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WP-Heizkonzept für EFH Neubau
Verfasser:
arnem80
Zeit: 21.04.2016 08:47:24
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2366673
Moin,

@Hfrik:
Danke für deine Bedenken bzgl. dem Baustoff, aber ich habe schon öfter zwischen Wänden aus Porenbeton gewohnt, von daher weiß ich durchaus auf was ich mich bei einem Krümelkekshaus einlasse. Komischerweise sind mir die Sachen auch nicht von der Wand gefallen. Da haben mich Bohrlöcher in Ziegelwänden tendenziell schon mehr Nerven gekostet. ;-)
Es ist auch schon gesetzt dass wir für das Außenmauerwerk Porenbeton verwenden werden und kein WDVS möchten.

@ crink:
Die HLB ist nun in Auftrag gegeben. Wenn die Heizlast nun niedriger ausfallen sollte (ursprünglich ging ich ja von ca. 6,5 kW aus), könnte man dann den Grabenkollektor auch noch etwas kleiner auslegen, oder sollte dieser trotzdem möglichst groß dimensioniert werden?

Viele Grüße
Arne
Verfasser:
HFrik
Zeit: 21.04.2016 10:31:13
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2366705
@ arnem80 - nur bitte beachten, dass Porenbeton in der Hinsicht Krümelkeks ungleich Proenbeton ist. Mit dem Porenbeton den ich in den 80'ern vermauert bzw. verklebt habe, konnte man durchaus noch was anfangen. Um die Dämmung hoch zu bekommen, muss das MAterial zwischen den Poren aber immer dünner werden,weswegen die hochdämmenden Steine eben wirklich extrem krümelig werden. Da bewegt sich der Proenbeton halt so langsam nicht nur bei der Dämmung sondern auch bei der mechanischen Festigkeit auf das Neopor zu ..... Also nicht beschweren wenns dann krümelig wird.
Verfasser:
arnem80
Zeit: 21.04.2016 11:17:57
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2366716
Wie gesagt, selbst der letzte Krümelkeks von ca. 2002 hat alles zu meiner Zufriedenheit ausgehalten. Es gibt natürlich auch Spezialisten die sich beim Dübeln recht komisch anstellen. Die würden das wahrscheinlich selbst mit KS vergeigen.....

VG
Arne
Verfasser:
HFrik
Zeit: 21.04.2016 11:38:01
0
2366718
Nun 2002 finde ich als geringste Dichte 400kg/m³ schon deutlich weniger als die 600-800kg/m³ in den 80'ern, korrekt. Heute gehts bis unter 250kg/m³ , da fehlt nochmal 2/5 des Materials zwischen den Poren. Das sind beim Gewicht je m³ nur noch gut 20% mehr als die Mineralwollplatten die unter dem Estrich verbaut werden. Um einen Vergleich zu bekommen. Ich habe Respekt von den Leuten die solche ultraleichten Steine machen können. Aber das hat eben auch seinen Preis.
Verfasser:
crink
Zeit: 27.04.2016 12:04:39
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2370554
Hallo Arne,

einige offene Punkte sind noch da:

- Elco Aquatop S: Wahrscheinlich dann das Modell S6 mit 5,59 kW Heizleistung und einem COP von 4,58 - in Ordnung, aber kein Überflieger. Die Vaillant 57/4 ist ähnlich.

- Solerohre im Sandbett: Absolut veraltet, mit RC-Rohren und etwas Vorsicht beim Verfüllen ist das nicht notwendig. Sand kostet mehr und verschlechtert die Wärmeleitfähigkeit des Bodens.

- Drei statt zwei Kreise: Bei einer WP mit mehr als 7 kW Heizleistung ist das sinnvoll. Jeder Kreis bitte mit 300 m Länge und 32er Rohr aus PE-RC.

- Drei Segmente, jeder Solekreis bekommt seinen eigenen Abschnitt: Eben nicht, aus Redundanzgründen und für gleiche Temperaturen in allen drei Rohren.

- Verteilerschacht außerhalb des Hauses: Mehr Sollbruchstellen, an die man schlecht rankommt, mehr Platzbedarf im Garten und mehr Kosten -> ab in den Keller/HWR mit den Soleverteilern.

