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Haustechnikforum
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Seite 1 von 6 [Beitrag 1 bis 35 von 182]erste <12345>letzte 
WOLF Ölbrennwertkessel COB-20
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
20.10.2009 09:30:57
1217981
Hallo,
ich betreibe seit einem Jahr einen COB-20 an einm neuen Heizoeltank (Heizoel standart). Bereits im Frühjahr trat vermehrt der Fehler 4 (keine Flammenbildung) auf. Nach Prüfung des Kessels wurde festgestellt das dieser im unteren Bereich stark verbacken war. Nach kompletter Reinigung der Brennkammer lief die Anlage störungsfrei. Seit einigen Tagen tritt dieser Fehler erneut auf. Hat jemand bereits Erfahrung mit diesem Problem, mein Heizungsbauer meint das die Anlage "mehr" arbeiten sollte damit die Schmutzstoffe besser ablaufen. Habe bereits das Forum nach Optimierung durchsucht aber keine Parameter gefunden die diese Anlage im Altbau betrifft. Danke für Eure Hilfe
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
20.10.2009 10:56:47
1218052
@ Dirk Gerhard

Genau das habe ich beim Alu-Wärmetauscher schon immer befürchtet, nun eine Bestätigung. Mit der Freigabe für normales Heizöl waren die Wölfe ein wenig vorschnell, hatte mich damals schon gewundert, denn Alu und die extremen Säuren aus einem Ölbrennwerter vertragen sich nicht sehr gut.
Ich kann dir nur raten, möglichst zügig auf schwefelarmes Heizöl umzustellen, dann kannst du dieses Problem etwas abmildern.
Andere Möglichkeit wäre, die Kesseltemperatur so tief wie möglich (35....45°C), damit viel Kondensat entsteht und die Korrosionsprodukte aus dem Wärmetauscher besser ablaufen können. Du wirst wahrscheinlich oft nur um den Taupunkt herumeiern und dies ist für den Wärmetauscher besonders gefährlich, da Anfahrkondensat auf den Heizflächen verbleibt und es kaum zum Ablaufen kommt und durch die Korrosion zum Ausblühen des Alu kommt. Langzeituntersuchungen haben schon immer bewiesen, das die Lebensdauer von Brennwertwärmetauschern bei VL-Temperaturen von 50...60°C wesentlich geringer ist, als bei Wärmetauschern, die mit 30...45°C betrieben werden.
Hast du deine Kondensatmenge schonmal gemessen?
Bei meinem Ölbrennwerter von Vaillant fallen ca. 0,7....0,8 l Kondensat pro l Heizöl an, also eine sehr hohe Kondensatausbeute, da max. nur 1 l Kondensat/l Heizöl möglich ist.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
20.10.2009 11:59:36
1218107
Zitat von Brennerspezialist Beitrag anzeigen
@ Dirk Gerhard



Genau das habe ich beim Alu-Wärmetauscher schon immer befürchtet, nun eine Bestätigung. Mit der Freigabe für normales Heizöl waren die Wölfe ein wenig vorschnell, hatte mich damals schon gewundert, denn Alu und die extremen Säuren aus einem Ölbrennwerter vertragen sich nicht sehr gut.
Ich kann dir nur raten, möglichst zügig auf schwefelarmes Heizöl umzustellen, dann kannst du dieses Problem etwas abmildern.
Andere Möglichkeit wäre, die Kesseltemperatur so tief wie möglich (35....45°C), damit viel Kondensat entsteht und die Korrosionsprodukte aus dem Wärmetauscher besser ablaufen können. Du wirst wahrscheinlich oft nur um den Taupunkt herumeiern und dies ist für den Wärmetauscher besonders gefährlich, da Anfahrkondensat auf den Heizflächen verbleibt und es kaum zum Ablaufen kommt und durch die Korrosion zum Ausblühen des Alu kommt. Langzeituntersuchungen haben schon immer bewiesen, das die Lebensdauer von Brennwertwärmetauschern bei VL-Temperaturen von 50...60°C wesentlich geringer ist, als bei Wärmetauschern, die mit 30...45°C betrieben werden.
Hast du deine Kondensatmenge schonmal gemessen?
Bei meinem Ölbrennwerter von Vaillant fallen ca. 0,7....0,8 l Kondensat pro l Heizöl an, also eine sehr hohe Kondensatausbeute, da max. nur 1 l Kondensat/l Heizöl möglich ist.

