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05.07.2012 21:17:55 |
ICH BRAUCHE DRINGEND HILFE!!!
Unsere Wohnsituation: Eine Doppelhaushälfte Bj.1999, 4 Zimmer auf 133qm und 2 Etagen ohne Keller (11 Heizkörper), wobei unser Wohnzimmer mit einem Kamin beheizt wird. Das Bad und das Gäste WC werden nur morgens und abends beheizt. Alle übrigen Zimmer werden im Winter mit Stufe 2 beheizt. Wir leben hier mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern!
Heizung momentan:
Fa.Wolf GB-E-20 mit einem 200 Liter Warmwasserspeicher!
Bei der letzten Wartung wurde uns erklärt, dass der Wärmetauscher nun bald fällig ist und die Dichtungen nicht mehr so dolle sind. Außerdem verheizen wir fast 90% in die Luft. ____________________________________________________________________________
Mittlerweile habe wir drei Angebote und ich bin mir nicht sicher wohin ich tendieren soll, da man zu jeder der angebotenen Heizung was Negatives im Netz findet!
1. Angebot : Wolf CGB20 mit einem Wasserspeicher CSW120 und einem Bedienmodul mit Außenfühler
2. Angeot : Vaillant EcoTEC plus Paket 1.08 bestehend aus Therme ecoTec plus VC 126/3-5 Warmwasserspeicher 150l
3. Angebot : Buderus Logaplus-Paket W22 bestehend aus Therme GB172-20 mit 14KW und einem Wasserspeicher Logalux S120
Was meint Ihr?
Danke für schnelle und fachkundige Aussagen
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05.07.2012 21:39:09 |
Man kann die Angebote nach verschiedenen Kategorien sortieren:
1. Passende Bemessung der Kesselleistung Dazu benötigt man den durchschnittlichen Jahresverbrauch der alten Heizung und die Holzmenge, die pro Heizsaison üblicherweise durch den Kaminofen geht. Eine Überdimensionierung des neuen Wärmeerzeugers sollte unbedingt vermeiden werden.
2. Vollständigkeit des Angebots Wurde beispielsweise ein hydraulischer Abgleich mit angeboten?
3. Wertigkeit der Fabrikate Da hat jeder seine persönlichen Präferenzen.
Ich würde beispielsweise kein Vaillant-Gerät nehmen, da mit der Regelung keine sinnvolle Heizgrenztemperatur (drunter läuft die Raumheizung, drüber ist sie aus; wichtig für Sommer / Winterbetrieb) einstellbar ist. Wolf haftet noch immer der Ruf des "Billigheimers" an.
Fazit: Um Dich vernünftig beraten zu können, benötigt man noch ein paar mehr Informationen :-)
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05.07.2012 22:03:15 |
Gut, dann gebe ich mal mein Bestes :-)
Zu 1.) Liegen so ca. bei 10000 kwh. Wir verheizen im Kamin so ca. 2-3 Schüttmeter bei 6KW Leistung
Zu 2.) Hydraulicher Abgleich ist bei allen Angeboten möglich, wenn gewünscht
Wie ist das den mit den Wärmetauschern, Edelstahl oder lieber nicht?
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05.07.2012 22:27:44 |
Zitat von Texlahoma 
Ich würde beispielsweise kein Vaillant-Gerät nehmen, da mit der Regelung keine sinnvolle Heizgrenztemperatur (drunter läuft die Raumheizung, drüber ist sie aus; wichtig für Sommer / Winterbetrieb) einstellbar ist. Wolf haftet noch immer der Ruf des "Billigheimers" an. [...]
Aus welcher Überraschungstüte hast du denn dein Wissen? Natürlich kann man bei den Vaillant Reglern eine sinnvolle Heizgrenztemperatur einstellen. Sie aktivieren die Funktion, indem Sie einen Offsetwert ( K) einstellen. Der Regler aktiviert den Sommerbetrieb, wenn die Außentemperatur größer gleich der aktuellen Raumsolltemperatur + eingestelltem Offsetwert ist. Die Raumsolltemperatur ist z. B. nachts die Absenktempera- tur. Der Regler deaktiviert den Sommerbetrieb, wenn die Außentemperatur kleiner als die Raumsolltemperatur + eingestelltem Offsetwert z.B.- 1 K ist. Edelstahlwärmetauscher finder ich auch besser als Alu. Wolf z.B. Will in seinen Brennwertanlagen, soweit ich weiss immer vollentsalztes Wasser. Habe von einigen Kollegen schon gehört das selbst in der Garantiezeit ohne Wasseraufbereitung defekte Wärmetauscher nicht mehr kostenlos ersetzt werden. Gruß Ralph Hüfing
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05.07.2012 22:44:18 |
@ralphruefing
Aus meiner Sicht hat das nichts mit der Einstellung einer sinnvollen Heizgrenztemperatur von ca. 15-17°C für einen Altbau zu tun.
Heizt sich im Sommer beispielsweise der Referenzraum auf über 20°C durch Sonneneinstrahlung auf, arbeitet die Heizung ebenfalls.
