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Grabenkollektor in Nordhessen
Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.02.2018 16:37:25
0
2609560
Okay, wo ein Wille ist, ist ein Weg. :-)
Der Grabenpionier Frank, fdl1409, hat auch, in wohl ähnlichem Gestein,
ein Grabenkollektor baggern lassen.

Heizlast = "404 Not Found"?

Grüsse

winni
Verfasser:
nanopower
Zeit: 08.02.2018 17:30:17
0
2609593
so, nochmal die Heizlast

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.02.2018 18:00:31
1
2609606
Okay, was mir so auffällt:

- Zu hohe Lüftungsheizlast mit KWL.

- "Abstellräume" Garage sind der Hammer...
Zusammen ca. 2600 Watt Heizlast, bei mal gerade ca. 22 m2 Fläche...
Zieht man die ab, hättest Du unter 6000 Watt Heizlast und das würde
zu KfW55 dann passen.

- Dach würde ich nach Möglichkeit besser dämmen.
Bringt auch Hitzeschutz.

- Wenn Fußbodendämmung gegen Erdreich, wäre mir 0,24 zu schlecht.
Vor allem, falls da Fußbodenheizung drauf liegt.

- Auslegung Fußbodenheizung blicke ich nicht durch. Die legen doch
nicht wirklich auf 36 Vorlauf-/30 Grad Rücklauftemperatur aus??
Und wie erreicht man damit die ungesunde Oberflächentemperatur
36,9 Grad? Und wieso im Abstellraum 23 Grad Raumtemperatur?

Grüsse

winni
Verfasser:
nanopower
Zeit: 08.02.2018 18:18:41
0
2609621
Ja, also
die beheizten Abstellräume in der Garage werden Ladenräume für meine Frau, müssen also beheizt sein.
Die Garage hat 30cm Porenbeton Außenwände, da bin ich eigentlich auch von besseren Dämmwerten ausgegangen. Aber wenn es nix hilft, muß ich die Außenwände nochmal dämmen.

Von der Auslegung der FBH hab ich ehrlich gesagt keine Ahnung, ich hab das direkt mitberechnen lassen. Alles sogar wohl auf Wärmepumpenbetrieb ausgelegt.

Das heißt also, das die Heizlast so schon richtig ist?



Gruß Manuel
Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.02.2018 18:22:38
1
2609625
Noch was, wer hat diese Raumtemperaturen vorgegeben, die die
Heizlast auch aufblähen und so im Bad mit U-Wert Türen/Zwischen-
wände 1,28 kaum möglich sein werden?
Unterschiedliche Raumtemparaturen von 20 - 25 Grad sind ohne
besondere Massnahmen in einem gut gedämmten Neubau kaum
möglich.
Ich würde alles auf 21 Grad auslegen und z.B. im Bad bei wirk-
lichem, zeitweisem Bedarf direktelektrisch zuheizen.

Grüsse

winni
Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.02.2018 18:34:37
0
2609632
Mit einer für ein KfW55 Haus realistischeren Heizlast könnte
man z.B. den Graben bauen:
Plan 3. oder so

Grüsse

winni
Verfasser:
nanopower
Zeit: 08.02.2018 18:54:06
0
2609642
Ja, da hast du wohl recht.
Dann gehen wir mit der Temperatur runter.
Aber reichen 21Grad im Wohnbereich? wird das nicht ungemütlich?

Ich muß hier so nachfragen, ich bin noch nicht im Genuß einer FBH gewesen.
Ich hab den U Wert meiner Bodendämmung nochmal durchgerechnet, und
komme auf 0,21.

Ich glaub, ich muß noch bisschen was lernen :-)
Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.02.2018 19:46:22
0
2609672
Besser jetzt lernen, als wenn das Haus fertig ist..
:-)

21 grad sind in einem gut gedämmten Haus normal völlig
ausreichend und man muss ja auch sehen, das die Heiz-
last, wenn überhaupt, nur an ganz wenigen Tagen der
Heizperiode überhaupt erreicht wird. an den anderen
Tagen hat man eh mehr oder weniger Leistungsreserven.

Wie sieht den das Nutzungsprofil dieses kleinen Ladens
aus? U.U. macht es mehr Sinn den anders zu beheizen.
Z.B. mit einer Klima-Split. Auf jeden Fall solltest Du Dich
mit der Bausausführung beschäftigen. Eine Heizlast von
über 100 Watt/m2 ist jenseits von Gut und Böse im Neu-
bau. Warum sollte der energetisch schlechter dastehen,
als der Rest vom Haus, denke ich?

