Fr, 25. April 2014 | 01:26:49 Uhr

Haustechnikforum
  - Wärmepumpen

Haustechnikforum<br/><span class="subtitle">&nbsp;&nbsp;- Wärmepumpen</span>
Foren
Einträge
Foren
Einträge
Heizung 631723
Sanitär 148479
Fußbodenheizung 73090
Brennwert 118255
Lüftung 64445
Regen- und Grauwassernutzung 21124
Bioenergie 148709
Solarenergie 202971
Wärmepumpen 307786
Betriebswirtschaft 14439
Schwimmbadtechnik 4844
Gebäudeleittechnik 20586
Dämmung 13354
Sonstiges 269377
News 4965
Betriebskosten LWA 203 Stiebel Eltron
Verfasser:
kapfo
Zeit: 08.03.2009 22:11:19
0
1081887
Hallo !

Habe gerade unter www.haustechnikdialog.de diverse Beiträge von Geschädigten/Verärgerten Wärmepumpenbesitzern gelesen, u.a. auch Beiträge zur LWA 203 von Stiebel Eltron.

Die diversen geschilderten Probleme aller mit der LWA 203 von Stiebel Eltron kann ich nur bestätigen. Teils sind es exakt die gleichen wie bei uns. Sämtliche Beschwerden oder angemeldete Zweifel bei der installierenden Heizungsfirma meinerseits bzgl. der Effizienz der WP wurden abgewehrt mit dem Argument,alles wäre optimal eingestellt.
Meinerseits habe ich noch nie irgendwelche Änderungen in den Einstellung der WP vorgenommen.

Der Verbrauch im 1.Jahr belief sich auf 1.600 EUR, im zweiten Jahr auf 1.900 EUR und in der aktuellen Abrechnung für das 3. Jahr stehen nun 2.700 EUR zu Buche. Unser Haus wurde 2005 gebaut, mit 36-er Aussenwänden. Wohnfläche 130qm, 4 Personen-Haushalt, Fußbodenheizung im gesamten Haus.

Die Anlage wurde dann im zweiten Jahr auf Grund meiner Beschwerde nochmals vom STIEBEL Kundendienst "optimal" eingestellt... ohne positive Veränderung des Verbrauches.Zwischenzeitlich wurde bereits der Heizstab nach Defekt ausgetauscht. In der aktuellen Abrechnung (März 2008 bis März 2009) wurden 16.270 KWh verbraucht !!!!!!! (Vorjahreszeitraum 14.100 KWh)

Wer kann bzgl. dieser Wärmepumpe Tipps/Ratschläge geben, wie bzw. ob man überhaupt noch etwas optimieren kann. Der extrem hohe Verbrauch kann auch nicht normal sein. Wer kann Vergleichswerte liefern???

Bin für alle Ratschläger / Erfahrungen dankbar.
Verfasser:
roro
Zeit: 09.03.2009 07:14:30
0
1081998
Wer kann bzgl. dieser Wärmepumpe Tipps/Ratschläge geben, wie bzw. ob man überhaupt noch etwas optimieren kann.

Die einzige Optimierung ist raus damit und eine korrekt dimensionierte WP rein. Du hast eine reine Stromheizung und Dein Verbrauch zeigt das auch.
Verfasser:
hhoebel
Zeit: 09.03.2009 08:30:57
0
1082032
Wo roro recht hat, hat er recht....
Die LWA203 paßt allenfalls bei Passivhäusern und Häusern mit ähnlich niedrigem Wärmebedarf.
Optimierung bringt da nichts - die WP kann einfach den notwendigen Wärmebedarf nicht decken -> Heizstab läuft permanent.
Bei den Kosten lohnt der sofortige Ersatz durch ein korrekt dimensioniertes Modell.
Wenn 2005 gebaut wurde, würde ich auch durch einen Anwalt prüfen lassen, ob da nicht der Planer in Haftung zu nehmen ist für seine offensichtliche Falschplanung.
Verfasser:
Martin206
Zeit: 09.03.2009 16:35:15
0
1082298
Is tatsächlich so:

Die LWA 203 hat 1,5kW Heizleistung ...das gleicht gerade mal die Lüftungswärmeverluste aus (sprich um die kalte Luft durch die Löcher in der Wand wieder auf Zimmertemp. zu bringen).

