Alle
Foren
Heizkurve vs. Durchflussmenge?
Verfasser:
Horst67
Zeit: 29.12.2017 15:06:56
1
2588770
Hallo,

hier wird immer wieder angeraten die sogenannten Systemtemperaturen möglichst niedrig zu halten.

Auf der anderen Seite wurden ja bei der Auslegung der FBH ausgehend von den gewünschten Raumtemperaturen bestimmte Soll-Parameter berechnet, also im Wesentlichen die notwendigen Vorlauftemperaturen und Durchflussmengen usw. ...

Ich habe hierzu eine kurze Verständnisfrage.

Gesetz dem Fall man würde nun eine dieser Variablen verändern, z. B. weil man die Heizkurve der Wärmepumpe bewusst etwas senken möchte um so die Systemtemperaturen und Stromkosten zu reduzieren. Müsste man dann nicht im Prinzip auch an den übrigen Variablen ggfs. Anpassungen durchführen? Sprich, niedrigere Vorlauftemperatur impliziert einen höher erforderlichen Durchfluss bei den Heizkreisen, um auf die gleiche Heizleistung zu kommen? Ferner kann man das obige Spiel auch nicht bis zur Unendlichkeit treiben, da sich der Effekt (niedrigere VL-Temps bei höherem Volumenstrom) irgendwann ins Gegenteil umkehrt, eben weil ein übermäßig zu hoher Volumenstrom auch eine überproportional hohe Pumpenleistung erfordern würde. Denn der Querschnitt der Rohre bleibt ja als Variable gleich.

Ich hoffe ich hab das jetzt nicht zu verschwurbelt ausgedrückt und Ihr versteht was ich meine.

Schon mal danke für Eure Hilfe.
Verfasser:
Buddy5
Zeit: 29.12.2017 15:45:00
2
2588788
Die Antwort habt Ihr euch schon selbst gegeben. Zu beachten ist nur das jeder Parameter seine Grenzen hat. Der Energiebedarf vom Gebäude bleibt aber immer gleich, egal ob hohe VL-Temperatur und geringer Volumenstrom oder niedrige VL-Temperatur und hoher Volumenstrom.
Verfasser:
Ralph_hh
Zeit: 29.12.2017 16:02:02
2
2588795
Wenn die Auslegung am Ende genau passen würde, dann müsste in der Tat z.B. der Volumenstrom erhöht werden, wenn die Vorlauftemperatur abgesenkt wird. Tatsächlich wird der Volumenstrom immer so hoch ausfallen, dass der Heizschleife nicht auf der Hälfte der Strecke die Energie ausgeht.

Du gehst aber in deiner Annahme davon aus, dass die Auslegung sehr genau ist und die Heizung auf die tatsächlichen Bedingungen eingestellt ist. Das ist nicht der Fall. In der Praxis ist regelmässig gewaltig Luft nach oben. Das Heizsystem muss auch bei -20° ausreichen, muss innen Temperaturen von 25° liefern, wenn die wärmeliebende Bewohnerschaft das so möchte und es muss häufig geöffnete Fenster ebenso kompensieren wie unerwartet schlechtere Dämmung.

Meine Heizkurve war im Neubau vom Sanitärmensch eingestellt auf eine Steigung von 0,8. Das bedeutete bei mir bei 0°C Außentemperatur eine Vorlauftemperatur von 38°C. Das hätte für eine Sauna gereicht. Ich fahre heute eine deutlich niedrigere Kurve und bei 0°C AT kommt der Vorlauf auf 25°C und es reicht um das Haus auf 21°C zu heizen. Am Volumenstrom der Pumpe musste ich dabei nichts ändern.
Verfasser:
Freeliner
Zeit: 29.12.2017 16:21:41
2
2588800
@ Ralph_hh

...da sollte dann aber mit einer leichten Volumenstromerhöhung noch etwas drin sein.
Dadurch steigt auch die mittlere Heiztemperatur und der Vorlauf kann wieder etwas reduziert werden.
(natürlich dürfen/sollen keine Fließgeräuche entstehen bzw. den o.g. Grenzbereich überschreiten)

