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Pelletskessel und Gas-Brennwertgerät am gleichen Schornstein ?
Verfasser:
Fred
Zeit: 19.09.2005 16:03:26
0
241458
Hallo an alle !

Kann man vom Prinzip her einen Pelletkessel und ein Gas-Brennwertkessel an einen gemeisamen Schornstein anschliessen ? Es handelt sich hierbei um einen doppelwandigen Edelstahlschornstein. Beide Geräte sollen aber nicht gleichzeitig laufen. Der Gas-Brennwertkessel soll nur im Notfall anspringen.

Danke für alle Antworten
Fred

Verfasser:
Wadex-Abgastechnik
Zeit: 19.09.2005 16:19:09
0
241465
Hallo Fred...

Dein Post ist mal ne neue Variante zu diesem Thema.

Gas-Brennwert braucht eine druckdichte Abgasleitung und Dein Pelletsofen benötigt einen Schornstein.

Diese Dinge scheinen zwar zunächst recht ähnlich, sind aber grundverschieden.

Das Brennwertgerät muß an ein separates Abgassystem angeschlossen werden, weil es seine Abgase mit "Überdruck" in die Abgasleitung abgibt.

Der Pelletofen benötigt ein Abgassystem, das Unterdruck erzeugt. Der Schornstein muß die Abgase nach oben "ziehen".

Du siehst, hier müssen zwei -in ihrer Wirkungsweise völlig unterschiedliche - Systeme zum Einsatz kommen.

Mit internetten Grüßen

Thomas
Verfasser:
Fred
Zeit: 19.09.2005 16:56:22
0
241485
Hallo Thomas,

Danke für die einleuchtende (und vor allem schnelle)Antwort.

Fred
Verfasser:
Wadex-Abgastechnik
Zeit: 19.09.2005 16:58:51
0
241488
Nicht dafür... für sowas soll ein Forum da sein

Gruß
Thomas
Verfasser:
Franz Hiegemann
Zeit: 19.09.2005 17:14:26
0
241499
Tag,

@Thomas

ja, richtig diese Kombi ist verboten, aber
....Gas-Brennwert braucht eine druckdichte Abgasleitung ...

Warst' wohl gerade mit den Gedanken wo anders?

Geht doch auch im Unterdruck.
---------------------
Mich würde sowieso mal interessieren, wie die Abgasleitung/ der Schornstein einer Brennwert-Pelletheizung aussieht.
Ich meine von innen.
Versifft, verklebt, verklumpt?

Weist du was darüber?

Grüße

Verfasser:
Wadex-Abgastechnik
Zeit: 19.09.2005 17:29:41
0
241513
@ Franz

Mein Gott..... Natürlich Du hast recht

Gas-Brennwert geht auch im Unterdruck. Hab ich vergessen, weil.....

Nein... ich hab es nicht vergessen, sondern mit Absicht weggelassen. Die meisten dieser Anlagen die ich gesehen habe, haben dem Betreiber nicht viel Freude gebracht.

Die Dinger suppten und trieften an jedem Elementstoß, weil die Übergangs"rüssel" nicht richtig dimensioniert waren. Die Teile liefen meistens nicht im Unterdruckbetrieb, so daß ich diese Möglichkeit lieber gar nicht mehr erwähne.

Zu den Pellet-Brennwertern kann ich Dir nichts sagen. Wir haben zwar (ich habe gerade mal unsere Datenbank gescannt) vier oder fünf Abgasanlagen für diesen angeblichen Einsatzzweck geliefert, aber leider verliere ich unsere Schätzchen so schnell aus dem Auge, wenn sie denn erstmal unser Werkstor verlassen haben. Aber ich bin mir sicher, daß sie bisher ohne Reklamation laufen, denn DAS würde man mir sofort unter die Nase reiben.
*zwinker*.

Ganz lieben Gruß

Thomas

.... der nach diesem Posting wahrscheinlich von versifften und verklebten Abgasleitungen träumt.
Verfasser:
schmeider
Zeit: 06.09.2014 11:47:46
0
2113978
Ich entnehme der Unterhaltung, dass ein Brennwert -Gassystem und ein Pellet-Ofen - Brennwertsystem an einen Schornstein EdelStahl Ruß u druckfest angeschlossen werden kann.
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 06.09.2014 12:12:13
0
2113984
Moin,

nein, das lässt sich daraus nicht ableiten.

Prinzipiell liegen zwar bei beiden E-Trägern teilweise ähnliche Anforderungen an das Abgassystem vor, jedoch gibt es entscheidende Unterschiede.

- In beiden Systemen kann (und wird) Kondensation im Rohr stattfinden, also müssen die Bauteile für feuchten Betrieb ausgelegt sein und diesem agressiven Medium widerstehen.

- Soweit mir bekannt, gibt es keine Pellets-Öfen in BW-Technik, sondern nur Kessel.
Hier wird eine Überdruck-Dichtigkeit (20 Pa) gefordert.

Das waren die Ähnlichkeiten. Die Unterschiede:

- Das P-Abgassystem muss rußbrandbeständig (400°C) sein (bei Gas nicht).

