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Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 25 von 29]erste <12>letzte 
Verbesserung der Effizienz einer Proxon Luft-Luft-Wärmepumpe
Verfasser:
Jan264
Zeit: 02.12.2010 14:21:56
0
1448951
Hallo zusammen,

ich habe ein WeberHaus Bj2005, das mit einer Proxon 525 VPC Luft-Luft-Wärmepumpe beheitzt wird.

Mein Haus hat ca. 160m² zu beheizende Fläche. Die Heizkosten von ca. 15.000 kw/h (einschließlich 6 Festmeter Holz, die ich mit gerade mal 4000 kw/h angesetzt habe)sind entscheident zu hoch (lt. Wärmebedarfsberechnung ca. 6.300 kw/h). ...Die Versprechungen aus Wärmebedarfsberechnungen etc. wurden nicht mal ansatzweise erreicht. Zumindest aber schaffts irgendwie die "Stromheizung" eine Wärme im Haus von 20 bis 22 Grad zu erreichen. ...Ein Lxus, der wohl nicht jeder hat, der eine Proxon Anlage besitzt :) Die flächenspezifische Heizlast beträgt 51 W/m² und den Luftwechsel lasse ich auf LS I (67%) laufen, so habe ich immer noch einen Luftwechsel von 0,6 h-1. Zum Glück stimmt zumindest die Qualtität des Hauses bezüglich Ausführung, Dämmung und Luftdichtigkeit. (blow-door-test Ergebnis liegt unter 1,0)

Nun versuche ich die Heizung effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Konkret überlege ich mir einen Gasanschluss ins Haus legen zu lassen, eine Gastherme anzuschließen, so dass ich über einen Wasserspeicher eine Vorlauftemperatur von vielleicht 70 Grad erreiche und diese Energie nutze, um die Heizregister, die Massenhaft in der Lüftungsanlage verteilt sind auszutauschen oder neue unterzubringen.

Hat jemand von euch bereits ähnliches gemacht? oder Erfahrungen dies bezüglich? ...oder Alternativvorschläge? Welcher Luftvolumenstrom wird benötigt, damit ich die Wärme überhaupt effizient nutezn kann, nicht dass ich 8 kw reinstecke und nur 2 kw rausbekomme?

Ich habe auch gelesen, dass es die Proxon Modelle 630 VPC und 840 VPC geben soll. Kennt jemand diese Modelle? Bringen angeblich bis 6 kw, nur ob die Lüftungsleitungen etc. ausreichen ist vermutlich fraglich.

Schönen Gruß
Jan

P.S. Wenn ihr ähnliche Erlebnisse mit einer Proxon Anlage mit oder ohne die Fa. WeberHaus habt, könnt ihr mir diese gerne zumailen an langej@gmx.de
Verfasser:
R.B.
Zeit: 02.12.2010 14:49:23
0
1448974
Zitat von Jan264 Beitrag anzeigen
..Die Versprechungen aus Wärmebedarfsberechnungen etc. wurden nicht mal ansatzweise erreicht. [...]


Was wurde wie berechnet?
Reden wir mal wieder von einem EnEV Nachweis?
Oder einer Heizlastermittlung (früher Wärmebedarfsermittlung)?

Das ist doch wieder so eine Lüftungsanlage mit ein bischen WP-feeling, aber keine richtige WP.

Die 15.000kWh sind natürlich jenseits von gut und böse, und bestärken den Verdacht, dass hier wieder eine quasi-E-Direktheizung ihren Dienst versieht.

Gruß
Ralf
Verfasser:
Jan264
Zeit: 05.12.2010 16:24:33
0
1451150
Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
Zitat von Jan264 Beitrag anzeigen
[...]


Was wurde wie berechnet?
Reden wir mal wieder von einem EnEV Nachweis?
Oder einer Heizlastermittlung (früher Wärmebedarfsermittlung)?

Das ist doch wieder so eine Lüftungsanlage mit ein bischen WP-feeling, aber keine richtige WP.

Die 15.000kWh sind[...]


Hallo,

mein Haus wurde 2005 errichtet. Über einen Energienachweis verfüge ich nicht. Nach eigenen Berechnungen liege ich etwa bei 36 kw/h pro m². Ich habe sehr vieles, vor allem im Kellerbereich nachträglich gedämmt - von innen sowie außen.