Viele Grüße
crink

Ps: Grabenkollektor brauchst Du nicht größer als notwendig zu machen, der Gewinn ist nur gering und lohnt meist den Aufwand nicht. Es sei denn, Du bist Perfektionist oder befürchtest zukünftig exorbitante Energiepreise.
Verfasser:
arnem80
Zeit: 27.04.2016 15:40:35
0
2370616
Hallo crink,

wenn ich mir die die COP´s der emphohlenen Modelle bei der Kollektorplanung so ansehe, wäre mir eine Waterkotte oder Hautec auch lieber, aber nicht jeder HB bietet diese an.

Aktuell ist ein Forenkollege über der HLB. Wir werden wohl bei ca. 6 kW landen.
Da ich im Bezugsquellenthread gesehen habe, dass die Solerohre teilweise lange Lieferzeiten haben und der Bau schon mitte Juni starten soll, wollte ich mich schon mal nach dem Solerohr umschauen. Die senkrechten Slinkies in der Baugrube könnten dann schon gegen ende Juni verlegt werden.
Kann das von der Länge her so bleiben, also bei 2x 300m?

Da es nur zwei Kreise sind, würde ich die Verteiler auch eher in der Keller verlegen.
Apropo Verteiler (und restlichem Material für den Kollektor): gibts auch dafür Bezugsquellen oder Modelle die man empfehlen kann?

Falls die Heizlast doch bei 6 kW liegen sollte, sollte man dann den aktuellen Kollektor so belassen, oder könnte man ihn auch, wie in dieser Variante etwas verkleinern?

Viele Grüße
Arne
Verfasser:
crink
Zeit: 03.05.2016 14:50:17
0
2372516
Hallo Arne,

2 x 300 m 32er Rohr mit RC-Qualität sind perfekt. Verteiler:

- Entweder die Warmhaltebox von nicijan,
- der sehr kompakte Verteiler mit integrierter Isolation, den dyarne im Thread von Richard3007 vorgestellt hat
- oder das Modell von Oekotec, das manchmal schwierig abzudichten ist.

Kollektor verkleinern: Klingt sinnvoll, dann ist das nicht so fummlig mit den ganzen Rohren. Ich habs noch ein ganz klein wenig optimiert (kaltes Ende flacher, Teilstück C noch länger).

Viele Grüße
crink
Verfasser:
arnem80
Zeit: 10.05.2016 13:30:22
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2374213
Hallo zusammen,

hier nun ein kleines Update.

Von der Konfiguration her haben wir uns nun entschlossen fürs WW doch keine Friwa zu nehmen. Wir werden jetzt dafür einen Boiler mit ca. 300L nehmen. Das macht das ganze etwas einfacher und wahrscheinlich auch effizienter.

Skyme hat in der Zwischenzeit eine HLB angefertigt. Die Heizlast liegt bei knapp 5,7 kW zzgl. WW für vier Personen. Eine WP mit ca. 6 kW sollte da reichen. Die Heizflächenauslegung folgt ebenfalls noch.

Bei den Angeboten von den Heizungsbauern war noch nichts herausragendes dabei.

Angebot 1: war eine Vaillant flexotherm VWF 87/4 (allderings noch mit Puffer für Friwa) mit ERR für ca. 17' EUR zzg. FBH und Arbeit.

Angebot 2: ein elco System mit Aquatop S 11 und einem Puffer für WW und um Sperrzeiten zu überbrücken (die wir aber vermutlich nicht haben werden, da wir die WP mit Haushaltsstrom betreiben werden). Dafür ist keine ERR dabei. Mit Arbeit und FBH für gute 39' EUR. Den Preis finde ich allerdings etwas heftig für ein EFH mit 170 qm Wohnfläche.

Bei beiden Angeboten ist die WP deutlich überdimmensioniert, jedoch muss man dazu sagen, dass zur Erstellung der beiden Angebote die HLB noch nicht vorlag.

Zum Grabenkollektor:
Bisher hat mir die Umsetzung des ursprünglich entwickelten Kollektors immer etwas Bauchschmerzen bereitet. Segment E bis H müsste noch vor dem Verfüllen der Baugrube verlegt werden, nach Abschluss des Rohbaus müssten die Gräben für den Rest ausgehoben und der Rest verlegt werden. Ich finde das logistisch ein wenig umständlich.

Hier kam mir gestern dann die Idee dies mit einem V-förmigen Kollektor (ca. 3 m breit, 3,20 tief, unten 0,70m breit) zu lösen und senkrechte Slinkies entlang der schrägen Grabenwannd zu verlegen. Der Kollektor wäre für mich leichter umzusetzen, da man nach Abschluss des Rohbaus sich ganz dem Kollektorbau widmen könnte. Zudem müsste dafür auch nur ein einzelner, dafür aber tieferer Graben ausgehoben werden, der im Gegensatz zur alten Version nicht so verwinkelt ist.