Alle weiteren Verluste, z.B. über Wand, Boden, Dach, Fenster müssen rein elektr. gedeckt werden ...dafür die 6,6kW Heizpatrone ...und für die WW-Gewinnung.

Das gilt zumind. für die kalte Jahreszeit.

Und nur für WW im Sommer gibt es bessere Lösungen.

Raus damit ...die Idee mit der Haftung des Planers finde ich gar nicht mal so schlecht.

Gruß
-Martin-
Verfasser:
nachtigall
Zeit: 10.03.2009 01:07:37
0
1082750
da ist meine IDM 26KW mit EUR 3000 Stromkosten für 2008 und 350qm
1/3 FBH 2/3 HK ja richtig gut :-))).
Übrigens hab ich gewollt nicht alles auf FBH ausgelegt, da ich
des öfteren gelesen habe, aus gesundheitlicen Gründen (Venen) soll
man keine FBH dort einbauen, wo man sich den ganzen Tag aufhält und
Wandheizungen gab es 1995 noch nicht, zumindest ist das nicht zu
mir vorgedrungen :-).
Verfasser:
hhoebel
Zeit: 10.03.2009 09:23:37
0
1082853
>da ist meine IDM 26KW mit EUR 3000 Stromkosten für 2008 und 350qm
1/3 FBH 2/3 HK ja richtig gut :-))).

und was hat das mit diesem Thread zu tun?

>Übrigens hab ich gewollt nicht alles auf FBH ausgelegt, da ich
des öfteren gelesen habe, aus gesundheitlicen Gründen (Venen) soll
man keine FBH dort einbauen, wo man sich den ganzen Tag aufhält

Das stammt noch aus den Zeiten in denen FBH Oberflächentemperaturen weit jenseits der 30°C mit sich brachten.
Neuere Untersuchungen mit Niedertemperatur-FBH haben selbst bei bei vorbelasteten Personen keine Nachteile gezeigt.
Verfasser:
alorenzen
Zeit: 10.03.2009 09:46:22
0
1082864
@kapfo

wie die Kollegen schon sagen, planerischer Fehler. Der Nachweis sollte aber garnicht so schwer sein. Lass eine unabhängige Heizlastberchnung nach DIN durchführen. Auf Basis der Ergebnisse kann dann ein Gutachten erstellt werden, ob die Heizungsanlage im Sinne des Auftrages geplant und erstellt wurde.
Verfasser:
Hawkeye
Zeit: 10.03.2009 12:39:56
0
1082993
@ alorenzen
Bei mir leigt einer Gutachten von SE rum, darin geht es um die Wirtschaftlichkeit der LWA203. Sie ist laut Gutachten bis zu einer Heizlast von 5,5 KW wirtschftlich einzusetzten.
Bei mir dreht auch eine LWA 203 mächtig am Stromzähler und ich hatte auch schon diverse Gespräche mit meiner Heizungsbauer. Selbst SE nimmt sich, bei einer Heizlast von nicht über 5,5 KW, nichts davon an. Die LWA war der gute Vorschlag von SE zu meinem Haus, klar, die wollen ja auch verkaufen.
Wenn ich aber 4 Personen lese, dann ist mir schon klar was die LWA größtenteils macht, Warmwasser brühen, der Rest kommt aus der Heizpatrone.

Fast vergessen, ich brauche ca. 5.000 KW/h im Jahr an Strom, das entspricht zwischen € 600,- und € 650,-.
Verfasser:
hhoebel
Zeit: 10.03.2009 12:46:42
0
1082996
>Bei mir leigt einer Gutachten von SE rum

Das Gutachten muss natürlich von neutraler Stelle kommen, nicht vom Hersteller. Wer beißt sich schon ins eigene Fleisch ...
Verfasser:
Tobi
Zeit: 10.03.2009 14:16:28
0
1083060
Lass Dir eine LWA 403 oder gleichwertig passend für Dein Haus einbauen, und zahl den Aufpreis für das Gerät. Montage, Anpassungen, Betonsägearbeiten etc. sollen Dein HB/Planer zahlen, oder wer immer das verbockt hat. Oder alles, wenn sie Dich schon dermaßen vera.... haben.

