit ruhig 3..4 Std bis Programmende brauchen.Das WR-MFR kannst du je nach inviduellem Wunsch kurzzeitiger programmieren(Einschalt/Abfallzeit), um noch mehr Eigenverbrauch zu erzielen. Dazu brauchts eben keinen weiteren Steuerungsaufwand.

Im Winter wird der MFR-Eingangswert angepasst.

Bei permanentem Schlechtwetter,wie z.B. hier vor 3 Tagen, nutzt keine intelligente Schaltung etwas. Eher nutzt es dann was, wenn die Verbraucher(z.B.WM bei Abwesenheit) zur Mittagszeit(Sonnenhöchstand) via Zeitschaltuhr eingeschaltet werden. Wenn es dabei auch nur um sagen wir mal Differenzen(max-min) von 200...300W geht.Die 300W verbramst jedenfalls die WM im Eigenstrombereich.
Am Spätnachmiuttag,Abend wenn z.B. nur 100W Einstrahlung reinkommen, müsste ein unnötiger Mehranteil Strom vom EVU gekauft werden.


PS:@Kleinspeicher: 5L Boiler (Küche /Gäste WC) laden nur 1mal auf.
Im Gegensatz zu einer Heizung mit fettem Brauchwasserspeicher und einem 20 jährigen Eigenverbauch-Strompreis von 12-16Cent@kwh lohnenswert.
Bei einem 2 Personenhaushalt wie bei uns, ist dann sogar ein DHE fürs Bad nicht schlimm. Heizung ist seit einigen Wochen via Notschalter komplett ausgeschaltet.

Ist immer eine individuelle Geschichte.
Verfasser:
bando
Zeit: 09.05.2012 14:13:13
1714166
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Zitat von bando Beitrag anzeigen
[...]


Wenn es also nur um die Anlage von Eigenkapital geht, ist PV nicht der gewinnbringendste Bereich.
[...]

Sehe ich anders. Bei mir komme ich locker über 10%. Wäre meine Anlage größer, wären es entsprechend weniger. Deswegen meine These, die Anlage möglichst passend auszulegen.

Was für Vorteile habe ich denn, wenn ich meine PV finanziere? Außer, dass ich den Gewinn mit den Zinsen verrechnen kann erstmal keinen. Ich kann dann evtl. größer bauen, als mit Eigenkapital, aber wenn ich es nicht verbrauchen kann, macht es doch keinen Sinn.

Gruß
Steffen
Verfasser:
bando
Zeit: 09.05.2012 14:19:24
1714170
Zitat von Monti111 Beitrag anzeigen
Eine WM kannst du beispielsweise per Zwischensteckdose(Zeitschaltuhr mit Gangreserve) über die Mittags bzw die frühe Nachmittagzeit einstellen, wenn du nicht anwesend bist.[...]

Monti, ich kapier es einfach nicht. Wenn ich die WM spannungsfrei habe läuft sie doch nicht an, wenn der WR-Kontakt und deine Zeitschaltuhr die Spannung wieder einschalten???

Kannst du mal den Schlauch beiseite räumen, auf dem ich stehe :-)
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 09.05.2012 14:54:18
1714186
Zitat von bando Beitrag anzeigen
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
[...]

Sehe ich anders. Bei mir komme ich locker über 10%. Wäre meine Anlage größer, wären es entsprechend weniger. Deswegen meine These, die Anlage möglichst passend auszulegen.

Was für Vorteile habe ich denn, wenn ich meine PV finanziere? Außer, dass ich den Gewinn mit den Zinsen[...]



Hallo Steffen,

angenommen Du investierst 10 KEUR und hast 10% Gewinn, dann verdienst Du pro Jahr 1000 EUR. Angenommen Du hättest zusätzlich noch 10 KEUR als Kredit aufgenommen, dann verdienst Du mit den zusätzlichen 10 KEUR zwar keine 1000 EUR mehr pro Jahr, sondern nur noch z.B. 500 EUR wegen der Finanzierungskosten, unterm Strich hast Du mit dem vollen dach aber 1500 EUR verdient vs. 1000 EUR mit einer kleinen Anlage ohne zusätzliche Kreditfinanzierung. Mir wären 1500 EUR Gewinn lieber als 1000 EUR Gewinn