Grüsse

winni
Verfasser:
nanopower
Zeit: 09.02.2018 16:35:19
0
2610095
Hallo zusammen,
Ich hab die Außenwand der Garage nochmal mit Dämmung gerechnet. Der U-Wert sinkt dadurch von 0,29 auf 0,19. Ich denk das ist ein guter Schritt.
Die Grundtemperatur im Haus gleich ich an, um nicht mehr so extreme Sprünge von Raum zu Raum zu haben.
Kann mir jemand helfen, wie ich mit diesen Änderungen die Heizlast bestimmen kann?

Grüße Manuel
Verfasser:
KlausK
Zeit: 09.02.2018 17:39:24
0
2610124
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Besser jetzt lernen, als wenn das Haus fertig ist..
:-)

21 grad sind in einem gut gedämmten Haus normal völlig
ausreichend [...]


Da muß ich wiedersprechen, dass ist individuell doch sehr verschieden. Wir haben eher 22,7 °C in einem KfW40 Haus. Ich kenne aber auch genügend Leute, die bei 18 °C noch im T-Shirt rumlaufen.

Hier muß jeder selber sehen, was seine Wohlfühltemperatur ist. Natürlich hast Du recht, dass diese Temperatur in einem Neubau etwas niedriger liegt, es zieht nicht und die Wandinnentemperatur ist auch deutlich höher...

Grüße
Klaus
Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.02.2018 18:25:23
0
2610162
Manuel,

Du könntest einfach die Aussenwandfläche mal die Differenz
U-Werte, mal Differenz Innen/Aussen-Normtemperatur nehmen.
(Normtemperatur - 12 Grad, Innen 33 (?))

Z.B. bei 50 m2 Aussenwand: 50 m2 x 0,1 x 35 = 175 Watt)

Wie Du siehst, bringt diese Einzelmassnahme kaum was.
Du solltest die ganze Konstruktion überdenken, die z.Z. wohl
nicht mehr, als eine etwas bessere Garage ist, wenn die Heiz-
last für diese Räume richtig berechnet wurde.
So auf ca. 1000 Watt sollte man die Heizlast runter bringen
können, denke ich. (Mit dezentraler Lüftung mit Wärmerück-
gewinnung)

Es wäre hilfreich, wenn Du Fragen komplett beantworten
würdest..."Laden" kann alles möglich sein.

Grüsse

winni

P.S. Ja, Klaus, aber wenn Du dann an wenigen richtig kalten
Tagen nur 21 Grad hättest, könntest Du damit wahrscheinlich
auch leben? Und dann gibt es noch die internen und solaren
Gewinne...
Verfasser:
nanopower
Zeit: 09.02.2018 19:09:06
0
2610188
Hallo Winni,
also die Ladenräume, das ist ein Kosmetikstudio.

und... das seh ich jetzt erst, bei der Heizlastberechnung ist die Dezentrale Lüftungsanlage mit WRG vergessen worden, die da eingeplant ist.
Bringt die denn so viel?
Wie würde die Zuheizung im Bad funktionieren? Ein Wassergeführter Heizkörper mit Elektrischer Heizpatrone?

Sorry, ich bin ein bisschen perplex... Ich dachte so ein 30cm Porenbetonstein hätte so super Dämmwerte... :-(


Grüße Manuel
Verfasser:
nanopower
Zeit: 09.02.2018 19:11:16
0
2610190
@KlausK

Da muß ich dir recht geben, das Wärmeempfinden einzelner Menschen kann sehr
unterschiedlich sein, seh ich bei meiner Frau und mir :-)

Gruß Manuel
Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.02.2018 19:37:50
0
2610206
Okay, dann ist im Laden schon eine Wohnraumtemperatur notwendig
und der Lüftungsbedarf ist vielleicht auch höher, als in der Berechnung.
So um die 250 Watt liessen sich da wohl mit Wärmerückgewinnung
sparen. Ich finde den Luftaustausch eher zu gering gewählt, wenn man
davon ausgeht, das sich vielleicht 2 - 3 Personen dort aufhalten, aber
über 24 Stunden kommt das vielleicht als Durchschnitt hin.

