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Neubau EFH Auslegung und Montage Kollektor
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 09.10.2016 22:33:51
0
2417205
Ich muss mich korrigieren, der Hof und die Einfahrt wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Mal sehen was der Boden her gibt und dann rechnen wir nochmal.
Verfasser:
Lupo1
Zeit: 10.10.2016 09:50:41
1
2417290
Hallo Mirko,

habe bei der Versickerung nicht an deiner gesamten Grabenlänge gedacht. Es sollte auch bei eienr Teillänge von 50m funktionieren. Die Versickerung sollte laut crink min 0,5m über dem Graben sein, habe meinen ca. einen Meter über den Graben erstellt. Mache mit deinem Boden einen Versickerungsversuch, damit kann man eine Zeitspanne ermitteln jenes man wieder umrechnen kann. Du findest hierzu Infos im Netz. Wenn du eine Betonisterne davor setzt hast du auch einen späteren Nutzen, dafür kannst du die Versickerungsfläche verringern. Bei der Einfahrt kann man versickerungsfähiges Plastern verwenden, bieten in der Regel alle Hersteller an. Der angegebene Filter reicht für dein Dach und Einfahrt, hat einen 150er Anschluss, du kannst hier auch einen Schacht mit Deckel oben aufsetzen. Eine Betonzisterne mit 5000l würde hier genügen, beruhigter Einlauf und Überlauf jenr in die Versickerung mündet.
Dürfte unter dem Strich die praktabelste Konstellation ergeben, kostet aber mehr als deine erste Schätzung aber noch wesentlich unter dem Anegbot des Fachbetriebes.

Wolfgang
Verfasser:
crink
Zeit: 10.10.2016 11:37:13
0
2417349
Zitat von Hopfensack Beitrag anzeigen
Etwas Sorgen habe ich noch bei der Quelle. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob ich zwei oder drei Kreise verlegen. Vielleicht können mir die Profis hier noch etwas die Angst nehmen?

Selbst wenn Du eine typische fixed-speed Sole-WP der Klasse mit 8 kW Heizlast wählst, wären 2 Rohre ausreichend. Hydraulisch gehts grad noch, pure Rohrmenge aber besser als Standard-VDI-4640. Viele Bohrungen laufen genau so (120 - 150 m Tiefe mit Doppel-U). Insofern passen zwei Solekreise mit je 300 m perfekt zur kleinen Nibe.

Es darf allerdings kein Rohr ausfallen, das wäre in Deinem Fall doch etwas zu grenzwertig. So lange Du bei noch offenem Graben eine Druckprüfung durchführen kannst sind zwei Solekreise wunderbar. Wenn keine Druckprüfung durchgeführt wird oder das erst nach der Verfüllung durchgeführt werden kann, dann lege lieber drei Solekreise in den Boden. Wenn das Rohr einmal im Boden angekommen ist und der Druckprüfung standgehalten hat, dann ist mit keinem Ausfall zu rechnen.

Versickerung über dem Graben: Wenn ich mich recht erinnere ist das auch bei Richards Projekt enthalten gewesen.

Finalversion 1.2 mit den von Dir geplanten Änderungen der Rohrverteilung ist wunderbar.

Viele Grüße
crink

Ps: Hof und Einfahrt vielleicht sickerfähig machen, dann sinkt die Regenwassermenge und der Aufwand für die Versickerung sinkt?
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 10.10.2016 12:20:40
0
2417379
Hallo Wolfgang,

die Versickerung werde ich am Wochenende mal prüfen. Ich habe dazu bereits eine Anleitung im Netz gefunden. Danke für den Tipp.

Eine Zisterne möchte ich nicht verbauen, wir werden hier früher oder später einen Brunnen anlegen.

Weiterhin werde ich den ganzen Graben mit der Regenwasserversickerung versehen.
Hintergrund ist, dass ich am ersten „kalten“ Slinkygraben das Wasser von Carport/Garage und beim letzten „warmen“ Slinkygraben das Wasser vom Haus einleite, diese werde ich dann verbinden.

Die Versickerung wird sich ca. 50 cm über den Slinkys befinden. Ich möchte hier im frostfreien Bereich bleiben. Mein Gelände ist Abschüssig. Am Kalten Ende wird der Slinky bei ca. 1.50 Tiefe sein und beim warmen Ende ca. auf 2 m.

