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Haustechnikforum
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Seite 2 von 4 [Beitrag 36 bis 70 von 108]erste <1234>letzte 
Verständnisfragen Flächenheizungen
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 26.07.2012 08:30:04
1742840
Ich kritisier ja nicht dein Gesamtkonzept. Einige Details hab ich in ähnlicher Form auch im Kopf. Zum Beispiel hab ich solche Isolierpanele schon lange auf dem Schirm, weil die hier in der Nähe von einer Firma hergestellt werden, von denen ich mehrfach Bleche bezogen habe. Auch eine Wandheizung durch dicken Beton hindurch hab ich mir ausgedacht. Ich würde aber Innenwände nehmen - im Neubau, im Altbau geht das so nicht. Würde Betonwände gießen, bei denen in der Mitte der Wand die Rohre auf einer Baustahlmatte befestigt werden. Also auch z.B. 20mm Rohr in der Mitte einer 20cm dicken Betonwand. Zusammen mit dem Putz kannst du dann von jeder Seite 10cm tief bohren, ohne ein Rohr zu beschädigen. Und der Trick bei dieser Konstruktion ist: die Wand hat 2 Oberflächen, bringt also gleich doppelte Leistung! Und vermeidet die Zusatzverluste nach draußen.

Mit der Leistung von Wandheizungen hab ich mich ansonsten noch nicht näher beschäftigt. Hab aber was dazu gefunden, speziell auch zu dem Thema Strahlungsheizung. Die Strahlungsleistung kannst du dir nach Stefan Boltzmann selbst ausrechnen. Bei z.B. 21° RT, 22° Oberflächentemperatur und 93% Emissivität kommt man auf 5,39 Watt Wärmestrahlung. Selbstverständlich hat aber auch eine Wandheizung einen konvektiven Anteil. Ein Diagramm dazu findest du hier im Bericht LowEx auf Seite 26 Bild 1.11. Der konvektive Wärmeübergang liegt bei kleinen Temperaturdifferenzen an Wänden üblicher Höhe also bei 2-3 W/m2K. Deshalb nimmt man auch für den inneren Wärmeübergang den Wert 0,13, was im Kehrwert 7,7 W/m2K ergibt. Das ist eben die Summe aus gut 5 Watt Strahlung und gut 2 Watt Konvektion. Strahlungsanteil also wie schon gesagt ca. 70%.

Dein Wärmeübergang durch die innere Wand ist übrigens falsch berechnet, nicht U-Wert 4,25 sondern richtig 3,07. Der Übergang in dem Luftspalt ist nämlich nicht 0,04, sondern 0,13 in ruhender Luftschicht.

Schreibe später weiter.

Grüße
Frank
Verfasser:
crax
Zeit: 26.07.2012 10:20:10
1742887
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...Ich würde aber Innenwände nehmen - im Neubau,...
Eben, besonders bei Räumen mit Bauteilen gegen Außenluft. Bei Kellerräumen relativiert sich das, je nach Klimaregion.

mfg
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 26.07.2012 13:16:38
1742998
Hallo Frank,

energetisch wird die Innenwand als WH Vorteile gegenüber der Aussenwandbelegung bringen. Dafür würde ich eine möglichst dünne Innenwand nehmen, auch Beton hat einen Wärmeleitwiderstand.
Auch wenn sie dann beidseitig wirkt, muß sie die erforderliche Heizleistung beider Räume zumindest teilweise erbringen.
Vielleicht hat man weniger Arbeit, weil man sich mit weniger Wänden beschäftigen muß, andererseits spart man nicht viel Rohr oder nimmt dickeres.
Ich würde diese System allenfalls zusätzlich zur FBH nutzen.

Man kann ja viel herumrechnen, darf aber dabei nicht andere Aspekte aus den Augen verlieren.
Die Temperaturunterschiede von Innen- und Aussenwand werden ohnehin nicht groß sein, die Aussenwände tragen aber nunmal die Fenster.
Es wurde berichtet, daß das je nach Standort vor der Wand oder vorm Fenster durchaus wahrgenommen wird.
Nun beeinflussen hier natürlich die Größe der Fenster, Verglasung, Temperatur der Wand ... dieses Empfinden deutlich.
Wenn es stimmt, daß, wie weiter oben berechnet, bei meinem Haus von einer Erhöhung der Heizleistung von 3% ausgegangen werden kann, wähle ich natürlich aus Komfortgründen die Aussenwandbelegung, erst recht, wenn sich daraus noch andere Vorteile ergeben, wie Ausschluß von Schimmelbildung und Wandtrocknung, wenn auch letzteres in geringem Maße.
Wenn die beheizte Aussenwand eine 3-4K höhere Temperatur aufweist als die Innenwand wird das vorteilhafter für die Behaglichkeit sein als umgekehrt. In Anbetracht der marginalen Verluste sind weitere Überlegungen fanatischer Natur.

Manchmal denke ich, daß bestimmte Ausbildungen eine Gehirnwäsche und das Beiseitelegen von verhältnismäßigem Denken vorraussetzen.
In der Domestosgeneration werden KWL eingesetzt, die den Großteil des eingesparten Stroms der WP selbst benötigen und irgendwie mit Gesundheitsbewußtsein in Verbindung gebracht werden, was bei jedem Arzt Erstaunen hervorruft.

Crax will ernsthaft 4W/m² Mehrleistung auf 25 Jahre hochrechnen.

Ich verstehe das irgendwie nicht.

Gruß
Stephan
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 26.07.2012 14:57:48
1743046
Hallo,

müsste man die Sinnhaftigkeit einer Außenwandheizung nicht anders hinterfragen?

Klar ist, dass bei einer Außenwandheizung die Außenwände wärmer sind als sie es bei einer FBH oder anderen Heizung wären. Das müssen sie sein, da es sonst keine Wärmeabgabe in den Raum gäbe. Damit steigen auch die Transmissionsverluste entsprechend an. Die zusätzlich daraus resultierende Heizlast wurde hier ja schon abgeschätzt. Grob überschlagen mit der Schweizer Formel bekommt man eine Größenordnung für den zusätzliche Energiebedarf übers Jahr gesehen.

Diesen zusätzlichen Energiebedarf muss man nun mit den Effizienzsteigerungen bei der Wärmeerzeugung durch geringere VL aufwiegen. Ich habe selbst schon zu Beginn dieses Themas einen Link gepostet, der etwas zur Wärmeleistung der WH sagt. Nun müsste man sich überlegen, wie viel Fläche man vs. FBH belegen könnte und dann grob abschätzen, wie weit man dadruch die VL absenken kann. War es nicht bei der Wärmepumpe 2 % Effizienzsteigerung pro K weniger Temperaturhub?

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 26.07.2012 15:33:18
1743066
Hallo Jojo,

die WH hat ja durch den besseren Wärmeübergang grundsätzlich einen VLT Vorteil, aber auch mehr Verluste nach aussen.
Bei AT -10° etwa 4W/m² und U Wert 0,2 Mehrleistung gegenüber FBH gegen +10° Keller oder Erdreich. Das natürlich nur während etwa 3 Wochen, bei 0° AT sind es noch 2W/m².
Nun habe ich z.B. von Purmo Noppjet eine Excel Datei, in der man die Heizleisung von FBH ausrechnen kann:
Bei VL 33° und VR 27°, 10cm Verlegeabstand bei direkt 61, bei Fliesen 45 und bei Parkett 30W/m² Leistung, ich habe mir das vorher nie so richtig angesehen und bin erschrocken.
Man müßte die VLT um 5K erhöhen um bei Parkett auf 45W/m² zu kommen.