...aber irgendwann ist es auch genug mit optimieren:-)
Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.12.2017 16:39:34
2
2588803
Was die Sache noch komplizierter macht, ist das nicht nur die
Höhe der Vorlauftemperatur, sondern auch die Höhe der
Rücklauftemperatur im Heizkreis die Effizienz bestimmt.
Wo da dann das Optimum zu suchen wäre, ist mir bisher un-
klar.
Ich hatte mal in diesem Thema versucht das zu klären:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199386/COP-und-mittlere-Heizwassertemperatur-und-Vorlauftemperatur
Doch steh ich hier, ich armer Tor und bin so klug, als wie zuvor.
:-)

Grüsse

winni
Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 29.12.2017 17:12:27
2
2588814
@ Themenstarter

Wesentliche Punkte zur Reduzierung der Systemtemperaturen sind eigentlich ein möglichst geringer Verlegeabstand, sowie die Erschließung aller möglicher Heizflächen.
Leider lässt sich dies im Nachhinein, bzw. bei der Fertigstellung des Gebäudes, nicht mehr ändern.

Der größtmögliche Volumenstom nützt ja nix, wenn ich riesige Verlegeabstände habe oder nur 10 Quadratmeter Bodenfläche belegt habe, obwohl laut Grundfläche des Raumes 20 Quadratmeter möglich wären.
Verfasser:
Horst67
Zeit: 29.12.2017 20:07:52
0
2588890
Zunächst erst mal vielen Dank an Euch alle, für Eure bisherigen Antworten.

Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
@ Themenstarter

Wesentliche Punkte zur Reduzierung der Systemtemperaturen sind eigentlich ein möglichst geringer Verlegeabstand, sowie die Erschließung aller möglicher Heizflächen.
Leider lässt sich dies im Nachhinein, bzw. bei der Fertigstellung des Gebäudes, nicht mehr[...]


So ist es. Damit sind wir auch dann genau bei der Ursache.

Zitat von Ralph_hh


Du gehst aber in deiner Annahme davon aus, dass die Auslegung sehr genau ist und die Heizung auf die tatsächlichen Bedingungen eingestellt ist. Das ist nicht der Fall. In der Praxis ist regelmässig gewaltig Luft nach oben. Das Heizsystem muss auch bei -20° ausreichen, muss innen Temperaturen von 25° liefern, wenn die wärmeliebende Bewohnerschaft das so möchte und es muss häufig geöffnete Fenster ebenso kompensieren wie unerwartet schlechtere Dämmung.


Yepp, ich denke auch das da noch Sicherheitsaufschlag/Spielraum ist. Darum will ich ja auch ausreizen was geht, um so effizient wie möglich bei gegebenen Rahmenbedingungen die Hütte zu beheizen. Natürlich kann ich jetzt stumpf einstellen, was in der Anleitung des Wärmeerzeugers für die Heizkurve empfohlen wird und was für die Durchflüsse theoretisch berechnet wurde. Da all diese Berechnungen jedoch immer nur auf Modelle und Annahmen basieren, somit also Vereinfachungen der Wirklichkeit sind, passt es eben in der Praxis am Ende nur bedingt. Und da die Bude wirklich sehr gut gedämmt ist und etwas Luft nach oben einkalkuliert ist, und hohe Systemtemperaturen bei Wärmepumpen ins Geld gehen, würde ich gerne die Grenze austesten.

Aber wie erstelle ich mir denn nun praktisch am einfachsten den für mein individuelles EFH praktisch passenden hydraulischen Abgleich für eine etwas geringere Systemtemperatur selbst?

Auf Grund von Vorschlägen mir sachkundig erscheinender Forenmitglider aus anderen Threads hatte ich folgende Vorgehensweise angedacht:

1. Auf kalte Tage warten
2. Fremdwärme möglichst vermeiden
3. Raumthermostate (ERR) auf Max stellen, so dass diese keinesfalls regulierend eingreifen
4. Türen schließen
5. Tacosetter aller Heizkreise komplett aufdrehen
6. Schauen ob es in allen Räumen ausreichend warm wird
7. Falls zu warm bzw. kalt, Heizkurve mit Bedacht etwas niedriger bzw. höher stellen und ca. 24, besser 48h warten

Zwischenergebnis wäre an dieser Stelle, dass jeder normale Raum mindestens 20°C erreicht (Bad 24°C). In der Praxis dürften einige Räume zweifelsfrei wärmer als andere sein. Maßstab ist der Raum, welcher an der unteren Grenze liegt.

