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06.07.2012 00:33:09 |
Hallo Grabenvertraute, endlich ist unser "Grabenkollektor nach Forumsart" im Boden ... Am Freitag, Samstag und Montag ging es auf unserer Baustelle mit dem Grabenkolli in die Tiefe. Im Vorfeld hatten wir den gesamten Kollektorstrang (3 x 300 m + 1 x 300 m) auf dem Grundstrück ausgelegt, d.h. wir haben die Slinkys von den jeweiligen Rollen durch Abrollen und Schieben auf dem Grasboden gebildet - hierzu eignet sich hervoragend Paketklebeband - ich würde nichts anderes nehmen! Der bestimmte Durchmesser von ca. 1,10 m ließ sich aufgrund des Rollendurchmessers problemlos bilden, der gewählte Abstand der Slinkys zueinander von ca. 20 cm (=> Mittelpunktsabstand = 1,30 m) wurde nach Augenschein verlegt. Beim Abrollen mussten wir lediglich die Slinkys oben vom Bund nehmen und die Rolle am Boden weiterdrehen - einmal führte das ungeplante "Drunterrutschen", d.h. das Abnehmen von unten, zu einem "Bretzel", dies war aber leicht rückgängig zu machen. Nach der ersten Lage folgte die zweite und anschließend die dritte - jeweils mit einem Versatz von ca. 45 cm (1/3 des Mittelpunktabsatndes). Alles wurde zusammengebunden mit Paketklebeband. Als am Freitagmorgen um 9:00 Uhr der Kolli fertig auslag und der Bagger anrückte, musste zu allererst eine Rampe zum Überfahren des Kollektors gebaut werden - eine Sandaufschüttung, Bohlen, Kanthölzer und Gerüstdielen halfen bei der sicheren Überfahrt. Anschließend stellten wir den Kolli senkrecht nach außen und befestigten ihn notdürftig mit Seilen an Bäumen und Büschen. Der mächtige Aushub wurde auf der Innenseite gelagert - bei 1,20 Meter Grabenbreite und Tiefen bis 2,80 m kommen ganz schöne Haufen zusammen ... es wurde daher abschnittsweise gearbeitet - anders wären die Aushubmengen nicht unterzubringen gewesen. Beim Aushub stellte sich heraus, dass die Bodenqualität nicht ganz dem Gutachten entsprach ... wir haben nun feuchten, sehr standfesten Lehmboden angetroffen - keinenSand bis zu einer Tiefe von ca. 3,00 Meter! Am Montagnachmittag waren dann alle Kollektoren im Graben verlegt - von oben eingelassen. Zusätzlich zu dem 4x300er-Kollektor haben wir noch einen EWT (1 x 300 m) für die Lüftungsanlage im gleichen Graben verlegt. Da im Zuge der Kollektorverlegung die im Boden verlegte Baustromleitung und der in einem Grundstücksschacht untergebrachte Wasseranschluss aufgenommen und gesichert werden mussten, kamen noch zusätzliche Baggerstunden hinzu - ebenso das anschließende Zusammenschieben und die Verfüllung des Schachtes kosteten Zeit. Schwierig war die Hauseinführung: Ursprünglich sollte ein Flachkollektor mit Sammelschacht als Wärmequelle dienen. Daher die ursprüngliche Info für die Leerrohre in der Bodenplatte: "je ein 40er Rohr für Vorlauf und Rücklauf als Anbindung zur WP" - deshalb wurden nur zwei 100er Kabuflexrohre als Leerrohre in der Bodenplatte verlegt. Es hat fast sechs Stunden gedauert, bis wir die nun vorhandenen 4 x 32er-Rohre hindurch hatten - elende Würgerei ... . Grabenbild 1 - Grabentiefe 2,80 mGrabenbild 2 - Grabentiefe 2,80 mLageplan / KollektorverlaufDanke für die Ratschläge! Fragen bleiben aber noch: 1. Welche Solekonzentration soll ich einstellen? (Heizlast 5 kW) 2. Ich finde keinen 150 - 160 Liter Brauchwasserspeicher aus Edelstahl mit mehr als 0,8 m² Tauscherfläche und Leistungszahl > 2. Hat jemand einen Tipp? Grüße Bernhard
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06.07.2012 08:59:49 |
Dann nimm doch eine Vaillant VWS 62/3. Das ist eine Kompaktmaschine mit einem 175 l WW-Speicher obendrauf, der hat Tauscherfläche satt und du hast noch etwas Platz gewonnen. Mite der Vaillant-Maschine schaffst du locker 54...55°C WW-Temperatur nur im Kompressorbetrieb und das ist für alle Zwecke ausreichend.