Liege ich denn mit dieser Betrachtung soooo falsch?
Verfasser:
bando
Zeit: 09.05.2012 14:59:06
1714188
Das wird so nicht aufgehen:

1. Erzeugen die 2. 10k€ nicht den den gleichen Ertrag wie die ersten, Stichwort Eigenverbrauch, darum ging es hier ja und

2. kenne ich keine Finanzierung, wo ich mit der Hälfte des Ertrages Zins und Tilgung bedienen kann.
Verfasser:
A.H
Zeit: 09.05.2012 15:03:04
1714193
Man sollte sich da nichts vormachen. Ohne Speicher ist diese ganze PV nicht besonders sinnvoll. Sollte es mal Akkus geben, dann wäre das die Lösung für steigende Strompreise. Wobei ich mir sicher bin, dass der Staat eine komplette Entlassung des Verbrauchers in die Selbsversorgung nicht zulassen würde. Vermutlich müssten wir dann auf den selbst erzeugten Strom Steuern zahlen.
Ich fürchte nur, dass das mit den Akkus nie was wird. Zu teuer und zu schnell kaputt. Da müsste erst mal eine vollständig neue Technologie entdeckt werden.
Verfasser:
Monti111
Zeit: 09.05.2012 15:03:14
1714194
Zitat von bando Beitrag anzeigen

Wenn ich die WM spannungsfrei habe läuft sie doch nicht an, wenn der WR-Kontakt und deine Zeitschaltuhr die Spannung wieder einschalten???

Kannst du mal den Schlauch beiseite räumen, auf dem ich stehe :-)

WM,Trockner und Geschrirrspüler laufen da weiter, wo das Prg beim Ausschalten geendet hat. Wüsste nicht, dass es Geräte ohne "EEprom-Logik" heutzutage gibt, die nach dem Aus-Einschalten "dumm" sind.

Probiers einfach mal aus.

Gruß
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 09.05.2012 15:05:04
1714197
Zitat von bando Beitrag anzeigen
Zitat von Monti111 Beitrag anzeigen
[...]

Monti, ich kapier es einfach nicht. Wenn ich die WM spannungsfrei habe läuft sie doch nicht an, wenn der WR-Kontakt und deine Zeitschaltuhr die Spannung wieder einschalten???

Kannst du mal den Schlauch beiseite räumen, auf dem ich stehe :-)


Genau das ist das Problem. Die einfache Zeitschaltuhr funktioniert nur bei Steinzeitgeräten. Eine moderne Waschmaschine läuft dann einfach nicht an. Unsere Mikrowelle übrigens auch nicht, der Trockner nicht, der Ofen nicht, die Spülmaschine nicht, nur der Kühlschrank will, habe ich gerade ausprobiert ;-) Nun könnte man sich fragen, ob es sinnvoller ist, ein Altgerät ohne eigene Steuerung mit ggf. besserer Nutzung des PV zu betreiben oder ein modernes Gerät, welches aufgrund der besseren Energieeffiziens weniger Strom verbraucht.

Mir fällt gerade aber eine Nutzung ein, nämlich wieder die Nutzung des PV-Stromes in einem Wasserspeicher.

Man müsste den Wasserspeicher mit einem Heizstab versehen und zusätzlich zum Heizstab einen anderen Wärmeerzeuger anschliessen (z.B. Gasheizung, Pellet, Wärmepumpe, was auch immer). Der Heizstab wird dann ausschliesslich an PV angeschlossen. Wenn PV verfügbar, wird der Speicher geheizt, so viel es eben geht. Eine Übertemperaturabschaltung müsste es natürlich geben. Sollte PV nicht verfügbar sein, dann würde der alternative Wärmeerzeuger die Mindesttemperatur sicherstellen, mit der ganz normalen Hydraulik und Regelung. Über den Sinn und Unsinn, Strom zur direkten Wärmeerzeugung einzusetzen, lässt sich natürlich streiten. Wenn nur noch 80% des erzeugten Stromes vergütet werden, und man bei geringerer PV-Nutzung einen Teil des Stromes verschenken würde, dann könnte eine intelligente Steuerung sicherlich dazu beitragen, dass der Überschuss nicht verschenkt, sondern verheizt wird.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Monti111
Zeit: 09.05.2012 15:17:38
1714202
Zitat von A.H Beitrag anzeigen
Man sollte sich da nichts vormachen. Ohne Speicher ist diese ganze PV nicht besonders sinnvoll.

