Alle
Foren
Heizen mit der Sonne
Verfasser:
maja5
Zeit: 18.03.2017 13:48:06
0
2490070
Hallo,
die letzten Tage waren die perfekten Tage für solare Wärme.
Ich wollte mal wissen, was die Sonne bei aktueller Temperatur (Durchschnitt 5,4°C) und guter Sonneneinstrahlung so an zusätzlicher Wärme (Fremdwärme) ins Haus liefert.
Ich komme so auf 20-25% für mein Haus (BJ 1972, Energieverbrauch ca. 85kwh/m²a).

Auswertung 12.3.17, der beste Tag in der Woche:

PV-Produktion blau (als Referenz für die Sonneneinstrahlungsintensität) und der Wärmebedarf des Hauses (gemessen am Heizungs-WMZ, nur kwh Impulse) jeweils in kwh.
Gelb die Aussentemperatur in °C.

Wenn ich die temperaturbedingten Effekte herausrechne, komme ich auf ca. 20-25kwh Ertrag durch die Sonneneinstrahlung (Fenster+Wände), was bei 103kwh Tageswärmebedarf die oben genannten 20-25% sind.
(Die PV hatte 47,5kwh Ertrag)

Frage:
Kann das stimmen?
Ist das "normal"?

Gruß
Manfred
Verfasser:
maja5
Zeit: 18.03.2017 14:23:36
0
2490086
Ich habe oben die falsche Grafik eingestellt.
Ich habe statt der PV die STA abgegriffen.
Daher nochmal (diesmal 63,9kwh PV)



Ändert aber nichts am Prinzip und an der Frage.
Verfasser:
maja5
Zeit: 18.03.2017 16:43:54
0
2490129
Interessant:
was könnte ich aus meiner PV noch als zusätzliche Heizleistung herausholen.
(über eine WP mit einer TAZ von 4,004)

Verfasser:
maja5
Zeit: 19.03.2017 09:42:06
0
2490308
Wer sich auskennt, und speziell die WP+PV Spezialisten im Forum haben sicher die Mängel an obiger Rechnung bereits erkannt.

Sie ist aus folgenden Gründen sehr optimistisch:

a) eine AZ von 4 schaffen die meisten WPs bei den Temperaturen nicht
b) es fehlt komplett die WW-Bereitung die den COP verschlechtert, Pufferverluste hat und natürlich ein paar kwh Energie zur Wassererwärmung und Bevorratung benötigt
c) Der wirkliche Eigenanteil PV wird kleiner sein,als der auf Stundenbasis berechnete Eigenenteil
(je kleiner das Messintervall wird, desto kleiner wird die Gesamtsumme. Offensichtlich: bei einer Tagesintervallmessung würde man von 100% Deckung des WP Bedarfes durch die PV ausgehen, beim Stundenintervall sind es noch ca. 25%, bei Minuten-, Sekunden- oder Millisekundenmessintervallen wird es nochmal etwas kleiner)
d) Die PV-Anlage mit über 11kw-peek ist größer als die übliche PV-Installation und liefert natürlich satt Energie.

Also wird in Summe der echte Stromzukauf höher ausfallen und das Verhältnis Zukauf zu Eigenverbrauch etwas schlechter.

Aber als optimistische Schätzung ist die Tabelle ziemlich gut.
Bei COP4: Stromverbrauch zu Heizwärmebedarf über 26%; PV-Eigenverbrauchsanteil unter 25%.

Falls die WP+PV-Spezialisten an den Aussagen etwas falsch finden: jetzt ist es Zeit das klarzustellen.
Verfasser:
maja5
Zeit: 19.03.2017 17:36:03
0
2490500
Bisher erscheinen die Darstellung mangels der üblichen Gegenkommentare schlüssig und richtig zu sein.

Zusammenfassung:
Für 103 kwh Heizwärme Mitte März bei Super-Sonne werden mit eine normalen WP "nicht puffernd" mindestend 26,8kwh Strom gebraucht, davon maximal 25% PV-Eigenertrag.

Der Gasverbrauch an diesem Tag war bei mir genau 7,36m³ Gas.

