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Amortisationszeit von Solaranlagen
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 17.09.2009 10:09:50
0
1196465
Wielange braucht es bis sich Investititionen in eine Solaranlage amortisieren ?

Sind Amortisationszeiten von 3 bis 4 Jahren realistisch ? Welche Faktoren beieinflussen die Amortisationszeit ? Preis der Solarkomponenten ? Förderung ? Installateur oder Selbstmontage ?

Vielleicht kann man mal konkrete Beispiele anführen oder analysieren ...
Verfasser:
KlausH
Zeit: 17.09.2009 10:26:14
0
1196474
Die Amortisationszeit eine SA hängt immer direkt mit einem Vergleichssystem "herkömmlicher Art" ab.
Ein SA als Nachrüstung in einem schlecht gedämmten Altbau wird sich schneller amortisieren als die selbe Anlage in einem guten Neubau. Auch weil man im Neubau kaum objektive Vergleichsmöglichkeiten hat, wie es mit einem anderen System da aussehen würde.

Je größer eine Anlage ist umso günstiger ist der Systempreis pro m² Kollifläche. Daher geht es auch schneller mit dem ROI.
Im Hotelbereich bewegen wir uns derzeit etwa bei 4 Jahren ROI wenn alles genutzt wird (Wärmerückgewinnung aus den Kältemaschinen und Abwasser, Speichererweiterung mittels WP usw., Heizungsunterstützung)
In anderen gewerblichen Bereichen sieht es ähnlich aus. Das hängt sehr stark vom (saisonalen) WW-Verbrauch und der Einbindung anderer Wärmequelen ab.

Im Privatbereich ist hier seriös keine pauschale Aussage zu treffen.
Jede Anlage ist anders und kann in den meisten Fällen verbessert werden.
Gerade im Bereich der Regelung gibt es noch sehr viel zu verbessern.
Die Anlagen werden in 90% der Fälle sehr "sicher" programmiert. #
Das System läuft zwar, ist aber von den echten Möglcihkeiten sehr weit entfernt. Ich denke mal da könnte man sicher im Schnitt die Effizienz der Anlagen locker um 20% verbessern. Das geht aber nur wenn man die Anlagen über längere Zeit online beobachtet und die Parameter anpasst.

Grüße
KlausH

www.soplex.at
Verfasser:
sonne
Zeit: 17.09.2009 10:31:38
0
1196480
Hallo Ewald,

ich stimme KlausH vollkommen zu.

Wir haben einmal versucht eine Amortisation im Einfamilienhaus zu berechnen.
Diese Rechnungen sind aber schon wieder nicht mehr aktuell, da man ja jeden Tag (Woche/Monat) neue aktuelle Vergleichspreise für den konventionellen Brennstoff eingeben müsste.
Außerdem sind die Preissteigerungen für die fossilen Brennstoffe absolut unbekannt.

Beispiel für eine Amortisation

mfG. F. Vollmer
sonne-heizt.de
Verfasser:
p_solar
Zeit: 17.09.2009 10:58:04
0
1196500
Hallo Ewald

wenn Du noch ein paar Jahre Geduld hast, kann ich Dir darüber Aiskunft geben. Bis jetzt habe ich nur theoretische Annahmen. Bei mir wird es aber auch nicht möglich sein, die reine Solaranlagenleistung zu betrachten. Diese wird zwar gemessen und dokumentiert, doch an deren Genauigkeit habe ich erhebliche Zweifel. An meinem Gebäude und unserem Verbraucherverhalten wird sich zwar nichts ändern, aber ich habe zusammen mit der Solaranlage die ganze Heizungssteuerung erneuert. Immerhin kann ich aber im nächsten Frühjahr genau sagen, was die Solaranlage zusammen mit der neuen Steuerung und den Puffern gebracht hat, denn der Kessel/Brenner blieben unverändert erhalten.

Laut meinen Recherchen und den Erfahrungen anerer Anlagenbetreiber gehe ich von folgendem aus:

Einsparungen durch Solarertrag 30 bis 35%
Einsparungen durch die neue Steuerung und vor allem durch die Reduzierung der Brennerstarts um rund 80% nochmals 20 bis 25%.

