| | | | Zeit:
23.07.2010 21:59:05 |
Hallo, vielleicht sollten wir Handwerker uns auch zusammenschließen und den ganzen Tschibo-Kaffee aufkaufen und billig verkaufen. Solar und Energieausweis macht jetzt Tschibo, Eon ... Immer wieder muss ich feststellen das Fachkräfte in Deutschland wenig Chancen haben - die meisten haben den Erfolg in einer ganz anderen Branche - wahrscheinlich, weil sie in der anderen die ganzen 1000er Vorschriften nicht kennen und auch nicht danach fragen. MfG
|
| | Zeit:
23.07.2010 22:52:28 |
Zitat von Veco aus VS  Ist es nicht so, das man jetzt nur noch ein Bedarfsausweis ausstellen lassen kann? War nicht die rede davon, das man Verbrauchspässe nur bis Ende 2008 oder 2009 ausstellen lassen kann?
... zum heutigen mit Strom-mix-faktor 2,7 Dies gilt im Einzelnen: Welcher Ausweis verwendet werden kann, richtet sich nach der Art und der Größe, dem Baujahr und der energetischen Qualität des Gebäudes. Es gelten folgende Regelungen für Wohngebäude: * Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die auf der Grundlage der Wärmeschutzverordnung 1977 oder später errichtet wurden, besteht unbefristet Wahlfreiheit zwischen bedarfs- und verbrauchsorientiertem Ausweis. * Für Wohngebäude mit mehr als vier Wohneinheitengilt besteht unabhängig vom Baujahr ebenfalls Wahlfreiheit. * Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor Geltung der Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet worden sind, ist der bedarfsorientierte Energieausweis zu verwenden. Eine Ausnahme gilt für Wohngebäude aus dieser Zeit, die entweder schon bei der Baufertigstellung den energetischen Stand der Wärmeschutzverordnung von 1977 aufgewiesen haben oder durch Modernisierungsmaßnahmen auf diesen Stand gebracht worden sind. In diesen Fällen besteht ebenfalls Wahlfreiheit. Seit einiger Zeit gilt übrigens beim Strom der Faktor 2,6. Mit steigendem Anteil regenerativ erzeugten Stroms wird der Faktor weiter sinken. Nicht nur KfW, BAFA etc. ändern ständig Ihre Bezeichnungen/Bedingungen. Da schwirrt selbst dem Profi manchmal der Kopf. Man hat sich ja sonst nichts zu merken :-) nur noch die geänderten DIN-Normen/VOB/HOAI/Richtlinien etc. Mehr fällt mir im Moment "leider" nicht ein. ;-) Gruss Frank F.
|
| | Zeit:
04.08.2010 15:47:11 |
Zitat von RoBIM  Zitat von crax  Weder EnEV noch KfW Subventionen haben die Wirtschaftlichkeit des Bauherren vordergründig im Fokus. So ist es. Weder der Gesetzgeber (EnEV) noch der Kreditgeber (KfW) hat(te) diese Intention. Hier geht es "primär" umd die Einsparung von Energieträgern und die Vermeidung von unnötigen CO2-Ausstößen. Das man mit einem anständig gedämmten Haus und/oder einer effizienten Heiztechnik auch Geld sparen kann, ist ein netter "Nebeneffekt" (der aber i.A. die "Hauptantriebsquelle" zum Nach-/Umdenken darstellt). Gruss Frank F. Naja, auch die Herstellung von Dämmstoffen (EPS, XPS, Mineralwolle) verursacht CO2 Emissionen. Mir ist da eine Untersuchung der KTH Stockholm bekannt. Da wurden die CO2 Emissionen von Dämmstoffen und deren Wärmeleitfähigkeit (die ja auch für den Wärmedurchlaßwiderstand ausschlaggebend ist) untersucht. Bei einem Dämmstoff mit einer höheren Wärmeleitzahl wird man dann auch eine größere Dicke brauchen um auf den selben Wärmedurchlaßwiderstand zu kommen. Zellulose hat insgesamt ca. gleich gut abgeschnitten wie Mineralwolle, obwohl es eine höhere Wärmeleitzahl hat. Außerdem dürfte es wohl auch um die Energieunabhängigkeit gehen. Man erinnere sich als Rußland den Gashahn zugedreht hat. Das ist auch eine Motivation Energie zu sparen.
|
| | Zeit:
04.08.2010 19:46:44 |
| |
| | Zeit:
04.08.2010 19:48:05 |
| |
| | Zeit:
04.08.2010 19:52:31 |
Zitat von OldBo  ? Abba Bruno, kapierste net!? "Künstliche" Dämmung kostet Energie und verursacht CO²! Er will lieber mit Zellulose (gibt auch Hanf, etc...) dämmen, was somit fossile Energie und CO² spart! :O) ...als Pflänzchen hat man´s gleich kapiert, gelle! :O)
|
| | Zeit:
04.08.2010 20:05:36 |
Man kann auch noch die nicht CO 2 neutrale Atemluft bei der Verarbeitung der Dämmung mit einrechnen.
