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Berechnung Stromverbrauch
Verfasser:
Markus S.
Zeit: 04.04.2010 19:53:19
0
1344107
Servus,

mal eine kleine Frage zur Projektierung einer Wärmepumpe. Mir geht es um die ermittlung des Stromverbrauchs. Meine Wärmepumpe (Luft / Wasser) hat eine Leistungszahl von 3,4.
Gibt es hier eine Formel ähnlich der über Vollbenutzungsstunden oder auch der des Jahresbrennstoffbedarfs?

Über eine schnelle Hilfe währ ich dankbar :)!

Gruß Markus
Verfasser:
Juto
Zeit: 04.04.2010 20:25:43
0
1344128
Zitat von Markus S. Beitrag anzeigen
Servus,

mal eine kleine Frage zur Projektierung einer Wärmepumpe. Mir geht es um die ermittlung des Stromverbrauchs. Meine Wärmepumpe (Luft / Wasser) hat eine Leistungszahl von 3,4.
Gibt es hier eine Formel ähnlich der über Vollbenutzungsstunden oder auch der des Jahresbrennstoffbedarfs?

Über eine schnelle Hilfe währ ich dankbar :)!

Gruß Markus


Das kommt auf deinen Wärmebedarf an. Wenn du 20000 kWh Wärme im Jahr benötigst, teilst du das durch die 3,4 und hast den Strombedarf den du dafür brauchst.

Die 3,4 ist aber wahrscheinlich der COP - du brauchst dafür aber die JAZ.
Verfasser:
Expert35
Zeit: 04.04.2010 20:44:25
0
1344135
Zuerst sollte mal eine Heizlastberechnung durchgeführt werden.
Danach kann man die WP Größe auswählen oder überlegen bis zu welcher Außentemperatur eine Luft / Wasser WP überhaupt Sinn macht.
Verfasser:
Markus S.
Zeit: 04.04.2010 21:44:06
0
1344166
Servus ist alles bereits durchgeführt.
Ca. 12 KW Heizlast und die Wärmepumpe arbeitet bis -4 Grad autark. Dann soll sich ein Gaskessel zuschalten.

Gruß Markus
Verfasser:
siriuszwo Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 05.04.2010 00:37:24
0
1344199
Zitat von Markus S. Beitrag anzeigen
Servus ist alles bereits durchgeführt.
Ca. 12 KW Heizlast und die Wärmepumpe arbeitet bis -4 Grad autark. Dann soll sich ein Gaskessel zuschalten.

Gruß Markus



Also bei -4°C wird der COP jenseits von Gut und Böse sein......

Bei meiner LW-WP stand im Prospekt auch was von 3,4. Die Wirklichkeit sah dann ganz anders aus.....

LW-WP sind maximal was für schönes Wetter, also Finger weg davon!!!

Und wer hat Dir eingeredet, bi-energetisch zu heizen??? Die paar kWh, die die WP vom Energieeinsatz betrachtet ökonomisch erzeugen würde, kannst Du auch mit der Gasheizuung erzeugen und das ohne die sinnlose Investition in eine LW-WP!!!
Verfasser:
Bernie09
Zeit: 05.04.2010 10:52:41
0
1344307
Geht es hier um ein bestehendes Haus in dem du ein WP zur Heizkostenreduktion zusätzlich zur bestehenden Gasheizung installieren willst?

Hier sind dann die Daten des Bestandshauses nötig: Gasverbrauch/Jahr, Wohnfläche, Art der Wärmeverteilung (Heizkörper, Fußbodenheizung).

Solche eine parallelinstallation lohnt sich oft nur für einen - den Heizungsinstallateur.
Verfasser:
siriuszwo Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 05.04.2010 11:54:48
0
1344346
Zitat von Bernie09 Beitrag anzeigen
Geht es hier um ein bestehendes Haus in dem du ein WP zur Heizkostenreduktion zusätzlich zur bestehenden Gasheizung installieren willst?

Hier sind dann die Daten des Bestandshauses nötig: Gasverbrauch/Jahr, Wohnfläche, Art der Wärmeverteilung (Heizkörper, Fußbodenheizung).

Solche eine parallelinstallation lohnt sich oft nur für einen - den Heizungsinstallateur.



In einem Bestandsbau ist eine LW-WP in 99,99% aller Fälle absulut fehl am Platze....., ökonomisch, und erst recht "ökologisch" ....
Verfasser:
Juto
Zeit: 05.04.2010 12:34:41
0
1344386
Zitat von siriuszwo Beitrag anzeigen


In einem Bestandsbau ist eine LW-WP in 99,99% aller Fälle absulut fehl am Platze....., ökonomisch, und erst recht "ökologisch" ....



Das stimmt einfach nicht. Es kommt unter anderem auf die Vorlauftemperatur an. Es muss jedes Heizungssystem auf eine niedrigere Vorlauftemperatur 30-45 °C optimiert werden. Zudem gilt das dann nicht nur für Luftpumpen!
Verfasser:
Thomas_G
Zeit: 05.04.2010 17:19:23
0
1344585
Zitat von Markus S. Beitrag anzeigen
...Mir geht es um die ermittlung des Stromverbrauchs. Meine Wärmepumpe (Luft / Wasser) hat eine Leistungszahl von 3,4...
Hallo Markus, bei einer Luft-WP ist das sehr schwer zu kalkulieren da die Quellentemperatur und damit die Arbeitszahl stark schwankt. In Feldstudien hat man im Durchschitt AZ von 2,5 bei Luft-WP gemessen.