Der
Brennerspezialist


Danke für die schnelle Antwort, die passt genau in die Aussage meines HB der meint das das Kondensat nicht schnell genug ablaufen kann / nicht genug entsteht. Habe gerade leider erst den Tank randvoll mit Heizoel Standart getankt, also bleib nur das "schwitzen. Die Frage die sich mir stellt ist wie bekommen ich das hin. Das Haus ist von 1966 mit inzwischen getauschten Fenstern, Heizkörper in allen Räumen erneuert, die Anlage fährt mit einem Mischer und Pumpe auf kleinster Stellung, Kondensat fällt zur Zeit kaum an (wahr schon mal mehr, höre ich an der Pumpe) VL zur Zeit bei ca. 40°C. Das Problem sehe ich wie beschrieben bei dem Anfahrkondensat. Wie bekomme ich das durch Parameter den eingetrimmt ?
Verfasser:
wallhall
Zeit:
20.10.2009 12:24:05
1218122
@Dirk

Meiner läuft seit einem Jahr auch mit Standard, Wartung demnächst dann
sehe ich mal wie das innen aussieht. Hatte noch keinen Fehler/Störung.
Habe aber mal im Frühjahr die Neutralisationsbox sauber gemacht,
da waren Partikel genug drin, sogar so viele, dass es eine kleine
Überschwemmung gab. Der Siphon unter dem Kessel war auch gut voll.

Wie sieht/sah das bei dir aus?

Heizkurve bei mir 1.2, Kesseltemp habe ich auf 55° gestellt (ca. müsste runter,
da liegt der Ordner). Kondensat habe ich jetzt zwar länger nicht mehr
gemessen, aber so lange ich gemessen habe, war das ordentlich.
Wenn du das jetzt so sagst, könnte ich ja mal wieder messen.
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
20.10.2009 12:34:39
1218132
Der Siphon wurde beim letzten Fehler im März dieses Jahres getauscht, angeblich geänderter Modell, habe jede menge Schwebstoffe und Ablagerung darin. Das mit dem Messen des Kondensats ist jedenfalls eine Sache die ich ausprobieren werde. Da ich öfter im Keller arbeite höre ich ob die Kondensatpumpe läuft oder nicht und das war letzte Zeit wenig. Es passt aber zu den Informationen die ich zusammenbekommen habe. Der Kessel SOLL mehr SCWITZEN. Aber wie geht das ??
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
20.10.2009 12:34:49
1218133
Der Siphon wurde beim letzten Fehler im März dieses Jahres getauscht, angeblich geänderter Modell, habe jede menge Schwebstoffe und Ablagerung darin. Das mit dem Messen des Kondensats ist jedenfalls eine Sache die ich ausprobieren werde. Da ich öfter im Keller arbeite höre ich ob die Kondensatpumpe läuft oder nicht und das war letzte Zeit wenig. Es passt aber zu den Informationen die ich zusammenbekommen habe. Der Kessel SOLL mehr SCWITZEN. Aber wie geht das ??
Verfasser:
wallhall
Zeit:
20.10.2009 12:45:40
1218140
Anderer Syphon, aha. Hattest du einen Werkskundendienst da? (rein
interessehalber)

Schwitzen: Hmm, welche Rücklauftemperaturen hast du denn?
Nicht dass da gar nix zu schwitzen stattfinden kann.
Verfasser:
wallhall
Zeit:
20.10.2009 12:48:23
1218143
Sorry. sehe gerade: "VL zur Zeit bei ca. 40°C"

Aber hast du das auch mal mitgeschrieben über die Zeit?
Wenn nicht, wär ein guter Zeitpunkt sich mal eine Tabelle anzulegen.
AT, VL, RL, Brennerdaten etc. Dann kannst auch besser beurteilen
was an Kondensat so rauskommen solle usw.
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
20.10.2009 12:50:48
1218147
"Der Kessel SOLL mehr SCWITZEN. Aber wie geht das ?? "

Mischer voll auf fahren und Stecker abziehen, so das er auf "voll offen" bleibt. Pumpe eine Stufe höher stellen und dafür Heizkurve etwas runter. Wichtig ist, das viel Heizwasser-Volumenstrom über den Kessel geht, mit möglichst geringen Temperaturniveau.
Die 40°C Vorlauf in die Heizkörper sind bei dem Wetter schon nicht schlecht, nur wenn durch den Mischer der Kessel 50°C hat, ist das kappes, denn da fällt die Schwefelsäure an. Also Mischer voll auf und Heizkurve so niedrig wie möglich!!!!
Ich fahre momentan 38°C VL auf meine Heizkörper und es reicht, das Haus auf 22,5°C zu bekommen.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
20.10.2009 12:53:21
1218152
@ wallhall

