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11.05.2007 00:00:00 |
Viele Hersteller der SHK-Branche bekennen sich klar zum dreistufigen Vertriebsweg – und doch ärgern sich Fachhandwerker vermehrt über in Billigbaumärkten und bei ebay auftauchende Markenprodukte. Im folgenden Artikel setzt sich der Autor Heiner Siefken mit diesem Ärgernis auseinander. |
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11.05.2007 07:21:00 |
Gehört zwar nicht unbedingt zum Thema: Der sogenannte B-Promi aus dem Artikel heißt Manfred Lehmann ist Schauspieler und ein sehr gefragter Syncron-Sprecher, u.a. Burce Willis usw. Ich würde den nicht unbedingt als B-Promi einstufen. |
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11.05.2007 08:34:34 |
Hallo
Es sind nicht nur die Hersteller sondern auch verschiedene Großhändler. Gott sei Dank gibt es noch einige wenige die konsequent den dreistufigen Vertriebsweg einhalten. Die schwarzen Schafe aber tanzen auf allen Hochzeiten. Wenn Sie als Handwerker einen Endkunden in deren Ausstellung schicken kann es durchaus sein daß dann an Ihren Kunden direkt verkauft wird. Geht es dann hart auf hart und Sie weisen den Direktverkauf nach so findet sich sicher ein Kollege welcher für eine Judaslohn eine Provision in diverser Höhe einstreicht. Sie hatten die Arbeit mit der Rohinstallation, der Kollege die Provision und der Großhändler die Legalität für sein Geschäft..
Hoch lebe das Handwerk und seine Lieferanten.
RG
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11.05.2007 08:46:17 |
Da kann ich nur sagen :
Keine Produkte die so beworben werden mehr verkaufen !, denn es macht keinen Sinn sich preislich gegen so ein Lockangebot zu stemmen.Wenn die Kunden danach fragen schicke ich sie in den Baumarkt der dieses bewirbt und lehne jede Gewährleistung ab.Auch bei Reklamationen wird jeder Einsatz voll berechnet,auch ein eventueller Ausbau der Armatur ,damit der Kunde die Armatur in den Baumarkt bringen kann. Dies wird den Kunden auch so gesagt und in den meisten Fällen kann man auf ein anderes Fabrikat ausweichen mit voller Gewährleistung. Das die Hersteller ,die sich unwissend stellen, nicht mehr auf den vorderen Rängen der Empfehlungen an die Kunden stehen versteht sich von selbst.
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11.05.2007 09:03:16 |
es ist doch mitlerweile so das einige Produkte zum Baumarkt Altag gehören und gerade Grohe fast jedes Wochenende in irgendeinen Baumarkt beworben wird. Wir werden uns wohl damit abfinden müssen unsere Produkte die wir beim Kunden empfehlen genaustens auszusuchen. Wir haben uns deswegen von einigen Produkten wie Grundfos, Danfoss, Grohe usw. verabschiedet. Es kann mir auch keiner erzählen das die Hersteller davon nichts wissen, ich denkemal das sind schon fest kalkulierte Umsätze.
schönen Tag noch Peter Wüpper
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11.05.2007 09:09:24 |
Aber diese Diskussion ist doch beileibe nicht neu. Bereits 1996 hat einer der bekanntesten und hochpreisigsten Armaturenhersteller (vom Niederrhein) betont, daß, wann immer man seine Produkte in einem Baumarkt findet bitte sofort Bescheid geben sollte. Der Hersteller versprach, daß die Ware notfalls dort sofort aufgekauft werden würde und hat soweit ich mich erinnere eine Prämie ausgesetzt von damals 500,- DM. Ich war gerade auf der Meisterschule und an einem Samstag Nachmittag im ortsansässigen Baumarkt. Dort fand ich nicht nur die Armaturen besagten Herstellers, sondern auch ein großes Verkaufsdisplay in der Ausstellung mit Prospekten. Auf der Rückseite jedes Prospekt prangte ein fetter Stempel eines ebenfalls ortsansässigen Großhandels. Ich bin dann an die Verkaufstheke und habe gefragt, ob man denn von Hersteller H. nur die vorrätigen Armaturen bekommen könnte oder auch jede andere und habe mir ein Angebot machen lassen über eine besonders ausgefallene Armatur, welches auch einige Tage später postwendend kam. Die Prospekte mit dem Stempel des Großhandels habe ich zusammen mit diesem Angebot und einem kurzen Bericht in gutem Glauben an besagten Hersteller geschickt in Erwartung einer Reaktion. Die kam auch prompt aber ganz anders als erwartet. Ich bekam einen Anruf von eben jenem Großhändler, der anfing mich auf das wärmste zu umwerben, mir ein Kundenkonto mit höchst Großzügigen Rabatten anbot und auf meine Nachfrage wie man denn auf mich gekommen sei nicht wirklich antworten konnte. "Man habe von mir gehört" war alles, was ich raus bekommen konnte. Erst einige Zeit später hat der zuständige Außendienstler zugegeben, daß es tatsächlich der Hersteller war, der den Tipp gegeben hat, daß da jemand Ärger macht. Ich habe von besagtem Hersteller nie wieder eine Armatur angeboten oder verkauft und auch mit dem Großhändler keine Geschäftsbeziehung begonnen. Dieser Großhändler ist heute, mehr als 10 Jahre später und nachdem das Unternehmen zweimal verkauft worden ist - PLEITE. Das hatte zwar nichts mit mir zu tun, gibt mir allerdings dennoch eine gewisse Befriedigung, daß solche Leute nicht immer durchkommen.
Gruß, waterman211
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| | Zeit:
11.05.2007 09:42:08 |
Versuchen Sie doch mal die Sache aus dem Blickwinkel eines Bauherren zu sehen.
Dreistufiger Vertrieb bedeutet auch dreifacher Aufschlag. Anscheinend soll die nicht mehr bezahlbare Handwerksleistung mit teuren Material subventioniert werden. Das Problem ist m. E. die viel zu teure Arbeit, und natürlich die Schwarzarbeit. Leider hat es bisher keine Regierung geschafft, mit einem sinnvollen Schritt, wie z.B. stark red. MWSt-Satz für Dienstleistung, eine Gegenbewegung einzuleiten.