Bei WH hatte ich bei gleichen Bedingungen ( 10cm Verlegeabstand und 33 VLT ) mit 80W/m² gerechnet.

Das muß ich mir aber nochmal ansehen, hab jetzt keine Zeit mehr.
Später mehr.

Gruß
Stephan
Verfasser:
crax
Zeit: 26.07.2012 17:53:59
1743147
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
...Ich habe selbst schon zu Beginn dieses Themas einen Link gepostet, der etwas zur Wärmeleistung der WH sagt...
Hersteller geben lediglich qo bzw qi, also das was an den zu beheizenden Raum abgegeben wird, in ihren Datenblättern an. Das mit Recht, denn den vollständigen Aufbau kennen sie ja nicht. Die zusätzlichen Verluste qu bzw. qa muß der Planer ermitteln und einkorrigieren.
Wie man hier auf 4 W/m² kommt, weiß vermutlich nur der Erfinder dieser etwas eigenartigen Theorie, denn die Transmissionswärmeverluste infolge Differenz RT zur Angrenztemperatur spielen hier keine Rolle, diese wurde ja bereits in der Raumheizlat berücksichtigt ;-)

mfg
Verfasser:
jogi54
Zeit: 26.07.2012 22:55:11
1743281
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Ich kritisier ja nicht dein Gesamtkonzept. Einige Details hab ich in ähnlicher Form auch im Kopf. Zum Beispiel hab ich solche Isolierpanele schon lange auf dem Schirm, weil die hier in der Nähe von einer Firma hergestellt werden, von denen ich mehrfach Bleche bezogen habe. Auch eine Wandheizung[...]



Hallo Frank

ob das 3,07 oder 4,25 sind, macht den Kohl nicht wirklich fett...

Das mit dem Wärmeübergang habe ich umgedeutet - da ich KWL vorhabe, habe ich im Haus die bewegte Luft und im Zwischenraum die stehende. Aber auch hier gilt, Versuch macht klug (trotzdem ziemlich unkritisch, ob das jetzt 1,2% oder 2% mehr Verluste sind, ist wirklich nebensächlich)

viel mehr mache ich mir Gedanken darüber, wie ich die die VL Temperatur und die Umlaufmenge der Heizung überhaupt so genau regeln kann
es gibt 2 Parameter zu regeln
1. AT abhängig die nötige Energiemenge
2. vom U-Wert der Wände abhängig die nötige Spreizung

zudem möchte ich im WoZi und Bad *) gerne bei 23°C haben, ansonsten 20°C

*) 23°C im Bad braucht 24-25°C VL mit meinen Heizkörpern, da innenliegend wohl kein Problem, wenn es draußen wärmer ist reichen auch 22°C

hab das schon mal im Detail berechnet, Monster - Excelblatt

Ergebnis VL T variiert zwischen AT 10°C und AT -20°C grade mal um 2K, Volumenstrom habe ich deshalb entsprechend zwischen ~500 und ~1000l/h variiert. Vielleicht ergibt sich in der Praxis 300 - 500l/h und mehr Temperaturvarianz.

ob das mein Regler vom Kessel das vorübergehend hergibt, ich weiß es nicht ...

Ich arbeite unter anderem als Gesamtinbetriebleiter von ganzen Kraftwerken. Meine Erfahrung ist mit meinen bald 58J, wichtig ist nur, dass es mit einer Genauigkeit von +/- 20% funktioniert, der Rest ist Optimierung. Peinlich wäre nur, wenn ich 600 W bei 0°C AT rechne und 3kW oder 5kW bräuchte.

Wenn man tiefer in das Thema einsteigt, hängt der Energiefluss ja auch von der Oberflächenbeschaffenheit ab - aber da diskutiert man um weniger als peanuts.

Wenn ich mein Konto ansehe, werde ich jetzt erst mal einen Winter die Möglichkeit haben, Erfahrungen zu sammeln, wie sich das System bei Fensterlüftung verhält (zwei ruhende Luftschichten). Heißt, zu den Transmissionsverlusten kommen noch doppelt soviel Verluste durch Fensterlüftung, aber nur an den WE an denen ich anwesend bin. Das wird spannend, zumal sich dann zeigt, was die Speicherfähigkeit der Wände da regulierend ausmacht.

Da kann es schon passieren, dass es entweder bullig warm (25°C) oder wat kühl (18°C) im Haus ist, wenn ich nach ner Woche heimkomme. Aber so was in den Griff zu bekommen, ist seit 30 Jahren mein Job, hab da keine Panik vor. Weitaus mehr Aufwand wird sein, die Räume hydraulisch abzugleichen, weil das bei so einer Niedertemperaturheizung nicht mehr über den Durchfluss, sondern nur noch über genau gemessene Rücklauftemperaturen geht.

Da ich vorher für 28000kWh/a Gas bezahlt habe und es sich jetzt abzeichnet, dass ich jetzt für 8000kWh/a Gas bezahlen werde, seh ich das erst mal sehr relaxed an, da ein wenig rum zu experimentieren.

LG jogi
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 27.07.2012 00:07:11
1743295
@ Crax,

wie ich auf die 4W/m² komme, habe ich weiter oben gerechnet.
Korrigiere diese Rechnung doch mal, du TGA Planer.

...denn die Transmissionswärmeverluste infolge Differenz RT zur Angrenztemperatur spielen hier keine Rolle, diese wurde ja bereits in der Raumheizlat berücksichtigt

Das ist jetzt bald der 40ste Beitrag in diesem Faden, und du weißt immer noch nicht, wovon wir hier reden.
Welche Größe beeinflußt denn die Wärmeverluste, die Raumtemperatur oder die Wandinnentemperatur, letztere ist ja wohl bei WH höher als bei FBH.
Wenn die Wand durch die Beheizung derselben eine Temperatur von 30° hat, die RT 20° und die AT 0° beträgt, rechnest du dann ein Delta 30 oder 20??
Da tun einem ja die Augen weh.

Gruß
Stephan
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 27.07.2012 07:31:42
1743319
Hallo jogi,

du heizt erst mal ohne KWL? Dann ist die Heizlast aber doch höher.
Auch mit KWL kannst du die Lüftungsheizlast nicht auf 0 setzen! Du hast in jedem Fall Infiltationsverluste, und auch die beste KWL hat in der Realität einen Wirkungsgrad <90%.
Diese unsinnige Werbung der FRG-Vertreiber mit Wärmebereitstellungsgraden von 100% und mehr müßte als irreführend verboten werden. Die FRG hat auf die Wärmebilanz des Hauses nämlich so gut wie keinen Einfluß.
Wenn du in einem Fluß einen Staudamm errichtest fließt deshalb nicht ein einziger Topfen Wasser mehr ins Meer. Der Wasserspiegel wird hinter dem Damm nur auf einem höheren Spiegel gehalten. Genauso ist es mit der FRG. Es wird ja unverändert die gleiche Wassermenge nach außen abgegeben. Nur wird die Feuchtigkeit ein paarmal im Kreis geführt, um einen höheren Gehalt in den Innenräumen zu bekommen.