Die 40°C Vorlauf sind hinter dem Mischer, was der Kessel dabei macht wissen wir nicht, auf jeden Fall ist er deutlich wärmer und das ist schlecht für die Kondensation. Bei mir ist Kesseltemperatur = VL-Temperatur und das so niedrig wie es eben geht.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
wallhall
Zeit:
20.10.2009 13:01:11
1218154
@Brennerspezialist

Ja, muss dazu sagen ich habe keinen Mischer.
und die eingestellte Kesseltemp ist Kessel max Temp.
nicht das wir uns da verheddern ,)
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
20.10.2009 13:05:15
1218158
@ wallhall

Alles klar, habe dich verstanden.
Kein Mischer ist bei Brennwert gut und ich habe @ Dirk Gerhard ja auch den Tipp gegeben, seinen voll auf zu machen und in dieser Stellung dann lassen durch Abziehen des Steckers an der Regelung oder am Mischer.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
20.10.2009 13:26:04
1218175
Hallo, meine Güte seit Ihr auf einmal schnell in den Antworten, also der Mischer ist mir extra vom HB empfohlen worden , nun den .. Der Werkskundendienst hatte meinem HB jede Menge teile mitgegeben darunter auch der neue Siphon. Das mit der Tabelle werde ich angehen mein Interesse ist es ja das max. aus der Anlage herauszuholen. So richtig eingestellt hat die ja keiner bis jetzt ! Der HB nicht weil erste verbaute Anlage. Der Kundendienst Parameter FBH rausgenommen weil normale HK (die Anlage kommt voreingestellt für Neubau mit FBH).
Das mit dem Volumenstrom kann ich nachvollziehen. Aber was mache ich gegen die häufigen Brennerstarts ? Die Anlage sollte wohl mögllchst lange auf niedriger Temperatur fahren oder ?
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
20.10.2009 13:37:51
1218184
@ Dirk Gerhard

Umso niedriger das Temperaturniveau und je höher der Volumenstrom, umso weniger Brennerstarts!

Wieviel Brennerstarts hast du denn heute?

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
20.10.2009 13:45:46
1218189
Zitat von Brennerspezialist Beitrag anzeigen
@ Dirk Gerhard

Umso niedriger das Temperaturniveau und je höher der Volumenstrom, umso weniger Brennerstarts!

Wieviel Brennerstarts hast du denn heute?

Der
Brennerspezialist


Kann ich gerade nicht nachschauen da ich auf der Arbeit bin. Werde aber heute abend mich mal eine Stunde vor die Anlage setzten und aufschreiben. Aus dem Kopf heraus würde ich sagen ca. alle zehn minuten für ca. 2 min bei aufheizen auf ca. 55 C dann Abbau der Temperatur über geregelten mischer und Pumpe. Habe bereits versucht einen Hydraulischen Abgleich zu machen (manuell ohne Messgerät) und habe eine Rücklauftemeratur von ca. 35 bis 40 Grad.
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
20.10.2009 13:50:03
1218192
Oh oh, hört sich nicht gut an, klingt nach zuviel Brennerstarts. Aber die kann man doch bestimmt an der Regelung auslesen? Ich weiß ganz genau, wieviele Starts ich pro Tag, Woche oder Jahr habe. Bei mir läuft der Ölkessel 18...25 min am Stück und ist dann ca. 30....45 min aus, also wesentlich gleichmäßiger.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
20.10.2009 14:36:07
1218225
Gerade wo ich in Ruhe die Antworten nochmals lese fällt mir noch eine wichtige Sache auf. Ich habe an der Anlage auch ein Warmwasserspeicher angeschlossen.
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
20.10.2009 15:03:26
1218246
Habe ich mir gedacht, das da ein WW-Speicher mit dran hängt, ist aber für die Problematik nicht so relevant. WW wird natürlich auf höherem Niveau gefahren, aber die WW-Bereitung liegt nur im Bereich von 10...18%. Die niedrigen VL-Temperaturen müssen im Heizbetrieb gefahren werden.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
HeiZie
Zeit:
20.10.2009 21:20:49
1218568
Hallo,

jetzt wird mir ja Angst und Bange. Auch habe bei einem Kunden den COB-20 mit Standardheizöl in Betrieb, - im Altbau, seit Sommer 2008.