Aber genau das ist der Puntk, ich habe einer dieser E-Heizungen. Zur Veranschaulichung. Gestern waren -4 Grad Außentemperatur, im Wohnbereich schaffte es die Wärmepumpe mit Heizregister von ca. 2,5 kw/h nicht den Wohnraum von ca 50 m² zu erwärmen. Nach einer Stunde blieb die Heizung bei 21,5 Grad stehen und schaffte keine Höhere Temperatur. Dann schaltete ich das "Ding" aus und nahm einen 2 kw/h starken Heizlüfter den ich preisgünstig im ALDI erworben hatte. Dieser schaffte dann innerhalb einer halben Stunde diesen Raum von 21,1 Grad auf 21,9 Grad zu erwärmen, noch eine halbe Stunde später betrug die Temperatur 23 Grad. Der Heizlüfter stand zudem in der anderen Ecke des Raumes zum Thermostat.

Die Wärme von der Wärmepumpe kommt in den Räumen nicht an, Luft ist eben ein sehr schlechter Wärmeträger.

Gibt es ähnliche Erfahrungen? oder habt ihr Abhilfe schaffen können?
Verfasser:
Jan264
Zeit: 05.12.2010 16:29:00
0
1451152
Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
Zitat von Jan264 Beitrag anzeigen
[...]


Was wurde wie berechnet?
Reden wir mal wieder von einem EnEV Nachweis?
Oder einer Heizlastermittlung (früher Wärmebedarfsermittlung)?

Das ist doch wieder so eine Lüftungsanlage mit ein bischen WP-feeling, aber keine richtige WP.

Die 15.000kWh sind[...]


...noch eine traurige Anmerkung, die einem sogar etwas schmunzeln läst. Ich habe einen großen Wohnbereich mit Wohn- Essküche und offene Wohnzimmer. Mein Backofen läuft gerade bei 200 Grad, etwa 10 Minuten. Das reichte schon aus, damit die Temperatur im Raum von 21,6 auf 21,8 Grad stieg. (Der Thermostat ist etwa 5 Meter vom Backofen entfernt - ganz andere Richtung)

Naja, also heizt euer Haus mit einem Backofen von Siemens, ist besser als eine Wärmepumpe von Proxon :)
Verfasser:
roro
Zeit: 05.12.2010 17:55:47
0
1451202
Die einzige Verbesserung bei dieser Art der Heizung, die an sich nur eine Abluft-WP mit elektrischer Nachheizung ist, ist sie zu entfernen und durch eine "richtige" Heizung zu ersetzen. Mehr als 1,5-2 kW Heizlast kann diese nicht abdecken, alles andere musst Du entweder elektrisch oder mit dem Ofen nachheizen.

Und bitte die Einheit der Energie ist kWh nicht kW/h


Proxon Modelle 630 VPC: Verdichteraufnahmeleistung ca. 600 W. Selbst wenn du eine COP von 4 erreichst sind das nur 2,4 kW von der 840 habe ich keine Daten gefunden, wird aber nicht besser sein.

Mit einer Abluftwärmepumpe ist nicht viel mehr erreichbar (Ich habe hier im Forum nur noch von einer Comfort Zone C50/C65 gelesen, die durch extreme Abkühlung bis zu 6 kW erreichen sollte).
Verfasser:
roro
Zeit: 05.12.2010 17:59:20
0
1451205
Die flächenspezifische Heizlast beträgt 51 W/m²

Das ist aber ein recht schlechter Wert, ich selbst 2005 gebaut und einen Wert von 30W/qm. Wie sehen Deine U-Werte aus, den sonderlich gut kann da Deine Dämmung nicht sein.
Verfasser:
Jan264
Zeit: 06.12.2010 10:26:27
0
1451452
Zitat von roro Beitrag anzeigen
Die flächenspezifische Heizlast beträgt 51 W/m²

Das ist aber ein recht schlechter Wert, ich selbst 2005 gebaut und einen Wert von 30W/qm. Wie sehen Deine U-Werte aus, den sonderlich gut kann da Deine Dämmung nicht sein.


Die Dämmung hat einen U-Wert von 0,21, die Fenster von 1,1. Mein Keller ist mit 9cm Styrodur zum Boden gedämmt und die Kellerwände außen haben 6cm und innen 6cm Dämmwolle. Das Dach ist mit 23 cm Dämmwolle gedämmt. Ich denke, dass passt eingentlich. Die Berechnung ist teils Müll. Diese hatten einen Wert für die Fenster von 1,7 und für die Außenwand von 0,3 angenommen. Den Keller hatten sie sogar mit nur 7 cm Styropor angenommen. ...ich denke das ist ein großer Angstzuschlag mit dabei. Mein Haus hat 150m² angenommen wurden sogar 178m²...

