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23.01.2012 12:49:42 |
Mein Heizungsfavorit ist ein Zentralheizungsherd mit Pelletsmodul und Stückholzeignung. Folgende Hersteller sind mir bekannt:
Lohberger (leider nur 15 kg Füllmenge) Greithwald (auch grössere Füllmengen) Brunner (Sonderanfertigungen, Preis?)
Während man von den Öfen selbst sehr positive Berichte liest, egal on Lohberger oder Greithwald, gibt es über die Pelletsmodule bislang nur Negativberichte. Muss ich mein Projekt fallen lassen, oder gibt es auch gute Erfahrungen über mindestens eine Heizperiode? Bitte um Eure Rückmeldungen, ich muss die Sache baldmöglichst entscheiden.
Nebenbei: Als Entlastung des Heizbetriebs bis zum Gefrierpunkt würde ich eine Ochsner Miniwärmepumpe installieren, die dann durch den leistungsstärkeen Herd "abgelöst" wird. Weiters Pufferspeicher und Fussbodenheizung, KfW 55, ca. 180 m², 7 Personenhaushalt, Heizlast ca. 6kW. Gibt es jemanden mit einem ähnlichen Konzept?
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06.02.2012 13:36:17 |
Nachdem sich niemand meldet, kann ich wohl davon ausgehen, dass es noch keine zufriedenstellend laufenden Zentralheizungsherde mit Pelletmodul gibt. Schade! Evtl. hat aber jemand noch einen Kachelofen/gemauerten Ofen mit Brunner Pelletsmodul ( = baugleich mit Herd)? Erfahrungen, Probleme?
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06.02.2012 14:36:42 |
Zitat von Käsknöpfle  Mein Heizungsfavorit ist ein Zentralheizungsherd mit Pelletsmodul und Stückholzeignung. Folgende Hersteller sind mir bekannt:
Lohberger (leider nur 15 kg Füllmenge) Greithwald (auch grössere Füllmengen) Brunner (Sonderanfertigungen, Preis?)
Während man von den[...] Hatten ein ähnliches Konzept für unseren neubau. ochsner mini scheidet aus, da keine Regelung, darf zumindest in Österreich, nur für Warmwasser verkauft werden. Pellets im unteren Liestungsbereich negativ. Begennt ab ca 4 kw Wasserleistung und 3 kw Stahlung. Wir haben uns dann für autarken kleinkachelofen (www.ortner-cc.at) und Luftwärmepumpe Daikin Alterma 5,8 kw, mit einem extra heat pump Radiator entshieden. einfach, autarkt durch Ofen, automaische Regelung über Funkthermostat, kein puffer oder Mischer....... Gruß aus Graz JM
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16.02.2012 13:58:46 |
Vielen Dank für die Rückmeldung!
Habe folgende Informationen von einem Ofenbauer, der bei Kollegen über deren Erfahrungen nachfragte, erhalten (Stand Februar 2012): - Lohberger: Herd und Pelletmodul funktioniert, aber kein grösseres Fassungsvermögen in Aussicht - Greithwald: Herd sehr gut, Pelletmodul (2.Generation mit elektronischer Steuerung) hat bislang viele Probleme (Steuerung, Antrieb, ...). Kann er noch nicht empfehlen! - Brunner: Sehr gute Erfahrungen, Ofenmodul mit Pelletsanlage, Backofen, Herdplatte usw. für gemauerten Herd schlagen aber mit mind. 15.000,- Materialkosten zu Buche, ohne Ofensetzerarbeiten ...!
Wird nun doch eine Wärmepumpe! Und vielleicht ein Zusatzherd ohne Zentraleinheit ...
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28.05.2012 16:07:06 |
Ein paar Monate später: Wird nun doch ein Greithwald Zentralheizungsherd mit Pelletmodul. Dieses ist lt. Werk verbessert, die Probleme behoben und läuft angeblich zuverlässig. Voraussichtlich kommt ein TZH 90 mit einer Heizleistung bis 17 KW zum Einsatz, das Pelletmodul hat einen Fassungsraum von 100 kg. Für Warmwasser gibt's einen Puffer mit zusätzlicher Miniwärmepumpe. Ich berichte dann, wenn es soweit ist. Falls jemand über aktuellere Erfahrungen verfügt bitte um Mitteilung.
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26.06.2012 20:32:59 |
@ Käsknöpfle: es würde uns sehr stark interessieren wie Ihre Praxiserfahrungen sind. Genau dieser Herd wäre für uns eine ideale Alternative zu dem, von uns zu erst geplanten Pelletkessels.
Wir sind schon sehr gespannt auf Ihr Urteil.