Jetzt kann jeder mal für sich anfangen die Kosten zu rechnen. Bei meinen Preisen ist
Gas um 25% billiger as WP+PV.

Und das ist kein besonderer Tag. In dieser Jahresstatistik ist sichtbar, dass das eher die Regel ist als die Ausnahme.

Gruß
Manfred
Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 19.03.2017 19:05:58
0
2490552
"Bei meinen Preisen ist
Gas um 25% billiger as WP+PV."

Wo und zu welchem Preis kaufst du das Gas ?
Verfasser:
maja5
Zeit: 19.03.2017 20:10:30
0
2490598
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
"Bei meinen Preisen ist
Gas um 25% billiger as WP+PV."
Wo und zu welchem Preis kaufst du das Gas ?

Recht günstig. (Klimaneutral)
Aber du kannst gerne mal mit deinen Wunschwerten rechnen und das Ergebnis hier posten.

Rechenbeispiel: 25ct Strom, 10ct PV Eigenverbrauch, 60ct m³ ergibt: 20%
wp:5,69€ zu Gas:4,55€ (wobei bei den 4,55 das WW schon enthalten ist und bei 5,69 noch dazu zu zählen wäre)
Zeit: 19.03.2017 22:37:01
0
2490661
Hast du einen außentemperaturgeführten Regler?
Das sieht jedenfalls danach aus?
Wo befindet sich der Heizungs-WMZ und wie ist er eingebunden?
Aus früheren Beiträgen kann man vermuten, daß dein Kessel einen Puffer speist, aus dem dann das Haus versorgt wird.
Wäre folgende Beschreibung zutreffend?

Der WMZ mißt am Übergabepunkt vom Puffer in den Heizkreis die in den Heizkreis eingespeiste Wärmemenge?
Dort wird a) gemessen wieviel heißes Wasser in den Heizkreis eingespeist wird oder b) wie hoch der Volumenstrom im Heizkreis ist.

Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Wer sich auskennt, und speziell die WP+PV Spezialisten im Forum haben sicher die Mängel an obiger Rechnung bereits erkannt.


Dazu muß man kein WP-Spezi sein. Es geht darum wie das Gebäude "lebt". Mann muß auch nicht alles einen Fehler nennen. Einige Punkte sind Vereinfachungen und können in der Genauigkeit noch verbessert werden. Ganz perfekt wird es nie bzw. zu sehr im Detail wird es unübersichtlich. Da schließt man oft Kompromisse. Und hier und da gibt es dann Leute die ein paar Erfahrungen beisteuern können welche Vereinfachungen dann doch etwas schwerwiegender sind und doch besser in der Berechnung mit drin bleiben.
Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 19.03.2017 23:02:16
0
2490666
Gibt es die STA auch wieder umsonst? Wieder mit den zu hohen Strompreisen gerechnet? WP läuft natürlich verstärkt nachts.
Verfasser:
maja5
Zeit: 19.03.2017 23:09:38
0
2490668
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Hast du einen außentemperaturgeführten Regler?
Das sieht jedenfalls danach aus?
Wo befindet sich der Heizungs-WMZ und wie ist er eingebunden?

Ich kann nur meine Aussage von den anderen Beiträgen wiederholen.
Für deine Erinnerungslücken:
Der WMZ sitzt im Heizkreis nach dem Mischer und meine Heizung ist AT geführt.
Wie oft fragat du mich das noch?
Verfasser:
maja5
Zeit: 19.03.2017 23:25:48
0
2490671
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Gibt es die STA auch wieder umsonst? Wieder mit den zu hohen Strompreisen gerechnet? WP läuft natürlich verstärkt nachts.

Die STA kostet 40Watt während die Sonne scheint.

