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Haustechnikforum
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Heizung steht auf null, Wärmezähler zählten weiter
Verfasser:
sonnenlilie
Zeit: 24.06.2010 21:22:22
0
1378423
Ich wohne in einem 3 Familienhaus im Erdgeschoss.
Im Heizungsraum ist eine Gastherme und ein Verteiler mit 3 Wärmezählern für 3 Mietparteien.
Die Wärmezähler zählen einen Verbrauch, obwohl die Heizungsregler von allen Mietparteien abgestellt sind.
Ich habe den Verbrauch in den letzten Tagen dokumentiert.
Mir ist aufgefallen, dass der Wärmezähler im Erdgeschoss den größten Verbrauch zählt.
Im OG etwas weniger und der Wärmezähler im DG zählt am wenigsten Verbrauch.
Ich möchte gerne zwei Fragen beantwortet bekommen.
Warum zählt der Wärmezähler im EG den höchsten Verbrauch und je weiter der Strang vom Verteiler weg ist, den geringsten Verbrauch?
Warum wird trotzdem ein Verbrauch angezeigt, obwohl alle Heizungkörper kalt sind.

Vielen Dank für die Aufklärung.
Mit freundlichen Grüßen
Dietmar
Verfasser:
derdahm
Zeit: 25.06.2010 08:30:01
0
1378535
Hallo Dietmar,

also, ein Wärmemengenzähler zählt nicht die Kilowattstunden sondern die Kubikmeter Wasser die durch ein Rohrfließen und errechnet dann aus dem Temperaturunterschied zwischen Vor- und Rücklauftemperatur die Wärmenege die befördert worden ist.

Es ist also im Grunde gennommen ein Wasserzähler mit Rechenfunktion.

Wenn also nicht geheizt wird, sollten die Pumpen auch aus sein, dann Zählt der WMZ auch nichts mehr.

Nun zum Problem unterschiedlicher Messungen:

Jeder Strang hat eine andere Länge und vieleicht auch ein andere Größe (Durchmesser) und somit einen anderen Fließwiederstand und wenn die Stränge nicht hydraulisch abgeglichen sind, wo von ich ausgehe, dann fließt das Wasser in unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch und somit läuft der eine Zähler schneller als der Andere und zählt dem entsprechend mehr oder weniger.

Lösung: Anlage hydraulisch berechnen lassen, wenn keine Berechnung vorliegt (sollte eigentlich bei den technischen Unterlagen der Heizungs sein) und dann alle Heizkörper oder bei Fussbodenheizung alle Heizkreise hydraulisch einstellen und in die Stränge jeweils Strangregulierventile einbauen und einmessen, dann bekommt jeder die Menge Wasser die er benötigt und die Zähler messen auch nur noch diese Menge und nicht irgent etwas.

Die Berechnung sollte jeder Installateur beherschen oder man fragt einen zugelassenen Energieberater, der kann das auch.

Ich hoffe ich habe geholfen

gruß derdahm
Verfasser:
psy.35i
Zeit: 25.06.2010 11:56:09
0
1378585
Sinnvoll wäre die Heizung auf Sommerbetrieb zu stellen.
Verfasser:
egal1
Zeit: 25.06.2010 12:08:47
0
1378590
Zitat von sonnenlilie Beitrag anzeigen
Ich wohne in einem 3 Familienhaus im Erdgeschoss.
Im Heizungsraum ist eine Gastherme und ein Verteiler mit 3 Wärmezählern für 3 Mietparteien.
Die Wärmezähler zählen einen Verbrauch, obwohl die Heizungsregler von allen Mietparteien abgestellt sind.
Ich habe den Verbrauch in den letzten Tagen dokumentiert.
Mir ist aufgefallen, dass der Wärmezähler im Erdgeschoss den größten Verbrauch zählt.
Im OG etwas weniger und der Wärmezähler im DG zählt am wenigsten Verbrauch.
Ich möchte gerne zwei Fragen beantwortet bekommen.
Warum zählt der Wärmezähler im EG den höchsten Verbrauch und je weiter der Strang vom Verteiler weg ist, den geringsten Verbrauch?
Warum wird trotzdem ein Verbrauch angezeigt, obwohl alle Heizungkörper kalt sind.

Vielen Dank für die Aufklärung.
Mit freundlichen Grüßen
Dietmar

1. Möglichkeit:
Einrohrheizung verbaut. Da wird immer, wenn die Heizkreispumpe läuft warmes Wasser durch die Rohre gepumpt. Da damit natürlich auch die Wohnungen geheizt werden, ist das abrechnungstechnisch völlig in Ordnung.
2. Ein Thermostat schließt nicht richtig, ansonsten ist der Durchfluss null und der Wärmezähler kann nichts zählen.