Ich habe diesen Kessel gewählt und angeboten, weil mir Aufbau und "System" mit der Kondensation IM Kessel "wolfunüblich" überaus schlüssig erscheint und mich zwei im Betrieb befindliche Kessel überzeugten.

Natürlich waren und sind mir die Anfälligkeiten des Wärmetauschermaterials bekannt. Das ebenso bekannte Gegenmittel lautet permanente Kondensation!

Die erste Wartung im Sommer 2009 ergab absolut keine Auffälligkeiten. Keine der "Kühlrippen" lief Gefahr, auch ohne Wartung im nächsten Jahr zu verstopfen. Das untere Drittel des Wärmetauschers war aber auch hier etwas stärker belastet. Der Schmutz war nicht anders, als bei anderen gut eingestellten Blaubrennern.

Die geringen Ablagerungen wurden abgebürstet und weggesaugt, der Rest wurde mit einem "scharfen" Wasserstrahl weggespült. Am Wärmetauscher ist absolut kein "Abrieb" erkennbar. Er glänzt ein wenig verfärbt wie am ersten Tag.

Natürlich wurde die Anlage auf größtmöglichen Durchfluss hydraulisch abgeglichen. Bei einem Wärmebedarf von 13kW erzeugt die Alpha2-Pumpe bei 2m Förderhöhe und knapp 1000 Litern/h im Auslegungsfall bei -12°C Aussentemperatur eine gleichmäßige (!) Spreizung bei 57°C Vorlauftemperatur von ca. 11°C.

Ich weiss jetzt nicht mehr genau, wie lange ich die 2. Brennerstufe gesperrt habe (HG31), - sie wird jedenfalls sehr lange gesperrt. Die Taktsperre steht auf 10 Minuten.

Die Warmwasserbereitung erfolgt über den dazugehörigen Schichtenspeicher. Die Legionellenfunktion ist aufgrund mangelndem Warmwasserdurchsatz aktiviert.

Natürlich wurde bei einem Heizkreis kein Mischer eingebaut, - obwohl dieser sicher bezahlt worden wäre. Übertemperaturen helfen keinem weiter. Und die Taktdiskussion wollen wir doch nicht schon wieder überbewerten. Wir sind hier bei Brennwerttechnik!

Damit habe ich momentan alles gesagt, was mir dazu einfällt. Wenn ein zu kleiner Heizkörper wirklich höhere Temperaturen gefordert hätte, müsste man diesen austauschen, - sicherlich konsequenter, als bei Gasbrennwertern.

So fährt die Anlage bisher. Klagen über falsche Heizkörperdimensionierungen im Altbestand kamen glücklicherweise keine.

Gut, - nachgeschaltete Abgaswärmetauscher verzeihen wohl eher den einen oder anderen Fehler in der Planung und deren Umsetzung. Aber ob dies immer Sinn macht?

Bei den empfindlicheren "Direktkondensieren" heisst es eher: Ganz oder gar nicht, - gerade mit Standardheizöl!

Grüße HeiZie
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
21.10.2009 09:03:55
1218810
@ HeiZie

Guter Beitrag! Zeigt er doch, das es geht, auch im Altbau Ölbrennwerttechnik mit hohem Nutzen einzusetzen und hohe Kondensatausbeuten zu erzielen. Bei dieser Fahrweise sollte der Wärmetauscher deutlich länger halten.

"Gut, - nachgeschaltete Abgaswärmetauscher verzeihen wohl eher den einen oder anderen Fehler in der Planung und deren Umsetzung. Aber ob dies immer Sinn macht?"