bst regards
|
| | Zeit:
04.08.2010 20:11:33 |
| |
| | Zeit:
04.08.2010 20:17:37 |
Na, man kann auch mit kurzen Beiträgen Antworten bekommen. Also warum so lange Texte? :>))
|
| | Zeit:
04.08.2010 20:29:03 |
Zitat von Husmann  Man kann auch noch die nicht CO 2 neutrale Atemluft bei der Verarbeitung der Dämmung mit einrechnen.
bst regards Naja, das würde sich nur bei Rauchern auswirken! :O) Auch wenn man Hanf raucht! :O)
|
| | Zeit:
04.08.2010 20:30:43 |
Wieso ist die Atemluft nicht CO2-neutral? Machst Du eine Erdöldiät?
Hanfmatten sind klasse, weil sie nicht jucken und schwerer als Mineralwolle sind, d.h. mehr Schall absorbieren und mehr thermische Masse bieten. Ich habe die letztens zum ersten Mal in einer Trockenbauwand verarbeitet und war begeistert.
Ich finde es gut, wenn sowas Sinnloses wie der Energie-Check von Tschibo wenigstens sehr billig angeboten wird.
Die detaillierte Analyse und Bewertung der Konstruktion eines Gebäudes ist sinnvoll und kostet richtig Arbeit, aber leider geht es beim Ausweis nicht darum. Eine sinnvolle Analyse zeigt auch auf, wo Unsicherheiten bestehen.
Michael
|
| | Zeit:
04.08.2010 21:05:27 |
Zitat von OldBo  Na, man kann auch mit kurzen Beiträgen Antworten bekommen. Also warum so lange Texte? :>)) Nun die Sache war die: Auch bei der Produktion von Dämmstoffen fällt CO2 an. dabei fällt z.B. bei EPS mehr an wie beispielsweise bei Zellulose. Wenn man aber einen bestimmten Wärmedurchlasswiderstand mit der Dämmung erreichen will muß man eine bestimmte Menge davon nehmen (Dicke hängt ja von der Wärmeleitzahl ab) und bei Materialien mit schlechterer Wärmeleitzahl muß man wieder mengenmässig mehr produzieren. Da aber beispielsweise bei der Produktion von Zellulosedämmung weniger CO2 anfällt als beispielsweise bei der von Mineralwolle ist Zellulose aus dieser Sicht nicht schlecht dran. Man kann dann die Dämmstoffe danach beurteilen wie CO2 freundlich sie sind.
|
| | Zeit:
04.08.2010 21:09:47 |
Zitat von meStefan  Auch wenn man Hanf raucht!
Das erklärt natürlich die Verniedlichungen - Du bist drauf... Hanf ist weder im SHK-Bereich, noch im echten Leben ein Allheilmittel...
|
| | Zeit:
04.08.2010 22:37:17 |
Zitat von pflanze 132  Hanf ist weder im SHK-Bereich, noch im echten Leben ein Allheilmittel... Aber es macht schön dicht! :O)
|
| | Zeit:
05.08.2010 08:11:09 |
Damit es nicht bei eurem "Grasgeflüster" stehen bleibt können wir zur Kernfrage zurück.
Die hat alledings absolut nichts mit der Herstellungs-CO² Bilanz der Dämmstoffe zu tun. Das liegt am nonsense der EnEV.
Wobei es zur allgemein verbreiteten Volksverblödung gehört, zu verbreiten, man könne mit Hanf oder Schafwolle gut dämmen und diese hätten dann eine bessere CO² Bilanz.
Wer mit Naturfasern oder gar Kork operiert muss die natürliche "Verschmutzung" dieser organischen Stoffe erstmal beseitigen. Kork z.B. ist Rinden-Schrott der schon kurz nach der "Ernte" auf Komposthaufen ähnlichen Halden vor sich hin schimmelt und gammelt.
Organische Naturfasern haben den gleichen Nachteil wie anorganische Mineralfasern. Sie leben und sterben in der Dämmfunktion mit ihrer Kapilarwirkung und erreichen einen Winter--Sommer Mittelwert nur über die eingeschlossene Luft.
Wer hier von Herstellungs CO² Bilanzen faselt, muss also die Herstellung und Verarbeitung der Dampfbrems- und Dampfsperrfolien samt den Elastomerklebern und Dichtbändern plus ihren Kosten mit im Auge behalten. Dann kostet der m² Isover oder Rockwool plötzlich das 2 bis 3fache und die Gesamtbilanz bleibt doch immer schlechter als bei EPS oder EPE.