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29.10.2012 13:13:43 |
Hier endlich die erste kurze Rückmeldung:
Der Zentralheizungsherd von Greithwald mit 105kg Pelletmodul und Wassertasche (Rücklaufanhebung im Technikraum, also nicht die integrierte vom Hersteller) samt 1000 Liter Puffer plus 300 Liter Warmwasserspeicher ist in Betrieb. Farbe: Sandstein (Standard)
Erste Beurteilung Herd: Solide gebaut! Produkt: TZH 80 mit dem grossen Pelletmodul, relativ kleinem Backrohr, dafür mit Auszug und Licht. Sichtfenster zum Brennraum Pflicht (weil schön)! Es gibt auch einen TZH 90 mit etwas mehr Leistung. Werksangabe TZH 80: Pelletsmodul 3-18 kW
täglicher Betrieb: Wenn zuviel Asche im Brennraum ist, zeigt er Störung, dann muss man reinigen, dann läuft er auch sofort wieder. Er macht einen zuverlässigen Eindruck, auch das Pelletmodul. Zugänglickeit in den Brennraum ist durch die hochliegende kleine Tür etwas eingeschränkt. Pelletsbetrieb und Holzbetrieb gleichzeitig geht nicht, erst wenn der Holzbrand abgebrannt ist und der Herd abgkühlt (!), kann der Pelletsbetrieb wieder starten. Meist muss man zuvor aber die Asche entfernen, sonst kann es sein, dass am nächsten Morgen das Pelletmodul nicht anfeuern kann.
Geräusch: Im Pelletsbetrieb war der Herd anfangs sehr störend. Bei Inbetriebnhame durch den Werkskundendienst wurde ein leiserer Motor eingebaut, ist nun erträglich (Schnecke und Ventilator). Dennoch eine Wohltat, wenn man in den Holzbetrieb (bei uns derzeit Holzbriketts) geht.
Leistung: In unserem Fall (ca. 200 m² beheizte Fläche im Niedrigenergiehaus mit Fussbodenheizung im Estrich) hat der Ofen wasserseitig zuwenig Leistung. Er hat es im Teilzeitbetrieb nicht geschafft, die Fussbodenheizung und den Puffer auf Temperatur zu bringen. Wenn der Ofen auf Pellets läuft, bringt er sehr wenig Leistung in den Wasserkreislauf, und unsere Wohnküche mit 35 m² und grossem Luftraum (bis 4,5m) ist schnell überheizt, auch bei offener Türe in das Stiegenhaus. Um den Puffer aufzuheizen müsste man entweder auf eine hohe Pelletsstufe laufen lassen (sehr laut), oder öfters in den Holzbetrieb gehen und fleissig nachfüllen. In beiden Fällen geht die Wohnküche über 30 Grad, der Wirkungsgrad ist dann wohl sehr mager, weil wir dann die Fenster kippen müssen. Die tiefer liegenden Räume wurden aber noch nicht richtig warm. In unserem Fall heisst es daher, nochmals in eine Zusatzheizung (z.B. Kleinwärmepumpe) zu investieren. Alternativ dazu müsste eine Luftverteilung in andere Räume geschaffen werden. Unser Wohnhaus ist ein Neubau mit einem Heizbedarf von ca. 10 kW.
kurze Zusammenfassung, Wünsche:
Ich bin nach wie vor vom Prinzip des Zentralheizungsherdes mit Pelletmodul und kombinierter Holzfeuerung begeistert. Dennoch besteht eine Wunschliste an die Hersteller (Greithwald, Lohberger, Wamsler, usw.).
1. Generell mehr Leistung ins Wasser, weniger an die Luft 2. Gesteuerte Luftklappen (im TZH manuell!) 3. Möglichkeit der Temperatursteuerung für das Backrohr (schwankt zwischen 100 - 250 Grad) 3. Unterschiedliche Temperaturzonen für die Herdplatte (bei uns Edelstahlplatte) zum Kochen und Warmhalten (=bei heissem Herd z.B. nicht möglich) 4. Komfortablere Steuerung (Zeitschaltung umständlich, z.B. keine Blockeingabe für die ganze Woche möglich, jeder Tag muss separat geschaltet werden, keine verschiedenen Programme für verschiedene Temperaturen in den Übergangsjahreszeiten oder im Winter möglich). Evtl. ginge das über die optionale Fernsteuerung (bei uns nicht mit dabei).
Passivhausbesitzer: Aus meiner Sicht ist der Herd ohne begleitende Massnahmen für ein Passivhaus nicht brauchbar, weil er in Mindestleistung im Pelletsbetrieb weder eine brauchbare Backofentemperatur noch eine ordentliche Kochfeldtemperatur erreicht, bei hoher Leistungsstufe aber wesentlich zuviel Leistung bringt. Diese kann man zwar wasserseitig wegpuffern, aber luftseitig nicht in diesem Ausmass. Hier wäre aus meiner Sicht eine (sehr lohnenswerte!) Neuentwicklung fällig!
Das wär's erstmal.
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