Nur diese Satz kann ich nicht nachvollziehen. Die Kessel mit nachgeschaltetem Wärmetauscher sind bei niedrigen Vorlauftemperaturen durch Korrosion innerhalb der Brennkammer sehr stark gefährdet. Dazu gab es hier im Forum auch schon einige Beiträge. Klar, bei Temperaturen oberhalb des Taupunkts gibt's naturgemäß keine Probleme, da die eigentliche Kesselkonstruktion sich ja als NT-Kessel seit Jahren bewährt hat.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
21.10.2009 09:08:52
1218815
Hallo, habe gestern abend und heute morgen ein paar Daten gesammelt,was haltet Ihr davon ?
Wolf COB-20
Aussentemperatur gesteuert
TAGtemp 20,5
SPARtemp 17
WI/SO 19
ECO/ABS 15
HK 1,1
Pumpe Stufe 2 (seit gestern abend davor 1)
Raum 21

Aussentemperatur 7
Kesseltemperatur 41 aufheizend bis 51
Vorlauftemperatur 43
Rücklauftemperatur 38
Brennerzeit min. 10
Pause 11

Der größte Teil der HK ist gedrosselt auf Stellung 3-4, in den Räumen ist es aber noch warm genug.
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
21.10.2009 09:13:37
1218818
@ Dirk Gerhard

Dann dreh in den Räumen, wo es noch nicht warm genug ist, die Thermostatventil voll auf und warte mind. 2 h ab.

Noch besser wäre, wie ich schon oben beschrieben habe, den Mischer voll aufzumachen und dort zu verriegeln, so das der gesamte Volumenstrom über den Kessel geht.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
-lfx-
Zeit:
21.10.2009 09:25:52
1218825
Die Beiträge von HeiZie und Brennerspezialist zeigen deutlich daß es bei Brennwertkesseln ( Öl) doch sehr auf bestimmte optimale Betriebszustände ankommt um Probleme zu vermeiden.

Aber gerade das uneingeschränkte Werben für Brennwert und die entsprechenden Sprüche ( "Brennwert ist immer gut" usw.) in diesem sogenannten Fachforum kritisiere ich.

Gerade bei Altbauten mit hohem Vorlauftemperaturbedarf herrschen eben keine optimalen Bedingungen. Das sollte man den Leuten ehrlicherweise sagen und sich nicht nur als Verkäufer für eine Technologie verstehen die einfach nur mehr persönlichen Gewinn bringt.

Die Schilderungen sind sehr interessant und haben mich z.B. in meiner Meinung bestärkt beim NT-Kessel zu bleiben weil ich bei meiner Einrohrheizung nach Beobachtung die meiste Zeit mit der RL-Temp. in dem Bereich bin der wie geschildert sehr ungünstig ist.

So werde ich mir sehr viele Probleme ersparen.
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
21.10.2009 09:38:02
1218833
Danke für die Meinungen zu diesem Thema, ich denke das Brennwerttechnik auch im Altbau sich bewähren kann, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. So lege ich sehr hohen wert auf Dämmung,
wenn also das Gebäude die Temp. lange halten kann so könnte auch der VL entsprechend abgesenkt werden. Die Frage die ich immer noch für offen halte ist, wie bekomme ich den Brenner zu diesem Verhalten sprich an welchen Parametern soll ich drehen um zu einer niedrigen VL zu kommen ??
Verfasser:
HeiZie
Zeit:
21.10.2009 09:44:24
1218836
Hallo Brennerspezialist,

mit dem "einfacheren" nachgeschalteten Wärmetauscher meine ich, dass die Anlage herkömmlich mit Mischer und höheren Temperaturen betrieben werden kann UND SOLLTE, was ja unseren Taktphobisten entgegenkommt.

Das heisst dann: Teure Übertemperaturen erzeugen, - wie eben beim Niedertemperaturkessel. Der Brennwerteffekt schmälert das dann eben ein wenig.

In kaputtgedrosselten Anlagen erreicht der Rücklauf des Kessels NACH dem Abgaswärmetauscher dann auch oft taupunktungefährlichere Temperaturen.

Ob dies dann effizienter ist, weiss ich nicht. Untersuchungen werden da ja tunlichst vermieden. Vielleicht handelt es sich ja auch um Erbsenzählerei. Teurer sind die etwas aufwändigeren Anlagen aber allemal.

Meine Devise heisst immer: Mit so wenig und damit auch störungsunauffälligeren Aufwand wie möglich das Optimale zu erreichen.

Die "Direktkondensierer" sind dafür ja bestens geeignet. Und (ausgerechnet) Wolf hat da ein wirklich gutes Produkt entwickelt, bei dem auch der einwandfrei beherschbare zweistufige Ölbrenner einen ausgesprochen guten Eindruck macht! Es kann alles so einfach sein.