Unsere Grundwasser-WP(AZ 4,1*) läuft etwa 1.000h pro Jahr und zieht dabei etwa 2,7kW* bei einer Heizleistung von ca.11kW*.

Die 1.000h mit 2,7kW ergeben einen Stromverbrauch von 2.700kWh hier inkl. Brunnen- und einer Heizungspumpe. Allerdings ohne Warmwasser, welches bei uns nicht über die WP erwärmt wird.

Gruß Thomas_G


*) bei einer Luft-WP sind diese Werte abhängig von der Temp. der als Wärmequelle genutzten Luft. Bei unserer Grundwasser-WP liegt die Temp. der Wärmequelle Grundwasser konstant immer bei +10°C.
Verfasser:
siriuszwo Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 05.04.2010 18:05:06
0
1344610
Zitat von Juto Beitrag anzeigen
Zitat von siriuszwo Beitrag anzeigen


In einem Bestandsbau ist eine LW-WP in 99,99% aller Fälle absulut fehl am Platze....., ökonomisch, und erst recht "ökologisch" ....



Das stimmt einfach nicht. Es kommt unter anderem auf die Vorlauftemperatur an. Es muss jedes Heizungssystem auf eine niedrigere Vorlauftemperatur 30-45 °C optimiert werden. Zudem gilt das dann nicht nur für Luftpumpen!



Noch so ein "Naivling" oder verdienst Du an LW-WP???? Sorry....

Ich habe es über zwei Jahre durch in einem Feldtest von Fraunhofer: JAZ 2, mehr nicht... (Bestandsbau ...!!!).

Nicht mal in Neubauten wurden die "Katalogversprechen" (insbesondere bei LW-WP...)erreicht!!! (vorheriger Feldtest)


Übrigens war meine VLT bei - 25°C im Januar 2009 nicht mal 50°C (RT 22°C) und trotzdem diese schlechte JAZ, also ist Deine Aussage zur VLT auch hinfällig, weil völlig praxixfremd..., wie gesagt, wenn man die LW-WP nicht braucht, geht sie am besten!!!!!
Verfasser:
Juto
Zeit: 05.04.2010 18:47:25
0
1344648
Zitat von siriuszwo Beitrag anzeigen


Übrigens war meine VLT bei - 25°C im Januar 2009 nicht mal 50°C (RT 22°C) und trotzdem diese schlechte JAZ, also ist Deine Aussage zur VLT auch hinfällig, weil völlig praxixfremd...


*Lach* Soviel dazu. Es tut mir Leid für Dich, dass du eine LWP die wohl noch bei -25°C den Heizstab seit 15 Grad einsetzt auch noch mit knapp 50°C VT laufen lassen musstest. Und du nimmst dann auch noch an einem Feldtest teil. *Lach* Der Typ der dir diese WP so verkauft hat gehört weggesperrt.

Du solltest deine Naivität in dieser Sache dann bitte nicht auf andere schieben. Vor allem halt Dich zurück was Pauschalisierungen angeht.
Verfasser:
crax
Zeit: 06.04.2010 07:37:28
0
1344809
Hallo,
Zitat von Markus S. Beitrag anzeigen
....Ca. 12 KW Heizlast und die Wärmepumpe arbeitet bis -4 Grad autark. Dann soll sich ein Gaskessel zuschalten.

Warum gerade eine Bivalenzpunkt bei -4 °C ?

mfg
Verfasser:
manniw
Zeit: 06.04.2010 08:51:06
0
1344824
Zitat von Markus S. Beitrag anzeigen

mal eine kleine Frage zur Projektierung einer Wärmepumpe. Mir geht es um die ermittlung des Stromverbrauchs. Meine Wärmepumpe (Luft / Wasser) hat eine Leistungszahl von 3,4.
Gibt es hier eine Formel ähnlich der über Vollbenutzungsstunden oder auch der des Jahresbrennstoffbedarfs?


Nun mal konstruktiv:

Der Gaskessel sollte nicht zu- sondern es sollte auf ihn umschalten. Unter -4° wird die AZ der WP wohl grottenschlecht sein. Da wird Gas billiger.

Nun solltest du im Internet (oder hier im Forum) nach Informationsquellen suchen, wie die Heizarbeitsverteilung bezogen auf die Außentemperaturen ist. Also ungefähr so: "unter -4° werden 62 % der jährlichen Heizarbeit benötigt". (die 62 ist aus der Luft gegriffen!).

Dann nimmst du deinen Jahresenergiebedarf. Wenn du langjährige Verbrauchswerte hast, sind die eine gute Basis. Beispiel: 30000 kWh Gas. Davon kannst du ein paar % abziehen wegen Wirkungsgrad - nehmen wir mal 10 % ergibt 27000 kWh.
Von den 27000 dann 38 % (was die WP macht) sind 10260 kWh.
Das dann geteilt durch die JAZ. 2,5 sollten machbar sein, 3,0 wären wohl optimistisch.
Bei 2,75 kämen 3730 kWh elektrische Arbeit raus.

Dazu kommen die 62 % (achtung: Beispielwert!) Rest, die das Gas leisten muss, also 18600 kWh.

Wenn du die Kosten der o.g. elektrische Arbeit und den Restgasverbrauch zusamenzählst hast du einen Näherungswert, was die Energie pro Jahr kosten wird.

Das dann von den bisherigen Kosten abgezogen führt dann zum Ergebnis...

...dass das Thema LWP sich ökonomisch wohl nicht rechnen wird.

Gruß
Manfred

P.S.: WW-Bereitung habe ich oben bewusst ignoriert. Ist evtl. noch zu berücksichtigen...