Ich überlege meinen geliebten Kamin durch eine Pellettsheizung zu ersetzten oder mit eine Klimaanlage mit Inverter anzuschaffen.

Gruß,
Jan
Verfasser:
roro
Zeit: 06.12.2010 10:32:14
0
1451458
Die Berechnung ist teils Müll. Diese hatten einen Wert für die Fenster von 1,7 und für die Außenwand von 0,3 angenommen.

Das ist aber zu den echten Werten ein riesiger Unterschied.

Ich überlege meinen geliebten Kamin durch eine Pellettsheizung zu ersetzten oder mit eine Klimaanlage mit Inverter anzuschaffen.


Kann beides sinnvoll sein. Wie willst Du bei der Pellettsheizung den Wärmetransport lösen. FBH ist ja keine vorhanden, oder?
Verfasser:
Jan264
Zeit: 08.12.2010 09:31:37
0
1452640
Zitat von roro Beitrag anzeigen
Die Berechnung ist teils Müll. Diese hatten einen Wert für die Fenster von 1,7 und für die Außenwand von 0,3 angenommen.

Das ist aber zu den echten Werten ein riesiger Unterschied.

[i]Ich überlege meinen geliebten Kamin durch eine Pellettsheizung zu ersetzten oder[...]


Genau das stimmt. Zum einen liegts teils an der DIN EN 12839 zum anderen an Angstzuschlägen, dass man vielleicht doch nicht so ganz den vertraut was man angibt.

Ich würde mich für eine luftgeführte Pellettsheizung entscheiden. Diese würde schon sehr zentral stehen, so dass ich die Warme Luft ins Treppenhaus sowie in da Obergeschoss leiten kann. Der Volumenstrom liegt bei etwa 200 m³. Der Wert könnte besser sein, 300 m² möchte ich schon haben.

Ansonsten ich habe noch ein weiteres Thema eröffnet wie ich die Leistung und die Leistungsaufnahme bei einer WP berechnen kann. Vielleicht kannst du mal schauen und mit weiterhelfen :)

Schönen Gruß
Jan
Verfasser:
Günther37
Zeit: 18.12.2010 18:49:37
0
1458142
Zitat von Jan264 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

ich habe ein WeberHaus Bj2005, das mit einer Proxon 525 VPC Luft-Luft-Wärmepumpe beheitzt wird.

Mein Haus hat ca. 160m² zu beheizende Fläche. Die Heizkosten von ca. 15.000 kw/h (einschließlich 6 Festmeter Holz, die ich mit gerade mal 4000 kw/h angesetzt[...]

Da gibt es auch noch die "Berliner Luft" Unternehmesgruppe Heizung/Kühlung!
Der Vertriebging über die Firma Doepp GbR.In der Werbung wurde mit "Frischluftheizung" geworben-das stimmt auch.Die zu beheizenden Räume waren ohne die teuere E.-Zusatzheizung tatsächlich imme Frisch.
Abhilfe kommt nach der jetzigen Heizperiode. Es wird eine Sole-Luft WP. installiert.Der Luftkondensator wird unmittelbar der vorhandenen Anlage nachgeschaltet. Die zu installierend WP. ist zum Heizen und Kühlen. Das Haus hat eine Wohn-Nutzfläche von ca. 150 qm.Heizkosten pa. ca 2.000,00€ Günther37

PS: Für diesen "Schrott" haben diese Komiker auch noch den 1. Preis vom MDR "Einfach genial" bekommen.
Verfasser:
Jan264
Zeit: 21.12.2010 09:54:17
0
1459762
Zitat von Günther37 Beitrag anzeigen
Zitat von Jan264 Beitrag anzeigen
[...]

Da gibt es auch noch die "Berliner Luft" Unternehmesgruppe Heizung/Kühlung!
Der Vertriebging über die Firma Doepp GbR.In der Werbung wurde mit "Frischluftheizung" geworben-das stimmt auch.Die zu beheizenden Räume waren ohne die teuere E.-Zusatzheizung tatsächlich imme[...]