Direktvertrieb ist nicht neu. Denken Sie an die vielen Outlets für Markenware. Die sind auch eine starke Belastung für den Einzelhandel. Das ist nun mal der knallharte Wettbewerb, dem sich alle stellen müssen. Da hilft auch kein Jammern. Wenn Sie versuchen den Vertriebsweg zu regulieren, wird der Schuss nach hinten losgehen. Die Wettbewerb wird Sie gnadenlos überrollen.
Ich bin auf jeden Fall nicht bereit, einen stark überhöhten Preis für eine Amatur zu zahlen. Eine Gewährleistung gibt es auch auf Baumarktware. Der einbauende Handwerker hat nur für seine Arbeitsleistung geradezustehen, den Ausbau kann er gerne ich Rechnung stellen. Diesen 10 Min-Job würde ich aber wahrscheinlich, wie viele, lieber selbst übernehmen.
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11.05.2007 11:33:19 |
Sehr schön, wieder einen gefunden ( Baumarkt ) dem wir (SHK Betriebe) die Schuld zuweisen, SHK Artikel zu verkaufen. Schon immer waren SHK Handwerksbetriebe zu faul oder hatten keine Lust , Sanitär-Produkte zu verkaufen. Wer hat von Euch ein Ladengeschäft? Wer wirbt von Euch mit Produkten? Wer steht nicht einmal in den Gelben Seiten? Wer ist nicht zum Tag des Bades beim Großhandel oder im eigenen Geschäft? Wer ist nicht Mitglied in einer Interessengemeinschaft Bad ? Wer hat diese unglaubliche Situation geschaffen, das 99 ° aller Kunden nicht wissen, das es Bäder im SHK Betrieb zu kaufen gibt? Wer hat von Euch eine Anzeige zum Verkauf von Badprodukten aufgegeben? Wer geht nicht zu Verkaufsschulungen? Wer bietet keine Komplettleistung Badsanierung an? Liebe Kollegen, Ihr seid daran selbst Schuld das Ihr nichts verkauft, und nicht die bösen anderen. Das Küchengeschäft haben wir bereits aus Dummheit verschenkt, jetzt folgen die Badmöbel!
Die Dummen sind nicht die ,die etwas verkaufen , sondern die, die nichts verkaufen!
Warum war der Spot nicht von uns???
Mit freundlichen Grüßen an alle "aktiven" Badverkäufer!
Peter Ludwig ( ich stehe zu meiner Meinung, und schreibe nicht "geheim" ! |
Verfasser: objektiver betrachter | Zeit:
11.05.2007 12:25:53 |
Leider ist es Tatsache, dass der deutsche Markt mit seiner spezifischen Dreistufigkeit völlig missbraucht wurde: der Hersteller verdient durch den Vertrieb des Produkts, der Handel bzw. Grosshandel ebenfalls, dazu kommt dass das Handwerk nicht nur an der Montage verdient, sondern dem Handwerk wird die Möglichkeit eingeräumt auch am Produkt zu verdienen, und man wundert sich über hohe Preise im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern...ist das nicht paradox? In anderen europäischen Ländern verdient der Handel rein durch den Verkauf, der Handwerker verdient nur an der Montage, das wird klar differenziert. Letztendlich ist genau die Montage, woran der Handwerker verdienen sollte. Dass der Handwerker in so einem extremen Preiskampf wie in Deutschland mit "den Grossen" (Beispiel Baumarkt oder dirket an den Endkunden vertreibende Grosshändler) nicht mithalten kann ist doch völlig nachzuvollziehen. Warum wundern wir uns über hohe Preise im Fachhandel, obwohl das Produkt einen dreistufigen Vertriebsweg gehen muss?? Meiner Meinung nach sollte Handel und Handwerk klarer getrennt werden, auch wenn das für den deutschen Handwerker (subjektiv) eine Katastrophe bedeuten würde, parallel dazu nenne ich zum Vergleich die Autobranche: der Kfz-Mechaniker verkauft keine neuen Fahrzeuge, er verdient an Ersatzteilen, Reparaturen, Instandsetzungen etc., der deutsche Sanitärinstallateur wird leider niemals akzeptieren wollen nur an Montagen und handwerklichen Leistungen zu verdienen, denn "wer schonmal Blut geleckt hat...", schade.
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11.05.2007 12:38:25 |
Ich kann bei diesem Thema dk-net nur voll zustimmen. Für Renovierer und Häuslebauer ist es kaum nachvollziehbar, weshalb ein SHK-Betrieb darauf besteht, für seine Arbeit keine Garantie übernehmen zu können, wenn er nicht auch die Armaturen, Sanitärobjekte sowie Badmöbel liefern darf. "Da könnten ja Haarrisse im Material sein, da kann ich nicht für garantieren", wurde mir persönlich gesagt, als ich anfragte, ob man mir ein Bad aus dem Abverkauf einer Ausstellung einbauen würde. Ich frage Sie im Ernst, welcher Handwerker übernimmt die Garantie für Sanitärobjekte, Möbel und Armaturen? Er vermittelt höchstens zwischen Hersteller und Endverbraucher, denn Garantiegeber ist der Produzent der Ware. Somit hinterlässt der Hinweis, dass der Handwerker keine Garantie für seine Arbeit übernimmt, sofern er nicht auch die Ware liefern kann (mit mehr als 35 %igem Aufschlag) bei mir ein "Geschmäckle". Fairer und ehrlicher wäre es, wenn die Arbeitslöhne so ausgewiesen würden, wie sie für die Ausführung der Arbeit notwendig sind, wobei die Stundenlöhne gar nicht so gering sind. Mir wurde gerade für eine Helferstunde ein Stundensatz von 34,20 Euro netto in Rechnung gestellt. Der Obermonteur erhielt dagegen nur 4,30 Euro mehr! Da stimmt doch etwas nicht.
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| | Zeit:
11.05.2007 12:54:11 |
Hallo an alle Handwerker,
Meine Erfahrung als Bauherr ist dass es eigentlich egal ist ob ich als Bauherr die Sanitärgegenstände und Armaturen selbst besorge und vom Handwerker einbauen lasse oder aber er mir die Dinge liefert und einbaut.