Nun habe ich verstanden, diese Unterschiede zwischen den Räumen korrigiert der vielfach angetragene "hydraulische Abgleich".

Da nun keine berechneten Werte für die Volumenströme mehr vorliegen (wir hatten ja die Systemtemperaturen in Schritt 7 hoffentlich bis zur Schmerzgrenze gesenkt), hätte ich jetzt folgendes gemacht:

8. Beim allerersten (?) Heizkreis des Verteilers den Volumenstrom so zu reduzieren, dass man 20°C im Raum konstant halten kann. Abwarten, bis sich alles eingependelt hat.
9. Anschließend analog der Reihe nach mit den weiteren Heizkreisen weitermachen.

Ist man fertig, erhält jeder Raum nur noch den Volumenstrom, welchen er in der Praxis tatsächlich braucht - im Vergleich zu vorher jetzt jedoch bei der tatsächlich minimal erforderlichen Heizkurveneinstellung.

Habe ich das so alles korrekt verstanden?

Falls nein, wäre ich dankbar, wenn mich jemand etwaige Fehler aufmerksam macht.
Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 29.12.2017 20:52:28
2
2588900
Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen

8. Beim allerersten (?) Heizkreis des Verteilers den Volumenstrom so zu reduzieren, dass man 20°C im Raum konstant halten kann. Abwarten, bis sich alles eingependelt hat.
9. Anschließend analog der Reihe nach mit den weiteren Heizkreisen weitermachen

Einspruch !!!!!!!!

So würdest du alles nur tot drosseln, mit der Konsequenz, das die Heizkreispumpe mitunter auf hoher Leistung laufen muss, als sie bei weniger gedrosselten Heizkreisen eigentlich müsste.


Lange Heizkreise oder Räume mit höchsten Wärmebedarf, wie bspw. Wohnzimmer, Kinderzimmer, Diele, behalten den vollen Durchfluss. Gleiches kann auch für Bäder gelten, wenn dessen Heizkreise dementsprechend lang sind.

Lediglich Räume mit kurzen Heizkreisen werden zur Vermeidung eines hydraulischen Kurzschlusses und Räume mit geringen Wärmebedarf (bspw. Schlafzimmer) ein wenig gedrosselt.


Und ohne Einwirken der Einzelraumregelung ist ein hydraulischer Abgleich auch immer ein thermischer Abgleich.
Verfasser:
Horst67
Zeit: 29.12.2017 21:59:47
0
2588923
Verstehe. Erkenne meinen Denkfehler.

Vielen Dank für den Einspruch und die alternative Handlungsempfehlung.

Woran erkenne ich denn einen "hydraulischen Kurzschluss"?
Verfasser:
Uwe.N
Zeit: 29.12.2017 22:41:23
1
2588938
Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen

Woran erkenne ich denn einen "hydraulischen Kurzschluss"?


Rücklauftemperatur des betreffenden Heizkreises (annähernd) genauso hoch wie Vorlauftemp.
Verfasser:
Horst67
Zeit: 01.01.2018 20:12:05
0
2590186
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen
[...]

Einspruch !!!!!!!!

So würdest du alles nur tot drosseln, mit der Konsequenz, das die Heizkreispumpe mitunter auf hoher Leistung laufen muss, als sie bei weniger gedrosselten Heizkreisen eigentlich müsste.


Doch noch mal eine Verständnisfrage:

Ich habe (hoffentlich richtig) verstanden, dass die Heizkreis- bzw. Umwälzpumpe den Pumpendruck immer abhängig vom tatsächlichen Bedarf dynamisch anpasst. Letzter ist im Wesentlichen abhängig von den eingestellten Durchflussmengen. Im einfachen Fall (= alle Stellmotoren offen) liegt der maximale (individuell erforderliche) Pumpendruck an. Fahren die Motoren z. B. wegen Fremdwärme zu, stellt sich ein entsprechend geringerer Druck ein.