Die Anordnung der Heizrohre in einem Luftspalt ist aus meiner Sicht problematisch. Klar, es wird warm im Haus, aber an dieser Stelle wirst du mehr verlieren als du denkst. Beim Wärmeübergang vom Rohr an die Luft gehe ich auch von einem Wert von 8 W/m2K aus. 800m 20er Rohr haben eine Oberfläche von 50m2 und können demnach 400 W/K abgeben. bei 2 kW kostet dich dieser Übergang dann 5K, die du an keiner Stelle in deiner Rechnung drin hast. Durch die Kontaktfläche zur Wand wird es zwar etwas besser, aber die ist wohl ziemlich klein.

Grüße
Frank
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 27.07.2012 07:56:36
1743322
Hallo Stephan,

den Wärmedurchgang durch den Beton habe ich bei der aktivierten Wand natürlich bedacht. Der ist aber nicht gravierend.
Angenommen ich will pro m2 Wand 40 Watt abgeben - 20 in jede Richtung. Dann muß die Oberfläche der Wand 2,5K wärmer sein als RT. 10cm Beton mit einer Wärmeleitfähigkeit von 2 W/mK kosten mich hier ein weiteres Grad. Eine Übertemperatur von 3,5K in der Rohrebene reicht also, um 40 Watt Heizleistung pro m2 zu erreichen. Bei nur 5cm über den Rohren wären es 3K.
Die Überdeckung von 10cm führt dazu, daß die Wände uneingeschränkt genutzt werden können. Du kannst problemlos Nägel und Schrauben und Dübel in die Wand bohren. Die Überdeckung senkt zusätzlich die Welligkeit, die Oberfläche wird sehr homogen erwärmt.

Noch was zu den Verlusten durch die Wandheizung. Bei einem U-Wert von 0,1 sind die nicht hoch.
Ich geb dir jetzt mal noch ein paar Zahlen, die für dein Haus besser passen. Man rechnet am besten mit Durchschnittswerten. Die mittlere gewichtete Aussentemperatur in der Heizperiode liegt bei etwa 2-3°. Dein Haus hat bei dieser Temperatur eine Heizlast von ca. 3 kW. Bei 150 m2 WH wären also 20 W/m2 an den Raum abzugeben.
Der Wärmeübergang Oberfläche an Raum liegt bei 0,13, dazu kommen noch 1,5cm Überdeckung mit Putz, das ergibt einen Wärmeübergang gesamt von 7W/K. Du hast dann also im Mittel der Heizperiode eine Übertemperatur von 3K in der Rohrebene.

Nehmen wir mal an die Wand hätte einen U-Wert von 0,25, die Innentemperatur liege bei 21° und die mittlere AT bei 2°. Dann verlierst du dirch jeden m2 Wand 4,75 Watt. Von der Rohrebene aus ist der U-Wert nicht mehr 0,25, sondern 0,259 und die Temperaturdifferenz steigt von 19 aud 22°, der Verlust von 4,75 auf 5,7 Watt. Bei der Fläche von 150 m2 sind das 142,5 Watt, die Heizlast steigt also um knappe 5%.

Jogi hat Recht, daß bei einer WH die Transmissionsverluste durch die Wand schon direkt nach draußen gehen, also nicht durch den Putz nach innen müssen. Der Wärmeübergang nach innen und die Temperatur in der Rohrebene sinken dadurch etwas. Hier im Beispiel werden ja 5,7 W/m2 direkt nach aussen abgegeben = 28,5% der Heizleistung.
Das ist aber keine Besonderheit, die nur für WH gilt, eine FBH macht das so ähnlich. Die FBH im EG deckt auch die Transmissionsverluste durch die Bodenplatte ab. Außerdem ist die Rohrebene im OG wärmer als die RT der Räume darunter. Deshalb fließt auch Wärme durch die Decke hindurch nach unten. Auch dieser Teil der Heizleistung muß nicht durch den Heizestrich hindurch nach oben abgegeben werden. Hier gibt es also keinen grundlegenden Unterschied zwischen WH und FBH.

Grüße
Frank
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 27.07.2012 11:32:55
1743406
Hallo Frank,

das stimmt ja auch so, ich habe nicht gesagt, daß die Belegung der Innenwände nicht funktionieren würde oder ineffizient ist.
Aber daß gerade du "Löcher in die Wand bohren" ernsthaft als Argument bringst, ist schon ein bisschen banal.
Klar muß man aufpassen beim Bohren, aber das machst du halt einmal, danach wirst du ja nicht alle 3 Monate Bilder wechseln, für die du dann neue Haken und Dübel brauchst, ich richte doch nicht meine Entscheidungsbildung nach solchen Kleinigkeien aus und nehme dafür andere erheblichere Nachteile in Kauf.
Du wirst doch nicht bestreiten, daß die Belegung der Aussenwände ein homogeneres Wärmegefühl garantiert, oder daß es völlig egal ist, ob bei 15cm Verlegeabstand 1cm unter Putz eine um vielleicht 1K wellige Temperaturlinie entsteht.

Man macht doch immer Kompromisse, die einen haben riesige Fensterflächen und Wintergarten. Wenn sie das wollen und sich bewußt sind, daß sie sich dann ihren 0.13 U-Wert an die Backe schmieren können, ist es OK.
Ich pfeiffe auf einen Wintergarten, lege aber großen Wert auf ein behagliches Wohngefühl, will aber auch wissen, welchen Preis ich dafür bezahle, darum habe ich diesen Faden aufgemacht.

Jeder muß sich für irgendein Heizsystem entscheiden, von denen keines verlustfrei arbeitet.
Du rechnest aus, wieviel bei mir durch die Wände geht und daß ich 28% Verlust habe. Da könnte man ja erst mal Suizidgedanken haben.
Aber wenn die Belegung der Innenwände oder FBH dagegen auf 25% Verlust kommen, interessiet mich das doch überhaupt nicht mehr.
Mit ein Heizsystem betreffenden Berechnungen komme ich bei der Entscheidungsbildung doch nicht weiter, ich muß doch vergleichen und dann abwägen.

Waren meine 3% Mehrverbrauch bei WH in Aussenwänden nun falsch oder richtig?

Ich gehe davon aus, daß 95% der Häuslebauer, die sich für FBH entscheiden, keinerlei Informationen einholen.
Das macht jeder, der Nachbar, Bruder, Bekannte haben FBH.
Schön, keine Heizkörper mehr und warm.
Dann kommt der Heizungsbauer, der rät natürlich auch zu FBH, beste was es gibt, machen wir schon 20 Jahre so.
Wenn dann in 2% der Fälle mal der Häuslebauer irgendwas von Wandheizung gehört hat und den HB darauf anspricht, der dazu wenig Lust und auch keine Ahnung hat:
Nein, lassen sie das, wir Heizen doch nicht die Umwelt, sie können keine Löcher Bohren und keine Schränke aufstellen.
Jo, klar, machen wir FBH. Und die Luftpumpe gleich dazu, der HB und alle anderen müssen es ja wissen...
Genauso ist es mit Rolläden oder WW Zirkulation. die hat man halt.
KWL muß auch sein, komfortabel und gesund.