Meine Strom und Gaspreise sind eine der günstigsten die es bei Verivox für grüne/klimakompensierte Energie letzten Herbst gab. Also nicht zu hoch denke ich. Du darfst aber deine Wunschwerte einsetzen und uns das Ergebnis mitteilen. (Ich hab oben auch ne Beispielrechnung mit künstlichen Werten gemacht, die nur auf 20% Mehrbetriebskosten an dem Tag kommt)

Die WP muss genauso wie das Gas dann liefern wenn die Wärme vom Haus benötigt wird. Tags braucht das Haus bei Sonneneinstrahlung und wegen höheren Aussentemperaturen einfach weniger als Nachts. Ich denke, da unterscheidet sich mein Haus nicht von Anderen.

Komisch übrigens, dass ihr erst aufgewacht seid als ich den Gasverbrauch gegengerechnet habe. Ihr habt das Thema davor doch schon besucht ;)
Zeit: 20.03.2017 01:18:14
0
2490694
Da ist keine Erinnerungslücke. Das ist das erste mal daß es eine eindeutige direkte Antwort dazu gab.

An anderer Stelle hieß es nämlich du hättest den Wärmebedarf im 5-Minuten-Takt gemessen. Das was du aber tatsächlich mißt ist nicht der Bedarf, sondern die Art wie der Regler den Bedarf bedient. Das ist das Lastdeckungsprofil eines Außentemperaturgeführten Reglers mit vollmodulierender Quelle(Puffer+Mischer). Das hatte ich mir anhand des Diagramms schon gedacht, denn es gibt da keine Phasenverschiebung.

Das wäre bei der Rechnung zu berücksichtigen. Das mache ich aber zu so später Stunde nicht mehr. Ich wünsche dann mal eine gute Nacht.
Verfasser:
maja5
Zeit: 20.03.2017 07:17:57
0
2490702
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Da ist keine Erinnerungslücke.
An anderer Stelle hieß es nämlich du hättest den Wärmebedarf im 5-Minuten-Takt gemessen. ....

Ich hab auch diesmal nichts anderes gesagt, als früher. Oder habe ich gesagt, dass ich meine Messmethode geändert habe? Nur die WP Eigenstromnutzung habe ich diesmal auf Stundenbasis berechnet, mit den oben genannten Vereinfachungsresultaten zum Vorteil für die WP.
Für deine Brechnung: Der Wohnraum hatte zwischem 21,5Grad Nachts und 23 Grad tags bei Sonne.
Mal sehen was deine Nebelkerze bringen soll.
Die Heizungszirkulationspumpe lief durch, die ERRs haben die Fremdwärme abgeregelt und der Mischer ist AT geführt wie eine Wärmepumpe.
Die Gasheizung heizt direkt ins Heizungsnetz, ohne Puffer wie eine WP es auch sollte.
Der Unterschied ist natürlich das Puffern der STA.
Irgendwo müssen die 25% Einsparung meiner Heizung gegenüber WP an so einem Tag ja herkommen.
Dasselbe Resultat wie bei all den anderen Diskussionen zu dem Thema. Ohne Batterie oder sonstige Pufferungsstrategie verliert die Kombination WP+PV gegen Gas+STA haushoch, nur die Stromkonzerne gewinnen natürlich dabei.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.03.2017 11:48:16
1
2490777
Manfred,

manche unliebsame Sachen blendest Du einfach aus...
Z.B. Nicols Einwurf.

Wie wäre die Rechnung denn, wenn Du die PV bezahlst,
nicht einspeist und die PV so wie die Thermie behandeln
würdest? Also mit Null Kosten.
Oder alternativ die Abschreibung und Betriebskosten der
Thermie ansetzen würdest.

So wie Du rechnest kannst Du höchstens feststellen, das
es bei Dir, mit der schon vorhandenen Technik, keinen
wirtschaftlichen Sinn macht, auf Wärmepumpe zu wechseln.

Grüsse

winni
Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 20.03.2017 11:53:40
4
2490781
@winni 2

Das hatten wir auch in dem anderen Thread schon. Genau die gleiche Diskussion, weiß auch nicht wozu jetzt ein nächster Strang eröffnet worden ist, nur um das gleiche wieder verkehrt zu machen. Erkenntnisgehalt = 0. Und das man eine installierte STA nicht mehr abreißt, sollte jedem klar sein.