Hallo Günther,

heißt dass, du wirst hinter die Proxon Anlage die Luft erwärmen durch Erdwärme? oder wirfst du die komplette Anlage raus?

Schönen Gruß
Jan
Verfasser:
Robert Heyn
Zeit: 09.01.2011 20:43:16
0
1471221
Die Beheizung eines Hauses nur über eine derartige Anlage ist ein konzeptio-neller Fehler. Das sieht man schon daran, dass ihr Einsatzbereich bei -15°C endet. Und wenn´s kälter ist? Pech! Dann legt sich die Wärmepumpe nur noch die Karten, ist mit sich selbst beschäftigt + geht alle 15 min in die Enteisungsfunktion. Für ein Primärheizsystem ist das ein unverzeihlicher Schwachpunkt.
Ich schalte unsere Anlage mittlerweile ab -10°C ab. Im Winter schalte ich sie immer nachts aus.
Reduzierung der Luftmenge durch LS1 67% ist eine gute Maßnahme.
Wie verhält sich denn die Kondensattemperatur bei eingeschalteter Wärmepumpe?
Ich habe meine Anlage so umgebaut, dass die durch den Kondensator nacher-
wärmte Luft hauptsächlich in´s Erdgeschoss in die Wohnräume gelangt. In die Schlaf-, Kinderzimmer im Obergeschoss geht ein Gemisch aus Luft, die hinter dem Wärmetauscher abgegriffen wird, und nacherwärmter Luft. Dadurch steht den Wohnräumen eine erhöhte Wärmemenge zur Verfügung. Das Obergeschoss hat naturgemäß einen geringeren Heizwärmebedarf, weil es von unten mitgeheizt
wird. Viele Besitzer derartiger Anlagen haben sogar das Problem, das es in den Schlafräumen zu warm wird.
Die PTC-Heizelemente sind Mist. Sie erwärmen die ohnehin schon erwärmte Luft noch mehr. Das Aufheizen mit Luft ist aber sehr träge und mit zunehmen-
der Temperatur wird sie immer trockener, was als unangenehm empfunden wird.
Um eine sekundäre Heizquelle kommt man eigentlich nicht umhin. Wenn die Wärmepumpe o. k. ist, würde ich sie auf keinen Fall rausschmeißen und durch ein anderes Heizregister ersetzen. Auch eine WP kann die Gesetze der Physik nicht außer Kraft setzen und Enegie verschwinden lassen. Erreicht der Kondensator Temperaturen im Bereich um 40°C und der Verdampfer um -5°C, dann funktioniert die auch und ist eine regenerative Wärmequelle.
Wenn Dir der Kaminofen nicht reicht, brauchst Du weitere Wärmequellen direkt in den Räumen.Die Anlage ist eigentlich mehr dafür da, dass das Haus wenig Energie verliert, bzw. die Temperatur gehalten wird. Vielleicht auch mal die Heizgewohnheiten überdenken. Müssen im Flur unbedingt 21°C sein? Schlafräume sollten sowieso nicht so warm gehalten werden.
Aber mal nebenbei - Temperaturen über 21°C sind doch wohl auch eher ein Luxusproblem.

Gruß Robbi
Verfasser:
Jan264
Zeit: 12.01.2011 14:41:36
0
1472796
Zitat von Robert Heyn Beitrag anzeigen
Die Beheizung eines Hauses nur über eine derartige Anlage ist ein konzeptio-neller Fehler. Das sieht man schon daran, dass ihr Einsatzbereich bei -15°C endet. Und wenn´s kälter ist? Pech! Dann legt sich die Wärmepumpe nur noch die Karten, ist mit sich selbst beschäftigt + geht alle 15 min in die[...]


Hallo Robert,

durch meinen EWT, komme ich selbst bei -12 Grad noch auf +5 Grad Frischlufttemperatur. Eigentlich würde die Anlage funktionieren, aber das Delta von Frischluft zu Kondenstemperatur beträgt gerade mal 25 Grad - viel zu wenig und wenn ich die Leistung nachrechne komme ich gerade mal auf 2200 Watt - angegeben ist die WP mit 3600 Watt. Mit dieser Leistung wäre ich zufrieden und würde mir ausreichen. Aufgrund meines EWT fällt bei - 5 Grad die Temperatur recht langsam ab in den Räumen ...dies ist allerdings bei + 5 Grad ebenso der Fall - der EWT funktioniert zumindest. Ansonsten sorge ich für Wärme mit einem Inverter - der heizt das Haus auf ca. 22 bis 23 Grad hoch und verbraucht bei ca. - 8 Grad noch unter einer kwh. Aber letzt endlich möchte ich einfach nur haben, dass die angegebene Leistungszahl der WP auch in der Praxis halbwegs erreicht wird. Welche Erfahrung hast du?