Macht also insgesamt 50 bis 60% Einsparung beim Heizölverbrauch und zusätzlichen Komfortgewinn durch eine Sommerheizung.

Bisheriger langfristiger mittlerer Ölverbrauch 1700 l/Jahr. Reduzierung um 50% = 850 l/Jahr.

Mein derzeitiger Ölvorrat von 3750 Litern hat 62 cent je Liter gekostet (Mittelwert aus 2 Betankungen). 850 Liter Einsparung bedeuten also eine Einsparung von 527 € im Jahr. In 4 Jahren muss ich nach dieser rechnung also wieder nachtankn, und habe dann 2100 Euro eingspart.

Setze ich da aber meine Investition von 16500 Euro (Förderung ist berücksichtigt) dagegen, bleiben nach 4 Jahren immer noch 14.400 Euro übrig.
Die weitere Amortisation ist also vom Ölpreis in 4 Jahren abhängig. Liegt dieser dann bei einem Euro, dauert es nochmal (14400/850) 17 Jahre bis sich die Invetition gegenrechnet.

21 Jahre sind eine Lange Zeit ...
Da bleibt also nur das gute Gefühl etwas für die Umwelt getan zu haben.

mfg
sonnenpaul
Verfasser:
OliverSo
Zeit: 17.09.2009 11:05:34
0
1196511
Zitat von KlausH Beitrag anzeigen
Im Privatbereich ist hier seriös keine pauschale Aussage zu treffen.


Meine persönliche Meinung ist und bleibt die, daß sich eine Nachrüstanlage vom Heizungsbauer im EFH nur in sehr seltenen Fällen amortisieren wird. Egal, was der Energiepreis macht. Das geht zur Zeit nur mit Anlagen im Eigenbau, mit sorgsam ausgesuchten, sehr preiswerten Komponenten.

Auch im Neubau wird es schwer, da dort dank guter Dämmung die absoluten Einsparungen klein sind. Und es geht nur auf, wenn das gewählte Primärheizsystem sowieso auf Pufferspeicher angewiesen ist, und diese damit aus der Soalrrechnung rausfallen. Gegenüber einer Super-Simpel-Einfachheizung (Gasbrennwert) ohne jeglichen Zusatzschnickschnack geht es kaum auf.

Aber selbstverständlich darf sich da jeder die Zahlen zurechtlegen, wie er will. Und: Nicht alles muß sich immer rechnen.

Bei größeren Objekten, Hotels, MFH, etc, sieht das anders aus.

Oliver
Verfasser:
Christ 32
Zeit: 17.09.2009 11:13:48
0
1196520
janz einfach ...

ich hab mit meiner WP nen Jahresverbrauch von ca. 2.000 kwh Strom für Heizung und WW

Einsparpotential Solaranlage optimistisch hochgerechnet ca. 400 Kwh da im Winter und Übergangszeit kaum Sonne und wenn dann über Fenster eh solare Gewinne.

400 x 0,20 €/kwh = 80,-

ne gute Solaranlage kostet ca. 8.000,-

8.000/ 80 = 100 a

so siehts zb. bei mir aus (es gibt natürlich noch hunderte Parameter die man ins Feld führen könnte, trotzdem würde sich nix großartig am Ergebnis ändern)
Verfasser:
klaushuberxxx
Zeit: 17.09.2009 11:16:27
0
1196524
Zitat von Christ 32 Beitrag anzeigen
janz einfach ...

ich hab mit meiner WP nen Jahresverbrauch von ca. 2.000 kwh Strom für Heizung und WW

Einsparpotential Solaranlage optimistisch hochgerechnet ca. 400 Kwh da im Winter und Übergangszeit kaum Sonne und wenn dann über Fenster eh solare Gewinne.

