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Grabenkollektor in Königslutter
Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 16.03.2017 09:44:43
0
2489316
Jadoch, winnie: natürlich habe ich Deinen Beitrag gelesen. Der Inhalt deckt sich mit der von dyarne in seinem Generalthema als Start geposteten Grafik der Bodentemperaturen.
Wenn Du diese Grafik (sie kommt ja nicht aus der 'DV-Ecke') genau studierst wirst Du unschwer feststellen, dass auf 1,00 Meter Tiefe im Winter Temperaturen von + 5 ° C anstehen. Wenn Du dann prüfst welche Temperaturen in 2 Meter Tiefe vorhanden sind: 1 ° C mehr!!!
Über dieses 1 ° wird hier dauernd und heftig diskutiert.
Im Fall von judyyy wäre eine DV-Kollektoranlage ohne jegliches Problem realisierbar gewesen, dies umsomehr als die WP draussen stünde und insoweit kein Platzbedarf im Inneren des Hauses benötigt würde!
Ankündigung: in Kürze wird eine DV-Anlage im Saarland begonnen, Ich werde dieses BV genau dokumentieren und hier - ähnlich wie das dyarne in hervorragender Weise gemacht hat - einstellen.
Übrigens: bei diesem BV wird auch mit PV und Elektrospeicher gearbeitet was einen extrem hohen Autarkiegrad gewährleistet! Näheres in Kürze.
Kurt
Verfasser:
crink
Zeit: 16.03.2017 10:57:38
0
2489342
Hi,

entweder Ethylenglykol oder Ethanol. Ich kann Dir nur was zu Ethylenglykol sagen, da sollte die Solekonzentration bei 20% - 22% liegen. Das rechnest Du so: Pro Rohrmeter 32er Rohr hast Du 0,531 l Inhalt. Bei 600 m Rohr sind das 318,6 + Soleverteiler, Anbindung und Wärmetauscher in der WP = ca. 330 l. Davon 22% sind dann 72,6 l, bei einer Dichte von 1,11 kg/l ergeben sich so 80 kg Ethylenglykol.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
crink
Zeit: 16.03.2017 11:06:34
2
2489343
Hallo Kurt,

die Grafik von dyarne zeigt nur schematisch die Entwicklung der Bodentemperaturen abhängig von Tiefe und Jahreszeit - keine für jeden Standort in D und jede Bodenart verlässlichen Werte. Willst Du konkrete Zahlen haben, dann schau Dir die Messung der Bodentemperaturen vom PIK Potsdam an.

Du wirst erkennen, dass im Jan/Feb der Unterschied zwischen 1 m Tiefe und 2 m Tiefe wesentlich größer als nur ein Grad ist. Außerdem sind die +5 Grad in 1 m Tiefe eher ein Wunschtraum, Feb 2017 zeigt hier Werte zwischen +1 Grad und +1,4 Grad. Und im Feb 1996 lagen die Bodentemperaturen in 1 m Tiefe in Potsdam sogar bei -3,9 bis +0,1 Grad...

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 16.03.2017 20:04:38
1
2489517
So ich bin leider wieder nur auf der Durchreise aber ich möchte noch ein dickes Dankeschön hier lassen =)


Ich lasse bald wieder von mir hören.


Schöne Grüße
Judyyy
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 21.04.2017 09:38:44
0
2501625
Hallo ihr Lieben,

ich habe Post vom Geschäftsbereich Abfallwirtschaft, Wasser und Umweltschutz erhalten.

Darin steht u.a....

Da in Ihrem Bereich die Grundwasserstände häufig auf oberflächennahe bzw. Stau/ Schichtenwasser vorhanden sind, ist für Erdwärmekollektoranlagen, eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.


Bitte berücksichtigen Sie schon bei der Planung die höheren Grundwaserstände und dass Flächenkollektoren...

- mit glycolbasierten Wärmeträgermitteln nicht in Grund- und Stauwasser liegen dürfen oder

- nur mit nicht wassergefährdenden Wärmeträgermedien im Grund- und Stauwasser liegen dürfen oder

- mit grundwasserunschädlichen, nach Erhärtung dauerhaft wasserdichtendem Material ummantelt sein müssen.

Das oder jeweils am Ende sagt mir, wenn ich Ethanol als Wärmeträgermittel nehme, ich keine weiteren Vorkehrungen treffen muss, oder?