Noch schwieriger wirds in der Übergangszeit: Ohne ständige Nachjustierung des Offsets kommt dann mit einem Vaillant-Regler wohl kaum auf eine entsprechende sinnvolle und unabhängig von der aktuellen Raumtemperatur einstellbare Sommer- / Wintergrenze.
Sparsamer Umgang mit teurer Primärenergie sieht für mich jedenfalls anders aus und Regelungskomfort ebenfalls.
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05.07.2012 22:50:32 |
FAKT ist: ALLE 20kW-Geräte sind hier UNPASSEND !
das ist schonmal das ERSTE
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05.07.2012 22:54:22 |
Sollte sich der Referenzraum(ich gehe davon aus das ist der Raum mit dem Regler) zu irgendeiner JahresZeit über Raumsolltemperatur aufheizen(wenn entsprechend Raumeinfluß eingestellt ist) Läuft da gar nichts mehr. Ist der Regler nicht in einem Referenzraum installiert und ohne Raumeinfluß eingestellt, dann ist die einzustellende Raumsolltemperatur lediglich eine Parallelverschiebung der Heizkurve. Ist vielleicht ein wenig kompliziert aber kein Problem.
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05.07.2012 23:47:35 |
Zitat von schorni1  FAKT ist: ALLE 20kW-Geräte sind hier UNPASSEND !
das ist schonmal das ERSTE genauer gesagt Zitat: Zu 1.) Liegen so ca. bei 10000 kwh. Wir verheizen im Kamin so ca. 2-3 Schüttmeter bei 6KW Leistung solange die "ca" < +/- 30% liegen, wär' die kleinste auf dem Markt mit ca. 9 KW immer noch komfortabel. Korrespondiert auh ganz gut mit Bj & qm. Arg über 11 KW tät' ich nicht gehen... Dazu dann aber auch wieder 160-200l WW-Speicher, wenn die (Standard?)Wanne öfter direkt hintereinander "besetzt" wird, vieleicht sogar noch 'nen Tick größer.
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06.07.2012 00:30:47 |
Hi ! Über die Größe des WEZ brauchen wir uns glaube ich nicht mehr zu unterhalten. Nimm den den kleinsten den der erwählte Hersteller im Programm hat. Die Regelungsmöglichkeiten sind bei vorhandener Kenntnis auch bei allen fast gleich. Aber vergleiche doch mal die Garantie / Gewährleistungen der Anbieter. Da gibt es himmelsweite Unterschiede,auch bei der genauen Definierung.
MfG mtx0815
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06.07.2012 00:36:31 |
Also bei 10.000 kwh Gas-Verbrauch heizt Du sicher nicht 90 % in die Luft...
Und "der Wärmetauscher wäre bald fällig und die Dichtungen nicht mehr so dolle"...
Ich würde die Anlage weiterlaufen lassen und bei Defekt evtl. auch reparieren lassen.
Für den Totalschadensfall schon mal eine neue Therme und Heizungsbauer aussuchen, für den Fall, das Du nicht mehr reparieren lassen willst.
Die kleinsten erhältlichen Gasthermen, wie hier schon gesagt, um die 10 kW Leistung wären ausreichend.
Gruss
winni
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| | Zeit:
06.07.2012 06:12:03 |
Danke bis hier an dieser Stelle für die Antworten!
Wir werden uns definitiv eine neue Anlage holen, da die Reparaturkosten nun doch steigen werden und ich dann lieber gleich zur neuen Technik greifen werde.
Aber welches der drei o.g. Geräte würdet Ihr nehmen?
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| | Zeit:
06.07.2012 07:35:02 |
Zitat von ralphhuefing  Aus welcher Überraschungstüte hast du denn dein Wissen? Natürlich kann man bei den Vaillant Reglern eine sinnvolle Heizgrenztemperatur einstellen.
Sollte sich der Referenzraum(ich gehe davon aus das ist der Raum mit dem Regler) zu irgendeiner Jahreszeit über Raumsolltemperatur aufheizen(wenn entsprechend Raumeinfluß eingestellt ist) läuft da gar nichts mehr. Anmerkung: Ach !
Ist der Regler NICHT in einem Referenzraum installiert und ohne Raumeinfluß eingestellt, dann ist die einzustellende Raumsolltemperatur lediglich eine Parallelverschiebung der Heizkurve. Ist vielleicht ein wenig kompliziert aber kein Problem.[...]
Na wenn DAS kein Problem ist, dann kann ich den unkritischen Umgang mit den Produkten, die wir verbauen und unseren Kunden zumuten, sehr gut verstehen. Ein Referenzraum OHNE Kaminofen für das Regelgerät wäre hier sicher auch nicht schlecht. Und wollen wir hoffen, dass raekow den Begriff "Heizgrenztemperatur" bzw. "Sommer-Winter-Umschaltung" nicht kennt und in seiner Doppelhaushälfte (!) keine 14 oder 15°C (mittlere Aussentemperatur) und weniger einstellen will, über denen der Heizbetrieb automatisch vollständig ausgestellt wird, weil er in seinem gut gedämmten Haus einfach nicht mehr gebraucht wird und die 4,4 kW nicht mehr wissen, wo sie hin sollen. Grüße HeiZie
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| | Zeit:
06.07.2012 10:14:03 |
@reakow
Wer Dir bei Deinem Leistungsbedarf einen Kessel mit 20 kW-Leistung verkaufen möchte, den würde ich schon mal grundsätzlich aussortieren.
