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Dünne Innendämmung zusätzlich zu Außendämmung (Tauwasserproblem?)
Verfasser:
worlde
Zeit: 20.04.2017 09:05:59
0
2501292
Hallo zusammen,
bei meinem Keller (24cm stark aus WU-Beton plus 12cm Perimterdämmung) möchte ich gerne in einem Raum die Außenwände mit Fermacell-Verbundplatten (1cm Fermacell auf 3cm Styropor) verkleiden, um dort auch ein wenig Elektroinstallation unterzubringen. Die Innenwände sind gemauert und werden ganz normal verputzt. Dort befindet sich auch der Großteil der Elektroinstallation. Es ist auch nur in einem Raum, der einen Lichtgraben hat uns als Hobby bzw. Gästeraum dienen soll. Deswegen soll dieser Raum auch "schöner" sein, als die anderen Kellerräume. Die Elektroinstallation wollte der Bauleiter nicht in den WU-Beton einbauen, wahrscheinlich wollte er nicht, dass Dosen an seine Schalung genagelt werden und es wird auch etwas mit der Dichtigkeit zu tun haben.

Dazu meine Anliegen:
Kann es bei dem Aufbau ohne Dampfbremse zu Tauwasser kommen? Laut U-Wert-Rechner sollte der Aufbau funktionieren, vorallem da außen 12cm Dämmung ist. Oder habt ihr andere Ideen? Die Elektroinstalltion auf Putz machen möchte ich ungern. Die Verbundplatten scheinen mir einfacher zu sein, als erst eine Unterkonstruktion zu bauen und dann mit Gipsfaser zu beplanken. Die 2 Außenwände müsste man ansonsten auch verputzen oder zumindest schleifen und spachteln.

Vielen Dank
Verfasser:
kleberson
Zeit: 20.04.2017 09:26:47
0
2501300
Falls du weiter Bedenken hast. Ich kann dir Multipor wärmstens empfehlen. Ist etwas teurer, aber aber hat kein Risiko bei der Anbringung, im Gegensatz zu einer Innendämmung mit spearater Dampfbremse oder anderen Ansätzen der Innendämmung, welche wirklich 100% perfekt ausgeführt werden müssen.

Habe Multipor im HWR und im Keller eingesetzt.
Die Elektroinstallation geht unter Putz. Die Ausführungsanleitung findest du beim Hersteller
Verfasser:
worlde
Zeit: 20.04.2017 09:52:21
0
2501310
wurde dann das Multipor anschließend verputzt? Das möchte ich irgendwie vermeiden.

Hier noch der geplante Wandaufbau:
Kellerwand.pdf
Verfasser:
kleberson
Zeit: 20.04.2017 10:36:49
0
2501328
Ja, habe das Multipor verputzt, muss aber nicht sein. Sieht verputzt halt schöner aus.
Der passende Leichtmörtel kann auch als Putz verwendet werden und lässt sich super auftragen.
Ich habe deinen Satz "Die Innenwände sind gemauert und werden ganz normal verputzt" so verstanden, dass eh noch verputzt wird.
Verfasser:
worlde
Zeit: 21.04.2017 21:18:28
0
2501835
Zitat von worlde Beitrag anzeigen
wurde dann das Multipor anschließend verputzt? Das möchte ich irgendwie vermeiden.

Hier noch der geplante Wandaufbau:
Kellerwand.pdf


Sonst Meinungen zum Wandaufbau?
Verfasser:
mmalle
Zeit: 22.04.2017 14:55:52
0
2501988
Freunde von uns sind mit demselben Problem konfrontiert gewesen und haben es ebenfalls mit Multipor gelöst.

Sie haben es aus ästhetischen Gründen verputzt, aber das wäre grundsätzlich nicht notwendig gewesen.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.04.2017 15:01:01
0
2501990
Bauphysikalisch sehe ich da keine Probleme, aber ich finde es schwieriger
die Verbundplatten, in Verbindung mit Elektrokabeln, zu montieren, als eine
Gipsfaserplatten-beplankte Unterkonstruktion.