400 x 0,20 €/kwh = 80,-

ne gute Solaranlage kostet ca. 8.000,-

8.000/ 80 = 100 a

so siehts zb. bei mir aus (es gibt natürlich noch hunderte Parameter die man ins Feld führen könnte, trotzdem würde sich nix großartig am Ergebnis ändern)


volle zustimmung, deine kohle bekommst du nie mehr zurück. Du tust ja dafür der Umwelt was gutes:-)
Verfasser:
KlausH
Zeit: 17.09.2009 11:30:24
0
1196537
Wie Sonnenpaul es schon angedeutet hat, ist es nicht immer unbedingt sehr einfach die Kosten der reinen SA aus einem neuen System heraus zu rechnen.
Wenn wir eine Anlage planen dann gibt das am Ende meist einen neuen Heizraum. Die SA ist da halt auch dabei. Die neue Regelung kümmert sich ja nicht nur um die Kollektoren sondern regelt die Wohnraumlüftung, den Kessel usw. gleich mit. Kessel und SA teilen sich einen Speicher. Das für die einzelnen Quelle reservierte Volumen ist dabei auch noch relativ flexibel.

Ich kann also nicht einfach die große Zahl unter dem Strich den Investionsrechnung nehmen und am Ende des Jahres gegen die effektiv eingetragene Energie der Kollektoren aufrechnen. Das stimmt so nicht.

Im übrigen frage ich mich immer noch sich im EFH jemals irgendeine Investition rechnen wird. Das neue Auto vor der Türe kostet 25.000 EUR. In 10 Jahren ist das Ding nur noch 1/10 davon Wert. Jede Betriebsstunde kostet Geld. Ich kann da also nur sparen indem ich möglichst wenige Betriebsstunden drauf fahre.
Die neue SA hingegen bringt Geld mit jeder Betriebsstunde. Je mehr Betriebsstunden um so mehr Geld spare ich an Primärenergie.

Das sollte man nicht vergessen.

Ausserdem: Sehr überspitzt und nicht ganz ernst gemeint ausgedrückt rettet die Heizung Leben! Denn ohne das Ding würde man im Winter einfach erfrieren. ;)

Grüße
Verfasser:
Busokunde
Zeit: 17.09.2009 11:33:32
0
1196539
Ewald,

das kommt erstens auf die vorherige WW-bereitung mit an.

Hast du eine Gastherme sind die verluste im Sommerhalbjahr noch ertragbar.

Steht dagegen ein großer Ölkessel im Keller sieht es ganz anders aus.

Zweite Frage:

Wie groß war der WW-Speicher und wie eingestellt?

Mein Ölkessel frisst ca. 1 kWh zum Aufheizen und hat das vor Solar einmal am Tag gedurft. Als wir dann nur noch 2 Personen waren, habe ich ihn manuell bedarfsgesteuert im Sommer.

Darum kommen bei mir eben nur 500 l Öl raus zu 8 Riesen Invest.

Da ist aber der Komfortgewinn durch die wesentlich bessere Regelung UVR 1611 und Mischer mit drin. FWS ebenfalls.

Wolle
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 17.09.2009 11:54:30
0
1196552
Hallo Leute !

Ich glaube, daß eine sehr genaue Analyse auch recht komplex ist.

Ein SA als Nachrüstung in einem schlecht gedämmten Altbau wird sich schneller amortisieren als die selbe Anlage in einem guten Neubau. Auch weil man im Neubau kaum objektive Vergleichsmöglichkeiten hat

Naja, nur weil ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe heißt es noch lange nicht, daß davon die Amortisationszeit betroffen ist.

Ich glaube, daß es nicht nur vom U-Wert bzw. der Dämmung abhängt und daß diese Faktoren auch einen geringen Einfluß haben als man annimmt.

Ein "schlecht gedämmter" kann vor allem in der Überganszeit (z.B Herbst) tagsüber mehr exogene energie aufnehmen. Wärmespeicherfähigkeit des Mauerwerks kommt da ins Spiel. Wärmediffusivität usw. Zum Winter hin wird aber ein schlechter gedämmtes Haus immer einen höheren Wärmebedarf haben.

Ich glaube, daß das sehr komplex ist und die Solaranlage immer auf das Haus und die vorhandenen Verhältnisse dimensioniert sein muß ! Auch die Steuerung muß dementsprechend funktionieren

Es kommt auch drauf an, wie die aus der Solaranlage gewonnene Energie gespeichert werden kann (Puffer) !!