Der Punkt ist doch, dass jeder Handwerker der rechnen kann genau weiß was er an einer leistung verdienen muss und wenn er eben keine Objekte verkaufen kann, dann wird es bei der Leistung draufgeschlagen. Der Handwerker kann eben nur Aufträge ausführen wo auch für ihn genug hängenbleibt um einen Gewinn zu erzielen und die Existenz zu sichern. Ich gehe als Endkunde jedenfalls davon aus dass der hnadwerker schon "stop" sagen wird, wenn der Preis nicht (mehr) passt.
Der Kunde entscheidet sich für die Abnahme über den Heizungsmonteur doch dur dann, wenn der höhere Preis sich in Grenzen hält UND er für den höheren Preis eine bessere Gewährleistungsregelung/Service erhält.
Die Endabnehmer die eh selbst einbauen brauchen den Handwerker nur für Leistungen die sie selbst nicht ausführen dürfen (rein rechtlich) und was für ein Grund hätten sie um die Produkte teurer einzukaufen als im Baumarkt oder über Internet.
Da die Preise für die Kunden über andere Kanäle immer mehr Richtung Grosshandelspreise gehen (und das nicht nur in dieser Branche) werden sich auf Dauer nur die Firmen halten können die eine offene und überschaubare Preispolitik verfolgen (für den Kunden nachvollziehbar wieviel bezahlt wird für genau welche Leistung/Material) UND gute Arbeit leisten für das bezahlte. Niemand bezahlt gerne zu viel oder bezahlt gerne für schlechte Leistung.
In die offensive zu gehen und eine eigene Ausstellung zu machen scheint mir nur sinnvoll wenn die Handwerker in einer bestimmten Region sich organisieren und die Kosten teilen, denn für kleinere Firmen werden die Kosten dafür sonst zu hoch sein (und die preise die man den Kunden anbieten kann noch immer zu hoch wegen geringe Abnahme)
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| | Zeit:
11.05.2007 14:16:40 |
Liebe Kunden von Bäderfachgeschäften und SHK Betrieben,
der Grund ein Produkt teurer zu kaufen als im Internet oder bei Otto- Versand ist folgender:
- Sie erhalten eine technische Beratung und Information, welches Produkt für Sie am sinnvollsten ist, für Ihre Gesundheit und Wohlbefinden oder körperliche Einschränkung an besten ist Beispiel: Was wollen Sie mit einem Whirlpool aus dem Baumarkt der zu flach ist ( Bauch aus dem Wasser), nicht Ihrer Körpergröße angemessen ist ( Knie engezogen in der Wanne sitzen)und nicht für Ihre körperliche Entspannung geeignet und einstellbar ist. - Sie wollen Produkte die lange halten und es noch lange Ersatzteile gibt und das jemand kommt wenn mal etwas defekt ist. - Sie als Badkunde haben noch nie ein Bad mit allem was dazugehört eingereichtet. Wir können das seit vielen Jahren. ein einfacher Vergleich: - Ein Sportler kannn nur dann Höchstleistungen erzielen wenn er ständig übt und sich spezialisiert. Er muß wissen mit was und wie er trainiert. Ein ungeübter kann nie diese Leistung erreichen.
Alle Kunden fragen uns nach Ideen zur Raumaufteilung, Farbestaltung, Licht und sinnvollen Produkten.
Das ist die Leistung eines Bäderfachgeschäftes und SHK Betriebes.
Der Preis für ein Bad ist genauso wichtig, wie der Nutzen und das Wohlbefinden für ein Bad das mind. 15 Jahre halten soll.
Mit freundlichen Grüßen! Peter Ludwig |
Verfasser: E_nergiesparer | Zeit:
11.05.2007 14:24:52 |
Den vierstufigen Vertriebsweg gibt es ja durchaus und er ist ja auch ganz offenbar besonders teuer: Beispiel: Ein Thermenhersteller verwendet eine (z.B. durch Ausrüstung mit Spezialstecker) modifizierte Standardpumpe, kauft diese also beim Pumpenhersteller, der vertreibt das Ding als Ersatzteil über den Groß- und Einzelhändlers (Installateurs). Für so ein Teil habe ich unter Weglassung des letzen Vertriebschritts schon über 100 Euro für ein Ding bezahlt. Ähnliche Standardpumpen sind drastisch billiger erhältlich.
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| | Zeit:
11.05.2007 20:10:23 |
AN ALLE
Das ist für mich jetzt in der Planungsphase sehr interssant. HANDWERKER verdienen an den Produkten die sie einbauen. Das ist nicht nur ein kleiner Aufschlag ? Sehr spannend. Und auch neu für mich. Ich dachte Ihr werdet für Handwerk, Geschicklichkeit, gute Einfälle und Erfahrung (= Zeit und Materialersparniss) bezahlt. Wenn Ärzte versuchen etwas zu verkaufen landen Sie im Knast und in der Bildzeitung. Abgesehn davon daß Sie für die Anfahrt fast nichts bekommen.
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Verfasser: rohrverbieger30 | Zeit:
11.05.2007 20:24:35 |
Guten Abend!
Ich wollte eigentlich nichts zu dem Thema schreiben, aber mir platzt schon fast wieder der Kragen.
Handwerker verdienen an den Produkten die sie einbauen!
Ach nee
Manche meinen echt wir machen unseren Beruf nur aus Spass.
Wenn wir nur die Stunden abrechnen würden würde es sehr Düster aussehen.
Machen wir mal eine Kleine Rechnung:
Bei 150 abzurechneden Stunden im MOnat (Das ist nur die Zeit die tatsächlich vom Kunden bezahlt wird arbeiten tue ich bestimmt mehr) 38€ x150 =5700€ und davon muss dann Versicherungen ( nicht nur eine und nicht billig) Auto, Handwerkskammer, Telefon, Handy, Büro und oder Werkstatt miete, Nebenkosten für diese, Steuerberater, Anwalt für nicht zahlende Kunden :-) etc etc etc.
So und was bleibt da dann übrig?
Richtig! Nichts!
Mfg
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| | Zeit:
11.05.2007 20:42:44 |
Moin,
ich denke dieser Disput ist nicht neu und wird auch in Zukunft mehr Raum einnehmen.
Es wird in Zukunft immer noch den Kunden geben, welcher bei entsprechendem Wohlbefinden bei seinem Wahl-Handwerker bereit mehr als den reinen Bezugspreis einer Ware zu zahlen, weil er bei entsprechender Führung auch beriet ist eine Dienstleistung zu honorieren.