Wieso drossele ich damit tot?

Bei der weiter oben beschrieben Übung habe ich festgestellt, dass der letzte Heizkreis am Verteiler (welcher auch die längsten Strecke zur Heizfläche zurücklegen muss) offenbar auch die höchste Durchflussmenge braucht. Dieser ist komplett offen. Alle übrigen liegen so zwischen 0,5 und 2,5 l/min. Drei sehr kleine Heizkreise (ca. 20 bis 40 m) muss ich fast komplett zudrehen (0,1 l/min), um nicht besagten "hydraulischen Kurzschluss" zu produzieren.

Ist das so nun schlimm? Ich kann ja nun die bauseits gegebenen Gebäudebedingungen schlecht überlisten. Natürlich kann ich nun die Heizkurve erhöhen und so die Durchflussmenge für den letzten Heizkreis reduzieren. Das erscheint aber unwirtschaftlich, weil mehr Leistung bei der Umwälzpumpe billiger ist als eine höhere Vorlauftemperatur bei Wärmepumpe zu fahren. Schlussendlich gibt doch der am ersten unversorgte Heizkreis die Systemtemperatur vor.
Verfasser:
MLG1976
Zeit: 03.01.2018 18:44:43
0
2591215
Im Prinzip alles richtig.

Mit "totregeln" geht der Vorredner wohl von einer Wärmepumpe ohne Puffer aus. Zumindest vermute ich das mal?
Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 03.01.2018 20:08:30
1
2591247
Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen


Ich habe (hoffentlich richtig) verstanden, dass die Heizkreis- bzw. Umwälzpumpe den Pumpendruck immer abhängig vom tatsächlichen Bedarf dynamisch anpasst.

Wer sagt das, bzw. warum gehst du davon aus, das die Heizkreispumpen alle automatisch regeln?
Die meisten Heizkreispumpen laufen immer noch in einstellbaren Stufen, oder schon besser, bereits mit stufenlos regelbaren Konstantdruck.

Die Auto Adapt Funktion ist, gelinde gesagt, für die Tonne.
Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 03.01.2018 20:30:56
0
2591260
Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen
Doch noch mal eine Verständnisfrage:

Ich habe (hoffentlich richtig) verstanden, dass die Heizkreis- bzw. Umwälzpumpe den Pumpendruck immer abhängig vom tatsächlichen Bedarf dynamisch anpasst. Letzter ist im Wesentlichen abhängig von den eingestellten Durchflussmengen. Im einfachen Fall (= alle Stellmotoren offen) liegt der maximale (individuell erforderliche) Pumpendruck an. Fahren die Motoren z. B. wegen Fremdwärme zu, stellt sich ein entsprechend geringerer Druck ein.

Wieso drossele ich damit tot?


Ich schätze low hat überlesen dass du mit "der erste Heizkreis auf 20 Grad drosseln"
nicht den ersten überhaupt meinst sondern den Heizkreis der über 20 Grad ist bei schon gefundener minimaler Heizkurve und damit bestehenden Räumen die 20 Grad haben bei vollem Durchfluss....

Weiterhin ein *.... Hat man nur zB die Abstellkammer oder üblicherweise das Bad welches die Heizkurve vorgibt muss man sich das überlegen

Bad Vollgas und alles andere eindrosseln oder eben Bad 2 grad weniger und alles bei niedrigerer Heizkurve mit mehr Durchfluss.... Die WP ist nämlich auf Druchfluss angewiesen
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 03.01.2018 20:48:11
0
2591272
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
... schätze low hat überlesen ...
Habe zwar bisher nix überlesen und hatte bislang aber auch nichts geschrieben ... bin aber bei den Justierungen nach irgendwelchen theoretischen Berechnungen gedanklich raus ... bei mir funzt TA nur ohne ERR ... nach Augenmaß! .>)
Verfasser:
Horst67
Zeit: 03.01.2018 21:23:41
0
2591300
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Wer sagt das, bzw. warum gehst du davon aus, das die Heizkreispumpen alle automatisch regeln?

