Alle
Foren
Zukunftsfähige Verkabelung von Garage (Elektroauto, Leiterquerschnitt)
Verfasser:
worlde
Zeit: 11.01.2017 11:48:41
0
2461586
Hallo zusammen,

Welchen Leiterquerschnitt würdet ihr für eine zukunfsfähige Verkabelung in die Garage legen? Bisher ist in der Garage eine 16A CEE Steckdose und mehrere 230V Steckdosen vorgesehen. Meine Überlegung dabei ist, welche Leistung und welchen Querschnitt man benötigt, falls später ein Elektroauto dort geladen werden soll. Es ist spekulativ, aber vielleicht hat sich sonst auch jemand Gedanken darüber gemacht. Die Leitungslänge zwischen Verteiler im Haus und Garage sind ca. 15m. Eine Unterverteilung in der Garage ist bisher auch nicht vorgesehen. Die einzelnen Steckdosen sollen im Haus abgesichert werden. Der große Querschnitt für das zukünftige Elektroauto kann anfangs kleiner abgesichert werden.
Vielen Dank
Verfasser:
maurch2b
Zeit: 11.01.2017 11:53:58
1
2461589
Hallo,

5x10 mm²

Vorsicherungen im Haus, den Rest in einer UV der Garage abgesichert und verteilt.

Gruß
Verfasser:
dudngretl
Zeit: 11.01.2017 13:37:52
0
2461676
Hi,

ich kann dir nur empfehlen in der Garage einen eigenen Verteiler mit 32A vom Elektriker setzen zu lassen.
Das sollte reichen.

Es schadet übrigens auch nicht zwei zusätzliche 25er Leerohre mit verlegen zu lassen vom Technikraum in die Garage. So könntest du evtl. in der Zukunft auch Netzwerk oder TV in der Garage verwenden.

Gut wäre wenn du dann beim Hausanschluss 63A hast statt 35A sonst hast du evtl. bei Vollast in Garage nicht mehr viel Übrig fürs Haus.

Kommt halt immer darauf an was du alles in der Garage vor hast ;-)

Grüße
Frank

PS: Ich bin evtl. etwas "extrem" in Sachen Elektronik...
Verfasser:
Martin24
Zeit: 11.01.2017 14:11:53
0
2461701
Zitat von dudngretl Beitrag anzeigen
Hi,

ich kann dir nur empfehlen in der Garage einen eigenen Verteiler mit 32A vom Elektriker setzen zu lassen.
Das sollte reichen.

Es schadet übrigens auch nicht zwei zusätzliche 25er Leerohre mit verlegen zu lassen vom Technikraum in die Garage. So könntest du evtl.[...]


32A könnten eines nicht allzu fernen Tages knapp werden, wenn da ein Schnelllader für ein E-Auto hängt.
Das sind ja "nur" 22kW. Einen I3 z.B. kann man heute schon (zumindest theoretisch) mit bis zu 50kW laden.
Ich würde auch mindestens zu 5x10mm² tendieren, evtl. sogar 5x16mm². Die Mehrkosten sind bei 15m Leitungslänge überschaubar.
Und nichts ist ärgerlicher als jetzt ein paar Euro zu sparen und in ein paar Jahren festzustellen, dass es doch nicht reicht.

Leerrohre halte ich auch grundsätzlich für eine gute Idee, allerdings kann man ein 5x16mm² eben nicht nachträglich durch ein 25er Leerrohr legen. Ein Freund von mir hat 2x 100er KG-Rohr vom Keller in die Garage gelegt ...

Grüße
Martin
Verfasser:
dudngretl
Zeit: 11.01.2017 15:13:07
0
2461725
Guter Hinweis mit den Schnelladern...hätte ich damals auch machen sollen die 100er KG Rohre :-(

Grüße
Verfasser:
mrtux
Zeit: 11.01.2017 15:14:36
0
2461726
Aus eigener Erfahrung mit Stallgebäuden, Scheunen und sonstigen Nebengebäuden.

5x10mm² + eigene kleine Unterverteilung erledigt fast jedes Stromproblem.
Dazu wenigstens 1 besser 2 KG 100 Rohre mit rüber ziehen, dabei so wenig Kurven wie möglich und wenn es eine Kurve/Bogen geben soll, diesen sehr großzügig mit einzelnen 15° elementen herstellen. Bei einem einzigen 90° Knick kriegst du nichts vernünftiges mehr Durchgezogen.
Verfasser:
Bernd 79
Zeit: 11.01.2017 15:18:55
0
2461733
Ich finde ne eigen UV etwaa übertrieben für eine normale Garage, aber schaden würde es ja nicht.

Habe eine 16er Dose gesetzt und ziehe derzeit noch ein 5x6mm2-Erdkabel rüber, um 32A zu haben.

LAN und TV sind eh schon verbaut ;)
Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 11.01.2017 15:22:36
0
2461735
Die "intelligenten" Ladestationen errechnen den Schleifenwiderstand und passen die Ladestärke darauf hin an!