Stimmt nicht.
Man sollte nur gelassen an die Sache rangehen.

Beispiel: 10Kwp-Anlage,Eigenverbrauch 20% .

10000kwh Ertrag(ausgehend von einer guten Südanlage und guter globaler Region)

2000kwh Eigenverbrauch *16,xxCent NETTO 20 Jahre lang!


Hast du vormals für 3500kwh ans EVU blechen müssen, sinds jetzt nur noch 1500kwhX 0,2XX Cent(Tendenz steigend).

Nach 20 J. evtl. auf Akkubetrieb.
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 09.05.2012 15:21:13
1714204
Zitat von bando Beitrag anzeigen
Das wird so nicht aufgehen:

1. Erzeugen die 2. 10k€ nicht den den gleichen Ertrag wie die ersten, Stichwort Eigenverbrauch, darum ging es hier ja und

2. kenne ich keine Finanzierung, wo ich mit der Hälfte des Ertrages Zins und Tilgung bedienen kann.


Naja, die Tilgung muss man auch herausrechnen in einem fairen Vergleich. Die 10 KEUR Eigenkapital sind nämlich auch weg bzw. wurden vorher schon "getilgt", sprich angespart. Dann muss man den Zinsverlust bei Anlage der ersten 10 KEUR bei einer Bank vom 10% Ertrag der PV abziehen. Hättest Du keine PV installiert, würdest Du dennoch 3-4 % Zinsertrag haben, bei langfristiger Geldanlage natürlich, eben entsprechend zur PV. Damit schmilzt Dein Ertrag von 10% auf 6-7%, minus der vorangegangenen Tilgung in Form des Ansparens. Soll eine PV 20 Jahre laufen, wären das pro Jahr nochmal 500 EUR Tilgung zusätzlich. Schwupps ist der Ertrag von 1000 EUR auf 500 EUR gesunken wegen der fiktiven Tilgung, minus 400 EUR wegen der Versinzung der sonst auf dem Konto liegenden 10 KEUR von 400 EUR. -> es bleiben mickrige 100 EUR über, also 1 % Ertrag. Eine gute Anlage sieht für mich anders aus. Wie sehen denn Deine Kosten aus? Was hat die Anlage alles in allem gekostet und wie viel gewinn glaubst Du zu machen? Die Zahlen würden mich schon interessieren, da ich hier nur fiktive Zahlen eingerechnet habe.

Die zweiten 10 KEUR haben 20% weniger finanziellen Ertrag, wegen der 20% Eigenverbrauchsregelung. Ich gehe mal davon aus, dass man im Idealfall die 20% mit der kleinen Anlage gerade so erreicht und sich eine Verdopplung der PV nicht auf den Eigenverbrauch auswirkt. Ohne jemals eine Rechnung gesehen zu haben behaupte ich, dass eine Verdopplung der Kapazität weniger als 80% Mehrkosten verursacht, weben weil ein doppelt so großer Wechselrichter nicht den doppelten Preis hat, weil die Gerüststellungskosten nur marginal teurer sind, weil die Zählergebühren sich gar nicht ändern, weil der Installationsmehraufwand sich auf die Installation der Panels beschränkt.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Monti111
Zeit: 09.05.2012 15:31:33
1714209
Hohes Eigenkapital in PV anlegen, bedeutet aber Geld aus dem uferlosen inflationären Wirtschaftswahnsinn, in einen sinnvollen Sachwert angelegt zu haben. Ähnlich we bei den Dämmern,die sichs leisten können.10000Euro sind heute auch nicht mehr so viel wert, als sie mal angespart wurden.


Ansonsten so viel wie möglich finanzieren, so dass sich die Anlage erstmal selbst trägt. Das ist so oder so schon mal kein Minusgeschäft.

Im Hinblick auf spätere Zeiten, eine PV mit Akkubetrieb sein Eigen nennen zu dürfen....oder bei Bedarf den Kredit flexibel tilgen.
Verfasser:
Monti111
Zeit: 09.05.2012 15:37:44
1714214
^Als kapitales Streuungsobjekt @ Eigenkapital in PV anlegen betrachten.
Verfasser:
nofuel
Zeit: 09.05.2012 17:42:36
1714244
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Hallo,

welche Verbraucher könnte man denn heutzutage schon sinnvoll mit eigenem PV-Strom betreiben? Mir fallen beim besten Willen keine ein

PV-Strom zur Direktheizung eines Wasserspeichers zu nutzen ist doch Perlen vor die Säue geworfen. Der Umwelt und meinem Geldbeutel[...]