Es wird in Zukunft immer noch den Kunden geben, welcher trotz Wahl-Handwerker (oder auch nicht siehe z. B. My Hamer.de) nicht bereit ist mehr als den reinen Bezugspreis einer Ware zu bezahlen.
Aber wie immer im Leben werden auch diese beiden so verschiedenen Kunden Ihre Leistung erhalten und mit dieser Wahl und, je nach dem für welche der beiden Varianten sie sich entschieden haben, mit dem Ergebniss (mehr oder evtl auch weniger mehr Zufrieden) leben müsen.
Gruß Trainer
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| | Zeit:
12.05.2007 07:29:34 |
Hallo,
diese Tendenz wird nicht aufzuhalten sein. Und jeder Handwerker sollte doch auch einmal nachdenken, ob er bei Dienstleistungen, die er in Anspruch nehmen muss, nicht auch gerne beim Discounter kauft.
Beispiel PC: Früher gab`s die nur im Fachhandel, dann bei Vobis, jetzt bei Aldi oder ebay. Am Schlimmsten für den Fachhandel: die Kunden kommen zum "Schlaumachen" in den Fachhandel, "kauen dem Fachpersonal ein Ohr" ab und kauften dann billig bei Vobis, jetzt übers Internet.
Und Handwerker machen da keine Ausnahme, der Experte wird nur dann geholt, wenn nichts mehr geht, dann lag`s am Programm, nie am Nutzer und das "wieder alles in Ordnung bringen" ist ein Gewährleistungsfall. Ich kenne einige Handwerker, die mit geklauter Software arbeiten oder tagelang versucht haben, einen Dongle zu umgehen.
Beispiel Versicherungen: Früher gab`s die beim Berater, heute bei Quelle. Und da ist das auch wie bei den PC`s; wenn man nicht weiterweiß, lässt man sich bei dem "Versicherungsfuzzi" aufklären, der das am besten kann und geht dann doch zum "Billigheimer" und übersieht einige Punkte im Kleingedruckten.
Fazit: es gibt solche Handwerker und solche; es gibt solche EDV-Experten und solche und es gibt solche Versicherungsfuzzis und solche. So sind wir nun mal, wir Menschen.
Jeder muss also sehen, zu wem er passt, zum Baumarkt oder zum Fachhandwerker oder worum es speziell geht: zum Wechseln eines Wasserhahns oder beim Neubau eines Eigenheims. Dazu noch was obendrauf: Ich habe ohne Bauträger gebaut, jedes Gewerk einzeln vergeben, am längsten habe ich gesucht bei einem Heizungsbauer "meines Vertrauens". In dem Gewerbe gibt es genaus soviel Spitzbuben und Dummschwätzer wie bei den EDV-Leuten und Versicherungsfuzzis.
Natürlich habe ich auch auf die Preise achten müssen, aber meine Handwerker waren alle Profis, die gern bei mir gearbeitet haben, ich gern weiterempfehle und die ich auch heute zu noch Folgegeschäften anrufe. Und die bringen alle ihr Material selber mit. Und trotzdem kaufe ich auch im Baumarkt, bei ebay usw.
Wie gesagt, es gibt eben solche und solche.
Gruß helgo |
| | Zeit:
12.05.2007 08:11:35 |
Aus meiner Sicht sind hier die Hersteller in der Pflicht ihr Produkt entsprechend anzupriesen. FESTO ist der einzige den ich kenne der es verbietet seine Hochwertigen Produkte zu verschleudern.
Diese Gesetze der freien Marktwirtschaft machen immer mehr den kleinen Händlern und Handwerkern den Markt kapputt. Was haben billigblumen im Baumarkt oder Kaufhaus zu suchen? Warum verkauft Penny Autos ( Smart )? EU-Importe? usw...
Aus Sicht des Kunden ist es vollkommen verständlich wenn ich 2 Angebote der identischen Sache habe das günstigere zu kaufen.
Ich nenne mal das Beispiel PANASONIC Plasma TV den meine Freundin im November gekauft hat:
Saturn, Media Markt etc liessen maximal 50 Euro nachlass zu, 1750 Euro. Wie die riesen Kiste nach Hause kommt wussten wir da noch nicht. Online Shop 1520 Euro incl. Fracht, 3 Tage später war er da und wurde auch noch 2 Etagen bis in das Wohnzimmer getragen - umsonst.
Also kann man hier sagen das nicht der Preis sondern auch der Service im online Shop besser war als im örtlichen Markt.
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Verfasser: Ein Handwerker | Zeit:
12.05.2007 11:07:02 |
Ich würde nicht mal eine Armatur von Grohe geschenkt nehmen. Oder vergessen wir alle zu schnell. Grohe Armaturen werden China zusammangeschustert und kosten anschließend ein Vermögen. Warum sollen wir amerikanischen Geldsäcken den Hintern schmieren. Anschließend schickte Grohe über 1000 Mitarbeiter stempeln. Kauft Armaturen von Hansa, Ideal-Standard oder Hans Grohe, aber niemals mehr Armaturen aus dem Sauerland, es sei denn Ihr wollt für wenig Qualität viel Geld bezahlen. Wer denkt er bekommt heute noch Qualität von Grohe, der irrt. Aber Ihr könnt natürlich amerikanischen Geldsäcken, den Sack noch voller machen. Die lachen sich anschließend über unsere Blödheit schlapp.
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Verfasser: E_nergiesparer | Zeit:
12.05.2007 12:32:14 |
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| | Zeit:
12.05.2007 12:56:02 |
Zitat aus o.gThema:
" Bleibt die Frage: Wie kommen die Produkte dann in die Billigmärkte? "Letztlich über Kanäle, die schwer nachzuvollziehen sind", sagt eine Grohe-Sprecherin auf Nachfrage. Die Aktiengesellschaft sei nun einmal ein internationales Unternehmen. Und wenn ein Händler beispielsweise in Italien eine große Stückzahl kaufe, lasse sich schlecht verhindern, dass der dann wiederum eine deutsche Baumarktkette beliefert."