Dann hat man den ganzen Kram, und weil mans hat muß es gut sein, basta.

Später weiter
Stephan
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 27.07.2012 12:22:20
1743450
Hallo Jojo,

ich habe mir die Diagramme der Hersteller noch mal angesehen.
Das stimmt schon so, hätte ich nicht gedacht.

Um den erforderlichen Wärmeeintrag in den Raum zu erreichen, brauch die FBH deutlich höhere VL, hat aber auch in meinem Falle etwa 30% mehr Übertragungsfläche zur Verfügung. Trotzdem haben wir einen WH Vorteil, insbesondere wenn Parkett oder Diele verlegt werden, was bei mir zu 80% so ist.

Was nun die FBH an Wärmeenergie aufgrund des Bodenaufbaus nicht in den Raum bringt, geht aber nicht verloren, sondern verbleibt unter Berücksichtigung der dadurch etwas höheren Verluste größtenteils im Rohr.
Wir haben dadurch eine geringere Spreizung als bei der WH.
Ich rechne das jetzt nicht alles durch, so genau brauche ich das nicht.

Gruß
Stephan
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 27.07.2012 15:28:06
1743558
Hallo,

wenn ich es richtig verstanden habe, dann geht es um die Frage, ob eine Außenwandheizung vgl. zur Fußbodenheizung energetische Vorteile bringt.

Ich glaube nicht, da in diesem Fall mehr Fußbodenfläche zur Verfügung stände. Aber wer hindert Dich daran, beides zu kombinieren? Eine FBH ist kein Hexenwerk. Zusätzlich könnte man direkt an die Verteiler auch noch einige Heizkreise einer WH installieren. Damit könnte man die Wände beheizen, vor die sicherlich kein Schrank kommt und bevorzugt Innenwände.

Behaglichkeitsvorteile einer WH kann ich mir in Häusern mit gedämmten Außenwänden ehrlich gesagt nicht vorstellen. Eine halbwegs ordentlich gedämmte Außenwand hat doch schon eine recht hohe Oberflächentemperatur. Da wird eine WH keinen spürbaren Komfort-Gewinn mehr bringen.

Oder Du legst noch Rohre in die Betondecken rein wie wir. Kostet wieder nicht die Welt, nur Nerven, da keiner mehr durch due Decken bohren darf.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
jogi54
Zeit: 27.07.2012 22:43:18
1743695
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Hallo jogi,

du heizt erst mal ohne KWL? Dann ist die Heizlast aber doch höher.
Auch mit KWL kannst du die Lüftungsheizlast nicht auf 0 setzen! Du hast in jedem Fall Infiltationsverluste, und auch die beste KWL hat in der Realität einen Wirkungsgrad <90%.
Diese unsinnige[...]



Jou, ist dann (mittlere RT 21°C - aus U-Wert.net):

bei 0,5 Luftwechsel Fenster 4,79 kWh (Heizwärmebedarf 6715 kWh/a)
bei 0,2 Luftwechsel Fenster 3,34 kWh (Heizwärmebedarf 3348 kWh/a)

bei 0,5 Luftwechsel KWL 90% 2,62 kWh (Heizwärmebedarf 1784 kWh/a)
bei 0,2 Luftwechsel KWL 90% 2,47 kWh (Heizwärmebedarf 1511 kWh/a)

da ich 1. nur Fr-So da bin, zudem alleine im Haus (Beheiztes Luftvolumen V: 430.92 m³) und am Tag viel weniger und bereichsweise Lüfte, würde ich von 0,2 Luftwechseln ausgehen.

Genau genommen komme ich bei Etagen weisem Lüften normalerweise gerade mal auf 5 - 6 Luftwechsel von ca 130m³ Stosslüften - einmal vorn und hinten auf und Durchzug und wieder zu.

Wenn ich am We zu Hause bin, habe ich ca 5kWh/Tag mehr Stromverbrauch (Laptop, Radio, Licht, Kochen etc.) und heize ja auch selber noch mit ca. 2,4kWh/Tag mit.

Sieht jetzt nicht soo viel mehr aus. Da ich ja immer noch den 16kW Kessel habe, bequem leistbar.

So ähnlich hab ich mir das mit der FRG auch vorgestellt - bei Fensterlüftung hab ich im Winter Luftfeuchtigkeiten von 26 - 40%, was grenzwertig trocken ist.

2kW werde ich normalerweise auch bei Fensterlüftung seltenst brauchen. Bei 0°C brauche ich für Transmissionsverluste ~680W, mit Lüftung 1/3 der Heizlast, dann werden aus z.B. 2,47/3 = 800W halt 3,3/3 = 1100W -> das ist 1K höherer Vorlauf (400W). 1K höhere VL sind 17W mehr Verluste - auch das sollte mich jetzt nicht besonders verunsichern - oder ???

LG Jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 27.07.2012 23:11:54
1743704
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Hallo,

müsste man die Sinnhaftigkeit einer Außenwandheizung nicht anders hinterfragen?

Klar ist, dass bei einer Außenwandheizung die Außenwände wärmer sind als sie es bei einer FBH oder anderen Heizung wären. Das müssen sie sein, da es sonst keine Wärmeabgabe in den Raum[...]


Hallo Jojo

wer kennt die Schweizer Formel??? wenn du so was anbringst, dann bitte hinschreiben.

Zudem - 2% mehr Energie "bezahle" ich gerne, wenn ich garantiert keine Schimmelprobleme haben werde. "Bezahle" weil ich diese Energie quasi kostenfrei aus der Umwelt beziehen will, bis auf den Pumpstrom, der sich jedoch wg 2% nicht ändern wird.

FBH - muss alle Energie in den Raum bringen, um die Transmissionsverluste abzudecken - worüber sich bisher noch niemand (hab zumindest bisher noch nichts gefunden) Gedanken gemacht hat, die Verluste, die sich seitlich in die Wände ergeben.

jogi
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 28.07.2012 00:08:43
1743731
@ Jojo,

ja, mir geht es darum, in welcher Größenordnung energetische Verluste der Aussenwandheizung (bei mir liegt die Heizung an den Innenseiten der Aussenwände) im Vergleich zur FBH auftreten.
Die Behaglichkeitsvorteile der WH sind meiner Ansicht nach unbestritten.

Jogi hat die Aussenseite der Aussenwände genommen.

@ Jogi,

ich verstehe nicht ganz, daß die WH im Bereich Transmissionswärmeverluste der Aussenwände Vorteile bringen soll.
Erkläre mir das bitte nochmal.
Sollte das stimmen, hätte sie doch im Gegenzug die Verluste gegen Erdreich und Decke aufzubringen.
Bei Verwendung einer FBH wäre es umgekehrt.
Den Vorteil sehe ich nicht oder stehe ich auf dem Schlauch?