Fällt schon mal das Angebot mit dem Wolf-Gerät raus.
Das Vaillant-Gerät hat eine min.-Leistung, die nicht allzuviel höher liegt als die Heizlast des Hauses. Das VC 146-Gerät (ecotec exklusiv) wäre deshalb die bessere Wahl. Bei meinen Vorbehalten hinsichtlich der Regelung bleibe ich.
Das Buderusgerät ist mit einer max.-Leistung von 20 kW ebenfalls zu groß. Hier wäre das GB172-14 passender.
Zum Speicher: Entweder einen 200 l-Speicher mit Rohrwendel-WT oder einen ca. 150 l Schichtladespeicher. Dies ist abhängig von der Wasserhärte bei Euch. Ab einer Wasserhärte von ~12-14°dH würde ich auf einen Speicher mit Rohrwendel-WT gehen.
Fazit: 2 Angebote mit überdimensionierten Kessel :-/ und das Dritte mit dem günstigen "Einsteigermodell" mit kleinerer Modulationverhältnis und serienmäßig ohne Energiesparpumpe.
Mit Ruhm haben sich die HBs da alle nicht bekleckert.
Das Gerät mit der kleinsten Leistung des jeweiligen Hersteller genügt bei Deinen Anforderungen. Ich würde immer auf eine möglichst niedrige min.-Leistung achten und nicht auf eine Energiesparpumpe verzichten wollen.
Zum Wärmetauscher: Die Kesselhersteller -übrigens auch die, die Edelstahl-WTs verbauen- verlangen üblicherweise aufbereitetes Heizungswasser nach VDI 2035. Insofern ist der Werkstoff des WTs aus meiner Sicht eher eine ideologische Frage. Richtig ist, dass es bei den ersten WTs aus AlSi Probleme gab. Diese Probleme sind jedoch durch den Wechsel der Legierung mittlerweile behoben.
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| | Zeit:
06.07.2012 10:53:20 |
@Texlahoma
Danke für deine Infos, haben mir sehr geholfen
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06.07.2012 11:51:26 |
Zitat von raekow  Danke bis hier an dieser Stelle für die Antworten!
Wir werden uns definitiv eine neue Anlage holen, da die Reparaturkosten nun doch steigen werden und ich dann lieber gleich zur neuen Technik greifen werde.
Aber welches der drei o.g. Geräte würdet Ihr nehmen? Kannst Du machen, aber man denkt ja gerne, die neue Therme würde einen nichts kosten... Leg mal die Neuanschaffung auf wieder 13 Jahre Lebens- dauer um. Da wirst Du wohl mit Warmwasserspeicher bei rund Euro 600,-- Jahreskosten auskommen? Daher lasse ich auch schon mal eine ältere Therme für Euro 1200,-- reparieren, auch wenn mich der Instalatuer verständnislos ansieht. "Das lohnt doch nicht mehr...". Gruss winni
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06.07.2012 14:45:18 |
@ winni 2,
tja das ist leider die typische Wegwerfgesellschaft heutzutage, Beim Auto im Prinzip genau das selbe. Treffe immer wieder auf Unverständnis das ich meinen mittlerweile 8 Jahre alten Toyota noch nicht gegen ein neues und "besseres" Modell getauscht habe. Letztes Jahr war große Inspektion mit Austausch Zahnriemen und Wasserpumpe erforderlich, dazu noch ein Rußpartikel Filter für die Grüne Plakete. Da war ich dann bei gut 2500,- Euro. War für viele völlig unfassbar soviel Geld in ein "altes" Auto zu investieren. Meine Werkstatt wird auch nicht müde mir ein neues Modell anzupreisen, als Kostprobe gibts dann immer einen recht aktuellen Leihwagen. Ich bleib bei meiner "Reisschüssel" solang es geht. Der ist treu und zuverlässig und mit 6 L/100km auch noch recht genügsam.
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06.07.2012 14:57:21 |
@raekow Um die Beiträge von Joerg und winni mal zu kommentieren: Deine neue Heizung wird nicht viel einsparen, wenn sie, nach dem sie installiert ist, nicht entsprechend eingestellt wird, Stichworte: a) Optimale Heizkurveb) Bedarfsgerechte Heizzeiten für Raumheizung und Warmwasser c) Richtiges Heizen und LüftenSofern das für Dich bisher "böhmische Dörfer" waren, würde ich dem alten Schätzchen durchaus noch 1-2 Heizsaisons gönnen.
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07.07.2012 10:56:50 |
zu Tex's a: Alle Räume von Stufe 2 auf 5 stellen, wirds nun zu warm, Heizkurve einstellen, sowie Sommer/Winterbetrieb das kann schonmal schnell 10% sparen
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