[...]

Die Auto Adapt Funktion ist, gelinde gesagt, für die Tonne.


Der Auffassung war mein Installateur ebenfalls. ;-)

Ich bitte um Entschuldigung wenn ich mich (als Laie) hier missverständlich ausgedrückt habe.

Zur Klarstellung: Zum einen gibt es natürlich einen Puffer. Zum anderen ist als Umwälzpumpe eine Grundfos Alpha2 25-60 verbaut, eingestellt auf "Obere Konstantdruck-Kennlinie, CP3". Selbstverständlich habe ich das auch nicht verändert.

Mache ich nun alle Heizkreise komplett auf, pumpt die Pumpe mit 1,6 m3/h (verbraucht dann 35 Watt). Es ist dann aber nicht so, dass sämtliche Tacosetter auf Anschlag auf sind. Daraus schlussfolgere ich, die Pumpe schafft es grundsätzlich bzw. in der aktuellen Einstellung gar nicht sämtliche Heizkreise mit >6l/min zu bedienen. Ist auch logisch. Da es 10 Heizkreise sind, wären dann ja vermutlich auch >3,6 m3/h erforderlich (was auf mich etwas hoch erscheint).

Zum Vergleich: Stelle ich die Tacosetter nun so, dass es in allen Räumen gerade noch ausreichend warm wird, läuft sie mit lediglich nur 0,5 m3/h. Die Einstellungen der Heizkreise weichen dann doch aber sehr stark voneinander ab. So sind die kurzen Heizkreise nahezu vollständig abgeregelt (<0,25l/min), die meisten anderen recht niedrig (ca. 0,75 bis 1,25 l/min), da es andernfalls in den Räumen bereits zu warm wird. Der allerletzte Heizkreis hinkt hinterher. Hier muss ich Vollgas geben (>6l/min).

Es wirkt so, als sei hier bei den übrigen Heizkreisen ziemlich Luft nach oben. Sprich, vermutlich lässt sich die Heizkurve drastisch senken, wobei dann in dem einen Raum (welcher leider keine Abstellkammer ist), 20°C nicht mehr ganz erreicht werden würden. Dann müsste man dort eben tagsüber die Tür öffnen. Im Winter ist bei uns sowieso jeden Tag der Kamin an.
Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 03.01.2018 22:58:34
3
2591348
Und da muss man dir eben wieder zu einer verkorksten Hydraulik gratulieren...

Wenn dein Führungsraum für die anderen so eine hohe Heizkurve bedingt, dass insgesamt nur 0,5m³/h reichen, ist der Raum als Führungsraum nicht geeignet.

Badezimmer ??? Eckraum mit Fenstern ??

Und da ist es eben:

Zieltemp senken
Türen öffnen
mehr Heizfläche installieren

WP mit Puffer... also Puffer extra zugekauft damit der HB die Hydraulik nicht durchdenken muss :-D

na ja du kennst die Optimierungsthreads hier ja :-)
Verfasser:
jogi54
Zeit: 04.01.2018 01:12:45
0
2591385
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Was die Sache noch komplizierter macht, ist das nicht nur die
Höhe der Vorlauftemperatur, sondern auch die Höhe der
Rücklauftemperatur im Heizkreis die Effizienz bestimmt.
Wo da dann das Optimum zu suchen wäre, ist mir bisher un-
klar.
Ich hatte mal in diesem Thema[...]


@winni

google mal nach Stefan Boltzmann gesetz bei wikipedia - sollte deine offene Frage eigentlich beantworten können

LG jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 04.01.2018 01:23:53
1
2591386
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
@ Themenstarter

Wesentliche Punkte zur Reduzierung der Systemtemperaturen sind eigentlich ein möglichst geringer Verlegeabstand, sowie die Erschließung aller möglicher Heizflächen.
Leider lässt sich dies im Nachhinein, bzw. bei der Fertigstellung des Gebäudes, nicht mehr[...]