Vorschlag an maya: Du kannst noch viel billiger heizen, wenn du die STA-Fläche verzehnfacht und selbiges mit den Puffern machst. Nach deiner "Logik" würdest du dein Haus vermutlich "kostenlos" beheizt kriegen.
Zeit: 20.03.2017 13:30:33
0
2490824
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
[...]

Ich hab auch diesmal nichts anderes gesagt, als früher. Oder habe ich gesagt, dass ich meine Messmethode geändert habe?
...
Mal sehen was deine Nebelkerze bringen soll.


Ich versuche Licht ins Dunkel zu bringen. Die Nebelkerzen kommen von dir.

Bei dieser extrem verzögerten Salamitaktik in der regelmäßig der Geisteszustand der Anderen in Frage gestellt wird, kann man nachgereichte Bröckchen natürlich immer vorher passend zurechtschnitzen. Das unterstelle ich jetzt nicht, der Beigeschmack kommt aber auf. Wer professionell von Messungen und Versuchen spricht, beschreibt den Aufbau vorher eindeutig unmißverständlich und vollständig und falls doch mal was vergessen wurde, wird da nachgereicht und nicht jedes mal um den Brei herumgetanzt.

Was das Zitat betrifft hast du nichs anderes gesagt als früher, stimmt. Entscheidend ist nunmal daß es nicht das Bedarfsprofil ist, sondern das Lastdeckungsprofil. das sind zwei unterschiedliche Dinge. Wenn du die Neigung änderst, sieht das Ergebnis schon wieder anders aus. Bei einem "Brenner" tut eine Heizkurve die steiler als nötig ist nicht so weh wie bei einer WP.

Ich frage besser gar nicht wie der Regler eingestellt ist. Man ist dann eh wieder vergesslich oder bekommt Anderes zu hören das keinen weiterbringt.

Nebelkerzen sind erher andere Dinge.

Die Frage nach dem WMZ wurde zig mal ignoriert oder es wurde herumgeeiert. Zuletzt war ich dann "vergeßlich" mit dem Hinweis auf einen anderen Beitrag in dem es darum ging am Pufferausgang zu messen, wobei entweder nur die STA Puffer oder STA und Kessel. Dies ist jetzt wieder ein anderer Aufbau. Nun bin ich wieder vergeßlich und es ist dann Plötzlich doch eine Messung im Heizkreis, der von der STA über den Puffer und dem Kessel ungepuffert gespeist wird. Was soll man nun glauben zumal noch immer fraglich ist wie das aufgebaut ist, da der Kessel nun plötzlich doch nicht mehr über den Puffer läuft? Wie wäre es einmal eine vollständige Beschreibung oder eine Skizze zu liefern?

Solange man das ganze nur Stück für Stück per Reverseengineering mit "Rate mal mit Rosenthal" rückwärts Häppchenweise erschließen kann, macht es auch keinen Sinn das zu vertiefen. Folgendes kann man aber schonmal sagen.
Zeit: 20.03.2017 14:00:23
1
2490833
-Die Werte sind nicht das Bedarfsprofil, sondern Das Lastdeckungsprofil deiner Anlage bei deinen Einstellungen. Eine WP würde sich anders Verhalten mit höherem Eigenverbrauch. Dein Regler berüchsichtig die Phasenverschiebung nicht und fährt sofort herunter, noch bevor die Wärme im Haus angekommen ist.

-Es sind Extremwerte. Der von dir als Beleg angegebene Link zeigt, daß es Extremwerte sind, auch wenn du Anderes behauptest. PV und STA haben unterschiedliche Teillastverhalten.

Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Und das ist kein besonderer Tag. In dieser Jahresstatistik ist sichtbar, dass das eher die Regel ist als die Ausnahme.

dein PV-Ertrag im März: rund 1000 kWh.
Dieser "normale durchschnittliche Tag" liegt schon für den März bei bem doppelten des Durchschnittsniveaus. Wenn man das dann noch mit der restlichen Heizsaison vergleicht... Das ist Rosinenpickerei und kein Durchschnitt.

Eingangs sagst du es doch selbst noch, daß es ein besonderer Tag ist.

Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Hallo,
die letzten Tage waren die perfekten Tage für solare Wärme.
...
Auswertung 12.3.17, der beste Tag in der Woche:


Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Rechenbeispiel: 25ct Strom, 10ct PV Eigenverbrauch, 60ct m³ ergibt: 20%
wp:5,69€ zu Gas:4,55€ (wobei bei den 4,55 das WW schon enthalten ist und bei[...]


Das ist eine Rechnung, nur eine Zahlensammlung. Beim Gas kann man noch darauf kommen wie da gerechnet wurde. Der Rest ist unverständlich.

Mach eine Vollkostenrechnung. Du behauptest immer zwischen WP und STA zu vergleichen, tatsächlich bezahlst du aber immer den Strom an die PV und hältst die PV raus. Dadurch vergleichst du immer Gas+STA mit WP ohne PV nur mit winzigem verbilligtem Stromanteil.

Gas+STA vs WP+PV sähe so aus
Gas: 4,55
WP+STA, selbst mit deinem winzigen Eigenverbrauch für die WP.:

WP Zukauf 20,04 kWh * 0,25€=5,01


Verbleibender Solarertrag: 57,16 kWh
Mangels Daten Eigenverbrauch mit 5 kWH angenommen: 1,25€ Einsparung
Warmwasserbereitung wurde noch angesprochen. Wenn man da 7,16 kWh ansetzt ist das mehr als abgedeckt. es bleiben 45 kWh zu 10 Vent im verkauf: 4,50€ Ertrag.

Das ist dann erst einmal das Kapitel "Verbrauch/Ertrag". Dann kommennoch die Nebenkosten und Invest

Oh wie nett, es bleiben 0,74 € übrig anstatt 4,55 zu bezahlen. Bei WP ist Strom der Brennstoff. Da ist es egal wo ich den einspare. Die Flexibilität es sich aussuchen zu können ist ja gerade der entscheidende Vorteil um dem "Sommerloch" auszuweichen. Der Tag ist dabei aber nicht repräsentativ. Bei normalen Wintertagen ist der Unterschied nicht so deutlich, dafür aber mit einem höheren Eigenverbrauchsanteil für die WP.

Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Die WP muss genauso wie das Gas dann liefern wenn die Wärme vom Haus benötigt wird. Tags braucht das Haus bei Sonneneinstrahlung und wegen höheren Aussentemperaturen einfach weniger als Nachts. Ich denke, da unterscheidet sich mein Haus nicht von Anderen.


Im groben ja, im Detail nein (siehe oben). bei einer WP sieht das Lastdeckungsprofil andera aus und man hat eine höhere Eigendeckung. Das würde das eindeutige Ergebnis noch etwas zugunsten der WP+PV verändern.
Verfasser:
HFrik
Zeit: 20.03.2017 14:14:54
0
2490838
Also Maja,

nann rechne mal alternativ, so wie man es für eine optimierteren WP-Betrieb machen würde.
Nimm eine Max-Heizleistung für die WP an, z.B. 2x Geisha=10kW.
Dann füge die gebäudemasse als SPeicher mit ein. z.B. 300t= 300.000.000J/K gegen die ST und WP arbeiten können.
Dann lass die WP ihre LEistung paralel zum PV-Strom hoch und runter fahren, solange die Gebäudetemperatur nicht nach oben aus einem Toleranzband (z.B. +2K) herausläuft.
Und nachts läuft die WP nur an, wenn die temperatur nach unten aus einem Toleranzband herausläuft 8z.B. -0,5K) Dann sieht deine Rechnung schon gänzlich anders aus.
Verfasser:
maja5
Zeit: 20.03.2017 19:02:17
0
2490950
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Also Maja,
nann rechne mal alternativ, so wie man es für eine optimierteren WP-Betrieb machen würde.
Nimm eine Max-Heizleistung für die WP an, z.B. 2x Geisha=10kW.

Ich habe nur obige Daten, ihr dürft gerne eure messen und veröffentlichen.
Ich sage auch immer offen, dass es bei WP+PV ohne Pufferung ist und man mit Pufferung einiges verbessern könnte.