Hallo Jojo,

in unserem Falle wäre elektrisch erhitztes Wasser nicht teurer als per Öl. Klingt unglaublich, is aber so.

Aufgrund baulicher Gegebenheiten (Hütte 40 Jahre alt, 20m lang, lange WW-Leitungen und Zirkulationsleitungen, Energie war damals billig) verbrauchen wir täglich 1 Liter Öl nur für WW ... OBWOHL die 150L nur 1x am Tag auf 50°C "geladen" werden (1x die Woche auf 60°C)! Wir haben da enorm viel Verluste. Hauptsächlich wird das WW zum Duschen gebraucht. Küche hat ´nen Durchlauferhitzer.

Direkt unter dem Bad, im Waschraum (Zirkulation nicht nötig) befindet sich ein vom Vorbesitzer stillgelegter el. WW-Boiler (2kw, 80L Volumen). Jetzt überlege ich mir den zu reaktivieren. Habe schon ausgerechnet, was 80L von 10°C auf 45°C erhitzen kostet: 3,2kwh oder 0,60€ nicht eingespeister Strom. Wäre sogar billiger als der Liter Öl jeden Tag.

Dann haben wir einen Pool mit einer 250W Sandfilterpumpe, die bei schönem Wetter komplett vom PV-Strom betrieben werden kann.

Die Option einer Klima-Anlage wäre bei selbst verbrauchten PV-Strom auch diskutabel!?

Also mir fallen da schon Dinge ein, die für den Eigenverbrauch von PV-Strom geeignet wären.
Verfasser:
nofuel
Zeit: 09.05.2012 17:45:10
1714245
Zum Thema Fremdkapital:

Sobald ich zusätzlich Femdkapital nutze, das weniger kostet als die Rendite der Anlage, erhöhe ich die Eigenkapitalrendite! Das ist ein "Naturgesetz".
Fremdkapital wirkt hier wie ein Hebel!
Verfasser:
bando
Zeit: 09.05.2012 20:20:52
1714312
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Zitat von bando Beitrag anzeigen
[...]

Wie sehen denn Deine Kosten aus? Was hat die Anlage alles in allem gekostet und wie viel gewinn glaubst Du zu machen? Die Zahlen würden mich schon interessieren, da ich hier nur fiktive Zahlen eingerechnet habe.[...]

Ich rechne da etwas einfacher:

Ich hatte die Möglichkeit ein paar PV-Module zu installieren. Die Frage war nicht, wie groß kann die werden, sondern was ist für mich am sinnvollsten. Es ist eine 2,22 kWp-Anlage geworden, alles in allem für ca. 4700 € (Montage 06/2011). Das ergibt bei Volleinspeisung (0,2874 ct) ca. 530 €/a. In Wirklichkeit ist das etwas mehr, da ich ja teilweise (ca. 44%) selbst verbrauche. Dadurch habe ich effektiv eine Rendite von ca. 12% vor Steuern. Was da noch runtergeht, ist bei der Minianlage zu vernachlässigen, hängt natürlich von der persönlichen Situation ab.

Für mich hat das so Sinn gemacht, wobei ich auch nicht den Platz für wesentlich mehr gehabt hätte. Von daher hat sich die Frage nicht gestellt. Aber selbst wenn, hätte ich nicht größer gebaut, da ich da Geld lieber anderweitig investiere.

@Monti hat's oben schon erklärt:
Hohes Eigenkapital in PV anlegen, bedeutet aber Geld aus dem uferlosen inflationären Wirtschaftswahnsinn, in einen sinnvollen Sachwert angelegt zu haben.

So denn, jetzt ist TV angesagt...

Gruß
Steffen
Verfasser:
Expert35
Zeit: 09.05.2012 21:02:07
1714330
Zitat von bando Beitrag anzeigen

Dadurch habe ich effektiv eine Rendite von ca. 12% vor Steuern


die Rendite hast du aber erst nach 9 Jahren, nachdem sich die Anlage refinanziert hat. Und wenn du es mal nach Steuern rechnest, sieht es noch dürsterer aus.
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