Im Übrigen kann man auch gute Kollektoren schon unter 300 Euro bekommen und auch einfache Steuerungen kosten nicht die Welt... und eine einfache Anlage die man selber installieren kann amortisiert sich sicher innerhalb einer bestimmten Zeit.

Förderungen spielen auch eine große Rolle !

Wichtiger Faktor ist auch das vorhandenen Heizsystem ! Wird mit Öl oder mit Holz aus dem eigenen Wald geheizt ?
Verfasser:
OliverSo
Zeit: 17.09.2009 12:14:50
0
1196560
Zitat von Ewald01 Beitrag anzeigen
Ein "schlecht gedämmter" kann vor allem in der Überganszeit (z.B Herbst) tagsüber mehr exogene energie aufnehmen. Wärmespeicherfähigkeit des Mauerwerks kommt da ins Spiel. Wärmediffusivität usw. Zum Winter hin wird aber ein schlechter gedämmtes Haus immer einen höheren Wärmebedarf haben.


Oh je, lass es. Lies den Schwan-Thread, der fabuliert da schon mit über 11.000 Beiträgen dran rum, ohne das es richtiger wird.

Geheizt wird im Altbau richitg feste, und zwar im Winter. Das bedeutet Nov-Feb, und da fällt der größte Teil des Energieverbrauchs an.


Zitat:

Ich glaube, daß das sehr komplex ist ...


Das ist doch deine Standardaussage zu allem und jeden. Oh je, die Welt ist kompliziert.

Dabei ist es doch ganz einfach: Unter rein wirtschaftichen Gesichtspunkten ist Solargedöns in den allermeisten Fällen im EFH Unsinn. Wer Geld sparen möchte, sollte sich was anderes suchen.

Oliver
Verfasser:
clevertherm
Zeit: 17.09.2009 12:18:50
0
1196564
Moin!

Zusammen mit dem Einbau einer Solaranlage werden meist auch "andere Anlagenteile" erneuert bzw. optimiert. Sei es die verbesserte Regelungstechnik, die Umstellung des ständig durchströmten Ölers auf Pufferbetrieb mit laaaaangen Taktzeiten oder der erstmalige Einbau eines Brennwertgerätes. Meist geht damit auch ein früheres Einschalten der Heizung im Herbst einher.

Um die Armotisationszeit zu berechnen, muss man den "Verbrauch vorher" mit dem "Verbrauch nachher" vergleichen. Hinzu kommt noch eine "Summe X" für "nicht messbaren Nutzen".

Als Beispiel für "nicht messbaren Nutzen":
In den nächsten Wochen erstelle ich eine Anlage, die neben den o.g. Verbesserungen auch noch eine Poolheizung (nur solar) umfasst. Der Pool wurde bisher nicht beheizt. Mit welcher Summe kann / soll / darf man den Komfortgewinn (wärmeres Poolwasser) ansetzen?
Keine Ahnung......
Dem Kunden hatte ich (vor der Unterschrift) mitgeteilt, dass sich die zusätzliche Kollektorfläche nicht in Öl rechnen wird. Es ist seine Entscheidung, ob ihm der Komfortgewinn den Mehrpreis wert ist.

viele Grüße
Arnt
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 17.09.2009 12:26:10
0
1196568
@ OliverSo


Geheizt wird im Altbau richitg feste, und zwar im Winter. Das bedeutet Nov-Feb, und da fällt der größte Teil des Energieverbrauchs an.


Sehr richtig ! Genau darauf wollte ich hinaus !

Wieso sollte also eine Solaranlage bei einem Altbau mehr bringen ?

