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Heizung mit Osmosewasser befüllen
Verfasser:
geiz3
Zeit: 16.02.2017 18:05:14
0
2479037
Ist es sinnvoll eine neue Heizung mit Osmosewasser zu befüllen?
Gibt es da etwas zu beachten, oder sollte das Heizungswasser mit einer Mischung aus Osmosewasser und Ortswasserleitung (19 Härtegrade) erfolgen.

Bei der Heizung sind die Rohrleitungen aus Kupfer.
2 Pufferspeicher mit je 1.000 Liter.
Verfasser:
Eisbaer.7
Zeit: 16.02.2017 21:50:21
1
2479124
Hallo

was für eine neue Heizung?
Warum hat der HB sie nicht mit Wasser gemäß VDI bzw. Herstellerangaben gefüllt?

Hier etwas zum lesen:

http://www.heaty.de/produkte/nachspeisung
Verfasser:
Socko
Zeit: 16.02.2017 22:41:41
0
2479138
Osmosewasser wohl weniger. Entsalztes Wasser schon eher. Sicherlich so was wie "demineralisiertes" Wasser, also was aus einem Ionentauscher(Filter). Sonst hälst du dich ja ewig dran.

"Reines" Tauscherwasser ist auch nicht richtig. PH-Wert, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, ....

Bitte Herstellervorschriften beachten und ein Anlagenbuch führen. Einfach was einfüllen und fertig - Irrtum. Alles muss auch im Rahmen der Wartung überwacht werden.

So - ist das.

Gruß
Socko
Verfasser:
Dreher
Zeit: 16.02.2017 23:50:07
3
2479150
So ein Blödsinn.
Trinkwasser und fertig.
Die Paar Salze und Kalk spielen da überhaupt keine Rolle. Oder füllst du die ständig neu?

Habe letztens 30 Jahre gelaufene Heizungs-Eisenrohre zerschnitten, DN15 .... keine Ablagerungen von Kalk vorhanden.

Außer du hast im Wasserkocher nach einmaligen Gebrauch schon Weiße Heizelemente, dann solltest du evtl. doch entkalktes Wasser nehmen.
Verfasser:
Onkel2012
Zeit: 17.02.2017 06:09:11
4
2479159
@dreher: mit solchen Aussagen wäre ich ganz vorsichtig!
Wenn der Kesselhersteller nichts anderes fordert, ist die Anlage zumindest nach VDI 2035 zu befüllen! Einige Hersteller, wie z.B Buderus oder Wolf verlangen eine Vollentsalzung und Viessmann z.B. ab einem bestimmten Ankagenvolumwn eine Enthärtung. In diesem Falk (2x1000Ltr. Puffer wäre dies also schon längst notwendig).
Werden diese Regeln nicht eingehalten, riskiert man die Gewährleistung.
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 17.02.2017 08:16:15
1
2479172
Bei 2000l Puffervolumen, also locker 2200-2500l Anlagenvolumen, sollte man unbedingt vollentsalzenes Wasser, am besten noch um Korrosionsschutzinhibitoren ergänzt, einfüllen. VE Wasser ist nicht sonderlich pH stabil, daher die Inhibitoren, um einem Kippen des Wassers vorzubeugen.

Denn im Extremfall fallen die Salze des kompletten Füllwassers in einem sehr kleinen WT aus und das kann richtig übel sein. Nicht umsonst gibt es in den meisten Planungshandbüchern Kennlinien, ab welcher Wasserhärte und welchem Gesamtfüllvolumen über den Lebenszyklus eine Wasseraufbereitung vorzusehen ist.
Verfasser:
OldBo
Zeit: 17.02.2017 09:42:43
3
2479203
Zitat von Dreher Beitrag anzeigen
So ein Blödsinn.
Trinkwasser und fertig.
Die Paar Salze und Kalk spielen da überhaupt keine Rolle. Oder füllst du die ständig neu?

Habe letztens 30 Jahre gelaufene Heizungs-Eisenrohre zerschnitten, DN15 .... keine Ablagerungen von Kalk vorhanden.

Außer du hast[...]