..klar sind 21 oder 22 Grad ein Lüftungsproblem, aber fahre ich die Anlage nur mit 20 Grad so ist die Ablufttemperatur bei ca. 18 oder 19 Grad und somit die Wärmerückgewinnung bei nicht mal 50 % - die Anlage macht dann so ziemlich komplett die Grätsche, denn die Kondenstempertur fällt dann nochmal um ca. 5 Grad ab.

Ein Problem das ich habe, dass bei einer Reduzierung des Luftvolumenstroms zwar die Kondenstemperatur entsprechend steigt, eigentlich müsste ich ca. 500 Watt mehr Leistung bekommen - aber die Wärme kommt in den Räumen nicht an - aus den Auslässen kommt immer noch nur ca. 30 bis 32 Grad raus, das merkt man auch dass die Termpatur entsprechend schnell fällt. Das die Wärme in der thermischen Hülle bleibt, ist dabei nur ein schwacher Trost.

Schönen Gruß
Jan
Verfasser:
Stefan_1
Zeit: 12.01.2011 20:27:45
0
1472977
Hallo,


wäre es eventuell eine Möglichkeit einen wassergeführten Pelletofen zu installieren, der dann einen Puffer lädt und über ein Nachheizregister
die Luft zu erwärmen.
Ich weißt nicht ob diese Möglichkeit sehr effizient ist, wäre nur so ein Gedanke.

Gruß Stefan
Verfasser:
Robert Heyn
Zeit: 12.01.2011 21:37:47
0
1473034
Also ehrlich gesagt ist Dein Fall schon etwas mysteriös.
Gut funktionierender Erdwärmetauscher, Kaminofen - hoffentlich im Wohnbereich und mit externer Frischluftzufuhr, ordentlich gedämmtes, luftdichtes Niedrigenergiehaus, anscheinend funktionierende Lüftung mit WRG incl. Luft/Luft-Wärmepumpe und PTC-Heizelementen, zus. Inverter-Klimagerät (wo?) und trotz alldem wird es nicht zügig und mollig warm, bzw. der Energieverbrauch ist astronomisch hoch? Wenn das alles läuft, ist der Energieverbrauch erklärbar, aber Du müsstest eigentlich 80°C in der Bude haben.
Ich würde den Rechenschieber beiseite legen und versuchen, die Lüftungsanlage selber durchzuchecken und evtl. zu verändern bzw. einzustellen. Die Anlage ist ja wahrscheinlich von Fa. Zimmermann und, so wie meine damals, saumäßig eingestellt. Bei Baujahr 2005 ist da wohl über Regress nichts mehr zu machen und ich würde mir auch gut überlegen, ob ich meine Energie in eine juristische Auseinandersetzung oder in die Optimierung meiner Heizung stecke.
Du musst die einzelnen Luftmengen + Temperaturen ermitteln und protokollieren. Dann würde ich die Anlage so einstellen, das die Lufteinträge in die Schlaf/Kinderzimmer reduziert und in die Wohnräume/Küche erhöht wird. Lufteintrag in den Flur stark reduzieren. Der wird eh automatisch durch den Luftstrom zu den Nassräumen gelüftet.
Durch die von mir bereits erwähnte Kaltluftbeimischung kann man zusätzlich den Energieeintrag in die Wohnräume erhöhen, bzw. in die anderen Zimmer reduzieren. Dazu ist allerdings ein Teilumbau der Kanäle erforderlich.
Der Effekt dieser Maßnahmen ist, dass es in den Wohnräumen/Küche schön warm wird und im Flur deutlich kühler. Die anderen Zimmer sind ebenfalls kühler, wobei die oberen Zimmer von unten mitgeheizt werden. Sie sollten dann am Besten über digitale Thermostate mit Wochenzeitschaltuhr individuell temperiert(z. B. PTC-Elemente) werden. Man muss sich dann allerdings angewöhnen, die Türen zum Fur geschlossen zu halten und damit abfinden, das Nacktputzen im Flur im Winter keine Spaßveranstaltung ist.
Meine Erfahrungen mit dieser Einstellung sind sehr gut. In der Aufheizphase nach Absenkung bleibt die Lüftungsheizung aber nach wie vor träge und benötigt Unterstützung.
Wenn Du nähere Infos dazu willst, lass ich Dir das gerne zukommen.