Zum Anschluss der Kollektors würde ich mir vom Rohbauer zwei 100er KG Rohre in die Nähe des Revisionsschachtes legen lassen (gestrichelte Linien) und diese beim Grabenaushub wieder freilegen. Da er für die Entwässerungs und den Revisionsschacht da eh alles aufgraben muss, sollte das kein großes Problem sein, da noch zwei KG-Rohre mehr einzubuddeln.
Den Hauptvorteil sehe ich daher klar in der einfacheren Umsetzung und dem geringeren Flächenverbrauch. Das Aushubvolumen ist in etwa vergleichbar mit dem alten Kollektor (ca. 150 cbm), wobei ich nicht abschätzen kann, ob und wieviel aufwendiger es ist, den tieferen Graben auszuheben.

Für das Solerohr hab ich mittlerweile Angebote von Santherr (ca. 1300 EUR) und SDG (1550 EUR). Am meisten jedoch sagt mir der Komplettbausatz von nicijan zu. Der ist nur minimal teurer als Santherr, macht auf mich aber einen besseren Eindruck und der Ausgleichbehälter ist hier ebenfalls schon dabei.
Bitte um Rückmeldung was von meinem gestrigen Grabengeistesblitz zu halten ist.

Sonnige Grüße
Arne
Verfasser:
crink
Zeit: 11.05.2016 12:33:18
0
2374468
Moin Arne,

die Dir vorliegenden Angebotspreise klingen so, als ob die Heizis in Deiner Gegend keine Neukunden brauchen haben wollen... Eine 87/4 sollte ab 7000 EUR (brutto, nur die WP) machbar sein...

ERR hoffentlich nicht (oder nur in wenigen Räumen), für WP mit guter Flächenheizung nicht empfehlenswert.

Wenn Dir der Kellergrubenkollektor nicht ganz geheuer bzw. zu kompliziert zu verlegen ist, dann packst Du die Rohre einfach gerade rein in die Kellergrube, dann reicht die Leistung des Grabenkollektors trotzdem. In diesem Falle die Teilstücke B, C und D direkt vor dem Baubeginn mit schon vorhandenem Bagger realisieren (D schmaler werden lassen am Ende, damit dann beim Ausheben der Kellergrube das Rohr heil bleibt).

Dein Preis für die Solerohre von Santherr/SDG klingt zu teuer, das sollte eigentlich die Hälfte sein für 2 x 300 m 32er PE-RC. Normal sind inkl. Versandkosten etwas mehr als 1 EUR pro Rohrmeter. Oder sind da noch Solekonzentrat (wieviel) und Soleverteiler enthalten?

Viele Grüße
crink
Verfasser:
arnem80
Zeit: 11.05.2016 18:45:46
0
2374553
Hi crink,

uups, hatte vergessen zu erwähnen dass es sich bei den Preisen für den Kolli um Gesamtpreise handelt. Das Rohr kostet der Meter ab 0,77 Eur netto. Zggl. Fracht, Frostschutz, Mwst kommt man bei ca. 1,35 EUR / m raus bzw. insgesamt mit Verteilern, Absperrhähne, und sonstigen Verbindungs- und Installationsmaterial kommt auf kanpp 1300 EUR. Man könnte sich die Komponenten sicher auch einzeln zusammenkaufen, aber dann fällt auch Fracht mehrmals an, so dass man unterm Strich auch nicht soviel spart.

Mir kam heute noch die Idee, ob man nicht vielleicht beim alten Kollektor die Segmente A bis D noch vor dem Rohbau eingräbt und dann den Rest, bevor die Baugrube verfüllt wird. Aber da müsste ich noch den Rohbauer fragen, ob das geht, bzw. wo er den Kran aufstellen möchte. Die müssten dann beim baggern natürlich etwas Abstand halten um den Kolli evtl. nicht zu beschädigen.

Alternativ könnte mir der Rohbauer auch einen Minibagger leihen. Das könnte dann zwar länger dauern, wäre unterm Strich aber auch günstiger als wenn ein Profi ein paar Schaufeln voll aushebt.