Diese Aussage ist Blödsinn. Außerdem geht es bei dem Heizungswasser nicht nur um Kalk.
Verfasser:
sukram
Zeit: 17.02.2017 13:09:15
0
2479279
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von Dreher Beitrag anzeigen

Habe letztens 30 Jahre gelaufene Heizungs-Eisenrohre zerschnitten, DN15 .... keine Ablagerungen von Kalk vorhanden. [...]

Diese Aussage ist Blödsinn. Außerdem geht es bei dem Heizungswasser nicht nur um Kalk.



Und außerdem findet sich der ggf. dann primär im Wärmetauscher wieder, der heutzutage wesentlich enger gebaut ist.
Verfasser:
Dreher
Zeit: 17.02.2017 16:47:02
0
2479341
Nagut, ich bin ja nicht lernresistent.

Bei dem genannten Kessel hat es zumindest in 30 Jahren keine Probleme gegeben.
Ob das nun ein besonders enger Wärmetauscher ist? Vermutlich nicht.
Andererseits ist auch kein Puffer dran.


Nehmen wir mal an es wäre ohne Puffer, wäre da entsalzen immer noch notwendig?
(Herstellerwünsche lassen wir mal aussen vor, die verkaufen dir sowieso immer alles nur auf ein bestimmtes Szenario)

Um so ein Rohr zu verstopfen müsste da aber schon ewig viel Salz enthalten sein, gerade da die Salzaufnahme von Wasser mit steigender Temperatur zunimmt.

Gibts da schon reelle Schäden?
Verfasser:
sukram
Zeit: 17.02.2017 18:29:28
1
2479371
Zitat von Dreher Beitrag anzeigen
Ob das nun ein besonders enger Wärmetauscher ist? Vermutlich nicht[...]


Indiz ist die Kenngröße "Wasserseitiger Durchflusswiderstand" in den Datenblättern.


Zitat von Dreher Beitrag anzeigen
die verkaufen dir sowieso immer alles nur auf ein bestimmtes Szenario)
[...]


Ja richtig, und die sollte man kennen und dann auch einhalten.

Meist läuft's darauf hinaus:

BDH-Infoblatt Vermeidung von Betriebsstörungen
und Schäden
durch Steinbildung in
Warmwasserheizungsanlagen
Verfasser:
geiz3
Zeit: 19.02.2017 14:30:28
0
2479940
Vielen Dank schon mal für die vielen Beiträge.

Bei dem Kessel handelt es sich um einen laut Typenschild
Wolf Öl-Brennwertkessel EN 15034
Typ COB-20

Von der Gemeinde habe ich diese Angaben zum Ortswasser bekommen:

Physikalische Parameter
Wassertemperatur 10°C
pH-Wert 7,7
Elektrische Leitfähigkeit bei 25°C inµS/cm: 830
Spektrales Absorptionsmaß bei 436 nm in m-1: <0,1

Chemische Standdarduntersuchung
Gesamthärte in °dH: 20,2
Carbonathärte in °dH: 14,5
Säurekapazität bis pH 4,3 in mmol/l: 5,16
Calcium als Ca in mg/l: 100
Magnesium als Mg in mg/l: 26
Natrium als Na in mg/l: 26
Kalium als K in mg/l: 1,6
Eisen, gesamt als Fe in mg/l: 0,047
Mangan, gesamt als Mn in mg/l: 0,017
Ammonium als NH4 in mg/l: 0,024
Nitrat als NO3 in mg/l: 23
Nitrit als NO2 in mg/l: < 0,005
Hydrogencarbonat als HCO3 in mg/l: 315
Chlorid als CI in mg/l: 29
Sulfat als SO4 in mg/l: 92

Summenparameter
Oxidierbarkeit (Kaliumpermanganat-Verbrauch) als KMnO4 in mg/l: 5,2

Mikrobiologische Untersuchung
Koloniebildende Einheiten bei 22°C (72h) in 1 ml: 3
Koloniebildende Einheiten bei 36°C (48h) in 1 ml: 1
Coliforme Bakterien in 100ml: 0
Escherichia coli (E. coli) in 100ml: 0
Enterokokken in 100 ml: 0


Ich kann mit diesen Werten eigentlich gar nichts anfangen,
darum wende ich mich ja an dieses Forum.

