Sa, 23. August 2014 | 01:30:09 Uhr

Haustechnikforum
  - Sanitär

Haustechnikforum<br/><span class="subtitle">&nbsp;&nbsp;- Sanitär</span>
Foren
Einträge
Foren
Einträge
Heizung 643103
Sanitär 151783
Fußbodenheizung 74123
Brennwert 120251
Lüftung 65996
Regen- und Grauwassernutzung 21687
Bioenergie 150049
Solarenergie 208450
Wärmepumpen 313911
Betriebswirtschaft 14881
Schwimmbadtechnik 4974
Gebäudeleittechnik 21493
Dämmung 14270
Sonstiges 276955
News 4988
Bodenablauf - Rückstauverschluß
Verfasser:
Andreas R.
Zeit: 24.01.2011 16:37:14
0
1479686
Hallo allerseits,

ich habe das Forum schon ein wenig durchblättert, bin aber in unserem speziellen Fall nicht fündig geworden.

Es geht hier um das 40 Jahre alte Mietshaus meiner Schwiegermutter.
Vor kurzem hat es das Wasser im Keller aus dem Bodenablauf hochgedrückt. Gott-sei-Dank
war ich schnell genug vor Ort und konnte das Ventil von Hand schließen um das gröbste zu Verhindern.
(Da war wohl - wegen Hochwasser - die Kanalisation kurzfristig überfordert.)
Vermutlich hat also der Rückstaufverschluß versagt.
Ich habe mir dann mal die Baupläne zur Hand genommen und die Abwasserführung angesehen.
Dabei ist folgendes zutage getreten:
Im Keller ist - laut Plan - nur der Bodenablauf (mit Rückstauverschluß) vorgesehen, tatsächlich hatte der - inzwischen verstorbenen - Bauherr
aber Jahre später nachträglich noch ein Toilette und eine Dusche im Keller eingebaut (neben seinem Bastelkeller). Soweit ich das sehe mit einem mechanischen Rückstauverschluß versehen.
Da es dort aber nicht(!) hochgedrückt hat, ist dieser wohl (noch) in Ordnung.
Die Toilette wird vielleicht 1-2 mal im Jahr benutzt ...
(Korrekterweise muesste hier wohl ein motorisch betriebener Rückstauverschluß eingesetzt werden)

Soweit ist noch alles klar. Ein Bekannter des Bauherren - der beim Bau dabei war - hat nun behauptet, dass es im Abwasserrohr noch einen weiteren mechanischen
Rückstauverschluß geben soll. Von der Abwasserführung sitzt der so, dass alles Abwasser, also insbesondere auch Regenrinnen und Bodenablauf des Innenhofes durchfließt.

1. Frage: War es vor 40 Jahren üblich, einen Rückstauverschluß in fäkalienbelastetes Abwasser zu bauen, zumal es ja gar nicht nötig wäre(doppelt gemoppelt hält besser), oder irrt hier der Bekannte ?.
(Ich kann auch nicht so einfach nachsehen, weil der Schacht aktuell 'nicht zugänglich' ist)
Überschwemmung im Haus ist ja nicht zu befürchten, weil ja vorher dass Wasser im Hof stehen würde wenn das Wasser wegen Gegendruck nicht abfliessen kann.
Oder gilt der Ablauf im ebenerdige Innenhof als 'unter Straßenniveau' ?

2.Frage:
Da ja nunmal Wasser im Keller stand, scheinen beide Rückstauventile undicht zu sein.
Reicht es jetzt - zur korrekten Sicherung - den Bodenablauf mit einem neuen mechanischen Rückstauverschluß zu versehen ?
So wie ich das verstanden habe, darf heute durch den Rückstauverschluß nur Abwasser geführt werden, welches unterhalb des Straßenniveaus eingeleitet wird, aber keinesfalls Wasser aus Regenrinnen.
Das würde also bedeuten, dass der zweite Rückstauverschluß im Abwasserrohr - so tatsächlich vorhanden - eigentlich auszubauen ist. Richtig ?

Ich frage deshalb, weil der GWS-Mann meiner Schwiegermutter was von einem 'elektronischen Verschluß für 2000+ EUR erzählt hat.


Gruß,
Andreas
Verfasser:
Gebo-T
Zeit: 26.01.2011 18:18:33
0
1481089
Die Toilette wird vielleicht 1-2 mal im Jahr benutzt ...
(Korrekterweise muesste hier wohl ein motorisch betriebener Rückstauverschluß eingesetzt werden)


Also mir würde das was ganz anderes Kopfzerbrechen machen .....

Lg gebo
Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 26.01.2011 18:39:54
0
1481105
Hallo Andreas R.,

Zitat von Andreas R. Beitrag anzeigen
...Soweit ist noch alles klar. Ein Bekannter des Bauherren - der beim Bau dabei war - hat nun behauptet, dass es im Abwasserrohr noch einen weiteren mechanischen
Rückstauverschluß geben soll. Von der Abwasserführung sitzt der so, dass alles Abwasser, also insbesondere auch Regenrinnen und Bodenablauf des Innenhofes durchfließt...So wie ich das verstanden habe, darf heute durch den Rückstauverschluß nur Abwasser geführt werden, welches unterhalb des Straßenniveaus eingeleitet wird, aber keinesfalls Wasser aus Regenrinnen...

Vermutlich werden hier einige Dinge durcheinandergeworfen.

Also, es war schon immer so, daß ausschließlich von Rückstau betroffene Einrichtungen gegen Rückstau zu schützen sind/waren.

Die übliche Idioteninstallation, bei der alle Abwässer von oberhalb und unterhalb der RSE über einen gemeinsamen Rückstauverschluß geführt wurden läßt sich nur allmählich ausrotten.
Auf die "Feinheiten" von Rückstaueinrichtungen für fäkalienhaltiges und fäkalienfreies Abwasser braucht man hier vorerst nicht einzugehen.

Einfach nur mal nachdenken was im Keller los ist, wenn der öffentliche Kanal überlastet ist und sich bis OK Straße (Kanaldeckel) aufstaut.
Wenn der Rückstauverschluß funktioniert, dann läuft alles Abwasser aus den Einrichtungen im KG raus. Und wenn es noch regnet, dann kommt das halt auch dazu...

Und der mechanische Verschluß den Dein Kollege meint ist vermutlich die übliche zusätzliche manuelle Betätigung eines jeglichen Rückstauverschlusses.

Also, alles im Keller über einen geeigneten Rückstauverschluß, (besser Hebeanlage) führen, danach das Schmutzwasser von oberhalb der RSE einbinden, danach ein (Hausanschluß)-Schacht und in den das Regenwasser.

Und nirgends eine weitere Rückstausicherung!


Gruß Ratzeful
Verfasser:
rueckstauprofi
Zeit: 29.01.2011 22:29:56
0
1483153
...
Du mußt Dir erstmal klar sein was Du künftig mit dem Keller machen möchtest. Soll der WC, Dusche ect. bleiben?

Wenn Du sicher sein willst muß ein Fachunternehmen feststellen wo welche Leitung einbindet (egal ob Abwasser oder Regenwasser) ALLE, ALLE... = rückstaurelevante Bestandsaufnahme.
Mit dieser Bestandsaufnahme kannst Du gleich Deine Dichtheitsprüfung durchführen lassen.
Die alten Pläne und Überlieferungen kannst Du vergessen.
"Der Plan sagt aus wie es sein sollte, aber nicht wie es ist!"
Erst dann hast Du eine Grundlage für ein vernümpftiges Konzept, dass nicht unbedingt teuer sein muß.
...
gruss rueckstauprofi