Gruß JoRy
|
| | Zeit:
05.08.2010 09:30:14 |
Ich glaube ja, und so ist meine Erfahrung das bald der Ausspruch gilt "frieren für die Co2 Billanz"
Es war im letzten Winter nicht selten das die neuen Bauherren Ihre Hütte nicht mehr warm bekommen haben.
Das ist der Trend der die Gerichte diesen Sommer zur Arbeit ruft.
Woran erkennt man einen Eigenheimbesitzer?
An der tropfenden Nase
best regards
|
| | Zeit:
23.09.2010 11:31:46 |
Zitat von JoRy  Wer hier von Herstellungs CO² Bilanzen faselt, muss also die Herstellung und Verarbeitung der Dampfbrems- und Dampfsperrfolien samt den Elastomerklebern und Dichtbändern plus ihren Kosten mit im Auge behalten. Dann kostet der m² Isover oder Rockwool plötzlich das 2 bis 3fache und die Gesamtbilanz bleibt doch immer schlechter als bei EPS oder EPE. Seit wann kann kann bei Verwendung von Polystyrolen auf eine Dampfbremse und die entsprechenden Klebebäder etc. im Dach verzichtet werden? Polystyrole sollte man im Dach nicht verwenden (Thema Schallschutz) und sie sind auch verarbeitungstechnisch nicht zu empfehlen (Thema lückenlose Dämmebene und Zeitfaktor). Nicht nur im Altbaubereich sind sind Sparrenverläufe selten parallel zueinander. Man sollte sich ein wenig mehr in die Tiefe der Materie begeben, um z.B. die energetische Auswirkung der Wärmebrücken von nicht vollständig gedämmten Bereichen erkennen zu können. Die in früheren Zeiten unfachmännisch ausgeführten Dachdämmungen mit heute ausgeführten Dämmungen auf eine Stufe zu Stellen, entbehrt jeglicher sachlichen/fachlichen Grundlage (Thema mögliche Durchfeuchtung). Wer sich für Primärenergiebilanzen interessiert kann hier z.B. etwas darüber nachlesen. Die von @JoRy genannten Multiplikatoren haben mit realen Werten nichts gemein. Genau das Gegenteil ist der Fall. EPS schneiden primärenergetisch gesehen schlechter ab. Mineralfasern und Zellulose liegen weit vorne. Zitat von der Seite: Hier schneiden Wärmedämmstoffe aus Zellulose besonders günstig ab, allerdings dicht gefolgt von herkömmlicher Mineralfaserdämmung.Es ist nie zu spät, sich von Vorurteilen zu befreien. In Einem hat er aber vollkommen Recht, Kork ist in primärenergetischer Hinsicht wohl das Schlechteste, was man verwenden kann. Gruss Frank F. P.S.: Zur Behauptung eine Mineralfaserdämmung würde das 2 bis 3-fache von EPS kosten. Bitte um Quellenangabe, wo man für 2,66 Euro/m² bzw. 3,99 Euro/m² 200 mm EPS-Platten einkaufen kann. Werde dann über die Anmietung einer Lagerhalle nachdenken ...
|
| | Zeit:
30.01.2011 11:38:08 |
Nochmal zum eigentlichen Thema: Tchibo macht hier genau dasselbe wie EnBW und Konsorten: sie locken die Leute mit vermeintlichen Billigangeboten und überreden Sie dann, doch lieber gleich eine Vorort-Komplettberatung durchführen zu lassen. Eine Vorortberatung mach ich incl. BAFA-Bericht mit Hotte bei einem Standardgebäude ohne komplizierte Anbauten und bauphysikalischen Problemzonen auch für den Preis von ca 800€! Diese Trikserei wurde ermöglicht,bzw.war von mir zu erwarten,da EnBW auf meine Frage bei der CEP geantwortet hat, daß sie das dank der vereinfachten Rechenregeln der sog.Väter des E-Ausweises wie Prof.Hauser könnten.Dieser Herr ist wohl neben seiner Professur an mehereren UNIS,sowie Leiter von Fraunhofer-Instituten auf "Spenden" solcher Konzerne angewiesen, um zu überleben! Im Gegensatz dazu verlangt die BAFA von Energieberatern Unabhängihkeit von jedem Gewerk und Energielieferanten! Da ich zuhause "nur"Cappucino oder Espresso trinke, bin ich sowieso kein typischer Tchibo-Kunde! Wie Tchibo allerdings diesen Gaspreis schafft bei co2-neutraler Kompenstion-Respekt! Möglicherweise wird der CO2-Verbrauch der Kaffebäume gegengerechnet! MfG heizerhermann
|