Aber stell dir mal vor, ich würde bei obigen Daten alles während den 10 Stunden PV-Betrieb heizen und nichts Nachts.
Kannst du dir vorstellen wie überhitzt die Hütte wäre, wenn ich statt der benötigten 1-3kwh pro Stunde tagsüber mit 10kwh heizen würde?
(Von der Sonne ist es eh schon zu warm, das wäre nicht aushaltbar. Ausserdem habe ich nur HK und keine FBH also nicht so einfach mit Gebäudemasse aktivieren)

Alles was ich immer sage ist: Wer PV+WP ohne Pufferungsstrategie fährt, tut sich und der Umwelt nichts Gutes, nur den Stromkonzernen. (Und das ist die Mehrzahl der WP Nutzer da draussen)

Ich hoffe ich habe mit obiger Darstellung euch etwas zum Nachdenken gebracht.
Ich finde es gut, wenn man anstelle die Tatsachen zu ignorieren Lösungsstrategien angeht.
Zeit: 20.03.2017 19:16:23
0
2490956
Das die Pufferkapazität ohne FBH begrenzt ist, ist allen klar, jedenfalls wenn es um schnelles Einspeichern geht. Die Frage ist halt wie groß die Einschränkung ist. Genau darum sind die Details ja so wichtig. Da ist noch Optimierungspotential und es sind bei weitem nicht alle Häuser so ähnlich.

Und natürlich verdienen die Stromkonzene an uns. Solange wir Energie benötigen, wird sich das auch nicht ändern. Beim Gas ist es auch nicht anders, und nicht selten sind das die gleichen Konzerne.

Es geht doch darum möglichst viel zu sparen (Geld, Energie) und regenerativ abzudecken.
Verfasser:
maja5
Zeit: 20.03.2017 19:18:36
0
2490957
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Manfred,

manche unliebsame Sachen blendest Du einfach aus...
Z.B. Nicols Einwurf.

Wie wäre die Rechnung denn, wenn Du die PV bezahlst,
nicht einspeist und die PV so wie die Thermie behandeln
würdest?

Klar, dann müsste ich noch in eine 40kwh Batterie investieren. Habe ich auch schon durchgerechnet. Dann wäre der Betrieb der Heizung quasi kostenlos.

Man muss sich immer entscheiden ob man höhere Investitionen in Kauf nimmt um die Betriebskosten zu reduzieren.

Wir hatten das im anderen Thema auch schon. Sobald die WP ca. 6000€ biliger ist als Gas+STA würde sich das bei meinem Haus vermutlich rechnen.

Genau das ist des Pudels Kern. Abzuwägen zwischen Investitionskosten und Betriebskosten. Eine einseitige Betrachtung bleibt immer unvollständig.
Ich habe vor 3 Jahren 54000€ investiert um meine Betriebskosten mehr als zu halbieren. RoI so um die 20Jahre.

Was mich extrem amüsiert, wie hier 2 Tage keiner die Daten angezweifelt hat und erst als die finanzielle Auswirkung berechnet wurde, ging umgehend der Shitstrom los.

Es ist zwar ein spezieller Tag im März, aber ich kann das bei 365Tagen im Jahr wiederholen, wie im anderen Thema bereits getan. Meistens, aber nicht immer geht es pro Gas+STA aus.

Ich bitte auch nicht zu übersehen, dass ich in der Regel Werte genommen habe, die pro WP sind.
Verfasser:
HFrik
Zeit: 20.03.2017 19:26:39
0
2490959
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]

Ich habe nur obige Daten, ihr dürft gerne eure messen und veröffentlichen.
Ich sage auch immer offen, dass es bei WP+PV ohne Pufferung ist und man mit Pufferung einiges verbessern könnte.

Aber stell dir mal vor, ich würde bei obigen Daten alles während den 10 Stunden[...]

Maja, du könntest auch die Priorisierung zwischen ST und PV ändern dann könnte die ST ihre LEistung nicht los werden, dafür die PV heizen. Das ist auch eine willkürliche Entscheidung von Dir, welche Anlage wann was tun darf. Die aber nicht benannt ist bisher.