- Die Abgas-Massenströme unterscheiden sich erheblich und erfordern daher eine kpl. verschiedene Dimensionierung des Rohres.

Grüße Michael
Verfasser:
schmeider
Zeit: 06.09.2014 17:32:57
0
2114035
da ist f. mich ein logischer Wiederspruch, es werden Abgassysteme angeboten f. 5 oder 6 Anschlüsse, wenn dann nur 1 Feurungsstelle in Betrieb ist muß es auch funktionieren,
es gibt jetzt ein FireWin Brennwert den man sich ins Wohnzimmer stellen kann Brennwertsystem mit Sichtscheibe, ich habe im Schornstein ein Zug,
z.Z. Buderus -Erdgas mit Plasterohr, nun soll ein entsprechendes Edelstahlrohr mit f. beide Systeme kommen, Ansaugung wie jetzt auch über den Schornstein.
in den Unterlagen:des FireWin
Die Abgasanlage muss folgende minimale Klassifizierung aufweisen:
Temperaturklasse: T400 = Nennbetriebstemperatur 400 °C
Russbrandbeständigkeitsklasse: G = Abgasanlage mit Russbrandbeständigkeit
Korrosionswiderstandsklasse: 2 = geeignet für Brennstoffe aus naturbelassenem Holz

Was muß ich noch bedenken bevor ich zum Schornsteinfeger gehe.
Wer oder wie berechne ich das Abgasrohr, oder wie lege ich es fest kraft meiner Wassersuppe.

Vor 15 Jahren wollte mein Schornsteinfeger mir eine Kaskatenschaltung untersagen, vor 3 Jahren wollte er mir untersagen zum Abgasrohr ein weiteres Rohr aus Plaste einzuziehen, ich habe mich jedesmal durchgesetzt. Weil er mir nichts schriftlich zeigen konnte.
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 06.09.2014 18:31:05
0
2114048
Zitat von schmeider Beitrag anzeigen
1. ...es gibt jetzt ein FireWin Brennwert den man sich ins Wohnzimmer stellen kann Brennwertsystem mit Sichtscheibe, ...

2. ...Wer oder wie berechne ich das Abgasrohr, oder wie lege ich es fest kraft meiner Wassersuppe....
1. Auf der Herstellerseite sehe ich keinen Ofen in BW-Technik mit diesem Namen?

2. Wenn Du die entsprechenden Kenntnisse bzw. Software dafür hast, berechne die Abgasanlage für beide Betriebsfälle.
Wenn nicht, kannst Du Dich in der DIN 18160 schlau(er) machen. In jedem Fall hat Schorni das letzte Wort.

Grüße Michael
Verfasser:
Poujoulat
Zeit: 08.09.2014 08:37:37
0
2114448
@ schmeider

Vielleicht gelingt es mir ja etwas Licht ins Dunkel zu bringen:

Grundsätzlich sind Gasbrennwertgeräte und Pelletfeuerstätten von ihrer Auslegung her, völlig unterschiedliche Wärmeerzeuger.

Während das Gas-Brennwertgerät den Abgasweg mit Überdruck beaufschlagt, braucht das Pelletgerät nach wie vor Unterdruck in der Abgasanlage, damit die Abgase abziehen können. - Daran ändert auch das in vielen Geräten verbaute Saugzuggebläse nichts. - Am Ofenstutzen ist (muss) der Überdruck abgebaut sein, während ein Gasbrennwertgerät hier munter weiter drückt.

Ferner kommt dazu, dass es sich bei Pellets um Festbrennstoffe handelt, die in Deutschland an einen Schornstein mit Russbrandbeständigkeitsprüfung angeschlossen werden müsen. Bei gasförmigen Brennstoffen entfällt die Bedingung "Rußbrandbeständigkeit" völlig. - Es kann also ein Werkstoff wie z.B. Kunststoff für die Abgasleitung verwendet werden. Das gilt sowohl für die Rohre selbst, als auch für die Dichtungen. Solange diese dauerhaft 120 °C oder 160 °C aushalten, ist für ein Gas-Brennwertgerät alles in Ordnung. - Eine Anforderung, die für einen Rußbrand jedoch nicht ausreichen würde.

Nun könnte ( bitte Konjunktiv beachten- wir befinden uns hier gerade in einer technischen Spekulation ) man beim Gas-Brennwertgerät die Abgasanlage so dimensionieren, dass sie an der Einmündung in den Schornstein durch eine extreme Querschnitterweiterung vom Überdruck in den Unterdruckbereich gekippt wird und ab dort ebenfalls Schornsteinzug braucht, um zu funktionieren um damit zumindest gleiche Druckbedingungen wie beim Pelletgerät herzustellen. Hierzu müsste ein entsprechender rechnerischer Nachweis geführt werden, der dann aber höchstwahscheinlich daran scheitern wird, dass dieser Querschnitt wiederum nicht für das Pelletgerät passt, geschweigedenn für einen gleichzeitigen Betrieb beider Geräte. - Insofern wäre das also im Ergebnis auch nicht zielführend.