Bin momentan noch auf der Suche nach der Aufwandsärmsten Lösung. :-)

Zur WP:
Also der HB hat mir ein neues Angebot für eine flexotherm VWF 57/4 geschickt. Diesmal endlich NICHT überdimensioniert. Das interessante dabei ist, das Angebot (nur notwendiges Mat) wurde direkt von Vaillant erstellt und er hats mir nur weitergeleitet. Da kostet die WP mit Mwst gute 9200 EUR. Hier kostet die gleiche WP ca 2600 EUR weniger. Wie kommen solche Preisunterschiede zustande? Steckt sich die Differenz der HB in die Tasche?
Wenn ich die WP selbst kaufe und der HB soll sie nur anschließen, wird er sicher überhaupt nicht begeistert sein.

Viele Grüße
Arne
Verfasser:
HFrik
Zeit: 11.05.2016 18:55:25
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2374557
Nun, Heizungsbauer bekommen bei den HErstellern hohe Standardrabatte bei den HErstellern. SPrich Listenpreise sind Mondpreise. Die MArktpreise sind wie Du siehst niedriger.
Bekommst Du BAFA-Förderung? Ansonsten dürftest Du eine WP auch am stück hinstellen und selbst anschliessen, nur das sTromkabel müsste formell der Elektriker anklemmen.
Bei Gewährleistungsfällen könnte es passieren dass sich der Hersteller ohne rechtliche Grundlage erst einmal querlegt. Es ist allerdings auch nicht garantiert, dass sich beim Anschluss durch HB dieser bzw der Hersteller nicht ebenso querlegt wenns um Gewährleistung geht. Meine Erfahrung mit Gewährleistung mit Handwerkern und Onlinehändlern fällt klar zugunnsten der Onlinehändler aus.
Das wäre dann deine Risikoabwägung.
Verfasser:
arnem80
Zeit: 11.05.2016 19:37:45
0
2374572
Ich dachte die BAFA Förderung kann immer man beantragen für Sole-WP´s mit einem COP >= 4,5 und bei der BAFA gelistet sind. Ist diese Förderung an den HB gekoppelt?

Naja, so 100%ig würde ich mir jetzt nicht zutrauen den ganzen Krempel anzuschließen und in Betrieb zu nehmen. Wenn sich ein HB finden ließe, der bereit ist NUR die Installation / Inbetriebnahme von vorhandenen Komponenten zu erledigen, dann würde ich die WP und Zubehör auch im Internet bestellen.
Also freiwillige HB´s im Raum Mittelfranken (ERH) vor. :-)

An den Strom anschließen dürfte ich die WP aber, da ich Elektrofachkraft bin und zumindest die Elektrik die sich hinter dem Stromzähler befindet ausführen darf.

Viele Grüße
Arne
Verfasser:
crink
Zeit: 18.05.2016 11:30:25
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2376344
Hallo Arne,

Deine Planung der Rohrverlegung ist richtig: Bei Nutzung der Kellergrube für die Kollektorrohre (egal ob als richtiger Kellergrubenkollektor mit Slinkies oder gerader Rohrverlauf) muss der Kollektorteil, der außerhalb der Kellergrube realisiert wird, direkt vor dem Ausheben der Kellergrube als erster Bauschritt erledigt werden. Dann Rohre sichern, Kellergrube ausheben, Keller bauen und direkt vor dem Verfüllen der Kellergrube die Rohre in der Kellergrube verlegen. So haben das schon einige hier im Forum realisiert, siehe zB eines der vielen Projekte von Arne. Genau so wäre das bei Dir auch machbar.

Bzgl. der WP-Preise: Schau Dir den Unterschied zwischen Listenpreis und Endverkaufspreis bei Autos an - das scheint bei WP ähnlich zu sein. Wobei die Preise für die nackte WP und inkl dem zusätzlich notwendigen Material für die Montage in Deinem speziellen Haus schon unterschiedlich sind. Nur musst Du herausfinden, welches Material in Deinem Fall wirklich notwendig ist - Solebefüllstation zB ist teuer und nicht notwendig.