Aktuell sind ca. 25-30cm Kies auf 1,80m breite berechnet. Sowie je vier Kreise aus DN100 a 86m Länge.

Wie ich bereits gelesen habe, steht und fällt die Berechnung mit dem Kf-Wert, daher mal sehen was bei dem Versickerungsversuch raus kommt. Wenn ich noch etwas Material reduzieren kann, umso besser.


@Crink

Das Argument mit der Bohrung ist schlagend und spricht für zwei Kreise. Dennoch werde ich wohl auf drei Kreise setzten. Zu meiner eigenen Sicherheit. die 250€ lassen sich gut auf die nächsten 25Jahre verteilen :-)
Anschließen werde ich aber vermutlich nur 2 Kreise oder sind dadurch bessere Soletemperaturen zu erwarten, da größere Tauscherfläche?
Verfasser:
crink
Zeit: 10.10.2016 12:34:25
0
2417388
Hi,

mit der modulierenden Nibe bringt der dritte Solekreis auch ein wenig Soletemperaturgewinn, allerdings im eher marginalen Bereich von 0,3 Grad oder so. Zu den reinen Rohrkosten kommt bei Nutzung noch der Preis fürs Solekonzentrat, den breiteren Verteiler und die aufwändigere Hauseinführung hinzu. Pro Solekreis rechne ich mit einer Summe von ca. 500 EUR all inkl. (ohne Bagger natürlich, der Graben bleibt ja gleich).

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 10.10.2016 12:39:45
0
2417391
Ok, da werde ich mich mal auf die Suche nach den Armaturen zum befüllen machen.

Man muss ja nicht unnötig Kosten verursachen.
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 10.10.2016 21:07:54
0
2417621
Weil der Plan ja nun steht, habe ich mal die Rohrverteilung per Excel etwas angepasst.

Rohrverteilung

Nebenbei habe ich auch mal Crink seine neue Funktion mit dem Bild Export ausprobiert.

Bild-Export Trenchplaner
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 11.10.2016 11:56:42
0
2417835
Neues von der unteren Wasserbehörde:

Es wird bestätigt, dass gemäß § 49 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) die o. g. Erdaufschlüsse angezeigt wurden.

Folgende Hinweise wurden angegeben :

- Im Zuge der Bauarbeiten zur Einbringung der Kollektoren sind alle Vorkehrungen zu treffen, um Verunreinigungen des Bodens und des Grundwassers zu verhindern. Es ist dafür zu sorgen, dass Wasser gefährdende Stoffe durch die Maßnahmen (z. B. über Baumaschinen) nicht in den Untergrund gelangen. Evtl. verursachte Schäden und/oder aufgetretene Havarien sind umgehend der unteren Wasserbehörde mitzuteilen. Beeinträchtigungen von Nachbargrundstücken (z. B. Verunreinigungen) im Zuge der Bauarbeiten sind zu vermeiden bzw. durch den Verursacher umgehend wieder zu beseitigen.

- Die Errichtung und der Betrieb der Erdwärmeanlage haben entsprechend den technischen Vorschriften und Regeln (Stand der Technik), insbesondere nach der VDI-Richtlinie 4640 zu erfolgen.

- Es dürfen nur Wärmeträgermittel der Wassergefährdungsklasse 1 (WGK 1) eingesetzt werden. Änderungen des angezeigten Wärmeträgermittels sind der unteren Wasserbehörde unter Beifügung entsprechender Sicherheitsdatenblätter schriftlich vor der Einbringung bekannt zu geben.

- Die Außenkreisläufe der Wärmepumpenanlage müssen mit einem Druck-/Strömungswächter (baumustergeprüfte Druckwächter) oder einer vergleichbaren Sicherheitseinrichtung ausgestattet sein. Der Sondenkreislauf sowie die Sicherheitseinrichtungen (Druckwächter u. a.) sind durch den Betreiber regelmäßig, mindestens monatlich, zu kontrollieren.

- Auf die Gefährdungshaftung nach § 89 WHG und die allgemeine Sorgfaltspflicht nach § 5 Abs. 1 WHG wird verwiesen.