Außerdem gibt es evtl. noch eine weitere Hürde:

Viele Gasbrennwertgeräte sind mit einem vom Gerätehersteller vertriebenen Abgassystem zusammen zertifiziert. Weil man mit dem abgastechnischen Zubehör eine Menge Geld verdienen kann, gehen einige Gerätehersteller sogar soweit, dass sie die Garantie für ihr Gerät ablehnen, wenn ein anderes, geräteunabhängig geprüft und zertifiziert, Abgassystem eingesetzt wird. Das ist zwar im Grunde absurd, aber leider mittlerweile durch höchstrichterliche Entscheidung abgesegnet. Dass an ein solches System natürlich kein Pelletofen zusätzlich angeschlossen werden kann und darf, liegt auf der Hand, denn es erfolgte lediglich eine Prüfung des Abgassystems zusammen mit dem ganz bestimmten Gerät.

Und hier schließt sich auf der Kreis zu Ihren anderen Anmerkungen:

"....es werden Abgassysteme angeboten f. 5 oder 6 Anschlüsse, wenn dann nur 1 Feurungsstelle in Betrieb ist muß es auch funktionieren...."



Diese Systeme gibt es, sowohl als gerätespezifische Lösung ( zusammen zertifiziert mit ganz bestimmten Geräten eines Herstellers ), als auch als herstellerunabhängige Lösung von vielen Schornsteinherstellern. - Mittlerweile sogar für Gas-Brennwertgeräte, was vor 15 Jahren ganz sicher noch nicht die Regel war. Aber all diesen Systemen liegt ein ganz bestimmter Umstand zugrunde: Die Geräte, die im Überdruck an ein solches System angeschlossen werden dürfen, müssen eine Absperrvorrichtung eingebaut haben, die verhindert, dass Abgas vom einen Gerät in den Abgasweg eines anderen Gerätes gedrückt wird. Unter dieser Voraussetzung lassen sich heute mehrere "gleichartige" Geräte an eine Abgasleitung ( entweder in Kaskade oder auch in untershciedlichen Geschossen ) anschließen.

Gleichartig bedeutet aber, dass alle Geräte entweder im Überdruck- oder im Unterdruckbetrieb laufen. - Mischen ist auch hier i.d.R.unzulässig.

Dass Sie von Ihrem Schornsteinfegermeister eine Absage dazu bekommen haben, eine zweite Kunststoffabgasleitung in einen Schacht zu stecken, in dem sich schon eine andere Abgasleitung befindet, halte ich für normal, denn in den allermeisten Feuerungsverodnungen ist genau dieser Fall explizit verboten, es sei denn, die Abgasleitungen sind ( alle ) aus nichtbrennbaren Baustoffen gefertigt, was bei Kunststoff ganz sicher nicht gegeben ist.

Fazit:

Ihr Vorhaben, insbesondere dann noch mit dem Hinweis auf die Verbrennungsluftverorgung durch den Ringspalt, wird so nicht ohne weiteres genehmigungsfähig sein.

Vielleicht gibt es in dem Schornstein ja einen nicht genutzten Lüftungszug. - Daqnn wäre eine sinnvolle Alternative, das Kunststoffrohr für den Gas-Brennwertkessel dort hineinzupacken und den eigentlichen Schornsteizug, sofern er denn für den Pelletofen geeignet ist, für die Festbrennstofffeuerstätte zu nutzen, bzw. durch geeignete Maßnahmen nutzbar zu machen.

Mit internetten Grüßen

Thomas Prell
Verfasser:
Stephan Eisen
Zeit: 11.01.2017 18:48:58
0
2461868
Hallo,

ich lese hier, das es nicht gut ist eine Gasbrennwertheizung an einen Unterdruck Schornstein anzuschließen. Bei meinem Neubau hat die Baufirma aber genau das gemacht.
Welche Gründe kann ich anbringen um das bei der Abnahme zu reklamieren?
Diese Beiträge sind von 2005. Hat sich in den letzten 12 Jahren da was getan?
Verfasser:
Michus67
Zeit: 11.01.2017 19:20:56
0
2461896
Glaub ich nicht.
Mach doch bitte mal ein Foto!!
Verfasser:
Stephan Eisen
Zeit: 11.01.2017 22:45:25
0
2462027
Hi Michus,

ein Foto von was?
Kennst Du Dich mit der Materie aus?
Ich denke ich kann alle Daten liefern die mehr sagen als ein Foto.



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winni 2 schrieb: "Es ist ja schon ungewöhnlich, dass 2 Wohnungen gleiche Verbräuche haben - aber wenn es vielleicht sogar 5 oder 6 Wohnungen wären, halte ich das für ausgeschlossen. " Ich auch. Hier wurde nichts gemessen....
FranksBude schrieb: Eine Wärmepumpe läuft besser, je näher die Temperaturen der Quelle (Grabenkollektor) und der Senke (Heizung bzw. Warmwasser) aneinander liegen. Kurz: Temperieren mit WP ist sehr effizient, WW-Bereitung...
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