Laut Heizungsbauer soll die Anlage mit normalen Leitungswasser befüllt werden.

Falls das auch noch wichtig ist:
Bei der Heizung ist noch ein Mikroblasenabscheider und ein Magnetitabscheider verbaut.
Verfasser:
sukram
Zeit: 19.02.2017 15:04:08
0
2479946
Zitat von geiz3 Beitrag anzeigen
Gesamthärte in °dH: 20,2[...]


Da gibt's dann schon beim Warmwasserbereiten "Bedenken":

Zitat von Planungsanleitung Wolf
Zur Energieeinsparung und als Schutz gegen
Verkalkung darf ab einer Gesamthärte von
15°dH (2,5 mol/m³) die Warmwassertemperatur
auf maximal 50°C eingestellt werden.
Ab einer Gesamthärte von mehr als 20°dH
empfehlen wir zur Trinkwassererwärmung
den Einsatz einer Wasseraufbereitung in der
Kaltwasserzuleitung zur Verlängerung der Wartungsintervalle
(Warmwasser-Wärmetauscher
entkalken)


Zum Füllwasser steht auf Seite 12 auch eine Menge.


Zitat:
Laut Heizungsbauer soll die Anlage mit normalen Leitungswasser befüllt werden.


Prädikat "fachlich ungeeignet" mit Eichenlaub & Schwertern.
Verfasser:
geiz3
Zeit: 19.02.2017 15:16:59
0
2479947
Seh ich das richtig?
Laut Diagramm auf Seite 12 soll bei 2.000 Liter Anlagenvolumen,
und einer Wasserhärte von 20°
1.300 Liter entsalztes Wasser eingefüllt werden?
Verfasser:
geiz3
Zeit: 19.02.2017 15:18:16
0
2479948
Warmwasserbereitung wird über eine Frischwasserstation gemacht
Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.02.2017 15:18:45
0
2479950
.... und behandelt werden, fehlt noch.
Verfasser:
geiz3
Zeit: 19.02.2017 16:23:32
0
2479964
Dummfrag
Was ist, wenn z.B. ein Pufferspeicher mit Osmosewasser und ein Pufferspeicher mit der Ortswasserleitung befüllt wird, müsste sich da nicht der Kalkanteil halbieren?
Verfasser:
Papalf
Zeit: 19.02.2017 17:11:19
0
2479974
Zitat von geiz3 Beitrag anzeigen
Seh ich das richtig?
Laut Diagramm auf Seite 12 soll bei 2.000 Liter Anlagenvolumen,
und einer Wasserhärte von 20°
1.300 Liter entsalztes Wasser eingefüllt werden?
Auf Seite 9 ist auch die VDI 2035 aufgeführt. Bei der Wassermenge müsste nach VDI 2035 auf 0,11°dH enthärtet werden. Nach der Tabelle auf Seite 12 reicht 5°dH bei der Wassermenge (ca. 2500Liter).
Verfasser:
Christian H
Zeit: 19.02.2017 19:39:27
1
2480015
Ich hatte gerade kürzlich eine neue WP am Wickel.
Da war entsalztes Wasser eingefüllt worden

Härte 0, Leitfähigkeit <10 mycrosiemens, da hat sich einer richtig Mühe gemacht und keine Kosten gescheut.

Aber: der Ph Wert lag bei 5 !!!

Und sowas kann man leider öfter bei Befüllung mit entsalztem Wasser beobachten.
In dem Fall hätte unbedingt ein "Vollschutz" Additiv dazugehört.


Beim Thema Puffer habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade die zum Teil schon innen rostig geliefert werden.
Das sind dann die Anlagen, wo die Durchflussanzeiger der Fußboden Verteiler schon nach wenigen Wochen rot-braun verfärbt sind.
Gerade mit Puffer muß man sich um das Wasser kümmern, aber nicht nur wegen dem Kalk.
Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.02.2017 23:39:40
0
2480112
Zitat von Christian H Beitrag anzeigen
Ich hatte gerade kürzlich eine neue WP am Wickel.
Da war entsalztes Wasser eingefüllt worden

Härte 0, Leitfähigkeit <10 mycrosiemens, da hat sich einer richtig Mühe gemacht und keine Kosten gescheut.