- Bei Veränderungen gegenüber der o. g. Anzeige ist die untere Wasserbehörde zu informieren.

- Für die Erdarbeiten müssen die üblichen Zustimmungen der Medienträger eingeholt werden. Besonders zu Trink- und Abwasserleitungen (einschließlich Regenwasser) sind Mindestabstände einzuhalten, die mit den jeweiligen Medienträgern abzustimmen sind.




Punkt 4 klingt interessant, wurde das nicht jetzt erst bei einem anderem User gefordert?
Gibt es Empfehlungen?
Verfasser:
crink
Zeit: 11.10.2016 12:55:29
2
2417857
Hi,

ja, der Druckwächter ist auch bei truce Thema. Das sollte der Heizi machen, technisch relativ einfach realisierbar.

Falls Punkt 2 noch näher erläutert werden muss kannst Du durch Hinweis auf mehr erschlossenes Erdreich und mehr Rohrmenge als bei einem üblichen Flächenkollektor die VDI 4640 erschlagen. Dort ist zwar auch ein Hinweis auf Künettenkollektoren drin (das ist letztendlich ein Ringgrabenkollektor), aber der ist sehr unspezifisch mit 5-6 m Grabenlänge pro kW Heizlast angegeben, ohne genauer auf den Boden oder die Geometrie des Grabens einzugehen.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 13.10.2016 09:33:01
0
2418651
Guten Morgen,

ich habe nochmal zwei Fragen an die Profis.

Wenn ich jetzt drei Kreise an die Nibe anschließe, schafft dies dann auch die Solepumpe?

Bei der Verlegung der Rohre als Slinky gibt es ja immer Stellen wo die Rohre sich kreuzen.
Besteht an diesen Stellen nicht die Gefahr durch das Verdichten, dass die Rohre knicken?
Weiterhin müsste ich ja an den Stellen per Hand die Rohre mit Erde „unterfüttern“ damit nicht Hohlräume entstehen.

Oder wie seht ihr das?
Verfasser:
crink
Zeit: 13.10.2016 11:34:25
1
2418709
Hi,

je mehr Solekreise parallel an die WP angeschlossen werden, desto weniger Druckverlust, desto einfacher hat es die Soleumwälzpumpe der WP. Ist wie bei elektrischen Widerständen.

Kreuzungspunkte bergen keine Gefahr, da Du erst mit 50 cm Erdreich über den Rohren verdichtest, so dass sich die Last gut verteilen kann. Durch die ganz langsame Bodenbewegung je nach Feuchtigkeit und Temperatur verteilt sich das Erdreich nach und nach optimal entlang des Rohrs. Spätestens im zweiten Winter wirst Du rund um die Rohre keine Hohlräume mehr finden. Es sei denn, Du hast größere Steine (mehr als 2 cm Durchmesser) direkt neben dem Rohr liegen, das muss natürlich vermieden werden.

Willst Du die Verfüllung optimal machen, dann schlämme die Rohre ein, also ein bisschen weiche Erde auf die Rohre drauf und dann ganz viel Wasser in den Graben bis alles schön matschig wird.

Viele Grüße
crink

Ps: Wir sind hier alle Amateure, bis auf dyarne inzwischen ;-)
Verfasser:
dyarne
Zeit: 13.10.2016 22:02:48
1
2419018
Zitat von Hopfensack Beitrag anzeigen
Besteht an diesen Stellen nicht die Gefahr durch das Verdichten, dass die Rohre knicken?
Weiterhin müsste ich ja an den Stellen per Hand die Rohre mit Erde „unterfüttern“ damit nicht Hohlräume entstehen...
genau wie crink schreibt stellt das kein problem dar.

hast du schon mal einen estrich gelegt oder dabei zugesehen?
der ist erdfeucht, also für den laien quasi trocken.

trotzdem fließt er plastisch um und unters heizrohr.

genauso gehts dem kollektorrohr beim verfüllen.
der aushub geht ja meist auf wie ein germteig. entsprechend lose und plastisch fließend ist das material beim verfüllen.
den 'anschlag' bildet der gewachsene boden an der baugrube...

darum ist es wichtig das rohr immer auf gewachsenen boden zu legen. dann kommt es zu keinen wesentlichen bewegungen mehr...
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 18.10.2016 21:01:35
0
2421041
Abend in die Runde,

heute habe ich die Rohre bestellt.