Wer soll das denn glauben? Im Laufe meiner Tätigkeiten im Fachgrosshandel habe ich auch bei einem Grosshandel für Baumärkte als Einkäufer gearbeitet. Und die Aussendienstler der Industrie sprich F. Grohe, Geberit, Hansgrohe, Duarvit , V-B, uvm. waren die selben mit denen ich als Einkäufer eines Grosshandels aus dem Wupperring verhandelt habe, nur, wenn der ADM Geberit einen Auftrag für die Werbung der Praktiker BMe abholte, waren das keine 10 Paletten Kombifix a 12 St. sonder zu dieser Zeit für ca. 195 Märkte je 2-3 Paletten. Kein Industrie - Vertreter hat sich diese AUftraege entgehen lassen, auch mit dem Wissen dass genau diese sehr bekannten Markenprodukte wie z.B. ein Kombifix zu einem Spottpreis angeboten wird das selbst manch Grosshändler nicht mitkam. Ich denke dass hat sich in den verg. 10 Jahren kaum geändert, und die Grosshändler die BM beliefern sind üderdies bekannt, zumindest für Kenner der Branche.
gruss stefan
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| | Zeit:
12.05.2007 13:14:50 |
"Viele Hersteller der SHK-Branche bekennen sich klar zum dreistufigen Vertriebsweg
Bedeutet dies, dass 3 x abkassiert wird?"
Ob man von abkassieren sprechen darf, wenn man ein Produkt mit weiteren Leistungen (z.B.: schnelle Verfügbarkeit durch Lagerhaltung, etc.) aufwertet, glaube ich nicht!
Der Hersteller will zudem meist lieber an einen Fachmann verkaufen, der für Ihn den Vertrieb, die fachgerechte Montage und eventl. Gewährleistungsleistungen erbringt! Demgegenüber steht z.B.: der Endkunde, der sich ansonsten beim Hersteller direkt melden müßte, was wiederum mit einem teuren Mehraufwand verbunden wäre. Und wenn der Vertrieb z.B.: über Baumärkte und sonstige Vertriebsmöglichkeiten geht, dann fehlt dem Hersteller der Fachmann, der für die fachgerechte Montage garantiert! Noch nimmt der Baumarkt ganz einfach und ohne größere Schwierigkeiten Produkte zurück, auch wenn diese eindeutig falsch montiert oder durch den Kunden zerstört wurden. "Kundenservice" nennen die das dann, allerdings bekommt der Hersteller seine Waren sofort zurück geschickt! Da der Hersteller aber den Regalplatz im Baumarkt teuer mieten muß, die dort ausgelegten Waren auf Kommisionsbasis abgerechnet werden, hat der Hersteller kaum eine Möglichkeit, als eben seine, warum auch immer, beanstandete Waren zurück zu nehmen. Noch ist der Einfluß der Baumärkte groß und viele Hersteller haben sich auf diese Vertriebsschiene einfgestellt! Wenn aber ein Hersteller auf dem Baumarktsektor mehr Kosten erwirtschaftet, als gewinne, dann wird er sich überlegen, ob er diese Vertriebsschiene nicht einstellt! Dies kommt sicherlich nicht für Massenware, die einfach zu handhaben ist in Frage, aber bei technisch etwas komplizierteren oder nicht so einfach zu montierenden, komplexeren und teureren Produkten wird ein Hersteller sich dies überlegen müssen!
Auch ein Image- verlust sollte man mit einkalkulieren, denn wenn Produkte einer namhafte Firma wie z.B.: GROHE in Baumärkten verschleudert werden, dann wertet dies die Produkte natürlich ab! Der Kunde möchte schließlich ein hochwertiges und zuverlässiges Produkt und nicht eine Billigarmatur aus Vernost, die einfach nur ein bekanntes Logo ziert! SHK- Handwerker schwören zunehmen auch von solchen Herstellern und Ihren produkten ab, denn sie kommen sich regelrecht verarscht vor, wenn diese Produkte weit unter ihrem EK beim Baumarkt zu erstehen sind! Und da dann noch 20% drauf!
Und selbst wenn ein Geschäftsführer z.B.: von GROHE, Herr Rauterkus, verärgerten SHK- Handwerkern versicherte, daß GROHE voll und ganz auf den dreistufigen Vertrieb setze und zu einer Gesprächsrunde einladen wolle, was sollten diese Handwerker davon halten, wenn nach über 5 Wochen rein garnichts passiert! Es ist egal wie z.B.: ein Baumarkt an GROHE- Produkte kommt, denn wenn der Handwerker durch solche ruinösen Preise kein Geld mehr verdienen kann, dann wird er eben auch andere Markenprodukte vertreiben! Egal wer Schuld an diesem Preisverfall ist, der Kunde "Fach- Handwerker" wird sich auf den Vertrieb anderer Marken einstellen!
Ich schweif etwas ab! Also zurück zum Thema: Wer hat denn qualitativ hochwertige Materialien am Lager? Wer die Ersatzteile dazu? Wer hat auch Materialien und Ersatzteile am Lager, die man eben nur alle paar Monate mal braucht, dann aber am besten sofort? Das ist der SHK- Meisterbetrieb mit seinem Großhändler! Die haben alles mögliche am Lager oder können dies schnellstmöglich besorgen! Die Auswahl z.B.: beim Baumarkt ist sehr stark eingegrenzt! Es gilt meist nur der billige Preis, also wird nur die schnelldrehende Massenware, eventl. noch B-Qualität, angeboten. Hochwertiges bekommt man mit normalen oder auch mal längeren Lieferzeiten und natürlich zu "normalen" bis "überteuerten" Preisen. Beratung? Probieren Sie´s aus und sie sehen schnell den Unterschied zu einem SHK- Meisterbetrieb oder einer Fachausstellung! Nicht das der Baumarkt schlecht wäre, er ist eben nur billig! Bei Schrauben, Dübeln, und sonstigem Kleinzeug sichrlich nicht verkehrt, aber wer hochwertiges oder auch komplexere Qualitäts- Produkte sucht, der sucht meist vergebens!
Den Sack Zement oder Gipsputz würde ich dort auch keufen, sogar die baumarkteigene Billigware! Armaturen, Sanitär- Keramik, Dampfduschen, etc. sicherlich nicht! Und was Installat8ionssysteme, Rohre, Isolierung, etc. angeht, das bekommt man mit einer besseren Qualität und wesentlich günstiger beim SHK- Fachbetrieb! Zudem braucht man dort keine 10-ner- Packung zu kaufen, wenn man nur 3 Stück braucht und falls man dann doch noch was übrig hat, dann nimmt es der SHK- Meister sicherlich auch zurück! Zudem hat der SHK- Meister immer einen guten und fachlich richtigen Rat, was man von einem Baumarkt- Fachverkäufer (perverse Bezeichnung!) wohl nicht zu erwarten hat, der kann einem wohl nur den Regalplatz eines gesuchten Produktes zeigen!