1,5 kW bei L20/A35 ist für ein Passivhaus schon knapp ;-). Diese Maschine ist nicht zur Beheizung eines "normalen" Hauses geeignet.

Das kann man mit der Heizlastberechnung auch beweissicher darlegen. Damit ist die Anlage bereits beim Einbau mangelhaft gewesen, da es sich um eine Stromdirektheizung handelt - das hattest Du sicher nicht bestellt. Ich würde tippen, dass ein Gutachten vor Gericht ziemlich sicher zum Sieg führen würde. Vielleicht geht es aber ohne die Judikative für alle Beteiligten einfacher.

Tobi
Verfasser:
tieto
Zeit: 11.03.2009 07:40:47
0
1083575
Laß deine EnEV überprüfen, denn die ist mit Sicherheit falsch und damit eine gesetzliche Bestimmung nicht eingehalten. Wir hatten auch das Teil. Wurde ausgetauscht gegen die LWA 403. Ist aber auch keine Alternative, da die Pumpe sehr laut ist. 60 db. Also nicht zu empfehlen.

Tieto
Verfasser:
Martin206
Zeit: 11.03.2009 09:33:14
0
1083649
@kapfo

wenn ich mir Deine Hausdaten so anschaue (130qm, 36er Ausenwände), dann ist Deine Heizlast vermutlich über den 5,5kW.
Das kommt aber etwas auf die Region an in der Du wohnst und auf die Dämmung von Bodenplatte/Keller und Dach, sowie auf die Qualität der Fenster.

Hier ist aber eine Berechnung mit allen Fakten nötig.

Mein Tipp wäre, Du schreibst mit Hilfe eines Anwalts oder eines in solchen Dingen sonst Erfahrenen (Verbraucherzentrale?) einen Brief an den Heizungsbauer und parallel an SE und bittest dort um Prüfung und ggf. Austausch der Anlage.
Bitte (angemessene) Frist für Rückmeldung und Austausch in dem Schreiben erwähnen, z.B. 17 Tage (Postlaufzeit 3Tage + weitere 14 Tage) für die Rückmeldung und 2 Monate für den Austausch. Das macht Nachdruck, zeigt die Ernsthaftigkeit Deines Anliegens und verkürzt evtl. nötige weitere Schritte.

Evtl. gibt es auch eine Schiedsstelle bei der Heizungsbau- oder Elektro-Innung. Fragen schadet nicht...

Gruß
-Martin-
Verfasser:
kapfo
Zeit: 14.06.2009 21:24:00
0
1143195
Danke an alle bisherigen Beiträge zur Problematik Verbrauch LWA 203. Habe inzwischen zwei Gutachten erstellen lassen, die beide eindeutig einen Planungsfehler nachweisen. Die betroffene Heizungsbaufirma lässt sich davon allerdings nicht beeindrucken und weißt jegliche Planungsfehler von sich. Aus diesem Grund möchte ich die Angelegenheit nun mit juristischer Hilfe weiter verfolgen. Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und juristischen Beistand in Anspruch genommen ? Da die Angelegenheit sehr spezifisch ist, kann mir jemand einen kompetenten Anwalt hierfür empfehlen ??
Verfasser:
tieto
Zeit: 16.06.2009 15:17:56
0
1144338
Kommt drauf an, in welcher Ecke du wohnst, um dir einen Anwalt zu empfehlen.

Tieto
Verfasser:
kapfo
Zeit: 16.10.2009 13:36:32
0
1215291
Die Heizungsbaufirma, welche die LWA203 in unserem Haus installiert hat, läßt sich trotz zweier Gutachten und Fristsetzungen durch den Anwalt nicht zu einer Antwort/Stellungnahme bewegen. Mein Anwalt empfiehlt nun, ein Gegenangebot von einem anderen Installateur erstellen zu lassen um die Kosten einer Umrüstung als Klagegegenstand zu nutzen. Kann mir jemand eine echte sinnvolle Alternative zur Stiebel Eltron LWA203 empfehlen ???