Ich bin bei meinem Angstzuschlag des dritten Kreises geblieben und habe daher heute bei Santherr 900m Rohr bestellt. Rohr inkl. Versand für 913,60€

Freitag soll angeliefert werden.

Der Bagger steht auch schon bereit und die Genehmigungen liegen auch alle vor.

Dennoch sieht es so aus, als würde ich am Freitag nicht anfangen können. Das Problem ist der Bauer, welcher mein Grundstück aktuell noch gepachtet hat. Bisher fehlt mir seine Zustimmung.
Ich hoffe ich bekomme das bis Freitag noch geklärt.

Der Ringgrabenkollektor sieht nun so aus:

Ringgrabenkollektor Finalversion 3 Kreise

Die Basis für den Aushub bildet eine Zeichnung in meinem 3D-Programm, der Trenchplaner hat mir geholfen die Rohrverteilung aufzuteilen.

Morgen werde ich dann die Latten für die Abstände anfertigen.
Die Vorrichtung zum abdrücken der Rohre habe ich auch schon fertig zusamen geschraubt.
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 20.10.2016 20:16:07
1
2421804
Servus,

kleiner Zwischenbericht, es hat sich doch noch alles zum guten gewendet.

Heute haben wir bereits den Graben abgesteckt und nochmals die Höhendifferenz vom Gelände über dem gesamten Graben gemessen.
Mein Augenmaß war wohl doch nicht so gut, jedenfalls haben wir ca. 1.20m unterschied.

Auf Grund der geplanten Regenwasserversickerung werden wir den tiefen Teil des Grabens auf ca. 2.50m bringen müssen. Natürlich wird dementsprechend abgeböscht.

Alternativ könnte man den Graben mit dem Aushub vom Haus aufschütten bzw. angleichen. Diese Aushub wollte ich mir aber eigentlich für andere Maßnahmen aufheben.

Na mal sehen, morgen geht es bei Zeiten los. Es soll morgen der ganze Graben ausgehoben werden.

Samstag geht es dann an den Ringgrabenkollektor. Insgesamt sind wir 6 Leute. Der Baggerfahrer, ich, ein User hier aus dem Forum und noch drei Helfer.

Wenn der RGK liegt wird die Druckprobe gemacht und danach werden 50-60cm aufgefüllt und die Drainage eingebracht.

Ich werde berichten.

Gruß Mirko
Verfasser:
dyarne
Zeit: 20.10.2016 21:13:54
0
2421825
alles gute!

halt euch die daumen...
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 21.10.2016 17:29:27
0
2422129
Servus,

die erste Runde ist geschafft.

Der Feierabend wurde pünktlich nach 8,5h intensiver Buddelei mit einer Flasche Bier eingeläutet.

Erstes Fazit: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt ;-)

Was ist passiert...

Angefangen haben wir mit dem Teilstück "C" welches auf 150cm ausgehoben werden sollte.
Dies hat auch gut geklappt, nach ca. 40-50cm Mutterboden kam feinster Lehm. Standfest ohne Ende.
Er lies sich zum Teil nur abschälen.

Für den RGK natürlich beste Vorraussetzung.

Weiter ging es mit dem Grabenabschnitt "D".
Über die gesamte Länge von ca. 50m haben wir ja einen Höhenunterschied von ca. 120cm.
Nach dem die Hälfte ausgehoben war und wir bei ca. 210-220cm Tiefe angelangt waren, wurde der Lehm bereits schmierig/wabbelig. Die erste Wasserader hat nicht lang auf sich warten lassen.
Für den RGK natürlich beste Vorrausetzung, für eine sicheres arbeiten im Graben natürlich der denkbar ungünstigste Fall. Die Wasserader hat natürlich schön die Grabenwände ausgespült.

Es waren noch kanpp 20m bis zum Endpunkt. Wir waren uns beide einig, dass es Sinnfrei ist die 20m noch zu baggern, da ja erst morgen das Rohr verlegt wird.