Gruß Robbi
Verfasser:
Jan264
Zeit: 13.01.2011 10:12:03
0
1473225
Zitat von Robert Heyn Beitrag anzeigen
Also ehrlich gesagt ist Dein Fall schon etwas mysteriös.
Gut funktionierender Erdwärmetauscher, Kaminofen - hoffentlich im Wohnbereich und mit externer Frischluftzufuhr, ordentlich gedämmtes, luftdichtes Niedrigenergiehaus, anscheinend funktionierende Lüftung mit WRG incl.[...]


Hallo Robbi,

gerne kannst du mir deine Erfahrungen zukommen lassen. Problematisch ist eben nur, dass bei mir der Wohnraum (Küche, Wohnzimmer, Eßzimmer) und das Treppenhaus ca. 70 m² komplett offen sind. Ich habe auch den Spitzboden nochmals mit 24cm Dämmwolle gedämmt, der Blow-door-Test hat mittlerweile einen Wert von < 1. Die Außenhülle hat einen U-Wert von 0,21. Der Inverter hängt auf Podesthöhe im Treppenhaus und macht mit seinen 5,6 kwh schon richtig warm, so dass ich auf die PTCs komplett verzichten kann. Er hat immerhin eine Effizienz von ca. 1:3 - effektiver als zur Zeit die WP.
Was mich stört und ich nachgerechnet hatte ist die Leistung der WP - zur Zeit läuft sie bei 75%, macht 270m³ x 0,34 x (30,5-6,4) = 2212 Watt. Da fehlen mir zur Auslegung der Lüftungsheizung (der Fa. Zimmermann) ca. 1400 Watt. Mit dieser fehlenden Leistung wäre das Problem wohl behoben und ich könnte zufrieden sein.

Reduziere ich den Luftvolumenstrom, bekomme ich zwar ca. 400 bis 600 Watt mehr Leistung aufgrund der höheren KOndensattemperatur - aber die gemessene Wärme, die aus den Lüftungsauslässen rauskommt verändert sich kaum ca. 43 Grad Kondensattemperatur bei 64% und gleichzeitig kommt im Wohnbereich nur 31 Grad an!!!

Die Fertigbaufirma ist noch in der Gewährleistungfrist und ich habe den Mangel bereits im Mai 2010 schriftlich angegeben. Zudem kenne ich einen Richter für Baurecht, der dies ebenfalls ganz klar als Mangel ansieht. ...es sollen diverse Verbesserungen durchgeführt werden, so dass die Anlage ihre 3600 Watt bringt mal gespannt - grundsätzlich habe ich noch alle Möglichkeiten, möchte aber nur - dass die WP ihre versprochene Leistung auch erreicht.

Schönen Gruß
Jan
Schönen Gruß
Jan
Verfasser:
Robert Heyn
Zeit: 13.01.2011 20:06:16
0
1473639
Zitat von Jan264 Beitrag anzeigen
Zitat von Robert Heyn Beitrag anzeigen
[...]


Reduziere ich den Luftvolumenstrom, bekomme ich zwar ca. 400 bis 600 Watt mehr Leistung aufgrund der höheren KOndensattemperatur - aber die gemessene Wärme, die aus den Lüftungsauslässen rauskommt verändert sich kaum ca. 43 Grad Kondensattemperatur bei 64% und gleichzeitig kommt im Wohnbereich nur 31 Grad an!!!
[...]

Hallo Jan,

genau deswegen ist es so wichtig zu ermitteln, welche Luftmengen/Temperaturen aus den jeweiligen Ventilen eingeblasen und wie sich die Absaugmengen verteilen.
Ofen aus, Klimagerät aus, PTCs aus und dann bei eingeschalteter Wärmepumpe ein Protokoll erstellen. Auch mal die realen Temperaturen der Luft nach dem EWT, nach dem Kondensator und nach dem Verdampfer(also die nach draußen geblasen wird) in den Rohren messen. Einfach Loch reinbohren und nach der Messung mit Klebeband verschließen.
Anhand dieser Daten erkennt man vielleicht schon Fehleinstellungen und kann dann überlegen, ob und wie man die Einstellungen, ggfls. durch einen Fachmann, ändert.
Die Luftmenge kann auf jeden Fall noch weiter reduziert werden.
Hoffentlich sind bei Dir die Räume einzeln verrohrt und haben Vordrosseln.
Ich mail Dir mal ein Protokoll von mir zu.