BAFA-Förderung: Dafür ist meines Wissens nach eine Fachunternehmererklärung erforderlich, in der der fachgerechte Einbau und auch der hydraulische Abgleich zugesichert wird. Du selbst darfst die nicht ausstellen, es sei denn Du kannst Expertise im Heizungsbau nachweisen. Du brauchst also irgendeinen Heizi, der zumindest seinen Willi druntersetzt.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
arnem80
Zeit: 24.05.2016 12:51:09
0
2377617
Hallo zusammen,

mit dem Grabenkollektor gehts nun bald los. Aktuell bestelle ich das Kollektorset von Nicijan.
Wir werden die Segmente B bis D auf jeden Fall noch vor dem Kelleraushub verlegen. Anfangs wollte der Rohbauer das nicht. Dieser ging aber noch vom ersten Entwurf des Kollektor aus, wo sich die Solerohre teils mehrfach mit der Entwässerung gekreuzt haben. Das war ihm etwas zu kompliziert wenn wir das vorher verlegen würden.
Beim aktuellen Kollektor ist das hingegen kein Problem.

Bin mir noch unschlüssig, ob wir die Slinkies außerhalb des Grabens montieren sollen, oder lieber gleich direkt im Graben.
Gibt es im Raum Mittel-/ Oberfranken evtl. Grabenprofis die bei der Verlegung fachlich unterstützen könnten?

Viele Grüße
Arne
Verfasser:
arnem80
Zeit: 26.05.2016 16:27:10
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2378095
Hallo,

ich habe den Kollektor nochmals angepasst, da die Winkel einiger Grundstückslinien nicht ganz mit dem Werkplan übereingestimmt haben. Der Revisionsschacht ist nun auch korrekt eingezeichnet, daher habe ich den Kollektor noch etwas verschoben.

Voraussichtlich wird am kommenden Donnerstag schon gebaggert um die Segmente B, C , D zu verlegen. Da die breite Baggerschaufel 2 m hat, hab ich den Graben auf 2 m Breite gezogen. Jedoch sehe ich, dass im Grabentool die Slinkies dann doch nur 1,80 m im (Außen?)Durchmesser haben. Warum ist das so? Kann man die Slinkies nicht so verlegen, dass sie an der Grabenwand anliegen und somit die volle Grabenbreite nutzen?
Wenn alles klappt und das Material rechtzeitig da ist, wollen wir den Kollektor am nächsten Wochenende verlegen.

Grüsse
Arne
Verfasser:
crink
Zeit: 30.05.2016 15:19:12
1
2378961
Hallo Arne,

bei 2 m Grabenbreite kannst Du die Slinkies direkt im Graben bilden, das ist am einfachsten. Dabei nur 1,8 m Slinky-Durchmesser, damit am Grabenrand nicht zu viel Rohr auf einem Haufen liegt und der Entzug gleichmäßiger läuft. Auch ist das Rohrhandling dann etwas einfacher. Hat sich in der Praxis gut bewährt. Nur bei sehr schmalen Gräben mit weniger als 1,3 m Breite ist es sinnvoller, die Slinkies über die ganze Grabenbreite laufen zu lassen.

Viele Grüße
crink

Ps: In der WP-Verbrauchsdatenbank sind 2 Grabenkollektoren verzeichnet, die ungefähr in Deiner Gegend liegen: Dieser und dieser (siehe Karte). Kannst ja mal Kontakt aufnehmen.
Verfasser:
arnem80
Zeit: 04.06.2016 22:55:31
2
2381331
Hallo zusammen,

die letzten Tage ist einiges passiert.

Am Donnerstag wurde der Graben für die Teilstücke B, C und D vermessen und markiert. Am Donnerstag wurde auch das Solerohr von Nicijan per Spedition angeliefert.



Und am Freitag wurde pünktlich um 8 Uhr mit dem ausbaggern begonnen. Nach ca. 2,5 Stunden war der Graben dann auch komplett ausgehoben. Schon beeindruckend welche Berge sich da plötzlich auftürmen. Der Boden bestehht allerdings nur weiter oben aus sandigem Lehm. Unten wo der Kollektor liegt, ist nur noch sehr kompakter Lehm.





Da es ab mittag anfing leicht aber durchgehend zu regnen, haben wir dann das verlegen der Rohre dann auf Samstag verschoben. Leider hat es nachts dann doch noch etwas ergiebiger geregnet, so dass sich im Graben einige Pfützen gebildet hatten. Wegen der Lehmschicht, versickert das leider auch nicht.



Wir haben dann mit dem kalten Ende begonnen. Da wir das Rohr von außen abgewickelt haben, gingen die ersten Slinkies im B-Graben noch relativ leicht. Durch den immer kleiner werdenden Durchmesser im Ringbund, möchte das Rohr blöderweise aber diesen kleinen Durchmesser nach dem Abwickeln auch gerne beibehalten. Bei Slinkies mit 1,80m Durchmesser, war das aber gar nicht so einfach. Es hat eine Weile gedauert bis wir die beste Verlegestrategie raus hatten.