Kurzer Hand haben wir uns entschieden den Grabenabschnitt "D" umd 10m einzukürzen.
Demnach wurde auch der Graben "F" um ca. 8m eingekürzt.
Der Aufwand und das Risiko ist einfach zu groß, den Graben wie geplant umzusetzen.

Weiterhin haben wir uns entschieden den restlichen Graben "D", Abschnitte E und F erst morgen früh zu baggern.

Auf Grund des hervorragenden Bodens und der "neuen" Grabenbreite von 2m, hat die neue RGK-Planung fast keine Verluste zu verzeichnen.
Weiterhin habe ich mich entschieden die Länge von Abschnitt "D" wegem dem starken Gefälle ihn in zwei Grabenabschnitt zu teilen. Somit erhöht sich ab der Mitte die Belegungsdichte.

Vielleicht können die Profis @Djarne und @Crink nochmal kurz ein Wort dazu sagen?

RGK 3-Kreise neue Planung

Anbei noch ein Link zu den Bildern von Heute.

Bilder Tag 1


Für die Regenwasserversickerung ist der Lehm natürlich der denkbar ungünsttigste Fall.
Daher sind heute knapp 80t Grobkies gekommen. Die über die gesamte Grabenlänge von ca. 70m aufgebracht.

Gruß Mirko
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 21.10.2016 17:47:04
0
2422137
Optimierter RGK

Ich habe nochmal etwas gespielt um die Aufteilung der Slinky besser hinzubekommen.
Verfasser:
crink
Zeit: 22.10.2016 10:14:35
1
2422297
Hi,

alles wird gut ;-)

Viele Grüße und weiterhin gutes Gelingen
crink
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 22.10.2016 19:42:05
3
2422508
Ich melde Vollzug ;-)

Crink bitte die Wette aktualisieren und ja, du darfst die Bilder bzw. den Thread auf der RGK-Homepage verlinken :-P

Wir haben es heute geschafft den RGK komplett zu verlegen und den Graben haben wir zur Hälfte auch wieder voll.

Den Rest haben wir heut nicht geschafft bzw. der Regenwasserversickerung fehlt noch komplett.

Jetzt mal ein paar Details von heute ich hoffe, dass ich noch etwas zusammen bekomme, es waren einfach zu viele Eindrücke.

Start für mich und den Baggerfahrer war 7.30Uhr. Gegen 8.30Uhr waren dann alle Grabehelfer da und wir konnten starten. Insgesamt waren wir 5 Mann für den RGK. 15.30Uhr war dann der RGK drin.

Wir haben immer soviel Rohr separiert, wie für den Abschnitt notwendig war.
Dies hat uns einiges an Ärger gespart. Im Abschnitt B,C und D lief alles wie geschmiert. Hier war der Graben auch trocken und perfekt geformt. Nacheinander haben wir alle 3 Kreise bis zum Anfang von Abschnitt "E" gelegt. Hier war der Baggerfahrer noch beschäftigt.

Ab hier wurde es auf Grund des Grundwassers eine sehr matschige Angelegenheit. Trotz Böschung ist der Ton/Lehm an manchen Stellen nachgerutscht. Wir haben ihn dann verteilt und das Rohr so gut wie es ging drauf gelegt.

Insgesamt ist der Graben wieder etwas kürzer geworden als gestern Abend geplant. Hintergrund waren die "schlechten" Bodenverhälnisse und die Grabentiefe von ca. 250-300cm. Für den RGK ist das drückende Grundwasser natürlich das Beste. Die Arbeit macht es aber deutlich schwieriger.

Montag wird dann noch der restliche Grabe verschüttet und die Regenwasserversickerung im Abschnitt "C" und "D" eingebracht.

Eine Kostenauschlüsselung gibt es dann nächste Woche wenn wir fertig sind.

Wenn ihr naoch was Wissen wollt, dann einfach raus mit der Sprache.