Der Brennerspezialist
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06.07.2012 09:30:13 |
Zitat von Brennerspezialist  Dann nimm doch eine Vaillant VWS 62/3. Das ist eine Kompaktmaschine mit einem 175 l WW-Speicher obendrauf, der hat Tauscherfläche satt und du hast noch etwas Platz gewonnen. Mite der Vaillant-Maschine schaffst du locker 54...55°C WW-Temperatur nur im Kompressorbetrieb und das ist für alle[...] Wohl war, aber die 6 kW-WP haben wir schon ... deshalb der Speicherbedarf ... Gruß Bernhard
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06.07.2012 09:36:39 |
Das ist ja ein wenig blöd, denn nebenstehende Wärmepumpenspeicher mit ausreichender Wärmetauscherfläche gibt es erst so ab 250...300 l. Die kleineren Speicher sind alle nur für Verbrennungskisten konzipiert und haben deshalb zu wenig Wärmetauscherfläche. Wieviel Personen seid ihr denn im Haus, die mit WW versorgt werden müssen?
Der Brennerspezialist
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06.07.2012 10:21:43 |
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06.07.2012 10:56:39 |
kann die TWL Speicher sehr empfehlen. der hier müsste passen: http://www.twl-technologie.de/files/3669/upload/datenblaetter/Aktuelle/Speicher/%28ES%29_Edelstahl_Standspeicher.pdf
ansonsten auf der hompage gucken oder anfragen (bauen auch relativ günstig nach kundenwunsch)
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06.07.2012 12:11:51 |
Hallo Berdhard,
feiner Bericht, danke!
Gib mir mal noch deine Norm-Ausstentemperatur, dann mach ich dir eine Prognose für die Soletemperatur. Bastle gerade an einer Blitzauslegung für Grabenkollektoren. Mit einer Tabelle kann dann jeder für verschiedene Klimazonen und Böden, Grabenbreiten von 1-3m und Tiefen 1,25 bis 3m die notwendige Grabenlänge oder die Soletemperatur am Ende des Winters bei einem bestimmen Entwurf ruckzuck berechnen.
Grüße Frank
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06.07.2012 12:44:50 |
Zitat von Brennerspezialist  ...Das ist eine Kompaktmaschine mit einem 175 l WW-Speicher obendrauf, der hat Tauscherfläche satt .. Wieviel m² hat der denn? mfg
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06.07.2012 13:11:04 |
Hallo Frank, die Auslegungstemperatur beträgt eigentlich -14°C = Klimazone Potsdam. Die in meiner Heizlastberechnung ausgewiesene Normheizlast von 6 kW entspricht aber der Klimazone Cottbus mit -16°C und freistehendem Gebäude. Ich hatte aufgrund der letzten strengen Winter zu dieser Maßnahme gegriffen, um Sicherheitsreserven zu generieren. Daher habe ich für den "normalen" Betrieb einen Abschlag von 0,5 kW vorgenommen - deshalb der oben angegebene Wert von 5,5 kW. Ich denke der Kollektor wird diese kurzen Zeiträume ohne wesentliche Reaktion überstehen, zumal der Abschlag von 0,5 kW sehr gering ausfällt. Für die Potsdamer Klimadaten und teilabgeschattetes Gebäude wird vermutlich nicht mehr als 4,5 bis 5 kW anfallen ... vielleicht lasse ich ja noch einmal einen Rechenlauf starten, um die genaue Heizlast zu bestimmen.