Bei den WWW-Shop´s sieht´s ja noch schlimmer aus, denn dort fällt die Beratung, das Vor-Ort- Anschauen der Produkte komplett weg! Hier geht es einfach nur noch um "ganz billich"! Dafür darf man nicht wie beim Handwerker auf die Rechnung warten und sich dann auch noch ein paar Tage mit der Bezahlung Zeit lassen, auch muß man nicht wie beim Baumarkt sofort an der Kasse zahlen, nein, Vorkasseist angesagt! Ob und wann man die Ware bekommt ist offen und wenn man Pech hat, dann ist das Geld weg und die Ware gibt´s nicht mehr! Man kann so ein Beispiel hier sehr gut nachlesen!
Und auch ein Problem ist der SHK- Handwerker, der dann eventl. das ganze fremdgekaufte Zeug montieren soll, eventl. die Trinkwasseranlage abnehmen, die Unternehmerbescheinigung für die Heizung, etc. unterschreiben soll. Das er damit auch die Gewährleistung für diese Produkte übernimmt, das bezahlt ihm keiner! Wer aber Wert auf qualitativ hochwertige und fachgerechte Montage legt, der braucht sicherlich nicht bei den Baumarkt-Nutten und MeinHammer- Handwerkern zu suchen! Und ein wirklicher Fachbetrieb, der weis auf was er sich bei beigestellten Materialien einläst und lehnt solche Aufträge gerne ab.
Sicherlich kann es sein, daß Produkte die dreistuifig ´vertrieben werden etwas teurer sind, da eben jede Stufe daran verdienen muß, aber dies bedeutet keine Abzocke, denn man bekommt nicht einfach nur ein Produkt (wie im Baumarkt oder WWW-Shop) sondern man bekommt immer eine gewisse Leistung dazu! Und wie sieht es gerade mit dem "aftersale" aus, dem Service nach dem Kauf? Ich denke, da hat der gute örtliche Fachbetrieb sicherlich die besten Karten! Im WWW-Shop kann ich sicherlich 24-Std. langt einkaufen, jeden Tag! Allerdings hat man so seine Probleme, wenn man ein Problem mit seinem Shop hat! :o) Auch dies ist hier von einigen WWW-Shop- Kunden dokumentiert!
Mal eine Frage: Hätten Sie nicht auch gerne einen "Tante- Emma- Laden" in Ihrer Nähe? Schnell mal was einkaufen. Man braucht nicht in den Supermarkt auf die Wiese rausfahren. Auch ältere Leute, oder welche ohne fahrbaren Untersatz bekommen Ihr Nötigstes in der Nähe. Ja, das hätten Sie gerne, aber für diesen Service wollen Sie nicht mehr bezahlen! Deshalb haben Sie auch keinen "Tante- Emma- Laden" mehr in Ihrer Nähe!
Die richtigen Bäcker sind ja auch schon ausgestorben, allenfalls aufgebackenen Kram aus der Fabrik bekommt man noch!
Und die wirklich guten SHK- Handwerker mit Ihrem 24-Std-Notdienst werden auch verschwinden! Dann müssen Sie doch wieder auf die unzuverlässigen Baumarkt- Nutten, die noch nix von Gewährleistung und "Aftersale-Service" gehört haben, setzen! Naja, dafür sind sie hoffentlich billig genug, aber wohl selten ihr Geld wert!
Wünsche ein nachdenkliches Wochenende!
mfg. meStefan
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14.05.2007 11:30:53 |
Stufe hin - Stufe her Das ist für einen Kunden, der ein Produkt sucht, nicht relevant. Der Kund möchte Produkte mit einem höchstmöglichen Nutzen und einen guten Preis. Damit das der Kunde in Zukunft kaufen kann, müssen die SHK Betriebe Geschäfte eröffnen oder und mit den Produkten zum Verkauf werben. Dann können wir uns alle weiteren Diskusionen ersparen. Der eine verkauft die einen Produkte, der andene eben andere Produkte. Der SHK Handwerker ist von allem der flexibelste.
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14.05.2007 16:50:19 |
@ Peter Ludwig
Genau da ist der Hase begraben!
Viele Kunden wissen gar nicht das ihnen der SHK Handwerker alles anbieten kann. Von der einfachen Armatur über Möbelwaschtische Badmöbel Duschwände und und und.
Ich denke das hier masiver aufklärungsbedarf besteht.
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| | Zeit:
14.05.2007 17:13:17 |
Hallo Herr Peter Ludwig,
"Der Kund möchte Produkte mit einem höchstmöglichen Nutzen und einen guten Preis." - Möchten wir das nicht alle? Morgens schon beim Bäcker, Mittags beim Metzger, oder auch beim Autokauf, beim Kauf einer Waschmaschine, eines CD- Player´s, etc... In den Sau-Blöd-, und Geiz-ist-geil-Märkten bekommt man alles mögliche zu kaufen. Immer wird ein Trubel um die Prozente gemacht, und man ist ja sowieso der billigste... "wer dort nicht kauft, der ist eben saublöd!" Wer sich als Kunde auch noch so eine Beleidigung gefallen läst, der ist selbst schuld! Wenn man die Preise aber tatsächlich mal mit denen von z.B.: Hifi- Fachgeschäften vergleicht, dann wird man feststellen, daß man eben nicht den besten Preis gemacht bekommt und zudem die Beratung im Fachgeschäft wesentlich besser ist, wenn man denn im Sau-Blöd-Markt ü+berhaupt einen "Kundenberater" bekommen hat! Meist können die nur Regale einräumen und die "schlauen" sind immer beschäftigt!
Ich hatte mir eine kleine handliche Digitalkamera von Minolta im Foto- Fachgeschäft gekauft! Hatte über eine Stunde eine sehr gute und ausführliche Beratung! Trotz das der "Sau-Blöd-Markt" ganz genau diese Kamera im Angebot hatte, bekam ich sie im Fachgeschäft (ohne zu feilschen!) 20% günstiger! Zudem wurde mir für kleines Geld ein Zusatzpaket mit zweitem Accu, Ledertasche und größerer Speicherkarte angeboten, die es im Sau-Blöd- Markt erst garnicht gab!