Da hier offensichtlich die Heizgrenze nicht stimmt (wenn keiner mehr Wärme braucht, soll auch die Heizkreispumpe aus sein) solltet ihr mal mit der Hausverwaltung sprechen.
Verfasser:
psy.35i
Zeit: 25.06.2010 12:12:07
0
1378596
Oder die Pumpe drückt ein Ventil auf.
Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 25.06.2010 16:31:38
0
1378681
Umwälzpumpe aus und schon hat sich der Spuk.
Ein Schwerkraftventil wird ja eingebaut sein, wenn moderne Wärmemengenzähler schon drin sind. Das das von der Schwerkraft aufgedrückt wird, ist unwahrscheinlich.

Das Ganze ist der Nachteil bei MFH mit der Aussenthermostatregelung.
Bei einem EFH lasse ich die Umwälzpumpe grundsätzlich vom Innenthermostat einschalten und die Vorlauftemp. vom Aussenthermostat regeln. Aber das geht bei MFH nicht, weil die Mietparteien unterschiedliche Wärmebedürfnisse haben.

Wenn die Heizungsregelung ein - ausschalten der U-Pumpe nicht einfach zu handhaben zulässt, dann vom Heizungsbauer einen Schalter vor der Pumpe einbauen lassen (mit Kontrolleuchte, damit man weiss, ob in Betrieb oder nicht)
Verfasser:
sonnenlilie
Zeit: 25.06.2010 18:50:32
0
1378723
Vielen Dank für ihre Antworten, ich habe mich sehr gefreut.
Ich weiß nicht, ob meine Ergänzung hier richtig ist.
Ich versuch es einfach einmal.

Ich und 2 weitere Mietparteien haben die Heiz- und Betriebskostenabrechnung erhalten.
Im Energieverbrauch handeln wir sparsam.

Ich wohne im EG, habe die kleinste Wohnung (82 qm) bin alleinstehend und habe den höchsten Energieverbrauch und die höchste Heizkostenrechnung erhalten.
Ich war im Winter 09 zwei Monate in Afrika.

In der Wohnung im OG (103 qm) wohnen 4 Pers.
In der DG Wohnung (97 qm) wohnen 4 Pers.

Aufteilungsschlüssel für Heizkostenabrechnung VK 60% / GK 40%

Und jetzt kommt der Clou.
Alle 3 Wärmezähler von ista Typ WMI sind seit 1990 ungeeicht.
Die Messfühler sind nicht verplombt und können rausgezogen werden.
(Niemand hat beschummelt).

Im EG und DG sind je 2 Kalt- und Warmwasserzähler (ungeeicht seit 1990)
Die OG Wohnung ist mit keinem Zähler ausgestattet.
Alle Mietparteinen sind im Jahr 2008 eingezogen, davor war Leerstand.

Das Warmwasser wurde wie Kaltwasser berechnet, obwohl Warmwasseraufbereitung auch Energie benötigt.

Der gesamte Jahresverbrauch Gas sind für die Heizkosten umgerechnet worden.
Dieser Heizkosten- und Betriebskostenrechnung ist zu widersprechen.
Wie kann ich (und meine Mitmieter) am besten argumentieren?
Verfasser:
Hahneko
Zeit: 28.06.2010 09:19:39
0
1379566
sonnenlilie,

was soll man dazu sagen? Ich gehe mal davon aus, daß die Abrechnung nicht von einem externen Dienstleister vorgenommen wurde. Wenn das der Vermieter/Besitzer aber schon selbst macht, dann sollte er etwas mehr Ahnung haben bzw. jetzt richtige Argumente gelten lassen.
Die WW-Bereitung muß von den Heizkosten abgezogen und separat berechnet werden. 4 Personen verbrauchen natürlich mehr WW als eine. Die OG-Wohnung muß mit Wasserzähler nachgerüstet werden. So eine Uhr kostet gerade mal ca. 20 Euro (plus Einbau).
Eine Heizkostenverteilung mit 40% nach Wohnungsgröße ist zulässig, dürfen 30-50% sein. Ein sparsamer Heizer kommt aber bei 30% Fixverteilung besser weg als bei 50.
Wer auch immer Abrechnung vorgenommen hat, sie hat extreme Mängel (von den nicht geeichten Messgeräte abgesehen), und der Abrechner hat bei einer Klage wohl keine Chance. Die anderen Mieter werden von einer neuen Abrechnung allerdings nichts wissen wollen.
Um welchen Betrag geht es denn (Gesamtbetrag der Heizkosten)?
Die Vergangenheit läßt sich mangels Wasseruhren nicht mehr exakt nachvollziehen, da ist grobes Schätzen angesagt. Aber für die Zukunft könnte es dann schon besser laufen.