Schöne Grüße
Judyyy
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 21.04.2017 15:02:56
0
2501720
Dann habe ich noch eine Verständnisfrage.

Das kalte Ende habe ich ja nun gerade geplant.
Dieser Graben wird aber wahrscheinlich mit dem gleichen Bagger gebuddelt werden, wie die warme Seite. Dann könnte man sich ja theoretisch auch Slinkys legen, wenn man die Grabenbreite sowieso hat.
Wieso plant der Trenchplaner aber unterschiedliche Verlegungen bei gleicher Dimensionierung (Breite, Länge, Tiefe)???

Trenchplaner die 126.


Gruß
Judyyy
Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.04.2017 15:17:09
0
2501729
Ich weiss leider nicht, ob Ethanol okay wäre.

Die Breiten und Tiefen des Planers solltest Du nur als Vorschläge sehen.
Kannst Du nach Belieben bei "Zeichenelemente ändern, wenn Du auf das
mittig Viereck des Grabenstücks klickst.
Oder meintest Du die Anzahl der Slinky,s?
Am kalten Ende legt man weniger Slinky,s pro Meter, da hier ein höherer
Entzug stattfindet und starke Vereisung vermieden werden soll.

Grüsse

winni
Verfasser:
crink
Zeit: 21.04.2017 15:23:50
0
2501732
Hi,

schau Dir mal die 127 an: Dort habe ich die beiden langen Abschnitte in jeweils drei kurze mit je ca. 19 m unterteilt. Zum warmen Ende hin nimmt die Slinky-Anzahl zu damit der Entzug pro Grabenmeter ungefähr gleich bleibt. Am kalten Ende ist der Temperaturunterschied zwischen Solerohr und unberührtem Erdreich wesentlich größer, deshalb kann hier mit viel weniger Rohr die gleiche Wärmemenge gewonnen werden wie mit viel Rohr am warmen Ende.

Du kannst den Graben auch noch wesentlich kürzer machen - meiner Meinung nach machst Du Dir zu viel Aufwand.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 21.04.2017 15:36:24
0
2501738
Hallo Winni,

Ethanol war ein Vorschlag von Crink und ist anscheinend nicht umweltgefährdend.

Ähm ja natürlich meinte ich die Slinkyanzahl. Da habe ich mich ein wenig unglücklich ausgedrückt =)

Ja deine Erklärung ergibt Sinn, aber auf der gesamten Länge die geringe Anzahl von Slinkys ist doch Verschwendung oder?

Ich habe jetzt die kalte Seite geteilt und siehe da, die Slinkyanzahl hat sich rapide verändert.
Die Heizleistung allerdings nicht.

Trenchplaner die 168.

Haben die Kollektoren so nicht erheblich mehr Erdfläche zum entziehen?


Gruß
Judyyy
Verfasser:
crink
Zeit: 21.04.2017 15:48:30
0
2501746
Hi,

Dein Graben ist für 300 m Rohrlänge schon fast zu lang, da ist es kein Wunder, wenn am kalten Ende die Slinkies nur sehr spärlich liegen. Ist halt überdimensioniert, Deine Planung.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.04.2017 15:51:49
0
2501748
Hmm,

wie crink schon anmerkte, ist der Graben arg überdimensioniert.
Daher liegen bei der Verteilung am kalten Ende kaum Slinkys
und man kann sich schon fragen ob das eigentlich Sinn macht...?

Daher Vorschlag:
431 :-)

Grüsse

winni

crink war schneller....:-)
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 21.04.2017 21:15:25
0
2501833
Hallo ihr beiden,

ihr werdet es wahrscheinlich nicht mehr wissen, aber ich habe das Problem, dass laut Bodengrundgutachten der versteinerte Boden nach Norden hin zunimmt.

RKS 4 = südliche Hausecke ab 2,20 m - Keuper Ton, feinsandig bis versteint, sehr schwer zu bohren

RKS 2 = nördliche Hausecke ab 1,20 m - Keuper Ton, feinsandig bis versteint, sehr schwer zu bohren

Ringgrabenkollektor = weiter nördlich - unbekannt

Wenn ich jetzt vielleicht nur 1 m zur Verfügung habe, sieht die Heizleistung schon wieder deutlich schlechter aus.

Trenchplaner die 517.

Ich weiß ja auch nicht, ob ich nicht doch evévntuell in die Keuper Ton Schicht ein wenig reinkomme mit einem Bagger, aber dann ist die Frage, soll ich probieren, so tief wie möglich zukommen oder soll ich lieber in der wasserführenden Schicht 1,00 - 1,20 m bleiben?