Ich bin ja nicht unbedingt der Werbefreak, - und wenn sich die modulierdenden Wand-Ölbrennwerter von Weishaupt (schwefelfrei) und endlich von meinen Brötje-Leuten (Standardheizöl) etablieren, kommt Wolf wieder ins Hintertreffen. Eine gute Alternative wird dieser Kessel jedoch immer sein.

Mich wundert sowieso, dass der Wolf-Kessel hier nicht öfters auftaucht, - und zwar nicht negativ.

Grüße HeiZie
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
21.10.2009 09:46:26
1218837
@ Dirk Gerhard

Im moment kannst du deinen Vorlauf nicht niedriger machen, da deine Räume ja schon jetzt nicht richtig warm werden. Mach erstmal die Ventile voll auf, dann sehen wir weiter.

Und ist es möglich, die (Brenner)Pause von 11 min auf mind. 20 min anzuheben?

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
HeiZie
Zeit:
21.10.2009 09:53:50
1218844
Hallo Dirk,

wie sieht denn die Brennereinstellung aus?

Wichtig ist da vor allen Dingen die 1. Brennerstufe, die manchmal gern etwas vernachlässigt wird. Die läuft nämlich am meisten!

Der Co2-Gehalt sollte auch da mindestens 13,5% betragen. Je niedriger dieser ist, umso geringer ist auch der Brennwerteffekt. Und auch eine schlecht eingestellte Blaubrennerflamme verursacht "merkwürdige" Verschmutzungen, - auch, wenn sie nicht rußt.

Grüße HeiZie
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
21.10.2009 10:48:38
1218893
Werde mich mit den letzten Aussagen heute abend an der Anlage zu schaffen machen, sobald ich neue werte habe melde ich mich wieder hier. Danke für die Konstruktiven Ausführungen.
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
22.10.2009 09:47:45
1219584
Zitat von Brennerspezialist Beitrag anzeigen
@ Dirk Gerhard

Im moment kannst du deinen Vorlauf nicht niedriger machen, da deine Räume ja schon jetzt nicht richtig warm werden. Mach erstmal die Ventile voll auf, dann sehen wir weiter.

Und ist es möglich, die (Brenner)Pause von 11 min auf mind. 20 min anzuheben?

Der
Brennerspezialist


Hallo,
habe gestern abend alle HK auf max gestellt und zwei Stunden später mich der Anlage gewidmet. Die Rücklauftemp. lag bei 35 grad und der Vorlauf bei 42. Da ich wohl die RL temp nicht weiter runter bekomme habe ich den Parameter HG09 (Brennersperre) von 7 auf 15 min. gesetzt.
Nun sinkt die Kesseltemp auf 38 grad ab und bleibt sehr lange beim aufheizen auf ca. 45 stehen. Die Brennerzeit hat sich auf 14 min. erhöht. Ich hoffe damit an den richtigen Parametern zu arbeiten oder ?
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
22.10.2009 10:41:51
1219619
@ Dirk Gerhard

Hört sich erstmal recht gut an und damit wird die Kondensation mit Sicherheit schon besser geworden sein. Ist denn das Haus auch ausreichend warm oder meckert die Frau?
Das alles kann man natürlich noch weiter treiben, noch etwas tiefere Heizkurve und noch längere Brennersperre, vorausgesetzt es wird warm genug.
Ein richtiger Sprung in der Kondensationsleistung wird die Stilllegung des Mischers bringen, wie ich oben schon beschrieben habe.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
22.10.2009 10:58:34
1219638
Warm genug ist es noch, obwohl die VL temp kurz vor Brennerstart auf ca. 38 abgesunken ist. Werde am WE den Mischer abklemmen und schauen was passiert. Heute Mittag kommt der Service Techniker von Wolf mal schauen was der so sagt. Mein Heizi wird auch dabei sein und ich werde mit Ihnen tel. da ich auf der Arbeit bin. Poste sobald es neues gibt.
Verfasser:
sigih.
Zeit:
22.10.2009 17:01:14
1219975
Zitat von Dirk Gerhard Beitrag anzeigen
Warm genug ist es noch, obwohl die VL temp kurz vor Brennerstart auf ca. 38 abgesunken ist. Werde am WE den Mischer abklemmen und schauen was passiert. Heute Mittag kommt der Service Techniker von Wolf mal schauen was der so sagt. Mein Heizi wird auch dabei sein und ich werde mit Ihnen tel. da ich auf der Arbeit bin. Poste sobald es neues gibt.


