| | | | Zeit:
19.06.2012 19:19:34 |
Hallo alle zusammen, ich bin neu hier und lese schon seit einiger Zeit alles möglich was mich Interessiert. Nun habe ich mir ein Haus gekauft und stehe vor der frage welche Heizung/Heizungsart? Hier ein paar Eckdaten: Haus Bj: 1960 - das Dach wird ausgebaut und gedämmt - die Außenfassade soll gedämmt werden - es werden neue 3 Scheibengläser eingesetzt - Dämmung der Kellerdecke - es war ein Gasheizung angeschloßen welche aber außer Betrieb ist und ziemlich Marode aussieht.
Im alten Energieausweiß steht was von 153kwh/(m²xa)
Die Wohnfläche wird nach Umbau 210m² sein.
Ich würde gern weg vom Gas?
Wie kann ich hier vorgehen um weiter zu kommen?
Danke im Voraus @all die das hier lesen und oder mir helfen. Christoph
|
| | Zeit:
19.06.2012 19:30:34 |
"Ich würde gern weg vom Gas?"
Warum, Das ist zur Zeit das wirtschaftliche (von extrem unsicheren Pellet-Träumen abgesehen) und wohin?
Grüße Löti
|
| | Zeit:
19.06.2012 19:30:55 |
Wieso Weg vom Gas?
Suche dir einen günstigen Anbieter und du wirst die nächsten 2-3 Jahre ruhe haben. Danach kann man neu entscheiden, denn es kommt immer darauf an, was für ein System du hast und zu einer Wärmepumpe würde ich dir in deinem Falle nicht raten, da eine Gasheizung (wenn es ein Brennwertgerät ist) effizienter als eine WP ist.
Pellets kann auch nicht jeder verbrennen.
|
| | Zeit:
19.06.2012 19:34:23 |
Zitat von ChristophT  Wie kann ich hier vorgehen um weiter zu kommen? Hier im Forum wirst du keine Lösung bekommen, sondern nur Meinungen einzelner! Und ohne die Örtlichkeiten zu kennen, kann man dir auch keine guten Tip´s geben. Was ist mit der Wärmeverteilung? Heizkörper oder FBH? Leitungen in Stahl geschweißt in großen Dimensionen (offene Anlage)? Kein Gas, wohl auch kein Öl, dann würde noch eine Pellets-, oder Hackschnitzelanlage gehen, wenn der Platz für ein Lager zur Verfügung steht. Ist der Heizlastbedaarf nicht so groß und die Wärmeverteilung kommt mit einer Systemtemperatur von 35/30/20°C aus, dann kann man sich überlegen eine Wärmepumpe zu installieren. Ein steiles Süddach wäre ideal für eine Solaranlage mit Heizungsuntersstützung und Trinkwassererwärmung... Mein Rat: Suche dir einen wirklich guten SHK-Meisterbetrieb der sich alles mal ansieht und dich auf Grund der Gegebenheiten und deinen Bedürfnissen gut berät! Wenn du dann weist, welcher Energieträger es sein soll, ob die Wärmeverteilung optimiert/erneuert wird, mit/ohne Solar, etc... kannst du dir hier nochmal Tip´s holen und dann Angebote erstellen lassen. Mfg. meStefan DÜW |
| | Zeit:
19.06.2012 19:36:06 |
Na, da waren schon zwei mitteilungsbedürftige "Ahnungslose" schneller als ich! :O)
|
| | Zeit:
19.06.2012 20:18:20 |
Christoph, wennn Du ein sauberes Energebnis nach Abschluß all deiner geplanten Vorhaben erreichen möchtest, wäre ein Fachingenieurbüro TGA sinnvoll, das auch deine Dämmmaßnahmen qualitätsmäßig begleiten kann (da passiert oft großer Pfusch, der später fast nicht mehr zu korrigieren ist). Der TGA Ingenieur kann dir den passenden Wärmeerzeuger unabhängig von Fabrikat auslegen und bei Ausführung der Arbeiten den HB'ler qualitätsmäßig überwachen. Kostet zwar was, ist aber sinnvoller wie sich von verschiedenen Firmen für die unterschiedlichen Gewerke "das Beste" aufschwatzen zu lassen. Grüße Horst
|
| | Zeit:
19.06.2012 20:40:20 |
Hallo Christoph, na du hast ja richtig was vor. Bleib beim Gas und lass dir eine zur benötigten Heizlast passende Gasbrennwerttherme verbauen.
Hunderttausende Hausbesitzer wären nur froh Gas liegen zu haben, du hast es im Haus liegen und bist dabei noch skeptisch.