Aufgrund der sehr verregneten Wettervorhersage fürs Wochenende, hab ich blöderweise die Hilfe von Freunden abgesagt. Da ich damit gerechnet hatte, dass wir das Rohr erst anfang der nächsten Woche verlegen können. Daher hat mir nun beim verlegen nur mein Vater geholfen. Zu zweit ist das schon machbar, aber auch ein bißchen umständlich. Da es wegen den oben erwähnten Komplikationen mit dem Rohr sich das Verlegen auf ca. vier Stunden hingezogen hat, haben wir beschlossen es heute bei einem Kreis zu belassen. Der zweite folgt dann morgen. Hoffentlich regnets heute Nacht nicht wieder.

Teilstück B und C


Teilstück B


Teilstück C und D


Teilstück D


Auch wenn der Durchmesser und der Abstand der Slinkymitten nicht immer auf den Millimeter genau stimmen, hat der Rohrverbrauch immer bis auf ca. +/- 2m mit den Angaben im Grabentool übereingestimmt. Also gehe ich davon dass das von der Verlegung her so passen sollte. :-)

Kann man das so lassen?

Viele Grüße
Arne
Verfasser:
crink
Zeit: 05.06.2016 08:05:42
0
2381358
Hallo Arne,

das sieht sehr gut aus, weiter so. Und der Boden sieht noch ergiebiger aus als angenommen, das wird eine gute Quelle. Beim Verfüllen gut darauf achten, dass der Lehm und das Rohr engen Kontakt zueinander haben. Am besten mit viel Wasser rummatschen ;-)

Viele Grüße
crink
Verfasser:
arnem80
Zeit: 18.12.2016 14:17:10
1
2449582
Hallo zusammen!

Zunächst erstmal sorry, dass ich mich einige Zeit nicht mehr gemeldet habe, aber wenn man viel in Eigenleistung macht und die restliche Freizeit mit dem Nachwuchs verbringt, kommt einiges andere zu kurz.
In der Zwischenzeit ist aber schon einiges passiert. Wir haben zwar noch keine WP installiert, aber das macht auch nichts, da wir auch noch keinen Estrich haben. Lt. dem Heizer würde man den Kollektor längerfristig schädigen, wenn man mit diesem den Estrich aufzuheizen würde, da dieser die Wärmemenge zum aufheizen kaum bereitstellen könnte. Das Aufheizen erfolgt daher mit einer elektrischen Wärmestation.

Nachdem der Keller fertig war, haben wir noch die restliche Strecke des Kollektors entlang der Baugrube verlegt.

Hier noch ein paar Bilder davon.

Teilstück E:







Teilstück F und G:






Nachdem der Wasserwart die Trinkwasserleitung, gelinde gesagt, etwas dämlich ans Haus geführt hat (schwarze Leitung, links neben den KG-Rohren), war mir diese etwas zu nah an den Soleleitungen dran. Zumal dies auch noch das kalte Ende aus der WP ist.





Daher habe ich die Soleleitungen an der Stelle in KG-Rohr verlegt, so dass sie kaum Wärme aus dem Erdreich aufnehmen können und noch zusätzlich eine Styrodurplatte zwischen Trinkwasser- und Soleleitungen gepackt. Ich hoffe das reicht als Isolation dann aus. Zumal die Trinkwasserleitung selbst auch noch in einem größeren Leerrohr bis zum Haus verlegt wurde.



Die WP wird eine von Novelan. Im Forum habe ich an einigen Stellen gelesen, dass diese baugleich mit den AIT bzw. auch Nibe-WP´s sein sollen. Aktuell schwanke ich noch zwischen der SIC 6.2 H3 bzw. der SICV 6.2 H3. Die SICV ist eine Invertermaschine, die SIC nur eine reine AN/AUS-WP. Dafür ist der COP der SICV ggü. der SIC Maschine etwas besser (SICV 4,86 / SIC 4,68). Die SICV würde einen Mehrpreis von ca. 500 EUR ausmachen. Prizipiell fände ich die SICV zwar besser, jedoch habe ich etwas Bedenken was die langfristige Haltbarkeit der Leistungsregelung angeht. Ein Frequenzumrichter kann auch gerne mal abrauchen, was dann weitere und u.U. auch nicht unerhebliche Reparaturkosten nach sich zieht. Das könnte den Vorteil beim höheren COP doch schnell wieder zunichte machen. Eine AN/AUS-Maschine ist an dieser Stelle doch einfacher und somit vielleicht auch robuster aufgebaut.