Grüsse

winni
Verfasser:
Bramme
Zeit: 22.04.2017 15:36:40
0
2501999
Zitat von mmalle Beitrag anzeigen
Freunde von uns sind mit demselben Problem konfrontiert gewesen und haben es ebenfalls mit Multipor gelöst.

Sie haben es aus ästhetischen Gründen verputzt, aber das wäre grundsätzlich nicht notwendig gewesen.


Wenn du das "Multipor Innendämmsystem WI" meinst, dann muss das sehr wohl verputzt werden. Ohne Armierung und Leichtmörtel zerbröselt das bei der kleinsten Berührung. Schon bei der Verarbeitung muss man ziemlich aufpassen, nichts zu beschädigen.

Ich würde einfach eine Unterkonstruktion aus Holz anbringen und darauf dann Gipskarton- oder Gipsfaserplatten schrauben.

Wenn es nur um Steck-, Antennen- und Datendosen geht, könnte man auch alles in einer Fußleiste (oder Kabelkanal auf 1m Höhe) installieren, dann muss man an der Wand garnichts machen.
Verfasser:
mrtux
Zeit: 22.04.2017 19:53:11
0
2502053
Das habe ich in meinem Büro mittels Installationskanal gelöst, dieser ist auch gleichzeitig Fußleistenersatz.

Die Innendämmung mit 2cm Styropor und 1cm Fermacell würde ich trotzdem verbauen.
Verfasser:
worlde
Zeit: 23.04.2017 09:03:42
0
2502176
Zitat von mrtux Beitrag anzeigen
Das habe ich in meinem Büro mittels Installationskanal gelöst, dieser ist auch gleichzeitig Fußleistenersatz.

Die Innendämmung mit 2cm Styropor und 1cm Fermacell würde ich trotzdem verbauen.



Welcher Kanal war das genau? Und waren die Steckdosen etc. auch vom gleichen System, dass alles zusammengepasst hat? Kannst auch gern ein Bild posten. Vielen Dank
Verfasser:
Bramme
Zeit: 23.04.2017 10:02:13
0
2502191
Das nennt sich Sockelleistenkanal, dazu passend gibt es Steckdosen.
Brüstungskanal nimmt man für Installationen in Tischhöhe.
Einfach mal suchen, gibt diverse Treffer.
Verfasser:
mrtux
Zeit: 23.04.2017 20:33:34
0
2502361
Firma Obo, war vor 10 Jahren.
Es gibt passende Installationsdosen für normale Unterputz Steckdosen.
Wichtig sind nur die speziellen Unterputz Dosen, diese werden als Einsatz in den Kanal installiert. Die Steckdosen können auch von anderne Herstellern sein.
Die Steckdosen sind von Obo und dann habe ich mit Merten erweitert, die Netzwerkdosen von Digitus und Telefondose keine Ahnung.
Verfasser:
worlde
Zeit: 29.08.2017 10:05:22
0
2541552
Hallo,

ich muss das Thema nochmals hervorholen.
Kann mir jemand sagen, wie viel wärmer die Außenwand mit 40mm Innendämmung an der Wandoberfläche ist im Vergleich ohne Innendämmung? Ist es nur messbar oder auch fühlbar? Habe schon öfter gelesen/gehört, dass eine Innendämmung eine wärmere Wandoberfläche bringt. Aber ist es in meinem Fall wirklich so, wenn außen eine Dämmung ist?
Danke


U-Wert-Rechner
Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.08.2017 10:14:07
0
2541554
Im Rechner macht das 0,3 Grad Unterschied der Oberflächen-
temperatur aus.
Fühlbar ist das wohl nicht, denke ich.

Wenn Du keine Perimeterdämmung unter der Bodenplatte hast,
würde eine Innendämmug die Wärmebrücke Bodenplatte/Wand
überdämmen.
Eine anderer Vorteil wäre, das sich der Raum bei nur gelegentlicher
Beheizung schneller erwärmt.