Da nutzt es überhaupt nichts wenn man auch ein wunderschönes 5 x 16mm² Kabel zur Garage liegen hat wenn der Hausanschluss nur 10 mm² hat und auch die Ortsnetzverkabelung bis zum KÜK noch ein bischen schwächlich bemessen ist.

Weiters würde ich gerne wissen was dann ist wenn sich in einer Straße dann 10 E-Cars mit Schnellladestation aufs Netz hauen, jede mit sagen wir 25 bis 40 kW, was ja bei einer halbwegs vernünftigen Durchdringung mit E-Autos in gar nicht weiter Ferne erreicht werden kann.

Da kommen dann die neuen "intelligenten" Smartmeter mit 5 bis 15 verschiedenen Tarifen und Umschaltmöglichkeiten erst richtig zur Anwendung, dann wird gestaffeltes Schalten und Laden möglich werden und warscheinlich wird es dann für manchen heißen (am Display stehen "in Warteschlange Nummer 7!" )

Und dann kannst Du Deinen E-CAR die Straße entlang schieben, nicht fahren!
Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 11.01.2017 16:04:47
0
2461747
Wenn man eine normale Steckdose mit 220V / 16A verwendet, dann kann man diese einfach an die Hausverteilung anschließen.

Um einen Schnellladeanschluss zu verwenden muss der Hausanschluß entsprechend ausgelegt sein.
Und dann ist das eine Sache, für die sich der Stromnetzbetreiber interessiert. Der möchte dann diese "Zusätzliche Leistungsanforderung" beziffert wissen. So entstehen höhere Baukosten durch den "Kabelnetzanschluss mit einer höheren Absicherung" und durch den "spezifischen Baukostenzuschuss je kW der gesamten Leistungsanforderung abzüglich der 30-kW-Freigrenze" (bei Westnetz(=Zitatquelle) in Höhe von 24,22 €/kW).
Machen zusammen grob 1400 € zusätzlich. Dazu kommt dann noch ein größerer Zähler, der monatlich abgerechnet wird.

Aus diesen Gründen habe ich mich vor kurzem für die gewöhnliche Steckdose entschieden und auch die "Zukunftsfähige Verkabelung der Garage" nicht durchgeführt. Falls mir irgendwann die Aufladung des noch nicht vorhandenen E-Autos über eine normale Steckdose zu langsam sein sollte, dann sind halt Änderungen fällig.
Dafür liegt hier auch ein KG110 zwischen HAR und Garage.
Verfasser:
Bernd 79
Zeit: 11.01.2017 17:25:28
0
2461811
Ich glaube, Du hast da was missverstanden, was ein Schnelllader so zieht und was Dein Hausanschluss so leistet.
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 11.01.2017 17:38:25
0
2461822
Bei 15m Leitungslänge plus noch einige Meter in Haus und Garage würde ich zu 5x16mm2 tendieren. Das wird dann nur die Reserveleitung für einen E-Lader. Ob du am Ende +/-50€ zahlst, macht den Kohl nicht fett.

Für übriges Zeug, eine CEE Steckdose für Handwerksgeräte und ein paar Gerätesteckdosen, Licht und Torantrieb, würde ich 2 Erdkabel 5x2.5mm² verlegen und im Haus entsprechend absichern.

Netzwerk und zwei Steuerleitungen (8-adriges Telefonkabel) sind grundsätzlich auch nicht verkehrt.
Verfasser:
chappi73
Zeit: 11.01.2017 17:49:21
0
2461829
Also ich würde mir auch eine Zuleitung 100mm² oder 6mm² in die Garage legen. Oder ein dickes Leerrohr.

Was mir aber noch keiner beantworten konnte:
Wenn das jetzt noch ein paar Nachbarn drumrum machen ... dann braucht es bald eine neue Leitung in der Straße ... und bald sind wir dann bei einem größeren Trafo für das Wohngebiet.
Hört sich ja alles toll an mit den E-Autos ... wird aber so nicht umzusetzen sein.
Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 11.01.2017 18:34:45
0
2461862
Hallo chapi!
Hast Du meinen Beitrag nicht gelesen??
Zielt genau auf diese Thematik ab!
Verfasser:
Martin24
Zeit: 11.01.2017 18:43:53
0
2461865
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Hallo chapi!
Hast Du meinen Beitrag nicht gelesen??
Zielt genau auf diese Thematik ab!


Ja, hat aber m.E. in diesem Thrad nicht viel zu suchen, weil das nicht das vordringliche Problem des TE ist.

Euer Thema ist im "Elektrofahrzeug"-Thrad besser aufgehoben oder in einem eigenen.

Da doch in Zukunft jedes E-Auto nachts über die eigene PV aufgeladen wird, ist das aber doch sowieso kein Problem ...

Grüße
Martin
Verfasser:
FloHO
Zeit: 11.01.2017 18:57:17
1
2461880
Querschnitt schadet nie.
Ich denke aber nicht, dass ein Schnelllader in der Zukunft für den Otto- Normal- Verbraucher relevant sein wird. Ich gehe eher von langen Ladezeiten aus die den Überschuss im Stromnetz ausgleichen werden.
Zeit: 11.01.2017 20:21:56
1
2461940
Bisschen weltfremd dass jeder seinen Superhyberduper-Schnellader in der Garage haben will. Ein normales Auto steht 23h am Tag rum, aber die Ladung muss unbedingt sofort wenn man nach Hause kommt in 5min erledigt sein.