Hier wieder ein paar Eindrücke von Heute:
Grabenbau Tag 2

Ich habe auch noch paar Tipps für zukünftige Grabenbauer, aber ich bin fertsch für heute...
Verfasser:
Stiller Mitleser
Zeit: 22.10.2016 19:59:44
1
2422518
Zitat von Hopfensack Beitrag anzeigen
Ich melde Vollzug ;-)

Crink bitte die Wette aktualisieren und ja, du darfst die Bilder bzw. den Thread auf der RGK-Homepage verlinken :-P

Wir haben es heute geschafft den RGK komplett zu verlegen und den Graben haben wir zur Hälfte auch wieder voll.

Den Rest[...]


Bierflaschenfoto fehlt. ><

Grüße
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 23.10.2016 10:07:07
4
2422626
Guten Morgen,

ja das Feierabendbier müssen wir noch nachholen.
Die Helfer sind nach getaner Arbeit heim gefahren sich umziehen.


Ich möchte nochmal paar Tipps loswerden.

Als am schwierigsten hat sich das zurück schieben des Rohrbundes erwiesen um den Slinky auf die gewünschte Größe zu bringen. In meinem Fall hatte der Rohrbund einen Durchmesser von 1,30-,140m und der Slinkydurchmesser 1,80m. Dementsprechend viel und oft mussten wir den ganzen Bund zurück schieben. Gerade in dem Bereich wo es schlammig war, hat das dann kein Spaß mehr gemacht.

@Crink vielleicht würde es Sinn machen den Slinkydurchmesser auf 1,30-1,40 zu fixieren? Der Aufwand wird dadurch enorm reduziert. Eventuell reicht ja ein Auswahlfeld wo man entweder "automatisch" oder "fixiert 1,30" auswählen kann.

Ansonsten haben wir immer zwei Slinky mehr separiert als Notwendig, so waren keine großen Spannungen auf dem Rohr und zwie Helfer konnten Problemlos die Slinky ausrichten und auf Maß bringen.

Was ich auch jedem empfehlen kann ist, kontrolliert bei einem neuen Grabenabschnitt die Rohrlängen, dass habe ich im Eifer des Gefechts ganz vergessen und auf Grund der spontanen Grabenänderung habe ich am warmen Ende Rohrlängendifferenzen von ca. 8-10m zwischen den Kreisen.

Wenn ihr euch die Abstandslehren für den Slinkydurchmesser baut, dann versucht die Abstandshalter ca. 10cm lang zu machen. So könnt ihr z.B. beim Kreuzungspunkt beide Rohre fixieren.

Die vorgeschlagenen 30cm Kabelbinder haben sich bewehrt, kann ich ebenfalls empfehlen.

Ansonsten sind die Tipps und vielen Berichte aus dem Forum sehr hilfreich gewesen. Ich kann daher nur jedem empfehlen sich mehrere Berichte vorher durchzulesen.

Insgesamt reichen in meinen Augen drei Personen, welche sich mit dem RGK beschäftigen. Zwei Rollen den Bund ab und einer richtet aus.

Was ich ebenfalls empfehlen kann ist es einen großen Bagger (mind. 16to) zu organisieren. Er ist einfach um einiges schneller und kann mit den Massen viel besser umgehen.

Ansonsten kann ich nur jedem empfehlen den RGK zu realisieren. Ich bin von der Leistungsfähigkeit mehr als überzeugt. Das Konzept ist einfach Klasse.

Gruß Mirko
Verfasser:
Rudi@g60vx
Zeit: 31.10.2016 14:21:00
1
2426137
Zitat von Hopfensack Beitrag anzeigen
Guten Morgen,

ja das Feierabendbier müssen wir noch nachholen.
Die Helfer sind nach getaner Arbeit heim gefahren sich umziehen.


Ich möchte nochmal paar Tipps loswerden.

Als am schwierigsten hat sich das zurück schieben des Rohrbundes erwiesen um[...]


Hi Mirko,
das kann ich bestätigen, gerade anfangs wo die Bündel noch so schwer sind war das schon anstrengend. Ich fühle mit dir ;)
Aber schön das es geklappt hat.
Spannend wird es dann nochmal, wenn man die Rohre spült und einfach nur hofft das sie Durchgang haben und dicht sind ;)
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 03.11.2016 20:35:44
0
2427560
Servus,

nach dem nun alle Rechnungen eingetrudelt sind, wollte ich euch noch eine abschließende Zusammenfassung nachliefern.