Gruß
Stephan
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 28.07.2012 00:18:19
1743732
Hallo nochmal Jogi,

bei 0,5 Luftwechsel Fenster 4,79 kWh (Heizwärmebedarf 6715 kWh/a)
bei 0,2 Luftwechsel Fenster 3,34 kWh (Heizwärmebedarf 3348 kWh/a)

bei 0,5 Luftwechsel KWL 90% 2,62 kWh (Heizwärmebedarf 1784 kWh/a)
bei 0,2 Luftwechsel KWL 90% 2,47 kWh (Heizwärmebedarf 1511 kWh/a)


Das ist völlig unrealistisch.
Willst du damit sagen, daß eine KWL den Heizwärmebedarf min. halbiert?
Ich habe ja schon einige Berichte von KWL Liebhabern gelesen.
Man will sich da nicht festlegen, es ist aber generell herauszulesen, daß die Energieeinsparung lächerlich ist.
Es wird sich auf die Argumentation des Komfortgewinns reduziert.

Bin gespannt was Frank dazu sagt.

Gruß
Stephan
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 28.07.2012 08:58:48
1743774
Nanu? setze ich mit der Schweizer Formel etwas voraus, was nicht selbstverständlich ist?

Bisher hat diese Formel für erste Abschätzungen von Energiebedarf bzw. Heizlast immer gut funktioniert, zumindest hier bei uns im Flachland.

Jahresenergiebedarf = Heizlast x 2000

Ein Haus mit einer Heizlast von 5 KW wird einen Heizenergiebedarf von grob 10000 kWh haben. Eine Verminderung der Heizlast von sagen wir 1 KW durch Einbau einer KWL bringt eine Ersparnis von 2000 kWh.

Jaja, klar, das ist keine Berechnung, nur eine Abschätzung.

Mich würde nun nochmal interessieren, wie Frank immer diese Werte zum Temperatrurverlust an Oberflächen berechnet. z.B. unsere 25 cm dicken Betondecken. Wenn ich rein über die Decken heizen wollte, bräuchte ich pro m² etwa 18 Watt Heizleistung. Die Decken sind 25 cm dick und Rohre im Abstand von 30 cm mittig eingegossen. Welche Heizmitteltemperatur wird dann benötigt? Und wie kann man das errechnen?

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 28.07.2012 18:12:45
1743955
FBH - muss alle Energie in den Raum bringen, um die Transmissionsverluste abzudecken - worüber sich bisher noch niemand (hab zumindest bisher noch nichts gefunden) Gedanken gemacht hat, die Verluste, die sich seitlich in die Wände ergeben.

Hab ich doch schon geschrieben. Die WH muß die Heizlast in den Raum abgeben - abzüglich der Transmissionsverluste durch die Wand nach draussen.
Die FBH gibt auch die Heizlast an den Raum ab - abzüglich der Verluste an Erdreich oder Keller im EG. Außerdem hat die FBH im OG eine zweite Heizfläche - nach unten durch die Decke hindurch. Dies mindert den Wärmestrom durch den Heizestrich hindurch. Diesbezüglich gibt es zwischen WH und FBH keinen grundlegenden Unterschied.

@JoJo_

du mußt alle Gradienten berechnen und kannst dann mit der Spreizung die Heizwassertemperaturen ermitteln.
Die Decke selbst muß 3° wärmer sein als ohne Heizung, um 18W abzugeben.

Jahresenergiebedarf = Heizlast x 2000
Wie kommst du denn auf die Idee? So einfach kann man das nicht sagen.

Grüße
Frank
Verfasser:
jogi54
Zeit: 28.07.2012 18:15:30
1743956
Zitat von swellerchen Beitrag anzeigen
Hallo nochmal Jogi,

[i]bei 0,5 Luftwechsel Fenster 4,79 kWh (Heizwärmebedarf 6715 kWh/a)
bei 0,2 Luftwechsel Fenster 3,34 kWh (Heizwärmebedarf 3348 kWh/a)

bei 0,5 Luftwechsel KWL 90% 2,62 kWh (Heizwärmebedarf 1784 kWh/a)
bei 0,2 Luftwechsel KWL 90% 2,47 kWh[...]



Hallo Stephan

geh mal nach u-wert.net und probiere es doch selbst mal aus

du musst bedenken, dass meine Transmissionsverluste extrem gering sind:

mal ne einfache Rechnung:
gesamt gasverbrauch: 28 000kWh
davon WW: 2000 kWh/a
davon Lüftungsverluste per Fenster, 0,5 LW: 4000 kWh/a
bleiben Transmissionsverluste von 22000kWh/a

gesamt gasverbrauch: 8000kWh
davon WW: 2000 kWh/a
davon Lüftungsverluste per Fenster, 0,5 LW: 4000 kWh/a
bleiben Transmissionsverluste von 2000kWh/a

davon WW: 2000 kWh/a
davon Lüftungsverluste per kWL 90%, 0,5 LW: 400 kWh/a
dazu Transmissionsverluste von 22000kWh/a
ergibt gesamt Gasverbrauch: 24400kWh/a

davon WW: 2000 kWh/a
davon Lüftungsverluste per kWL 90%, 0,5 LW: 400 kWh/a
dazu Transmissionsverluste von 2000kWh/a
ergibt gesamt Gasverbrauch: 4400kWh/a

davon WW: 2000 kWh/a - 1000kWh/a per ST
davon Lüftungsverluste per kWL 90%, 0,5 LW: 400 kWh/a
dazu Transmissionsverluste von 2000kWh/a
ergibt gesamt Gasverbrauch: 3400kWh/a

davon WW: 2000 kWh/a - 1000kWh/a per ST (für 4 Personen)
davon Lüftungsverluste per kWL 90%, 0,2LW: 180 kWh/a
dazu Transmissionsverluste von 2000kWh/a
ergibt gesamt Gasverbrauch: 3180kWh/a

da ich max 1/3 und allein da bin sollten 500 kWh/a WW reichen
davon WW: 500 kWh/a - 250kWh/a per ST
davon Lüftungsverluste per kWL 90%, 0,2LW: 180 kWh/a
dazu Transmissionsverluste von 2000kWh/a
ergibt gesamt Gasverbrauch: 2430kWh/a

Die tatsächlichen reinen Transmissionsverluste liegen rechnerisch bei 1334 kWh/a (21°C)

Dass die KWL bei einem sehr kleinen Gesamt-Wärmebedarf prozentual mehr spart, als bei einem großen Gesamt-Wärmebedarf, ist reine Mathematik.

Und, wo ich tatsächlich hinkomme, werde ich schon merken - grob hatte ich geschätzt, dass durch die Isolierung von 28000 kWh auf < 8000kWh kommen werde - was meine Monatlichen Ablesungen + Prognose auch hergeben. Letztendlich wird es davon abhängen, ab wann ich den Kessel wieder brauche, um WW und/oder Heizung zu bedienen.

LG Jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 28.07.2012 18:28:26
1743959
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Nanu? setze ich mit der Schweizer Formel etwas voraus, was nicht selbstverständlich ist?

Bisher hat diese Formel für erste Abschätzungen von Energiebedarf bzw. Heizlast immer gut funktioniert, zumindest hier bei uns im Flachland.

Jahresenergiebedarf = Heizlast x[...]


Na ja, das ist eine Hilfs- Not- Formel, die genauso genau stimmt, wie die Heizkörperauslegung über 100W * m² zu machen, bzw die max Heizleistung = 100W *m² beheizte Fläche.