Das mit der Regressmöglichkeit ist gut und schlecht zugleich. Solange diese Möglichkeit besteht, kannst Du natürlich selber keine Veränderungen vornehmen. Unsere Hausbaufirma hat damals Pleite gemacht. Das Haus war zum Glück schon fertig. Irgendwie war das fast eine Befreiung, weil ich mich nur noch darauf konzentrieren konnte, wie ich die Anlage frisiere, ohne dabei auf Andere Rücksicht nehmen zu müssen.

Gruß Robbi
Verfasser:
Jan264
Zeit: 14.01.2011 09:55:57
0
1473955
Zitat von Robert Heyn Beitrag anzeigen
Zitat von Jan264 Beitrag anzeigen
[...]

Hallo Jan,

genau deswegen ist es so wichtig zu ermitteln, welche Luftmengen/Temperaturen aus den jeweiligen Ventilen eingeblasen und wie sich die Absaugmengen verteilen.
Ofen aus, Klimagerät aus, PTCs aus und dann bei eingeschalteter Wärmepumpe ein Protokoll erstellen.[...]


Hallo Robbi,

das kannst du mir sehr gerne mal zumailen.

Gestern war ich bei der Verbraucherberatung und habe mit einem Fachmann gesprochen. Dieser meinte, dass letzt endlich nicht eine hohe Kondenssattemperatur maßgebend ist, sondern letzt endlich die Wärme die aufgrund des Volumenstroms und vor allem der Luftdichte transportiert wird. Das ist in etwas das was ich schon festgestellt hatte. So habe ich den Volumenstrom auf 310 m² erhöht (um 11%) und festgestellt, dass zwar die Kond.temp. um ca. 5 bis 6 Grad fällt, aber die Luft, die durch die Ventile in die Räume strömt fast konstant bleibt. Die Verdampfertemperatur liegt nun auch im positiven Bereich und die Ablufttemperatur ist auch gestiegen. Leider kann ich anscheinend die Formel zur Berechnung der Leistung der Anlage (aus DIN 12831) nicht verwenden: Leistung in Watt = Volumenstrom x 0,34 x (Delta aus Kondens.temp. zu Frischluft)

Aber da hast du schon recht, ich muss wohl noch warten was die Verbesserungsmaßnahmen wohl bringen. Aber bin schon sehr daran interessiert wie oder was du gemacht hast - damit die Anlage funktioniert.

Schönen Gruß
Jan
Verfasser:
Robert Heyn
Zeit: 14.01.2011 20:26:23
0
1474341
Zitat von Jan264 Beitrag anzeigen
Zitat von Robert Heyn Beitrag anzeigen
[...]


Gestern war ich bei der Verbraucherberatung und habe mit einem Fachmann gesprochen. Dieser meinte, dass letzt endlich nicht eine hohe Kondenssattemperatur maßgebend ist, sondern letzt endlich die Wärme die aufgrund des Volumenstroms und vor allem der Luftdichte transportiert wird. Das ist in etwas das was ich schon festgestellt hatte. So habe ich den Volumenstrom auf 310 m² erhöht (um 11%) und festgestellt, dass zwar die Kond.temp. um ca. 5 bis 6 Grad fällt, aber die Luft, die durch die Ventile in die Räume strömt fast konstant bleibt[...]

Du schielst nur auf den Wirkungsgrad der WP. Da kannst Du Dir aber nichts für kaufen. Die Reduzierung der Luftmenge erhöht den Wirkungsgrad sowohl des Erd-, als auch des Kreuz-, oder Gegenstromwärmetauschers(je nachdem was bei Dir verbaut ist). Außerdem wird weniger kalte Luft ins Haus eingebracht, die erwärmt werden muss. Geh doch mal auf LS3-volle Pulle. Dann hat Deine WP einen super Wirkungsgrad, aber irgendwie wird´s nicht wärmer - ganz im Gegenteil. Warum wohl?