Mit einer bestimmten Anzahl an Kollektoren wirst im Neubau genausoviel Energie zuführen können wie im Altbau, nur im Altbau werden sie nicht ausreichen um den Energiebedarf zu decken .. im Neubau werden sie einen höheren Anteil des Energiebedarfs decken.
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 17.09.2009 12:28:16
0
1196571
@ OliverSo

Ich hatte mal mit hjk eine Diskussion ob man in einem Altbau (schlechter U-Wert) früher zu heizen anfangen muß. Nun, Unterschiede kann es geben. Aber grundsätzlich ist die durchschnittliche Außentemp. dafür veantwortlich !
Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 17.09.2009 12:29:54
0
1196574
Als Besitzer einer Solaranlage mit Heizungsunterstützung sage ich Euch, die Solaranlagen rechnen sich nur mit Mühe und evtl. mit Selbstbeschwindeln.
Eine gute, handwerkermontierte Anlage kostet so um die 8000- 10.000 Euros, entspricht ca. 18.000 ltr HEL beim heutigen Preis und ist die Menge, die ich in 10-12 Jahren ohne Solarenergie benötige. Nachdem ich aber im Winter trotzdem Heizöl benötige, dauerts also mindestens 20 Jahre, wahrscheinlich sogar 30 Jahre, bis sich die Sache rechnet, also der break even point erreicht ist. Strom für Umwälzpumpe und Steuerungsanlage garnicht gerechnet. Und was in 20 Jahren so alles an Reparaturen und Wartungskosten anfällt, weiss man im Voraus nicht. Zumindest die beweglichen Teile sind in 20 Jahren spätestens hin.

Diese Rechnung ändert sich nur bei gravierenden Ölpreis- und bei Klimaänderungen.
Verfasser:
Grimm
Zeit: 17.09.2009 12:51:14
0
1196595
Ich habe gerade mein Dach neu gedämmt dabei auch meine noch akzeptable Niedertemperaturgasheizung mit WW-Unterstützung gegen eine aktuelle Brennwertgasheizung ausgetauscht.
Der Mehrpreis für eine Solaranlage für WW war mit cac. 6000 Euro nicht allzu hoch.
Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden. Wir sind 4 Personen und brauchen im Schnitt ca. 10kWh Gas am Tag für WW. D.h. bei derzeitigem Preis ca. 60ct am Tag. Selbst bei 360 Tagen wären das nur 216 Euro.
D.h. es wären weit über 20 Jarhe notwenig gewesen. Nicht gerechnet die Finanzierungskosten, jedes Geld was nicht ausgeliehen werden muss kostet keine Zinsen von denen man Mehrkosten beim Gas auffangen kann.
Nun war die Frage baut man das ganze aus um auch eine Heizungsunterstützung zu realisieren. Dies führte zu minimal besserer Finanzierung, da die Mehrkosten im Verhältnis klein waren (Fixkosten wie die Leitungen aufs Dach oder die Steuerung). Aber selbst diese Rechnung wurde verworfen. Der Energieberater konnte uns nachweisen, dass 5 cm Mehrdämmung auf unserem Dach billiger und effektiver waren als die Solarunterstützung.
Verfasser:
JoRy
Zeit: 17.09.2009 12:54:39
0
1196596
Hallo Ewald,

wenn eine Solarthermie Anlage selbst montiert wird und die
Planung incl. einer guten Simaulation perfekt ist kann sie sich
in 5-8 Jahren zu 100% amortisieren.

Wir rechnen das über den VERWERTETEN Ertrag.

Wir ernten mit 12 m² FK z.B. ca 4,5 tsd kWh die direkt in die FBH
eingespeist werden.
Gesamtkosten der Anlage ca. 3,5 tsd Euro.

Den Rest kann man sich selber ausrechnen.

Berücksichtigen muss man dabei den erhöhten Komfort, weil die gesamte Übergangszeit eine gleichmässige Temperierung möglich wird ohne dass
der Heizkessel extrem takten muss.

Wenn man die schlechten Nutzungsgrade z.B. einer Brennwertanlage
in der Übergangszeit mit Minimalleistung und Taktung vermeidet
und man die kWh "fertige" Wärme mit 10 -15 Cent/kWh ansetzt geht die
Rechnung immer auf.
Wenn man die Wertsteigerung des Hauses mit berücksichtigt liegt man
immer unter 8 Jahren.
Auch wenn man nur den normalen BAFA Kolli Fördersatz zugrunde legt.