Egal wer dir da was erzählt, nimm deinen Gasanschluss wieder als Gewinn für dein Haus wahr und beheize dein Haus auch zukünftig mit Erdgas.
Günstig, sauber, platzsparend.
Gas ist immer die allererste Wahl und durch gezielten Anbietervergleich auch in den laufenden Kosten wohl kaum zu toppen.
Gruß, Thomas
|
| | Zeit:
19.06.2012 23:41:01 |
Nabend, schön das sich so viel so schnell gemeldet haben. Da will ich mal noch ein paar Antworten geben.
Wenn ein herkömmlicher Energieträger dann Gas, das war auch ein Kaufkreterieum für mich. Gasbrennwerttherme auf jeden Fall.
Wieso sollte ich bei ein günstigen Anbieter 2-3 Jahre Ruhe haben bei Gas? So eine Hz plant doch auf viel mehr Jahre, 15-20?
Es sind Heizkörper verbaut, leider alt und hässlich, da muß ich was machen, vielleicht sogar ein Fußbodenheizung. Leitungen in Stahl, keine Ahnung, das muß ich noch rausfinden? Offene Anlage, was ist das, sorry Anfänger?
Das muß ich aber kostentechnisch noch durchplanen. Den Estrich raus und Neu, hmmmm.
Zentral oder Dezentrale WW? Ich habe jetz in mein Haus die StiebelEltron elektronischen Durchlauferhitzer, finde die Dinger Super, das Teil steht auf 38C und das kommt auch sofort. Habe die mit Fernbedienung, super Komfort. Wenn man eine neue HZ plant sollte man über eine dezentrale WW überhaupt nachdenken? Warum den ganzen Tag ein Kessel wärmen und viele Rohrmeter wenn man Warmwasser sofort haben kann.
So einfach will ich mir es aber nicht machen. Wie sieht es mit einer SolarEis Anlage aus, das klingt Zukunftssicher, aber auch ziemlich teuer.
Leider hat mein Haus den Giebel nach Süden, deshalb fallen Dachflächen für erneuerbare Energien aus.
Freu mich schon auf weitere Meinungen... um mir eine Lösung zu überlegen.
Viele Grüße Christoph
|
| | Zeit:
19.06.2012 23:43:27 |
Grundsätzlich hast Du da ein gutes Programm vor.
Wenn das alles auf dem Niveau der 3-fach-Glas- Scheiben (Fenster?) durchgeführt wird, hast Du alle Optionen der Heiztechnik offen.
(Vielleicht mal abgesehen von der Hackschnitzel- heizung, die hier ein Energieberater ins Spiel gebracht hat..:-)
Selbst mit Heizkörpern wäre dann Dein Haus wärmepumpentauglich.
Allerdings würde ich auch zu einer neuen Gas- brennwerttherme raten, wenn Du nicht irgend- welche psychologischen Probleme mit Gas, wegen Putin oder potenziellen Explosionen hast...:-)
Ist von jedem Heizungsbauer um die Ecke befriedigend zu realisieren, im Gegensatz zu Wärmepumpen und wesentlich günstiger vom Invest, als Pellet-Heizung und übliche Wärmepumpen- Lösungen.
Gruss
winni
|
| | Zeit:
19.06.2012 23:49:07 |
Eben, winni, damit ist alles gesagt!
"Hack-Schnitzel-Heizung" :-)))
Man Man Mann. Ich glaubs ja wohl gar net!! In nem Haus mit kaum 10kW Wärmebedarf wo kein Platz für stinkende gärende Schnitzel ist.
Da nehm ich mir MaggifixfürHackschnitzel und gut is....
|
| | Zeit:
20.06.2012 00:08:36 |
Jau, Schorni, :-))
Schnitzel auf dem Teller sind mir auch lieber als in der Heizung..
Grüsse
winni
|
| | Zeit:
20.06.2012 08:26:43 |
Eine Gasbrennwertheizung kostet ohne Heizkörpertausche etwa 5.000-7.000€ Eine Pelletheizung 14.000-17.000€ und eine Wärmepumpe je nach Variante von 10.000-20.000€.
Wenn du dir noch einen günstigen Anbieter suchst bekommst du 2.00m³ Gas zu 700€ - 900€. Bei den Pellets wären es auch etwa 600-800€ für die selbe Energiemenge. Der Strom für die WP kostet dann auch etwa 500-1000€ je nach WP Typ.