Bezüglich der Gebäudemasse - Du kannst das auhc detaillierter modellieren mit dem Solarertrag der fenster, und wenn es sein muss mit dem Wärmeübergang Luft Gebäudemasse.
Du könntest Dein Gebäude, deine ST und deine PV in die Auslegungstabelle hier im Forum eintragen. Dann modelliere ich noch die Solarthermie it ihren Kenndaten dazu, und die Gasheizung, und wenn gewünscht noch einen Übergang Luft-Gebäudemasse. Dann kann man genauer und realistischer rechnen. Aktuell verbietest Du der Wärmepumpe einfach, mit PV-Strom zu heizen, und stellst dann fest dass sie ausschliesslich mit NEtzstro heizt. das ist wenig sinnvoll, und nicht erkenntnisbringend. Rechne mal ein wenig Gebäudemasse mit ein, und siehe was passiert. Da kann man ja durchaus mit den Zahlen spielen. Sowie rechnen.
Zeit: 20.03.2017 19:38:28
0
2490966
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Wir hatten das im anderen Thema auch schon. Sobald die WP ca. 6000€ biliger ist als Gas+STA würde sich das bei meinem Haus vermutlich rechnen.



Wenn du nicht immer dir selbst den PV-Strom von der linken in die rechte Tasche rechnen würdest. käme da ein ganz anderes Ergebnis heraus. Der Unterschied ist aber, daß bei dir die Fragestellung auch wieder völlig anders aussehen würde. STA und PV sind schon vorhanden. Da es keinen Sinn macht die STA abzuwracken, bleibt für die PV erheblich weniger "Raum" etwas abzudecken. Da wäre es im wesentlichen die Frage Gas oder WP, wobei sich die WP bei deinem Tarif ins Zeug legen müßte.

Da kommt dann aber ein bisher mal wieder nicht beachteter aber wichtiger Faktor ins Spiel, der Nutzungsgrad. Der Kessel verbraucht mit Unterstützung der STA 7,36 m³. Das ist aber der Verbrauch, und entspricht nicht eins zu eins der in den Heizkreis abgegebenen Wärmemenge. Bei der WP erhält man mit der JAZ aber das direkte Verhältnis von Stom zu abgegebener Wärme.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.03.2017 20:00:04
3
2490980
Deine Daten zweifeln wir ja eher nicht an, aber Deine
finanziellen Betrachtungen sind halt speziell.
:-)

Grüsse

winni
Verfasser:
maja5
Zeit: 20.03.2017 22:15:31
0
2491021
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Deine Daten zweifeln wir ja eher nicht an, aber Deine
finanziellen Betrachtungen sind halt speziell.
:-)

Schmunzel ;)
Es wird doch noch erlaubt sein, die von den Vertriebsabteilungen der Hersteller verbreiteten Argumentationsketten zu hinterfragen.
Solange Messwerte mit wenigen, transparenten Annahmen und mit "plus, minus und mal" nachvollziehbar gerechnet wird, kann man selber entscheiden ob man der Marketinggehirnwäsche folgt oder seine eigenen Schlüsse zieht.

In diesem Beitrag hier kann jedermann die 24 Datensätze und die Berechnungen nachvollziehen.
Ich gebe zu, dass das bei 100.000 Datensätzen nicht so einfach ist, aber das Prinzip ist dasselbe.

Gruß
Manfred



Aktuelle Forenbeiträge
SolarMB schrieb: 4 bar im kalten Zustand? Dann muß ich mit meinem HB wohl mehr Glück gehabt haben, der mir ein 150 l MAG verbaute und damit...
Bad_Urban schrieb: Grade nochmal geschaut. 1,5 Grad Abkühlung in 30 Minuten :( Auffällig ist, dass die Pumpe in der Therme permanent läuft....
ANZEIGE
Ähnliche Forumsthemen für Sie
Hersteller-Anzeigen
Mit Danfoss ist alles geregelt
Pumpen, Motoren und Elektronik für
Steuerung und Regelungen
Website-Statistik