Das hat bei mir früher mal gepasst ca 140m² behizte Fläche 14kW Heizleistung, gewählt 16kW, Energiebedarf 28000 kWh.

Das passt bei mir zwischenzeitlich überhaupt nicht mehr (s.o.), deswegen habe ich mich mit der Schweizer Formel halt nicht weiter beschäftigt

der rest später, muss wech ...

LG jogi
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 29.07.2012 00:22:45
1744052
Hallo Frank,

das verstehe ich ja, daß aufgrund der beheizten Aussenwand die normalen Verluste durch eben diese Wand nicht auftreten.
Ich kann aber auch nicht einfach etwas wegreden, was da ist.
Dafür entstehen doch die schon besprochenen höheren Verluste nach draussen aufgrund des größeren Temperaturgefälles.
Habe ich jetzt einen Vorteil oder einen Nachteil?

Gruß
Stephan
Verfasser:
jogi54
Zeit: 29.07.2012 02:00:19
1744057
Zitat von swellerchen Beitrag anzeigen
Hallo Frank,

das verstehe ich ja, daß aufgrund der beheizten Aussenwand die normalen Verluste durch eben diese Wand nicht auftreten.
Ich kann aber auch nicht einfach etwas wegreden, was da ist.
Dafür entstehen doch die schon besprochenen höheren Verluste nach draussen[...]


Kommt darauf an, was du als Vorteil empfindest.

WH hat den Vorteil, dass Schimmelbildung nie ein Thema sein kann

WH hat die niedrigsten VL Temperaturen

Außen-WH braucht abhängig von der Isolierung nach außen mehr Energie, hier ist abzuwägen, ob das mehr an Energie und die niedrigere VL Temperatur im Primärenergieverbrauch günstiger ist, als FBH

=> z.B. mit CPC VRK kann ich mehr Energie auf dem niedrigen Temperaturniveau für die WH nutzbar gewinnen, als für eine FBH mit höherem Temperaturniveau.

Nebenbei - FBH wäre für mich seht teuer geworden, 140m² Fliesen und Estrich zerstören, und eine FBH mit neuem Estrich und Fliesen einzubauen hatte mich ein vielfaches gekostet, verglichen mit 160m² Außenwandbeheizung anzubringen.

Mich haben folgende Überlegungen letztendlich zur Außenwandheizung gebracht
1. keinerlei Schimmelgefahr durch jetzt dichte Fenster und Türen
2. ggf. sehr träge Abkühlung, 28kWh/K Speicherkapazität sind bei 0°C AT bei meiner Isolierung ein Temperaturverlust von 0,5K/Tag im Haus, bei z.B. Ausfall der Heizung
3. Nachtabsenkung macht bei meiner Isolierung keinen Sinn und verringert keinerlei Verluste (eine Absenkung um 1K bräuchte 2 Tage und würde 68W sparen, danach wäre entsprechend Energie aufzuwenden, die Speichermassen wieder aufzuheizen)
4. die Trägheit hingegen, einen Raum wärmer zu machen beträgt 2,5h/K, wirklich schneller sind auch konventionelle Heizkörper nicht.

Nebenbei, wenn ich meine Heizlast von ~2,5 - 3,0kWh ansehe, könnte das Ganze auch von einer 3kW Splitklimaanlage (WP) erledigt werden, ganz ohne Wandbeheizung.
Allerdings mit deutlich mehr Strombedarf...

lg jogi
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 29.07.2012 15:58:58
1744194
Hallo,

ich habe eine Frage zur Erweiterung dieser Diskussion.

Bei Flächenheizungen gibt es bekanntlich einen durchaus großen Anteil an Strahlungsleistung. Soweit ich weiss findet dieser Strahlungsaustausch aber nur statt, wenn emittierende und absorbierende Flächen unterschiedliche Temperaturen haben, gleiche Materialien vorausgesetzt.

Wie schauts dann eigentlich aus bei 2 Wandheizungen, die sich gegenüber liegen? Oder bei uns mit der FBH und der Deckenheizung? Die gegenüberliegenden Flächen nehmen doch eigentlich gar keine Strahlung auf.

Müsste man dann nicht die Heizleistung einer betrachteten Fläche deutlich nach unten korrigieren, wenn die gegenüberliegende Fläche gar keine Strahlung absorbieren kann, weil sie selbst strahlt?

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
jogi54
Zeit: 29.07.2012 23:53:20
1744327
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Wie schauts dann eigentlich aus bei 2 Wandheizungen, die sich gegenüber liegen? Oder bei uns mit der FBH und der Deckenheizung? Die gegenüberliegenden Flächen nehmen doch eigentlich gar keine Strahlung auf.[...]


Ich denke, der Irrtum liegt darin, dass du davon ausgehst, dass sich die Wärmestrahlung nur senkrecht zur Oberfläche der Quelle ausbreitet.

Ich versuche es mal vereinfacht darzustellen:

Kleines Gedankenmodell: nimm eine brennende Kerze und fühle wohin die Wärme geht. Die geht in alle Richtungen, soweit kein Gegenstand (die Kerze) dazwischen ist.

Die Wand strahlt genauso in alle möglichen Richtungen. Dabei nimmt die Energiedichte in der 3ten Potenz mit dem Abstand ab, also in 3 m Entfernung kommt nur noch 1/27 der Energiemenge an. (z.B. bei mir ist der Abstand zwischen den Wänden 4,5m - da kommt gerade mal 1% direkt gegenüber an).

So lange du die Wände nicht absolut schwarz anstreichst, wird die Energie - wie das Licht - zum (größeren) Teil auch reflektiert.

Ganz grob, je kälter eine Wand ist, desto mehr absorbiert die Wand Wärme, aber strahlt auch selber wieder ab.

Ich stelle mir das letztendlich so vor, dass nach einer gewissen Zeit alle Wände, Decken, Böden und auch alles Mobiliar bis auf die Wärmequelle die selbe Temperatur haben wird und behalten, soweit keine Störung eintritt. Die Wärmequellen (beheizten Wände) werden immer geringfügig wärmer sein, da sie ja Wärme in den Raum transportieren müssen.

So gesehen spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob sich beheizte Wände gegenüberliegen.

Ein Teil der Wärmeenergie geht ganz sicher in die Luft, sonst wäre es trotz Strahlungswärme saukalt.

Genaues werde ich im Winter berichten können - ich habe eine Wärmebildkamera und kann dann die Effekte genau dokumentieren, wie sich die vollflächige Wandheizung auswirken wird.

Ein wenig Erfahrung habe ich mit meine Kaminofen, der ja auch viel Strahlungswärme macht. Wenn ich den am Abend ordentlich eingeheizt hatte, dann waren alle Wände danach auch mehrere 10h warm und der Heizkörper abgeregelt.

Wenn ich dann (im Winter) heftig Durchzug- gelüftet habe und wieder zu gemacht habe, war es sofort (1-2min) gefühlt wieder warm.

Noch was Grundsätzliches :

Die notwendige Heizleistung richtet sich ausschließlich nach den Verlusten über die nicht beheizten Flächen !!!


LG jogi
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 30.07.2012 00:32:32
1744334
Hallo Jogi,

für mich bestehen überhaupt keine Zweifel, daß WH die insgesamt beste Lösung ist.
Hier spielen aber nicht nur energetische sondern auch Komfortaspekte eine Rolle.