Leider des öfteren ein Trugschluss

meistens (aus meiner Erfahrung immer) ist die Wärmetransportmöglichkeit bei einem Verlegeabstand von 10cm und 17er Rohr weit über dem, was eine FBH in W/m² bei der sich einstellenden mittleren Oberflächentemperatur abzugeben vermag. (Stefan Boltzmann hilft)

Viel wichtiger ist die Heizfläche !!!

nach meinen bisherigen Berechnungen brauchen z.B. 2K mehr im Bad, verglichen mit einem WoZi mit Wohlfühltemperatur rechnerisch allermindestens die doppelte Heizfläche/m², um nicht nur wg. dem Bad die VL anheben zu müssen.

nur mal so

LG jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 04.01.2018 02:01:39
2
2591388
Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
[...]

Zur Klarstellung: Zum einen gibt es natürlich einen Puffer. [...]


was halt die maximale Katastrophe für eine WP Heizung ist

Der Estrich einer FBH und das Gebäude hat min die 10fache Speicherkapazität, verglichen mit einem 1000l Speicher.

ERR alle weg
Überströmventil ZU
Puffer weg
thermischen Abgleich durchführen

dann wird es was mit einer effektiven WP Anlage

Sollten wir nicht mal ne Standardanleitung für die Optimierung anlegen ???

wird ja langsam langweilig sich ewig zu wiederholen ...

lg jogi
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 04.01.2018 06:23:26
0
2591394
Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen
... bitte um Entschuldigung wenn ich mich (als Laie) hier missverständlich ausgedrückt habe.

Zur Klarstellung: Zum einen gibt es natürlich einen Puffer ...
Daher an alle Themenstarter: ... bitte immer Bilder und Hydraulikschematas mit einfügen!!!

Den Puffer würde ich persönlich unbedingt inklusive der zusätzlichen Umwälzpumpe aus der Hausheizkreishydraulik entfernen ... siehe letzter Beitrag von @jogi54!

.>)
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 04.01.2018 06:50:04
0
2591398
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Sollten wir nicht mal ne Standardanleitung für die Optimierung anlegen ???

wird ja langsam langweilig sich ewig zu wiederholen ...
Sehr gute Idee!
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/205115/Standardanleitungsfaden-fuer-die-Optimierung-von-Hausheizkreishydrauliken-U-U-nicht-nur-bei-Waermepumpentechnik-passend-

.>)
Verfasser:
Horst67
Zeit: 04.01.2018 14:04:24
0
2591593
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Wenn dein Führungsraum für die anderen so eine hohe Heizkurve bedingt, dass insgesamt nur 0,5m³/h reichen, ist der Raum als Führungsraum nicht geeignet. Badezimmer ??? Eckraum mit Fenstern[...]


Zur Klarstellung: Die 0,5 m3/h bezogen sich auf die Summe für alle zehn Heizkreise.

Der einzige Raum, welcher hinterherhinkt ist in der Tat ein Eckraum an einer durchaus windanfälligen Ostseite des Gebäude und mit einem bodentiefen Fenster.

Mehr Heizfläche installieren scheidet leider aus. Darum geht es mir auch nicht. Schlussendlich wird es ja mit den berechneten Systemeinstellungen problemlos warm. Es wird eher zu warm. Somit ist doch wohl Luft für Optimierungen, oder nicht? Es geht mir jetzt ausschließlich darum die Systemtemperaturen so niedrig wie möglich einzustellen. Also eher das, was ein Vorredner als "thermischer Abgleich" bezeichnete.

Es will dabei nicht in den Kopf, weshalb es derartig starke Verwerfungen zwischen dem Eckraum und sämtlichen übrigen Räumen gibt. Angeblich berücksichtigt doch die Wärmebedarfsberechnung genau solche Aspekte wie z. B. exponierte Lage oder bodentiefe Fenster. Das Berechnungen natürlich nie perfekt sind, liegt in der Natur der Sache. Aber derartige Abweichungen? In einem anderen Thread hatte ein User ähnliche Probleme (ist schon älter und ich weiß nicht mehr welcher das war). Der daneben liegende, annähernd gleichgroße Raum mit nicht bodentiefem Fenster wird z. B. mit erheblich weniger Durchfluss problemlos warm. Probleme mit der Gebäudehülle können definitiv ausgeschlossen werden. Die Heizrohre sind auch gedämmt.