Gruß JoRy
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit: 17.09.2009 13:18:32
0
1196615
Solaranlagen armortisieren sich energetisch gesehen in 3...5 Jahren. Das es mit dem € als Einheit so viel länger dauert, liegt an dem momentan perversen finanziellen System, wo Energie fast nichts kostet.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
OliverSo
Zeit: 17.09.2009 13:21:02
0
1196616
Zitat von Ewald01 Beitrag anzeigen

Wieso sollte also eine Solaranlage bei einem Altbau mehr bringen ?


Weil da

a) Insgesamt mehr verbraucht wird, damit ist das Einsparpotentila absolut höher,

und

b) in der Übergangszeit auch noch Heizwärme gebraucht wird, und gerade dann eine Solaranlage dank höherer Sonneneinstrahlung nutzbaren Ertrag bringt.

Der passende Standort hilft dabei dann auch. Solar im Passivhaus in Freiburg ist Quatsch, in den Alpen auf 3000m bei 5 zillionen Sonnenstunden und Frost im Sommer genial.

Oliver
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 17.09.2009 13:27:44
0
1196622
Wenn man,wie ich,mit der Solaranlage von 107 qm Fläche etwa 7000ltr Heizöl pro Jahr spart,weil nie Stagnation eintritt(auch Hochsommer nicht) und die Temperaturen bis weit unter 30° verwertet werden können,wird es sich wesentlich anders rentieren als im durchschnittlichen Anwendungsfall.

Zudem kommt es auf Neigung, Südausrichtung sowie Verschattung wesentlich an.


Pauschalaussagen sind daher völlig unzulänglich.


Gruß
Josef
Verfasser:
Ewald01
Zeit: 17.09.2009 13:36:48
0
1196632
Hallo !

Nochmal ein Wort zur durchschnittlichen Außentemperatur und zum Wandaufbau.

Wichtig !

Grundsätzlich muß man zu heizen beginnen, wenn die durchschnittliche Außentemperatur eine bestimmte Temperatur (12 °C )untersteigt.

Wenn aber jetzt meine durchschnittliche Außentemperatur z.B 14 °C ist heißt das noch lange nicht, daß ich nicht irgendwann am Tag nicht heizen muß. Es kann nämlich sein, daß es in der Nacht kurzfristig auf z.B 0 °C abgekühlt ist und am Tag .. sagen wir 20 °C hat. Überschlagsmässig.

Ob ich da heizen muß hängt nicht nur vom U-Wert der Wand sondern auch von der Wärmespeicherfähigkeit bzw. Wärmediffusivität in weiterer Folge ab.

Eine Baracke z.B müßte ich im Extremfall bei Tag kühlen und in der Nacht beheizen !!

Es ist oft schon so, daß Materialien mit niedrigem Lambda auch eine niedrige Wärmediffusivität haben, aber nicht immer !

Holz hat z.B ein Lambda von 0,14 aber ungefähr eine Wärmediffusivität wie Dämmstoffe (Lambda 0,04) !

Altbauten haben oft auch recht dicke Wände und daher wird der U-Wert auch wieder kleiner. Daher ist nicht grundsätzlich gesagt, daß ich bei einem Altbau früher zu heizen anfangen muß, kann aber auch nicht ausgeschlossen werden. Man muß die Konstruktion analysieren !
Verfasser:
E_nergiesparer
Zeit: 17.09.2009 13:52:27
0
1196648
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
Hallo Ewald,

Wir ernten mit 12 m² FK z.B. ca 4,5 tsd kWh die direkt in die FBH
eingespeist werden.
Gesamtkosten der Anlage ca. 3,5 tsd Euro.

Den Rest kann man sich selber ausrechnen.


Gruß JoRy



Ich errechne für 4500 kWh Wärme bei 55 ct/l und eta=0,8 Heizöl (562 l) 309 Euro Gegenwert der geernteten Energie.

Dann habe ich die Anlage ohne Kapitaldienst, Wartung etc nach 11 Jahren wieder drin und nicht nach 5-8.

Mit 4% Kapitaldienst und 3% jährlicher Energiepreissteigerung ergeben sich ca 12 Jahre.
Verfasser:
Busokunde
Zeit: 17.09.2009 14:02:56
0
1196655
Die Wärmespeicherfähigkeit spielt bei den Zwischenwänden eine Rolle.