Kommt darauf an, was du als Vorteil empfindest.

Mir geht es nur um energetische Fragen, weil immer behauptet wird, daß WH generell höhere Verluste hat als FBH.
Interessehalber will ich wissen, welcher Größe diese vermeintlich höheren Verluste sind.
Die anderen Vorteile haben wir ja schon aufgezählt, wobei für mich der Behaglichkeitsvorteil die wichtigste Rolle spielt.
Selbst wenn die WH 10% höhere Verluste hätte als FBH, würde ich sie bevorzugen.

Eine brennende Kerze hat fast 100% konvektive Wärmeabstrahlung, halte die Hand über die Kerze - heiß, neben der Kerze, bei weitem nicht so heiß.
Daß bei 3m nur noch 1/27 der Strahlung ankommen, stimmt nicht, die Sonne ist etwa 144 Millionen km entfernt und hat eine Oberflächentemperatur von 6000° glaube ich.
Du weißt selbst, was es für ein Unterschied ist, wenn man im Winter in der Sonne steht oder nicht. In einer Wohnung empfindet man es als kalt, wenn man keine Wärme abbekommt, wenn die Luft kalt ist und vor allem die Wände keine Wärme abstrahlen. Wenn sie Wärme abstrahlen, empfindet man es nur kalt, wenn die kalte Luft in Bewegung wäre, also es windig ist.

@ Jojo,

ob gegenübeliegende Wände auch erwärmt werden, ist ebenso wie das Material zweitrangig. Im Raum mit gleicher Temperatur nehmen alle Massen die gleiche Temperatur an, es ist nur eine Frage der Zeit.
Es sei denn, die Körper stehen in Kontakt zu stetig niedrigerer Temperatur, also z.B. nach aussen. Hier muß Energie zugeführt werden, um die Temperatur zu halten.

Gruß
Stephan
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 30.07.2012 07:48:46
1744347
Die Wand strahlt genauso in alle möglichen Richtungen. Dabei nimmt die Energiedichte in der 3ten Potenz mit dem Abstand ab, also in 3 m Entfernung kommt nur noch 1/27 der Energiemenge an. (z.B. bei mir ist der Abstand zwischen den Wänden 4,5m - da kommt gerade mal 1% direkt gegenüber an).

Nein, fast 100% kommen auf der gegenüberliegenden Wand an. Ein kleiner Teil wird im Raum absorbiert von Wasserdampf, CO2 und Staub. Und natürlich auch von Möbeln, die aber ihrerseits auch wieder strahlen.

So lange du die Wände nicht absolut schwarz anstreichst, wird die Energie - wie das Licht - zum (größeren) Teil auch reflektiert.

Nein, die meisten Oberflächen haben eine Emissivität von 90% und mehr und absorbieren auch einen gleich hohen Anteil der auftreffenden Strahlung.

Heizen kannst du mit einer Wand nur, wenn sie wärmer ist als der Raum. Wie schon erwähnt etwa 8W/m2K bezogen auf die Übertemperatur der Oberfläche. Dieser Wert ist geringer als bei einer FBH. Die Strahlungsleistung ist gleich wie bei einer FBH, der konvektive Anteil geringer. Deshalb hat die WH geringere Leistung, aber einen höheren Strahlungsanteil - 50% bei FBH, 70% bei WH.

Bezogen auf die Oberflächentemperatur ist eine Wandheizung also weniger leistungsfähig als eine FBH. Dafür hat sie im Idealfall eiine geringere Überdeckung und keinen dämmenden Bodenbelag wie die FBH. Dann ist bei gleicher Heizwassertemperatur die Oberflächentemperatur höher, was o.g. Nachteil kompensiert. Der entscheidende Faktor ist dann noch die Fläche. Aus meiner Sicht ist die Aussage, eine WH habe die niedrigsten Heizwassertemperaturen, so pauschal nicht haltbar. Man muß immer die Summe der Faktoren betrachten aus Überdeckung, Rohrabstand, Belag, Fläche usw.

Das gleiche gilt für die Behaglichkeit. Die Oberflächen in einem Raum haben unterschiedliche Temperaturen. Das wird immer so sein, ganz gleich mit welchem System geheizt wird. Der Unterschied zwischen einer FBH und WH ist in dieser Hinsicht m.E. nur sehr gering. Einen Behaglichkeitsvorteil wird man nur erreichen, wenn die Fläche entsprechend groß ist. Bei sehr kleiner Heizlast sind die Temperaturunterschiede so gering, daß man das kaum noch spüren wird.

Und dann diese kahlen, öden, bilderlosen Wände ....

Grüße
Frank
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 30.07.2012 09:27:40
1744367
Morgen Frank,

Heizen kannst du mit einer Wand nur, wenn sie wärmer ist als der Raum. Wie schon erwähnt etwa 8W/m2K bezogen auf die Übertemperatur der Oberfläche. Dieser Wert ist geringer als bei einer FBH. Die Strahlungsleistung ist gleich wie bei einer FBH, der konvektive Anteil geringer. Deshalb hat die WH geringere Leistung, aber einen höheren Strahlungsanteil - 50% bei FBH, 70% bei WH.

8W/m²K bei 16x2er Rohr und Verlegeabstand 10cm, das kann man annehmen, hab auch damit gerechnet.
Dein Infos sind vielleicht so richtig, aber für den Verbraucher so nicht verwertbar. Real hat die FBH immer eine geringere Leistung.

Hier ein Diagramm einer FBH mit 17er Rohr System Purmo Clickjet,
vergleiche das mal mit der Leistung der WH.



Mir kommt das ein bisschen wenig vor, es muß aber davon ausgegangen werden, daß die WH der FBH in Abhängigkeit des Belages bezügl. der Leistung deutlich überlegen ist, wobei natürlich der WH der Bodenbelag völlig wurscht ist.

Das gleiche gilt für die Behaglichkeit. Die Oberflächen in einem Raum haben unterschiedliche Temperaturen. Das wird immer so sein, ganz gleich mit welchem System geheizt wird. Der Unterschied zwischen einer FBH und WH ist in dieser Hinsicht m.E. nur sehr gering. Einen Behaglichkeitsvorteil wird man nur erreichen, wenn die Fläche entsprechend groß ist. Bei sehr kleiner Heizlast sind die Temperaturunterschiede so gering, daß man das kaum noch spüren wird.

Ein TGA Planer würde folgendes dazu sagen:
Das sind Mutmaßungen und Schätzungen. Zunächst muß mal eine Grundlagenermittlung ... nach DIN ... Hobbyexperten ... Groschengrab blabla.

Hattest du die Möglichkeit zu vergleichen?
Mach das erst mal.

Und dann diese kahlen, öden, bilderlosen Wände ....

Blödmann

Gruß
Stephan
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 30.07.2012 11:35:50
1744421
Hallo,

also ich verstehe die Diskussion hier nicht.