Hat hier jemand evtl. schon Erfahrungen mit einer der beiden WP´s?

Viele Grüße und schöne Feiertage schonmal
Arne
Verfasser:
DP13
Zeit: 19.12.2016 08:58:46
1
2449844
Hey guten Morgen!

Das mit dem Estrich ausheizen kann ich so nicht bestätigen. eher das Gegenteil.

Wir haben im März 2016 mit halb fertigem Kollektor (es fehlen an vielen Stellen noch ~ 40cm Boden ) ausgeheitzt. Klar war das am Endew ganz schön ausgelutscht. Allerdings hatte ich dann im September wieder eine Sole Ein Temp von ~ 15°- 17°. Also keine Sorge. Geht auf jeden Fall. man darf nur nicht Angst haben wenn die Sole an die 0° Grenze kommt. hat sich super erholt die Quelle. Leider kann ich von März keine Daten auslesen (war noch nicht mit dem Uplink verbunden), aber am 21.09. (erster Tag im Uplink) hatte ich eine Sole Ein Temp von 15,7°.

Und wie gesagt. Estrich >200m² ausgeheizt..

Gruß, Dominik
Verfasser:
crink
Zeit: 09.01.2017 08:53:23
0
2460358
Moin Arne,

danke für die Berichterstattung, Deine Fotos des Kellergrubenkollektors sind sehr gut als Beispiel für die Ringgrabenkollektor-Homepage geeignet - darf ich die dort verwenden und diesen Thread hier verlinken?

Estrich ausheizen: Mit einem Standard-VDI-4640-Flächenkollektor ist das in der Tat nicht möglich. Ein Ringgrabenkollektor ist wesentlich leistungsfähiger, so dass das außerhalb des Kernwinters (Dez/Jan/Feb) bisher immer geklappt hat - mit ein wenig Zeitbedarf, da nur 6 kW Heizleistung die Estrichtemperaturen nur langsam ansteigen lassen.

Selbst im Kernwinter würde ich den Estrich mit WP und Kollektor ausheizen, allerdings mit guter Soletemperaturüberwachung (bis -3/-6 Grad bei noch nicht angelegtem Garten sind möglich, Bodenhebungen sind dann ja egal) und für die Erreichung von Heizwassertemperaturen über 30 Grad evtl. mit Heizstabhilfe - je nach Zeitplan. Und wenn die Leistung des Grabens nicht ausreicht - egal, zumindest bis dahin hast Du sehr kostengünstig geheizt und kannst den Rest direktelektrisch beisteuern - immer entlang der -3/-6 Grad Soletemperatur.

OnOff oder Inverter: Wenn die FBH für WP optimiert und am besten auf 30 Grad ausgelegt ist (sollte skyme doch gemacht haben, oder?), dann wird auch eine OnOff gut funktionieren - die Inverter-Maschine kann allerdings durch das dauerhaft etwas geringere Temperaturdelta noch etwas mehr rausholen als die reinen COP-Zahlen zeigen. In diesem Fall mit nur 500 EUR Preisunterschied finde ich die Invertermaschine sinnvoller. Prinzipiell sind ja Millionen von Inverter-WP im Einsatz (Klimaanlagen) und bisher hab ich nichts davon gehört, dass speziell die FUs die Hauptproblemstellen sind.

Viele Grüße
crink

Ps: Der fertige Graben im Trenchplanner. Ist das so final von Dir realisiert worden?
Verfasser:
arnem80
Zeit: 21.05.2017 13:40:57
0
2510770
Hallo Crink,

sorry wieder für die späte Antwort. Es ist mittlerweile viel geschehen, und bald kann man auch endlich einziehen. Dann sollten auch die Antworten schneller klappen. :-)

Ja, du darfst die Bilder bzw. Thread als Beispiel verwenden.

Anfang Juni wird die WP geliefert und angeschlossen. Es ist nun doch die Inverterkiste geworden. Sollte schon funktionieren und wie du schon erwähnt hast, werkeln vor allem die Luftpumpen schon ein bissl länger mit FU vor sich hin.

Glaub die FBH ist auf 35/30 ausgelegt. Das könnte evtl. mit der gewünschten Heizleistung einiger Räume zusammenhängen. Im Bad z.B. haben wir einen 5er VA. In den Kinderzimmern reichte auch gerade so noch ein 10er VA.