Wie ihr wisst, konnte der Graben auf Grund der "schwierigen" Bodenverhältnissen in den Abschnitten "E-F-G" nicht wie geplant umgesetzt werden. Ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht wie der Graben nun endgültig verläuft, zumindest nicht auf 10cm genau.

So in etwa sollte es aber nun aussehen:

Realisierter RGK

Von der Leistung her mache ich mir keine Sorgen. Über dem Abschnitte C und D und teilweise E wurde die Regenwasserversickerung 50cm über dem Rohr eingebracht. Abschnitt E-F-G sind tiefer als vorher angenommen und die Rohre werden bereits zum Teil mit Grundwasser "umspült".

Die Leistung des Grabens sollte über 11.000 Watt liegen.

Nun zu den bisherigen Kosten.

- 913,60 € für 3 x 300m DN32 inkl. Versand
- 1.767,15 € für die Baggerarbeiten
Enthalten sind Anfahrt & Transport der Geräte, 19h Bagger 16t, 15h Baggerfahrer, 3h Rammmax.
- ca. 100€ für Handschuh, Essen, Bier, Flatterband, Bauschilder, Kabelbinder, Muffen für Druckprüfung


Die Regenwasserversickerung wurde auf ca. 34m des Grabens angebracht und hat mich bisher ca. 1988,17€ gekostet. Wobei ich davon noch ca. 600€ Material rumliegen habe, da auch die Regenwasserversickerung nicht wie geplant umgesetzt werden konnte.

Wer noch was Wissen möchte kann sich gern melden.

Gruß Mirko
Verfasser:
crink
Zeit: 06.11.2016 17:33:55
0
2428626
Hallo Mirko,

danke für Deinen ausführlichen Bericht und die Fotos, inzwischen ist Dein Projekt auch auf der Ringgrabenkollektor-Homepage verlinkt. Interessant, dass Dein wirklich üppiger Graben ungefähr 2800 EUR gekostet hat, das klingt nach einen guten Preis - wenn man bedenkt wieviel Erde bei Dir bewegt wurde. Hätte ich den Graben realisiert, wäre er flacher und knapper geworden...

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 06.11.2016 19:35:29
0
2428694
Abend Crink,

Schön, dass ich als Refernez mit aufgelistet bin und es freut mich, dass ich auch ein Stück zu deiner informativen Seite beitragen kann.

Zum Graben.

Ich habe mir das persönlich auch etwas anderes vorgestellt. Es gab aber zwei "Unbekannte" bei dem Graben, welche ich so nicht erwartet habe.

1. Wir haben uns beim Höhenmessen vertan
2. Der mit wassergesättigte Boden/Schichtenwasser

Beides hat dafür gesorgt, dass wir mehr Aushub hatten als geplant. Abböschung und die Verkürzung des Grabens waren notwendig, beides nicht zu knapp.

Die Slinkygräben wurden um knapp 28Meter eingekürzt und auf 2m anstatt der 1,8m geplanten Breite verlegt.

Die Kosten wären eigentlich noch Höher. Der Baggerfahrer ist aber mein bester Kumpel. Die Baggerstunden musste ich komplett, seine Arbeitsleistung musste ich aber nur während der regulären Arbeitszeit bezahlen. Mindestens 5h für den Graben kommen da sicherlich nochmal obendrauf.

Das Material ist ja von den Kosten fix, da kann man nicht mehr viel machen. Natürlich hätte ich den dreitten Kreis weglassen können...

Naja was solls, 4 Tage hat es gedauert, aber nun ist er drin. Überzeugt bin ich davon nach wie vor.

Letztendlich ist es ja eine einmalige Leistung, welche mir hoffentlich die nächsten 50Jahre eine warme Stube einbringt. Von daher ist der Mehraufwand schon OK. Bei der Quelle brauch man in meinen Augen nicht sparen ;-)


Einiges würde ich das nächste Mal anders machen:
- Slinkydurchmesser auf 1,40Meter begrenzen, der Graben an sich kann ja breiter sein
- Bei starken Niveauabweichungen im Gelände auf verschiedene Ebenen gehen
- Tiefe bei 1.20 wenn keine Regenwasserversickerung

Gruß Mirko



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