Was meint ihr?


Gruß
Judyyy
Verfasser:
crink
Zeit: 21.04.2017 22:42:21
1
2501858
Hi,

ganz einfach: So lange der Kollektor dort liegt wo auch Wasser anzutreffen ist fühlt er sich wohl. Wobei nur ein Meter Tiefe zwar möglich ist, dann aber in der Tat einen so langen Kollektor benötigt, schon mit 1,2 m Tiefe sieht das viel besser aus.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 23.04.2017 09:20:01
0
2502179
Hallo,...

also lieber bei grün bleiben, als zu versuchen, bei rot oder tiefer zu landen, ja?
Mit welchen Böden müsste ich im Trenchplaner rechnen, bei den beiden möglichen Böden?



Gruß
Judyyy
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 08.05.2017 12:11:23
0
2507156
Hallo Leute,

ich habe gerade diese bitterböse Nachricht erhalten... :-/

Grund/ Stauwasser

Auf Grund Ihres Baugrundgutachtens ist es sicher, dass der Einbau Ihres Kollektors im Grund-/ Stauwasserbereich erfolgen wird. Für den Einbau von Kollektoren im Grund-/Stauwasserbereich sieht der Leitfaden „Erdwärmenutzung in Niedersachsen“ besondere technische Anforderungen vor. „Bei Verlegung im Grundwasser: Um eine ausreichende Abdichtung zum Grundwasser zu erreichen, ist bis 1 m oberhalb des Grundwassers eine Einbettung der Kollektorrohre in grundwasserunschädliches, nach Erhärtung dauerhaft wasserdichtendes Material erforderlich. Dabei ist eine allseitige Ummantelung der Kollektorrohre mit Dichtmaterial von mindestens 30 mm zu gewährleisten. Hierdurch kann im Falle einer Leckage die Ausbreitung der Wärmeträgerflüssigkeit in das Grundwasser verhindert bzw. deutlich eingeschränkt werden. Zur Vermeidung von Verlusten von Wärmeträgerflüssigkeit ist für den Einbau sehr widerstandsfähiges Rohrmaterial zu verwenden.“ (Siehe http://www.lbeg.niedersachsen.de/ztg_download/veranstaltungskalender-121278.html)

Hinweis: Nicht geeignet als Dichtmaterial sind Zemente, da sie beim Einbau in feuchtem Zustand stark alkalisch/basisch, also grundwasserschädigend, sind. Grundwasserunschädliches, wasserdichtes Material ist zum Beispiel Betonit. Für Pulver nehmen Fachfirmen Spezialmischmaschinen. Betonmischer sind dafür nicht geeignet. In Pelletform kann der Betonit problemlos eingebaut werden.

Zum Rohrmaterial gibt Anhang 1b den Hinweis: „Für den Sondenbau ist Rohrmaterial in PE-100-RC-Qualität zu empfehlen, da hier eine erhöhte Spannungsriss-, Kerb- und Punktlastbeständigkeit gegeben ist.“


Auf die Ummantelung kann verzichtet werden, wenn ein nicht wassergefährdendes Wärmeträgermittel- also Wasser- verwendet wird.


· Wärmeträgermittel

Alle Wärmeträgermittel der LAWA-Tabelle 2 und der Leitfaden-Tabelle 3 können eingesetzt werden und sind in vielen Wärmepumpen für den Außenkreislauf einsetzbar.




Bei einem Preis von ~1KG/€ Bentonit unt einer Überdeckung von 1m könnte ich das Haus jahrhundertelang mit reinem Strom beheizen.

Habt ihr vielleicht noch eine Idee parat?
Ansonsten muss es wohl doch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe werden :-/


Gruß
Judyyy
Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.05.2017 12:26:35
0
2507164
Mist, aber das mit dem Betonit hast Du, glaube ich, falsch verstanden?

Da soll ja nicht 1 Meter Betonit eingebaut werden, sondern eine allseitige
Ummantelung von 30 mm.
Billiger müßte man das auch bekommen, aber könnte die Sache dennoch
unwirtschaftlich machen, fürchte ich...:-(

Grüsse

winni
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 08.05.2017 14:02:18
0
2507213
Ja ich glaube du hast recht.

Ich habe mir diesen Satz noch einmal auf der Zunge zergehen lassen....