Aber: der Ph Wert lag bei 5 !!!

Und sowas kann man leider öfter bei Befüllung mit entsalztem Wasser beobachten.
In dem Fall hätte unbedingt ein "Vollschutz" Additiv dazugehört.[...]

Hier kann man nur sagen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Und hier ist die fast nicht brauchbare VDI schuldig.

http://www.haustechnikdialog.de/SHKwissen/1413/Langzeitversuch-mit-Heizungsfuellwasser
Verfasser:
Dreher
Zeit: 20.02.2017 15:32:59
0
2480311
Liest sich fast so als ist stinknormales Leitungswasser noch bei weitem besser wie VDE Wasser ohne Rostschutzmittel.

Generell ist Entsalztes Wasser doch auch extrem Lösungsfreundlich, unter hoher Temperatur sowieso.


Frage an die Profis: Warum hat man nicht einfach dicke Wärmetauscher beibehalten denen Leitungswasser nichts antut und sich den ganzen mist mit Wasseraufbereitung erspart?
Verfasser:
sukram
Zeit: 20.02.2017 15:39:50
0
2480313
- Wärmetauschereffizienz
- Materialeinsatz/Kosten
- Wärmeerzeuger hat heute gefälligst in einen Küchenschrank zu passen
- und ist nach 15 Jahren sowieso veraltet...
Verfasser:
OldBo
Zeit: 20.02.2017 18:15:10
0
2480385
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
- Wärmetauschereffizienz
- Materialeinsatz/Kosten
- Wärmeerzeuger hat heute gefälligst in einen Küchenschrank zu passen
- und ist nach 15 Jahren sowieso veraltet...

Tja, da geht nichts über eien alten Gusskessel. Meiner ist 38 Jahre jung ;>))
Verfasser:
Dreher
Zeit: 21.02.2017 18:06:50
0
2480819
Meinen juckt das auch nicht, von wegen Wasseraufbereitung.

Ich kann da auch überhaupt nicht den Fortschritt erkennen, ausser für die Hersteller die jetzt mit weniger Material teurere Kessel bauen die Anfällig gegen alles mögliche sind.
Pffff



Scheint wohl auch eher bei mini Gasthermen zu passieren
Verfasser:
geiz3
Zeit: 21.02.2017 22:20:33
0
2480950
Wie ist denn das mit den Härtegraden?
Irgendwo hab ich mal gelesen/gehört, das man bei Kupferleitungen nicht unter 7°dH gehen soll.
Oder gilt das nur bei Trinkwasserleitungen, und nicht bei Heizungsleitungen?
Verfasser:
nochnix
Zeit: 22.02.2017 09:13:34
1
2481036
Wasser ist eigentlich ein sehr schwieriges Thema, ich z.b habe auch Leitungswasser eingefüllt wissentlich das ich eine hohe Carbonat härte habe. Nur ist an meinen kessel nichts sonderliches dran, quasi ein simpler Eisenklotz und selbst installiert ist auch nichts mit Garantie.
Ganz Effizienz wird es nicht insgesamt aber Wirtschaftlich. ich hätte für1000€ Wasser hinein pumpen müsse für den Geld wechsle ich schon fast den ganzen kessel. Es muss ja auch mal nachgefüllt werden da kann man nicht einfach Leitungswasser nachfüllen das ist wie nach den Duschen die alte Unterhose anzuziehen, das ganze zu überwachen und Handhaben rechnet sich doch gar nicht. Der verbrauch ist auch zu vernachlässigen, da ist es teurer Wasserproben machen zu lassen.
Das taugt für Großanlagen wo auch Geld dahinter hängt, Wenn man 200ltr in die Anlage bringt braucht man auch nicht das Rechnen anfangen. Oder wo es wirklich nicht anders geht ohne einen schaden zu riskiert. Aber wenn das Füllwasser teurer ist wie die Anlage sollte ist man das rechnen anfangen.

Zu Letzt bleibt auch noch, ist den auch nach VDI tralala gefüllt ? man müsste ja schon mit Ve Wasser spülen da bleibt doch immer ein Rest in der Anlage.



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