Gruß Robbi
Verfasser:
Bürkle
Zeit: 14.02.2011 00:05:55
0
1492164
Hallo an alle Proxon Besitzer

Wir haben die Anlage in einem Bj.2005 Weber Haus mit 125qm.
Die ersten zwei Winter hatten wir Probleme da die Heizung nicht richtig
funktionierte (defektes Umluftheizregister) und die Firma Zimmermann meinte es wäre alles in Ordnung mit ihren gemessenen Werten.
Erst massiver Druck unserer seits (Einschreiben an die Geschäftleitung von Weberhaus) brachte bei einem nochmaligem Test der Heizung den Fehler
zu Tage. Seit diesem Zeitpunkt, nun schon 2 komplette Winter, bekommen wir locker 22 Grad in das Wohnzimmer bei einem Jahresverbrauch mit Brauchwasser erwärmung von ca. 3500Kwh.
Ich war am Anfang nicht arg angetan mit unserer Entscheidung dieser Heizart, aber mitlerweile will ich sie nicht mehr missen.
Verfasser:
Robert Heyn
Zeit: 14.02.2011 18:04:41
0
1492511
Zitat von Bürkle Beitrag anzeigen
Hallo an alle Proxon Besitzer

Wir haben die Anlage in einem Bj.2005 Weber Haus mit 125qm.
Die ersten zwei Winter hatten wir Probleme da die Heizung nicht richtig
funktionierte (defektes Umluftheizregister) und die Firma Zimmermann meinte es wäre alles in Ordnung mit ihren[...]

Den Fehler hätte man aber auch selber mit bloßen Händen und Baumarktmultimeter rausfinden können. 2 Winter Ärger wegen so eines banalen Fehlers? Das spricht nicht gerade für Fa. Zimmermann.

Aber sei´s drum. Freut mich, dass Du zufrieden bist. Bin ich jetzt auch, aber nach langem Weh und Ach. Dass kann leider nicht jeder Proxon-Besitzer von sich behaupten.

Gruß Robbi
Verfasser:
roro
Zeit: 14.02.2011 18:46:58
0
1492538
@Bürkle: Nicht registriert und nur ein Beitrag, der sehr nach Schleichwerbung aussieht. Sonderlich glaubwürdig sieht das nicht aus.
Verfasser:
Christ 32
Zeit: 14.02.2011 19:15:10
0
1492560
hier gibt es verschiedene Threads mit diesem Thema- Weberhaus und Proxon WP. Die Hütten haben/hatten alle eine Heizlast von ca. 4- 6 KW womit die 1 kw- WP von Proxon natürlich völlig überfordert ist.

Ein paar wollten klagen, andere die Hütte umbauen, leider wurde von den Betroffenen nie später gepostet wie die Sache leztendlich ausgegangen ist.

Die Heizung umbauen stelle ich mir problematisch und teuer vor da es weder FBH noch Radiatoren gibt.
Verfasser:
Robert Heyn
Zeit: 14.02.2011 20:36:37
0
1492612
Zitat von Christ 32 Beitrag anzeigen
hier gibt es verschiedene Threads mit diesem Thema- Weberhaus und Proxon WP. Die Hütten haben/hatten alle eine Heizlast von ca. 4- 6 KW womit die 1 kw- WP von Proxon natürlich völlig überfordert ist.

Ein paar wollten klagen, andere die Hütte umbauen, leider wurde von den Betroffenen[...]

Was bleibt Dir letztendlich Anderes übrig als Nachrüsten, wenn eine Heizung unterdimensioniert ist. Ich kann mich jetzt direkt auch an keinen Beitrag erinnern, wo Jemand mit der Anlage im Urzustand zufrieden war und sie dann auch so gelassen hat.
Wobei ich grundsätzlich solche Lüftungsanlagen mit integrierter Luftwärmepumpe gar nicht so schlecht finde. Richtig geeignet sind sie aber meiner Meinung nach nur für Passivhäuser und Bewohner mit niedrigem Heizkomfortanspruch, also um die 20/21°C. Das reicht Vielen nicht aus und die hat man dann schlichtweg schlecht beraten.

Gruß Robbi
Verfasser:
Christ 32
Zeit: 17.02.2011 16:38:29
0
1494275
wirklich Sinn machen die Dinger nur in echten Passivhäuser wo ständig mehr passive Wärme eingebracht als benötigt wird.
Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 25 von 29]erste <12>letzte