Jetzt kannst du dir selber ausrechnen was sich am besten lohnt. Wenn ein Gasanschluss schon vorhanden ist, ist eine Gasbrennwertheizung die beste Lösung im moment. Umso geringer dein Wärmebedarf durch Dämmung wird, desto unrentabeler wird ein anderer Heizungstyp.
|
| | Zeit:
20.06.2012 12:05:10 |
Hallo,
bei dem Sanierungsvorhaben ist es wichtig die genaue Heizlast zu ermitteln. Eine überschlägige Ermittlung würde die Sanierungsarbeiten an der Hülle teilweise zu nichte machen. Wenn man die dann hat, fällt es leichter sich für einen Wärmeerzeuger zu entscheiden.
Gas ist mit Sicherheit die einfachste und schnellste Lösung. Aber niemand kann voraus sagen wie sich der Gaspreis, bei den derzeit politischen Unwägbarkeiten in der Welt, entwickelt. Ein Stück weit autarker ist man mit einer Wärmepumpe. Es gibt mittlerweile soviele Möglichkeiten den Stromanteil einer Wärmepumpe zu senken (Erd-WT,Erdwärmekörbe-,Radiatoren, Abluft-WT usw.) Hier ist eine ausführlichere Beratung nötig. Auch die Entscheidung FBH oder HK ist eine Behaglichkeits bzw. Kostenfrage. Hat man alles zusammen, sollte dies in einem neutralen (nur techn. Parameter angeben) Leistungsverzeichnis zusammengefasst werden und Angebote eingeholt werden. Nur dann sind die Angebote Vergleichbar.
MfG Jens Kersten
|
| | Zeit:
16.07.2012 18:04:07 |
Nabend, wie sieht so ein Leistungsverzeichnis aus? Welche Anforderungen/ Werte sollten da stehen? Gruß Christoph
|
| | Zeit:
16.07.2012 18:11:48 |
Zitat von ChristophT  ...Wie kann ich hier vorgehen um weiter zu kommen? Erst einmal eine solide Grundlagenermittlung unter Berücksichtigung der baulichen Veränderungen. Damit wird u.A. der später zu erwartende tatsächliche Bedarf (Leistung, Energie) für Hzg u. WW ermittelt. Nachfolgend ergibt sich die sinnvolle Lösung quasi automatisch. Dabei ist berücksichtigt, dass bei WP der Verbrauch geringer wie der Bedarf, der spezifische Preis/kWh aber höher ist. Bei konventionellen WE ist es umgekehrt. mfg
|
| | Zeit:
16.07.2012 20:23:30 |
Grundlagenermittlung? Welche den nun, ich habe die Grundriss und alle umbaumaßnahmen fertig und kann alles sagen. Also welche Werte genau benötigt der Heizungsbauer, egal ob Gas oder WP, um eine Anlage zu dimensionieren? Gruß Christoph
|
| | Zeit:
16.07.2012 23:37:23 |
Zitat von ChristophT  Grundlagenermittlung? Welche den nun, ich habe die Grundriss und alle umbaumaßnahmen fertig und kann alles sagen. Na, dann mal den tatsächlichen Bedarf (Leistung, Energie) für Hzg und WW angeben! mfg
|
| | Zeit:
17.07.2012 01:55:10 |
Bedarf (Heizung und Energie) Das muß doch der Heizungsbauer ermitteln, oder? Ich kann die Flächen und Volumen alle bestimmen sowie alle Wandaufbauten und Fenster mit entsprechenden U-Werten aussagen. Welche Angaben benötigt denn nun der Heizungsbauer/Planer? Gruß Christoph
|
| | Zeit:
17.07.2012 08:35:39 |
Zitat von ChristophT  ...Bedarf (Heizung und Energie) Das muß doch der Heizungsbauer ermitteln, oder? Das wäre lobenswert, machen sie aber meist nicht, sondern bauen eine Heizung die warm macht. Zitat von ChristophT  ...Welche Angaben benötigt denn nun der Heizungsbauer/Planer? Schicke mal eine e-mail an mich => Mein Profil. mfg
|
| | Zeit:
17.07.2012 12:15:20 |
Mahlzeit Christoph,
wie meine Vorschreiber, rate ich dir dazu ersteinmal einen Plan zu machen. Anschließend sollte man die Anlage durchrechenen, egal ob es Heizkörper werden oder eine Fußbodenheizung wird! Ich habe bewusst ein Ausrufezeichen gesetzt, weil die Mehrheit der Heizungsmenschen da draußen immernoch nach der pi*Daumen/Kaffeesatzhöhe des Meister arbeitet und diese Methode passt einfach nicht ins Jahr 2012 mit steigenden Energiepreisen.
MfG
Stormy
|