Bei den Außenwänden wesentlich weniger.

Das gesamte "tote Inventar" bestimmt wesentlich die Speicherkapazität des Hauses.

Gut sortiertes Bücherregal, Meißner Porzellan, Massivmöbel statt IKEA sind schon Energiespeicher in der Hülle.

Eine Baracke z.B müßte ich im Extremfall bei Tag kühlen und in der Nacht beheizen !!

Ein Zelt ja, aber Rest s.O.

Was soll die Temperaturleitfähigkeit für einen Einfluß haben Ewald?

Wolle
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 17.09.2009 14:16:18
0
1196661
Zitat von Ewald01 Beitrag anzeigen
@ OliverSo

Ich hatte mal mit hjk eine Diskussion ob man in einem Altbau (schlechter U-Wert) früher zu heizen anfangen muß. Nun, Unterschiede kann es geben. Aber grundsätzlich ist die durchschnittliche Außentemp. dafür veantwortlich !

Die Unterschiede sind, bei Häusern am gleichen Standort, eindeutig. Meine Nachbarn (wohnen in Altbauten vom verschieferten Fachwerkhaus bis zum Ziegelhaus) haben alle Ihren Wärmeerzeuger immer Tage vorher an, bevor ich den unsrigen, im gedämmten Haus, anwerfen muß.

Eine SA, auf einem energieeffizienten Gebäude installiert, kann z.B. mit nur 5000 kWh Ernte, 50 % des Jahresbedarfs und mehr decken.

Eine Warmwasser-SA kann sich nur bei einem Vielpersonenhaushalt rechnen. Im EFH mit 2-Personen rechnet sich dies nie. Aber was kauft man sich nicht alles, wa sich nie im Leben rechnet und hat trotzdem Freude daran (hier noch mit dem Zusatznutzen der Ressourcenschonung).

Gruss
Frank F.
Verfasser:
DieterCarl
Zeit: 17.09.2009 14:26:16
0
1196669
Zitat von Brennerspezialist Beitrag anzeigen
Solaranlagen armortisieren sich energetisch gesehen in 3...5 Jahren. Das es mit dem € als Einheit so viel länger dauert, liegt an dem momentan perversen finanziellen System, wo Energie fast nichts kostet.

Der
Brennerspezialist


Was redest du da für Zeugs daher...

Die Energiekonzerne verdienen sich dumm und dämlich und du willst deren Profite noch multiplizieren?

Hast du dir mal überlegt, wieviele Leute/Familien dann ihre Häuser/Wohnungen nicht mehr bezahlen könnten und die Sozialsysteme zusätzlich belasten oder auf die Straße fliegen? Das wird alles noch früh genug passieren und du musst es nicht noch herbeipushen.

Ob sich eine SA finanziell rechnet, weiß Niemand im Voraus und ist auch unwichtig, eine derartige Anschaffung stellt ein strategisches Investment zur Absicherung, zur Ressourcenschonung, zur eigenen Freude, usw., dar...

Gruß
Dieter



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Amortisationszeit von Solaranlagen
Verfasser:
DieterCarl
Zeit: 17.09.2009 14:26:16
0
1196669
Zitat:
...
Solaranlagen armortisieren sich energetisch gesehen in 3...5 Jahren. Das es mit dem € als Einheit so viel länger dauert, liegt an dem momentan perversen finanziellen System, wo Energie fast nichts kostet.

Der
Brennerspezialist

Was redest du da für Zeugs daher...

Die Energiekonzerne verdienen sich dumm und dämlich und du willst deren Profite noch multiplizieren?

Hast du dir mal überlegt, wieviele Leute/Familien dann ihre Häuser/Wohnungen nicht mehr bezahlen könnten und die Sozialsysteme zusätzlich belasten oder auf die Straße fliegen? Das wird alles noch früh genug passieren und du musst es nicht noch herbeipushen.

Ob sich eine SA finanziell rechnet, weiß Niemand im Voraus und ist auch unwichtig, eine derartige Anschaffung stellt ein strategisches Investment zur Absicherung, zur Ressourcenschonung, zur eigenen Freude, usw., dar...

Gruß
Dieter
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