Bei Verlegung im Grundwasser: Um eine ausreichende Abdichtung zum Grundwasser zu erreichen, ist bis 1 m oberhalb des Grundwassers eine Einbettung der Kollektorrohre in grundwasserunschädliches, nach Erhärtung dauerhaft wasserdichtendes Material erforderlich


Trotzdem 30 mm oberhalb + 30 mm untenhalb, auf einer Fläche von ~ 85 m² = zu teuer :-(

Und die Wärmeübertragung wird sich dadurch wahrscheinlich auch nicht verbessern.


Man man man, alles noch einmal von vorn.
Die ganzen KfW Anträge sind bereits geschrieben und eingereicht.


Was ein Mist.


Gruß
Judyyy
Verfasser:
crink
Zeit: 08.05.2017 17:58:18
1
2507322
Hi,

schade, aber gibt es dann nicht vielleicht die Möglichkeit der direkten Grundwassernutzung per WP mit einer W/W-WP? Oder DV?

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 08.05.2017 20:38:31
0
2507384
Hallo Crink,

da es sich nur um Schichtenwasser und hydraulisch drückendes Wasser eines anliegenden Baches handelt, weiß ich nicht ob das Wasser dafür ausreicht.
Außerdem hatte der Bodengrundgutachter ab 3 - 3,5 m kein Bohrfortschritt.
Wahrscheinlich gibt es trotzdem Mittel und Wege aber die werden bestimmt wieder teuer.

Zu DV habe ich hier zu etwas geschrieben...

Welche-Luft-Wasser-Waermepumpe-fuer-ein-KfW-40-Haus

Gruß
Judyyy
Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 09.05.2017 09:58:13
0
2507523
Zu DV habe ich in Deinem anderen Thread was geantwortet.
Klare Fage: steht das Grundwasser auf Deinem Grundstük au 0,81 m?
Das würde ja - bei einm vorgeschriebenen Abstand von 1 Meter - dass Erdwärmenutzung ausgeschlossen wäre.
Oder von welchem Grundwasserstand ist auszugehen?
Kurt
Verfasser:
Jonmar
Zeit: 09.05.2017 11:46:40
0
2507565
Hallo miteinander.
Da dies mein erster Beitrag ist, wollte ich mich kurz Vorstellen.
Mein Name ist Jonas und ich verfolge das Grabenkollektorthema seit einiger Zeit als stiller Mitleser, da ich in naher Zukunft auch plane, einen Grabenkollektor zu errichten.
Da auch ich in Niedersachsen bauen werde, interessiert mich dieser Faden hier natürlich ganz besonders. Das Folgende bitte unter dem Hinweis, dass ich absoluter Laie bin.

Ich errinnere mich, dass ein anderer Grabenkollektor unter ähnlichen Vorraussetzung mit http://www.tyfo.de/product/tyfo-spezial/ genehmigt wurde. Ich finde nur den Faden nicht mehr.
Die Sole ist nach meinem laienhaften Verständnis weder auf Ethanol-, noch auf Ethylenglykolbasis, sondern einfach eine salzhaltige Lösung auf Basis von Kaliumcarbonat.

Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaliumcarbonat
http://lebensmittel-warenkunde.de/lebensmittelzusatzstoffe/backtriebmittel/e501-kaliumcarbonat.html

Ich hoffe, dass ich mit dem Herstellerlink nicht gegen Forumsrichtlinien verstoßen habe und habe ehrlich gesagt auch keine Ahnung wie teuer die Sole ist.
Aber Anfragen kann ja nicht Schaden.

Gruß Jonas
Verfasser:
Judyyy
Zeit: 13.05.2017 16:58:13
0
2508732
Hallo Jonmar,

ja dieses Mittel ist mir auch bekannt aber...

1. ist es sehr teuer

2. habe ich von einigen undichten WP im Zusammenhang mit Kaliumcarbonat gelesen

Das hat mich sehr abgeschreckt und außerdem war die Dame von der unteren Wasserbehörde der Meinung, dass nur Wasser als nicht wassergefährdendes Medium erlaubt wäre :-/

Gruß
Judyyy



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Amberger80 schrieb: Danke für die ausführliche Antwort. Ja ich hab wohl die dreifach-Belastung ->Job->kranke Frau-> und Hausbau etwas unterschätzt...
Hopfensack schrieb: Hey Crink, danke für deine Bestätigung. Also war doch noch etwas hängen geblieben. Heute habe ich mal mit dem Planer...
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