Ich habe mir mal die U-Werte Ladenräume angesehen.
Die sind alle lausig, ausser Fenster und Dach, die aber auch nicht
top sind. Zum Teil kann das so nicht sein.
Z.B. korrigierter U-Wert-Wand 0,75...
Wer hat das geplant oder berechnet, ohne sich Gedanken darüber zu
machen ??

Zusatzheizung z.B. Infrarotspiegel, Heizlüfter, etc., aber keinen elektrisch
beheizten Wasserheizkörper. Sowas ist träge und hat noch andere Probleme,
wenn es in die Fußbodenheizung eingebunden wird.

Mit dem Kollektor solltest Du aber sicher klar kommen:
http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=LVzkgdtaIO883SDVnG5y

Grüsse

winni
Verfasser:
nanopower
Zeit: 09.02.2018 20:04:02
0
2610215
Also, ich werd das Gefühl nicht los,
das ich mir die Heizlastberechnung hätte sparen können... :-(

So Anfangs waren die ganzen Zahlen für mich ne Fremdsprache, aber wenn Winni
mir die Zahlen so nach und nach offen legt und ich die mir dann raussuche und mit anderen Werten vergleiche, seh ich, das da ne Menge nicht stimmt.

Bei der Wand komm ich übrigens auf einen U-Wert 0,29 ohne irgendwelche weiteren Dämmmaßnahmen.

Wenn ich das jetzt richtig verstehe, haben die Fenster im Laden einen U-wert von 0,95.
In meinem Fensterangebot steht aber, das die Isolierverglasung einen U-Wert von 0,5 hat.

Aber der Grabenvorschlag von Winni sieht doch machbar aus.

Darf ich die Frage nochmal in den Raum werfen, was Ihr davon haltet, den Graben
mittels Drainagerohr an die Dachentwässerung anzuschliessen.
Hilft mir das bei der Regenerierung des Grabens?



Gruß Manuel
Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.02.2018 00:20:15
0
2610292
Verglasung 0,5 ist topp, aber das Gesamtfenster ist immer schlechter
durch Rahmen und Glasverbund. Sollte dann mit der Verglasung
aber trotzdem besser als 0,95 sein...

U-Wert Wand ist viel besser, als der verrechnete Wert, aber nicht
gut. Unter 0,2 sollte es schon werden, denke ich. Dickerer Stein,
besserer Stein, statt WDVS vielleicht günstiger oder gefüllter
Poroton?

Drainage über den Graben ist gut, aber nicht notwendig.
In Deinem Bodengutachten wird eine Drainage wegen schlechter
Versickerung und Kosten Aushub nicht empfohlen, aber vielleicht
ist das für den Grabenkollektor sogar ein Vorteil, wenn die Rohre
in schlecht versickerndem Wasser liegen.

Grüsse

winni
Verfasser:
mausc
Zeit: 14.02.2018 17:40:13
1
2613536
Hallo,

habe mir das Bodengutachten mal angesehen.

Darin ist sogar die von Bodenklasse 7 (massiver Fels) die Rede, mehr oder weniger direkt unter der GOK. Ich habe so meine Zweifel, dass sich darin ein RGK "einfach" realisieren lässt. Meine Empfehlung: Organisier einen Bagger, mach eine Probegrabung und schau, wie tief du kommst.
1,5m sind wohl das absolut notwendige Minimum für einen RGK. Wenn nur weniger geht, könntest du noch über eine DV-WP nachdenken. Wenn das Baggern aufwendig ist, aber die Tiefe kein Problem darstellt, wäre es eventuell sinnvoll die Grabenlänge und das Aushubvolumen durch einen senkrechten Kollektor zu reduzieren.

Gruß
Martin
Verfasser:
crink
Zeit: 14.02.2018 19:27:36
0
2613573
Moin Martin,

zur Not geht es auch weniger tief als 1.5 m - allerdings steigt dann der Platzbedarf. Details können wir uns ansehen sobald die sicher machbare Tiefe bekannt ist. Die vom TrenchPlanner verwendeten Berechnungsgrundlagen sind ab 1.2 m Tiefe belastbar. Da sie im Zweifelsfall Worst-Case-Auslegungen produzieren ließe sich mit Simulation noch ein wenig optimieren.

Viele Grüße nach Nordhessen
crink
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