... die Infos sind auch für mich von Interesse ... mein COB-20 hat erst 35/4 BH's drauf ... aber nach der halben Heizperiode Anfang Jänner wird er gereinigt und dann gibt's auch aus dem Ösiländ Infos bezüglich verbacken ... ich hab noch ca. 3000L "Schwefelöl" im Tank ...

Ich hab eigentlich immer eine Rücklauftemperatur von <35°C ... ausser beim WW machen, da gehts hoch bis auf 65°C ... aber das ist ja eher selten ...

Danke / greetz
sigih.
Verfasser:
wallhall
Zeit:
22.10.2009 17:35:17
1220019
@Dirk Gerhard

Sperrzeit: Habe auch Anfangs mit 20min begonnen, hat sich aber bei
mir nicht bewährt, wenn kälter wurde ;) bin jetzt bei 17min und damit
bin ich auch über den letzten Winter gekommen, also austesten.
Spartemp hab ich auf 4° gestellt, quasi Frostschutz, kleiner geht glaub
ich nicht einzustellen. WW mach ich mit Brennerstufe 2. Und nach meinen
Aufzeichnungen lief der Brenner zum heizen quasi nie auf Stufe 2.
Quasi, weil ich schau ja nicht immer drauf, aber die Stunden für 2 passen
sehr gut für nur WW, was ich so über den Sommer mitgeschrieben habe.
Nur zur Info, aber damit kann ich sehr gut abschätzen wie viel für
Heizung und was für WW draufging. Genauer brauch ich das auch nicht.

WW im CS Speicher mach ich einmal/Tag, morgens, vor dem Heizen, das reicht
uns.

Das nur so zur Info.

@sigih.
Ich hab eigentlich immer eine Rücklauftemperatur von <35°C
Zur Zeit auch noch, aber wenns denn knackig wird kommt auch mal mehr raus.

Die schlimmste VT war 60 °C bei RT 50 °C, die ich jetzt notiert habe.
Naja, ist halt auch immer speziell pro Nutzer.

BTW, von Wolf gibts doch auch dieses Fernabfragemodul, genaue Bez
habe ich grad nicht im Kopf. Verwendet das einer von Euch?
Verfasser:
Dirk Gerhard
Zeit:
23.10.2009 10:25:50
1220546
Hallo,
so der Kundendienst war gestern da, die Brennkammer aufgemacht und festgestellt das die Verschmutzung/Verkrustung "standart" ist. Nicht so wie Anfang des Jahres. Er sprach dann davon das es bei einer Lieferung im Frühjahr seitens der Rafinerie wohl "weichmacher" fehlten was zu der damaligen starken verkrustung hätte führen können, naja kann ich nicht nachforschen.Getankt hatte ich jedenfalls im Februar. Diesmal war die Düse komplett verschmiert, Ursache ist das Flammrohr welches seltsamerweise verzogen/verbeult ist. Wird nächste Woche ausgetausch da nicht dabei gehabt. Düse ist jetzt neu. Interesant noch seine Aussage das Wolf einen internen Vermerk rausgegeben hat nachdem mit Heizoel standart befeuerte Anlagen zwei mal im Jahr gewartet werden sollen.

Zur Optimierung, Die Anlage läuft jetzt ,mit der verlängerten Brennersperre auch länger bei der Aufheizung, nur in Stufe I ich glaube Stufe II benötigt er nur für WW. Werde am WE mal den Mischer abklemmen und schauen wie sich das verhalten dann ändert.
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit:
23.10.2009 11:50:04
1220612
"Interesant noch seine Aussage das Wolf einen internen Vermerk rausgegeben hat nachdem mit Heizoel standart befeuerte Anlagen zwei mal im Jahr gewartet werden sollen."

Aha, erste (Kunden)Maßnahmen laufen also schon. Ist eine Reaktion auf die Wärmetauscherproblematik, der sich jetzt Wolf hoffentlich voll bewußt ist. Wahrscheinlich wird die Freigabe für normales Heizöl EL bald entzogen, wenn sich solche Fälle häufen, denn die Reklamationskosten können dann schnell in die Millionen gehen.

Ich sage es immer wieder, Aluminium und die hochkorrosiven Säuren (pH-Wert < 2) aus der Verbrennung von Standard Heizöl EL vertragen sich auf Dauer nicht.

Der
Brennerspezialist
Seite 1 von 6 [Beitrag 1 bis 35 von 182]erste <12345>letzte