Grüsse

winni
Verfasser:
worlde
Zeit: 29.08.2017 10:25:38
0
2541557
Unter der tragenden Bodenplatte ist durchgängig 12cm Perimeterdämmung und unter der Fußbodenheizung kommt ebenfalls 6cm Dämmung. Der Raum soll aber nicht ständig 20°C haben bzw. soll evtl. erst in einigen Jahren "richtig" beheizt werden.

Also würde mir die Innendämmung nur etwas in Bezug auf die Elektroinstallation bringen?
Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.08.2017 10:32:52
0
2541559
Nein, weil der nicht besonders gute Dämmwert würde sich ja
auch um ca. 0,05 verbessern.
Wenn eh eine Installationsebene geschaffen wird, wäre es
m.M. Unsinn die nicht zu dämmen, auch wenn die Ersparnis
vielleicht im Rauschen untergeht.

Perimeterdämmung unter der Bodenplatte ist prima!

Grüsse

winni
Verfasser:
worlde
Zeit: 25.09.2017 07:45:44
0
2550360
Nochmal weitere Fragen zum Thema:
1.) Würdet ihr eher Styropor (EPS) oder Styrodur (XPS) für die Innendämmung verwenden, wenn keine Fermacell-Verbundplatte verwendet wird? Styropor wird vermutlich günstiger sein.
2.) Mit was würdet ihr die Platten an die Betonwände kleben und später verputzen?
Danke
Verfasser:
winni 2
Zeit: 25.09.2017 11:29:07
0
2550459
Ich würde da ein normales WDVS-System für Kleber, Putz, Armierung, nehmen
und Neopor-Platten (EPS) verwenden.
Die Elektrodosen sollten vielleicht direkt auf die Wand befestigt werden, weil sie
in der Dämmplatte vielleicht schlecht halten?

Grüsse

winni
Verfasser:
worlde
Zeit: 25.09.2017 18:03:42
0
2550633
laut Baustoffhändler soll zusätzlich zum Kleben verdübelt werden. Reicht Kleben bei 4cm nicht?
Verfasser:
winni 2
Zeit: 25.09.2017 18:11:55
0
2550641
Wie kommt der den auf das schmale Brett??
:-)
Natürlich reicht kleben hier völlig, wenn der Untergrund tragfähig und staubfrei ist.

Grüsse

winni
Verfasser:
worlde
Zeit: 25.09.2017 21:04:51
0
2550716
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Wie kommt der den auf das schmale Brett??
:-)
Natürlich reicht kleben hier völlig, wenn der Untergrund tragfähig und staubfrei ist.

Grüsse

winni



er meinte halt, dass Kleben ein paar Jahre hält. Und wenn das Styropor verputzt wird, soll viel Gewicht drauf kommen
Verfasser:
worlde
Zeit: 27.09.2017 21:48:09
0
2551493
was ist denn der Unterschied bei folgenden Kleberauftragsarten

-Wulst-Punkt-Methode bei dem ringsum der Mörtel aufgetragen wird und in der Mitte Mörtelbatzen platziert werden

-Vollflächiges Verkleben bei dem Mörtel mit einer Zahntraufel aufgetragen wird


Man hört unterschiedliche Aussagen von Leuten, die es eigentlich wissen müssten. Und für mich mach auf den ersten Blick das vollflächige Auftragen mehr Sinn in Bezug auf Haltbarkeit. Bei der Wulst-Punkt-Methode hat man doch dann größere Hohlräume. Was ist nun richtig oder wo liegen die Unterschiede?
Verfasser:
winni 2
Zeit: 28.09.2017 01:50:15
0
2551542
Der ist witzig...:-)

Ich würde ihn fragen, wieso dann WDVS an der Aussenseite in Grenzen,
mit zusätzlichen Wind und Sogkräften, ohne Verdübelung zugelassen ist?
Und das bei weit größeren Dämmstoffdicken?

Wenn die Wand eben ist, halte ich eine vollflächige Verklebung für besser.
Die sollte bei Innendämmungen sowieso angewendet werden, um die evtl.
Hohlräume u vermeiden.
Bei unebenen Wänden die Wulst-Punkt-Methode.

Grüsse

winni



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