Diesen Grabenkollektor haben wir letztendlich umgesetzt.

Viele Grüße
Arne
Verfasser:
dyarne
Zeit: 21.05.2017 15:44:23
0
2510808
zum thema estrich ausheizen hier ein paar aktuelle schön dokumentierte beispiele.

>>> estrich ausheizen <<<

die nibe-regelung kann auch die quelle modulieren, dh man gibt eine zulässige tiefste soletemeperatur ein und der inverter regelt den entzug exakt auf diesen wert hin...

mittlerweile sind die soletemperaturen ja schon wieder 2-stellig, man könnte über den sommer 3,4,5 estriche ausheizen und hätte trotzdem zu winterbeginn keinen unterschied in der soletemperatur gegenüber tiefenbohrungen...
Verfasser:
crink
Zeit: 22.05.2017 09:40:20
0
2510947
Hallo Arne,

danke für die Rückmeldung, nun ist Dein Vorhaben als Beispiel für einen Kellergrubenkollektor mit auf der Ringgrabenkollektor-Homepage aufgenommen.

Bitte denke daran nach Anschluss der WP hier weiter von Deinen Erfahrungen zu berichten und melde Dich am besten in der Wärmepumpen-Verbrauchsdatenbank an, um Deine monatlichen Daten zu veröffentlichen.

Danke und viele Grüße
crink
Verfasser:
arnem80
Zeit: 07.08.2017 08:56:49
0
2535208
Hallo,

mittlerweile sind wir schon eingezogen. Aber der Kollektor macht noch Probleme. Daher ist die WP noch nicht in Betrieb. Das WW wird aktuell noch mit Strom direkt erzeugt.

Zuerst war zweimal der Soleverteiler undicht. Das ist der etwas anfällige Verteiler von nicijan. Die großen Kugelhähne aus Kunststoff ließen sich, wenn die Anlage unter Druck nicht mehr bewegen. Da die Kunststoffverteiler alle nicht berauschend sind, bin ich nun gerade dabei einen Edelstahlverteiler von Strawa einzubauen.

Als der WP Techniker zur Inbetriebnahme da war, hat nicht nur die Verschraubung am Kugelhahn des Soleverteilers wieder angefangen zu lecken, sondern der eine Kollektorkreis hatte auch gar keinen Durchfluss. Bevor ich aber den Kollektor an den Verteiler angeschlossen habe, habe ich die Kreise mit einem Laubbläser durchgepustet, da ich mir nicht mehr sicher war, welches Rohr in den Wanddurchführungen zu welchem Kreis gehört. Da kam bei beiden Kreisen wieder ordentlich Luft an. Habe jetzt zum Wechseln des Verteilers die Sole teilweise mit Druckluft herausgedrückt. Dabei ist mir aufgefallen, dass man in dem Kreis ohne Durchfluss erheblich mehr Druck beaufschlagen muss und dann nach einiger Zeit fließt die Sole aus diesem Kreis ebenfalls raus. Wirklich dicht ist der Verteiler also nicht. Kann es aber sein, dass im Baugrubenteil, wo der Kollektor ja vertikal verlegt ist, noch sehr viel Luft drin ist, und diese erst überwindet werden muss, damit die Sole durchfließt. Wenn das bei fast allen vertikalen Slinkies der Fall ist, könnte ich mir damit erklären, warum der eine Kreis für die Umwälzpumpe komplett "dicht" ist und dieser auch beim Entleeren mit der Druckluft so langsam anspricht und sich mit Verzögerung entleert. Der andere Kreis hingegen zeigte diese Auffäligkeit nicht und war wohl korrekt entlüftet.
Das war neben der undichten Verschraubung der zweite Grund warum die WP nicht in Betrieb genommen werden konnte, da mit einem Kreis, lt. dem Techniker die Spreizung zu groß wäre und die WP dann nach kurzer Zeit in eine Störung gehen würde.

@Crink: bei der Verbrauchsdatenbank bin ich schon angemeldet, aber da die WP ja noch nicht läuft, habe ich auch nichts zum eintragen.

Evtl. kommt diese Woche der Heinzungsbauer zum befüllen des Kollektors wieder vorbei. Ich werde dann berichten, ob das befüllen bzw. die erneute Inbetriebnahme geklappt hat.

Viele Grüße
arne



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