Gruß & Danke!!! Bernhard
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06.07.2012 13:33:30 |
Zitat von crax  Zitat von Brennerspezialist  [...] Wieviel m² hat der denn? mfg Angaben habe ich nicht gefunden, aber wenn man aus dieser Abbildung hochrechnet ( aus Windungsanzahl und Durchmesser ) , dann kommen da wahrscheinlich 1,7...1,8 m² Wärmetauscherfläche raus. Der Brennerspezialist
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06.07.2012 13:53:23 |
Hallo, zu deiner Speicherfrage. Wir haben den Thermic energy wp tws 2W 300. Der hat oben 4 qm tauscherfläche und unten zusätzliche 1,3 für solar bei einem nenninhalt von 150 Litern. Da wir kein Solar besitzen wurden beide Tauscher in Reihe geschaltet. Wir sind sehr zufrieden. MfG
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06.07.2012 14:13:22 |
@bst64, du hast doch bestimmt ein PHPP-Sheet. Wenn ja, dann erstelle mal eine Kopie mit folgenden Änderungen: Nachweis: Monatsverfahren Klimadaten: Regional, je nach Version ist da dann schon mehr oder weniger viel vorhanden Reiter Lüftung: Wärmebereitstellungsgrad Hersteller-8% Verschattung: realistisch eingetragen im Reiter Heizlast findest du Transmissionswärmelast Lüftungswärmelast u. Summationen f. 2 Szenarien, der höhere Wert zählt Wenn du jetzt noch hergehst und das Blatt für die elektrischen Geräte richtig ausfüllts und die Personenzahl auf einen Wert von vielleicht 2 oder 3 setzt (wegen partieller Abwesenheit) kannst du dir sehr genaue Monatsprognosen im Reiter "Monatsv" ziehen (f. Heizung). Dann hast du auch einen weiteren vernünftigen Wert im Heizlast-Reiter, die PHPP-Heizlast, berechnet unter anteiliger Berücksichtigung der obigen Werte +solare u. innere Gewinne u. einem zu wählenden Nutzungsgrad dafür. Ggf. ist das schon sehr interessant, wenn das Haus stark verglast ist, und auf trübe Verhältnisse mit hoher Heizlast reagiert. Bei einer "fetten" Wärmepumpe aber ohne Belang. Heizkurve wird halt mehr oder weniger außentemperaturunabhängig sein. Für WW-Bilanzen musst du natürlich wieder auf 4 Personen zurückstellen u. alles händisch zusammenrechnen. Viele Grüße Claus PS: Zeeh u. Consolar sind auch noch übliche Speicheranbieter
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06.07.2012 16:05:19 |
Tach zusammen.
Den Tauscher im BW-Speicher der VWS hatte ich mal bei Vaillant angefragt. Umgehende Antwort war:
"der Edelstahl Rohrwendelwärmetauscher hat eine Fläche von ca. 1,9 m², der Durchmesser beträgt DN 25"
Die 175 Liter Speicherinhalt sind exklusive der rund 10 Liter Tauscherinhalt.
Gruß, Bernd
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06.07.2012 19:21:31 |
Hallo Bernhard,
der Unterschied von Norm-AT -16 und -14° macht aber kein halbes kW aus. Rechne mal mit 5,7 kW.
Hast 67m Slinky-Graben und 34m gerade, die ich mit einem Drittel der Leistung annehme, Äquivalent also 78m Slinky-Graben. Mittlere Tiefe 2,33m. Kollektorbreite 1,10m. Boden sieht gut aus, nehme die Werte für Lehmboden.
Komme dann zu einer mittleren Soleeingangstemperatur am Ende des Winters von -0,6° bei 5,7 kW Heizlast. Spitze kann 1° kälter sein.
Bei Sandboden wäre ich auf -2,4° gekommen.
Würde hier für die 4 Kreise 2x60kg Coracon KS6 einfüllen.
Grüße Frank
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08.07.2012 00:33:27 |
Aha,
ihr habt also den Bund liegend transportiert und direkt den vom Werk gewickelten Durchmesser fixiert, das macht Sinn. Frank und ich haben ja geradezu den Bund abgewickelt und nachher wieder mühsam versucht in Form zu bringen. Hast einen kurzen Graben aber dafür mehr Rohr. Bei mir hat die Durchführung ins Haus 5 Minuten gedauert, hatte ja auch nur 2x300m bei gut 100m Grabenlänge.
Gruß Stephan
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