Hahneko
Verfasser:
sonnenlilie
Zeit: 28.06.2010 20:43:51
0
1379813
Hallo Hahneko,

Danke für ihre Antwort und ihre Bestätigung der fehlerhaften Abrechnungen.
Die Abrechnungen hat ein Hausverwalter, den wir nicht kennen und der mit dem Haus nichts zu tun hatte, getätigt.

Frage: die Zähler sind 20 Jahre ungeeicht, können die Messzahlen für die Abrechnungen benutzt werden?

Der Hausverwalter hat den Jahresverbrauch der Energiekosten (Gas) in Höhe von 3785.- Euro auf die Messzahlen der ungeeichten Wärmezähler der 3 Mietpateien umgerechnet und uns als Heizkostenabrechnung präsentiert.
In den Heizkostenabrechnungen ist der Preis je Anteil an den Gesamtkosten nicht aufgeführt worden.
Ich weiß nicht, was eine Einheit kostet.

Bei näherem recherchieren ist mir aufgefallen, dass der Hausverwalter die Jahresabrechnungen 2008 für Wasser/Abwasser, Grundsteuer und die Sach- und Haftpflichtversicherungen für das ganze Verbrauchsjahr auf die Mieter umgelegt hat, obwohl das Haus im Jahr 2008 mehrere Monate leer stand.

Vielen Dank für die Antworten,
Dietmar
Verfasser:
Peter Steinmetz
Zeit: 28.06.2010 22:17:40
0
1379862
Falls die Wärmemengenzähler länger als 5 jahre ungeeicht sind, ist die Abrechnung nicht fällig und der hauseigentümer (oder das von ihm beauftragte fachunternehmen) kann verklagt werden wegen falscher Abrechnung. Er wird dann wohl 15% der heizkosten übernehmenen müssen und die Abrechnung wird einmalig pro m² neu abgerechnet. Aber das ist sofort einzuklagen.

Ein Wärmezähler zählt das Produkt Volumen mal Temperaturdifferenz. Wenn die heizung aus ist und die temperaturdifferenzen in den Rohren abgeklungen sind, zählt auch ein WMZ bei laufender Pumpe NULL,es sei denn, er ist defekt.
gruß Peter
Verfasser:
Hahneko
Zeit: 29.06.2010 09:39:36
0
1379945
Zitat von Peter Steinmetz Beitrag anzeigen


Ein Wärmezähler zählt das Produkt Volumen mal Temperaturdifferenz. Wenn die heizung aus ist und die temperaturdifferenzen in den Rohren abgeklungen sind, zählt auch ein WMZ bei laufender Pumpe NULL,es sei denn, er ist defekt.


So ist es!
Dennoch bevorzuge ich ein grundsätzliches Abschalten der Heizung, wenn sie nicht gebraucht wird.

sonnenlilie,

wegen fehlender Wasseruhren und offenbar defekter WMZ ist ein exakte Abrechnung im Nachhinein nicht mehr möglich. Da hilft auch kein Rechtsstreit. Es sollte einvernehmlich ein halbwegs vernünftiger Kompromiss angestrebt werden.

Mein Vorschlag:
Gesamtwasserverbrauch minus 4 Zähler EG + DG = Wasserverbrauch OG.
Davon sind ca. 40% Warmwasser.
Gesamt-WW-Verbrauch x 12 Nm3 Gas = Anteiliger Gasverbrauch für WW, dieser wird vorab den Wohnungen zugeordnet.
Rest-Gasverbrauch = Heizung. Wegen der defekten Zähler Verteilung komplett nach Wohnungsgröße.
Das ist bestimmt nicht absolut richtig, aber wegen vielleicht 50 Euro wurde ich es nicht auf eine Klage ankommen lassen.

Für die Zukunft: WMZ erneuern, Wasserzähler in die dritte Wohnung, Hausverwalter mit den Vorschriften vertraut machen oder jemand anderem die Abrechnung übertragen.
Kosten (Versicherung, Grundsteuer usw), die während eines Leerstands angefallen sind, dürfen natürlich nicht den Mietern belastet werden. Die hat der Hausbesitzer ganz alleine zu tragen.

Hahneko
Verfasser:
sonnenlilie
Zeit: 30.06.2010 07:00:06
0
1380378
Hallo an Alle

die mir geantwortet haben und mir nützliche und verwertbare Tipps gegeben haben, ich danke euch und es ist wunderbar das es dieses Forum gibt.
Männer, weiter so.
Oder, haben sich auch Frauen in diesen Berufen emanzipiert?

Nochmals vielen, vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen und mercy,

Dietmar
Verfasser:
Hahneko
Zeit: 30.06.2010 08:38:25
0
1380408
Bitte später um Rückmeldung, wie die Angelegenheit ausgegangen ist.
Viel Glück!

Hahneko