Wallboxen setzt man heute irgendwo zwischen 3,7 und 22kW an für privaten Bedarf. Wenn man so guckt was E-Autos in der Praxis verbrauchen bringt eine 22kW-Ladestation runde 150km Reichweite pro Ladestunde. 22kW-Ladekabel haben 6mm2 Kabelquerschnitt. Bei 15m würde ich mit etwas Reserve und weniger Verlusten auch 5*10mm2 legen.

Bei der Gartenumgestaltung hab ich vorsichtshalber auch das 100er-Leerrohr gelegt. :-)

Mal ganz abgesehen davon dass Superschnelladung nicht unbedingt als schonendste Behandlung für einen Akku gilt.
Verfasser:
rman
Zeit: 11.01.2017 20:23:57
0
2461942
2025: der Trend geht zum zweit Elektroauto
Verfasser:
Bernd 79
Zeit: 11.01.2017 20:56:26
0
2461960
Die 15m sind in der Berechnung zu vernachlässigen...6mm2 reichen einfach aus.

Und wenn nix UV geplant ist, will ich mal den sehen, der nen 10er Kabel an eine CEE-Dose anschließt...
Zeit: 11.01.2017 21:02:01
0
2461963
https://www.elektrofachmarkt-online.de/index.php?cat=KAT133&product=350536&sidAA93CFE4EEF4454391DCFD1AD8842969=e801a7729cae1dd2995d50ebb962aaa9

Für 10mm2 gebaut.
Verfasser:
Martin24
Zeit: 11.01.2017 21:22:18
0
2461978
Zitat von Bernd 79 Beitrag anzeigen
Die 15m sind in der Berechnung zu vernachlässigen...6mm2 reichen einfach aus.


Durch 6mm² darfst Du je nach Verlegeart u.U. gerade einmal 31A schicken.

Es ging um "Zukunftsfähige Verkabelung". Wenn ich da nachträglich problemlos weitere Kabel ziehen kann, würde ich das einbauen, was ich jetzt brauche.
Wenn ich aber nur während der Bauphase da problemlos rankomme, dann lege ich doch lieber jetzt ein dickeres Kabel, mit dem ich vermutlich wirklich für alle Zukunft auskommen werde.
Wir reden jetzt ja auch nicht von gigantischen Investitionen. 15 Meter 5x16mm² sind für deutlich unter 100€ zu haben.

Grüße
Martin
Verfasser:
Alteisenmartin
Zeit: 11.01.2017 22:24:39
0
2462012
Das einzige was wirklich sicher ist, ist die Idee mit dem KG-Rohr. Vielleicht muss ja ein 50 kW Schnelllader auch mal gesteuert werden, Stichwort Smart Metering.
Dann brauchst du - ja was denn ? LAN, LWL, Zukunftsnetz?
Zwei dicke Rohre damit man Bus und Leistung getrennt legen kann, dazu ein Erdkabel mit 5X10 mm² und eine kleine Unterverteilung in der Garage. Tipp - Licht und Steckdosen komplett - auch per RCD trennen und nur noch RCBO einsetzen.
Licht braucht ja ohne Steckdose mom. noch nicht zwangsläufig einen RCD.
Ich hasse es nur wenn man weil man gerade mit dem Elektrorasenmäher das Kabel durchgesenst hat dann auch noch einen Rechen ins Gesicht bekommt, da in Folge des Netzausfalls alles dunkel ist.
Verfasser:
chappi73
Zeit: 11.01.2017 22:31:28
0
2462021
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Hallo chapi!
Hast Du meinen Beitrag nicht gelesen??
Zielt genau auf diese Thematik ab!
Doch doch ...
Zitat von chappi73 Beitrag anzeigen
Also ich würde mir auch eine Zuleitung 100mm² oder ...
Oops ... ne Null zuviel :-)
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Wir reden jetzt ja auch nicht von gigantischen Investitionen. 15 Meter 5x16mm² sind für deutlich unter 100€ zu haben.
Deswegen: Jetzt reinmachen und zurücklehnen bis das Auto vor der Türe steht.



Aktuelle Forenbeiträge
Technics14 schrieb: Vielen Dank für die Antworten. Es handelt sich um den Regler DeltaSol BS/4. Der Volumenstrom wird mit 5l/min im Tacostetter angezeigt und auch so in den Regler eingetragen. Das Medium wurde im Regler...
GrabenKollektorFan schrieb: Danke zuerst für eure Unterstützung! Mein Kollege preferiert Vaillant und ich habe heute mit seinem Heizungsbauer geschprochen. Er macht IMMER mit Puffer parallel weil Vaillant 10 Jahre Garantie auf...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeige
Die ganze Heizung aus einer Hand
Hersteller von Armaturen
und Ventilen
Hochleistungsfähige, intelligente Systeme und Produkte für Bad und Sanitär
Website-Statistik