Die Ausgangsfrage ist doch eigentlich recht einfach zu beantworten, da sie sich ausschliesslich um die Effiziens der WH dreht:
Eine WH hat einen Wärmeübergangskoeffizienten von 8 W/m²K. Bei einer benötigten Heizleistung von z.B. 24 W/m² Heizfläche muss die Oberflächentemperatur 3 K wärmer sein als die RT. In der Heizebene, also im Putz, sogar noch etwas mehr. Also wird die beheizte Außenwand immer gute 3 K wärmer sein, als sie es bei einer anderen Heizung wäre. Also hat man auch entsprechend höhere Verluste nach außen.

Angenommen man hätte RT 20°C und geht davon aus, dass in unseren Gegenden ein Großteil der Heizenergie in Zeiten zwischen 0 und 5 °C AT anfällt, dann erhöhen sich die Transmissionsverluste durch die Außenwandheizung um etwa 15-20%. Da gibt es nicht viel dran zu diskutieren. Nun ist es dem Einzelfall überlassen zu bewerten, ob man durch größere Belegung von Flächen die VL soweit herunterdrehen kann, dass die Heizung 15-20% effektiver läuft, z.B. bei einer WP oder durch bessere Nutzung des Brennwerteffektes. Ich glaube nicht, dass man das durch ausschließliche Verwendung einer Außenwandheizung vgl. zu anderen Heizungen hinbekommt. Natürlich sieht das ganze anders aus, sobald die Außenwandheizung nur eine Ergänzung zu anderen Systemen ist.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 30.07.2012 11:39:15
1744424
@Jojo
Also wird die beheizte Außenwand immer gute 3 K wärmer sein, als sie es bei einer anderen Heizung wäre. Also hat man auch entsprechend höhere Verluste nach außen.
_________

Meine Rede!
Und ich ergänze: Das Ganze unabhängig von der Dämmung. Der Verlust ist immer ein Produkt des Deltas zwischen Wand- und Außentemperatur.

Eine Wandheizung ist eine Fußbodenheizung die mit viel Mühe an die Wand "geklebt" wird, um dann die Wärme über die Außenwände gerecht an alle 4 Himmelsrichtungen zu verteilen.
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 30.07.2012 12:11:57
1744439
Hallo Stephan,

das kannst du so nicht vergleichen. Die WH bringt 8W/K Oberflächentemperatur. Bei 33/27 hast du aber keine 30° Oberflächentemperatur. Du mußt davon noch die diversen Wärmeübergänge abziehen - innerer Wärmeübergang, Rohrwand, Überdeckung. Das Ergebnis wird dann nicht mehr weit von der FBH entfernt sein.

Die Verluste ergeben sich nicht nur durch die höhere Temperatur, sondern auch durch schlechteren U-Wert. Angenommen eine Wand hat U-Wert 0,25. Von der Heizebene aus gesehen ist der U-Wert dann 0,264, weil 2cm Putz und der innere Wärmeübergang entfallen. Bei 20° RT und 0° AT hättest du 20x0,25 = 5 W/m2K Transmissionsverlust. Mit WH und einer Temperatur von angenommen 23° in Rohrebene hast du 23x0,264 = 6,07 Watt. Die Differenz ist ein zusätzlicher Verlust durch die WH.

Vergrößerung der Fläche ändert daran nichts, denn ob du 100 m2 mit 5K Übertemperatur betreibst oder 200 m2 mit 2,5K macht keinen Unterschied.

Bei der FBH ist es nicht anders, auch die erzeugt zusätzliche Verluste. Das gilt aber nur für die untere Etage über Erdreich oder Keller, die Verluste des OG kommen dem EG zugute.

Bei einer WH an der Innenwand würden diese Verluste entfallen. Deshalb würde ich eine WH immer an Innenwänden anbringen.

Grüße
Frank
Verfasser:
crax
Zeit: 30.07.2012 12:12:41
1744440
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
....Ich glaube nicht, dass man das durch ausschließliche Verwendung einer Außenwandheizung vgl. zu anderen Heizungen hinbekommt.
Hier liegst Du vollkommen richtig! Will man auf ein gleiches energetisches Niveau mit einer FBH kommen, ist wesentlich höherer Dämmaufwand hinter der Heizebene erforderlich! Höherer Invest oder, wenn nicht, höhere Verbrauchskosten.
Lernt man übrigens bei jedem TGA Studium bzw. ist in qualtitativ hochwertigen Fachbüchern nachzulesen!
Allerdings gibt es einige Hobbyexperten, die Alles besser wissen :-) Diesen "Schlaubergern" ist eine wenig energieeffiziente Anlage durchaus gegönnt, bezahlen sie doch über > 25 Jahre mehr, als eigentlich erforderlich ;-)

mfg
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 30.07.2012 14:06:44
1744489
@ Hitzschlag,

Meine Rede!
Und ich ergänze: Das Ganze unabhängig von der Dämmung. Der Verlust ist immer ein Produkt des Deltas zwischen Wand- und Außentemperatur.


Wo hast du den Mumpitz denn her?
Der U Wert der Wand hat da nichts zu melden?? Interessant.

Eine Wandheizung ist eine Fußbodenheizung die mit viel Mühe an die Wand "geklebt" wird, um dann die Wärme über die Außenwände gerecht an alle 4 Himmelsrichtungen zu verteilen.

Wie oft hast du die Parole denn schon gepostet?

@ Frank,

da hilft alle Rechnerei nichts.
FBH: Rohr, 4cm Estrich, 5mm Kleber, 8mm Fliesen, oder noch schlimmer 15mm Parkett oder Diele.
WH: Rohr und max. 1cm Putz.
Ich lasse das unkommentiert.

Dieses 1W/m² höherer Verlust der WH haben wir doch schon gerechnet.
Ich hatte soger oben mit 2W/m² gerechnet
Wären ca. 200W gesamt, macht bei 6kW Heizleistung gut 3%.
Hier muß ich Hitzschlag recht geben, über sowas spricht man nicht.

Gruß
Stephan
Verfasser:
swellerchen
Zeit: 30.07.2012 14:08:56
1744490
Eigentlich müßte man zugunsten der WH die Verluste der FBH gegen Keller oder Erdreich noch rechnen.

Aber vergesst das mal.
Verfasser:
flo79
Zeit: 30.07.2012 14:46:00
1744508
Nur mal interessehalber.

Wie sehen die Beteiligten dann die Deckenheizung bei einem modernen Neubau? Auch gern im Vergleich zu FBH und Wandheizung.

Positiv wurde mir aufgeführt:

Dach ist normalerweise bei einem Neubau das am Besten gedämmte Bauteil
geringe Überdeckung, kann schneller reagieren (ähnlich Wandheizung)
große belegbare Fläche da normalerweise an der Decke nichts stört
großer Strahlungsanteil
Bodenbeläge frei wählbar ohne negativen Einfluß, also gerne auch Dielenboden, Teppich, also fußwarme Beläge möglich

Oder gilt hier einfach die klare Aussage: Wärme steigt nach oben und hier hat die FBH oder Wandheizung klar Vorteile?

Wie sehen die Experten hier die Deckenheizung???

Danke und Gruß Flo

PS: Hintergrund ist das Bauvorhaben eines Seniorenbungalows (2 Personen) mit ca. 90 qm Wfl. und relativ flachem Dach (5 Grad) kein Dachboden oder Spitzboden. U-Wert 0,12 also schon sehr gut. Es sind Massivdielen und Teppich als Bodenbeläge gewünscht.
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