Der Puffer kann in meinem individuellen Fall übrigens leider nicht weg. Dieser dient zur hydraulischen Entkopplung, weil selbige eben nicht über die Wärmeabgabeseite erfolgen kann. Es handelt sich nämlich nicht um den 0815-Normalfall Estrich mit 10 cm Verlegeabstand.

Und um die Handwerkszunft an dieser Stelle auch mal in Schutz zu nehmen: Als Wärmeerzeuger kam bei der Lage und Art des Gebäudes leider nur eine Wärmepumpe in Betracht. Es geht mir auch nicht darum eine WP perfekt optimal zu betreiben, sondern sie für meinen bauseitig vorliegenden Fall optimal zu betreiben.
Verfasser:
jogi54
Zeit: 04.01.2018 23:21:56
0
2591954
Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
[...]


Zur Klarstellung: Die 0,5 m3/h bezogen sich auf die Summe für alle zehn Heizkreise.

Der einzige Raum, welcher hinterherhinkt ist in der Tat ein Eckraum an einer durchaus windanfälligen Ostseite des Gebäude und mit einem bodentiefen Fenster.
[...]


Hallo Horst,

so wird das nix.

Ohne konkrete Daten ist das hier alles Spekulation

0,5m³/h können bei einer Heizlast von 4kW bei AT -10° ausreichen, und wären bei 0°C AT bei einer modulierenden WP sogar ok. Da du jedoch Probleme hast, scheint was nicht ok zu sein. (Vielleicht hast du ja nur Luft in dem einen Heizkreis ???)

Gibt es eine Heizlastberechnung für die einzelnen Räume
gibt es einen Belegungsplan für die FBH mit Längen und Angaben für den hydraulischen Abgleich?
gibt es ein Hydraulik Schema ??
welche Wärmepumpe ist verbaut, gibt es Daten über Betriebsstunden und Einschaltungen?

ohne diese Infos wird dir hier nicht geholfen werden können
Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen
Der Puffer kann in meinem individuellen Fall übrigens leider nicht weg. Dieser dient zur hydraulischen Entkopplung, weil selbige eben nicht über die Wärmeabgabeseite erfolgen kann. Es handelt sich nämlich nicht um den 0815-Normalfall Estrich mit 10 cm Verlegeabstand.[...]


Dann sollten genau diese speziellen Informationen erstmal detailliert bekannt gemacht werden

Eine hydraulische Entkopplung einer WP zu einem anderen Wärmeerzeuger muss dann halt eben nicht über einen Puffer erfolgen - da gibt es deutlich effektivere Lösungen.

Zitat von Horst67 Beitrag anzeigen
Und um die Handwerkszunft an dieser Stelle auch mal in Schutz zu nehmen: Als Wärmeerzeuger kam bei der Lage und Art des Gebäudes leider nur eine Wärmepumpe in Betracht. Es geht mir auch nicht darum eine WP perfekt optimal zu betreiben, sondern sie für meinen bauseitig vorliegenden Fall optimal zu betreiben. [...]


Das musst du uns jetzt aber mal genau erklären - ich bin gespannt

LG jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 06.01.2018 23:56:20
0
2592957
keine Antwort ist auch ne Antwort

Tschüss jogi
Aktuelle Forenbeiträge
mad.u schrieb: Danke für eure Beiträge! @pbergstein Ich habe die BLP gedrosselt, hat aber so noch nichts gebracht, da sie ja nun im Vorrangbetrieb arbeitet. Die Spreizung VL/RL war auch auf höherer Stufe bei über...
winni 2 schrieb: Hallo Rage, prima vorbereitet und schön niedrige Heizlast. Gratuliere. Zu 1. Ja, weil ich fürchte, es ist nicht so einfach die Solerohre durch das Kabu zu bekommen und das geht mit weniger Aushub...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Website-Statistik