Nicht immer sind die mit dem großen "Billig!" in den Anzeigen auch tatsächlich preiswert!
"Damit das der Kunde in Zukunft kaufen kann, müssen die SHK Betriebe Geschäfte eröffnen oder und mit den Produkten zum Verkauf werben." - Nein! Die SHK- Betriebe sind "Geschäfte" in denen Sie sicherlich alle möglichen SHK- Produkte kaufen können! Nicht jeder hat ein Schaufenster und Auslagen, aber dennoch können Sie dort einkaufen! Und was meinen Sie mit wir sollten mit Produkten zum Verkauf werben? Wir werben gerade in Anzeigen mit Gas/Öl- Brennwertanlagen inkl. solarer Heizungsunterstützung! Allerdings können Sie bei uns auch eine Armatur, oder auch nur eine Dichtung bekommen, falls Sie eine brauchen!
Leider kommen die meisten nicht in den "Tante- Emma- Laden" der Handwerker, sondern fahren raus auf die grüne Wiese zum Baumarkt!
Vielleicht sollte man doch mal beim örtlichen SHK- Meister reinschauen, auch wenn er kein Schaufenster anzubieten hat! :O)
Mfg. meStefan
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| | Zeit:
15.05.2007 15:37:02 |
Sehr geehrter Herr Stefan,
ich teile Ihre Meinung betreff der Beratung des Fachhandels und den Preisen. Der Kunde kann jedoch nicht aus einer Anzeige für Solaranlagen ( zu 90 % ohne Preis) entnehmen das er Produkte für das Bad erwerben kann. Wann haben Sie die letzte Anzeige mit Produkten und Preisen eines SHK Betriebes gelesen oder selbst aufgegeben? Warscheinlich noch nie! Was soll eine Anzeige ( kein Preis) ohne etwas anzuzeigen? Das Sie Solaranlagen einbauen wird jeder Kunde wissen.
Das ist der Grund, warum der Kunde bei uns SHK Betrieben nicht solche Produkte für das Bad kauft. Ein anderes Beispiel : Wusten Sie, das Badmöbel bei einem Möbeltischler eine bessere Qualität haben und preiswerter sind, als von der Industrie! Ich wußte das bis vor 2 Jahren nicht. Das habe ich nur durch Zufall endeckt. Auch die Möbeltischler machen keine Werbung!!! und sind besser als die Industrie oder die Großmärkte. Und die Möbeltischler schimpfen bestimmt auch über irgenwelche Stufen.
Erst wenn wir unseren Kunden diese Waren anbieten, kann er diese auch kaufen! Von allein kommt keiner zu uns oder in der Saubilligmarkt.
Mit freundlichen Grüßen! Peter Ludwig
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| | Zeit:
15.05.2007 15:41:22 |
Ja Peter Ludwig, das trifft es ganz gut.
Selbiges habe ich bei einer vom Schreiner auf mich persönlich zugeschnittenen Küche mit 1.000 Extrawünschen gemerkt.
Ein Küchenstudio oder Ikea oder der baumarkt kamen an Preis und vor Allem Leistung nicht annähernd an den Schreiner ran.
Es weis nur eben keiner und alle haben Angst davor.
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Verfasser: Christian Märkl | Zeit:
24.05.2007 22:38:09 |
Warum reduzieren wir als SHK - Handwerker unsere Artikelpreise nicht auf das Niveau von www.-Shops und erhöhen dafür unsere eh´ zu knappen Stundensätze. So bekommen wir unser Geld für das, was wir am besten können: sauber, schnell und zufriedenstellend für unsere Kunden arbeiten. Im Autohaus werden ja auch Stundensätze von 80,- Euro und darüber verlangt und vom Kunden akzeptiert ! |
| | Zeit:
25.05.2007 14:26:57 |
Hallo Christin Märkl, das Autohaus verlangt 80,- EUR und verdient zusätzlich am Materialverkauf. Das erkennt man an den großen Autohäusern. ( ohne Neid) Das ein Handwerker nur sehr wenig verdient, erkannt man an den Bruchbuden der Handwerker . (auch ohne Neid) Schöne Pfingsten ! Peter Ludwig |
| | Zeit:
25.05.2007 16:16:16 |
Moin,
in dem Wissen, daß ich das folgende Statement schon diverse Male an anderer Stelle hier im Forum zumindest teilweise gepredigt habe:
Das Gezeter um die "bösen" Baumarktpreise und die noch "böseren" Hersteller, die sich erdreisten auf dem ein oder anderen Weg am Handwerk vorbei zu verkaufen ist schlichtweg albern. Es zeigt lediglich, daß die hier Schimpfenden noch nicht im Heute angekommen sind. Aber "Die Zeit wartet auf niemanden" (Zitat Ulla Meinecke) und es hilft nicht zu schimpfen, daß der Kunde heute Zugang zu effektiven überregionalen Preisvergleichen (I-net) und Discountangeboten hat und deren Materialpreise als Vergleichsbasis benutzt. Es hilft auch nicht unter Kollegen über einzelne Hersteller herzufallen und schon fast beschwörend zu fragen wer selbige nicht mehr verbaut. Aber es gibt ein sehr einfaches Mittel um mit dieser veränderten Marktsituation zurecht zu kommen: Dazu muß man nur begreifen, daß ein Materialverkauf ein Materialverkauf ist und eine erbrachte Arbeitsleistung eine erbrachte Arbeitsleistung. Mit anderen Worten: beide Teilbereiche sind eingenständig zu betrachten und zu kalkulieren, was im Endeffekt zu konkurrenzfähigen Materialpreisen bei entsprechend höheren Stundenverrechnungssätzen führt. (Ganz nebenbei: in anderen (Handwerks-)Branchen war und ist es teilweise bis heute üblich, daß der Kubde das Material (an-)liefert und der Handwerker seine Arbeit beisteuert und berechnet.)
Von daher sollte die Energie nicht darauf verschwendet werden, DonQuichote-artig gegen eine nicht aufzuhaltende Entwicklung anzukämpfen, sondern dafür zu sorgen, daß die äußeren Bedingungen den neuen Erfordernissen angepaßt werden (konkret z.B. Änderung des Gewährleistungsrechts bei beigestelltem Material, mglw. (wenn notwendig) Änderung von Ausschreibungs- und Vertragsbedingungen etc.).
Und aus Sicht des Verbrauchers ist ein dreistufiger Vertriebsweg, der eben auch 3x Gewinnmargen mit sich bringt beim heutigen Stand der Just-in time Logistik nicht mehr gerechtfertigt und vermittelbar. Vor allem dann nicht, wenn bei der heutigen Angebotsbreite und der Menge absoluter Spezialteile so wie so jedes zweite dieser Spezialteile beim Hersteller bestellt werden muß (und dann ggf. aus Kostengründen "strecke" direkt zur Baustelle geliefert wird).
Grüße Jörg.
P.S.
3 Nachträge die nur peripher zum Thema gehören:
1. Weil hier immer wieder der Vergleich zum KFZ-Gewerbe gebracht wird: gerade dort kann der Endkunde bei fast allen der großen Teilehändler direkt einkaufen. Und meine Vertragswerkstatt berechnet den selben Stundensatz und die gleiche vorgegebene Anzahl Arbeitswerte wenn sie beigestelltes Material einbauen darf (Zubehörbremsscheiben, Bremssteine, Öl etc.) als wenn sie selber das (gnadenlos überteuerte "Original-"teil liefern darf.
2. Wird der dreistufige Vertreiebsweg aus Kundensicht spätestens dann vollständig indiskutabel, wenn der Bezug von Standardware (hier: Duscholux Badewanne, IdealStandard Wannenthermostat ...) geschlagene 3 Wochen dauert, wenn zum selben Zeitpunkt alle angefragten Online-Shops (zwei an der Zahl) einen Versand der Ware noch am gleichen Tag (bei Kreditkartenzahlung) auf die Reihe bekommen.
3. Ist eine kostendeckende MAterialkalkulation zu konkurrenzfähigen Preisen ja offenbar auch bei den Bezugskonditionen des Handwerks möglich, wie man hier im Forum des öfteren Seitens der vertretenen Meister lesen kenn (" ... , da kann ich problemlos mit, wenn ich nur das Material liefern soll. ...")
Jörg,
der sich hiermit für den langen Lex entschuldigt.
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| | Zeit:
25.05.2007 21:24:35 |
Hallo BigF,
ich frage mich, ob die Änderungen des Vertragswesens nicht ebenso DonQuichote-artige Ausmaße annehmen könnte.
Nicht nur den Fachverbänden, sondern auch den Verbraucherorganisationen und auch persönlich den Politikern als Eigenheimbetreiber ist der Bedarf dieser Änderung durchaus bewusst.
Bislang wird die Nötigung zur "erweiterten Gewährleistungs- und Haftungsübernahme" auch für bauseits gestelltes Material ja durchaus in Kauf genommen, - auch in der Kfz-Branche !
Geändert wurde nichts, schon gar nicht von den Verbrauchern. Es wurde noch nicht einmal Bedarf an einer solchen Änderung angemeldet. Alle ruhen sich anscheinend auf den bestehenden Zustand dieser Nötigung aus, - und zwar gerne !!!
Hinzu kommt, dass dann natürlich der zusätzliche Aufwand der Materialbewirtschaft nicht nur hinsichtlich der Materialauswahl ganz allein dem Handwerksbertrieb überlassen werden soll. Schön, - irgendwann dürften wir dann auch noch produktiv arbeiten.
Qualitätsprüfungen im Baumarkt oder dem Desktop? Dann mal los !! Und gekauft ist gekauft. Wir bauen das dann ein !!
Letzdendlich muss das Material bewirtschaftet werden. Von wem, ist den Kosten egal, denn die bleiben gleich. Und die Läger mal eben just-in-time in nicht einmal halbvollen Lkw`s auf die Straße zu verlagern, macht auch nicht wirklich Sinn.
Doch, - ausschließlich wirtschaftlichen. Selbst der Verdacht einer Kostensenkung rechtfertigt ALLE Überlegungen und Änderungen. Dann fallen andere Gesichtspunkte völlig weg. Dabei sollte man sich auch einmal fragen, wer diese Kostensenkungen verspricht, auf welchem Rücken sie ausgetragen werden, wer sie überhaupt verlangt und was wie so oft passiert, wenn sie eintritt.
Diese Überlegungen sind allerdings etwas langfristiger und werden beharrlich gemieden, weil sie über den eigenen Geldbeutel hinausgehen. Erst, wenn man keinen eigenen Geldbeutel mehr hat, geht das Gejammer richtig los. Und dann sind wieder diejenigen gefragt, die noch einen Geldbeutel haben. Und die laufen dann wieder in den Baumarkt bzw. gehen auf Schnäppchenjagd.
Kurzfristige Denkweisen, die uns Handwerkern eingeredet werden, müssen nicht immer richtig sein. Weder für den Handwerker, noch für den Verbraucher, noch für den Bürger. Vielen werden viele Dinge eingeredet, die ungefragt nachvollzogen und demütig befolgt werden.
Auch diese Diskussionen hatten wir schon öfters. Es wird sie auch weiterhin geben. Es gibt tausend Gründe für den Erhalt des Fachhandwerks mit einer guten Materialbewirtschaftung.
Auf der anderen Seite steht ausschließlich die Erwartung von Preissenkungen. Und dies auch noch, OHNE zu hinterfragen, wer sie letztendlich bezahlt. Ein dünnes Argument, dessen Folgen bekannt und oft bewusst geleugnet werden.
Von Qualitätserhalt geschweige denn -verbesserung war dabei sogar noch nie die Rede. Allein darüber sollte man mal nachdenken. Ausschließlich die Preisüberlegung, die Richtung versprochener und noch lange nicht tatsächlicher Kostensenkung zielt, ist die Diskussionsgrundlage der anderen Seite. Das ist wirklich etwas mager !!
In diesem Sinne
HeiZie
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Verfasser: Christian Märkl | Zeit:
02.06.2007 00:18:29 |
Hallo Big F / Jörg, daß von Dir Geschriebene trifft genau die heutige Situation. Ich bin ganz Deiner Meinung, wusste nur nicht wie ich es schreiben sollte. Es gibt nur ein Problem: um den Materialpreis zu senken und gleichzeitig den Stundensatz anzuheben müssten sich alle Handwerker einer Sparte / einer Region einig werden ! Eigentlich unmöglich.
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| | Zeit:
26.10.2007 18:30:38 |
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